Leserstimmen zu
Normale Menschen

Sally Rooney

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Mit ihrem Roman „Normale Menschen“ gestaltet die irische Autorin Sally Rooney, anhand ihrer beiden charakterlich sehr unterschiedlichen Protagonisten Connell und Marianne, eine für das 21. Jahrhundert beispielhafte Liebesgeschichte bzw. On-Off-Beziehung. Als Leser*in begleitet man sie über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren, beginnend mit dem zarten/geheimen Erwachen ihrer körperlichen Anziehung am Ende ihrer Highschool Zeit und erlebt mit beiden anschließend eine gemeinsame aber auch getrennte Zeit, die geprägt ist durch sexuelles Verlangen/Ausprobieren und der inneren Hürde, sich aber niemals komplett aufeinander einlassen zu können/wollen. Sally Rooney ist es dabei hervorragend gelungen, deren individuelle Sensibilität und inneren Konflikte auf weiblicher und männlicher Seite sehr authentisch und für mich nachempfindbar darzustellen, so dass sich eine starke Nähe zu ihrer Gefühlswelt aufbaut. Der präzise dialoglastige Schreibstil - oft sehr kurze Sätze, dazu in Präsens - verstärkt die enthaltene emotionale Aussagekraft und lässt einen starken Sog entstehen, obwohl es keinen besonders spannenden Plot zu verfolgen gibt, da der Fokus eindeutig auf der Charakterentwicklung liegt und auch das offene Ende somit nicht überrascht. Keine klassische aber dafür eine ganz „normale“ Liebesgeschichte, der ich sehr gerne eine Leseempfehlung ausspreche.

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Normale Beziehungen?

Von: SummseBee

15.09.2020

Connell und Marianne wachsen zusammen in einer Kleinstad im Westen von Irland auf. Aber das ist auch schon das einzige was sie gemeinsam haben. Connell ist sehr beliebt in der Schule und Marianne eher eine Aussenseiterin ohne Freunde. Doch eines Tages verändert ein Gespräch zwischen ihnen ihr Verhältnis zueinander. Nur Connell möchte nicht das andere von seiner Zuneigung zu ihr erfahren. An der Uni treffen beide sich wieder: doch da ist dann plötzlich Marianne die Beliebte an der Schule und Connell der Außenseiter... Das Besondere an der Geschichte von Connell und Marianne ist wohl, dass sie etwas Tiefes verbindet, was keiner von beiden so recht auszusprechen vermag und sie sich immer wieder begegnen ohne voneinander los zu kommen. Es ist eine Geschichte von zwei ganz normalen Menschen, die jeweils ihr Päckchen zu tragen haben, ohne dabei besonders hervor zu stechen. Mir hat besonders die Erzählweise der Geschichte gefallen und das es hier um die Anziehung zweier Menschen geht, die tief miteinander verbunden sind und dennoch nie richtig zusammen kommen können. Als Leser weiß man manchmal selber nicht was für die beiden das Beste ist, ob sie doch endlich zusammen oder voneinader los kommen sollten. Die Autorin hat einen sehr detaillierten Schreibstil ohne dabei je ins Belanglose zu rutschen. Ich hab beim Lesen gar nicht gemerkt wie schnell die Kapitel weg gelesen waren. Jeder der an authenthischen Charakteren und (Liebes)Geschichten ohne große Romanze, aber mit ernsthaften und aus dem Leben gegriffenen Themen Interesse hat, sollte sich das Buch "Normale Menschen" unbedingt ansehen.

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Grandios!!!

Von: Itzy

15.09.2020

Ich bin überwältigt von diesem Buch! Hatte bereits gehört, dass die Autorin ganz gut ist und war auch neugierig auf ihr erstes Werk, kam jedoch nicht dazu, es zu lesen. Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt. Einerseits konnte ich es nicht weglegen, andererseits war ich mit jeder umgeblätterten Seite trauriger, dass dieses Lesevergnügen bald endet. Erstmals hatte ich den Wunsch, sofort nach der letzten Seite wieder von vorn zu beginnen! So viel Sprachgewalt zwischen 2 Buchdeckeln - berauschend! Immer wieder hielt ich inne, las Sätze wieder und wieder, um dabei über diese klugen Konstrukte einer so jungen Autorin zu staunen. Was soll ich sagen... Ich möchte mehr davon!!!

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Nachdem ich das Buch auf gefühlt jedem instagram und youtube channel gesehen habe, war die Entscheidung leicht was ich als nächstes lesen soll. Schon alleine das Cover ist ein Hingucker und das Buch ist qualitativ einwandfrei gemacht, wirklich schön. Connell und Marianne sind zwei komplizierte Menschen, die beide ihr "Päckchen" zu tragen haben und sich einfach nur im Leben zurechtfinden wollen. Man erfährt als Leser am Anfang wenig über die Beiden, aber im Laufe des Buches, wie auch im Leben, lernt man die beiden besser kennen und verstehen. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die beiden "Harry & Sally" aus dem gleichnamigen Kinofilm ähneln, da man mitfiebert ob sie zusammenkommen/ -bleiben, oder nicht. Aber wenn, dann sind die beiden sehr verkorkste (oder auch sehr menschliche) Harry & Sally, perfekt für 2020. Der Schreibstil war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Sally Rooney verzichtet darauf, Aussagen und Gespräche der Charaktere als solche zu kennzeichnen. Ich musste daher am Anfang ein paar Textstellen mehrmals lesen um zu wissen, dass etwas gesagt wurde und wer das jetzt gesagt hat. Aber ich habe mich im Laufe des Buches daran gewöhnt und nach ein paar Kapiteln flüssig gelesen. Die Autorin beschreibt Situation alles sehr detailliert und das könnte langatmig wirken, tat es bei mir aber nicht. Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und fand ihre Ausführungen hilfreich um mir alles gut vorstellen zu können und mitten in der Situation zu sein. Normale Menschen ist sehr empfehlenswert und verdient den Hype! Eine Liebesgeschichte, die doch irgendwie keine ist, sondern mehr ein Ausschnitt aus zweier Leben.

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eit ihrem Debütroman bin ich ein Fan von Sally Rooney. „Gespräche mit Freunden“ ist einer meiner eher seltenen Ausflüge in die Gegenwartsliteratur, die ich wahnsinnig gut und spannend fand. Kein Wunder also, dass ich die deutsche Erstveröffentlichung von „Normale Menschen“ herbeigesehnt habe. Normale Beziehungen Alles beginnt mit einer geheimen Romanze in der Schule. Von da an folgen wir episodisch Connells und Mariannes Leben, anfangs noch in der Schule, später dann an der Uni. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, aber mit der großen Liebe klappt es irgendwie nie so richtig. Mal wird etwas Gedachtes nicht ausgesprochen, mal wird eine Handlung anders interpretiert, als sie gemeint ist. So kommen die beiden nie dauerhaft zusammen, aber auch nie dauerhaft voneinander los. Und obwohl mir die beiden Hauptfiguren nie richtig sympathisch wurden – ganz ähnlich zu den Figuren in Rooneys Debütroman – habe ich trotzdem mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Titel lässt es bereits vermuten: Es geht in „Normale Menschen“ nicht um Held*innen, sondern um Menschen, die schlechte Erfahrungen gemacht und Traumata erlebt haben. Alle haben ihr Päckchen zu tragen. Es geht um Missbrauch und Depression, die die Figuren aber innerhalb der Konstellationen im Buch nicht zu etwas Besonderem machen. So weit, so normal. Sally Rooneys Magie besteht darin, etwas vollkommen Alltägliches so spannend zu schreiben, dass frau* unbedingt weiterlesen möchte. Da hat auch ein Absatz, in dem es lediglich um das Öffnen einer Weinflasche geht, seine Berechtigung. Diese Beschreibungen von Alltäglichem schrappen aber auch manchmal haarscharf an der Belanglosigkeit vorbei. Ich fand den Stil das gesamte Buch über sehr passend, kann aber auch alle verstehen, die von einzelnen Passagen gelangweilt sind. Normale Machtverhältnisse Erzählt wird die Geschichte von der Beziehung zwischen Connell und Marianne in linearen Zeitsprüngen. Häufig liegen mehrere Monate zwischen einzelnen Kapiteln bzw. Episoden. Die Episoden sind dabei abwechselnd aus Connells und Mariannes Sicht geschrieben, wodurch die Machtstrukturen innerhalb der Beziehung deutlich zutage treten. In der Schule gehört Connell zu den coolen Jungs, Marianne ist Außenseiterin. Deshalb darf niemand erfahren, dass die beiden Sex haben. An der Uni ist Marianne auf einmal sehr beliebt und geschätzt, Connell kommt mit dem ungewohnten Umfeld nicht so gut zurecht. So ändern sich auch die Kräfteverhältnisse und diese Beobachtungen in der Interaktion zwischen Menschen, die werden von Rooney messerscharf analysiert. Und die fand ich wahnsinnig spannend zu lesen und nachzuvollziehen. „Normale Menschen“ weist viele Ähnlichkeiten zu Sally Rooneys erstem Roman „Gespräche unter Freunden“ auf, ist aber von der Grundstimmung und den Abgründen der Personen her noch ein wenig düsterer. Deshalb gefällt mir „Gespräche mit Freunden“ alles in allem einen Deut besser, auch wenn „Normale Menschen“ sehr lesenswert ist. Von mir gibt es 4,5 von 5 Lesezeichen.

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Normale Menschen erzählt die Geschichte einer Teenager Liebelei über viele Jahre hinweg bis über das College hinaus zwischen zwei Jungen Menschen aus zwei verschiedenen Gesellschaftsschichten. Marianne die zuerst ganz unscheinbar und unbeliebt auf den Schulschwarm Connell trifft und mit ihm eine On/Off – Liebesgeschichte beginnt mit den Höhen und Tiefen im wahren Leben. Der Inhalt der Geschichte ist ein häufig aufgegriffenes Thema, aber schön erzählt und nahe manch einer wahren Lebensgeschichte. Man kann sich zum Teil mit Situationen identifizieren und möchte gerne in die Handlung eingreifen und die einzelnen Personen wachrütteln. Der Schreibstil war für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig, da ich ihn selber so noch nicht in meinen bisherigen Büchern erlebt habe. Die Autorin schreibt ohne Anführungszeichen und man wird gezwungen genau zu lesen, damit man dabei nicht den Faden verliert, wer gerade Spricht. Inhaltlich fand ich die Geschichte schön, aber stellenweise noch ausbaufähig. Ich hatte mir einen etwas anderen Schluss gewünscht, für mich fühlt er sich noch so offen an, keine Ahnung wie ich das beschreiben soll.

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mal eine etwas andere Liebesgeschichte

Von: Claudia

14.09.2020

man findet sich schnell in die Charaktere ein. Es ist mal eine ganz andere Story über Liebe, Beziehungen und Lebensläufe.

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Mal eine andere Liebesgeschichte

Von: Ankepropanke

14.09.2020

Es geht um Beziehungen zw. Mann und Frau. Ok das gab es schon viele Male. Hier ist es etwas anders von der Story. Es geht um die Psyche, darum was ist Normal und was nicht? Aber was ist schon normal. Das Ende des Buches ist nicht das was ich erwartet habe aber auch nicht zufrieden stellend meinerseits. Es ist mir ein zu offenes Ende. Was für den Leser anfangs sehr verwirrend und ungewohnt ist, dass es keine wörtliche Rede gibt. Es wird nicht gezeigt was gesagt wird, in Form von Anführungszeichen. Da muss man sehr aufpassen was wirklich gesagt wird und was nur gedacht wird. Das war für mich bis zum Ende z. T. sehr ungewohnt. Achtung Spoiler. Die zwei Hauptcharaktere sind interessant und man erfährt einiges über ihre Psyche. Es geht um Depressionen, dies hätte ich mir tiefgründiger gewünscht. Es wird die ein oder andere psychische Erkrankung aufgezeigt, aber nicht so richtig greifbar gemacht... Daher bin ich nicht so begeistert von diesem Buch. Ich hätte mir dies noch weiter ins Detail gewünscht. So hat das Buch alles nur angekratzt aber nicht wirklich dargelegt und erklärt...

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