Leserstimmen zu
Das Nest

Cynthia D'Aprix Sweeney

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Entdeckt habe ich den Roman auf Instagram. Mir ist das farbenfrohe und detailreiche Cover direkt ins Auge gestochen und ich musste es einfach haben. Auch die Geschichte klang gut. Nach Familienstreit, Intrigen und Spannung. Aber auch nach Versöhnung und Zusammenhalt einer Familie. Von all dem gab es etwas in dem Buch. Aber leider nicht genug. Der Roman lässt sich gut lesen, aber ich brauchte extrem lang, bis mich die Geschichte fesseln konnte – und hier spreche ich von gut 250 Seiten, die es durchzuhalten ging. Der Beginn war für mich zu undurchsichtig. Es gab Zeitsprünge und Wechsel zwischen den Perspektiven der Geschwistern. Ich kann nur empfehlen, den Roman möglichst zügig durchzulesen und keine großen Pausen zu machen. Alternative: Notizen machen. Ich habe weder noch umgesetzt und somit große Probleme gehabt, der Geschichte zu folgen. Erst als ich gut 100-200 Seiten am Stück gelesen hatte, fand ich einen Zugang und blickt durch, wer wie mit wem verwoben war. Und wer überhaupt wer war. Der rote Faden war definitiv das Geld. Denn jeder hatte nicht genug und brauchte es. Dennoch verlor sich es irgendwann, auch dass Leo es zurückzahlen wollte. Die Geschichten der einzelnen Geschwister trat in den Vordergrund, was mir aber sehr gefiel. Nicht, weil die Geschwister so sympathisch waren – sondern die Nebencharaktere. Ich mochte die Töchter von Melody und auch die Ex von Leo. An ihnen war ich wirklich interessiert und verfolgte gespannt, wie es ihnen erging. Das machte das Buch auf jeden Fall lesenswert. Auch der Aufbau der Geschichte ist im Gesamten sehr gut gelungen. Die lockeren Erzählstränge, die sich ineinander verflechten und zum Schluss harmonisch zusammenspielen. Das machte das träge Tempo des Beginns wieder wett. Das Ende mochte ich sehr! Es fühlte sich wirklich rund an, auch wenn nicht alles zu 100% aufgeklärt war, bin ich damit sehr zufrieden. Übrigens kann ich mir die Geschichte gut als Film vorstellen. Fazit: “Das Nest” ist ein solider Roman, der mich mit seinen sympathischen Nebencharakteren und skurrilen Geschichten überzeugen konnten. Leider brauchte es sehr lang, bis ich in die Geschichte kam, was mir die Freude an dem Roman etwas verdarb. Das Cover ist definitiv ein Highlight, was den Roman zu einem Schmuckstück für jedes Regal macht.

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