Leserstimmen zu
Die Wilden - Familientreffen

Sabri Louatah

Die Wilden Trilogie (3)

(8)
(12)
(8)
(4)
(3)
€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

3. Band

Von: Sydney

04.10.2019

Diesen 3. Band der Trilogie habe ich als Testleser bekommen. Da ich Band eins und zwei nicht gelesen hatte, habe ich mich über die sehr ausführliche Einleitung mit Familienstammbaum und einer kurzen Beschreibung der Protagonisten gefreut. Trotzdem blieb die Handlung für mich leider nicht nachempfindbar sondern konstruiert und unrealistisch, auch mit dem Schreibstil konnte ich mich nicht anfreunden. Schade.

Lesen Sie weiter

Das Ende einer Familien Saga

Von: Sophie

10.04.2019

“ Die Wilden – Familientreffen“, von Sabri Louatah, erschienen im Heyne Verlag, aus dem Französischen von Bernd Stratthaus, bildet den Abschluss einer Trilogie. Da ich die ersten beiden Bücher nicht gelesen habe, hat mir der Stammbaum der Familie Nerrouche, sowie die Nennung, inklusive kurzer Vorstellung der im Buch vorkommenden Personen, das Lesen und Verstehen zugänglich gemacht. Zusätzlich gibt es vorneweg eine fünfseitige Zusammenfassung der ersten zwei Bände. Sabri Louatah schreibt über die vermeintlich gelungene Integration von Moslems in Frankreich. Exemplarisch dafür steht , die algerisch stämmige Familie Nerrouche sowie ein erster arabischstämmiger Präsident. Zusätzlich geht es um vermeintlichen islamististischen- und vor allem um rechtsradikalen Terror. In der französischen Politik geht es vor und hinter den Kulissen knallhart zu. In der Familie Nerrouche nicht viel weniger. Sabri beschreibt eine mitunter dramatische Familiengeschichte, eingesponnen in eine Krimihandlung, vor dem Hintergrund der ethnischen und sozialen Spannungen im heutigen Frankreich. Die Thematik des Buches finde ich sehr interessant. Leider hat mich der Roman nicht so ganz überzeugt. In manchen Sätzen war mir zu viel an Information. Und an anderen Stellen zu wenige. Ich denke, die beiden anderen Bände dieser Familiensaga zu kennen, könnte mich dem Abschlussband näher bringen.

Lesen Sie weiter

Sabri Louatahs Roman "Die WildEN" ist eine groß angelegte Familiensaga in drei Bänden, von der ich allerdings nur den 3. Teil "Familientreffen" gelesen habe. Da der Band jedoch mit einem Stammbaum, einer Übersicht der Romanfiguren sowie einer kurzen Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse beginnt, ist es für das Verständnis der Geschichte nicht unbedingt nötig, die zwei vorherigen Bände gelesen zu haben. Als Hintergrund hat der Autor Frankreich gewählt und die Protagonisten in eine aktuell mögliche politische Situation gewoben, in der das Besondere ist, dass sich ein fiktiver Präsident mit "Migrationshintergrund" einer angespannten politischen Sicherheitslage gegenübersieht, die seine Familie in Form eines möglicherweise terroristischen Bruders des zukünftigen Schwiegersohns direkt betrifft. Dies zeigt bereits die Komplexität der Handlung an, die denn auch nicht nur auf französischem Boden, sondern u.a. auch in Algerien und New York stattfindet. Die beiden Familien, um die es hauptsächlich geht, sind entzweit und ihre Konflikte betreffen zahlreiche andere Figuren, so dass es nicht nur zu politisch riskanten, sondern auch zu emotional angespannten (und immer wieder sexuell aufgeladenen) Situationen kommt. Zusätzlich zu den spannenden politischen Verschwörungen gibt es zahlreiche Affären, ein bisschen Glamour, ein bisschen Gewalt, nicht immer jugendfrei, aber alles noch im Rahmen. Die Charaktere sind etwas naiv oder auch simpel gezeichnet, doch die Handlung schafft es immer wieder, meine Spannung zu halten, um doch herauszufinden, wie es mit der jeweiligen Figur weitergehen wird. Die Sprache an sich ist einfach, jedoch sind die Sätze manchmal zu vollgepackt mit Beschreibungen und es gibt zu oft überflüssige Vergleiche, die meinen Lesefluss eher gehindert als gefördert haben. In den Dialogen zeigt der Autor jedoch sein Können und wer gerne aufwändig produzierte, facettenreiche Mehrteiler liest (oder schaut, da die Bücher auch als TV-Serie produziert werden sollen), kommt bei den WildEN sicher auf seine Kosten. Dies ist ein Roman, den ich nicht unbedingt meiner Schwester (zu wenig politisch interessiert) oder meinem Freund (zu großes politisches Vorwissen) schenken würde, aber vielleicht meinem am Weltsgeschehen interessierten Bruder oder einer Freundin, die Liebesgeschichten gern mit etwas mehr Spannung gewürzt haben möchte und Zeit zum Lesen hat, den ich musste beim Lesen oft Geduld aufbringen und hätte den Roman gern auf die Häfte gekürzt.

Lesen Sie weiter

Auch wenn man die ersten Teile nicht gelesen hat, kommt man schnell in die Handlung. Die Charaktere werden anfangs vorgestellt und schnell lernt man die Familie kennen. Gut gefallen hat mir der Schreibstil, der die Geschichte lebendig macht.

Lesen Sie weiter

Vielen Dank zunächst an Randomhouse und Heyne-encore Verlag, dass ich dieses Buch als Testleser lesen durfte. Bei diesem knapp 300 Seiten starken Buch handelt es sich um den dritten Teil des Roman-Zyklus "Die Wilden". Im Mittelpunkt dieses Romans stehen die politischen und gesellschaftlichen Konflikte im heutigen Frankreich. Der aus Algerien stammende Idder Chaouch ist ein charismatischer Präsidentschaftskandidat und wird am Tag seiner Wahl Opfer eines Mordanschlags, überlebt jedoch und der Attentäter, ein Algerier,  wird schnell gefasst. Es entsteht ein gesellschaftliches Pulverfass.  Zu Beginn des Buches wird der Stammbaum der im Mittelpunkt dieses Romans stehenden algerischen Großfamilie Nerrouche sowie die vorkommenden Personen vorangestellt. Besonders gelungen ist dann der nächste Abschnitt, der mit "Was bisher gschah" betitelt ist, und auf gut 5 Seiten die Geschehnisse aus den ersten beiden Büchern kurz zusammenfasst. Man weiß also sofort um was es geht. Louatah's Sprache ist gut, auf den Punkt, präzise, bissig und bisweilen humorvoll. Seine diversen Erzählstränge führen am Schluss zu der Auflösung eines auf allerhöchster politischer Ebene gestrickten Mordkomplotts. Die politischen Machtverhältnisse, Intrigen und Absprachen erschrecken. Viel ergreifender ist aber die durch das Attentat ausgelöste gesellschaftliche Spaltung zwischen den Franzosen und den aus den Maghrebstaaten stammenden Menschen. Rassismus und Ausländerhass sowie die unterschiedlichen Glaubensrichtungen Christentum und Islam zerreißen die Gesellschaft fast. Dies wird plastisch und nachvollziehbar bei der Familie Nerrouche sichtbar. Fouad Nerrouche  ist der Freund der Präsidententochter und ein beliebter und erfolgreicher Schauspieler. Da aber sein Bruder Nazir zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt wird, da dieser als Drahtzieher des Attentats gilt, gerät auch er wie andere Familienmitglieder schnell unter Generalverdacht.  Eben ist die Welt noch in Ordnung, und auf einmal steht alles Kopf. Wie erschreckend schnell rechte Gruppierungen doch plötzlich auch in einer Jahrzehnte langen Demokratie Aufwind bekommen, lassen einen schon nachdenken. In Frankreich ist diese Trilogie äußerst erfolgreich, eine TV-Serie ist in Vorbereitung. Ich kann mir sehr gut vorstellen so etwas über Deutschland zu lesen. Allerdings gibt es auch zahlreiche Passagen, die sich etwas ziehen und meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gewesen sind. Wer sich für die politischen und  gesellschaftlichen Konflikte in Frankreich interessiert, sollte diese Trilogie lesen. Daher kann ich dieses Buch empfehlen und gebe ihm gute 3 von 5 Sternen.

Lesen Sie weiter

Rasanter Politthriller

Von: lale

03.04.2019

Auf den ersten sieben Seiten werden zunächst allein 50 Personen vorgestellt - für mich ist das eher abschreckend! Trotzdem verstehe ich, dass die Trilogie, von der ich den dritten Teil testlesen durfte, in Frankreich eine breite Leserschaft erreicht und offenbar auch begeistert hat. Der Stil ist flott, gut lesbar. Nichts für allzu zarte Gemüter allerdings! Das Buch erinnert mich an die TV-Serie "Homeland", wo es auch um Verbrechen auf höchster staatlicher Ebene geht. Im Focus hier: ein Attentat. Dazu kommt eine verzwickte Familiengeschichte. Dabei gewährt der Autor, Sabri Louatah, interessante Einblicke in die (beinahe) aktuelle Situation in Frankreich, verbunden mit der verzwickten Geschichte einer algerischen Migrantenfamilie, die es bis in höchste Politikerkreise geschafft hat.

Lesen Sie weiter

Politische Familiensaga

Von: Jojo

31.03.2019

In der Triologie geht es um die Familie Nerrouche, die ihre Wurzeln in Algerien hat und deren Angehörige teilweise in die Terrorszene abdriften. Im dritten Band "Die Wilden - Familientreffen" ist Frankreich im Chaos und die Antiterroreinheit versucht Nazir Nerrouche als Kopf der Verschwörung festzunehmen. Jedoch wird Frankreich nicht nur vom islamischen Terror sondern auch vom rechtsradikalen Terror bedroht und auch das Familienleben muss weitergehen. Eigentlich ist die Story spannend, da ich die ersten beiden Bände jedoch nicht gelesen habe, fiel es mir schwer der Handlung und den Personen zu folgen. Die Kurzbeschreibung zu den Personen und der Handlung der ersten beidne Bände hat mir zwar geholfen, hat mich jedoch auch immer wieder aus den Lesefluss gebracht.

Lesen Sie weiter

Detailreiches Epos

Von: H. Sab

27.03.2019

Der dritte Teil der Reihe "Die Wilden" ist komplex und in blumiger und sehr detailreicher Sprache geschrieben. Da ich die ersten beiden Teile nicht kannte, war es recht schwierig, der Geschichte gut zu folgen. Hilfreich war die Auflistung und Beschreibung der Charaktere zu Beginn, auf die ich auch immer wieder zurückgreifen musste. Inhaltlich geht es um ein zerissendes Frankreich - zwischen vermeintlich islamistischem Terror und rechtsradikalen Bewegungen - beschrieben anhand der Familie Nerrouche, der Familie Chaouch, die den ersten arabischstämmigen Präsidenten des Landes hervorbringt und zahlreichen Personen mit verschiedenen gesellschaftlichen Hintergründen, die an der politischen Entwicklung beteiligt sind. Deutlich wird aus meiner Sicht, wie divers die französische Gesellschaft ist und welche (langfristigen) Auswirkungen die Geschichte der Kolonialisierung und der Einwanderung in das Land haben. Auch, dass es keine einfache Lösungen und Erklärungen gibt, wie populistische Strömungen weiß machen wollen, wird immer wieder klar. Eine Herausforderung des Buches für mich war der Schreibstil. Ich kann mir vorstellen, dass er sich im französischen Original geschmeidiger, schöner und wahrscheinlich lyrischer liest, doch in der deutschen Übersetzung war es für mich oft mühsam, den Schilderungen und langen Ausführungen zu folgen, ohne den Anschluss zu verpassen und den Abschnitt noch einmal lesen zu müssen. Wer sich einen spannenden (Polit-)thriller in klarer Sprache à la Ken Follett oder Stieg Larsson erhofft, wird von dem Buch vermutlich enttäuscht sein - für Liebhaber*innen von Carlos Ruiz Zafón und einem intensiven und detailreichen Erzählstil ist "Die Wilden - Familientreffen" mit Sicherheit ein lesenswertes Buch.

Lesen Sie weiter