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Leserstimmen (91)

Karine Lambert: Und jetzt lass uns tanzen

Und jetzt lass uns tanzen Blick ins Buch

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€ 17,99 [D] inkl. MwSt.
€ 18,50 [A] | CHF 24,50*
(* empf. VK-Preis)

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-29191-1

Erschienen: 06.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 29
Spiegel Hardcover Belletristik

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Die zweite Liebe

Von: Bookish Jay Datum : 20.06.2017

bookish-jay.blogspot.de

Inhalt
Marguerite Delorme ist 78 Jahre alt und hat ihren Mann Henri verloren, jetzt ist sie Witwe. Marcel Guedj ist ebenfalls Witwer, seine Frau Nora ist auch verstorben. Die beiden sind grundverschieden, doch das Schicksal führt die beiden zusammen. Marguerite und Marcel sind wie Pech und Schwefel.
Kann es trotzdem eine Zukunft für die beiden geben? Hat die Liebe eine Chance?


Meinung
Karine Lambert hat einen einfachen, unverschnörkelten, fast schon subtilen Schreibstil. Die unterschiedlichen Perspektivwechsel haben mir sehr gut gefallen und waren für die Geschichte sehr gut gewählt. Und hier ist auch schon mein einziger Kritikpunkt: an einigen Stellen war mir der Wechsel zu krass, sodass ich einige Passagen doppelt lesen musste.

Die Protagonisten waren toll! Vor allem Marcel hat mir mit seiner charmanten Art gut gefallen. Marguerite ist da eine ganz andere Protagonistin, befolgt alle Regeln und hat ein steifes Leben geführt. Daher ist ihre Charakterentwicklung echt super gelungen!
Frederic, Marguerite’s Sohn, war mir leider ein Dorn im Auge - super nervig, stocksteif, humorlos und mehr als konservativ - und so hat er auch seine Mutter behandelt.
Marguerite’s Ehemann war meines Empfindens nach ein schrecklicher Mensch - langweilig, konservativ (wie der Vater, so der Sohn), regelkonform. Nora hingegen - Marcel’s Ehefrau - war das blühende Leben! Sie war aufregend, schrill, ausgefallen.

„Auch Marguerite nimmt ihr Glas, sie ist verschüchtert. Hitze steigt ihr in die Wangen, und sie erwidert ganz sanft: »Auf das Leben und seine schönen Überraschungen.«“
Zitat S. 117

Die Thematik wurde sehr schön geschildert. Auch wenn es ein ernstes Thema ist, so wurde die Geschichte von Marguerite und Marcel von gut nuancierten Humor begleitet und aufgelockert.

Hach, und dieses Ende… Ich habe das Buch mit einem weinenden und einem lachenden Auge geschlossen.


Fazit
Eine sehr einfühlsame Geschichte über zwei Menschen, die spät im Leben ihre zweite Liebe finden. „Und jetzt lass uns tanzen“ bekommt vier von fünf Sternen! ⭐️⭐️⭐️⭐️



Weitere Informationen
Verlag: Diana https://www.randomhouse.de/Buch/Und-jetzt-lass-uns-tanzen/Karine-Lambert/Diana/e513970.rhd
Seiten: 222
Erscheinungsdatum: 06. März 2017
Preis: 17,99€
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-453-29191-1

Liebe im Alter? Alles ist möglich ...

Von: AntjeDomenic Datum : 18.06.2017

antjesbuechereckeundco.blogspot.de/?m=1

Karine Lambert
"Und jetzt lass uns tanzen"



Verlag: Diana

Seitenzahl: 222
ISBN: 978-3-453-29191-1
Erstausgabe: 6. März 2017
Preis: 17,99 Euro


Klappentext:

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?
"Mit 'Und jetzt lass uns tanzen' ist der belgischen Schriftstellerin Karine Lambert eine ungewöhnlich zauberhafte Lovestory gelungen, die 222 Seiten lang mitten ins Herz trifft, ohne dabei auch nur einmal ins Kitschige abzugleiten."
FREUNDIN (08.03.2017)


Gestaltung des Buches:
Die Gestaltung des Buches sowie des Covers sind für mich nicht typisch für eine wundervoller Liebesgeschichte. Es ist ganz anders und hebt sich von den anderen Romanen ab. Was dem Buch nicht zum Nachteil wird.

Meine Meinung:
Ich brauchte ein wenig um in die Geschichte zu finden. Der Schreibstil ist für mich nicht so typisch wie bei anderen Liebesromanen. Ob es an der Übersetzung liegt oder nicht kann ich nicht sagen.
Nachdem ich in die Geschichte gefunden habe fand ich diese einfach toll. Die meisten Romane haben deutlich jüngere Protagonisten hier ist das nicht der Fall.
Und es bestätigt mal wieder, auch im Alter kann man die Liebe finden und Sie in vollen Zügen genießen.

Auf jeden Fall bin ich auf den kommenden Roman der Autorin gespannt.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für die Zusendung des Buches.

Meine Bewertung:
4 von 5 *

Schöne Geschichte

Von: Storytime Datum : 13.06.2017

storytime94.blogspot.de/

Insgesamt habe ich 2 Tage gebraucht, um das Buch zu lesen. Es hat mich zwar nicht vom ersten Moment mitgenommen, aber danach hat es mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte auf jeden Fall wissen, wie es weiter geht, ob die beiden sich näher kommen oder nicht und ob das Schicksal, dass sie auf so seltsame Art und Weise zusammen geführt hat, ein Happy-End für die beiden bereit hielt oder nicht.




Für mich ist das Buch schon etwas Besonderes. Es ist keine klassische Liebesgeschichte und im Grunde ist es wahnsinnig interessant mitzuerleben, wie sich Menschen im hohen Alter, trotz eingefahrenen Lebensweisen dennoch näher kommen können.




Besonders berührt hat mich eigentlich Marguerite. Ich habe so viel Mitgefühl für sie empfunden. Mit 78 Jahren verliert sie ihren Ehemann (einen angesehenen Notar) und stellt fest, dass sie ihr ganzes Leben mit einem Mann verbracht hat, den sie im Grunde nicht wirklich geliebt hat. Der sie eigentlich in einem goldenen Käfig ohne eigenen Spielraum und ohne Freiheiten eingesperrt hat. Nun steht sie mit 78 Jahren vor den Trümmern ihres Lebens. Ihr Sohn Frédéric ist viel zu beschützerisch und versucht ihrer Mutter dieselbe Stabilität und Rahmenbedingungen zu bieten, wie es zuvor sein Vater getan hat. Dabei merkt er überhaupt nicht, dass es nicht das ist, was seine Mutter nun braucht.




Sie fährt nun zur Kur, was ihrem Sohn zutiefst widerstrebt. Dort lernt sie Marcel kennen und wird sich umso mehr bewusst, dass sie ihr ganzes Leben einem Mann geopfert hat, der sie in einem goldenen Käfig gehalten hat. Sie konnte nie sie selbst sein oder tun und lassen, wonach ihr war. Mit Marcel schein nun alles so einfach zu sein.




Alles in Allem ist dies eine überaus bezaubernde Geschichte. Sie lässt einen hoffen (ja ich kann Fiktion von Realität unterscheiden), dass es auch im hohen Alter noch ein Happy-End geben kann. Man muss es nur zulassen und wirklich wollen.

Mich hat es nur erneut in meiner Meinung bestärkt sich nicht in einer Beziehung jemandem zu unterstellen und zu machen, was der Partner von einem erwartet. Es bringt nichts eine Beziehung einzugehen, in der man sich nicht wohlfühlt und mit der man eigentlich nur wertvolle Zeit verschwendet. Zeit, in der man einen zauberhaften Partner kennenlernen kann oder einfach nur viele schöne Momente mit guten Freunden erleben kann.

Liebe kennt kein Alter

Von: Martina Meyen Datum : 05.06.2017

www.eseloehrchen.de

Ist das Verlieben im Alter tatsächlich so ein Drahtseilakt, wie es auf dem überaus gelungenen Cover dargestellt wird? Es ist auf jeden Fall anders, wenn man die Unbeschwertheit und Spontanität der Jugend schon lange abgelegt hat.

Marguerite wurde ihr Leben lang von einem verstockten und überaus korrekten Ehemann dominiert. Es beginnt mit seiner Beerdigung und schon da wird ihre Entscheidungsunfreudigkeit deutlich: „Ich bin achtundsiebzig Jahre alt, was soll ich jetzt bloß mit mir anfangen?“ S.15
Marcel ist in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von Marguerite. Er ist aus seiner Heimat geflohen und hat mit seiner Jugendliebe ein wunderbares und intensives Leben gehabt. Dafür ist sein Schmerz umso größer als sie ihm genommen wird. Marguerite tut mir Leid, aber mit Marcel leide ich.

Nach der Vorstellungsphase und vielen Erinnerungen begegnen sich die beiden und das ist eher drollig als romantisch und gleichzeitig berührend und tröstlich.

Die kleine Liebesgeschichte, die ohne jeden Kitsch auskommt, geht mitten ins Herz. Die Unbeholfenheit, das Zögern, die Gedanken, die Ängste und dann doch der Mut, es noch einmal zu wagen, das war einfach wunderschön.

„Sie sinniert über all das, was sie nie getan hat. Nun ist sie frei. Aber es ist zu spät.“ (S. 48) Ist es nicht genau das, wovor wir alle Angst haben? Dass es irgendwann zu spät ist? Sätze wie dieser haben mich sehr nachdenklich gemacht. In jungen Jahren habe ich darüber nie nachgedacht, aber je weiter die Zeit fortschreitet, kommen auch solche Gedanken.

Genau deshalb finde ich Geschichten wie diese so wichtig. Sie machen Mut und sie zaubern ein Lächeln ins Gesicht. Karine Lambert hat mir ihrem sanften Stil so viele zauberhafte Momente eingefangen und Marcel mit einem Humor ausgestattet, der mich sehr oft grinsen ließ.
Ebenfalls sehr treffend beschrieben fand ich das Verhalten der Kinder. Irgendwann kehrt sich alles um und die Jungen wollen über die Alten bestimmen. Daraus kann man schon einige Lektionen lernen, die für beide Generationen wichtig sind. Den Alten macht es vielleicht Mut, sich noch einmal auf das Abenteuer Leben und auch Liebe einzulassen und den Jungen führt es vor Augen, dass das Einmischen in jedem Alter nicht gut ist. Und alle anderen sollten dieses schöne Buch einfach nur genießen. Denn manchmal hält das Schicksal am Ende eben doch noch eine Überraschung bereit.

Fazit: Ein wunderschöne Geschichte über die späte Liebe mit der richtigen Prise Humor, vielen Weisheiten und frei von jeglichem Kitsch!

Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Von: Tamii Datum : 28.05.2017

www.tamiisbuecherblog.jimdo.com

Marguerite verliert ihren Mann Henri und steht auf einmal ganu alleine in ihrem rießigen Haus. Noch dazu bemerkt sie immer mehr, dass diese Ehe sie nie wirklich glücklich gemacht hat. Marguerite war immer eine brave Gattin und hat sich den Wünschen ihres Mannes gefügt. Bei den Rückblenden hat mir Marguerite sehr leid getan. Die Ehe mit Henri wurde von ihren Eltern arangiert und nie hat sie jemand nach ihrer Meinung gefragt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Marguerite am liebsten ausgerissen wäre. Das sie äußerlich brav lächelt und die Glückliche spielt, aber innerlich nur am schreien ist. Sie durfte ihren Gatten nicht einmal dutzen. Immer musste sie gehörsam sein. Sie redet sich gerne ein, dass sie mit Henri glücklich war, aber beim Lesen merkt man schon wie verzweifelt sie in ihrer Ehe manchmal war. Das merkt man besonders stark in der Szene, als ihr ihr Sohn vorwirft das Grab ihres Mannes zu vernachlässigen. Erst als sie Marcel kennenlernt lernt sie mit 78 wie schön die Liebe wirklich sein kann.

Marcels bisheriges Leben ist das genaue Gegenteil. Er hat seine Frau Nora schon in der Kindheit kennengelernt und sich sofort in sie verliebt. Fast 50 Jahre waren sie glücklich miteinander verheiratet und liebten sich jeden Tag immer mehr. Doch wärend eines gemeinsamen Urlaubs, stirbt Nora einen plötzlichen Tod, von dem sich Marcel Monate lang nicht erholt. Er wird grimmig und ist immer schlecht gelaunt. Es sieht keinen richtigen Sinn in seinem Leben mehr und wünscht sich mehr als ein mal, ihre Plätze wären vertauscht. Nicht einmal seine Tochter dringt mehr zu ihm durch.
Doch durch einen glücklichen Zufall lernt er Marguerite kennen. Und auch wenn sie Anfangs Startschwierigkeiten hatten, haben sie eine gemeinsame glückliche Liebe gefunden.

In der ersten Hälfte des Buches ist die Geschichte, durch die beiden Verluste der Hauptprotagonisten sehr deprimierend. Der Leser spürt den Schmerz der von den gebrochenen Herzen ausgeht. Irgendwie hat man das Bedürfnis den Charakter in die Arme zu nehmen. Vor allem die Rückblenden von Marguerite sind sehr hart zu verarbeiten. Doch gegen Mitte des Buches lernen sich die beiden kennen und die Stimmung hebt sich schlagartig. Man spürt beim Lesen die Schmetterlinge im Bauch die von den beiden alten Personen ausgeht, die sich verhalten wie beim ersten Date. Die hat mir besonders gefallen. Man liest immer nur Liebesgeschichten von jungen Menschen mit ihrer und-sie-lebten-glücklich-bis-an-ihr-Lebensende-Masche, doch auch im Alter kann man sich neu verlieben und es ist nie zu spät um ein neues Leben zu beginnen.

Und jetzt lass uns tanzen: Liebe ist zeitlos

Von: Chochi Rain Datum : 22.05.2017

www.chochi-in-wonderland.com

Marguerite hat ihr Leben damit verbracht ihren Eltern und ihrem Mann zu gefallen ohne jemals an sich selbst zu denken. Nun, nach dem Tod ihres Mannes fährt sie zu einer Kur, die ihr Leben verändern wird.

Karine Lamberts zweiter Roman Und jetzt lass uns tanzen handelt von der Liebe und wie Familien mit dieser umgehen, wenn es sich bei den Verliebten um die eigenen Eltern handelt. Was tun, wenn die 78jährige Mutter aus dem Kuraufenthalt einen neuen Liebhaber mitbringt?

Genau in diese Situation werden Frederic und Manou geworfen, nachdem ihre Eltern sich während eines Kuraufenthalts kennenlernen. Die kleine, zierliche Marguerite, die ihr Leben lang davon geträumt hat Abenteuer zu erleben, aber in einer Ehe gefangen war, die sie nicht wollte und in der sie ihren Mann siezen musste. Und Marcel, der seine Kindheitsliebe geheiratet hat, nachdem ihre Famlien gemeinsam von Algerien nach Frankreich geflohen sind.

Doch dieser Roman ist nicht in erster Linie über Frederic und Manou, nein, er wird aus der Sicht der beiden Liebenden erzählt, die sich langsam aneinander rantasten. Die selber unentschlossen sind, ob sie in ihrem Alter sich noch verlieben dürfen. Vor allem sind sie hin- und hergerissen zwischen der Vernunft und dem Wissen, dass ihnen vielleicht nur noch ein paar gute Jahre bleiben.

Holperig erzählte Geschichte, die einen Tief berührt

Was diesen Roman ausmacht ist das wirklich selten aufgegriffene Thema der Liebe im Alter. Lambert selber sagt, dass die Mutter ihrer besten Freundin sie zu dieser Geschichte inspiriert hat. Nach Jahren in einer unglücklichen Ehe, lernte sie einen Mann kennen, mit dem sie in der Küche tanzen konnte. Nach dieser rührenden Geschichte begann Lambert ihre Recherche um mehr über die Liebe und das Alter zu lernen.

In Altersheimen wurde ihr erzählt, dass Nachts die Zimmertüren der Bewohner verschlossen wurden, damit diese sich nicht heimlich Nachts besuchen konnten. Diese Aussagen machten für sie schnell klar, wie sehr ältere Menschen plötzlich wieder zu Kindern degradiert wurden, die selber nicht entschieden dürfen ob sie jemanden Lieben und mit ihm Zeit verbringen wollen.

All diese Themen finden sich eindrücklich in Und jetzt lass uns tanzen wieder. Vor allem Marguerite muss darum kämpfen, dass ihr Sohn sie nicht einfach als Dement abstempelt, als sie plötzlich anfängt ihre Gewohnheiten zu ändern.

Gleichzeitig erzählt der Roman auch von der Vergangenheit. Von Marguerites Schwester, die Abenteuerin, und über Marcels Liebesgeschichte mit Nora, die alleine einen ganzen Roman ausfüllen könnte.

All diese schönen Geschichten sind leider in einen etwas holperigen Erzählstil eingefasst, der Erzählungen und Gespräche nachahmen soll, gerade deswegen jedoch in der gelesenen Variante schnell grob wirkt. Die Perspektive und Erzählzeit springt innerhalb einzelner Kapitel von einem Abschnitt zum anderen und sorgt häufig dafür, dass der Leser nicht weiß wer gerade in welcher Zeit redet. Die Gespräche zwischen Marguerite und Marcel schwanken zwischen Erzählungen und wirklichen Ereignissen, bis man nicht mehr weiß, was gerade wirklich geschieht.

Marguerite selbst erzählt in Interviews gerne, dass sie ihre Kapitel gerne laut vorliest um zu überprüfen ob sich die Dialoge und Erzählungen gut anhören. Und während dies während einer Lesung durchaus der Fall ist, macht der Roman es dem eigentlichen Leser dennoch schwer ihm zu folgen.

Daher empfehle ich eher die Hörbuchversion des Romans zu kaufen als den Roman an sich, der als Buch sehr viel seiner Farbigkeit und seines Temperaments verliert. An vielen Stellen wirkt Und jetzt lass uns tanzen eher so, als wäre an Lambert eine großartige Drehbuchautorin verloren gegangen.

Schöne Geschichte für zwischendurch

Von: Buecherholic Datum : 18.05.2017

buecherholic-bookstagram.blogspot.de/

Name: Und jetzt lass uns tanzen
Autor: Karine Lambert
Seitenzahl: 224 Seiten
Verlag: Diana
Preis: 17,99 €
ISBN: 9783453291911

Inhalt

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?


Meine Meinung

Cover/Gestaltung
Das Cover ist wie ich finde, mal was anderes. Besonders diese Zeichenart, Comicmäßig, ist für so einen Roman sehr ungewöhnlich. Die 'Personen' bzw. Silhouetten sind im Buch aufzufinden, denn sie haben Merkmale, die die Personen auch haben. Ansonst finde ich die Gestaltung vom Cover 'nur' ok, denn sie spricht mich von den Farben her nicht so an.


Inhalt
Ich muss sagen, ich war schon sehr gespannt dieses Buch zu lesen. Denn meistens lese ich nur Bücher, wo die Protagonisten 16-25 Jahre alt sind. Ich muss ehrlich sagen, dass es eine sehr schöne Geschichte ist, besonders für zwischendurch. Zu Anfang erfährt man, wie Marcel und Marguerite mit dem Verlust ihrer Ehepartner umgehen. Alle Phasen der Trauer sind mit bei. Doch bei Marguerite ist es noch etwas anderes, denn sie weiß einfach nicht was sie mit ihrem restlichen Leben anfangen soll. Sie hat immer nur das getan, was ihr Mann ihr 'befohlen' hat. Sie war immer sehr zurückhaltend und hat alles 'runtergeschluckt'. Nachdem sie Marcel auf einer Kur trifft, merkt man, wie sie sich verändert. Genau das hat mich gefreut, dass sie durch ihn sich so positiv entwickelt hat und es bis zum Ende hin erkennbar ist. Zudem finde ich die Charaktere einfach nur mega toll. Marcel ist witzig und charmat, Marguerite ist unschuldig und warmherzig. Das macht dieses Buch so aus. Meiner Meinung nach, ist es auch nicht zu kitschig oder dramatisch.


Schreibstil
Der Schreibstil der Autorin ist ganz okay, man kommt gut und schnell durch die Seiten. Was mich aber ein wenig gestört hat, war dass es nicht aus der ICH-Perspektive geschrieben wurde, ich weiß nicht, ich habe mich irgendwie so ausgeschlossen gefühlt. Ja, hört sich komisch an aber...na ja.


Fazit:

Durch die geringe Seitenanzahl, ein gutes, mal anderes Buch für zwischendurch. Tolle Charaktere, super Handlung. Einfach eine schöne Geschichte!

��������
4/5 Sternen

Nicht jeder Roman kann ein Highlight sein

Von: Moira Datum : 17.05.2017

myavalon-blog.blogspot.com

Inhalt

Der Zufall wolle, dass sie sich trafen:
Marcel, ein Träumer, stets mit dem Blick zu den Sternen am Nachthimmel gewandt und Marguerite, die ihr ganzes Leben in einem goldenen Käfig verbrachte und verlernt hat zu träumt.
Beide verlieren plötzlich ihre Ehepartner und nach langer Zeit sind sie wieder alleine.
Statt sich in der Trauer und modernen Welt zu verlieren finden sie zueinander und wollen von vorne beginnen. Sich alte Wünsche erfüllen, impulsiv sein und verliebt durch die Straßen Frankreichs tanzen.


Meine Meinung

Heute versuche ich mal flotter fertig zu sein und ausnahmsweise sollte das kein Problem sein, denn all zu viel habe ich nicht zu sagen. Und jetzt lass uns tanzen ist eine wirklich süße Geschichte, deren Aussage ich sehr mag:

Alter ist keine Grenze für neue Liebe und Wandel in deinem Leben, solange du nicht zulässt, dass die Angst vor dem Unbekannten dich fesselt und übermannt.

Ich lese nicht oft pure Liebesromane, schon gar nicht mit 70-jährigen Protagonisten und somit war es eine willkomene Abwechlung von all den schweren, pompösen Draman, sie sich sonst so in meinem Zimmer stapeln. Wie jedoch diese Botschaft an den Leser weitergegeben wird, ist nicht besonders großartig oder hervorstechend.

Wie bereits gesagt, es ist eine süße Geschichte, die sich schnell und locker flockig lesen lässt, wahrscheinlich auch wegen den nur knapp über 200 Seiten. Ich denke mir fehlt etwas der Charakter des Buches. Werder der Schreibstil noch die Handlung haben mich sonderlich inspiriert. Wenn mich doch etwas interesseiert hat, zum Beispiel die Kindheit von Marcel, so wurde das nur kurz angeschnitten und nie wieder aufgegriffen. Mein Leseerlebnis war also eher von flüchigem Geschmack und der Sorte, die man schnell vergisst. Dementsprechend nur schwer einzigartig.

Natürlich hat das auch viel mit dem persönlichen Geschmack jedes einzelnen Lesers zu tun, so etwas wie objektive Kritik gibt es in diesem Bereich der Literatur immerhin nicht.
Dass es jedoch nur daran liegt, dass dieses Genre zum Beispiel für eine 18-Jährige nicht sonderlich spannend ist, bezweifle ich. Der richtige Autor kann dir mit seiner Stimme alles verkaufen, Alter sollte da keine Rolle spielen und somit bin ich nicht all zu beeindruckt von Karine Lamberts Geschichte.


Fazit

Wirklich? Nach so wenigen Sätzchen noch ein Fazit? Na schön, für die ganz lesefaulen heute ;)
So ziemlich alle Stilmittel eines Romanes, die ihn als ein einprägsames und kreatives Werk auszeichen, sind bei Und jetzt lass und tanzen von eher unauffälliger Qualität. Die Handlung? Ganz nett. Schreibstil? Mau. Charaktere? Zu flüchtig beschrieben.

Was ich jedoch aus dem Roman mitgenommen habe ist die Hauptaussage hinter der Geschichte und das ist ja ein sehr wichtiger und nicht immer selbstverständlicher Punkt.
Somit erhält diese süße, leichte Geschichte für den kleinen Hunger drei von fünf Sterne.

Schöne Liebesgeschichte, die auch wichtige Themen behandelt

Von: NaddlDaddl Datum : 15.05.2017

echt-jetz.blogspot.de/

Ich war ziemlich gespannt auf diesen Roman. Meistens lese ich Geschichten mit jugendlichen Protagonisten oder sie sind in den Mittzwanzigern, höchstens Anfang 30. Das hier dürfte das erste Buch von mir sein, das ich lese, bei dem die Hauptpersonen schon im Rentneralter sind, und ich war neugierig darauf zu erfahren, wie ich das eigentlich finde. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es mein Leseerlebnis nicht verändert hat.
Die Geschichte hört sich auf jeden Fall ziemlich interessant an: Marguerite und Marcel, beide schon über 70 Jahre alt, sind sehr verschieden und haben doch etwas gemeinsam, nämlich dass beide vor nicht allzu langer Zeit ihren langjährigen Ehepartner verloren haben. Als sie sich dann kennenlernen, kommen sie trotz der Unterschiede auf Anhieb miteinander klar. Aber sollten sie sich jetzt noch auf die Liebe einlassen? Ich konnte die Geschichte durchweg gut verfolgen, auch wenn ich finde, dass die ersten paar Kapitel und eine kurze Passage kurz vor dem Ende nicht ganz so spannend sind. Ansonsten ist das Buch zwar nicht unbedingt ein Pageturner, aber ich finde die Themen, die Karine Lambert hier anspricht, nicht nur interessant sondern auch wichtig. Es geht sehr viel darum, wie Ehen verlaufen können, um zweite Chancen, um Familie und darum, was man älteren Menschen noch zutraut, das alles stellt die Autorin richtig gut dar. Außerdem wird die Liebesgeschichte zwischen Marguerite und Marcel gänzlich ohne Kitsch erzählt und das kommt ja auch nicht sehr häufig vor.
Der Schreibstil ist nicht überragend, lässt sich aber auf jeden Fall schön lesen, ich habe wirklich nicht lange für "Und jetzt lass uns tanzen" gebraucht - was natürlich auch daran liegen könnte, dass das Buch nur gut 200 Seiten lang ist. Der Stil ist schnörkellos und einfach und hat für mich sehr schön zu den beiden Protagonisten gepasst, aus deren Sicht das Buch erzählt wird.
Was mich auch schon zu den Charakteren bringt, meiner Meinung nach das Beste an diesem Roman. Denn obwohl er ziemlich kurz ist, konnte ich mir fast jeden Charakter, der auftauchte, sehr gut vorstellen, selbst wenn er eigentlich gar nicht so wichtig war. Am besten haben mir jedoch die beiden Protagonisten gefallen, Marguerite und Marcel. Marguerite sogar noch ein wenig mehr, denn ihre Entwicklung fand ich toll mitzuverfolgen und vor allem gut beschrieben. Ich mochte ihren Charakter einfach. Wie sie so lange durch ihren Mann in eine Rolle gezwängt wurde und damit so viele Träume aufgab. Wie sie sich nach Henris Tod erst verloren fühlt, aber auf gewisse Art und Weise auch erleichtert. Und wie sie schließlich anfängt, sich zu verändern. Marguerites Entwicklung mitzuerleben war einfach toll.
Aber auch Marcel war ein sympathischer Charakter. Seine Voraussetzungen für das erste Treffen mit Marguerite sind ganz andere, denn er liebte seine Frau Nora über alles, ist nach deren Tod in Trauer versunken und hätte eigentlich nie und nimmer damit gerechnet, wieder jemandem zu begegnen, der ihm so viel bedeuten könnte. Wie diese beiden so unterschiedlichen Menschen aufeinandertreffen und sich annähern, ist richtig schön beschrieben.
Bei mir hat dann nur noch der entscheidende Funke gefehlt, der mich hat mitfiebern und restlos begeistern können. "Und jetzt lass uns tanzen" war sehr interessant für mich und das Ende hat mich tatsächlich ein wenig melancholisch werden lassen, aber mehr auch nicht. Trotzdem ist das Buch auf jeden Fall lesenswert.

Liebe kennt kein Alter

Von: Eliza Datum : 14.05.2017

https://elizasbuecherparadies.wordpress.com

Das Cover ist ein wenig ungewöhnlich, Strichzeichnungen lassen eher einen Comic bzw. Cartoon vermuten, als einen Liebesroman. Der Klappentext hingegen spricht eine eindeutige Sprache und der Leser kann sehr gut einschätzen, um welches Thema es sich im Buch dreht. Zuerst scheint der Bezug vom Inhalt zum Titel etwas unklar, allerdings gibt es eine Szene im Buch, die auch diesen relativ ungewöhnlichen Titel erklärt.
Das Thema dieses Romans könnte man wie folgt zusammenfassen: Gibt es eine Liebe nach der großen Liebe in der dritten Lebenshälfte? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Roman, was durch die beiden Protagonisten Marcel, Witwer, und Marguerite, Witwe, schnell klar wird. Der gesamte Roman wird auch aus diesen beiden Perspektiven erzählt, wir bekommen Einblick in die Gefühlswelt von Marcel und Marguerite. Die relativ vielen kurzen Kapitel und die knappen, zum Teil auch witzigen Dialoge tragen dazu bei, dass der Roman sehr flott und leicht zu lesen ist. Er versprüht eine gewisse Leichtigkeit, die auch dem Humor in der Geschichte geschuldet ist. Aber es gibt auch traurige bzw. bedrückende Passagen, die sich an einen Zipfel Hoffnung klammern.
Der Schreibstil der Autorin in leicht und flüssig zu lesen, sie verwendet größtenteils Alltagssprache und verzichtet auf Fremdworte bzw. Fachausdrücke. Erzählende Passagen findet man in diesem Roman eher weniger, er lebt vor allen Dingen durch die Dialoge.
Der Roman hat aber nicht nur das Thema Liebe im Alter, sondern auch der Umgang mit dem Alter an sich, sowohl aus Sicht der Betroffenen selber, als auch aus der Perspektive der Angehörigen. Wie kann sich das Leben in der dritten Lebenshälfte noch einmal ändern? Wieviel Selbstbestimmung ist auch im Alter noch möglich?
Dieser Roman hat viele kleine feine Zwischentöne, die von Hoffnung und Zuversicht sprechen, sodass die Geschichte immerzu Spaß macht. Diesen Roman kann ich allen Liebenden empfehlen, egal ob Mann oder Frau, denn Liebe kennt kein Geschlecht und kein Alter. Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.
Ich bedanke mich recht herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Das Glück später Liebe

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 12.05.2017

derachentaler.de

Nur einem großen Zufall ist es zu verdanken dass Marcel und Marguerite sich während eines Kuraufenthalts, den beide nur mit Widerwillen wahrgenommen haben, begegnen. Beide sind noch nicht lange verwitwet und der Verlust ihrer Partner steckt ihnen noch tief in den Knochen. Doch bereits nach ihrem ersten Aufeinandertreffen spüren beide dass das Leben vielleicht doch noch nicht zu Ende ist. Obwohl sie beide vollkommen unterschiedliche Charaktere sind, verspüren sie eine innere Verbundenheit, die ein ganz neues Lebensgefühl in ihnen weckt. Aus Mutlosigkeit wird Hoffnung und allen Konventionen zum Trotz, beschließen sie einer gemeinsamen Zukunft eine Chance zu geben.

Fazit
Eine wunderbare Geschichte, die beweist das Liebe und Gefühle nicht ans Alter gebunden sind und man gut daran tut, auf seine innere Stimme zu hören.

Etwas für's Herz und zum Nachdenken

Von: Beauty Butterflies Datum : 05.05.2017

www.beautybutterflies.de

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Marcels und Marguertites Sicht erzählt. Man erfährt sehr viel über die beiden und ihre Vergangenheit. Die jeweiligen Ehen und wie unterschiedlich ihr Leben bisher verlief. Gemeinsam haben sie, dass sie direkt zu Beginn des Buches ihren jeweiligen Ehepartner verlieren.

Während Marguetite eher eine Zweckehe führt (sie muss ihren Mann Henri „siezen“) sind Marcel & Nora ein Traumpaar, so dass beide auch unterschiedlich trauern. Beide treffen während einer Kur aufeinander und die Dinge nehmen ihren Lauf…

Ich hatte vermutet, dass der Roman lustiger ist, aber trotzdem konnte ich einige Male schmunzeln. Aber ich habe auch mir Marguy & Marcel mitgelitten und mich aufgeregt. Denn wie ihre Umwelt und besonders die Kinder zum Teil reagieren ist schon erschreckend, aber sicher nicht unrealistisch. Alles ist liebevoll geschrieben, aber keinesfalls kitschig.

Das Fazit könnte lauten – Es ist nie zu spät glücklich zu sein. Nach 3 kurzen Leseabenden hatte ich es verschlungen und das Buch lies mich mit einem guten Gefühl zurück!

Eine ganz besondere Liebe

Von: zauberblume Datum : 01.05.2017

https://www.facebook.com/sonja.werkowski

In ihrem neuesten Roman "Und jetzt lass uns tanzen" entführt uns die Autorin Karine Lambert nach Frankreich. Und hier dürfen wir ganz außergewöhnliche, liebenswerte Protagonisten kennenlernen.

Die Geschichte: Da ist die 78jährige Marguerite. Plötzlich ist sie Witwe. Ihr Mann, ein bekannter Notar hat ihr Leben nach strengsten Regeln geführt. Um Marguerite auf andere Gedanken zu bringen, schickt ihr Arzt sie auf Kur. Und auf dieser Kur lernt sie Marcel kennen. Auch ihr hat seine Frau verloren. Doch das Leben dieses Paares war ganz anders. Sie haben das Leben genossen, sind zusammen gereist und waren eine Einheit. Und nun stehen Marcel und Marguerite an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Die beiden verstehen sich prächtig und können gemeinsam lachen. Doch ist in ihem Alter auch eine neue Liebe möglich?

Die Geschichte hat mich tief berührt und sie regt auch zum Nachdenken an. Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Ich konnte mir Marguerite in ihrem großen Haus vorstellen. Sie muss sich furchtbar gefühlt haben, zumal sie eigentlich in ihrer Ehe nichts zu sagen hatte. Bei den Regeln, die ihr Mann aufgestellt hat, mußte ich schmunzeln (auch wenn es eigentlich nicht zum Schmunzeln ist). Aber ich sehe den steifen Herr Notar direkt vor mir. Und dann ihr Sohn , fast genauso schlimm wie sein Vater. Traut seiner Mutter nichts zu. Aber es ist schön am Ende des Buches eine gewissen Veränderung festzustellen. Und dann ist da Marcel. Welches Unglück als er seine geliebte Nora verloren hat. Zumal ihr Lebensweg ja nicht einfach war. Aber dann das Kennenlernen der beiden älternen Menschen, dieses Knistern und diese Blitze am Himmel. Ein sehr berührendes Erlebnis. Ich bewundere die beiden für ihren Mut und ihre Entschlusskraft.

Ein absolutes Traumbuch. Ein Buch das Mut macht. Ein absolutes Lesevergnügen. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne. Das Cover finde ich auch äußerst gelungen.

Die Kraft der Liebe

Von: Angela Busch Datum : 27.04.2017

https://literaturgarten.blogspot.de

INHALT/KLAPPENTEXT:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

MEINE MEINUNG:
Das gebundene Buch mit dem ansprechenden blauen Cover beinhaltet nur über 220 Seiten und ich bin sehr schnell dank des schönen und flüssigen Schreibstils der Autorin in dieses Thema hineingekommen, da ich ausserdem vor kurzem einen ähnlichen Roman über die *Liebe im Alter* rezensiert hatte. Liebenswert und aufschlussreich wird das französische Lebensumfeld, in dem die Geschichte spielt, geschildert. Sie vermittelt viel Freude, Lebenslust und französisches Ambiente. Das Verlieren eines geliebten langjährigen Partners ist sicher DAS einschneidende Erlebnis im Alter, dem man hilflos und meist überraschend ausgeliefert wird. Die Autorin Karine Lambert hat sensible und berührende Charaktere erschaffen, die sofort mein Herz eroberten. Der lebenslustige 73 jährige Marcel bezauberte mich mit seinem charmanten Wesen und seinen schönen Erinnerungen über das Leben während seiner Kindheit in Algerien mit der fröhlichen Ehefrau Nora, die er schon als Junge liebte und verehrte. Sein plötzlicher Verlust des liebsten Menschen macht ihn fast zum gebrochenen Mann.

Bis die 78 jährige Marguerite in sein Leben tritt.
Diese Frau, die ganz stereotyp alle gesellschaftlichen Regeln und Forderungen ihres nun verstobenen Ehemannes fünfzig Jahre starr befolgte , ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle verleugnete , war mir ein wenig fremd. Aber sie springt über ihren eigenen Schatten und befreit sich von vielen Zwängen und den von ihrem Mann aufgestellten Verhaltensregeln. Das war für mich eigentlich eine wichtige, notwendige, zwingende Entwicklung in diesem Roman. Vor allem für die Figur der Marguerite. Ihre Ehe war nicht besonders glücklich, sie liebte ihren Mann verhalten und mit zu vielen Vorbehalten. Verständlich bei den merkwürdig konservativen Charakterzügen des verstorbenen Nebenprotagonisten! Ob diese Neigung zu starrer Akzeptanz von Regeln bei einer Frau in diesem Alter durch die Kraft der Liebe und Zuneigung noch zu ändern wären , sei dahingestellt. Die Autorin hat diese Veränderungen allerdings glaubhaft geschildert. Umso mehr gönnt man als Leser dieser gefesselten Frau die neue vorbehaltlose Liebe von und zu Marcel , die sie das erste Mal in ihrem Leben fühlt.
Die Liebe und Sympathie der beiden Alten zueinander wächst stetig und wird in zärtlichen und rührigen Beschreibungen von der Autorin dargestellt.
Wenn da nicht wieder übereifrige Kinder von beiden Familienseiten wären, die das sogenannte *BESTE* für ihre jeweiligen Eltern wollen und deren glückliche letzten Lebensjahre in neue Regeln lenken möchten ,,,,,

Meine Bewertung : Vier **** Sterne

Gut, aber etwas oberflächlich

Von: LarasBookworld Datum : 25.04.2017

www.larasbookworld.blogspot.de

Meine Meinung

Als ich das Buch auf LovelyBooks gewonnen habe, habe ich mich sehr gefreut. Zum einen war es das erste Buch, das ich jemals gewonnen hatte, zum anderen war ich von der Inhaltsangabe sehr angetan und war schon sehr daraus gespannt es zu lesen.
Das Cover finde ich wirklich so schön! Die Farbe sticht direkt hervor und auch auch die schwarze Gestaltung mit den beiden Menschen die über den Hochhäusern auf dem Seil laufen und darunter die bunten Fenster, finde ich so hübsch!
Von der Geschichte allerdings hätte ich mir etwas mehr erwünscht. Nicht falsch verstehen - ich fand die Liebesgeschichte der beiden älteren Leute so bezaubernd und niedlich. Es regt sehr zum nachdenken an. Kann man eine zweite große Liebe haben? Das Buch zeigt, dass Liebe kein Alter kennt und man sich selbst im Alter noch verlieben kann. Auch ansprechend fand ich, dass das Buch kurze Kapitel hat und man somit durch die Geschichte geflogen ist. Man konnte generell sehr schnell lesen, da es nicht so viele Erklärungen gab. Was allerdings auch ein paar negative Seiten hat. Manchmal fehlte mir die Liebe zum Detail und auch die Handlung ging mir zu schnell voran. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren den Figuren mehr Zeit gegeben hätte. Aber gerade lernen die beiden Protagonisten sich kennen und sind direkt voneinander verzaubert, somit lässt auch der erste Kuss der beiden nicht lange auf sich warten. Das fand ich sehr schade, da die Geschichte etwas ins Unrealistische abgerutscht ist. Durch die wenigen Details fehlt es dem Buch auch etwas an Tiefe, etwas, das wirklich im Kopf bleibt. Interessant fand ich jedoch auch die Rückblenden und Erinnerungen der Protagonisten. Man erfährt über die früheren Leben, die früheren Ehepartner der beiden. Die Idee an sich ist einmalig, bei der Umsetzung mochte ich aber das ein oder andere nicht.
Der Schreibstil der Autorin ist gut und man konnte das Buch schnell weg lesen, da es kurz ist und auch keine langatmigen Stellen hat.
Die Charaktere waren sehr süß ausgearbeitet. Ich konnte mich aber nicht sehr gut in sie hineinversetzen, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie rund 60 Jahre älter als ich selbst sind. Frédéric und Henri haben mir ein bisschen das Klischee der Spießer zu sehr erfüllt und haben mich echt wütend gemacht. Vor allem in ihrer Beziehung zu Marguerite. Für sie war der Verlust ihres Mannes in gewisser Weise eine Erleichterung. Sie wird zwar immer noch von ihrem Sohn Frédéric bevormundet, aber da ihr Mann nicht mehr da ist, wird sie nicht mehr von beiden tyrannisiert. Die Beziehung von Marcel und seiner damaligen Frau Nora fand ich jedoch sehr schön und für ihn war es sicherlich schwerer seine Frau, die er über alles liebte, mit der er seine Kindheit und weiteres Leben verbrachte, zu verlieren. Dennoch fand ich die Entwicklung der beiden schön mit anzusehen. Wie sie aus den traurigen, einfältigen Leben herauskommen und neue Sachen wagen.

Fazit

Eine wunderschöne Idee, aus der man mehr hätte machen können. Auch die Tiefe hat mir etwas gefehlt. Dennoch ein tolle Geschichte, die zum nachdenken anregt.
Ich vergebe dem Buch "Und jetzt lass uns tanzen" insgesamt 4 von 5 Sternen.

Rezension "Und jetzt lass uns tanzen" ����������

Autor: Karine Lambert

222 Seiten

Fester Einband

Verlag: Diana

Gerne: Roman


Zwei Menschen, je ein Ehepartner verloren. Beide warten auf das Sterben. Doch hätte Marguerite sich nicht überreden lassen ins Bagnères-de-Bigorre zu gehen, um sich zu entspannen, hätte sie Marcel nie kennengelernt. Marguerite hat ihren langjährigen Ehemann verloren. Genauso hat Marcel um die gleiche Zeit seine Ehefrau verloren. Er sucht Erholung in den Pyrenäen und lernt dort Marguerite kennen. Beide erzählen ihre Lebensgeschichte und blühen erst richtig auf, da beide noch nie das gemacht haben, was sie wollten.


Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Marguerite und Marcel erzählt, zum Teil auch kurz von ihren Söhnen oder Töchtern. Es liest sich recht schnell, das liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Buch nur 220 Seiten hat. Beide Charaktere sind sehr unzufrieden mit dem Altern, doch man merkt noch gut die alte Frische, die in ihnen wieder zum Vorschein kommt. Dies ist eine besondere Geschichte, da sie nicht gerade alltäglich ist. Sonst liest man nur Geschichten über junge Personen, die die Liebe ihres Lebens finden und nicht über alte, die neu aufblühen.


Der Schreibstil hat mir gut gefallen, wobei mich manchmal die französischen Ausdrücke störten, aber schliesslich ist ja auch ein französischer Roman. Die Kapitel fingen immer auf der rechten Seiten an, was ich noch speziell fand. Das Cover ist passend zu dem Inhalt gewählt worden, da es zeigt, wie Marguerite und Marcel aufeinander zulaufen/zueinander finden.

Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen und darum auch 5/5 Sternen.

Rezension zu "Und jetzt lass uns tanzen"

Von: celinesweltderbuecher Datum : 18.04.2017

instagram.com/celinesweltderbuecher

Titel: Und jetzt lass uns tanzen
Autorin: Karine Lambert
Verlag: Diana
Genre: Liebesroman
Format: Hardcover, eBook
Seiten: 222
Preis: Buch 17,99€ eBook 13,99€
ISBN: 978-3-453-29191-1

Über die Autorin:
Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Nach vielen Reisen und Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Für ihr erstes Buch, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie 2014 den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun im Diana Verlag erstmals auf Deutsch. Das Buch wird in neun Sprachen übersetzt und in 21 Ländern veröffentlicht.

Inhalt:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Rezension:
An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal beim Diana Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.
Das Buch hat mich leider enttäuscht. Ich habe mir von dem Buch definitiv mehr erwartet. Die Handlung kam sehr langsam voran finde ich. Das hat es mir erschwert, durch das Buch durchzukommen. Auch die Story konnte mich nicht überzeugen, da meiner Meinung nach keine Spannung erzeugt wurde.
Trotzdem fand ich die beiden Protagonisten sympathisch.
Der Schreibstil war in Ordnung. Er war nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht.
Trotzdem fand ich "die Nachricht", dass Lieben auch im hohen Alter noch möglich ist, den das Herz hat keine Falten

Dem Buch gebe ich insgesamt ⭐️⭐️⭐️/⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️, da es mich nich mitreißen konnte.

Drahtseilakt

Von: Literaturwerkstatt-kreativ /Blog Datum : 16.04.2017

www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com

„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert
Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Ist eine Geschichte über die 78-jährige Marguerite und den 73-jährigen Marcel, die beide ihre Ehepartner verloren haben und nun alleine sind.
Zu Beginn des Buches bringt uns Karin Lambert die beiden Protagonisten erst einmal nahe. Wir tauchen ein in ihre Vergangenheit und ihre Gedankengänge. Rückblicke werden in kurzen Fragmenten geschildert.

Marguerite hat ihren Mann Henri verloren mit dem sie fünfzig Jahre verheiratet war. Ihre Beziehung war zwar höflich und ohne Streit, aber sehr mechanisch und gefühlsarm.
Sie war die nette Frau an der Seite ihres Gemahls, einem angesehenen Notar der oberen Gesellschaftsschicht. Sie hat stets den gesellschaftlichen Erwartungen und Pflichten ihres Gemahls entsprochen. Marguerite hat einen Sohn Frederic, der seinem Vater im Verhalten sehr ähnlich ist und ebenfalls Gefühle für sich behält. Ludovico ist Marguerites Enkel und ihre ganze Lebensfreude.

Marcels Frau Nora ist bei einem Badeunfall gestorben. Beide kannten sich seit Kindheitstagen aus Algerien, wo beide geboren wurden. Die beiden führten ein sehr glückliches Eheleben in Frankreich und haben eine gemeinsame Tochter Manou.

Bei einer Kur in den Bergen lernen Marguerite und Marcel sich kennen. Die beiden finden sich sympathisch und kommen sich schnell näher. Sie wollen mehr von einander wissen. Nach der Kur bleiben sie in Kontakt. Beide müssen sich erst einmal mit sich und ihren eigenen Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen.

Marcel, der seine Frau Nora über alles liebte fragt sich:
“Verrät man mit einer neuen Liebe die frühere Beziehung?“

Marguerite bringt ihre Gefühle in einem Brief an Marcel auf den Punkt:
“Ich bin Müde. Ich habe mich kurz jünger gefühlt, aber ich bin achtundsiebzig Jahre alt ! Und ich bin nicht Jane Fonda. Ich muß dieser Tatsache ins Auge blicken.“

Auch müssen sich die Beiden mit ihren Kindern auseinandersetzen, die dieser Beziehung gegenüber nicht sehr aufgeschlossen sind. Vor allem Marguerites Sohn Frederic steht dieser Beziehung sehr skeptisch gegenüber.

Fazit:

Karine Lambert hat einen wunderbaren Erzählstil. Locker und leicht mit einer guten Portion Humor, so kann man das Buch gut in einem durchlesen. Die Aufteilung des Buches hat mir gut gefallen, auch das Gespür der Autorin für die ruhigeren Momente. Das Buch hat gerade mal 220 Seiten, es hätten ruhig ein paar Seiten mehr sein können, denn ich wäre an einigen Stellen gerne länger geblieben.
Beim Lesen hatte ich dann noch ein Déjà-vu. Ich erinnerte mich an ein Buch, das ich vor gut 30 Jahren gelesen hatte, - „Späte Liebe“ von Max von der Grün. In dem Moment wurde mir klar, Liebe im Alter ist immer noch bei vielen ein Tabu-Thema und noch lange nicht bei allen in unserer Gesellschaft angekommen. Von daher ist es gut, dass Karin Lambert mit ihrem Buch wieder auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat.

Das Cover mit seinem schönen hellen blau - fast Türkis - zieht einen magisch an. Dazu Marguerite und Marcel als Scherenschnitt auf einem Seil, das zwischen zwei Häuser gespannt ist. Die Beiden als Tänzer, die versuchen sich auf dem Seil zu halten und nicht herunterzufallen. Ein langsames auf einander zubewegen. Balance halten – Inne halten. Diese Szene spiegelt die Geschichte wunderbar wieder. Sozusagen das ganze Buch in diesem Bild - fantastisch.

Ich kann dieses Buch nur allen ans Herz legen - egal ob jung, alt, verliebt oder nicht.

Eine absolute Leseempfehlung !!!

Liebe kennt kein Alter

Von: Bibliomarie aus Düsseldorf Datum : 16.04.2017

Kann man zweimal im Leben die große Liebe finden? Oder findet man sie gar im hohen Alter zum ersten Mal?
Eine Kur bringt Marcel und Marguerite zufällig zusammen, beide haben erst vor kurzer Zeit ihre Partner verloren. Während Marcel in jeder Minute um seine große Liebe Nora trauerte und darüber seinen ganzen Lebensmut verlor, ist Marguerite nach 55 Ehejahren endlich befreit und doch in ein tiefes Loch gefallen. Ihre Ehe war zwar von Respekt, aber auch von fehlender Herzensgüte geprägt. Und nun will ihr Sohn das über sie bestimmende Regiment fortführen. Doch die Begegnung der beiden ändert ihre Welt.
Dieser kleine Roman ist so warmherzig geschrieben, dass er wohl niemanden unberührt lassen kann. In dieser einfachen Handlung ist so viel Lebensweisheit versteckt, dass ich beim Lesen immer wieder innehalten musste. Es gibt im Alter noch ein Recht auf Liebe und Leidenschaft, auf Sexualität. 78 Jahre alt musste Marguerite werden um zu sagen: „Es war das erste Mal …“
Beschwingte Heiterkeit und Melancholie und Traurigkeit liegen in dieser Geschichte sehr nah zusammen, genau wie im richtigen Leben, und das hat mich so besonders angesprochen.
Für die Liebe gibt es keine Altersgrenze und mit Mut und Entschlossenheit ergreifen Marcel und Marguerite ihre Chance.
Ein beschwingter Roman über die Macht der Liebe und den Zauber des Neubeginns.

Späte Romanze

Von: Rosa Emma Datum : 15.04.2017

amillionpages.de

Die Liebe trifft uns immer dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Zu banal? Gleichwohl absolut zutreffend auf Marguerite und Marcel, die Protagonisten des wunderbaren Romans von Karine Lambert "Und jetzt lass uns tanzen", denn die beiden einsamen Seelen trifft Amors Pfeil aus heiterem Himmel – und das, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Die 78-jährige Marguerite Delorme, wohlhabende Notarswitwe, ist der Inbegriff der fügsamen Ehefrau und Mutter. Ihre arrangierte, lieb- und leidenschaftslose Ehe mit dem angesehenen Notar Henri, die nach 55 pflichtbewussten Jahren durch seinen plötzlichen Tod ein jähes Ende findet, ist nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Sie, die sich nie als Individuum wahrnahm und stets die Bedürfnisse und Interessen ihres Mannes und ihres Sohnes Frédéric über ihre eigenen stellte, weiß nun nichts mit sich anzufangen. Henri, der immer alle Entscheidungen traf und ihr Leben bis ins kleinste Detail durchplante, lebt nicht mehr und nun ist es an ihr, aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn ihre Einsamkeit macht ihr schwer zu schaffen – einzig ihr aufgeweckter Enkel Ludovic vermag es, etwas Licht in ihren grauen Alltag zu bringen.

Plötzlich Witwe

Sohn Frédéric, der an Spießigkeit und Borniertheit selbst seinen verstorbenen Vater noch übertrifft, übernimmt nun dessen Rolle und versucht, über das Leben seiner immer fragiler werdenden Mutter zu bestimmen. Doch Marguerite hat genug davon, sich unterdrücken und vorschreiben zu lassen. wie ihr Leben zu verlaufen hat. Da kommt der Vorschlag ihres Arztes, sich doch mal eine Thermalkur in dem kleinen Pyrenäenort Bagnères de Bigorre zu gönnen, gerade recht. Obwohl sie anfangs noch recht unsicher ist und sich vor dem Alleinreisen fürchtet, gewinnt sie schnell an Selbstvertrauen. Sie genießt ihren Aufenthalt und die Anwendungen in der erlesenen Kurklinik und nimmt sich und ihren Körper zum ersten Mal richtig wahr, obwohl sie mit ihrem Alter hadert. Sie blüht auf und fühlt sich ganz sie selbst.

Zurück ins Leben?

Dies trifft jedoch in keiner Weise auf den 73-jährigen Algerienfranzosen Marcel Guedj zu, dessen Tochter Manou ihm diese Kur förmlich aufzwingen musste. Durch einen Schwimmunfall hatte er seine Frau Nora nach 50 liebevollen Ehejahren auf tragische Weise verloren und findet seitdem nicht mehr ins Leben zurück. Der ehemalige Tierpfleger, dessen bester Freund Nashorn Hector ist, fühlt sich in der Klinik mehr als fehl am Platz. Die ganzen alten Leute, zu denen er sich nicht zählt. und die wohltuenden Anwendungen sind ihm zuwider, das gesunde Essen ist dem Schokoladenfan ein Graus. Der freiheitsliebende Naturfreund hasst es, sich nach der Uhr zu richten und macht lieber lange Spaziergänge als in einer solchen Institution eingesperrt zu sein.

Mektoub

Als er eines Tages auf Marguerite trifft, ändert sich alles. Obwohl der temperamentvolle, offene Marcel und die scheue, introvertierte Marguerite auf den ersten Blick nichts gemein haben, fühlen sie sich auf unerklärliche Weise zueinander hingezogen. Es entwickelt sich eine innige Liebesbeziehung zwischen den beiden, die sie völlig überrascht und ihnen eine ganz neue Welt eröffnet. Marcel lässt Marguerite sein, wie sie all die Jahre nicht sein durfte. Sie machen Ausflüge und tanzen zusammen nach Marcels geliebter Chaâbi-Musik und Marguerites Line Renauds Chansons. Sie lassen es sich gut gehen, reisen nach Paris und sind dankbar für die zweite Chance, die das Schicksal (Mektoub in Marcels Heimatsprache) ihnen gewährt hat.

Die zweite große Liebe

Während Marcels Tochter Manou sich für ihren Vater und sein neues Glück freut, ist Marguerites Sohn Frédéric außer sich. Er zweifelt am Geisteszustand seiner Mutter und beabsichtigt, sie ihn ein Heim zu stecken. Als Marguerite einen kleinen Haushaltsunfall hat, sieht sich Frédéric im Recht und lässt seine Mutter einweisen. Wider Erwarten fügt sich Marguerite ihrem Schicksal – sie ist noch geschwächt und fühlt sich außerstande, einen Versuch zur Gegenwehr zu starten. Doch sie hat nicht mit Marcel gerechnet, der alles daran setzt, um die zweite große Liebe seines Lebens zurückzuholen…

Ein wunderschöner Roman über eine späte Amour Tendre

Dieser zauberhafte Roman ist das beste Mittel gegen Angst vor dem Alter. Er beschwingt, stimmt glücklich, amüsiert mit subtiler Situationskomik und hält uns vor Augen, wie das Leben trotz zunehmender altersbedingter Unpässlichkeiten durch eine neue, innige und zärtliche Liebe nochmals auf den Kopf gestellt werden kann. Denn die größten Geschenke des Alters sind die Freiheit und die Liebe: Die Freiheit, so zu sein, wie man ist, ohne sich verstellen zu müssen und sich darum zu scheren, was die Leute sagen. Die Liebe, weil sie die Einsamkeit durchbricht und die Seele strahlen lässt.

Die Geschichte um Marguerite und Marcel ist deshalb so berührend, weil sie von großer Einfühlungsgabe, bewegender Emotionalität und von profundem menschlichem Verständnis zeugt. Als Leser durchleben wir zunächst die dunklen, einsamen Stunden mit den Protagonisten, in denen sie in ihrem Alleinsein nichts mehr vom Leben erwarten. Umso schöner ist es dann, sie angesichts ihres neu gefundenen Glücks plötzlich aufblühen zu sehen. Gerne begleiten wir die liebgewonnenen Senioren ein Stück auf ihrem Weg und hoffen mit ihnen, dass sie diese späte Liebe noch lange genießen werden.

Mein Fazit: Einer der außergewöhnlichsten Romane dieses Jahres! Unbedingt lesenswert!

Kleines Buch, großes Gefühl

Von: Seite 101 Datum : 15.04.2017

www.seite101.de

Klein, fein, voller Tiefgang, Gefühl und Liebe.
Der Roman fängt traurig an. Mit zwei Todesfällen und Trauerphasen der Protagonisten.
Doch die Stimmung ändert sich schnell.
Marcel und Marguerite treffen aufeinander und knüpfen erste zarte Bande.
Ein Liebesroman mit leisen Untertönen, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt? Was bedeutet Liebe? Wird es irgendwann Alltag und Gewohnheit? Und wie festgefahren ist man im fortgeschrittenen Alter?

Eine Geschichte, die mit wenig Seiten auskommt und doch ein ganz großer Roman ist.
Flüssig geschrieben, mit überzeugenden Charakteren und einem angenehmen Lesegefühl im Bauch.

Nach dem lesen fühlte ich mich leicht, befreit und frei. Wie eben beim Tanzen. Und ich weiß, Liebe ist immer möglich und man kann sich seine Unbeschwertheit, Jugend und Neugier im Herzen bewahren.

Von mir 5 Eselsöhrchen!

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Iris Gasper Datum : 12.04.2017

www.buchrezicenter.de

Marguerite ist 78 Jahre alt als sie ihren Mann Henri verliert. Nie hat es für sie einen anderen Mann gegeben. Henri hat ihr Leben und ihren Tagesablauf bestimmt und einfach alles geregelt. Marguerite hat sich seinen Wünschen und Vorstellungen stets untergeordnet und ein Schattendasein geführt. Nun ist sie auf sich alleine gestellt und auch etwas verunsichert. Andersherum verspürt sie tief in sich den Drang Dinge jetzt vielleicht anders machen zu wollen, einmal über die Stränge zu schlagen. Doch daran hindert sie ihr Sohn, der wie sein Vater als Notar tätig ist und einfach alles regeln möchte. Er hält seine Mutter alleine für nicht lebensfähig und behandelt sie auch so.

Marcel ist 73 und hat seine Frau Nora bei einem schrecklichen Unfall verloren. Er stammt aus Algerien, hat jedoch fast sein ganzes Leben gemeinsam mit Nora in Frankreich verbracht. Dieses Paar hat das Leben gemeinsam gelebt, Entscheidungen stets gemeinsam getroffen und das Leben geliebt. Umso einsamer fühlt sich nun Marcel.

Durch einen Zufall verschlägt es sowohl Marguerite als auch Marcel zu einer Kur in ein Thermalbad. Dort nähern sie sich einander an. Zarte Bande entstehen zwischen ihnen. Marguerite genießt an der Seite von Marcel die Leichtigkeit des Lebens und entdeckt immer mehr ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen, die Zeit ihres Lebens immer im Hintergrund standen. Marcel ist glücklich über seine neu entdeckte Zuneigung und sieht mit dieser Frau an seiner Seite wieder einen Sinn in seinem Leben.
Zwei vollkommen unterschiedliche Menschen entdecken hier im Alter mit wie wenig man im Leben eigentlich glücklich und zufrieden sein kann. Dabei werden auch unterschiedliche Lebensverhältnisse und gesellschaftliche Zwänge vollkommen belanglos.

Karin Lambert hat mit „Und jetzt lass uns tanzen“ eine zauberhafte Geschichte geschrieben bei der Emotionen wie Traurigkeit und Heiterkeit ganz nah beieinander liegen. Das Leben ist immer lebenswert, egal wie alt du bist ist die Essenz dieses Buches. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Liebe ist zeitlos und Freude steckt in vielen kleinen Dingen des Alltags. Marguerite und Marcel weisen dem Leser hier den Weg.

Copyright © 2017 by Iris Gasper

Ein berührender Roman voller Melancholie und Poesie.

Von: Liane Marth / LimaKatze Datum : 08.04.2017

liane-marth.webnode.com

*** KLAPPENTEXT: ***
Ein junger Mann, der vergessen hat, was es heißt, geliebt zu werden.
Eine junge Frau, die einen Pakt mit dem Schicksal geschlossen hat.
Gemeinsam überwinden sie alle Hindernisse und holen sich die Hoffnung zurück.

*** ZUM INHALT: ***
„... Michele schlug das rote Heft zu, nachdem er es immer wieder gelesen hatte. Seine Kinderschrift, die kleinen, längst vergessenen Episoden, hatten ihn in eine von Nebeln verhangene Zeit zurückversetzt. Er hatte sich nicht wiedererkannt in diesen Seiten, die er vor mehr als zwanzig Jahren geschrieben hatte. Als hätte dieser Junge, der genauso hieß wie er selbst und im selben Haus gewohnt hatte, nie existiert. Dieser Junge hatte eine Mutter an seiner Seite gehabt. Michele hingegen hatte fast nur noch Erinnerungen an die Tage, Monate und Jahre nach ihrem Verschwinden. Er schwieg, und der Gedanke, welch vollkommenes Glück das Tagebuch ausstrahlte, grub sich als tiefer Schmerz in ihn ein.“
(Buchzitat, Seite 49/50)

Als Michele sieben Jahre alt war, verschwand seine Mutter aus seinem Leben. Vor seinen Augen stieg sie eines Tages in einen Zug und kehrte nie wieder zurück. Warum nur, wie konnte sie ihm so etwas antun? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen Michele sein ganzes Leben lang und die tiefe Wunde, die er im Herzen erlitt, wurde immer größer. Der Vater flüchtete sich in den Alkohol. Statt den Jungen in seinem Kummer aufzufangen, entfernte er sich immer mehr von ihm. Michele blieb allein mit seinem Schmerz, den offenen Fragen und seiner Sehnsucht nach der Mutter.

In der Gegenwart ist Michele dreißig Jahre alt und lebt noch immer an dem Ort seiner Kindheit, in einem kleinen Dorf in Italien. Sein Vater ist inzwischen verstorben. Die früheren Erfahrungen haben dafür gesorgt, dass Michele niemals wieder Vertrauen zu Menschen fassen konnte. Er igelte sich in seinem Elternhaus ein und baute um sich herum einen Schutzwall aus verlorenen Gegenständen, die er im Laufe der Jahre im Zug gefunden hatte. Gegenstände können nicht lügen und verletzen, Gegenstände sind verlässlich und bleiben an dem Ort, den man für sie erwählt hat. Sie sind Micheles Burg gegen die Welt da draußen.

Alles ändert sich, als die fünfundzwanzigjährige Elena in sein Leben tritt. Wie ein Wirbelwind fegt sie durch sein Haus und sein Leben, und bringt alles durcheinander. Michele spürt, wie nach und nach Zuneigung für diese Frau in sein Herz schleicht. Doch sein bisheriges Misstrauen richtet sich nicht nur gegen Andere, sondern auch gegen sich selbst. Er spürt, dass er sein Leben ändern muss, sieht sich aber nicht dazu in der Lage. Kurz nach der ersten Begegnung mit Elena taucht völlig überraschend sein Tagebuch aus Kindertagen wieder auf. Dieser Umstand ist Micheles Schlüsselerlebnis für den ersten Schritt, der ihn hinausführt in das Leben außerhalb seiner Schutzmauer der verlorenen Gegenstände. Er weiß, dass Elena recht hat. Michele muss seine Mutter finden, damit er endlich Frieden mit sich machen kann, und sein betäubtes Herz frei wird für andere Menschen und vielleicht auch für die Liebe.

Auch Elena hat in ihrem jungen Leben bereits eine sehr schmerzvolle Erfahrung machen müssen und ist dadurch sehr verletzlich. Obwohl sie sich von Beginn an zu Michele hingezogen fühlt, ist sie doch manches Mal überfordert mit seinen Ängsten und Kümmernissen. Hier haben sich zwei verletzte Seelen gefunden, die einander eine Kraft geben müssen, die sie mitunter nicht aufbringen können. Werden sie es dennoch schaffen?

„... Als sie dem wartenden Gast jetzt seinen Kaffee mit Milchschaum servierte, lächelte Elena. Vielleicht war genau dies der Grund für die Liebe, die sie für Michele empfand: Zwei mit derselben Traurigkeit, die sich begegnen, sich erkennen und gemeinsam versuchen, das Traurige in Hoffnung zu verwandeln. Zwei Spatzen mit gebrochenen Flügeln, die zum Himmel fliegen.“
(Buchzitat, Seite 115/116)

*** MEIN FAZIT: ***
„Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ von Salvatore Basile ist ein äußerst berührender und herzerwärmender Roman über Vertrauen, Hoffnung und die Kraft der Liebe. Das Handlungsgeschehen und auch die Schauplätze sind sehr detailliert beschrieben, und somit entstehen während der Lektüre jede Menge Bilder im Kopf. Die fein ausgearbeiteten Hauptprotagonisten wachsen einem schnell ans Herz und man möchte am liebsten eine schützende Hand über sie legen. Die ruhige Erzählweise mit der wunderbaren Sprache zaubert eine ganz eigene Atmosphäre beim Lesen, die noch lange nachwirkt. Der Autor versteht es ganz ausgezeichnet, die Stimmungen und Emotionen seiner Romanfiguren einzufangen und für den Leser nachspürbar zu machen. Seine feinfühligen Zeilen sind voller Melancholie und Poesie, und unterstreichen die Geschichte noch. Ich liebe es einfach, wenn Autoren derart mit Worten malen können, so wie in diesem Buch.

Neben all diesen Vorzügen gab es für mich allerdings doch einen Kritikpunkt: Der Zufall wurde allzu häufig als Hilfsmittel eingesetzt. Das gilt besonders für den Schluss, der dadurch leider etwas konstruiert daherkommt. Das fand ich sehr schade, weil die so schön aufgebaute Geschichte das eigentlich gar nicht nötig hatte. Ansonsten hatte ich mit diesem Roman auf jeden Fall eine schöne Lesezeit und wäre ziemlich neugierig auf ein weiteres Werk des Autors. Sehr gerne vergebe ich für dieses Debüt vier Sterne!

Ist Liebe auch im Alter möglich?

Von: Ingrid Eßer Datum : 07.04.2017

www.buchsichten.de

Marguerite, 78 Jahre alt, und Marcel, 73 Jahre alt, begegnen sich bei einem Kuraufenthalt im Süden Frankreichs zum ersten Mal. Beide haben vor geraumer Zeit ihren Ehepartner verloren. Sie sind die Protagonisten des Buchs „Und jetzt lass uns tanzen“ der Belgierin Karine Lambert. Nicht nur die zunehmenden großen und kleinen Zipperlein sondern auch die Leere in ihren Wohnungen gestalten ihr Leben wie einen Tanz auf dem Drahtseil. Die Figuren auf dem Cover des Romans nehmen den Leser auf direktem Weg mit hinein in die Geschichte. Für Marguerite und Marcel wird die gemeinsame Zeit zu einem Balanceakt auf schmalem Grat zwischen dem Bekenntnis zueinander und der Sorge ihrer Kinder über das entstandene Verhältnis.

Marguerite war mit ihrem Mann Henri über 50 Jahre verheiratet. Henri war einige Jahre älter als sie und ein angesehener Notar. Er ist unerwartet verstorben. Nach einem großen Schicksalsschlag in der Familie hat sie als junge Frau bei Henri Sicherheit, Beständigkeit und in gewissem Maße auch Wohlstand im Leben gefunden. Seine Entscheidungen hat sie nie in Frage gestellt. Ganz nach seinen Vorstellungen war sie das Schmuckstück an seiner Seite. Eigene Wünsche hat sie den seinen routinemäßig untergeordnet. Das Glück wurde von einem gemeinsamen Sohn ergänzt, der in die Fußstapfen des Vaters getreten ist.

Ganz anders ist das bisherige Leben von Marcel verlaufen. Der frühere Tierpfleger ist gebürtig aus Algerien und als Jugendlicher mit seinen Eltern während des Unabhängigkeitskampfs nach Frankreich geflüchtet. Begleitet wurden sie von der Nachbarsfamilie, die es aber eines Tages wieder in die Heimat zog. Doch sieben Jahre später kehrt Nora, die Tochter der Nachbar zu ihm zurück. Hier zeigt sich die Geschichte einer Flucht und Möglichkeiten eines Neuanfangs, wie sie heute nicht aktueller sein könnten. Marcel und Nora sind ebenfalls fast 50 Jahre verheiratet als Nora tragisch verstirbt. Marcels Tochter sorgt sich um ihren Vater und schenkt ihm eine Reise, auf der er Marguerite kennen lernen wird.

Marguerite und Marcel sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Wären sie noch jung, würde wahrscheinlich auch der Altersunterschied deutlich sichtbarer sein. Außerdem kommen sie aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Marguerite wohnt im großzügigen Einfamilienhaus, Marcel lebt in einer Wohnung im 2. Stock eines Mietshauses. Aber sie haben auch eine große Gemeinsamkeit: Beide bringen Erfahrungen aus langen Ehejahren mit. An schöne Dinge erinnern sie sich gerne und wünschen sich, diese mit jemandem wieder erleben zu können. Andere Situationen möchten sie lieber vergessen und nie mehr daran denken. Nach ihrer ersten Begegnung brauchen beide eine gewisse Zeit um zu begreifen, welche Erfahrung sie da gerade gemacht haben. Marguerite ist gemeinsame Lachen aufgefallen, dass sie befreiend fand und Marcel war von ihrer Offenheit sehr angetan. Jeder verarbeitet das kurze Aufeinandertreffen auf seine Art und Weise mit allem Für und Wider einer weiteren Kontaktaufnahme. Doch eine Variable haben sie bei ihren weiteren Aktivitäten nicht berücksichtigt und das ist ihr Nachwuchs. Vor allem der Sohn von Marguerite, dem das Verhalten seines Vaters zu seiner Mutter ein Vorbild zu sein scheint, ist gegen eine neue Beziehung seiner Mutter zu einem Mann.

Karine Lambert schreibt in einem leicht lesbaren, einnehmenden, warmherzigen Schreibstil. Man kann gar nicht anders als die beiden Protagonisten zu mögen. Marguerite und Marcel zeigten mir als Leser, dass man auch mit fortgeschrittenem Alter noch viel Neues entdecken und erleben kann und das diese Erfahrungen gemeinsam noch mehr Freude machen können. Die Autorin schneidet in ihrer Geschichte auch das Thema der körperlichen Anziehungskraft zueinander an. Sie verschweigt nicht den Schmerz der Trauer um den Verlust des geliebten Menschen, der niemals ganz vergehen wird. Gleichzeitig zeigt sie einen Weg auf, damit umzugehen und auch die Trauer des neuen Partners zu respektieren, sowie sich gegenseitig zu stützen. Auch das Problem, seine Liebe erneut zu verlieren, wird von ihr thematisiert. In ihrer realistischen Darstellung der Beziehung gibt es nicht nur Verständnis füreinander, sondern auch Auseinandersetzungen.

Das Buch ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art, die zeigt, dass Liebe in jedem Alter möglich ist. Sie ist einfühlsam geschrieben und entbehrt nicht einer gewissen Heiterkeit, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachte, wenn Marguerite und Marcel ihre Wünsche wahr werden ließen. Gerne empfehle ich diesen Roman weiter.

Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Von: Manel Datum : 07.04.2017

athousandpages111.blogspot.de/?m=1

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen.


Am Anfang spürt man aus jeder Zeile die tiefe Traurigkeit, die Marguerite umgibt. Je weiter die Geschichte geht, je mehr spürt man wie Marguerite ihren Lebensmut wiederfindet. Während einem Kuraufenthalt lernt sie Marcel kennen, der ebenfalls verwitwet ist. Die beiden lernen sich allmählich kennen und kommen sich näher. Doch kann man sich in diesem Alter noch einmal verlieben?


Ein rührender Liebesroman, bei dem man so richtig mitfühlen kann. Karine Lambert zeichnet mit ihrem Buch liebenswürdige Charaktere, die man sofort ins Herz schließt und ungern wieder gehen lässt. Die Autorin schreibt dabei in einfacher Sprache, aber so lebendig, dass man versucht ist zu glauben es gäbe sie wirklich – Marcel und Marguerite.


Der Schreibstil von der Autorin gefällt mir sehr, sehr gut! Er ist flüssig, leicht und man fliegt sehr schnell durch die Geschichte und die Seiten. Das Cover ist ja mal ein richtiger Hingucker. Es wirkt sommerlich, mit bunten, hellen, fröhlichen Farben. Die Farben, die Motive - wundervoll und wirklich passend.


Fazit: Eine bewegende Geschichte, geschrieben in einem tollen Schreibstil mit sympathischen Charakteren. Angefangen bei dem zum Titel und Inhalt, passenden Cover bis zu der Geschichte selbst ist es ein gelungenes und stimmiges Ganzes.

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Charlene Datum : 03.04.2017

mylittlebookpalace.weebly.com

Handlung: Die beiden Rentner Marcel und Marguerite lernen sich auf einer Kur kennen und spüren sofort eine Verbindung zueinander. Beide haben erst vor kurzer Zeit ihre Lebensgefährten verloren, Marguerite hatte nie eine wirklich besondere Verbindeung zu ihrem Mann, es war eine arrangierte Ehe. Marcel liebte dagegen seine Frau über alles und ihr Verlust schmertzte ihn sehr. Und trotz dessen das die beiden schon so alt sind, kommen sie zusammen, ganz zum trotz des Sohnes von Marguerite. Doch wahrscheinlich sogar das erste mal in ihren Leben tut sie das was sie will und findet sich selbst und ihren Lebenssinn. Und schließlich hat ihr Alter nichts mehr damit zu tun und beide fühlen sich wieder jung.

Orte: Das Buch spielt im wunderbaren Frankreich, ich war selber schon mehrmals dort und es ist einfach großartig dort, es spielt in den bergen, aber auch am Meer und in Paris. Einfach Perfekt!

Personen: Hier war es mal wieder so das ich beide Protagonisten toll fand, aber andere Nebencharaktere einfach nicht verstehen konnte, aber vielleicht hat die Autorin es darauf abgesehen. Beide Protagonisten haben schon fast ein ganzes Leben hinter sich, mit Leidenschaft und ohne. Ich mochte die Entwicklung von Marguerite, sie entwickelte sich von einer unsicheren Frau zu etwas viel größerem.

Schreibstil: Davon abgesehen das, das Buch nur etwas über 200 Seiten hat, konnte man es echt gut und vor allem auch schnell lesen. Ich war so schnell durch mit dem Buch!

Gestaltung: Das Cover finde ich sehr schön, es hat mich sofort angesprochen, weshalb ich mich auch gleich bei dem Verlag danach erkundigt habe. Es gefällt mir vor allem, weil man nicht sehen kann, ob es nun alte oder junge Leute sind und ich denke das spiegelt auch den Inhalt des Buches wieder. Hier gibt es auf jeden Fall volle Punktzahl.

Geschichte: Also an sich fand ich die Geschichte echt toll, es war eine super gute Grundstory die für mich auch gut umgesetzt wurde. Allerdings habe ich einen Kritikpunkt, ich fand es am Anfang viel zu langweilig, weil sie sich erst nach den 50 Seiten kennenlernen und das Buch hat nur 200. Aber dafür wurde es danach besser und man erfuhr auch mehr über die Personen, an manchen Stellen wurde es zwar auch ein wenig langweilig, aber dafür wurden die guten Stellen besser.

Fazit: Mich hat die Geschichte wirklich interessiert, sie hat einfach eine Bedeutung und ich finde das Zitat von Grégoire Delacourt da oben trifft wirklich zu. Die Grundstory war super und obwohl es an manchen Stellen etwas ziehend und langweilend wurde, waren auch mindestens genauso viele tolle Szenen dabei, die Gestaltung ist klasse und auch die Orte waren fantastisch. Ich fand das Buch wirklich gut, konnte aber leider keine volle Punktzahl geben. 3,5 von 5 Sternen.

Eine witzige und emotionale Geschichte über das Älterwerden und die zweite große Liebe.

Von: Steffinitiv Datum : 28.03.2017

https://zwischendenzeilengelesen.de

Das Buch


Gebunden: 224 Seiten
Verlag: Diana Verlag (erschienen am 6. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3453291911
Alter: Erwachsene

Kurzmeinung:
Eine witzige und emotionale Geschichte über das Älterwerden und die zweite große Liebe.


Klappentext:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?


Mein Fazit
Inhalt:
Maguy, die ihren Mann über alles geliebt hat, aber darüber hinaus vergessen hat, sich selbst zu lieben und sich etwas Gutes zu tun, ist am Boden zerstört, als ihr Ehemann stirbt. Doch sie versucht nun wieder sie selbst zu sein, rebelliert - oder zumindestens sieht das ihr Sohn so, denn der war ganz der Vater: adrett, geschniegelt und kein bisschen wild und frech.
Auch Marcel verliert seine große Liebe, doch er war immer er selbst, konnte sein Leben lang verrückt sein und musste sich nie bzw selten anpassen. Doch nun, woher soll er nun all seine Lebensfreude und die Energie nehmen?!
In einer Kur treffen die beiden doch so unterschiedlichen Charaktere aufeinander und doch merken beide, dass dieses Treffen etwas sehr besonderes ist. Sie kommen sich näher, was jedoch dem Sohn von Maguy nicht wirklich gefällt, er hätte seine Mutter lieber brav zuhause oder noch besser in einer Senioreneinrichtung. Doch wie sollte es auch anders sein, das Leben zu lieben hat keine Altersbeschränkung, weder nach unten, noch nach oben.

Sprache:
Sprachlich war der Roman ein wenig zu sachte, ich finde man hätte die Verrücktheit bzw die Lebenslust von Maguy noch ein wenig bunter ausgestalten können. Das Buch ist zwar recht kurz, dennoch kam ich nur sehr langsam voran mit dem Lesen, was dem Inhalt aber keinen Deut schlechter macht.

Meine Meinung:
Das Buch und die Story gefallen mir gut, die zweite große Liebe und das Älterwerden betreffen uns doch irgendwie alle. Keiner kommt drum herum und die wenigsten sind immer noch mit ihrer ersten Liebe zusammen - geschweige denn verheiratet. Das Buch zeigt auch deutlich, dass man für das Leben nie zu alt sein kann - man muss es nur leben und nehmen, wie es kommt, solange man noch kann. Einen Abzug bekommt das Buch jedoch für die fehlende verrückte Ausgestaltung von Maguy, da hätte man noch mehr Lebenslust zeigen können - auch ein wenig die dann doch einknickende Rebellion gegen ihren Sohn (Altersheim) hat mir auch nicht so gefallen. Dennoch ein schönes Leseerlebnis!
Danke an das Bloggerportal für das Exemplar.

Bewertung
Handlung * * * / 5
Romantik/Spannung * * * * / 5
Charaktere * * * / 5
Schreibstil * * * * / 5
Gesamt * * * / 5

Und jetzt lass und tanzen - bezaubernde Lovestory

Von: Seehase Datum : 27.03.2017

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Marguerite und Henri führen eine unterkühlte Ehe. Er entscheidet alles in ihrem Leben und Seriosität und Ansehen stehen vor Spaß und vor allem vor der Liebe. Trotz allem war Henri eine wichtige Konstante in Marguerites Leben, bis er eines Tages stirbt. Die alte Dame fühlt sich einsam, verlassen und vor allem überfordert. Auf einmal muss sie Dinge selbst regeln und entscheiden. Während einem Kuraufenthalt lernt sie Marcel kennen, der ebenfalls verwitwet ist und immer noch sehr darunter leidet. Die beiden kommen sich näher und zarte Bande der Liebe werden gesponnen. Doch darf man im Alter noch Liebe und Leidenschaft erleben?
Mit dem Roman „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert wage ich mich mal wieder weit über die Grenzen meines Lieblingsgenres „Krimi und Thriller“ hinaus und wurde für meinen kleinen Ausflug mehr als belohnt. Die Begegnung mit der 78jährigen Marguerite hat mich von Beginn an berührt. Ihre bescheidene Art, ihr liebenswertes Wesen, aber auch ihre Unsicherheit und ihre Ängste nach dem Tod ihres Mannes, ich konnte nicht anders, als die alte Dame in mein Herz zu schließen. Auch der etwas jüngere Marcel, dessen Frau nach einem tragischen Unfall ebenfalls verstorben ist, wird von der Autorin als warmherziger und humorvoller Mensch dargestellt, Eigenschaften, die erst wieder zum Vorschein kommen, als er Marguerite kennenlernt. Karine Lambert erzählt mit wunderschöner Sprache die Geschichte einer zweiten Liebe, die auch trotz hohem Alter der ersten Liebe in nichts nach steht. Herzklopfen und Leidenschaft beflügeln und beleben das frischverliebte Paar und vor allem Marguerite darf Gefühle erleben, die sie mit ihrem Mann Henri nie hat erfahren dürfen. Aber auch Ängste, Zweifel und vor allem Verwunderung beherrschen die Gedanken von Henri und Marguerite. Nie hätten sie gedacht, dass sie in ihrem Alter noch zu solch leidenschaftlichen Gefühlen fähig sind. Zwei Menschen im späten Herbst ihres Lebens haben die Liebe und das Glück neu gefunden und entdeckt und es war mir eine Freude, dass ich Marguerite und Henri hierbei begleiten durfte.
„Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist eine zauberhafte und entzückende Liebesgeschichte zweier alter Menschen, die nie auch nur eine Spur ins Kitschige ging. Mich hat das Buch berührt und verzaubert und es war eine Freude es zu lesen. Die Botschaft die es hinterlässt: Lebe und liebe, so lange Du kannst, denn liebevolle und leidenschaftliche Gefühle kennen keine Altersgrenze. Ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen, jede Seite ist es wert, gelesen zu werden!

... über die Liebe im Alter

Von: Carina Datum : 27.03.2017

worte-und-welten.blogspot.de/

Inhaltsbeschreibung:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Pressestimmen:
„Es gibt sie doch, die zweite große Liebe. Karine Lambert erzählt warmherzig vom großen Glück, das zu dem kommt, der es zulässt – klug, nicht kitschig.“ (PETRA)

Meine Meinung:
Die Hauptcharaktere in diesem Buch sind Marguerite und Marcel. Marguerite hat vor kurzem ihren Ehemann Henri verloren, während Marcel um seine große Liebe Nora trauert, welche ebenfalls verstorben ist. Durch Zufall treffen Marguerie und Marcel aufeinander und lernen sich allmählich kennen. Dabei kommen sie sich näher und es drängt sich die Frage auf: Kann man sich in diesem Alter noch einmal verlieben?

Der Roman erzählt die wunderbare Geschichte über die Liebe im Alter und dass sie ohne weiteres möglich ist.
Die Autorin erzählt mit einer Leichtigkeit, dass man ihr die Handlung sofort abkauft und sich gut dort hineinversetzen kann.
Zudem sind die Kapitel recht kurz gehalten, sodass man auch gut immer mal wieder zwischendurch ein paar Seiten lesen kann, auch wenn man gerade nicht so viel Zeit hat. Das hat mir auch gut gefallen.

Den Schreibstil fand ich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit konnte ich mich ganz gut dort hineinfinden.
Die beiden Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch, obwohl sie beide so grundverschieden sind.
Obwohl das Buch mit seinen 224 Seiten recht kurz ist, steckt sehr viel Inhalt darin – und auch viele Emotionen. Es hier zwar nicht – wie bei manch anderen Büchern – der Fall, dass ich Tränen vergießen musste, aber nichtsdestotrotz konne man die Gefühle der Figuren als Leser sehr gut nachempfinden.
Insgesamt ein schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle!

Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

Eine wunderschöne, unkonventionelle Liebesgeschichte

Von: Wolly aus Kempten Datum : 27.03.2017

Karine Lambert gibt in ihrem neuen Roman einen zauberhaften Einblick in die Liebe.
Nein, nicht in die junge Liebe der verunsicherten Teenager, mit den unbekannten Schmetterlingen im Bauch und völlig neuen Erfahrungen, sondern in die Zweite.
Die Liebe, die man nach Jahrzehnten der Ehe und dem Tod des Partners finden kann, wenn man sich traut auch fernab der Jugend auf sie zuzugehen.
Diesen Schritt wagen auch Marcel und Marguerite. Nachdem der Tod ihrer Partner sie aus dem gewohnten Alltag gerissen hat, fühlen sich beide hilflos und ohne Ziel. Doch eine Reise verändert alles. Sie lernen einander kennen und stellen schnell fest, dass sie trotz ihrer Gegensätze viel gemeinsam haben. Doch darf man im hohen Alter noch einmal etwas wagen und sich jemand völlig neuem öffnen?
Karine Lambert sagt ja, ja zur Liebe unabhänig von Alter und Konventionen. Auf sanfte Weise erzählt sie liebevoll, dass man sich auch mit der Reife des Lebens fühlen kann wie ein junges Mädchen. Aufgeregt, aber auch voller Zweifel, freudig und fragend zugleich. Mit wechselnden Perspektiven erlebt man die Gefühle der Protagonisten hautnah und besonders die kleinen Dinge gehen zu Herzen. Iris Berben als Sprecherin unterstreicht unaufgeregt, aber mit viel Gefühl den Roman mit ihrer Stimme und zeigt eindrucksvoll, dass sie genau die richtige Wahl für diese Geschichte ist. Und diese Geschichte geht wahrlich nah, werden wir doch alle älter und möchten unsere letzten Jahre nicht einsam verbringen. So freut sich der Leser mit der schüternen Marguerite und wünscht sich selbst einen lebensfrohen, kreativen Marcel an seiner Seite. Man bangt mit ihnen und hofft, dass noch viele Jahre bleiben um das Glück auszukosten. Denn für die Liebe ist es nie zu spät.

Auch im Alter darf man lieben

Von: Nickis Lesewelt Datum : 26.03.2017

nickislesewelt.blogspot.de

Die französische Autorin Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun erstmals auf Deutsch.

Die Witwe Marguerite hat ihren langjährigen Lebenspartner Henri verloren, der mehr konservativ und eher zu steifen und aufgesetzten Verhalten neigte. Er war quasi ihr Vormund sie braucht wieder einen Sinn im Leben. Auf einer Kur lernte sie dann Marcel kennen.
Marcel, ebenfalls Witwer, liebt den Sternenhimmel und macht eher widerwillige eine Kur. Doch bei seinem Aufenthalt hilft im Marguerite erstmals seine geliebte und tote Frau zu vergessen.

Der Roman wird in der dritte Person erzählt. Die Szenenwechseln geschehen mit jedem Kapitel und einmal wird aus Perspektive von Marguerite und dann auch Sicht von Marcel erzählt. Dadurch erhält man schnell Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten und die tragischen Umstände ihres Daseins.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt meiner Meinung nach sehr gut. Die Autorin schafft es auf fließend emotionale Weise den Leser zu fassen. Durch starke Metaphern und lockere Dialoge ist man sofort in der Erzählung drinnen.

Bis zum Ende hin ist das Buch sehr schön und authentisch verfasst und Geschichte plätschert förmlich dahin. In meinen Augen flacht der Spannungsbogen gegen Ende hin etwas ab, doch hier ist nicht das Abenteuer im Vordergrund sondern die Gefühle.

Darüber hinaus trifft die Autorin mit ihrer Geschichte einen Nerv, der in der heutigen Zeit leider noch verpönt wird, denn auch im Alter kann man sich nochmals neue verlieben und die letzten Jahre seinen Lebens in vollen Zügen zu genießen.

Weiters kann man sich mit den beiden Protagonisten schnell identifizieren. Sie werden authentisch beschrieben, ihre Handlungen sind nachvollziebar, die Gedanken regen zum selbständigen Nachdenken an und die Geschichte geht einfach ans Herz.

Fazit:
Und jetzt lass uns tanzen ist eine schöne und ergreifende Liebesgeschichte für gemütliche Stunden, in dem nicht nur das Herz sondern auch die Seele einen Platz findet.
Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der auf die Liebe schwört und findet, dass es sich lohnt, darum zu kämpfen - auch im hohen Alter.

Und jetzt lass uns tanzen erhält von mir 4 von 5 Sternen.

(Ein Dank an den Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar.)

Wundervoll, bewegend und berührend

Von: Vanessas Bücherecke Datum : 25.03.2017

vanessasbuecherecke.wordpress.com

Klappentext:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Meinung:
Die 78-jährige Marguerite hat gerade ihren Mann, einen erfolgreichen Notar, zu Grabe getragen und befindet sich nun in einer für sie sehr verstörenden Situation. Denn zum ersten Mal ist sie auf sich selber angewiesen und keiner gibt ihr mehr Vorschriften, wie sie was zu machen hat. Marguerite fühlt sich überfordert und ist einsam, ihr Sohn keine große Hilfe, denn dieser reagiert übervorsichtig und bevormundend. Marguerite reist zur Erholung in eine Thermal-Kur, wo sie den 72-jährigen Witwer Marcel kennen lernt. Dieser trauert um seine geliebte Frau und hadert mit dem Verlust. Trotzdem fühlt er sich direkt zu Marguerite hingezogen. Auch sie kann sich seinem Wesen nicht entziehen und beide lernen sich besser kennen. Doch im Leben verläuft nicht immer alles nach Plan und so stellt sich die Frage, ob man sich in ihrem Alter wirklich noch verlieben kann und wie die Kinder reagieren werden.
Dieser Roman hat nicht lange gebraucht, um sich in mein Herz zu schleichen. Marguerites Leben hat mich bewegt, ihre Figur tief berührt und ich habe mir so gewünscht, dass sie im Buch ihren Mut finden wird, für sich und ihr Leben einzustehen. Auch Marcel mochte ich unheimlich gerne und sein Verlust und seine Geschichte haben mich sehr bewegt. Karine Lambert hat hier wundervolle Protagonisten geschaffen.
Auch der Handlungsverlauf sagte mir sehr zu, war zwar etwas vorhersehbar, aber dafür wunderschön erzählt. Die Übersetzung stammt von Pauline Kurbasik. Leicht melancholisch, fast schon poetisch, erzählt hier Karine Lambert eine Geschichte über Verlust, Tod, Lebensmut und Neufindung. Gerade die alltäglichen Hürden, vor denen die Protagonisten stehen, machen den Roman so authentisch und berührend. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, denn irgendwann werden wir selber mal in dieser Situation stehen.

Fazit:
Und jetzt lass uns tanzen hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Zwar ließ sich der Handlungsverlauf ein wenig vorhersehen, trotzdem hat das dem Erzählsog keinen Abbruch getan. Klug und berührend konstruiert, regt Karine Lambert ihre Leser zum Nachdenken an und erzählt hier eine bittersüße Liebesgeschichte.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkt.
Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension | "Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert

Von: Julia | Archive of Longings Datum : 19.03.2017

www.archive-of-longings.blogspot.de

"Und jetzt lass uns tanzen" ist ein Buch, das mich schon direkt und von Anfang an überrascht hat. Der Klappentext spricht zwar von langjänhrigen Ehepartnern, doch trotzdem hätte ich die beiden Hauptprotagonisten eher um die 50 geschätzt, als um die 70. Natürlich habe ich mich dann auf eine komplett andere Geschichte und eine andere Sicht einstellen müssen, was mich allerdings nicht wirklich gestört hat. Ich wusste schließlich, dass mich da ein tolles Buch erwartet ;)

Womit ich ebenfalls nicht gerechnet habe, ist der Pageturner-Effekt, der dieses Buch bei mir ausgelöst hat. Zugegeben habe ich in der letzten Woche nicht allzu viel gelesen und daher 2 1/2 Tage für das kurze Buch gebraucht, aber die Charaktere, der Plot und der Schreibstil haben mich vollständig eingenommen. Die Geschichte an sich ist wunderschön erzählt und hat in mir sehr unterschiedliche Gefühle ausgelöst. Die ersten paar Seiten, die den Tod der beiden Ehepartner aufarbeiten, fand ich sehr traurig, denn ich habe den Schmerz der beiden Hauptprotagonisten durch das Buch hindurch eindeutig wahrgenommen. Ich habe sehr mit beiden mitgelitten, obwohl der eine ein wenig besser damit umgehen konnte, während es den anderen sehr lange zu beschäftigen scheint. Aber ich habe auch viel geschmunzelt und mich für beide sehr gefreut, als sie sich kennenlernen und fast sofort aneinander Interesse bekunden.

Maguy und Marcel mochte ich beide ab der ersten Seite. Sie sind zwei typische alte Menschen: klagen über ihre Wehwehchen, sitzen dauernd beim Arzt, reden mit fremden Leuten zuerst über ihre Kinder und fragen sich, was sie mit ihrem Leben noch anfangen können. Aber gerade deshalb sind mir beide ans Herz gewachsen, gerade deshalb haben mir beide so gut gefallen; auch in ihrem Umgang miteinander. Maguy hat mich sehr an meine eigene Oma erinnert, weshalb ich mich sofort mit ihr verbunden gefühlt habe.

Während ich ohne Probleme warm mit den beiden Hauptfiguren wurde, gab es noch andere Charaktere, beispielsweise die Kinder von Maguy und Marcel, die mir überhaupt nicht gefallen haben und deren (anfängliche) Missgunst und Abneigung für mich auch völlig fehl am Platz waren. Klar, beide Familien trauern noch um das verlorene Familienmitglied und man möchte sein verbliebenes Elternteil so "kurz" nach dem Tod des Ehepartners nicht unbedingt mit einem neuen Menschen zusammen sehen, doch Marcel und Maguy sind sehr glücklich miteinander und tun sich gut. Sie passen auf einander auf und geben sich gegenseitig einen Sinn.

Der Schreibstil der Autorin ist meiner Meinung nach etwas anspruchsvoll. Er lässt sich zwar leicht lesen, ohne große Stolpersteine, aber die Wortwahl und die verschiedenen Metaphern sowie Vergleiche waren schon sehr poetisch, tiefsinnig und eindrucksvoll. Ich habe mir mehrere Zitate notiert, die mich nicht losgelassen haben. Dadurch hat mich die Geschichte nur noch mehr berührt und nachdenklich zurückgelassen – vor allem das Ende. Schließlich bekommt man im Leben nicht ständig eine zweite Chance.

Auch das Cover verdient großes Lob. Die Gestaltung hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und zusammen mit dem Klappentext und dem Titel des Buches hat mich die äußere Optik und das "oberflächliche" Paket direkt überzeugt; ein Buch, das alleine deswegen sicher schon in Erinnerung bleibt.

Fazit
"Und jetzt lass uns tanzen" ist ein wunder-, wunderschönes Buch, das nicht nur "Ja" zum Leben und zur Liebe sagt, sondern auch zeigt, wie wertvoll letzteres ist; dass es niemals zu spät ist und dass sich uns auch im hohen Alter Chancen bieten, die man ergreifen sollte. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen; ein paar mehr Seiten hätte ich mir jedoch gewünscht, um die Beziehung von Maguy und Marcel noch reifen zu sehen.

"Der ersten und der letzten Liebe..."

Von: Caras Bücherwahn Datum : 18.03.2017

carasbuecherwahn.blogspot.de/

"Der ersten und der letzten Liebe..."

Titel: Und jetzt lass und tanzen
Autorin: Karine Lambert
Genre: Roman
ISBN: 978-3-453-29191-1
Erschienen: 06.03.2017

Klappentext:

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf das Buch, vor allem, weil ich finde, dass 18€ (HC) für 224 Seiten doch recht viel ist,
aber die Kurzbeschreibung hat mich einfach überzeugt. Der Anfang ist traurig, da man dort erstmal in die Situation geworfen wird einen geliebten Menschen zu verlieren. Es wird schön und bewegend geschildert, wie die beiden Hauptfiguren mit dem Verlust umgehen und vor welche Problemen sie durch diesen geraten. Sie treffen sich dann zufällig bei einer Kur und es entwickelt sich eine unglaublich süße und liebenswerte Geschichte um sie herum - voller Zweifel und voller Sehnsucht. Mir hat besonders gut gefallen, wie die Kinder sich um ihre Eltern sorgen, da diese sich plötzlich wieder verhalten wie Teenager. Dabei hat mich Marguerites Sohn besonders fasziniert, weil er seine mutter komplett kontrollieren möchte und es einfach toll war, wie sie sich nach und nach davon befreit. Das Buch hätte von mir aus auch gerne länger sein können, da man es - wenn man dabei bleibt - locker in drei vier Stunden durch lesen kann. Aber trotz dieser Kürze bleibt es noch lange im Gedächtnis und klingt in einem nach. Man fängt an sich zu fragen wo man selber ist, wenn man 70 - 80 - 90 ist und ob man überhaupt noch "ist". Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen!

Rezension: „Und jetzt lass uns tanzen“

Von: Unendliche Geschichte Datum : 18.03.2017

unendlichegeschichte2017.blogspot.de/

Inhalt
Nach 55 Jahren Ehe als Notarsgattin verliert Marguerite ihren Ehemann Henri. Marcels 68-jährige Ehefrau Nora, die Liebe seines Lebens, stirbt bei einem tragischen Unfall.
Als beide glauben, aus dem tiefen Loch der Trauer und der Einsamkeit nicht mehr entkommen zu können, treffen sie sich zufällig bei einer Kur in den Pyrenäen, die Marguerite von ihrem Arzt verschrieben und Marcel von seiner Tochter geschenkt bekommen hat.
Die beiden erkennen, dass es zwischen ihnen eine ganz besondere Verbindung gibt und dass der jeweils Andere Gefühle in ihnen hervorruft, die weder Marguerite noch Marcel für möglich gehalten hätte.
Doch es fällt ihnen nicht ganz leicht, ihr Leben noch einmal in die Hände einer unbekannten Person zu legen.
Außerdem halten ihre Kinder die Beziehung für eine Folge des schwindenden geistigen Urteilsvermögens und versuchen sie zur „Vernunft“ zu bringen.

Meine Meinung
„Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist anders als die Bücher, die ich normalerweise lese und hat mich trotzdem unglaublich berührt.

Das Cover ist sehr stimmig und vor allem zum Inhalt passend gestaltet.

In den ersten Kapiteln des Buches werden die Lebensgeschichten von Marguerite und von Marcel erzählt. Die beiden Charaktere sind einem schnell vertraut und ans Herz gewachsen.
Ihre Trauer und ihre Einsamkeit machen nachdenklich und betroffen. Man kann ihren Verlust mitfühlen, ihren verlorenen Lebensmut nachvollziehen.

Das Zusammentreffen der beide ist wie ein großes Aufatmen. Licht im Dunkel.
Die sich daraufhin aufbauende Beziehung wird liebevoll und besonders, aber nie realitätsfern dargestellt. Das Alter ist stets ein Thema, doch nie ein Hindernis.

Sehr rührend wird, besonders durch Marcel, gezeigt, dass die Liebe und die Beziehung zum verstorbenen Ehepartner nicht unter der neuen Liebe leiden muss. Das Vermissen und vor allem die Erinnerungen bleiben. Trotzdem wird deutlich, dass das Leben bis zum eigenen Tod nicht nur aus Trauer bestehen muss. Lachen ist erlaubt, Lieben ist erlaubt.

Die Kinder von Marguerite und Marcel, besonders Marguerites Sohn Frédéric, können die Beziehung nicht verstehen, schreiben sie als „senile Dummheit" ab. Ihr Gefühlschaos aus Solidarität zum verstorbenen Elternteil, Sorge um den verbliebenen Elternteil und Ärger über den Ausbruch aus der Normalität wird nachvollziehbar dargestellt.

Die Geschichte von Marguerite und Marcel ist eine bewegende Geschichte über das Altsein, über Verlust und über Einsamkeit. Eine Geschichte über die Kraft, trotzdem weiterzumachen und über den Mut, noch einmal zu lieben.

Die Geschichte ist kurzweilig. Das Ende ist befriedigend und rührend, aber enthält trotzdem die nötige Prise Realität.

Die Sprache ist sehr leicht und angenehm zu lesen.

Fazit
Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es nähert sich auf respektvolle Art und Weise einem schwierigen Thema und lässt einen Blick aus verschiedenen Perspektiven zu. Jung und Alt kann aus der Geschichte von Marguerite und Marcel etwas mitnehmen!

Ich danke dem DIANA-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Rezension zu Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Von: Emily Datum : 17.03.2017

wunderbarimnorden.blogspot.de/

Am Anfang machten mir die französischen Namen und Begriffe etwas Probleme. Ich brauchte etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen. Aber dann machte das Lesen auch wieder viel Spaß. Wenn man das bei der Thematik so nennen kann.
Denn eigentlich ist das Buch einfach nur traurig. Natürlich gibt es schöne Momente zwischendurch, aber die Grundstimmung ist wirklich traurig.
Am Anfang habe ich gedacht, Marcel und Marguerite könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch wenn ich sagen muss, dass dieser Tag und Nacht Vergleich im Buch für mich nicht so richtig rüber kommt, der ja in der Info erwähnt wird vom Verlag. Aber schnell stellt man als Leser fest, dass die beiden gar nicht so unterschiedlich sind. Marguerite war nur sehr lange Zeit nicht sie selbst.
Diese Buch auf wirklich wunderbare weise, dass in der Liebe nichts unmöglich ist und jeder ein Recht auf Selbstbestimmung hat, auch wenn man schon Älter ist und vielleicht genau dann. Ebenso zeigt aber auch auf, dass man sein Leben nicht vergeuden sollte und versuche sollte, immer sich selbst treu zu bleiben. Aber es ist nie zu spät, solange man noch lebt.

Ich vergebe 5 Sterne für dieses tolle berührende Buch.