Leserstimmen zu
Dämonen

Jürgen Domian

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Erster Satz: Die Frevler aber holen winkend und rufend den Tod herbei und sehnen sich nach ihm, wie nach einem Freund; sie schließen einen Bund mit ihm, weil sie es verdienen ihm zu gehören. Dämonen war für mich eine etwas andere aber keine negative Geschichte. Die düstere Seite der Geschichte hatte für mich sogar etwas positives an sich. Der Leser erhält eine kurze Zusammenfassung von Hansens Leben. Der Protagonist der Geschichte beschäftigt sich mit dem Thema, über das die Gesellschaft gerne schweigt. Kein Wunder, da es kein Thema ist, über das aman sich täglich und gerne unterhält. Dennoch fasst Dämonen es mit einer reflektierenden Geschichte gut zusammen. Jene Dämonen spiegeln das, was jeder Mensch in sich trägt und mit dem er zu kämpfen hat. So sind von den Negativen Emotionen und Eigenschaften die Rede. Eben jene reflektierende Art ist das Interessante an der Geschichte. Auch der Protagonist hat eine interessante Art an sich. Daran ist die Schreibart des Autors nicht ganz unschuldig. Selbst wenn das Buch nicht aus der Ich-Perspektive beschrieben ist, kann man den Handlungen leicht folgen. Die Geschichte ist zwar mit negativen Emotionen verbunden aber sie ist dennoch gut beschrieben. Meiner Meinung nach zeigt der Protagonist Seiten von sich, die jeder Mensch kennt. Deswegen sollte es an sich einfach sein der Geschichte zu folgen. Fazit: Mein erstes Buch von Jürgen Domian, jener Person, der ich früher Nachts auf 1Live gelauscht habe. Dämonen hatte etwas faszinierendes und interessantes an sich. Dämonen setzt sich mit den negativen Seiten der Gesellschaft auseinander. Ich habe schon lange nicht mehr solch ein Buch mit einem traurigen Hintergrund so interessant gefunden. Zwar handelt es sich um eine kurze Geschichte aber trotz der kleinen Seitenanzahl handelt es sich um eine intensive Geschichte.

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Jürgen Domain hat ein wahnsinniges Talent ein Buch zu schreiben. Dieses Buch ist der Hammer! Während man dieses Buch liest, stellt man sich häufig die Frage ,,Was ist der wirkliche Sinn des Lebens?'' Die Geschichte ist nicht nur total beeindruckend und psychologisch geschrieben. Sie wurde in Perfektion geschrieben. Jürgen Domain ist dafür bekannt, dass er sich für den Tod interessiert. Und dies merkt man. Dieses Buch regt sehr zum Nachdenken an. Alleine deshalb lässt sich sein Buch ,,Dämonen'' auch gut lesen. Ich habe dieses Buch an einem Tag durchgelesen (okay, es sind auch nur 192 Seiten :D ), aber dennoch fand ich es total gut. Und es ist eine absolute Leseempfehlung! Mir fehlen regelrecht die Worte für dieses Buch. Ich bin mehr als fasziniert davon, wie Jürgen Domain das Gefühl der Stille, sowie das Gefühl der Einsamkeit beschrieben wurde. Das Cover ist sehr schlicht und ebenfalls winterlich gestaltet. Dies passt perfekt zur Geschichte und auch zur Einsamkeit. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich sofort überzeugen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

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zum Inhalt: Hansen ist lebensmüde, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat das Leben satt, sieht absolut keinen Sinn mehr in seinem Tun und Dasein. Aber nicht auf depressive Weise. Er ist einfach fertig mit leben. Gut durchgeplant beschließt er sich an seinem 60 Geburtstag, am 21. Dezember im hohen Norden das Leben zu nehmen. Alkoholisiert und nackt in den Schnee will er sich legen - bei minus 30 Grad. Er reist bereits ein halbes Jahr vorher zu seiner letzten Stätte und trifft, in der Einsamkeit seiner gemieteten Hütte, auf seine inneren Dämonen. meine Meinung: Insgesamt ist es eine sehr schwere und bedrückende Kost gewesen. Der Freitod ist immer noch ein Tabuthema. Mich als betroffene Angehörige, hat es noch mal mehr mitgenommen, Hansens inneren Kampf zu erleben. Die Struktur ist klar und gut zu lesen, dennoch störten mich am Ende die vielen Zitate aus diversen literarischen Werke der Weltgeschichte, die ich als unstudierte teilweise gar nicht tiefergehend begriffen habe. Die Kapitel empfand ich als relativ lang, was aber dem Lesefluß keinen Abbruch tat. Die Hauptfigur 'Hansen' ist sehr gut ausgearbeitet, dennoch fand ich nicht so richtig Zugang zu ihm. Teilweise lag es an der Wortwahl - gibt es wirklich Leute die sich so gestochen ausdrücken und auch so denken? Zwischendurch hoffte ich sogar auf Zwangseinweisung in die Psychiatrie - nicht wegen dem Vorhaben, sondern wegen den wirren Fantasien. Das Ende war mir zu trocken, zu abrupt, zu unrealistisch. [Spoiler Anfang] Und es bleiben noch offene Fragen: Was ist mit Kay? Ist er nicht irgendwie Schuld an dem Tod von Phillip, weil er sein Versprechen an Hansen gebrochen hat? Macht er sich nun nicht unweigerlich Vorwürfe?? Weiß Hansen denn nun warum ihm Phillip wirklich gefolgt ist? Wie ist die Beziehung nun zwischen Kay und Hansen? Natürlich hat das nichts mit der eigentlichen Botschaft dieses Buch zu tun, aber es stört mich. [Spoiler Ende] Das Cover ist recht spartanisch gehalten, spiegelt aber den Inhalt ganz gut wieder. Ein tiefgründiges, philosophisches Werk, das mich leider nicht ganz überzeugen konnte. ich vergebe 3 ★★★

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DÄMONEN JÜRGEN DOMIAN Eine hoch philosophische, traurige Geschichte Eins ist - aus meiner Sicht - klar: Jürgen Domian kann schreiben - und wie! Das ist Literatur! Das ist Philosophie! Die Geschichte ist nicht nur extrem beeindruckend und psychologisch, sie ist auch in Perfektion geschrieben. Und deshalb lässt sich "Dämonen" auch richtig gut lesen. Hier gibt's was zum Nachdenken – und zwar auf hohem Niveau. Domian ist ja bekannt dafür, dass er sich für das Mysterium "Tod" interessiert. Ein Thema, das wir meist ausklammern, weil es uns unangenehm ist. Aber eine Sache, die uns alle am Ende unseres Lebens ereilen wird. Oder wir werden mit dem Tod konfrontiert, wenn liebe Menschen sterben. Ein vermeintlich unschönes Thema. Aber nicht für Domian. Und auch nicht für Hansen, die Hauptfigur seiner Geschichte. Hansen wird bald 60 und so recht erfreut ihn nix mehr. Nicht mehr gutes Essen, nicht mal mehr das sich Betrinken, alles ist langweilig und eintönig geworden, jeder Tag ist gleich, nix interessiert ihn mehr, für nix kann er sich so recht mehr begeistern, die Kunst fesselt ihn nicht mehr, das Leben hat einen faden Beigeschmack bekommen. Wozu soll er morgens überhaupt noch aufstehen? Was sollte ihm das Leben schon noch bieten können? Was soll es noch bringen? Was sollte er noch erleben können, das er noch nicht erlebt hat? Was sollte noch geschehen, das ihm das Leben schmackhaft macht. Sein Leben ist gelebt! Sein Leben kann jetzt enden. Es ist aus und vorbei. Er will sterben! Das beschließt Hansen. Und dazu fährt er nach Lappland, mietet sich in einem Haus ein und hat vor, dort die letzte Zeit seines Lebens zu verbringen. Und in der Stille, in der Einsamkeit, beim Alleinsein - da begegnet er nicht nur nicht selbst und lässt sein Leben noch mal Revue passieren, dort trifft er auch auf seine Dämonen. Und die Stille und das Schweigen bringen eben allerhand hervor - Gutes, Geheimnisvolles, Wahres, Dämonisches. So recht können wir uns heute in diesen modernen, technischen Zeiten die echte Stille vielleicht gar nicht mehr vorstellen. Eins sein mit der Natur. Allein sein mit sich selbst, um zum Kern des eigenen Ichs zu gelangen. Eine Reise zum eigenen Inneren, damit die Welt nicht mehr laut sein kann. Aber nehmen wir die Welt am Ende nicht doch irgendwie mit in diese erzwungene Stille, wohnt das Laute nicht auch in uns? Hansen hat einen Sohn. Diesen Sohn liebt er heiß und innig. Der wichtigste Mensch in seinem Leben. Aber auch ihm sagt er nicht, dass er vorhat, zu sterben, dass er gehen möchte, dass er des Lebens müde ist. Warum soll er ihm das auch antun? Klar ist, dass da dann auch Zweifel aufkommen. Denn wie wird der geliebte Sohn denn reagieren, wenn er seinen Abschiedsbrief liest und den Vater zu Grabe trägt? Wird er ihm am Ende da nicht doch böse sein? Und dann ist da noch der einzige Freund, dem Hansen am Tag vor seiner Abreise in einer Alkohollaune von seinem geplanten Vorhaben erzählt. Natürlich darf der Freund niemandem etwas sagen. Auch hier geht es um eine irrsinnige Gewissensentscheidung. Fragen über Fragen über Fragen. Das Buch ist gut - zweifelsfrei. Große Literatur. Ich dachte zwischendrin sogar an Hesse. Was mir die richtig große Freude, diese innere Freude am geschriebenen Wort von Domian, ein wirklich großer Denker, dann aber doch ein kleines bisschen verdorben hat, ist die Tragik dieser Geschichte. Lustig ist hier nix. Klar, lustig ist das Leben nicht und lustig ist der Tod nicht. Bei so einem Thema kann es nicht lustig zugehen. Dennoch fehlt mir in der Story dieser Aha-Moment, die kleine Erleuchtung, der Lichtblick im Dunkeln, die wahre Erlösung. Vielleicht zu viel verlangt. Und was soll der Tod schon bringen, das uns das Leben nicht bieten kann? Als Quintessenz bleiben für mich die Gedanken, dass wir die Zeit, die uns bleibt, nutzen sollen, ja, sogar nutzen müssen und dass wir dankbar sein sollen, für die Menschen, die uns lieben und die uns wirklich nahe stehen. Das Leben ist ein Geschenk. Punkt. Denn wir alle wissen ja nicht, wann er vor uns steht, der Tod! Und manchmal kommt er eben völlig unberechenbar daher. Meistens sogar. Und dann, ja dann wissen wir das wieder zu schätzen, was wir manchmal, weil es so schwer sein kann, dämonisieren: Das Leben! c) M. / 14.12.2017 _______________

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Hansen wird in sieben Monaten 60 Jahre alt. Allerdings plant er kein rauschendes Fest, um sein Leben und seine Gesundheit zu feiern, sondern den Tod. Er ist gesund, hat einen Sohn und eigentlich geht es ihm gut. Aber er hat einfach keine Lust mehr zu leben. Den Suizid plant er in Nordschweden mit einer Flasche Hochprozentigem und dem Schnee als tödlichem Werkzeug, das ihn erfrieren lässt. Jürgen Domian hat mit Dämonen seinen dritten Roman geschrieben und es scheint auffällig viele Parallelen zwischen dem Protagonisten Hansen und dem Autor Domian zu geben. Dass von beiden die Nachnamen präsenter sind als die Vornamen und dass beide am 21.12. Geburtstag haben (Jürgen Domian wird in diesem Jahr sogar wirklich 60) und dass beide ihre Urlaube gern in Skandinavien verbringen, sind nur die offensichtlichen Dinge. „Dämonen“ ist keine einfache Lektüre. Nicht nur, weil das Buch mit der Grundvoraussetzung, dass jemand sich selbst töten möchte, schon eher düster anmutet, sondern auch der Verlauf, die Dämonen, haben mich als Leser immer wieder einhalten und nachdenken lassen. Jürgen Domian schafft es auf den 192 eine der Situation angemessene Atmosphäre zu schaffen. Die Dämonen, die laut Domian Dinge wie Schuld, böse Züge im Charakter, Feigheit und Trägheit sind, übermannen Hansen, die Stille macht ihn fast verrückt. Der Text wird immer wieder durch Zitate aus anderen Büchern (von der Bibel bis zu anonymen Autoren), sogenannten Metatexten, untermauert und gestärkt. Und auch als Leser habe ich das gespürt und musste gelegentlich eine Lesepause einlegen, um dies zu verarbeiten. Meisterhaft gemacht von Jürgen Domian. Hansen Geschichte hat mich nicht nur interessiert, ich wollte ihn fast nicht mehr los lassen. Die Geschichte um Hansen ist toll erzählt, seine Gedanken, seine Ängste, sein Blick aufs Leben sind grandios erzählt. Mich hat das Buch als Menschen weiter gebracht, ich habe einige Tage über meine Dämonen nachgedacht und sehe diese nun klarer vor mir. Eine beeindruckende Leistung eines Romans!

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