Leserstimmen zu
Wächter und Wölfe - Das Ende des Friedens

Anna Stephens

Wächter und Wölfe (1)

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Wenn Götter Krieg führen...

Von: Hirilvorgul

31.12.2018

Immer öfter beschleicht mich das Gefühl, dass die Autoren meinen, Fantasy muss düster und grausam sein. Sicher: da das Hauptthema nun mal immer der Kampf Gut gegen Böse ist, bleiben Auseinandersetzungen nicht aus und es wird auch der ein oder andere Kampf ausgefochten. Es gibt auch Autoren, die Kampfgetümmel gut beschreiben können und es gibt Autoren, die die Ausschmückung der Grausamkeiten der Fantasie des Lesers überlassen. Zu beidem gehört Anna Stephens leider nicht. Mir war das echt zu viel Gemetzel, Folter, Qual und Blut. Die Idee des Romans – Kampf der Götter mit Hilfe ihrer sterblichen Werkzeuge – ist ja nicht schlecht und auch einige der Charaktere sind eigentlich ganz gut gelungen, aber wenn der größte Teil des Buches sich nur darum dreht, Schlachten zu planen und zu schlagen, Opfer zu verstümmeln und qualvoll sterben zu lassen (oder sich dieses bis ins Detail auszumalen), dann geht die gute Idee leider den Bach runter. Da mich die Story an sich und insbesondere das Schicksal von Dom interessiert hat, habe ich irgendwann die Kampfszenen nur noch quergelesen und bin so dann doch ganz gut zurechtgekommen. Die wechselnden Perspektiven – wenn ich mich nicht verzählt habe, sind es sechs Personen – machen es anfangs auch nicht leicht, sich in die Geschichte zu vertiefen. Aber ab ca. der Hälfte des Buches war mir dann doch klar, wer zu welcher Allianz gehört und welches seine Rolle ist. Ab da hatte mich das Buch dann auch gefangen genommen. Hatte ich bis dahin ein halbes Jahr gebraucht, weil sich immer wieder andere Lektüre dazwischengedrängt hat, habe ich die zweite Hälfte in 3 Tagen durchgelesen. Ich glaube, das sagt auch schon einiges aus. Alles in allem: eine gute Story, die für mich aber zu sehr im Kampf versinkt. Vielleicht habe ich aber auch einfach schon zu viele solcher Geschichten gelesen, so dass mich diese nicht wirklich begeistern kann. Von mir gibt es 3 Sterne. Ob ich die Fortsetzung lesen werde? Ich weiß es noch nicht. Wenn die Roten Götter in Teil 2 auf den Plan treten, wird es womöglich noch grausamer – was ich durchaus auch im übertragenen Sinne so meine. Fazit: Wenn die Götter Krieg führen, versinkt die Welt in Chaos und Blut. Und das führt nicht unbedingt zu Lesevergnügen.

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In "Wächter und Wölfe", geht es um Dom, der immer wieder von seiner Gabe als Seher mit Visionen gebeutelt wird, um Rillirin eine entflohene Sklavin die etwas verbotenes getan hat. Sie trifft Dom und warnt ihn vor der Insavsion der Barbaren. Jedoch glaubt ihr zunächst kaum ein Mensch, bis Dom eine Vision ereilt die alles verändert und er Rillin vertrauen muss. Ich weiß gar nicht genau, wo ich da anfangen soll. Ich bin mit gar keinen Erwartungen an das Buch ran gegangen. Der Klappentext hat sich für mich gut und ansprechend angehört. Eine bekannte von mir, war von dem Buch total begeistert und meinte zu mir: "hey, das ist der wahnisnn, das musst du unbedingt lesen." Da unser Bücher Geschmack recht ähnlich ist, habe ich das Buch also gelesen. Ich lese wirklich viel, aber ich habe bei noch keinem Buch so lange gebraucht, um in die Geschichte und das Geschehen reinzu finden. Es hat tatsächlich 98 Seiten gebraucht, um mich langsam, aber wirklich langsam, in die Geschehnisse und verschiedenen Menschen zurechtzufinden. Das Buch wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, was ich generell super finde, ich mag das eigentlich ganz gerne. Jedoch sind es in dem Buch wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe, 13 verschiedene Sichtweisen. Damit hatte ich anfänglich wirklich Schwierigkeiten. Nach und nach wird es besser, man lernt die Menschen und verschiedenen Orte kennen und zu unterscheiden. Allgemein finde ich das Buch recht komplex, ich habe mehr Pausen gebraucht als üblich, einfach um das ganze zu verarbeiten und eben auch zu verstehen ( auch um die jeweiligen Personen und Ereignisse Ordnen zu können ) Der Schreibstil ist gut und sehr detailreich. Vorallem die Kampf- und Gewaltszenen sind zum Ende hin wirklich umfasssend. Es entstehen immer wieder überraschende, nicht zu erwartende Wendungen von Verrat, Verlust, Intrigen und Liebschaften von niemals erahnten Seiten. Es geht um Götter, Glaube und Verzweigungen. Trotzallem steht der Krieg der Götter, Clans und Völker immer im Vordergrund, so das man nichts verpasst und alles abgedeckt ist. Die Protagonisten wachsen und entwickeln sich alle stetig so das es nie langweilig wird. Alles in allem ein wirklich tolles Buch, das sich zu Lesen lohnt. Ich jedenfalls freue mich auf Band 2 und 3 und bin gespannt wie es nach diesem Cliffhanger weitergeht.

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„Es ist fast tausend Jahre her, seit der Schleier herabgelassen wurde… Jetzt wird er schwächer. Die Roten Götter werden mächtiger, und das Licht nimmt ab. Blut wallt auf.“ In der Welt von Gilgoras herrscht seit fast tausend Jahren ein brüchiger Waffenstillstand zwischen dem Volk des fruchtbaren Rilpors und den Mirak in den unwirtlichen Bergregionen. Es sind hingegen nicht nur die Menschen, die sich gegenüberstehen, sondern auch unterschiedliche Götter: Während die Rilporer Anhänger der Götter des Lichts sind, huldigen die Mirak den Roten Göttern. Und Letztere sind es, die nach jahrelanger Verbannung nach Rilpor drängen, auf einem Weg aus Blut und Chaos. Denn nur wenn Blut fließt, können sie wieder zurück in ein physischen Dasein kehren und Wesen aus Fleisch werden. Unter Führung von Lanta, die von ihrem Volk wegen ihrer Nähe zu den Göttern Gesegnete nennen, begeben sich die Mirak sich auf den Weg, ihre Verbannung zu beenden. Die Aussichten sind denkbar günstig. Zwar hat die Sklavin Rillirin in ihrer Verzweiflung den König der Mirak getötet und ist danach geflohen. Doch Corvus, der neue König, beweist, wozu er er nach seiner Machtergreifung fähig ist. Außerdem ist das Reich Rilpor geschwächt. Denn König Ratoth, einst angesehener Herrscher, vergräbt sich nach dem gewaltsamen Tod seiner Ehefrau in seiner Trauer und verfällt vor den Augen seiner Söhne Janis und Rivil zunehmend dem Wahnsinn. Doch damit nicht genug. Während die Mirak sich sammeln und immer stärker werden und zudem Verräter in den eigenen Reihen agieren, sind die Rilporer völlig ahnungslos in Bezug auf die drohende Gefahr. Lediglich der Seher Dom erhält von den Göttern in Visionen einen nebulösen Blick in die Zukunft. Der Calestar ist es auch, der die Bedeutung von Rillirin, die Aufnahme bei den Beschützern der Grenze von Rilpor, den Wächtern und Wölfen gefunden hat und von einigen misstrauisch beäugt wird, erkennt. Allerdings kämpft Dom mit eigenen Dämonen... Anna Stephens „Wächter und Wölfe. Das Ende des Friedens“ ist blutrünstig, brutal, düster und beginnt mit einer Opferung, einer versuchten Vergewaltigung und einem Mord. Eine zartbesaitete Seele mit schwachen Nerven mag sich dem möglicherweise nicht aussetzen. Auch danach macht es die Autorin dem Leser zunächst nicht leicht, dem Geschehen zu folgen. Zwar ist dank der im Innenteil des Buches befindlichen Karten eine ausgezeichnete Orientierung möglich, und zudem beschränken sich die Handlungsorte auf Rilpor und das Gilgoras-Gebirge, wodurch die Welt ausschnitthaft klein und (noch) ohne Bezug zu den umgebenden Ländern und Völkern dargestellt wird. Zudem sind die einzelnen Kapitel in der Regel kurz und überschaubar. Doch wechseln von Anfang ständig die Protagonisten und folglich auch die Perspektiven. Und so scheint der Überblick verloren zu gehen. Ist allerdings diese erste Hürde überwunden, bleibt eine pure Begeisterung, in das spannungsvolle und wendungsreiche Geschehen einzutauchen. Denn Anna Stephens offeriert in ihrem durchaus ambitioniert zu nennenden Debüt eine komplexe und funktionierende, wenngleich noch nicht in Gänze und epischer Breite ausgearbeitete Welt, die hauptsächlich von (Macht)Kämpfen geprägt ist. Kein neues Szenarium, und doch bringt die Autorin mit ihrem Konstrukt der miteinander rivalisierenden Götter, die sich in die Belange der sterblichen Menschen einmischen und diese zu lenken versuchen, einen interessanten Aspekt in ihr fantasievolles Handlungsgeflecht. Im Verlauf der Ereignisse gelingt es, den vertraut werdenden Figuren zu folgen und ihre Wesen zu ergründen. Hier liegt die Stärke der Autorin. Ihre Protagonisten präsentieren sich als faszinierende bunte Mischung, die sich in keine Schablonen passen lassen. Es dauert eine Weile, bis die Fronten, wer auf welcher Seite steht, geklärt sind. Nachdem diese Frage nicht mehr im Raum steht, treten beide Gruppen mit ausgereiften Charakteren beidseitigen Geschlechts auf und erweisen sich einander in der Wahl der Mittel als durchaus ebenbürtig. Dabei wachsen einem einige schnell ans Herz. Zum Beispiel Rillirin, die ehemalige Sklavin, zunächst zurückhaltend und fragil, jedoch mit einem starken Entwicklungspotential. Crys Tailorson, der unbestreitbar ein talentierter Soldat, aber ebenso ein Filou mit losem Mundwerk ist, gern dem Glücksspiel frönt und immer wieder degradiert wird. Calestar Dom, der als Seher unerwünschte Botschaften von den Roten Göttern erhält, und unfreiwillig mit ihnen in Verbindung tritt. Andere wie die Gesegnete Lanta wiederum – zwar de facto als Böse angelegt – sind aber in ihrer Handlungsweise so ihrem Glauben verhaftet, dass diese aus deren Sicht nachvollziehbar erscheint. Aber natürlich würde die die Geschichte nicht funktionieren, wenn sie nur grauslich und unappetitlich (wobei zugegebenermaßen schon ein paar diesbezügliche Szenen vorhanden sind, die im Gedächtnis bleiben) wäre und die handelnden Personen tumb und entsetzlich wären. Vielmehr stecken neben Verrat, Misstrauen, Verschwörung, Intrigen und politische Machenschaften, Verzweiflung und Tod auch Loyalität und ehrenvolles Verhalten, Vertrauen, Zuversicht, Freundschaft, Liebe und Zuneigung darin. Anna Stephens gönnt einigen ihrer Helden durchaus auch wenige, aber trotzdem schöne Momente, unerwartet, überraschend und zum Teil abseits der gängigen Muster. Dies ist „Das Ende des Friedens“. Es ist intensiv und grausam zugleich. Und Anna Stephens beschert dem Leser einen fiesen Cliffhanger, so dass die Wartezeit bis zum zweiten Band der als Trilogie angelegen Reihe äußerst lang erscheint. Doch „Das Erwachen der Roten Götter“ kann nicht aufgehalten werden. Im Februar 2019 ist es soweit. 4,5 Sterne

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Tolles Buch...

Von: EvaMaria

25.09.2018

Das Buch hatte ich nun schon eine Weile zu Hause, aber irgendwie habe ich es immer vor mir hergeschoben, denn ich hatte nie so richtig Zeit dafür. Nach Beendigung kann ich nun sagen, dass ich mich wahnsinnig auf die Fortsetzung freue. Der Einstieg ist mir nicht so leicht gefallen, denn die Handlung wird aus wechselnder Perspektive der verschiedenen Hauptprotagonisten erzählt und so musste ich gerade zu Beginn sehr aufpassen, dass ich nichts verpasse. Wir haben da beispielsweise Rillirin, die eine Sklavin ist und nun auf der Flucht ist, denn sie hat was unerlaubtes getan. Schon alleine ihr Erzählstrang fand ich ganz spannend, denn ich habe regelrecht mitgefiebert, ob sie es alleine schaffen wird oder nicht. Allerdings sind ja dann auch noch die Erzählungen von Dom oder auch von Chrys. Auch diese Abschnitte empfand ich als sehr gelungen. Generell merkt man aber während der ganzen Geschichte, dass die Autorin den Krieg in den Vordergrund gepackt hat, was ich jetzt recht interessant fand, denn man kann als Leser nur dezent erahnen in welche Richtung es gehen wird. Das Setting fand ich gelungen. Die Landschaft wird sehr schön beschrieben, allerdings hatte ich bei so manchen Dingen das Gefühl, dass ich im Mittelalter gelandet bin, was für mich aber in Ordnung geht. Ich würde auch manche Sitten der Bewohner als eher altertümlich beschreiben, es gibt nämlich einige Szenen, in welchen gefoltert wird oder ähnliches. Die Charaktere würde ich allesamt als gelungen bezeichnen. Es gab jetzt hier keinen, den ich als oberflächlich bezeichnen würde, denn jeder hat einen interessanten Hintergrund verpasste bekommen, welcher sich im Laufe des Lesens offenbart. Liebling habe ich jetzt allerdings keinen, was sich aber in der Fortsetzung ja noch ergeben könnte. Die Schreibweise war sehr flüssig und locker, sodass man der Handlung in dem Buch sehr gut folgen konnte, obwohl es ja doch so einige Personen und auch Ortswechsel gibt. Die Autorin schreibt sehr detailreich, was mir gefallen hat, denn so kann man sich um einiges besser in die Handlung einfühlen. Das Buch hat mich auch gefesselt, obwohl es manche Passagen gab, die etwas ruhiger waren. Das Cover gefällt mir sehr gut. Die eher dunklere Gestaltung passt sehr gut zur Handlung. Zur Autorin: Anna Stephens hat einen Abschluss in Literaturwissenschaft der Open University und arbeitet heute in der PR-Abteilung einer großen internationalen Kanzlei. Sie hat einen schwarzen Gürtel in Karate, und ihrer Ansicht nach ist es eine große Hilfe, zu wissen, wie es ist, einen Schlag ins Gesicht zu bekommen, wenn man Kampfszenen schreibt. Sie lebt mit ihrem Mann in Birmingham. Quelle: Verlag Fazit: 4 von 5 Sterne. Toller Auftakt. Spannende Geschichte und ein tolles Setting. Freue mich schon auf weitere Geschichten dieser Reihe. Klare Kauf – und Leseemepfehlung.

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Meine Meinung Allgemein High Fantasy vom Feinsten und definitiv nichts für schwache Nerven. An diesem Buch habe ich doch einige Zeit länger gesessen, als gedacht. Liebte ich doch die Handlung, war mir das Buch an einigen Stellen schon sehr düster und somit hart zu lesen. Manchmal brauchte ich eine Auszeit. Bieten kann es auf jeden Fall alles, was in diesem Genre wichtig ist. Kampfbereite Charaktere, Szenen die das Adrenalin hoch treiben und ausgefeilte Intrigen auf allen Seiten. Vor allem bei den Schlachten und Kämpfen bleibt mir nur zu sagen: Bildgewaltig! Hier wird an keiner Beschreibung gespart. In meinem Kopf fanden die tollkühnsten Situationen statt, die allesamt realistisch waren. So wie ich es persönlich liebe. Ich möchte hier gar nicht aufzählen, wie oft ich fassungslos auf die Seiten gestarrt habe, während ich blätterte und blätterte, weil die Seiten einfach nur dahin flogen. Von dem einen Schrecken sofort in den nächsten. In jedem Buch wichtig, finde ich, die Vorhersehbarkeit. Auch hier konnten die Wächter und Wölfe punkten, dessen Pläne so ausgefeilt waren, dass es bis zur letzten Seite spannend blieb. Teilweise ließen mich Aufdeckungen von Plänen richtig mitfiebern. Man kennt die Pläne beider Seiten und sieht, wie sie beide in ihr Verderben rennen ohne etwas machen zu können. Wenn ich hier als Leser einfach ins Buch steigen möchte, um den Charakteren Informationen an den Kopf zu werfen, hat die Autorin definitiv etwas richtig gemacht. Zudem ein tolles Finale, welches mich dazu brachte, sofort zum PC zu laufen, um nach dem zweiten Band zu schauen. Charaktere Die Charaktere werden in diesem Buch eher von innen heraus beleuchtet, bleiben aber dennoch an vielen Stellen blass. Ich mochte die verschiedenen Persönlichkeiten, die sich Seite für Seite herauskristallisierten und auch die unerwarteten Wendungen mancher Personen, doch zu vielen konnte ich bis Ende keine wirkliche Bindung aufbauen. Schreibstil & Sichtweise Stephens hat eine sehr detaillierte Art und Weise zu schweifen. Oftmals ist dies nichts für schwache Nerven, denn hier wird nichts ausgelassen, geschweige denn verschönert. Wer hier mit der knallharten Realität rechnet, ist genau richtig. Geschrieben ist das Buch aus mehreren Sichten in der dritten Person. Die Abschnitte sind oft kurz, geben aber genau die richtigen Einblicke, um das Buch spannend zu halten. Cover & Titel Alleine beim Anblick des Covers kommt mir das „Ende des Friedens“ in den Sinn. Es ist düster und verkörpert sofort die Stimmung des Buches. Obwohl es so schlicht gehalten ist, vermittelt es sehr viel an Atmosphäre. Auch der Titel „Ende des Friedens“ ist hier Programm. Schön finde ich hierbei, dass das Ende des Friedens nicht erst am Ende des Bandes kommt, sondern von Anfang an deutlich wird und in vielen verschiedenen Wegen interpretiert werden kann. Zitat „Der menschliche Körper ist sehr widerstandsfähig: Es gibt so viel, was er aufnehmen und ertragen kann, bevor er aufhört zu funktionieren.“ – Seite 108 Fazit Ein schonungsloser Roman, der viel verspricht. Hier findet man alles, was das High-Fantasy Herz höher schlagen lässt.

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Bei diesem Fantasy-Roman hat mich in erster Linie der Klappentext in seinen Bann gezogen – und nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist toll – bildreich, liest sich flüssig und passt sich perfekt den jeweils vorherrschenden Stimmungen an. Man erlebt brutale Kampfszenen und Kriegsschauplätze, es wird gefoltert, intrigiert, aber auch mal gelacht. Die Mischung ist extrem gut gelungen und hat mir viel Spaß gemacht. Auch die Figuren sind authentisch und (mal mehr, mal weniger) liebenswert gestaltet. Mir gefiel vor allem, wie sich die junge Sklavin im Verlauf entwickelt hat und das Ende kam für mich ehrlich gesagt sehr unerwartet. Die Geschichte konnte mich fesseln, mitreißen und absolut begeistern. Zartbesaiten Lesern würde ich die Leseprobe vorab anraten, aber allen, die gerne in kriegerische Abenteuer abtauchen, kann ich diesen Roman nur wärmstens empfehlen.

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Mir gefallen ja vor allem bildgewaltige Fantasy Welten und detailreiche Erzählungen über Schlachten und neuen Völkern. Helden und ihre Widersacher die den Guten immer das Leben schwer machen. Ein hin und her zwischen Gut und Böse ist genau das was ich mir unter einer guten Geschichte im Genre Fantasy vorstelle. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen an dieses Buch hoch angesetzt. Nichtsdestotrotz konnte mich diese bildgewaltige Geschichte fesseln und mitfiebern lassen. Die Autorin hat bereits zum Beginn einen wirklich leichten Schreibstil, der sich gut und flüssig lesen lässt. Denn die Geschichte beginnt mittendrin und entwickelt sich nach und nach mit den Figuren zusammen die alle sehr liebevoll und realistisch gestaltet worden sind. Die Geschichte besticht außerdem durch abwechslungsreiche und interessante Dialoge die genauso spannend und bildgewaltig sind wie der Rest der Geschichte. Dabei ist die Geschichte schnell zusammengefasst; Rillirin ist eine Sklaven der Mirak die den roten und blutigen Göttern huldigen und dafür aus ihrem Fruchtbaren Land hinauf auf die kahlen Berge verbannt worden sind. Dafür das sie selbst aus dem Tal kommt und den falschen Göttern huldigt ist sie in den Augen der anderen nichts Wert. Sie will diesem Wahnsinn entkommen zu ihrem Heimatort fliehen und wartet nur darauf dass der ihr so verhasste König einen Fehler macht. Während Rillirin um ihr Leben rennt, ist auf der anderen Seite des Berges bereits jemand auf der Suche nach ihr. Denn sie ist die Botin, die Dom dem Seher gesandt wird. Noch weiß er seine Aufgabe nicht in das Geschehen einzubinden aber seine Götter werden ihm den richtigen Pfad weisen um die Dunkelheit hinter dem Schleier einzusperren. Und hinterher wird er es sein, der über Sieg und Niederlage entscheidet. Währenddessen spinnen die Verräter im Schloss des Königs ihre Netze. Verrat wird der Beginn des Krieges sein und nur eine Handvoll Helden wagen es, sich dem Bösen entgegen zu stellen. Unter ihnen der Soldat Crys der seit Jahren im Dienst für die Krone steht. Er wird auch der Gauner genannt, so sind Diebstahl und Kartenspiel seine Spezialität bis der Prinz ihn für seine Leibwache einteilt – und das dunkle Spiel beginnt. Mit Rillirin steigt der Leser mitten ins Geschehen ein, die Mirak planen mit ihren roten Göttern Krieg über das Land zu bringen. Doch Rillirin interessiert dies nicht sie musste seit ihrer Kindheit viel Leid erfahren und hat sich in sich zurückgezogen. Bereits zu beginn konnte ich sie als Figur sehr gut verstehen und habe mit ihr gelitten. Sie ist sehr sympathisch und nie auf sich selbst bedacht auch später im Fortlauf der Geschichte merkt man das sie das Herz am richtigen Fleck trägt. Dom stand ich seit dem Beginn der Geschichte eher skeptisch gegenüber. Er war mir nicht sonderlich geheuer was mich während der nächsten Seiten immer wieder bestätigte. Er stieß die Menschen um sich herum, seine Freunde und Familie, ständig vor den Kopf. So tat er nichts um den Wölfen zu helfen, etwas was ich nicht verstehen konnte – man konnte einfach nicht einschätzen auf wessen Seite er stand. Bei Crys hingegen hatte ich einen sympathischen Helden, der sich seiner Aufgabe und seiner wichtigen Rolle erst später bewusst wird. Er gefiel mir von allen Figuren wirklich am besten, seine Sicht der Ereignisse habe ich wirklich gern gelesen. Das Buch baut sich in mehrere Kapitel auf, in der durch die Überschrift deutlich gemacht wird aus welcher Sicht die Geschichte erzählt wird. So erfährt man von Corvus dem König der Mirak als auch über Crys und Rillirin verschiedene Sichtwinkel aller Ereignisse. Dabei springt man meist von Ort zu Ort um alle Handlungen verstehen zu können. Mein Ansicht nach gibt es der Geschichte eine gute Tiefe und baut die Spannung nach und nach auf. Fazit Die Autorin konnte vor allem mit einem guten Schreibstil und einer bildgewaltigen Geschichte bei mir punkten. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren und riss nicht ab. Ich bin wirklich sehr froh dieses Buch gelesen zu haben und freue mich bereits auf den zweiten Teil der im Februar 2019 herauskommen wird.

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Am Hof von Mirak lebt und arbeitet die Sklavin Rillirin, aber Rillirin macht einen schweren Fehler und soll aufgrund dessen sterben. Wie durch einen Zufall gelingt ihr tatsächlich die Flucht, auf ihrem Weg begegnet Sie Dom. Er hat die Gabe des Sehens bzw. das was er sieht ist nicht immer relevant. Natürlich weiß Dom zu diesem Zeitpunkt noch nicht welches Verbrechen Sie begannen hat, bloß dass Sie von den Soldaten des Hofes gejagt wird. Aber Rillirin hat auch noch ein gut gehütetes Geheimnis und wenn das in die falschen Hände gerät könnte es Krieg bedeuten. Auch der Krieger Cry hat was herausgefunden, ob die beiden das gleiche Geheimnis bewahren... Furchtbar viele Charaktere, teilweise schwierig einzusortieren. Sehr viele Kriegs- und Kampfszenen, aber die Story dahinter war gar nicht mal schlecht. Normalerweise bin ich kein Fan von solchen Büchern, aber da dieses Buch ich nun mehrfach als Empfehlung gelesen habe, dachte ich warum eigentlich nicht. Ja, es ist nicht einfach in das Buch einzusteigen, man braucht schon einige Seiten aber dann finde ich es wirklich gut. Mir persönlich hätte es gefallen, wenn man statt den Kampfszenen einfach mehr Geschichte reingebracht hätte, vielleicht wäre das ganze dann doch noch interessanter geworden. So würde ich der Geschichte an sich gute 4 von 5 Sternen geben.

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