Leserstimmen zu
Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag

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Nachdem Anne Freytags letztes Jugendbuch „Mein bester letzter Sommer“ mein Jahreshighlight 2016 war, freute ich mich wahnsinnig, als mich das Überraschungspaket von Heyne fliegt erreichte. Es enthielt „Den Mund voll ungesagter Dinge“ und einen tollen Lippenstift. Da ich das Buch eh sofort lesen und mich zusätzlich überraschen lassen wollte, las ich den Klappentext nicht. So konnte ich mich ganz und gar von der Geschichte treiben lassen und ließ mich überraschen, wo es hingeht. Und wo es hinging, war eine Überraschung für mich und war deswegen umso besser und bedeutsamer. Die Geschichte ist im Grunde eine gewöhnliche. Die 17jährige Sophie hat ihre Mutter nie kennengelernt und war ihr Leben lang mit ihrem Vater allein. Und nun gefällt es ihr gar nicht, dass sie ihn zum ersten Mal teilen muss. Mit seiner neuen Freundin Lena wurde es so schnell ernst, dass Sophie und ihr Vater nun von Hamburg nach München ziehen müssen. Sie muss nicht nur ihre Heimatstadt und all ihre Möbel zurücklassen, sondern wechselt auch wenige Wochen vor dem Abi noch die Schule. Viele Freunde lässt sie immerhin nicht zurück. Ihr bester Freund Lukas ist vor kurzem zu seiner Freundin nach Paris gezogen. Die Geschichte um einen frustrierten Teenager ist nicht also nicht neu, aber die Richtungen, die die Geschichte einschlägt, ist trotzdem ungewöhnlich. Und dabei geht es nicht nur um die große, sondern auch um die vielen kleinen. Grundsätzlich gibt es wenig Punkte, die wirklich die Spannung nach oben treiben. Also diese echte Spannung, die Nervenkitzel erzeugt. Und trotzdem ist „Den Mund voll ungesagter Dinge“ ein Buch, bei dem man denkt: „Nur noch schnell das nächste Kapitel.“ Ich las beim Kochen, beim Essen, beim gehen. Selbst für eine kurze Fahrt im Fahrtsuhl zog ich das Buch aus der Tasche. Ich konnte es nicht weglegen und wollte es auch nicht. Die Geschichte hatte mich in ihren Bann gezogen. Sophie ist kein gewöhnlicher Buchcharakter. Sie ist schön und weiß das. Sie betrinkt sich, um zu vergessen und hat Sex mit namenlosen Jungs, um die Leere in ihrem Leben auszufüllen. Sie ist verschlossen und nachdenklich und nicht selten zickig. Doch genau das macht sie so wahnsinnig echt. Sie ist nicht glatt. Sie hat Ecken und Kanten. Sie ist unberechenbar und macht Fehler. Dabei ist sie trotzdem nett und liebevoll. Und darum macht es umso mehr Spaß, ihr Leben zu verfolgen. Obwohl Sophie so viel nachdenkt und alles zerdenkt, lässt Anne Freytag alles nicht zu einem riesigen Monolog verkommen, sondern schafft eine wunderbar ausgewogene Mischung aus Innenleben und Handlungen und Dialogen. Doch auch alle anderen Charaktere hat Anne Freytag so lebendig beschrieben, als würden sie wirklich irgendwo in einer reichen Münchener Gegend wohnen. Sie waren vielschichtig und in ihren Handlungen immer glaubwürdig. Jeder einzelne. Den besten Freund erlebt man hauptsächlich über Skype-Gespräche und kann ihn trotzdem ganz tief in sein Herz schließen. Und selbst der Hund war keine flache Nebenfigur. Das muss man erst einmal schaffen. Trotz all der tiefgründigen Personen wirkte es jedoch nie so, als müsste jedem einzelnen krampfhaft eine Bedeutung gegeben werden. Alles wirkte unfassbar natürlich. Ebenso natürlich war die Sprache. Ich bin immer dankbar, wenn Autoren Jugendlichen keine pseudocoole Sprache in den Mund legt. Auch hier war alles authentisch und echt. Wie aus dem Leben gegriffen. Mit „Mein bester letzter Sommer“ hatte Anne Freytag mich Tränen über Tränen weinen lassen. Und auch dieses Mal musste ich wieder heulen. Es war einfach manchmal schön, manchmal traurig und manchmal so echt, dass es schockierte. Dabei wurde nie etwas „zu“. Nicht „zu traurig“, nicht „zu schön“. Keine Übertreibungen, nichts, was einen aus dieser realwirkenden Geschichte treiben würde. Ich konnte so gut mitfühlen. Bei jeder einzelnen Person und Handlung. Wenn man nicht immer Glück in der Liebe hatte, dann wird man sich in der Geschichte wiedererkennen. Wenn man ein nachdenklicher Charakter ist, dann in Sophie. Sie tat mir so oft leid. Und manchmal tat ich mir selber leid. Weil so vieles wahr war und es weh tut, wenn einem der Spiegel vorgehalten wird. Wenn ich „Den Mund voll ungesagter Dinge“ mit „Mein bester letzter Sommer“ vergleiche, schneidet es ein wenig schlechter ab. Aber wenn ich es mit anderen Bücher vergleiche, gibt es keinen Grund, Punkte abzuziehen. Und wahrscheinlich war „Mein bester letzter Sommer“ für mich eh nicht nur 5 Sterne wert, sondern viel mehr. Und deswegen bekommt das neue Jugendbuch nun ebenfalls die volle Sternenzahl von mir. Es geht ans Herz, verletzt den Leser, verletzt die Figuren, zeigt Wahrheiten, Liebe und Freundschaften und ist einfach unfassbar wichtig.

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UM WAS GEHT ES IN DEN BUCH? Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert. FAZIT UND MEINUNG ich bin ganz unvoreingenommen an das Buch herangegangen. Bisher habe ich ein Buch der Autorin verschlungen und geliebt. Also musste ich weitere Bücher der Autorin lesen, gesagt getan. So habe ich mich an das Werk gewagt und kam zu den Entschluss es ist ein wahres Meisterwerk was die Autorin hier erschaffen hat. Zunächst muss ich gestehen , dass ich nicht das erwartet habe, ein wichtiges Thema wie ich finde und die Autorin hat es meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt, so geht es viel darum , sich in jungen Jahren zu finden und seinen Platz innerhalb der Familie zu erkämpfen wie es jeder Teenager kennt. Aber auch um die erste Liebe auch um den ersten Kontakt, dass gleiche Geschlecht zu erkunden. Es gibt auch Sexszenen und Intimitäten die gut und detailliert dargestellt wurden. So wurde die Liebe zwischen zwei Frauen thematisiert , aber auch das Fremdgehen und der damit verbundene Schmerz wurden überzeugend und glaubhaft sowie bildlich dargestellt. Ich habe mich in alle Haupt und auch Nebencharaktere einfühlen, hineinversetzen können. Alle Handlungen waren schlüssig und ich finde es ist ein sehr gut gelungenes Jugendbuch, das ich sofort weiterempfehlen würde. Des weiteren , fand ich die Themenwahl sehr zeitgerecht und auch sehr gut gewählt. Ein tolles wortreiches Geschenk, leicht verständlich und sehr gut zu lesen. Ich bin hin und weg von den Buch und dieses wird nicht mein letztes sein von der Autorin

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Ich habe mich in dieses Buch verliebt

Von: Janine

02.08.2020

Ich war nie so ein Lesewurm, klar ich hab alle paar Monate mal ein Buch gelesen. Aber dieses hier hits different, ich lag manchmal stundenlang im Bett weil ich unbedingt weiter lesen wollte und es so schwer war es aus der Hand zu geben. Ab den ersten Kapiteln wusste ich schon, das ist mein Lieblingsbuch. Man fühlt sich als wäre man in der Geschichte drinnen, die Gefühle und Gedanken die gesagt werden reisen einem so mit. Dieses Buch ist perfekt für teenager die vllt auch gay sind auch wenn sie davor Bücher nicht so wertschätze.

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„Den Mund voll ungesagter Dinge“ ist der dritte, bei Heyne erschienene, Roman der deutschen Schriftstellerin Anne Freytag, der im Sommer 2018, wie schon der Vorgänger „Mein bester letzter Sommer“ im vorherigen Jahr, für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Sophie hätte gerne ein simples Leben. Keines, in dem ihre Mutter sie direkt nach der Geburt verlassen hat, ihr bester Freund nach Frankreich gezogen ist und zu allem Überfluss nun auch noch ihr Vater beschließt, mit ihr von Hamburg nach München zu ziehen. Zu seiner Freundin. Sophie kann dieser ganzen Sache gar nichts abgewinnen. Sie vermisst Hamburg, findet die Freundin ihres Vaters zu nett und will sie einfach nicht mögen. Ebenso wie deren Söhne, die ihr dann ungewollt aber doch recht schnell ans Herz wachsen. Dann lernt Sophie das Nachbarsmädchen Alex kennen, mit ihrem ansteckenden Lachen. Und zu dem neuen Familienleben, in das sie sich erst einmal einfinden muss, kommt die Liebe. Anne Freytag erzählt in „Den Mund voll ungesagter Dinge“ eine Coming of Age Geschichte zweier Mädchen, die sich selbst erst einmal an ihre sexuelle Orientierung gewöhnen müssen. Und obwohl es genau darum geht, dass die beiden lesbisch sind, hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, dass die Autorin einem dieses Thema aufdrücken möchte. Es passt einfach ganz natürlich zu Sophie und Alex, die sich nur langsam näher kommen. Weder die Figuren noch Anne Freytag überstürzen etwas, sondern lassen sich alle Zeit der Welt und vielleicht wirkt die Geschichte aus diesem Grund so natürlich und liebenswert, genauso wie die Charaktere. Direkt zu Beginn wird der Leser mit einer vielleicht etwas dramatisch und klischeehaft wirkenden Szene neugierig gemacht, dann wechselt es und man findet sich mit Sophie in Hamburg wieder, kurz vor dem Umzug. Die Einstiegsszene wird erst zum Ende hin wieder aufgegriffen, was mir als Aufbau sehr gefallen hat. Ebenso wie die Tatsache, dass der Roman in viele kurze Kapitel eingeteilt wurde, was ihn sehr flüssig zu lesen macht und das Suchtpotenzial noch steigert. Ist ja schließlich nur noch ein kurzes Kapitel. Und ach, das war auch so schnell vorbei. Na gut, dann eben noch eines. Die Geschichte hat mich mit jeder Seite mehr gefesselt, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte und alle freien Momente genutzt habe, um weiter zu lesen. Das passiert bei mir wirklich eher selten, selbst wenn mir das Buch sehr gut gefällt. Ich habe die ganze Zeit über mit Sophie und Alex mitgefiebert und mich mit ihnen gefreut oder traurig gefühlt. Wirklich etwas Negatives kann ich über dieses Buch gar nicht sagen. Anne Freytag schafft es anscheinend spielend leicht, eine wirklich niedliche und herzerwärmende Liebesgeschichte zu schreiben, der ich sofort alles abkaufe, weil sie einfach echt wirkt. Noch dazu sind auch Cover und die Seiten hübsch gestaltet und passen zum jugendlichen Stil der Geschichte. Mein Fazit: „Den Mund voll ungesagter Dinge“ war mein erstes Buch von Anne Freytag und direkt darauf folgte „Nicht weg und nicht da“, was sicherlich auch nicht das Letzte gewesen sein wird. Demnach kann ich für dieses Buch nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

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Liebe ist doch was schönes!

Von: Lina Franke aus Delmenhorst

24.10.2019

"Den Mund voll un gesagt er Dinge" ist ein wirklich hezzerreißend, romantisch und einfühlsamer Roman. Die Autorin hat das Buch sehr Realitätsnähe geschrieben, sodass man die Gedanken der Protagonistin total nachvollziehen kann. Eine Sache stört mich allerdings ein bisschen: Das vorletzte Kapitel isg wirklich sehr dramatisch und aufregend, aber mich ärgert etwas an dem letzten Kapitel, dass dann einige Wochen später spielt. Ich finde es etwas schade, dass nicht wirklich mehr auf den Konflikt eingegangen wurde und oder die Lösung des Problems weiter geschildert wurde. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen, da ja nicht immer nur eine Liebesgeschichte zwischen einer Frau und einem Mann beschrieben werden müssen. ; )

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„Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag - ehrlich gesagt war ich eine Weile unschlüssig, ob das ein Buch für mich ist. Die Protagonistin Sophie ist noch recht jung und ich hatte ein bisschen die Befürchtung es könnte hier eher ein Buch für Teenager sein, das eben eher für die jüngeren Leser gemacht ist. Doch die Autorin Anne Freytag hat hier eine Geschichte über das sich selbst finden geschrieben, die nach meinem Empfinden für jung und alt absolut lesbar und wichtig ist! Denn letztlich müssen wir uns im Leben immer wieder selbst finden, es gibt so viele schwierige Phasen, in denen wir neu erkunden müssen wer wir sind, was wir wollen und was nicht, dass es letztlich kaum eine Rolle spielt in welchem Alter man sich befindet. Anne Freytag hat mich hier von der ersten Zeile an gehabt! Der Schreibstil ist einfach unglaublich toll! Locker, leicht, voller Lebendigkeit und absolut ehrlich, das hat mir unglaublich gut gefallen, weswegen ich dringend bald den nächsten Freytag lesen muss ;-) „Den Mund voll ungesagter Dinge“ kann ich absolut empfehlen, es ist ein Buch mit ganz vielen Ecken und Kanten, mit ganz viel Liebe, Wut, Selbstzweifel, Hoffnung, Ängsten, halt, Freundschaft und Ehrlichkeit – es einfach pur , … ohne Kitsch und dennoch wundervoll! Definitiv ein Lese-Highlight für mich dieses Jahr!

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Inhalt: Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert. Meine Meinung: Da mir das Buch bis dahin völlig unbekannt war und ich noch keine Meinungen darüber gehört oder gelesen hatte bin ich ohne große Erwartungen ans Lesen herangegangen und wurde schließlich umso mehr begeistert und überrascht von der Geschichte selbst und den Protagonisten. Während des Urlaubs habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen und konnte es kaum aus der Hand legen. Die Farbe macht das Cover zu einem richtigen Blickfang und zu einem wunderschönen Buch für das Bücherregal. Es verrät durch die schlichte aber sehr schöne Gestaltung mit dem Regenbogen-Schriftzug und der Zeichnung nicht zu viel oder zu wenig. Auch beim Titel passt meiner Meinung nach perfekt zum Buch. Der Schreibstil des Buches gefällt mir sehr gut. Er war leicht und flüssig lesbar, wodurch ich schon nach den ersten Seiten mitten in die Geschichte abtauchte und die Seiten nur noch so dahinflogen. Auch die Kapitellänge war für mich genau richtig – nicht zu lang und nicht zu kurz. Die Charaktere des Buches haben mich wirklich begeistert. Anne Freytag hat so liebenswerte Protagonisten erschaffen, die sie durch deren eigenen Charakter mit Ecken und Kanten für den Leser lebensnah und realistisch erscheinen lässt. Ich konnte mich mit der Protagonistin Sophie unerwartet gut identifizieren und habe sie, wie nach und nach auch die anderen Charaktere, immer mehr ins Herz geschlossen. Besonders Alex und Sophies neue Familie haben es mir mit der Zeit immer mehr angetan. Alle Charaktere waren lebendig, vielseitig und wirklich liebenswert. Die Handlung der Geschichte bringt sowohl eine tolle Idee, als auch zentrale und aktuelle Thematiken mit sich. Der Roman beschäftigt sich mit Liebe und Freundschaft, Coming Out und auch mit der Frage nach der eigenen Identität und dem Anders sein während des Prozess des Erwachsenwerdens. Als einzigen Kritikpunkt des Romans empfinde ich Sophies Spitznamen den ihr bester Freund ihr gegeben hat. Hierbei handelt es sich jedoch wirklich nur um eine kleine Nebensache, welche jedoch mich persönlich trotz der nachvollziehbaren Erklärung etwas gestört hat. Fazit: Das Buch hat in meinen Augen eine 5 Sterne Bewertung mehr als verdient. Ich kann das Buch wirklich jedem weiter empfehlen der auf der Suche nach einer berührenden, facettenreichen, Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden ist.

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Meine Meinung Ich hatte das Buch schon oft gesehen und mir genauso oft schon überlegt, es zu lesen. Warum ich es bisher nicht gemacht habe, weiß ich eigentlich auch nicht. Aber was ich weiß ist, dass ich es schön längst hätte lesen sollen. Der Schreibstil hat mir von Anfang sehr, sehr gut gefallen. Es gab viele amüsante Stellen, aber auch Stellen, die mich zu Tränen gerührt haben. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Was ich sehr amüsant fand, waren die Kapitelüberschriften. Die Kapitellänge war perfekt. Sophie konnte ich anfangs nicht so ganz einschätzen und fand sie deswegen ein bisschen nervig, ABER das hat sich schnell geändert. Man spürt, wie verzweifelt und einsam sie eigentlich ist, sie stößt alle von sich, damit dies keiner bemerkt. Außer ihre besten Freund, Lukas, der in Paris lebt. Die beiden haben eine sehr enge Bindung zueinander, das merkt man schnell, ihre liebevollen Neckereien sind sehr amüsant. Die beiden skypen regelmäßig. Er ist ihr sicherer Hafen, den sie sehr vermisst. Das erste „Aufeinandertreffen“ mit Alex ist sehr witzig. Die beiden Mädchen sind eigentlich sehr verschieden, aber vielleicht verstehen sie sich gerade deshalb so gut. Sophie hat nie verstanden, was es mit der Liebe auf sich hat, bis sie Alex trifft. Alex, die sie wirklich kennen lernen möchte und gerne Zeit mit verbringt. Die keine Vorurteile gegen sie hat, mit der sie lachen und über alles reden kann. Doch dann verändert ein Kuss alles? Sie ist teilweise mit sich und ihren Gefühlen total überfordert? Denn bisher hat sie immer nur mit Jungs geschlafen, doch auf einmal sind da Gefühle für Alex, ein Mädchen. Ihr Vater versucht für sie da zu sein, aber sie stößt ihn immer wieder von sich. Mit viel Mühe findet Lena, die neue Freundin ihres Vaters, einen Zugang zu ihr. Bewertung Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da mich die Geschichte von Sophie und Alex so sehr berührt hat. Die Beziehung der beiden ist etwas besonderes, vor allem, da man miterleben darf, wie sie sich entwickelt. Es ging nicht nur um zwei Mädchen, die sich ineinander verlieben, es geht um so viel mehr. Es geht um die Fragen „Wer bin ich?“, „Wen liebe ich?“, „Wen darf ich lieben ?“ und "Wer entscheidet, wen man lieben darf?" Sollten wir nicht selbst entscheiden, für wen unser Herz schneller schlägt, bei wem wir glücklich sind? Natürlich spielen auch die Themen Coming Out und die Reaktion darauf eine zentrale Rolle. Denn ist nicht vielleicht das schwerste daran, sich selbst einzugestehen, „anders“ zu sein (als alle von einem erwarten)? Ich denke Bücher wie „Der Mund voll ungesagter Dinge“ sind unglaublich wichtig, damit Jugendliche verstehen, dass es in Ordnung ist, schwul, lesbisch, bisexuell … zu sein. Dass sie dadurch nicht weniger Wert sind oder sich verstecken müssen. Denn niemand wacht eines morgens plötzlich auf und entscheidet sich dafür, nein, wir sind so wie wir sind und wen wir lieben ist ein Teil unserer Persönlichkeit. Liebe ist Liebe, egal wer wen liebt, solange diese Personen glücklich sind, ist alles richtig. Denn die Liebe kennt kein richtig oder falsch. Ich finde, jeder sollte die Gefühle akzeptieren, niemand hat ein Recht, über die Liebe anderer zu urteilen oder sie sogar zu verabscheuen. Denn nicht diese Liebe oder die Gefühle sind falsch, nein, die Gesellschaft macht an diesem Punkt Fehler, da vielen Menschen die Akzeptanz, das Verständnis und das Einfühlungsvermögen fehlt. Deswegen wird um das Thema Outing so ein Trubel gemacht, da die Personen Angst vor Unverständnis, Zurückweisung oder Ablehnung haben. Aber keiner von uns möchte unglücklich sein oder sich verstecken, nur weil man nicht in die gesellschaftliche Norm passt. Wir möchten doch alle nur Menschen finden, die uns verstehen und akzeptieren, so wie wir sind. Jeder von und ist perfekt, so wie er ist, mit seinen Ecken und Kanten, denn Diamanten sind auch nicht perfekt. Wir alle haben unsere Ängste, manche sind verständlich, andere nicht. Denn haben wir nicht alle manchmal den Mund voll ungesagter Dinge? Vielen lieben Dank an Anne Freytag für diese wundervolle und besondere Geschichte über die Liebe und das Erwachsenwerden. Dieses Buch hat 5 Sterne verdient.

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