Leserstimmen zu
Der Drachenflüsterer - Die Feuer von Arknon

Boris Koch

Die Drachenflüsterer-Serie (4)

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Wie schon erwähnt, habe ich die Vorgänger nicht gelesen, was mich dennoch nicht abgehalten hat, trotzdem den vierten Band zu lesen. Und ich muss sagen, zwar werden einige Dinge gespoilert, aber so relevant ist es nicht Band 1-3 vorher zu lesen. Von dieser Tatsache abgesehen, kam ich leider nicht all zu gut in die Geschichte rein, weil der Schreibstil für mich sehr distanziert war und ich so schlecht an die Charaktere anknüpfen konnte. Zwar habe ich die wichtigsten schnell kennengelernt, aber sie wurden für mich einfach nicht nachvollziehbar. Ben ist ein Geächteter, genauso wie seine Freunde, da er den Drachen hilft und nicht wie die anderen Menschen sich vor ihnen fürchten und sie als verflucht ansehen. Man lernt schon am Anfang des Buches den Orden der Drachenritter kennen, der eigentlich nur ein Haufen von Fanatikern und Lügner sind. Sie bilden „Jungfrauen“ aus, die sich einen Pfahl binden lassen sollen, um mit ihren Hilfeschreien die Drachen anlocken sollen, damit die Ritter ihnen die Flügel abschlagen und ihnen den „Fluch“ abnehmen. Cathe ist einer dieser Jungfrauen, doch sie selbst erkennt schnell, dass das nicht die Wahrheit ist und diese Wesen sie eigentlich auf ihre Hilferufe hin retten wollten und nicht zerfleischen. Ich muss sagen, Cathe war in diesem Buch mein Lieblingscharakter, von ihr hätte ich gerne viel, viel mehr gesehen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich besser eine Verbindung zu diesem Protagonisten aufbauen konnte. Ihre Entwicklung im Laufe des Buches gefällt mir sehr, da sie nicht unaufgeklärt sein möchte und darum kämpft die Wahrheit zu erfahren. Und auch das Ende hat mich sehr überrascht, da anscheinend mehr in ihr steckt, als alle geglaubt haben. In diesem Buch gibt es auch eine Liebesgeschichte, die zwischen Anula und Ben, die schon vor diesem 4. Buch zusammen waren. Doch dadurch, dass mir der Schreibstil nicht sehr zugesagt hat, kam mir die Beziehung an manchen Stellen sehr leidenschaftslos vor, bis auf die letzten 100 Seiten. Ich selber mochte auch Anula nicht sehr, weil sie sehr eifersüchtig war und wenn ein Charakter stetig auf ihren Partner eifersüchtig ist, zeugt es für mich meistens für fehlendes Vertrauen. Und Ben hat ihr immer und immer wieder gezeigt, dass er nur Augen für sie hat, dennoch hatte sie unentwegt Andeutungen gemacht, was mich gestört hat. Von der Spannung her, konnten mich nur zwei Stellen wirklich packen, und leider war die zweite auch schnell abgeebbt. Ich hatte wirklich viel Motivation dieses Buch zu lesen, weil ich mich für Drachengeschichten interessiere, aber viele Handlungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen, für mich schienen sie so impulsiv und belanglos zu der Geschichte. Die Drachen waren in diesem Buch ganz eigene Charakter, was mir gut gefallen hat. Sie machten Scherze, unterhielten sich mit den Menschen und zeigten auch, dass sie Ängste hatten, die sie überwinden mussten. Besonders hatte mir Bens Begleiter gefallen, der nie seine Seite verlassen hatte. Was ich trotzdem schön gefunden hätte, wäre, wenn in dem Buch Bilder von den verschiedenen Rassen abgebildet wären oder zumindest zu den Hauptdrachen, die uns im Buch begleiten. Fazit: Leider bin ich von diesem Buch etwas enttäuscht, da ich mit so vielen Erwartungen angefangen habe es zu lesen und es mich nicht überzeugen konnte. Der Schreibstil ist distanziert, weshalb mir es schwer fiel, mit den Charakteren eine Verbindung aufzubauen, da sie dadurch sehr oberflächlich wirkten, sowie einige Handlungen einfach zu wirr waren.

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