Leserstimmen zu
Der verschwundene Mr. Davenheim und weitere Kriminalgeschichten mit Hercule Poirot

Agatha Christie

Hercule Poirot (18)

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Beim kürzlich erschienenen ‚Verschwundenen Mr. Davenheim‘ handelt es sich um drei CDs mit sechs Kurzkrimis. Diese sechs Fälle löst der belgische Detektiv Hercule Poirot mit Scharfsinn, Charme und Cleverness. In „Lasst Blumen sprechen“ erhält Poirot einen Anruf von einer jungen Frau, die glaubt, dass ihr Leben in Gefahr ist. In „Der Gürtel der Hippolyta“ verschwinden ein Rubens und ein junges Mädchen. Im Fall um die „Vierundzwanzig Schwarzdrosseln“ findet Poirot äußerst verdächtig, dass ein Mann seine langjährigen Essgewohnheiten abrupt wechselt. „Poirot geht stehlen“ und wundert sich außerdem, dass„Der verschwundene Mr. Davenheim“ nicht von seinem Spaziergang zurück kommt. In der „arkadischen Hirschkuh“ dagegen wird der Detektiv gebeten, im Fall einer verschwundenen jungen Frau zu ermitteln. Zugegebenermaßen gibt es spannendere Geschichten aus der Feder der ‚Queen of Crime‘. Bei 33 Romanen und etwa 50 Kurzgeschichten kann man allerdings nicht erwarten, dass jeder Fall so spannend ist, wie der andere. Nichtsdestotrotz hat man mit diesen kurzen Fällen von je etwa 30 Minuten Länge ein kurzweiliges Hörvergnügen, dass zum Mitraten einläd. Die Geschichten sind kurz und nicht so komplex wie zum Beispiel die längeren Romane „Tod am Nil“ und „Mord im Orientexpress“. Man sollte bei dieser Kürze also keine Kopfnüsse erwarten. Da es sich hier um sanfte Kriminallektüre handelt, die weder besonders blutig noch grausam daher kommt, ist sie deswegen gleichermaßen für Erwachsene als auch jüngere Hörer geeignet. Die Kurzgeschichtensammlung passt optisch perfekt in die restlichen Ausgaben des Hörverlages. Die Geschichten wurden ursprünglich für den Rundfunk vertont und werden von verschiedenen Sprechern vorgetragen. Dabei wartet jeder Sprecher mit einer eigenen Interpretation der Figur des Poirot auf. Einmal hat er belgischen Akzent, einmal nicht. Jeder schafft es jedoch, den typischen Charakter des Kriminalisten – nämlich stark von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt – darzustellen. Es handelt sich hier um Lesungen, frei von Musik und Geräuschen. Ich empfinde das als angenehm, vor allem, wenn man wie ich die Angewohnheit hat, Hörspiele zum Einschlafen anzumachen. Mir ist aufgefallen, dass die Geschichten jedoch zufällig und nicht chronologisch angeordnet sind. Dies wird allerdings nur der eingefleischte Christie-Fan bemerken. Diese kleinen ‚Kriminalhappen‘ sind mit den großen Romanen zwar nicht zu vergleichen, sorgen aber für ein kurzweiliges Hörvergnügen. Mit dieser Sammlung wird gezeigt, dass Agatha Christie nicht nur mit langen Romanen, sondern auch mit Kurzgeschichten verstand, ihr Publikum zu unterhalten.

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