Leserstimmen zu
Last Human - Allein gegen die Galaxis

Zack Jordan

(0)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 15,99 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Sarya ist der letzte Mensch im Universum und muss ihre wahre Identität vor unzähligen Aliens, die die Watertower Station bevölkern, verbergen. Sie wird von einer riesigen Alienspinne aufgezogen, bis ein Kopfgeldjäger auf die Raumstation kommt und nach ihr sucht. Sarya flieht und versucht herauszufinden, warum die Menschheit vernichtet wurde. Dabei kommt sie einer riesigen Verschwörung auf die Spur … . Das erste Drittel dieses Romans hat mich alleine schon wegen des außergewöhnlichen Plots vollkommen in den Bann gezogen: Ein Menschenkind wird von einer riesigen Alienspinne aufgezogen. Jordan beschreibt dieses Szenario so detailliert, bildhaft und glaubwürdig, dass man meint, man wäre mittendrin und hautnah mit dabei. Das hat mich wirklich tief beeindruckt und auf der Seite www.thelasthuman.com kann man Bilder von Jordans Freund sehen, der einige dieser Szenen gemalt hat. Es ist absolut erstaunlich, denn genau so habe ich mir das während des Lesens auch vorgestellt. 😉 Dieser Einstieg in eine Geschichte, die mich so manches Mal an die früheren Werke von Stephen Baxter erinnert hat, entwickelt sich dann aber immer mehr zu einem epischen, bombastischen SF-Roman, den man nicht mehr so schnell vergisst. Dennoch wäre ich noch gerne länger auf der Raumstation geblieben und hätte die Gespräche und Handlungen der Spinne und dem Menschenkind weiterverfolgt. Der Übergang und die Entwicklung zu einer anderen Handlung beginnt mit Saryas Flucht und setzt zum einen ein enormes Durchhaltevermögen und zum anderen eine gewisse philosophische Ader beim Leser voraus. Ansonsten wird die Handlung vielen zu schwerfällig, kompliziert und manchmal sogar etwas langatmig erscheinen. Es lohnt sich aber auf alle Fälle am Ball zu bleiben, denn Jordan entwickelt eine Welt, die dermaßen fantastisch ist, dass man auch nach der Lektüre dieses Buch noch darüber nachdenkt. Der Autor beschreibt komplizierte Vorgänge sehr verständlich und kurzweilig, so dass ich wieder beim Vergleich mit Stephen Baxter lande, der diese Gabe ebenfalls beherrscht. Alleine deshalb wird Zack Jordan für Baxter-Fans schon interessant sein. Jordans Schreibstil ist nicht unbedingt einfach, was aber an der entsprechenden Thematik liegt. Hat man sich aber erst einmal daran gewöhnt, so fliegt man nur so durch die Seiten, obwohl man oftmals über das Gelesene nachdenken muss. „Last Human“ ist episch, obwohl es eigentlich nur um eine einzige Person geht. Jordan entwirft eine „innere Welt“, in der man sich gerne auch einmal aufhalten würde. Sicherlich hätte man die ein oder andere Szene tatsächlich streichen können, doch im Nachhinein hat alles dann doch irgendwie seinen berechtigten Platz im großen Ganzen. Für mich stellte dieses Buch einen großartigen Ausflug im Science-Fiction-Genre dar. Und wenn man dem Nachwort des Autors glauben darf, so geht die Geschichte vielleicht sogar noch eines Tages weiter. Mich würde es jedenfalls freuen. . Fazit: Außergewöhnlicher SF-Roman mit einem sehr genialen Einstieg. ©2020 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Lesen Sie weiter