Leserstimmen zu
Mein dunkles Herz

Jorge Galán

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Diese Rezension schiebe ich jetzt schon einige Wochen vor mir her. Denn nicht viele Dinge machen mir eniger Spaß, als ein Rezensionsexemplar gratis vom Verlag zu bekommen und dann festzustellen, dass dieses Buch und ich einfach keine Freunde werden. Hab ich jetzt einfach ein Buch abgestaubt? Wie kann ich deutlich machen, dass ich mir wirklich Mühe gegeben habe? Mit diesen Fragen habe ich mich jetzt so lange beschäftigt, bis ich das Gefühl hatte, es jetzt einfach versuchen zu müssen. Im Prinzip ist der Grund, warum ich das Buch nicht so richtig mochte, mit einem kurzen Satz gesagt: Jorge Galán und ich, das passt einfach nicht. Bereits mit den ersten Seiten des Buches war klar, dass Galán zu der Tradition südamerikanischer Erzähler im Stil eines Gabriel Garcia Marquez gehört. Was das bedeutet? Kurz gesagt, zumindest für mich: Verwirrend-absurde Familiengeschichten, die eine tiefe Bedeutung transprtieren, und sich dabei in wunderschönen Sätzen verlieren, die mir Seite für Seite ein größeres Fragezeichen aufs Gesicht malen. Ich habe Literaturwissenschaften studiert, ich kann Romane also durchaus anylsieren, aber ich muss ehrlich zugeben, dass spanische Erzähler sich da bei mir regelmäßig sperren. Ich verstehe sie einfach nicht und bei jeder Handlung, die erzählt wird, frage ich mich, ob das jetzt eine Metapher oder ein Motiv sein soll, ohne aber je zu einer Antwort zu gelangen. Alles, aber auch alles erschint so völlig over the top, sei es die Zeugunsgeschichte Vicentes am Anfang (ging es nicht ein wenig "normaler", musste es wirklich der 93-Jährige sein, der nun die 20-Jährige zum dritten Male schwängert und deren Kinder an ihrem sechsten Geburtstag mysteriös sterben außer eben jener Vincente?), oder Magdalenas übernatürliche Begabung oder die gesamte Erzählung rund um Teresa und ihr Floß ... alles ist hinter einer meterdicken Schicht aus "dies ist wichtig dies ist eine symbolische Handlung" verborgen, dass ich nicht mehr durchdringen kann. Dazu dann eben die Sprache, die zwar wirklich schön klingt, vor lauter Bedeutsamkeit für mich aber sämtliche Bedeutung verliert. Wenn um mich herum nur noch Schilder mit "Achtung, wichtig!" stehen, verliere ich den Überblick, und genauso fühle ich mich beim Lesen dieses Buchs: allein auf weiter Flur ausgestattet mit einem Plastikkompass ohne Nadel und einem Stadtplan, der auffallende Ähnlichkeit aufweist mit dem Schnittmuster eines Wintermantels. Ich habe tapfer Seite um Seite des Romans gelesen, aber ich habe es weder geschafft, mir zu den Personen ein Bild zu machen, noch ihre Motive erkennen zu können oder eine wie auch immer geartete Beziehung aufzubauen. Ein bisschen so wie bei den Gemälden von Velazquez - da, schon wieder ein Spanier - die sehen natürlich wunderschön aus, aber wirklich lebendig wirkt keine der Figuren auf mich. Und genau dieses Gefühl habe ich bei "Mein dunkles Herz" während des Lesens dauerhaft gehabt, dass da keine Lebendigkeit im Buch steckt, sondern nur "Literatur", die ich nicht greifen kann. Das Buch ist mit Sicherheit nicht schlecht. es ist literarisch höchst anspruchsvoll und war eine mehr als willkommene Abwechslung in meinem Lesealltag. Aber es war einfach keine angenehme Lektüre, sondern ein einziges Fragezeichen.

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Rezension ⭐⭐⭐⭐ Jorge Galán hat mit "Mein dunkles Herz", erschienen im Penguin Verlag, ein lyrisches, auf ruhige Art eindringliches Stück Literatur geschaffen. In einem dunklen Hinterzimmer, umgeben von den Schatten der Vergangenheit, erzählt Magdalena ihrem Enkel die Geschichte ihrer Familie. Von der mythisch anmutenden Zeugung ihres geliebten Mannes über ihre eigene besondere Gabe, ihre Geschichte ist eine Geschichte der Magie, des Verborgenen, eine Geschichte über Liebe und Mut. Der Roman hat einen solchen Sog, dass ich nicht umhin kam, ihn in einem Rutsch auszulesen. Atmosphärisch, intensiv und von einer wunderbaren Sprache geprägt ist dieses kleine Buch ein fesselndes Leseerlebnis.

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Rezension ⭐⭐⭐⭐ Jorge Galán hat mit "Mein dunkles Herz", erschienen im Penguin Verlag, ein lyrisches, auf ruhige Art eindringliches Stück Literatur geschaffen. In einem dunklen Hinterzimmer, umgeben von den Schatten der Vergangenheit, erzählt Magdalena ihrem Enkel die Geschichte ihrer Familie. Von der mythisch anmutenden Zeugung ihres geliebten Mannes über ihre eigene besondere Gabe, ihre Geschichte ist eine Geschichte der Magie, des Verborgenen, eine Geschichte über Liebe und Mut. Der Roman hat einen solchen Sog, dass ich nicht umhin kam, ihn in einem Rutsch auszulesen. Atmosphärisch, intensiv und von einer wunderbaren Sprache geprägt ist dieses kleine Buch ein fesselndes Leseerlebnis.

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Mystisch

Von: My book world

10.02.2018

Mystisch, Fantastisch fast wie ein Märchen So wirkt der Roman von Jorge Galán auf mich. Doch keinesfalls im negativen Sinn. Das Buch hat mich schwer fasziniert. Doch erst einmal darum geht es: Magdalena erzählt ihren Enkeln die lange Geschichte ihrer Familie. Sie erzählt wundersame Geschichten von Liebe, Trauer aber auch von einem Fluch. Bei den ersten Seiten war ich irritiert, da es erst schwer viel die Situation zu verstehen. Doch nach ein paar Seiten ging es immer besser. Die Geschichte ist besonders, denn er beschreibt auch viele Details mit denen er einen zum Nachdenken bringt. Manchmal gleicht die Geschichte fast einem Märchen doch genau das macht dieses Buch so besonders. Alles in allem ist dieses Buch eine besondere Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

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Ein magisches Buch mit vielen Überraschungen. Ich persönlich, finde es herzerreißend schön. Ein tolles Werk.

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Magdalena erzählt ihrem Enkel ihre Lebensgeschichte. Die ihrer Familie, die ihrer großen Liebe und die eines ganzen Jahrhunderts. Es sind Geschichten, die verzaubern und begreifen lassen, was Liebe, Leben und Tod wirklich bedeuten. . Die Geschichte eines Lebens, verpackt in wunderschöne Sätze und mit einem durchgehenden Hauch von Melancholie. „Mein dunkles Herz“ ist ein Märchen voller Wunder und Mythen, Liebe und Leben und erinnert tatsächlich ein wenig an die Meisterwerke des grandiosen Gabriel Garcia Marquez. Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die Jorge Galán hervorhebt und uns, die Leser, zum Nachdenken bringt. Kurzweilig, und exakt auf den Punkt gebracht, schildert er die Geschichten verschiedener Menschen, die teilweise einem Märchen gleichen. Und wenn man dann dabei über sein eigenes Leben nachdenkt, entdeckt man bisweilen bei seinem eigenen Lebenslauf Anzeichen von Märchen. Galán hat unendlich viele Lebensweisheiten in seinem Roman versteckt, die einen mitreißen und bewegen. Erstaunlich dabei ist, dass der Plot sich auf lediglich etwas mehr als zweihundert Seiten erstreckt, aber letztendlich bedeutend mehr Inhalt vorweisen kann, als so mancher 1000-Seiten-Schmöker. „Mein dunkles Herz“ ist ein Kleinod, das sich lohnt, mehrmals gelesen zu werden. Hilfreich ist, wenn man gewissen mythischen (und esoterischen) Anklängen nicht abgeneigt ist, denn dadurch intensiviert sich das Leseerlebnis ungemein. „Mein dunkles Herz“ wirkte auf mich wie eine Mischung aus dem bereits erwähnten Gabriel Garcia Marquez und einem John Iriving-Roman. Der Autor beherrscht eine präzise Sprache, mit der er innerhalb eines einzigen Satzes sehr viel auszudrücken vermag. Auf den ersten Blick wirkt die Geschichte vielleicht ein wenig wirr durch die verschiedenen Personen, aber verläuft das Leben nicht genau so? Lässt man dieses „Durcheinander“ auf sich wirken, bekommt man ein stimmiges Bild eines Lebens geliefert, das, obgleich fiktiv und erfunden ist, in vielen Aspekten einem realen Leben gleicht. „Mein dunkles Herz“ ist nicht „nur“ eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Wundertüte voller mystischer Rätsel und melancholischer Aphorismen. Es ist nicht leicht, das dünne Büchlein zu lesen, denn zu viel ist in wenigen Worten darin verpackt, als dass man es in einem Rutsch durchlesen sollte. Man sollte sich auf jeden Fall Zeit dafür lassen und sich auf teils schwermütige Beschreibungen einstellen. Dennoch vermittelt Jorge Galáns Familiendrama nicht nur triste Melancholie, sondern auch Hoffnung auf ein glückliches Leben, das man führen sollte. Der Roman regt eben einfach zum Nachdenken an. Jorge Galáns Schreibstil ist sehr gehoben und macht den Roman zu einem literarischen Kleinod, das ich mit Sicherheit noch öfters in die Hand nehmen werde, um darin zu blättern. Ich bin nämlich vollkommen davon überzeugt, dass sich bei einem erneuten Lesen noch andere Perspektiven in der Handlung und auch den Aussagen öffnen werden. „Mein dunkles Herz“ wirkt trotz seiner Kürze nach und lässt einen einfach nicht mehr los. Durch die bildhaften Beschreibungen hat man die Erzählerin vor Augen, als sähe man einen Film, und folgt der Familie durch das Jahrhundert, als wäre man direkt dabei. Durch den Einsatz der „mystischen Gabe“ der Protagonistin wirkt der Plot niemals langweilig, sondern verleiht ihm sogar einen außergewöhnlichen Reiz, der, zumindest für mich, die wunderschöne, geheimnisvolle Geschichte abrundete. „Mein dunkles Herz“ wird den ein oder anderen Leser eventuell etwas ratlos zurücklassen, weil die Handlung nicht ganz rund wirken könnte. Man muss sich darauf einlassen können und vieles selbst in die Geschichte hineininterpretieren, damit das Ganze funktioniert. Galán fordert, ob beabsichtigt oder nicht, den Leser auf, mitzumachen und sein eigenes Leben in den geschriebenen Worten zu finden. Wer das kann, wird mit einem magischen Buch belohnt, dass eine Hommage an das Leben und die Liebe darstellt und dennoch die Unausweichlichkeit des Todes nicht auslässt. . Fazit: Mystisch und voller Lebensweisheiten. Ein literarisches Kleinod. © 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Ein Enkel bekommt von seiner Großmutter die Familiengeschichte erzählt. Die Geschichte von seinen Großeltern Magdalena und Vicente, welche sowohl tragisch als auch schön ist und auch etwas mystisch. Alles beginnt mit der mystischen Geburt von Vicente und seinen Leben bis er Magdalena kennen lernt. Eine Frau mit einem besonderem Fluch oder Gabe. Der Enkel erfährt, wie ihr Leben verlaufen ist und welche große Tragödie die Familie zerstört hat. Ich habe diese Geschichte fasziniert verfolgt. Sie beinhaltet viel mystisches und außergewöhnliches. Schon auf der ersten Seite lernen wir Vicentes Vater kennen, welcher schon 99 ist und beim zeugen seines Sohnes verstirbt. Im laufe der Geschichte lesen wir von immer mehr seltsamen Begebenheiten oder Begabungen oder Flüchen. Die Charaktere sind alle interessant und die Hauptcharaktere sowieso besonders. Oft habe ich gerne weiter gelesen und wollte den Werdegang der Personen weiter verfolgen. Allerdings wusste ich lange nicht wo hin das Ganzen führen sollte. Einige Sachen waren schlicht seltsam und ich wusste nicht immer wie alles zusammen hängt. Manchmal hatte ich auch das Gefühl vielleicht nicht alles mitzubekommen oder richtig zu verstehen/interpretieren. Das Ende hat mir dann allerdings wirklich gut gefallen. Man erfährt außerdem die Geschichten einiger Nebencharakere. Es dauert auch einige Zeit bis sich Vicente und Magdalena kennen lernen. Man sollte sich vor allem Zeit nehmen für diese Geschichte. Denn das Buch ist zwar nicht direkt schwierig geschrieben aber nicht immer geradlinig und einfach. Ich habe für meine Verhältnisse recht lange für das Buch gebraucht. Auch musste ich mich anfangs erst an die Erzählweise und die Geschichte gewöhnen. Insgesamt hat mir der Schreibstil aber gut gefallen. Ein Buch über das man noch lange nachdenken kann. Außerdem eine wirklich schöne Ausgabe. Das Cover mit dem farbenprächtigem Ara gefällt mir richtig gut. Fazit Mal ein etwas anderes Buch, eine etwas andere Familiengeschichte mit vielen mystischen Elementen. Ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte und über welches man sicher noch lange nachdenken kann. Leider hat mir anfangs teilweise ein roter Faden gefehlt und manche Dinge waren einfach zu seltsam. Definitiv mal ein etwas anderes Leseerlebnis für mich.

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Magdalena hat ein langes, abwechslungsreiches Leben hinter sich als sie beschließt, ihrem Enkel davon zu berichtet. Und so erzählt sie von ihren Jugendjahren und von der großen Liebe, die sie fand und die etwas so Besonderes für sie war. Und von dem großen Verlust, der ihr Leben in den letzten Jahren prägen sollte. Der Enkel, der hier namenlos bleibt, hat nur eine Aufgabe: Er soll ihr zuhören und glauben, was er hört. Denn vieles was Magdalena erlebt hat, ist unglaublich. „Mein dunkles Herz“ von Jorge Galán ist eine Geschichte voller Liebe und Magie, die mich von der ersten Seite an fasziniert hat. Magdalenas Geschichte spielt in San Salvador und ist umgeben von einer Magie, die nicht erklärbar ist, aber immer wieder auftaucht. Magdalena hat eine dunkle Gabe, die ihr Leben belastet und kurz vor ihrem Tod gibt sie dieses Wissen jetzt an den letzten lebenden Verwandten weiter. Als würde sie sich die Last des Lebens von der Seele reden, erzählt sie von dunklen Vorkommnissen ebenso wie von der Erfahrung einer erfüllenden, alles überstrahlenden Liebe zu einem Mann, der ebenso etwas Besonderes war wie sie. Jorge Galán zeichnet für den Leser mit seiner Sprache umfassende Bilder, die einen bewegen und Figuren, die so einzigartig sind, dass man sie nicht wieder loslassen mag. Jorge Galán hat mit „Mein dunkles Herz“ ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Es ist eines der Bücher, in die man immer wieder hineinschauen mag, um Neues zu entdecken, denn so vieles bleibt trotz Magdalenas Erzählung nur als geheimnisvoller Schatten zurück. Dieses Buch ist wirklich im wahrsten Sinne des Wortes magisch, nicht nur was den Inhalt betrifft, sondern auch mit seinem Stil und dem Sog, der einen als Leser regelrecht erfasst. „Mein dunkles Herz“ ist perfekt für alle, die auf der Suche nach einer ganz besonderen Geschichte sind.

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