Leserstimmen zu
Der Tote in der Kapelle

Elizabeth Edmondson

Hugo Hawksworth (1)

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Als ich vor einigen Monaten die Rezension bei Frau Lehmann gelesen habe, habe ich mir sofort eine mentale Notiz angelegt: dieses Buch muss ich lesen! Es hat alles, was ich in einem Krimi gerne habe, also musste es her. Was mich dabei angesprochen hat? Bereits das Cover fand ich wunderschön, noch mehr aber hat mir gefallen, dass es hier um einen typischen britischen Krimi ging, der im dörflichen England spielt. Als ich das Buch dann endlich in den Händen hielt, packte ich es sofort für den Urlaub ein, in der Hoffnung, dass es mir gute Unterhaltung bieten wird. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Elizabeth Edmondson erzählt die Geschichte eines Mordes und seiner Aufdeckung im klassischen Still englischer Kriminalromane, bleibt dabei aber kein einfacher Nachahmer Agathe Christies, sondern schafft glaubhafte Szenerien und Figuren. Die Geschichte spielt im England der Nachkriegszeit, 1953. Vor sieben Jahren ist der Earl von Selchester an einem stürmischen Winterabend spurlos verschwunden. Nun wird bei Reparaturarbeiten ein Skelett in der alten Kapelle von Selchester Castle entdeckt, und bald steht fest, dass es sich dabei um die sterblichen Überreste des Earls handelt. Und da er sich wohl nach seinem Ableben nicht selber vergraben hat, muss es sich zwangsläufig um Mord handeln. Die Polizei findet schnell den Sündenbock im inzwischen ebenfalls verstorbenen Sohn des Earls, und der Fall wäre damit auch schon abgeschlossen, wäre da nicht Hugo Hawksworth, der Geheimagent, der sich nach einer Verletzung widerwillig mit einem Schreibtischjob anfreunden muss. Es kommt dem jungen Mann ganz gelegen, sich mit dem geheimnisvollen Mordfall zu beschäftigen, kommt ihm doch sein neues, langweiliges Leben im Dorf von Selchester als unerträglich vor. Dass er dabei auch die Nichte des Earls, Freya besser kennenlernen kann, ist natürlich auch kein Nachteil. Edmondson verbringt viel Zeit damit, uns die Einwohner des Dorfes vorzustellen, sodass der Leser sich zusammen mit Hugo immer einheimischer fühlt. Es entstehen dabei lebendige, interessante Figuren, die wohl alle ihre Geheimnisse haben. Miss Marple hätte sich hier sicherlich in ihrem Element gefühlt. Eine schöne und respektvolle Geste von Edmondson ist übrigens die Erwähnung des zu der Zeit, in der der Roman spielt, neuen Romans von Christie, der gerade in den Buchladen des Dorfes geliefert wird. Das Buch dient als Auftakt zu weiteren Kriminalromanen rund um Hugo Hawksworth und Selchester. Das zweite Buch (Mord auf Selchester Castle) erscheint in deutscher Übersetzung 2019 beim Goldmann Verlag. Es gibt auch ein drittes Buch (A Matter of Loyalty), allerdings konnte dieses nicht mehr von Elizabeth Edmondson fertiggestellt werden, da sie 2016 unerwartet verstarb. Das Buch wurde anhand Notizen der Autorin von Anselm Audsley geschrieben, sodass die auch ursprünglich als eine aus drei Büchern bestehende Serie abgeschlossen werden konnte.

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England, 1953. Geheimagent Hugo Hawksworth plagt sich mit einer Kriegsverletzung herum und ist nicht gut zu Fuß. Von weltweiten Abenteuern und seinem Wohnsitz im geschäftigen London wird er ins kleine Dorf Selchester versetzt um dort einen Schreibtischjob in einem Archiv anzutreten. Dafür zieht er mit seiner kleinen Schwester Georgia ins alterwürdige Selchester Castle. Ganz so langweilig und beschaulich wie gedacht ist es dann aber doch nicht: Der Earl of Selchester und Burgbesitzer war vor 7 Jahren in einer schlimmen Winternacht verschwunden und wird direkt nach Hugos Ankunft in der Schlosskapelle unter den Fliesen entdeckt – tot und verscharrt. Während die Polizei den Mord mit möglichst wenig Presserummel einem Toten anhängen will, ermittelt Hugo mit der Nichte des Earls und seiner Schwester. Denn der Mörder könnte auch unter den Lebenden weilen.. Stil, Machart, Meinung Das Versprechen „Die perfekte Mischung aus Downtown Abbey und Agatha Christie“ auf der Buchrückseite hatte mich angesprochen – und ich muss sagen: die Beschreibung passt perfekt! Wie bei Agatha Christie gibt es ein Verbrechen auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Burg sowie mehrere Verdächtige, einem verschlossenen Raum und einem Jackpot in Sachen Erbschaft. Der Downtown Abbey – Touch kommt durch eine Menge Dorfklatsch, detailreiche Beschreibungen der Burgbewohner und der damaligen Zeit, humorvolle Dialoge und viele Szenen in den Räumlichkeiten des Personals. Dem ist eigentlich schon nicht mehr viel hinzuzufügen, denn die Beschreibung ist absolut passend. Ein guter Plot, ein guter Schreibstil, liebenswerte Charaktere und eine schlüssige Auflösung (die ich zwar schon länger ahnte, trotzdem nicht schlecht fand) machen nach dem ersten Fall von Hugo Hawksworth Lust auf mehr. Leider habe ich gerade herausgefunden, dass die Autorin Elizabeth Edmondson mittlerweile verstorben ist. Ein zweiter Teil wird wohl am 18. Februar 2019 erscheinen – und ich denke mal, das war es dann auch schon mit dieser vielversprechenden Cosy Crime – Reihe. Fazit Ich gebe 4 Sterne und werde gern auch den nächsten und wohl letzten Teil dieser Reihe lesen. Agatha Christie meets Downtown Abbey – eine gute Mischung, gut umgesetzt und gut geschrieben.

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Nur ein Jahr vor ihrem plötzlichen Tod hatte die erfolgreiche britische Schriftstellerin Elizabeth Edmondson (1948-2016), in Deutschland vor über zehn Jahren durch „Lady Helenas Geheimnis“ bekannt geworden, die ersten zwei Bände ihrer neuen Krimireihe um Geheimagent Hugo Hawksworth noch veröffentlichen können. Der erste Band erschien nun im Februar beim Goldmann-Verlag unter dem Titel „Der Tote in der Kapelle“ als Taschenbuch. Hatte sich Edmondson in ihren früheren Werken stark an Jane Austen und deren Zeit orientiert, erinnert diese Krimireihe in Handlung und Atmosphäre stark an Bücher von Agatha Christie oder Edgar Wallace. Der Krimi spielt in England im Nachkriegsjahr 1953 – es gibt noch immer Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs nur auf Bezugsschein. Der wegen einer im Feindeinsatz erlittenen Beinverletzung ins Kriegsarchiv im provinziellen Selchester versetzte Geheimagent Hugo Hawksworth wird auf dem alten Selchester Castle einquartiert, wo noch Gespenster ihr Unwesen treiben sollen. Dort wird bei Renovierungsarbeiten in der Schlosskapelle unter den Bodenplatten ein Skelett entdeckt. Es sind die Gebeine des letzten Earls, der vor sieben Jahren während einer Abendgesellschaft plötzlich verschwand. Polizei und Geheimdienst wollen die Akte unbedingt schließen und bezichtigen den vor Jahren in Palästina gefallenen Sohn Tom des Mordes. Misstrauisch geworden, nimmt sich nun Hugo Hawksworth dieses geheimnisvollen Mordfalles an und sucht mit Freya, der Nichte des Earls, nach dem wahren Täter. Auch wenn in Edmondsons Krimi kein Nebel um die alten Schlossmauern wabert, wie wir es aus den deutschen Wallace-Filmen kennen, ist dieser britische Krimi in gewisser Weise ähnlich aufgebaut. Die Handlung ist locker geschrieben, alles ist ziemlich geheimnisvoll: Bei der damaligen Abendgesellschaft im Jahr 1946 waren vier Gäste anwesend, außerdem vier Personen des Personals. Das Schloss war durch starken Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten. War der Mörder also jemand vom Personal? Oder vielleicht einer der Gäste? Oder etwa alle Gäste gemeinsam - wie in Christies „Mord im Orient-Express“? „Der Tote in der Kapelle“ ist gewiss keine anspruchsvolle Lektüre, kein tiefenpsychologischer Thriller, wie wir ihn heute von den skandinavischen Autoren kennen, sondern eher ein unterhaltsamer Roman zum Feierabend. Wir lernen wie in den alten britischen Krimis einige skurrile, auch geheimnisvolle oder burschikose Charaktere kennen. Ein Mordmotiv ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, weshalb es unmöglich ist, uns frühzeitig für einen möglichen Täter zu entscheiden. Erst am Schluss des Romans wird der Mordfall auf Selchester Castle gelöst. Die neue Krimireihe von Elizabeth Edmondson war in Großbritannien erfolgreich. Ob sich dies in Deutschland wiederholen wird, mag bezweifelt werden, da hierzulande die Christie- und Wallace-Welle vorbei ist und heutige Leser eher für bluttriefende Psychokrimis zu begeistern sind. Wer sich aber einen Sinn für britische Krimi-Klassiker bewahrt hat, dem wird wohl auch „Der Tote in der Kapelle“ gefallen. Den zweiten Band dieser unvollendeten Reihe, „Mord auf Selchester Castle“, kündigt der Goldmann-Verlag für Februar 2019 an. Für einen dritten Band konnte Edmondson nur Notizen hinterlassen, nach denen ihr Sohn, der Schriftsteller Anselm Audley, den dritten Band „A Matter of Loyalty“ (2017) verfasst hat.

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Tote in Kapellen sind ausserhalb von Beerdigungen sehr ungewöhnlich und so ist auch der Fund des Toten in diesem Kriminalroman alles andere als gewöhnlich. Die Geschichte beginnt mit Hugo, der nach einem Unfall im Dienst schwer verletzt wurde und nun Schreibtischdienst leisten muss. Als wäre es noch nicht genug als Geheimagent plötzlich hinterm Schreibtisch sitzen zu müssen, wird er auch noch versetzt und zwar nach Selchester, einer kleinen Ortschaft in England. Widerwillig macht sich Hugo mit seiner pubertierenden Schwester Gloria, für die er die Verantwortung trägt seit ihre Eltern verstorben sind auf den Weg nach Selchester, er soll dort im Kriegsarchiv recherchieren und sie wird dort das Gymnasium besuchen. Wohnen werden sie auf Selchester Castle. Der Hausherr des Schlosses ist seit 7 Jahren spurlos verschwunden. Von der befürchteten Langeweile ist schnell keine Spur mehr von übrig, denn der verschollene Earl of Selchester taucht auf sehr spezielle Art und Weise wieder auf. Man findet ihn, zumindest das was nach 7 Jahren noch von ihm übrig ist, bei Reparaturarbeiten unter den Steinfließen der Kapelle und dort kann er sich unmöglich selber vergraben haben. Mit Freya, der Nichte des Earls macht sich Hugo auf die Suche nach dem Mörder. Alles was zu einem typisch englischen Krimi gehört findet sich auch hier, grüne Landschaft, viel starker Tee, idyllische Umgebung...und hier sogar Hochadel und ein Schloß. Motive und Verdächtige gibt es reichlich, Geheimnisse jedoch auch. Nach und nach lernt man die teils sehr eigenwilligen Charaktere besser kennen und auch die Nebenrollen, das sehr detailliert und schnell entwickelte ich Antipathien oder Sympathien. Schön war, dass sich durch die im Verlauf immer genauere Beschreibung der Charaktere meine Meinung manchmal änderte und eine sehr unsympathische Person plötzlich doch eigentlich ganz nett wurde. Für meinen Geschmack war die sehr detaillreiche Beschreibung teilweise etwas viel, aber da ich gesehen habe, dass demnächst ein weiterer Krimi mit Hugo erscheint macht es natürlich Sinn, sowohl ihn, Selchester und seine Bewohner so genau vorgestellt zu bekommen und ich bin gespannt welcher Fall als nächstes auf ihn wartet. Der erste Teil war auf jeden Fall kurzweilig, interessant und perfekt für eine Auszeit zwischendurch. PS: Ob es der Gärtner war, verrate ich nicht...

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Worum geht's? "England 1953: Nach einer Verletzung im Einsatz wird Geheimagent Hugo Hawksworth an den Schreibtisch versetzt. Nur widerwillig begibt er sich ins Kriegsarchiv im ländlichen Selchester, befürchtet er doch, sich in seiner neuen Stelle zu langweilen. Doch kaum ist er auf Selchester Castle angekommen, weckt ein rätselhafter Fall Hugos Neugier. In einer stürmischen Winternacht vor sieben Jahren verschwand der Earl of Selchester spurlos, und jetzt wird bei Renovierungsarbeiten in der Schlosskapelle sein Skelett entdeckt. Die Behörden wollen die Akte eilends schließen und küren einen Toten zum Täter. Doch Hugo wähnt den wahren Mörder noch unter den Lebenden und begibt sich mit der burschikosen Freya, der Nichte des Earls, auf die Suche ..." Warum hab ich es gelesen? Nachdem ich durch dieses unfassbar großartige Cover auf das Buch aufmerksam geworden bin, lies der Klappentext mein bekanntermaßen anglophiles Herz gleich höher schlagen. Also auf in die 50er! Wie war's? Dieses Büchlein ist schon etwas besonderes, denn trotzdem es sich hier um einen Krimi handelt, sprüht es vor englischem Humor und witzigen Dialogen. Dabei rutscht es nie in Klamauk ab, es ist schlicht und ergreifend unterhaltsam (ich musste so einige Male schmunzeln). Protagonist Hugo Hawksworth fand ich sehr sympathisch. Seine Ermittlungen in englischen Adelskreisen waren herrlich unaufgeregt und nachvollziehbar. Ich denke jedem ist klar, dass ein klassischer englischer Krimi nun mal recht unblutig und ohne große Hektik daher kommt. Und eben das hat die Autorin hier sehr gut getroffen - der Fall war spannend und mit einigen Überraschungen gespickt, die ich so nicht unbedingt vermutet hätte. Am Ende wird leider nicht alles aufgelöst, da hat mein innerer Monk schon ein wenig rebelliert. Da das Ganze aber ursprünglich wohl als Reihe geplant war, lässt sich dieser Umstand natürlich verzeihen. Was war besonders? Der Autorin ist es sehr gekonnt gelungen, mich in die 50er Jahre zu versetzen. Diese Zeit mit ihren ganz eigenen Besonderheiten, geprägt durch den vorangegangen Krieg, mitten in neuen politischen Unruhen, wurde für mich sehr interessant und passend in die Handlung eingebettet. Reading Der Tote in der Kapelle makes me feel like... ...ganz großartig - für alle Fans von Agatha Christie und Sir Arthur Conan Doyle zu empfehlen! Mit herzlichem Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar

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Schriebtischjob

Von: wal.li

22.04.2018

So klasse findet Hugo Hawksworth es nicht, in den Innendienst versetzt zu werden. Im Außendienst, mit geheimen Aufträgen, die ihn in ferne Länder führten, war sein Leben doch viel spannender. Doch eine Verwundung am Unterschenkel hat seine Zeit in dieser Position für immer beendet. Schweren Herzens macht er sich gemeinsam mit seiner kleinen Schwester auf den Weg nach Selchester Castle weit weg von London und allem. Im Jahr 1953 sind die Nachwirkungen des Krieges noch deutlich zu spüren. So ist der Schlossherr bereits kurz nach dem Krieg spurlos verschwunden. Eine Tatsache, die Hugo wesentlich neugieriger macht als sein neuer Job, der im Wälzen alter Akten besteht. Ein im Einsatz versehrter junger Mann und seine 13jährige Schwester machen sich auf zu neuen Ufern. Natürlich geht es auch um den neuen Job. Wichtig ist aber, dass Georgina den Tod der Eltern noch nicht überwunden hat und sie sich in der Obhut ihres Bruders wohler fühlen wird. Die Schlossbewohner sind zunächst wenig begeistert von ihrer Einquartierung. Nur die Haushälterin, die Georgina sofort in ihr Herz geschlossen hat, umsorgt sowohl sie als auch Hugo mit ordentlichen Mahlzeiten und viel Wärme. Die Nichte des verschwundenen Hausherrn möchte die Gäste am liebsten nur von weitem sehen. Ein Wunsch, der unerfüllt bleiben muss, denn schon bald wird in der Kapelle ein Skelett gefunden. Bei den nun folgenden Nachforschungen wird Hugos Hilfe und seine Erfahrung im Nachrichtendienst gerne in Anspruch genommen. Hugo Hawksworth hat mit „Der Tote in der Kapelle“ seinen ersten Auftritt in einer Reihe von drei Büchern. Leider ist die Autorin bereits verstorben und das letzte Buch in der Reihe wurde von ihrem Sohn nach ihren Notizen verfasst. Mit den Beschreibungen des ländlichen Lebens in England fühlt man sich sofort an die Englandbesuche erinnert. Auch wenn die nicht in den 1950ern stattfanden, ist die englische Landschaft und die Architektur doch irgendwie urtümlich geblieben. Glücklicherweise hat es der Verursacher des zweiten Weltkrieges nicht geschafft, den Engländern ihr England zu nehmen. Dennoch waren die Menschen durch den Krieg belastet und traumatisiert. Das ist noch deutlich zu spüren und auch der beginnenden kalte Krieg wirft seine Schatten voraus. Viel mehr Beziehungen gibt es zum Geheimdienst als man in so einem heimeligen Örtchen vermuten möchte. Schließlich ist doch das Leben dort alles andere als geheim. Da weiß die Haushälterin und damit auch der ganze Ort am Abend schon, was am Morgen in der Zeitung stehen wird. Und dennoch hinterlassen die warmherzigen Menschen in Selchester einen sympathischen Eindruck. Sogar beim Lesen fühlt man sich heimisch und beginnt mitzurätseln, welches Schicksal den Herrn des Hauses wohl ereilt hat. Ein liebenswerter Schreibtisch-Ermittler, der durchaus nicht nur am Schreibtisch bleibt, mit einer naseweisen Schwester in einem heimeligen Setting in der englischen Provinz, was will man mehr auf der Suche nach dem, was der Tat zugrunde liegt.

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"Literaturwerkstatt- kreativ“ stellt vor: „Der Tote in der Kapelle“ vom Elisabeth Edmondson England 1953 Aufgrund einer Beinverletzung die er sich bei einem Kriegseinsatz zugezogen hatte, wird der Geheimagent Hugo Hawksworth zu Schreibtischarbeiten in das südenglische Provinznest Selchester versetzt. Er soll sich dort um das Kriegsarchiv kümmern. Mit seiner kleinen Schwester Georgia, für die er die Vormundschaft übernommen hat, wird er auf Selchester Castle wohnen. Gerade mal sind die beiden eingezogen, wird in der Schlosskapelle das Skelett vom „Earl of Selchester“gefunden. Dieser verschwand sieben Jahre zuvor spurlos. Die Polizei will den Fall schnellstmöglich zu den Akten legen und ermittelt auch nur halbherzig. Und so macht sich Hugo zusammen mit Frya, der Nichte des Earls, auf die Suche nach dem Mörder. Fazit: Ein klassischer, spannender englischer Kriminalroman der alten Schule, der ohne viel Mord und Totschlag auskommt. Die Gangart des Krimis ist ruhig, keine Spur von übertriebener Hektik, somit eher dem Genre des Cosy-Krimis zuzuordnen. Elisabeth Edmondson hat mit Selchester Castle und seiner dazugehörigen Dorfgemeinschaft ein schöne Kulisse gewählt. Gut herausgearbeitet ist der Hauptprotagonist Hugo Hawksworth der eigentlich lieber in London leben möchte und sich anfangs sehr schwer mit dem Landleben und den tratschenden Dörflern tut. Wo etwa die Telefonistin die Gespräche mit anhört und am nächsten Tag das ganze Dorf informiert ist. Man wird bis zum Schluss nicht ganz schlau aus Hugo, aber dass ist von der Autorin auch so gewollt und geschickt eingefädelt, da das Buch der Einstieg in eine Reihe ist. Auch was die Figur Freya angeht, bleibt es an manchen Stellen sehr rätselhaft. Der zweite Teil „Mord auf Selchester Castle“ erscheint im Februar 2019 und ich kann nur sagen, ich freue mich jetzt schon darauf !!! Besten Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Der Kriminalroman „Der Tote in der Kapelle“ von Elisabeth Edmondson spielt in England im Jahr 1953. Obwohl der Krieg seit einigen Jahren vorbei ist, laufen die Aktivitäten der Geheimdienste in Europa immer noch auf Hochtouren. Nach einem Unfall im Einsatz wird der Geheimagent Hugo Hawksworth in das südenglische Provinznest Selchester versetzt. Dort soll er angeblich in einer Zentrale für statistische Auswertungen arbeiten. In Wirklichkeit werden an diesem Ort aber noch wichtige Strippen für den Geheimdienst gezogen. Hugo ist wenig begeistert von seiner Versetzung, da er das quirlige Londoner Stadtleben gewöhnt ist. Als das Skelett des vor sieben Jahren verschwundenen Earl of Selchester unter den Steinfliesen der Kapelle des Landsitzes gefunden wird, ist seine Neugierde geweckt und er macht sich zusammen mit der Nichte des Earls auf Mörderjagd. Der Krimi liest sich gut an. Die Personen werden übersichtlich eingeführt und die gute Beschreibung der Charaktere lassen sie vor dem geistigen Auge lebendig werden. Die Geschichte wird spannend erzählt und ist teilweise mit wirklich witzigen Dialogen gewürzt. Am Ende hatte ich jedoch das Gefühl, dass nicht alle Handlungsstränge konsequent zu Ende geführt wurden. Da dies aber der erste Fall für Geheimagent Hugo Hawksworth ist, kann das natürlich auch Absicht sein, um dem Leser Appetit auf den nächsten Band zu machen. Insgesamt also ein spannendes Lesevergnügen für alle, die englische Kriminalromane mögen. Gern würde ich mehr von der Autorin lesen.

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