Leserstimmen zu
Die Weisheit der Wölfe

Elli H. Radinger

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Die Autorin hat ursprünglich als Rechtsanwältin gearbeitet, jedoch füllte sie dieser Beruf schon schnell nicht mehr aus. In ihrer Findungsphase beschloss Elli H. Radinger, ihr Interesse für den Wolf zum Beruf zu machen. Durch ein Praktikum in einem Wolfsgehege hatte sie die ersten Begegnungen mit den Tieren. Sie lernte viel und intensiv, erwarb sich so eine breite Basis, auf der sie sich zutraute, auch mit wild lebenden Wölfen umzugehen und sie in freier Wildbahn zu erforschen. Die Autorin verarbeitet all ihr umfangreiches Wissen und ihre Erlebnisse mit den Tieren, ebenfalls ihre Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Wolfsgegnern auf der einen und Umweltschützern auf der anderen Seite, in diesem Buch. Jedes Kapitel wird mit einem Zitat begonnen, das mit dem jeweiligen Inhalt korrespondiert. Frau Radinger erzählt ausführlich, mitreißend und – das hat mir besonders gut gefallen – sehr umfassend. Egal ob es sich um friedliche Begegnungen im Rudel handelt oder es um blutige, harte Kämpfe geht. Wir erfahren alles, schöne und grausame Dinge – die ganze Bandbreite eines Wolflebens also. Man erlebt den Weg von der Geburt der Welpen bis zum Tod der Tiere, beobachtet das stets wiederkehrende Ausbaldowern der Hackordnung, Partnersuche, Gründung einer Familie, Trennung vom Rudel, die Wanderung der Wölfe und Auskundschaftung neuer Gebiete, aber anrührende Dinge wie der Umgang mit kranken und alten Mitgliedern und die Entscheidung für oder gegen die Aufnahme eines sippenfremdem Wolfes in den Familienverband. Diese Ausführlichkeit und Intensität in den Schilderungen hat mir sehr gut gefallen, zumal sie durch die eigenen Beobachtungen der Autorin sehr authentisch anmutet. Etwas Abstriche muss ich jedoch bei den stets zu uns Menschen gezogenen Vergleichen machen – die ich stellenweise nicht ganz nachvollziehen konnte – und bei den gelegentlich vermuteten Beweggründen der Wölfe für geschilderte Verhaltensweisen. Das war mir manchmal zu hypothetisch und zu weit hergeholt. Ansonsten haben mich die Erzählungen der Autorin fasziniert, auch durch ihre mitreißende Lebendigkeit, durch die ihre Liebe zu den Tieren immer wieder offenbart wird. Sie bricht damit eine Lanze für die wunderschönen und klugen Wildtiere, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist. Denn durch Unwissenheit oder reißerisches Halbwissen werden Wölfe oft in ein ganz falsches Licht gerückt. Die Sprecherin Regina Lemnitz macht ihre Sache sehr gut. Sie transportiert den lebendigen, fesselnden Stil des Buches überzeugend und macht daraus ein spannendes, informatives, lehrreiches Hörerlebnis.

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Das Buch ist ein Sachbuch, aber dennoch ist es sehr lesenswert, wenn man sich für Wölfe interessiert. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend und ich wurde beim lesen auch  nicht enttäuscht. Das Buch lässt sich flüssig lesen und ist auch sehr verständlich geschrieben. Mir hat auch gefallen, dass die Autorin mit dem Vorurteil des bösen Wolfes aufräumt. Spannend beim lesen fand ich auch, dass das Sozialverhalten der Wölfe auch mal von einem anderen Blickwinkel betrachtet wurde und etwas tiefgreifender behandelt wurde als es in anderen Wölfsbüchern der Fall ist. Ich denk schon, dass die ein oder andere Passage nicht nur etwas für Wolfsliebhaber ist. Schön finde ich, dass das Buch durch einige Bilder aufgewertet wurde, sodass man auch noch was zum schauen hat. Die schwarz-weiß Bilder sind sehr gut gelungen. Im Anhang findet man dann auch noch Tipps für Wolfsreisen in Amerika und Deutschland, was das Buch noch abrundet.

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