Leserstimmen zu
Die Moortochter

Karen Dionne

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Helena Pelletier wuchs nur mit Mutter und Vater in einem weitläufigem Moorgebiet auf der abgelegenen Upper Peninsula im Nordosten der USA auf. Viele Meilen trennten sie von der nächsten Siedlung. Erst Jahre später erfuhr sie, dass ihr Vater ein gefährlicher Psychopath war, der sie und ihre Mutter an dem einsamen Ort praktisch gefangen hielt. Doch für Helena ist ihr Vater als Kind auch ein Held gewesen, denn von ihm lernte sie, wie man in der Wildnis überlebt und jede noch so gefährliche Situation meistert. Jetzt hat sie längst selbst Familie, als sie erfährt, dass ihr Vater aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Allein macht sie sich auf dem Weg, denn sie weiß genau, wo er steckt – und nur sie kann ihn in der unwegsamen Gegend finden. Karin Dionne erzählt mit “Die Moortochter” die ebenso eindringliche wie bewegende Geschichte eines jungen Mädchens, das unter extremen Bedingungen aufgewachsen ist. Aus der Ich-Perspektive berichtet die mittlerweile erwachsene Helene Pelletier über ihren psychopathischen Vater, der ihre Mutter entführte und zu einem unfreiwilligen Familienleben inmitten der Wildnis zwang – ein Zwangsverhältnis, dass sie sogar vor ihrer eigenen Tochter geheim hielt. Erst als Teenie begreift Dionnes Heldin nach und nach, wie er sie alle manipulierte. Und auch jetzt, als sie sich auf seine Fährte setzt, kämpft sie noch immer mit dem ambivalenten Verhältnis zu ihrem Dad und schwankt zwischen Liebe und Hass ihm gegenüber. Die Autorin erzählt dies sehr authentisch und mitreißend, wird dabei jedoch nie reißerisch. In ruhigem Ton wartet sie mit überraschenden Spannungsbögen und unerwarteten Wendungen auf und entführt uns nicht nur in eine traumatisierte Psyche, sondern auch in die Weiten der Natur. So ist “Die Moortochter” ein packender und eindringlicher Psycho-Wildernis-Thriller. Toll vorgetragen von Julia Nachtmann.

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