Leserstimmen zu
Das Gutshaus - Stürmische Zeiten

Anne Jacobs

Die Gutshaus-Saga (2)

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War entäuscht

Von: WinnieHex

24.02.2019

Auf Gut Dranitz läuten die Hochzeitsglocken. Franziska und Walter sind endlich wieder vereint. Alles könnte so schön sein, wären da nicht die Kinder. Franziska und Walter wollten die Familien vereinen, doch inzwischen herrscht nur Streit. Können Sie das Schicksal beeinflussen, oder ist es wie damals auf der Flucht und während der schrecklichen Zeit des Krieges, als sie Spielbälle der grausamen Umstände waren? Die Erinnerungen lassen sie nicht los, und die Zukunft scheint auf einmal gar nicht mehr so klar ... Der erste Teil gefiel mir eigentlich ganz gut muss ich gestehen, aber der zweite Teil war nicht ganz so toll verfasst. Man hatte das Gefühl, dass Buch musste schnell erzählt werden. Es hatte für mich nicht wirklich einen Tiefgang was ich eigentlich sehr schade fand, denn die Geschichte fing gut an und dann so eine Fortsetzung hätte nun wirklich nicht sein gemusst. Ich bin großer Fan von gut geschriebenen historischen Büchern oder auch Sagen, aber der zweite Teil war schon etwas wirr. Eigentlich hatte ich gehofft wieder in einem großen Ohrensessel Platz nehmen zu dürfen und dann mich in die Geschichte gleiten zu lassen, aber irgendwie war es sehr langweilig, es kaum Tiefe an. Gerade wenn der Krieg da ist, kann man doch so wahnsinnige gute Geschichte drum herum schreiben. Hört sich jetzt fad an, aber es haben auch schon andere geschafft. Für mich war das nicht gut fortgesetzt, deswegen leider nur 3 Sterne. Vielen Dank an das #RandomHouseBloggerportal und den #Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Das Cover hat mir besser gefallen als das des ersten Buches, ich weiß nicht ob es an dem roten Hintergrund oder am Winter auf dem Cover liegt, denn es gefällt mir sehr gut. Der erste Band hatte mir ganz gut gefallen und deswegen musste ich einfach wissen wie es weiter geht. Besonders nachdem ich die Tuchvilla so toll gewesen ist mag ich die Autorin sehr gerne. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und detailreich, allerdings fehlte in diesem Band deutlich die Spannung. Ich hatte hier das Gefühl es wird krampfhaft fortgeführt und es kam besonders in der ersten Hälfte wenig Lesespaß auf. Die Handlung beginnt dort wo Band 1 endet, es geht nahtlos weiter was ein großer Pluspunkt gewesen ist. Allerdings fehlte mir das unbekannte Neue an dieser Geschichte es wurde einiges wiederholt und man hatte lange das Gefühl nichts neues zu entdecken. Das finde ich wirklich schade und hat auch so ein bisschen zu einer Leseflaute geführt. Insgesamt habe ich lange für das Buch gebraucht da ich es zwischenzeitlich einfach nochmal weg gelegt habe. Irgendwann wird es dann aber doch auch mal etwas spannender besonders in Bezug auf die Hochzeit, mit der manche Charaktere nicht wirklich einverstanden sind. Wäre ja auch wirklich langweilig gewesen wenn es da ohne Streitigkeiten abgelaufen wäre. Die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle, was ich grundsätzlich nicht schlecht finde allerdings wirkte es dadurch teilweise wie eine Wiederholung von Band 1. Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht, neue Intrigen, die ans Licht kommen und die ganze Geschichte aufgepeppt hätten. Ich müsste jetzt nicht noch einen Band davon lesen auch wenn mich das Ende dann doch noch etwas milde gestimmt hat. Fazit: Eine ordentliche Enttäuschung, da ich mehr von der Autorin gewohnt bin, ich denke "Das Gutshaus" wäre auch locker mit einem Band ausgekommen, dann wäre meine Enttäuschung nicht gewesen. Natürlich gab es hier auch viel positives aber ich hatte mir einfach noch mehr erhofft. Wenn man den ersten Band gelesen hat kann man auch noch Band 2 lesen aber man muss es eben auch nicht.

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Handlung: Nach unendlich vielen Jahren stehen Franziska und Walther endlich vor dem Altar. Eigentlich müssten sie wunschlos glücklich sein, wären da nicht ihre Wünsche: die Familie vereinen und ein harmonisches Zusammenleben mit allen zu führen. Doch zwischen ihnen stehen auch noch ungesagte Dinge aus der Vergangenheit, die an das Tageslicht müssen, um ein angenehmes Zusammenleben zu garantieren. Dazu kommen noch Probleme bei dem Umbau des Gutshofes, Handwerker sind nicht sonderlich zuverlässig und der ganze Umbau verschlingt mehr Geld, als ursprünglich angenommen. Werden sie es schaffen, alle Dinge zu klären und auf ihre Familie positiv einzuwirken? Meinung: Schon bei dem reinen Anblick des Covers wurde ich direkt an die Romane von Anne Jacobs erinnert. Ich finde diesen Wiedererkennungswert super, außerdem sieht das im Bücherregal natürlich sehr schön aus. Auch auf diesem Cover befindet sich eine Dame, die auf ein herrschaftliches Gebäude zuschreitet. Dabei erstrahlt die ganze Szenerie in einem winterlichen Ambiente, welches den gesamten Anblick fast schon märchenhaft erscheinen lässt. Am oberen Bildrand wurden die Wolken in aufrührerischen Farben dargestellt, was einen guten Bezug zu dem Titel – Stürmische Zeiten – bildet. Es gibt einen sofortigen Einstieg in die Handlung, ohne viele Wiederholungen wurde in das Geschehen eingestiegen. Wie schon im ersten Teil, werden die Kapitel auch hier von verschiedenen Personen geschildert. An sich finde ich dies eine gute Idee und bei vielen habe ich die Handlung interessant gefunden, gleichzeitig waren es mir zu viele Perspektiven. U.a. die von Ulli hätte ich nicht benötigt, dafür gerne mehr von Franziska oder Mine, die wichtiger für die gesamte Handlung sind. Beherrscht wird der Roman von einer schnell lesbaren und einfachen Schreibweise. Hier fand ich es ein wenig überraschend, dass es gar nicht so viele ausführliche Beschreibungen von dem Gutshaus gibt. Ja, es wurde grob beschrieben, jedoch in wenigen Sätzen und auch zu dem Baufortschritt gab es nicht sehr viele Informationen. Das habe ich von dem ersten Teil anders in Erinnerung und hier hat es mir etwas gefehlt. Allein schon, weil das Gebäude titelgebend ist und einen wichtigen Teil in der Handlung bildet. Besonders spannend beschrieben fand ich die Kapitel von Mine und Karl-Erich. Schon bei dem Vorgängerroman hatte ich die beiden Leute ins Herz geschlossen und war erfreut über das Wiedersehen. Die Dynamik und der Humor, der zwischen den Eheleuten herrscht, ist sehr erfrischend und ihre Schilderungen über die Vergangenheit waren eindringlich und lebendig. Es gibt viele Bekannte aus dem ersten Teil, einige tauchen unerwartet auf und nur wenige sind vollkommen neu. Als Hauptfiguren agieren Franziska und Jenny, wobei ich das Gefühl hatte, dass diesmal das Verhältnis aufgelockerter ist und alle bisherigen Nebenfiguren mehr in den Vordergrund gerückt sind. Es hat mich gestört, dass manchmal nur Namen in den Raum geworfen wurden, man als Leser jedoch keine Information erhalten hat, wer die Person genau ist. Einerseits wird dadurch der dörfliche Faktor hervorgehoben, wo jeder jeden kennt, andererseits mag ich es, wenn ich weiß, wie die Personen zusammenhängen. Auch hier fand ich die Charaktere etwas schwierig. Im Einzelnen betrachtet waren sie stark und eindringlich gezeichnet, jedoch agierten sie meist nie miteinander. Die Bindung zueinander wurde nie sonderlich tief dargestellt, sondern rect oberflächlich und einfach. Besonders mit Franziska hatte ich meine Probleme, sie wirkte fast mechanisch und mit der Zeit hat es mich gestört, dass sie mit ihren Problemen nicht zu anderen Menschen gegangen ist. Insgesamt finde ich, dass sie die schwierigste Protagonistin ist, die am meisten Eigenheiten hat, die dem Leser böse aufstoßen können. Fazit: Leider konnte mich auch der zweite Teil nicht vollkommen überzeugen, besondere Probleme hatte ich mit den Protagonisten. Ab und an hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, weil auch schon der Titel auf Probleme hinweist, diese jedoch nur finanziell bedingt sind. Ein paar mehr Dramen hätte ich mir gewünscht und vielleicht auch mehr Blicke in die Vergangenheit von Walther und Franziska. Das Highlight waren für mich Mine und Karl-Erich, sie waren herzallerliebste Charaktere, die viel Energie in die Handlung gebracht haben.

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