Leserstimmen zu
Die Wilden - Familientreffen

Sabri Louatah

Die Wilden Trilogie (3)

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Unruhiges Frankreich

Von: Udo

22.04.2019

Auch der dritte Teil der Triologie von "Die Wilden " hat mir ausgezeichnet gefallen. Um in die Geschichte hereinzukommen, ist zu empfehlen, die beiden vorherigen Bände zu lesen. Der Roman ist sehr spannend, aber auch sehr politisch geschrieben. Hauptprotagonisten in diesen Romanen ist die aus Algerien stammende Großfamilie Nerrouche, die nun in Frankreich lebt und in ein Attentat auf den erste arabisch-stämmigen Präsidentschaftskandidaten verwickelt wird. Ein rasantes Buch, das man aber mit Konzentration lesen sollte.

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Die Wilden - Familientreffen

Von: Rosalie2606

10.04.2019

Bei diesem Buch handelt es sich um den 3. Teil des Romanzyklus "Die Wilden" des französischen Autors Sabri Louathan. Deshalb fand ich es lobenswert, dass zunächst ein Rückblick auf den ersten Seiten des Buches stattfand. Allerdings wurde ich als Leserin, die die beiden Teile zuvor nicht kannte, erschlagen von der Vielzahl der agierenden Personen (insgesamt 50!). Schauplatz dieses Romans ist das politische Milieu Frankreichs, welches geprägt ist von Unruhen, Intrigen und einem Attentat sowie die Verstrickung einer algerischen Migrantenfamilie in diese brisante Situation. Meiner Meinung nach ist ein gewisses Grundwissen und Verständnis u.a. für Politik, Religion, Migrantenpolitik wünschenswert zur Entschlüsselung, der ab und zu verworrenen Handlungsstränge. Der Stil ist rasant und anspruchsvoll (ständiges hin und her springen von einem Protagonisten zum anderen). Die Sprache hingegen gehaltvoll, detailreich und fantasievoll ("Der Vollmond franste auf der Seeoberfläche aus.", "Gewittersäckchen"). Das Buch ist resümierend also keine leichte Kost, d.h. kann man nicht einfach mal so weglesen, sondern braucht ein gewisses Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit.

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Tolles Buch

Von: Leseratte

09.04.2019

Auch wenn es nicht die Art der Bücher ist wie ich sie sonst lese ist es ein fesselndes Buch mit aktuellen Themen was wirklich toll zu lesen war Daumen hoch!!!

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Familientreffen Die Wilden

Von: Kascha

09.04.2019

In dem Buch geht um islamischen aber auch um rechtsradikalen Terror. Im Mittelpunkt stehen die Familienmitglieder der Familie Nerrouche. Im 3. Band der Reihe beschreibt Frankreich nach dem Attentat auf den Präsidenten Chaouch und den Versuch den Mann hinter dem Attentat, Nazir Nerrouche, dingfest zu machen. Zwar gibt es einen Zusammenfassung der beiden ersten Bände und ein Personenverzeichnis mit Kurzbeschreibungen, aber ist sehr wahrscheinlich sinnvoller die ersten beiden Bände zu lesen. Der Schreibstil ist durchaus spannend, aber man muss sich sehr konzentrieren. Interesse an Politik sollte auch vorhanden sein.

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Aktueller geht’s kaum

Von: LiWe

09.04.2019

Einen Roman zu lesen, dessen ersten und zweiten Teil man nicht kennt, ist oftmals nicht das Beste. Plötzlich hielt ich jedoch Sabri Louatahs "Die Wilden - Familientreffen" in den Händen, ohne die ersten beiden Teile zu kennen. Dennoch - die Geschichte klang so spannend und die Neugierde war zu groß, als dass ich vorher noch die anderen beiden Teile hätte lesen wollen. Und letztendlich kam ich gut damit klar. Denn dankenswerter Weise enthält das Buch vorab eine Kurzzusammenfassung der Vorgeschichte sowie Personenbeschreibungen der wichtigsten Charaktere. So war der Einstieg leichter als erwartet. Zur Story: In Frankreich kriselt es: Nach dem Attentat auf den französischen Präsidentschaftskandidaten sind die Behörden immer noch auf der Suche nach dem vermeintlichen Täter. Handelt es sich dabei wirklich um Nazir Nerrouche? Wie geht Nazirs Familie mit dem Drama um den verschwundenen Bruder um? Was macht die Ungewissheit mit Frankreichs Gesellschaft? Wie geht eine Demokratie wie Frankreich mit Rassismus, Vorurteilen und vor allem Fehlpolitik um? Das Thema ist aktueller denn je. Immer wenn man denkt "Das ist jetzt alles ein bisschen viel auf einmal", wird man schlagartig in die Realität zurückgeholt, denn Sabri Louatah hat es geschafft, das aktuelle Gesellschaftsbild unverblümt, direkt und erschreckend real darzustellen. Plötzlich denkt man: "Ja, so könnte es tatsächlich sein. Auch hier bei uns." Diese Erkenntnis ist es, die das Buch für Leserinnen und Leser empfehlenswert macht, die gern Geschichten über das aktuelle Zeitgeschehen lesen, keine Scheu vor politischen Dialogen oder Szenen haben, die man sich aufgrund ihrer schmerzhaften Aktualität am liebsten gar nicht vorstellen möchte. Aufgrund der vielen Charaktere, die damit einhergehend vielen verschiedenen Namen, vieler Randhandlungen und Details, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zur Story gehören, erfordert es eine gewisse Konzentration das Buch zu lesen. Diese Masse an Details, die manchmal dafür sorgen, dass das Wesentliche nicht mehr so ganz im Mittelpunkt steht, lassen mich einen Stern abziehen. Insgesamt lässt einen die Geschichte um Familie Nerrouche jedoch nicht so schnell los und regt zum Nachdenken an. Daher bin ich nicht abgeneigt, nun nachträglich auch noch die ersten beiden Teile zu lesen.

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Dritter Teil eines Polit-Thriller aus Frankreich, bei dem es um die Suche nach einem Attentäter und familiäre Beziehungen geht. Am Anfang werden die ersten beiden Teile zwar kurz zusammengefasst, dennoch empfiehlt es sich, die Vorgänger gelesen zu haben. Detailliert geht es im Buch um die Zusammenhänge in der französischen Politik, daher sollte man sich hiermit ein wenig auskennen. Der Autor versteht sich auf tiefergehende Personenbeschreibungen, die mir besonders gefallen haben. Da das Personal im Buch aber recht umfangreich ist, musste ich schon konzentriert lesen, um nicht den Faden zu verlieren. Eine gute Idee sind daher die kurzen Personenbeschreibungen und der Familienstammbaum am Anfang des Buches, die sich auf immerhin mehrere Seiten belaufen. Fazit: interessanter Thriller zu einem hochaktuellen Thema (Terrorismus, Einwanderung, Vorurteile gegenüber Immigranten usw.). Der Roman liest sich zwar insgesamt recht leicht, aber man muss aufgrund des komplexen Themas und der vielen Personen beim Lesen schon aufmerksam am Ball bleiben. Von der Spannung her, die man bei einem Polit-Thriller sicherlich erwartet, kam für mich das Buch aber erst gegen Ende richtig in Fahrt, daher einen Punkt Abzug. Für Fans des Genres aber in jedem Fall eine Leseempfehlung.

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Spannender Politthriller

Von: GerneBuch21

27.03.2019

Von der Trilogie habe ich leider nur den 3. Teil "Familientreffen" lesen können. Sehr hilfreich dafür war am Anfang eine ausführliche Liste der handelnden Personen mit ihren besonderen Merkmalen und ihrem (Verwandtschafts-)Verhälnis untereinander. Ausserdem gibt es noch eine kurze Zusammenfassung der beiden vorhergehenden Bände. Wer Politthriller mag, wird hier viel über Intrigen, Machtspiele und Langzeitpläne versteckt in anderen Plänen lesen können sowie auch über Minderwertigkeitskomplexe, Diskriminierung und dauraus resultierendem Nationalismus und Extremismus auf beiden Seiten. Aber auch über Freundschaft und Loyalität. Ich habe einen Punkt abgezogen, da mir die Figuren etwas flach erschienen. Möglicherweise wurden diese aber in den vorhergehenden Bänden mit mehr Tiefe beschrieben. Das kann ich nicht beurteilen. Insgesamt aber ist es ein spannendes Buch.

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Stimmiges Gesellschaftsbarometer

Von: Ümit Dogdu

27.03.2019

Bereits auf der ersten Seite des Buches „Die WildEN“ werden alle in dem Roman handelnden Personen dem Leser vorgestellt. Die Beteiligten erscheinen wie zu einem -Familientreffen-. Der Autor Sabri Louatah nennt gleich einem Theaterstück die Darsteller in ihren Rollen mit ihren Charakteren. Die Geschichte nimmt schnell ihren Lauf im Frankreich der Jetzt-Zeit, in der auf den fiktiven französischen Präsidenten Chaouch ein Anschlag verübt wird. Mitglieder der Familie Nerrouche sind in den Anschlag verwickelt. Dass ausgerechnet Fouad Nerrouche mit der Tochter des Präsidenten befreundet ist, macht es nicht leichter. Die Aufklärung des Anschlags steht im Vordergrund der Geschichte. Konsequent nimmt Herr Louatah den Betrachter in seinem dritten Band mit und bündelt vorab die vorherigen zwei Teile des Romans. Wie sehr sich eine Familie in Individuen verzweigt, wird zum Leitmotiv. Die Brüder Nerrouche teilen nicht dieselben Anschauungen und nicht denselben Lebensweg. Sie unterscheiden sich voneinander, wie die gesamte französische Nation welche auch von unterschiedlichen Nationalitäten, Ideen, Strömungen geprägt ist. Was sie verbindet, ist der kulturelle Rahmen, in dem sie aufgewachsen sind. Das Wirken der Kräfte in der Familie lässt den Autor Parallelen ziehen auf die politisch gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Verhältnisse in der französischen Politik scheinen durchzogen von Gegenspielern, die sich nicht damit abfinden wollen, dass ein Bürger arabischer Abstammung Präsident geworden ist. Zudem ist auch noch absehbar, dass es sich dabei um eine progressive Persönlichkeit handelt, die auf das Gute in der Gesellschaft baut. Die konservativen Gegner formieren sich. Da, wo extreme Kräfte in der Gesellschaft wirken und zum Populismus führen, lässt Herr Louatah den Schauspieler Fouad mit den Idealen des Präsidenten entgegnen: „Eure Identität? Definiert sie lieber über eure Pläne als über euer Erbe. Lasst euch nicht dadurch entmutigen, dass eure Väter in ihren Träumen enttäuscht wurden. Vertraut auf die Zukunft, Eure Zukunft.“ Herr Louatah macht Mut, er bietet richtungweisende Versöhnung an, die nicht ausgedacht wirkt. Insgesamt lassen einen die Darsteller jedoch seltsam unberührt. Trotz extremer Situationen wirkt die Handlung abgeklärt, fast wie fotografiert. Die Handlungsebene provoziert weder extreme Gefühle noch lassen sich allzu prätentiöse Gedanken darin finden. Den Geist der Familie in ihren alltäglichen Erscheinungsformen und den Geist der französisch-algerischen Kultur vermittelt er jedoch gekonnt. In der Atmosphäre atmet Tradition und Zukunft in ihrer berechtigtsten Form. Trotz des ausgeklügelten Plots wird der Krimiliebhaber nicht auf seine Kosten kommen. Der Verlauf der Geschichte kommt ohne Spannung aus. Wer jedoch auf der Suche ist nach tragfähigen Anschauungen der Gesellschaft, der wird in diesem Buch Einsichten in gut beleuchtete Hintergründe finden, die sonst zu Stolpersteinen werden könnten.

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