Leserstimmen zu
Drei Meter unter Null

Marina Heib

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Drei Meter unter Null ist ein Thriller, bei dem wir durch die Augen einer Mörderin erfahren wie sie zu dem wurde was sie ist und was sie antreibt. Klappentext: Ich suche. Ich finde. Ich töte. Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie. Rezension: Der Klappentext lässt schon vermuten, dass wir der Mörderin in diesem Buch sehr nah sein werden und so ist es auch kein Wunder, dass sie uns ihre Geschichte selbst erzählt, in Form der Ich-Perspektive. Hierbei hat mir besonders gut gefallen, dass die Geschichte einen extrem erzählenden Charakter hat, da die Protagonistin fast alles selbst wiedergibt und sich zum Beispiel kaum wörtliche Rede findet. Diese erste Begeisterung für die Erzählweise flachte aber schnell ab. Denn die Story ist von Beginn an sehr wirr und schlecht nachvollziehbar. Wobei es eigentlich weniger die Story ist, als die Protagonistin. Schnell wird klar sie ist anders. Scheinbar überdurchschnittlich intelligent (lässt zumindest ihre Karriere vermuten), war sie schon als Kind immer der außenstehende Sonderling, sodass sie sich selbst als einsamen Wolf betrachtet, der auf die Jagd geht. „Kind“ ist hier ein gutes Stichwort, denn es gibt immer wieder Rückblenden in ihre Kindheit. Am Ende haben die keinen wirklichen Zusammenhang zum Schluss, aber um mal meine liebe Mitleserin Yvonne zu zitieren: „Wenigstens war die Autorin konsequent“. Inwiefern konsequent? Nunja, zum einen was die Verwirrung angeht, denn solche Punkte wie das mit der Kindheit, wo man sich denkt „Okay gut, aber was hat das mit dem Rest zu tun?“ gab es massig. Zum anderen hat die Autorin wohl einen Hang zum übertreiben: vielleicht erinnert ihr Euch an die Formulierung aus dem Klappentext, dem „nebligen Donnerstag im November“? Tja genau diese Worte finden sich im Buch gefühlte hundert mal. Dadurch ist zwar klar, dass dieser Tag die entscheidende Wendung im Leben der Protagonistin war, etwas übertrieben ist es aber dennoch. Genauso auch ihre Wandlung von einer „normalen“ (normal war sie laut eigener Aussage ja eigentlich nie) Frau hin zu der Mörderin die nach Rache sinnt… Da mietete sie dann kurzerhand eine verlassene Hütte in Litauen und hat sich von einem Supermann-ähnlichen Kampfsportprofi in täglichen 12-Stunden-Trainings zu Wonderwoman ausbilden lassen… wie gesagt, alles sehr überspitzt, aber immerhin konsequent. Das hört sich bis jetzt dann wohl alles eher negativ an – ist es auch… ABER: Mit dem Ende reißt die Autorin es dann doch noch einmal raus, baut sie hier eine Wendung ein, die ich nicht habe kommen sehen. Dadurch wurde auf den letzten Seiten die Spannung noch einmal enorm gehoben und ich wollte auch tatsächlich wissen wie es weiter geht und endet. Letztendlich hat der Schluss das Buch vor dem Flop-Status gerettet und für mich immerhin soweit aufgewertet, dass ich es als durchschnittlich bezeichnen würde. Bei gerade einmal 260 Seiten, kann man es ruhig mal lesen. Man verpasst aber auch kein Meisterwerk, sollte man es lassen. Eckdaten: Autor: Marina Heib Verlag: Heyne Preis: 14,99 € – Gebundene Ausgabe Seitenzahl: 256 ISBN: 978-3453271111 Weitere Formate: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

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Meinung: Wie soll ich sagen....also wir haben in der Gruppe keine Luftsprünge vor Begeisterung gemacht, aber die drastische Wendung am Ende hat das Buch von einem Flop zumindest zu einer guten Unterhaltung befördert. Da das Buch auch nicht sonderlich dick ist, dürfte das eine angemessene Wertung sein, schließlich "langweilt" man sich nur knapp 200 Seiten lang. Okay, okay, das ist übertrieben, aber ihr kennt mich ja inzwischen ein bisschen und dürftet wissen, wie ich es meine. Ich weiß nicht, ob es das Buch ist, das speziell ist oder die Autorin selbst. Den Schreibstil fand ich richtig toll. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin, deren Namen ich natürlich wieder vergessen habe, erzählt. Auf direkte Rede wird weitestgehend verzichtet. Ein paar Stellen hab ich scheinbar verschlafen - danke an die Mädels, dass ihr mir beim Auffrischen der Fakten immer wieder geholfen habt - und andere habe ich verschlungen. Ich könnte fast sagen, dass mich ihre Art auf die eine oder andere Weise hypnotisiert hat. Was soll ich zur Protagonistin sagen?! Hm, also im Prinzip ist diese wohl überdurchschnittlich intelligent, wenn man ihren "Lebenslauf" liest, der immer wieder ins Buch einfließt, und wird dann im Laufe der Geschichte von Superman zu Wonderwoman trainiert. Sich selbst bezeichnet sie eher als den einsamen Wolf auf der Jagd. Es machte den Eindruck, als wolle die Autorin es absichtlich dermaßen überspitzt darstellen, denn das hat sie auch konsequent durchgezogen, vor allem wenn man die Schlussszene bedenkt - oder gar den Titel des Buches. Wird einem nämlich klar, was es bedeutet, dann denkt man sich einfach nur, dass man das so im Leben nie von sich geben würde. Abgesehen von der Hauptprotagonistin, gibt es noch ein paar andere Menschen, die eine Rolle spielen - sofern sie denn lange genug leben. Von daher kann ich schwer sagen, ob sie jetzt sympatisch sind oder nicht. Wobei man von den Eltern schnell einen falschen Eindruck bekommen könnte. Zumindest unter dem Aspekt, dass das Buch in den 90ern spielt, denn zu dieser Zeit gab es noch nicht so den Trend zur antiautoritären Erziehung, aber irgendjemand muss ja den Anfang machen. Das Buch behandelt das Thema Rache und laut Klappentext soll es um's Morden gehen, aber dennoch ist es weder blutrünstig noch übermäßig brutal. Es spielt sich mehr im Kopf ab - oder in der Vergangenheit, welche man aber zu Anfang gar nicht kennt. Der Leser erfährt erst sukzessive, was die Frau antreibt und sie zu ihrem Handeln "zwingt". Da ich ja zu den Lesern gehöre, die lieber auf ein Happy End verzichten, als auf die Antwort nach dem "warum", hat mich dies auch wohl am meisten dazu bewegt, dass Buch immer weiter lesen zu wollen. Jetzt muss ich wirklich überlegen, wie ich das hier noch sinnvoll unterbringe, aber mir fällt nicht ein wie. Also frei raus: Es gab außerdem Szenen, welche stellenweise mit der Protagonistin zu tun haben, aber mehr aus Erzählungen rühren, die wirklich in Mark und Bein gingen. In wenigen Augenblicken schaffte es die Autorin eine Szenerie einzubauen, die man sich kaum vorstellen kann. Wären ähnliche Fälle nicht schon in den Medien präsent gewesen, hätte ich mir vermutlich an den Kopf gelangt und mir meinen Teil gedacht, aber in diesem Fall schauderte es mich nur noch mehr. Fazit: Überspitze Darstellung der Charaktere, leicht überdreht und verquert - nette Unterhaltung! PS: Der "Rhein-Neckar-Kreis" hat eigentlich nichts mit dem Main zu tun. Man könnte sich vielleicht noch anmaßen, den Odenwald mit reinzupacken, da es auch den "Neckar-Odenwald-Kreis" gibt, aber daraus einen "Rhein-Neckar-Main-Kreis" zu machen, ist schon hart. Nur mal so als Anmerkung einer ortsansässigen Person - keine 10 km von Heidelberg weg, wo die Szene mit genau dieser "Aussage" zu finden ist.

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Meinung: Normalerweise gehören Thriller nicht zu meiner Wahl an Bücher aber diesmal entschied ich mich für einen. Bis zur Mitte des Buches war die Handlung sehr langweilig. Ich verlor öfter das Interesse daran und wunderte mich ob Mobbing in der Kindheit wirklich schuld an den folgenden Morden haben konnte. Bei der Mitte angelangt begann der Inhalt einen Sinn zu machen und im Buch fand eine 180° Wendung statt, die dazu führte dass das Buch anfing interessant zu werden. Man bekam mehr Lust weiter zu lesen und heraus zu finden, aus welchen Gründen die Morde tatsächlich statt fanden. Bestimmte Textstellen empfand ich als nicht interessant und überflog diese. Der Schreibstil war in Ordnung . Recht nah am Ende wurde ein Geheimnis gelöst das das ganze vorherige auflöst und der Geschichte schließlich einen Sinn gibt. Fazit: Alles in allem ist das Buch eher langweilig und erfordert eher viel Geduld bis es schließlich spannend wird. Wer diese Geduld aufbringen kann wird wahrscheinlich ebenfalls Interesse am Buch finden. Auf jeden Fall kann man dem Thriller eine Chance geben ,denn letztendlich ist es eine sehr interessante Geschichte, welche leider viel zu langsam Lauf und Spannung annimmt. Dank: Zudem möchte ich mich natürlich bei dem Heyne Verlag , sowie der Verlagsgruppe Randomhouse bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar freundlicherweise zugeschickt haben. Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen für die Möglichkeit dieses interessante Werk rezensieren zu dürfen und für tolle Zusammenarbeit.

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Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive und bis zum Schluss erfahren wir keinen konkreten Namen. Unsere weibliche Protagonistin ist 34 Jahre alt, arbeitet als in einem international IT-Unternehmen als Beraterin. Finanziell hat sie ausgesorgt und auch zu ihren Eltern pflegt sie ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis. Doch in ihr, in ihr drin, da wo es niemand anderes sieht außer sie selbst, sieht es ganz anders aus. Schon als kleines Kind hat sie starke Aggressionen und verliert häufiger die Fassung. Das äußert sich so, dass sie andere Kinder verprügelt oder auch mal von Klippen schubst. Das sie nicht normal ist merkt sie schnell, allerdings versteckt sie sich hinter einer Fassade, einer Fassade des verspielten und verträumten Kindes, dass gerne Pippi Langstrumpf sein möchte oder Winnetou. Bis kurz vor ihrem 34 Geburtstag im November schafft es unsere Protagonistin fast, ihre Dämonen zu zähmen. Doch dann eröffnen ihr ihre Eltern eine unfassbare Wahrheit, die alle alten Wunden wieder aufreißen und ihre Dämonen entfesseln. Es beginnt eine Jagd, die der Hörer schon fast traumatisiert miterlebt. Unsere Protagonistin ist ein psychisch instabiler Mensch, der ein hohes Agressionspotential hat. Schnell bekommt man eine Ahnung, was ihr in der Vergangenheit passiert sein könnte - das wirkliche Verbrechen wird aber mit so einem knall eingeleitet, damit hab ich im Leben nicht gerechnet. Hier werden schlimme Themen und ihre Opfer thematisiert. Für mich an vielen Stellen schon weit über die Schmerzgrenze, aber wer es brutal und pervers mag, ist hier richtig. Unsere Vorleserin Anna Thalbach liest sehr prägnant und schräg, was dem Hörerlebnis noch mal einen kleinen Push ins Verrückte gibt. Zu der Protagonistin hat sie super gepasst!

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Kurzbeschreibung: Sie tötet, um zu leben. Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Der Weg der Gewalt ist nicht grundlos. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Der Tag, an dem sie eine Mörderin wird. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie. Sprecherin Anna Thalbach blickt in die Abgründe der menschlichen Seele. Meinung: Ich habe schon viel Gutes von diesem Thriller gehört, vor allem, dass er ungewöhnlich ist und das hat sich auch bestätigt. Ungewöhnlich, aber über weite Strecken wirklich nicht einfach. Der Einstieg ist mir ziemlich schwer gefallen, da die Geschichte die erste Hälfte nur total verwirrend und undurchsichtig ist und zusätzlich gibt es Sprünge in der Zeit. Zum einen erzählt die Protagonistin sehr ausschweifend und viel zu detailliert von ihrer Vergangenheit und dann gibt es die Ereignisse in der Gegenwart, in denen die Erzählungen kühl, abgehakt und total wirr werden. Die Protagonistin bringt die Männer auf brutale Weise um, aber man hat keine Idee, weshalb sie das macht und was der Sinn dahinter ist. Das Gute daran ist, dass der Sinn des Ganzen nach und nach erklärt wird und diese Entwicklung total schockiert und für vieles entschädigt, jedoch nicht für alles. Denn die Autorin beginnt meiner Meinung nach etwas zu spät damit, den Sinn zu offenbaren. Die ersten Erklärungen und Wendungen gibt es ca. in der Mitte, wirklich Atem beraubend, schockierend und überzeugend wird es jedoch erst am Ende der Geschichte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber schon ein gewisses Bild zur Protagonistin entwickelt, dass sich trotz der Wendung und des plötzlich Verständnisses für ihre Taten nicht mehr ganz bereinigen lassen kann. Dafür hätten die Erklärungen und die psychischen Auswirkungen des Ganzen doch ein bisschen eher erfolgen müssen. So hat sich die Autorin komplett auf ihre Schockmomente verlassen, die auch dahingehend funktionieren, dass man am Ende total überwältigt und überfahren ist, aber um für die langatmige und verwirrende erste Hälfte komplett zu entschädigen hat es bei mir nicht ganz gereicht. Erzählt wird das Hörbuch von Anna Thalbach und komplett aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Anna Thalbach setzt die Figur der scheinbar verrückten, getriebenen Frau ziemlich gut um und ihre Stimme wirkt authentisch zu der Handlung. Wenn die Protagonistin sich in ihren wirren Gedanken und grausamen Taten voll und ganz verliert, klingt auch Anna Thalbachs Stimme verrückt und abgehoben, genau wie es sein soll. Manchmal war es mir hier auch, genau wie bei der Handlung selbst, schon fast ein bisschen zu viel. Am Ende, wenn alles einen Sinn ergibt, werden auch die Gedanken ruhiger, normaler und emotionaler, was der Geschichte wirklich gut tut und wegen mir auch gerne schon eher hätte eintreten können. Fazit: Marina Heib erzählt eine schockierende Geschichte auf ungewöhnliche Art und Weise. Sie verzichtet nicht nur auf Ermittlungen jeglicher Art, sondern wirft den Leser mitten in eine grausame Mordserie, ohne die Hintergründe bekannt zu geben. Diese kommen erst nach der Hälfte dazu und wirklich aufgedeckt wird alles erst am Ende. Dabei sind die Erzählungen ziemlich wirr und schwierig und man braucht wirklich Durchhaltevermögen. Aber die schockierende Auflösung am Ende entlohnt für vieles, wenn auch nicht für alles. Schlussendlich vergebe ich trotz der langen Durststrecke noch gute 3,5 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung für alle, die einen etwas anderen Thriller mit totalem Schockmoment am Ende erleben wollen.

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Das Hörbuch machte von Anfang an einen eher düsteren Eindruck, trotzdem hat es irgendwie mein Interesse geweckt. Woran das lag kann ich nicht mehr genau sagen, vielleicht wollte ich einfach mal wieder etwas „unheimliches“ hören – auf jeden Fall einen guten Krimi. Leider bin ich enttäuscht worden, denn das Buch ist erschreckend düster und bedrohlich und da ändert auch die „schöne“ Sprache nichts daran, eher im Gegenteil. Für mich passte beides nicht richtig zusammen. Insgesamt ist mir die Hauptperson weder sympathisch noch authentisch. Vielleicht wollte ich mich einfach nicht auf ihre Gedanken einlassen. Daher kann ich das Hörbuch auch nicht wirklich weiter empfehlen,

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Allgemeines Titel: Drei Meter unter Null Autorin: Marina Heib Verlag: Heyne Encore Genre: Thriller ISBN: 978-3-453-27111-1 Seiten: 249 Preis: 19,99€ Buch kaufen Klappentext "Ich will nicht mehr normal sein. Ich habe es viel zu lange versucht. Jetzt schlage ich zurück. Ich werde ihnen wehtun. Sie müssen bestraft werden. Für das, was sie getan haben. Für all das, was ich nicht mehr empfinden kann. Für das Leben, das sie mir gestohlen haben. Dafür werde ich ihnen das ihre nehmen. Ich suche. Ich finde. Ich töte." Cover Das Cover ist wirklich schön. Dunkel und auf den Stufen sind kleine Lichtreflexionen. Düster und passend für einen Thriller. Es hat auch ganz ziemlich angenehmen Material und lässt sich toll anfassen. Wirklich ansprechend gestaltet. Schreibstil Mit dem Schreibstil bin ich nicht gut klar gekommen. Es war teilweise viel zu langweilig und langatmig geschrieben. An manchen Stellen gab es so unnötige Erzählungen und Aufzählungen, dass es viel zu einfach war, mit den Gedanken abzuschweifen. Immerwieder wurden irgendwelche Fremdwörter benutzt, mit denen ich nichts anfangen konnte. Ich möchte bei einem Buch keinen Duden daneben liegen haben, um es verstehen zu können. Das hat mir wirklich das Interesse genommen, dass Buch weiter zu lesen. Charaktere Die namenlose Portagonistin war mir den Großteil des Buch hinweg unsympathisch. Ihre Träume und Wünsche als Kind waren ja noch ganz süß. Aber als Erwachsene Frau schien sie mir aber so stur und unvernünftig. Natürlich, sie hatte eine schreckliche Kindheit, wuchs dann aber in einer liebevollen Umgebung auf, wurde verwöhnt. Zum Glück hat sich gegen Ende dieses Verhalten erklärt. Die Charaktere hatten allgemein wenig Tiefe. Niemand wurde einem wirklich näher gebracht. Sie wurden nur ins Geschehen geworfen, aber um eine stärkere Bindung aufbauen zu können und sie weniger unsympathisch wirken zu lassen, hätten sie mehr Charakter gebraucht. Meine Meinung (Spoilerwarnung) Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Da ich einiges Gutes darüber gehört hatte, waren die Erwartung natürlich hoch, aber sie konnten nicht erfüllt werden. Die Idee ansich ist wirklich interessant und gut. Auch dass man aus dem Blickwinkel der Mörderin alles gesehen hat, war faszinierend und hat gute Einblicke in die Gedankenwelt gegeben. Die Kapitel waren mir eindeutig zu lang und oft zu weit ausgeschmückt. Es wirkte oft erzwungen und nicht interessant oder relevant für die Story. Die Kapitel sprangen immer zwischen ihrer Kindheit und dem Jetzt hin und her. Gerade manche Sachen aus der Kindheit hätten wirklich rausgelassen werden können, doch gerade diese Stellen wurden weitläufig ausgeschmückt. Gegen Ende erfährt man auch, warum so viel Wert auf die Kindheit gelegt wurde und warum sie immer zwischen diesem glücklichen, verträumten und einem gewaltätigen Kind schwankt. Am Ende konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen und sie verstehen. Die Schilderungen, wie es damals zu ihrer Geburt kam, die Umstände haben mich dann wirklich mitgenommen. An dieser Stelle war der Tiefgang wirklich nötig und auch angebracht. Man hat mehr erfahren und es wurde schlüssiger. Ich war froh zu erfahren, warum sie gerade diese Männer ausgewählt hatte. Es wirkte erst so zufällig ausgegriffen und lies sie wie eine Psychopathin wirken, doch am Ende war es wirklich schlüssig. Das Ende hat mich überrascht. Dass der Vater ein Teil dieser Gruppe war, die ihre Mutter entführt und vergewaltigt hat, hätte ich gar nicht erwartet. Ihre Handlung danach fand ich jedoch wieder etwas merkwürdig. Sie hat es erfahren, tötet ihren Vater aber nicht. Sie geht einfach, hat ihre Dämonen besiegt und lebt nun ganz normal weiter vor sich hin, fast als wäre nichts gewesen. Wenigstens wurde Bezug zum Titel hergestellt. Man erfährt, dass das Verließ, wo die Mutter gefangen wurde, drei Meter unter Null lag. Ein sinnvoller und schlüssiger Titel, der seine Erklärung im Buch findet. Leider fehlt mit in diesem Buch an vielen Stellen die Spannung. Szenen die etwas mehr Tiefgang benötigt hätte, haben diesen nicht bekommen. Andere Stellen wurden zu weit ausgeschmückt. Der Schreibstil war allgemein ziemlich langweilig, nur gegen Ende wurde es wirklich spannender. Die Idee hinter dem Buch ist wirklich gut und auch, dass es aus der Ich-Perspektive der Mörderin erzählt wurde, hat dem ganzen einen anderen Blickwinkel gegeben. Der Klappentext klang wirklich gut, jedoch wirkt er etwas zu dramatisch für die inhaltliche Umsetzung. Generell fehlt etwas, was dem Buch mehr Spannung gegeben hätte.

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Als Kind hat man verschiedene Berufswünsche. Viele wollen Astronaut oder Rennfahrer werden. Sie wollte Pippi Langstrumpf oder Winnetou sein, wenn sie mal groß ist. Aber alles kommt ganz anders und sie wird eine Wölfin. Und Wölfe jagen. Und holen sich ihre Beute. Begleiten Sie sie auf ihrem Jagdtrip in diesem Buch.   Der Inhalt ist extrem schwer in Worte zu fassen und das war die beste Inhaltsangabe, die mir eingefallen ist. Die Autorin macht es einem am Anfang sehr schwer in das Geschehen hineinzufinden. Sie macht Zeitsprünge zwischen der Kindheit und der Gegenwart der Protagonistin. In ihrer Kindheit hat sie sich nicht so richtig eingliedern können und hat aufgrund der sozialen Ausgrenzung bemerkt, dass sie etwas besonderes sei. Diese Passagen werden lang und ausführlich in einem guten Schreibstil erzählt, wobei die Autorin manchmal ein bisschen über die Stränge schlägt und somit sich ein bisschen in dem Geschehen verliert. Die Gegenwart wird mit ziemlich vielen Absätzen kurz und abgehackt wiedergegeben, was das Lesen auch nicht gerade vereinfacht, ABER dann etwa ab der Hälfte kommt das, was ich vermisst habe: Spannung. Der Roman verändert sich total und entwickelt sich total zum Positiven. Ich kann jedem nur raten: Dranbleiben! Denn eure Ausdauer wird belohnt. Insgesamt wenn ich mir die Pro und Contra-Punkte anschaue, verdient das Buch 3,5 von 5 Sternen.

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