Leserstimmen zu
Die Inselgärtnerin

Sylvia Lott

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Sonja hat das Glück momentan nicht unbedingt auf ihrer Seite. Ihr Mann betrügt sie mit einer Yoga-Lehrerin, und dann verliert sie auch noch ihren Job als Gartenarchitektin. Genau in dieses Chaos schwebt die Nachricht, dass ihre Tante Sandy ihr ein Häuschen in Florida, auf Dolphin Island, vererbt hat. Eigentlich will Sonja den Ballast so schnell wie möglich loswerden. Doch dann verliebt sie sich in das Häuschen am Meer und gewinnt schnell Freunde. Bald ist auch der Entschluss gefasst, hier in Florida umweltfreundliche Dünengärten zu gestalten. Alles könnte so friedlich und schön sein, würde nicht jemand Sonja’s Pläne durchkreuzen wollen. Auch dass sie hin und her gerissen ist zwischen dem wohlhabenden, smarten Nick und dem zurückhaltenden Sam, macht es ihr nicht gerade leichter…. Sylvia Lott nimmt den Leser mit auf eine Reise ins schöne Florida. Ihre leichten und zugleich bildlichen Formulierungen lassen schnell wunderschöne Bilder im Kopf des Lesers entstehen. Schnell hat man sich mit der Hauptperson identifiziert und fiebert mit ihr mit. Die immer wieder erwähnten Motown-Hits verstärken Sommerfeeling und Urlaubsstimmung noch zusätzlich. "Wenn das Meer glitzert und es nach Sommer riecht, ist es Zeit, sich zu verlieben ...", so das Cover. Man verliebt sich auch in dieses Buch. Hier ist der Autorin ein rundum herrliches Sommerbuch gelungen, das man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.

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Zitat: „Solange du dir im Klaren bist darüber, was du zu tun hast, musst du es tun.“ [S.409, Z.12f] Inhalt: Sonja steht vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens. Ihr Mann Michael geht öfter fremd und eröffnete ihr dann das er mit einer jüngeren Frau neu anfangen möchte, in ihrem Haus. Ihr Chef verkauft die Firma und kündigt ihr – versüßt mit einer Abfindung. Darauf fällt sie in ein Loch. Irgendfwo darin erinnert Sonja sich an ihre amerikanische Erbschaft. Spontan beschließt sie dahin zu fliegen, sich alles anzusehen und dann zu verkaufen. Als Sonja erstmal da ist beginnt sie sich zu erholen und das Leben neu zu sortieren. Soll dieses schöne Stück Erde wirklich verkauft werden? Meine Meinung: Auf dieses Buch habe ich schon lange gewartet. Denn die Bücher der Autorin haben mich bisher nicht nur an unbekannte Orte sondern auch in andere Zeiten geschickt. Frühere, wo Frauen nicht so viele Freiheiten besaßen wie es heute in vielen Ländern ist. Der Klappentext klang so interessant, dass ich mich fast aufs Sofa gesetzt und zu lesen begonnen habe. Nach wenigen Seiten war ich nicht nur in der Geschichte von Sonja drinnen, sondern auch wie bei den bisherigen Büchern dem Schreibstil verfallen. Wie ein paar andere Autorinnen, die ich gerne lese, hat Sylvia Lott eine Art die es einem leicht macht die Orte, Charakter, Gefühle und Hintergrundinformationen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu sehen. In einer Sache hat mich das Buch aber wirklich überrascht. Anders als ihre bisherigen Geschichten gab es in diesem Buch keine längeren Phasen in der Vergangenheit. Zwar kleine Einblicke und ein paar Briefe, doch ansonsten findet der Inhalt in der Gegenwart statt. Gelächelt habe ich bei der Erwähnung einer Rhododendron-Züchtung an der Sonja arbeitet. Ich musste an 'die Rose von Darjeeling' denken, ein anderes Buch von Sylvia Lott in dem es auch um Züchtungen dieser Pflanzen geht. Womit ich direkt zu Sonja komme, die ich in dieser Geschichte kennen, lernen durfte. Denn es ist ihre. Die junge Frau mochte ich von Anfang an. Sie ist Gartenarchitektin und mit ihrer Arbeit nicht ganz zufrieden, denn die Art wie in der Firma die Gärten angelegt werden mag sie nicht. Doch anstatt etwas zu sagen behält sie diese Gedanken für sich. Das sie sich das Fremd gehen ihres Mannes so lange gefallen lies, war das Einzige was ich absolut nicht verstanden habe. Den hätte ich schon längst vor die Tür gesetzt. Im Grunde ist sie eine naturverbundene , tierliebende, freundliche und offene Person. Im Laufe des Buches bekommt sie ihr Selbstbewusstsein wieder, wodurch sie eine sehr große Entwicklung macht. Da fand ich die Änderung ihres Namens von Sonja zu Sunny sehr passend. Schon bei ihrer Ankunft in Florida habe ich gelesen wie sie Anfang sich zu verändern. Im positivem versteht sich. Nach den Problemen mit ihrem Nachbarn Cyrus Need wurde sie von allen Seiten herzlich aufgenommen. Diese Freundlichkeit und das Herzliche hat ihr, zusammen mit dem schönen Grundstück ihrer Tante, geholfen zu sich selbst zurück zu finden. Schnell weiß Sonja was sie möchte: das Grundstück behalten, eine Gärtnerei eröffnen, in Florida bleiben. Ich sagte weiter oben ja schon, dass ihr die Reise gut tat. Und wie so nach und nach all das durchkam konnte ich nur wohlwollend nicken. Sonja ist für Natürlichkeit und viele der Personen die in der Geschichte auftauchen sehen es genau so. Ranger, der Führungen in einem Nationalpark mag und Wilderer verabscheut. Stormy die Ketten, Fliesen und andere Dinge aus Materialien herstellt, die sie am Strand findet. Rainy und auch Sam, Jemand der sehr viel über Tiere weiß und wohl mit ihnen gearbeitet hat. Die Gärten die Sunny im Laufe des Buches anlegt und plant haben mich für sie eingenommen. Ich konnte einfach nicht anders. Die Liebe hat in dieser Geschichte auch ihrem Platz gefunden. Obwohl Sunny eigentlich darauf verzichten will nach der Enttäuschung mit Michael. Nick Winslow ist ihr erster Kunde was die Dünengärten angeht und ein durchaus attraktiver Mann. Der mir allerdings von Anfang an sehr suspekt war. Viel Geld, teure Autors, großes Haus, viele Ratsmitglieder und reiche Firmenbekannte, zu sportlich und einfach irgendwie... ja komisch. Von seinen ganzen Exfreundinnen mal abgesehen. Trotzdem entwickelt sich langsam etwas zwischen den Beiden. In Sam findet Sunny einen wirklich guten Freund, der ihr in allen Lebensbereichen zur Hand geht und ein unheimlich guter Zuhörer ist. Jemand zum Pferde stehlen der trotz eigener Fehler immer Zeit hat. Wenn die zwei sich nicht gerade im Streit Dinge an den Kopf werfen die eigentlich ungesagt sein sollten. Doch sie raufen sich immer wieder zusammen. Der Naturschutz, die Flora und Fauna, nehmen tatsächlich sehr viel Platz in der Geschichte ein. Manchmal direkt angesprochen oder im Hintergrund mit eingebaut. Das werdet ihr beim Lesen recht schnell merken. Es wird viel auf Nachhaltigkeit und Schonung geachtet. Ihr merkt. Der Roman hat mir gefallen und es fällt mir sehr schwer etwas zu finden was mir nicht gefiel. Außer vielleicht, dass es gut hätte länger sein dürfen. 5 Flocken und eine Leseempfehlung von meiner Seite.

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Sonja hat noch an der Trennung von ihrem Mann zu knabbern als sie auch noch ihren Job verliert. Nach längerer Überlegung entscheidet sie sich ihr frisch geerbtes Strandhaus auf Dolphin Island in Florida zu besuchen. Die Landschaft und das Klima samt dem Meer haben es Sonja vom ersten Augenblick angetan. Recht schnell hat sie sich eingelebt und auch eine neue Aufgabe hat sie recht schnell gefunden als gelernte Landschaftsgärtnerin möchte sie Dünengärten anlegen die perfekt zur Küste Floridas passen. Irgendjemand legt Sonja allerdings immer wieder Steine in den Weg und es steht fast schon in den Sternen ob sie sich ihren Traum erfüllen kann. Da ich schon das eine oder andere Buch der Autorin Sylvia Lott gelesen habe und mich diese auch immer total in ihren Bann gezogen haben war ich doch recht neugierig auf diesen Roman. Der Einstieg ins Buch ist mir mehr als leicht gefallen und ich bin auch recht gut beim Lesen vorangekommen. Gut gefallen hat mir, dass der gesamte Roman vollständig aus der Sicht von Sonja erzählt wurde. Da aber auch die anderen Figuren in Gesprächen zu Wort kamen ergab dann alles zusammen für den Leser ein völlig rundes Bild. Dem Handlungsverlauf konnte man auch sehr gut folgen, klar die eine oder andere Entscheidung hätte ich zwar anders getroffen aber dies aht mich nicht weiter gestört und liegt auch immer an der Einstellung des Lesers. Auch der Spannungsbogen war bis zum Schluss gespannt, so konnte man sich währen des Lesens seine Gedanken machen wie wohl alles ausgehen könnte. Mit dem Ende war ich zwar nicht so ganz einig da es mir etwas zu offen war ob sich alles noch so entwickelt wie es sich Sonja gewünscht hat. Die Figuren des Romans empfand ich während des Lesens alle als sehr detailliert beschrieben, so konnte man sie sich sehr gut während des Lesens vorstellen. Bei den Handlungsorten konnte man sich alles sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen da die Orte sehr gut und detailreich beschrieben waren und hier war es egal ob es ein fiktiver oder ein realer Ort war. Alles in allem hatte ich wunderbare Lesestunden mit dem Buch, es war für mich einfach ein Wohlfühlbuch. Sehr gerne vergebe ich für den Roman alle fünf Sterne.

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Verzückende Geschichte

Von: Kathaflauschi

12.06.2018

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Hierbei hat mich das Cover schon sehr angesprochen und ich habe mich auf ein schönes Frühlinghaftes Buch gefreut. Da ich selbst gerne im Garten bin, habe ich mich umso mehr gefreut. Es ist auch ein wunderbarer Roman und man lernt gleich am Anfang Sonja kennen, die ein Haus in Florida vererbt bekommt. Da sie gerade in einer privaten Krise steckt, entschließt sie sich kurzerhand sich das Anwesen anzuschauen und dabei kommen einige Überraschungen auf sie zu. Nicht nur das Dolphin Island sie total in den Bann zieht, nein, sie entschließt sich dabei auch einen Neuanfang zu wagen. Man verfolgt Sonjas Geschichte dabei von Anfang an und sie wächst einem auch ins Herz. Als Leser ist man auch gespannt, ob es mit ihren Träumen klappt und ob es auch mit einer neuen Beziehung etwas wird. Aber Sonja muss auch erstmal einiges aus ihrer Vergangenheit verarbeiten, was leichter gesagt ist als getan. Den ihr wurde nicht nur das Haus vererbt, es wurden auch diverse Briefe und noch einiges anderes vererbt, die sie erstmal verarbeiten muss. Dabei macht die Protagonistin Sonja einige Wendungen durch und erlebt auch einige Überraschungen, die für uns Leser genauso spannend sind. Die Geschichte bekommt dadurch auch noch die passende Tiefe und man ist förmlich ans Buch gefesselt. Mit Sonja konnte ich nur mitfühlen, da sie sich auch öfters traurig und depressiv fühlt. Doch auch sie entwickelt sich und wirkt sogar richtig glücklich. Der Schreibstil der Autorin war dabei leicht und locker zu lesen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sonja gelesen und somit werden auch die Eindrücke von Dolphin Island wunderschön bildlich beschrieben. Es ist so als ob man das ganze mit eigenen Augen erlebt. Sylvia Lott hat eine Atmosphäre geschaffen, bei der man sich nur Wohlfühlen kann. Dass das Buch kaum was mit Gärtnern zu tun hat, fand ich etwas schade, aber kann getrost darüber hinwegsehen. Es gibt auch einige interessante Zitate in dem Buch. Im Allgemeinen fand ich das Buch unterhaltsam und habe es in einem Zug durchgelesen, weshalb es auch für mich eine Leseempfehlung ist.

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Die vergangenen vier Jahre von Sonja Janssen waren nicht einfach. Erst der Tod ihres Vaters, dann erfuhr sie von ihrem Mann Michael, dass er eine andere liebe. Letztendlich zog sie aus dem gemeinsamen Haus aus in eine kleine Wohnung. Allerdings gab es auch etwas positives für Sonja. Ihre Tante Sandy hatte sie als Alleinerbin für ihr Anwesen in Florida eingesetzt. Vor Ort war Sonja noch nie gewesen. Doch es sollte noch schlimmer kommen für sie. Nach über fünfzehn Jahren im Familienbetrieb der Gärtnerei teilte man ihr mit, dass die Firma Hagemann von einem Marktführer übernommen werde. Da war kein Platz mehr für sie. Man bot ihr eine gute Abfindung an. Ehe kaputt, Job weg, und nun kam ihr Noch-Mann an, dass seine Freundin bei ihm einziehen wolle - Scheidung. Anlaufstelle für Sonja ist schon ihre Familie, ihre Mutter. Diese erzählt ihr ein wenig über Tante Sandy. Diese war 1952 gleich nach ihrer Volljährigkeit nach Amerika ausgewandert. Allerdings war der Kontakt zueinander nicht gerade intensiv. In Amerika selbst war Mr. Marx als Nachlassverwalter der Tante tätig. Eigentlich wollte Sonja das Anwesen auf Dolphin Island verkaufen, doch eine innere Stimme sagte ihr nach all dem ganzen Desaster etwas anderes. Mit einem Visum für sechs Monate geht es nunmehr ziemlich flott über den Atlantik. Die Persönlichkeit von Sonja ist gut gezeichnet, eine erwachsene Frau, authentisch mit all ihren Eigenschaften, ihrer Liebe zu Pflanzen. Auch die Persönlichkeit ihrer verstorbenen Tante, deren Leben und ihrer Liebe, zu Mensch und Tier, fließt nach und nach in die Handlung ein und erklärt deren Handeln. Wie Sonja mit aller Kraft versucht, ihr Leben neu zu leben und sich glücklich zu fühlen, daran lässt die Autorin den Leser teilnehmen. Als ein neuer Mann in Sonjas Leben tritt, kommt ganz langsam auch das Glück zurück. Hier sei gesagt, dass "Die Inselgärtnerin" nicht nur ein Liebesroman ist. Mit dem Skizzieren des sehr interessanten Leben von Tante Sandy zeigt sie sämtliche Höhen und Tiefen auf. Die Protagonisten sind sehr glaubwürdig, beeindruckend und authentisch gezeichnet, aber auch auf die Nebenfiguren wird ebenso gründlich eingegangen, um das Ganze rundum zu verstehen als auch nachzuvollziehen.

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Ein absolutes Sonnenscheinbuch

Von: zauberblume

30.05.2018

Auch das neueste Buch "Die Inselgärtnerin" aus der Feder der Erfolgsautorin Sylvia Lott ist ein hello-sunshine-Buch. Mit diesen Büchern beschert uns der Blanvalet Verlag ein ganz besonderes Lesevergnügen und einen ganz besonderen Sommer. Die Autorin entführt uns in ihrem neuen Werk nach Florida und hier dürfen wir auf der Dolphin Insel eine herrliche Zeit verbringen. Zur Geschichte: Die Trennung von ihrem Mann fällt Sonja schwer, denn eine lange Zeit ihres Lebens hat sie Michael verbracht. Aber weil das noch nicht genug ist, verliert die Gartenarchitektin auch noch ihren Job. Eigentlich hält sie nichts mehr in ihrer norddeutschen Heimat. Als sie in Florida ein Strandhaus von ihrer verstorbenen Tante Sandy erbt, will Sonja eine längere Zeit in Florida verbringen. Doch sobald sie auf den Dophin Islands ankommt, erliegt sie deren Zauber. Und schon bald findet sie eine neue Herausforderung. Sie will schöne umweltfreundliche Dünengärten anlegen. Außerdem lernt sie Nick Winslow kennen, vielleicht kann er sie zum Bleiben bewegen. Doch es wäre ja zu schön, wenn alles glatt laufen würde. Jemand versucht Sonja riesengroße Steine in den Weg zu legen und will nicht, dass sie hier ein neues Zuhause findet. Ja und dann ist da noch Sam, der Lebenskünstler, der sie zum Lachen bringt und ihr auch des öfternen aus der Patsche hilft. Auch nach Beendigung dieses traumhaften Romans habe ich wunderbare Bilder von meinem inneren Auge. Mein Kopfkino bekommt einiges zu tun. Schon bei den herrlichen Landschaftsbeschreibungen merkt man, dass die Autorin Florida des öftern besucht hat und auch ihre Begeisterung für dieses Land ist förmlich zu spüren. Auch ich sehe die tollen Strände, sehe die herrlichen Gärten, die unter Sonjas Hand entstehen, vor mir. Mache Bekanntschaft mit vielen besonderen Pflanzen und auch manches Tier sorgt für eine Überraschung. Man fühlt sich beim Lesen einfach sofort heimisch und würde sich am liebsten bei Sonja auf der Terrasse die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Auch die Charaktere hat die Autorin perfekt beschrieben. Ich kann mir von jedem einzelnen ein genaues Bild machen. Mir gefällt der bunte Haufen, der im Kulturzentrum für Programm sorgt, da wäre ich auch gerne mit dabei. Sonja habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich habe mich mit ihr geärgert, wenn alles nicht so nach Plan verlaufen ist. Außerdem kann ich sie gut verstehen, dass sie hier ihr Herz an Land und Menschen verloren hat. Mir würde es hier nämlich auch gefallen. Und natürlich kommt in diesem Sommerroman auch die Liebe nicht zu kurz, auch wenn es manchmal Umwege braucht, um die wahre Liebe zu erkennen. Für mich ein absolutes Sommer-Sonne-Gute-Laune-Buch für unterhaltsame und gefühlvolle Lesestunden. Das Cover ist auch ein Traum, genauso stelle ich mir Sonjas Häuschen vor. Gerne vergebe ich für dieses Traumlektüre 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

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Sonja steckt gerade voll in einer Lebenskrise, da sie frisch getrennt von ihrem Ehemann auch noch ihren Job als Gartenbauarchitektin bei der Firma Hagemann verliert. Doch just in diesem Moment erreicht sie ein Brief aus Florida, dass ihre Tante Sandy ihr nach ihrem Tod ein kleines Anwesen auf Dolphin Island vermacht hat. Um Abstand von allem zu gewinnen reist sie voller Spannung in das ferne Land und ist überwältigt von dem zauberhaften kleinen Strandhaus, dass sie dort erwartet. Die wunderschöne Gegend, die aufgeschlossenen und freundlichen Menschen und der überaus attraktive Nick Winslow entfachen in Sonja den Wunsch, sich auf Dolphin Island eine neue Existenz als Strandgärtnerin aufzubauen. Doch das Paradies hat auch seine Tücken. Ein unbekannter Widersacher legt ihr immer wieder neue Steine in den Weg. „Die Inselgärtnerin“ ist ein wunderschönes Buch, mit dem mich Sylvia Lott sofort in einen entspannten Wohlfühlmodus und in ein perfektes Urlaubsfeeling hineinversetzt hat. Was hat die Autorin nur für eine hervorragende bildliche und sprachliche Erzählweise! Man lebt die Geschichte richtig mit! Sonjas Probleme, ihr seelisches Tief und die unerwartete Erbschaft waren ein toller Aufhänger für den Start in eine faszinierende Geschichte. Die Reise nach Florida ist ein Traum und war für mich mit vielen Déjà-Vus behaftet. Sylvia Lott hat das wunderschöne Land so real und naturgetreu geschildert, dass die ganze Zeit mein Kopfkino nur am Laufen war. Ich hätte gerne das Gästezimmer mit Meerblick in Sonjas Strandhaus bezogen, um anschließend mit ihr zusammen anhand eines Tagebuches, von Briefen und Filmen die ganzen Geheimnisse und die Vergangenheit ihrer Tante zu entdecken. Immer mal wieder werden diese faszinierenden Rückblicke in den neuen aufregenden Lebensalltag von Sonja mit eingebaut. Sie bekommt eine ganz andere Lebensauffassung in ihrer neuen Heimat und nennt sich fortan Sunny. Es ist schön zu beobachten, wie sie zu einer spontanen, einfallsreichen und selbstbewussten jungen Frau wird, deren Arbeit als Gartengestalterin sehr gefragt ist, da sie mehr auf Natürlichkeit und Ursprünglichkeit setzt. Doch einige Hürden für ihre Selbstständigkeit müssen genommen werden und irgendeiner scheint dem entgegenwirken zu wollen. Durch ihren ersten Auftrag lernt sie den überaus attraktiven Nick kennen und ist fasziniert von ihm. Ein prickelndes Gefühl liegt zwischen ihnen in der Luft. Doch irgendwie schafft es auch Sam, Sunnys Feriengast, Freund und Helfer in der Not, auf sich aufmerksam zu machen. Für wen wird sie sich wohl entscheiden? Herzerwärmend und aufregend werden hier Sonjas Verliebtheit, ihre Gefühle und die Erkenntnis, wer der Richtige für sie ist, erzählt. Sylvia Lott hat es wunderbar verstanden, dem Leser den Flair und das Lebensgefühl in Florida näherzubringen. Man spürt die Lebenslust und den Zusammenhalt von Sunnys Freunden und erlebt mit ihnen zusammen gesellige Zusammenkünfte mit Motown-Hits, Reisen im Cabrio quer durch das Land und fiebert mit Sam mit, der an einem Hemingway Contest in Key West teilnimmt. Mein Fazit: „Die Inselgärtnerin“ war ein wundervolles sommerleichtes Buch, das mich brillant unterhalten hat und ein Fest für die Sinne und Gefühle war. Ich konnte mich wegträumen und in der Geschichte verlieren. Für diesen besonderen Lesegenuss kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen und hochverdiente 5 Sterne vergeben! Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich unbedingt noch weitere Bücher lesen möchte.

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Ein Roman für eine kleine Auszeit zum Wegträumen

Von: kelo24 aus Hildesheim

24.05.2018

Sonjas Leben befindet sich gerade auf Talfahrt – vom untreuen Ehemann getrennt wird ihr nun auch noch ihr Job als Landschaftsarchitektin gekündigt. Als Rettungsanker zum erforderlichen Tapetenwechsel erweist sich die Erbschaft ihrer nach Florida ausgewanderten Tante Sandra(Sandy) : ein Strandhaus auf Dolphin Island, dessen Verkaufserlös Sonja für ihren beruflichen Neustart nutzen möchte. Aber es kommt ja irgendwie immer alles ganz anders als geplant. Das Grundstück erweist sich als kleines Stück vom Paradies, die Nachbarschaft als gesellige, offenherzige und hilfsbereite Runde, und dann tauchen auch noch völlig unerwartet Schmetterlinge in Sunnys, wie sich Sonja jetzt nennt, Bauch auf. Wenn das kein Grund zum Bleiben ist! Aber da das dann doch zu einfach wäre gilt es mit Hilfe der neuen Freunde viele Klippen zu umschiffen. Sonja/Sunny ist eine sehr sympathische Protagonistin, die sich im Laufe der Handlung von der deprimierten grauen Maus zur selbstbewussten ideensprühenden Frau entwickelt. Auch alle anderen Mitwirkenden wirken authentisch und haben ihre eigene kleine Geschichte. Der Schreibstil ist wunderbar leicht, dabei aber ausdrucksstark, und ich bin durch die Seiten geflogen. Fasziniert haben mich immer wieder die detaillierten Landschaftsbeschreibungen, die eine ganz eigene Atmosphäre hatten. Obwohl ich in Florida bisher nur mit dem Finger auf der Landkarte war kam es mir so vor, als hätte ich auch schon einige Urlaube dort verbracht. Während des Lesens hatte ich „Kopfkino“ und das Gefühl, dabei zu sein, egal ob bei Fahrten quer durch Florida, bei den Sonnenuntergängen oder den Mondscheinnächten am Strand oder beim Planen und Gestalten der faszinierenden Dünengärten. In die Handlung eingeflochten gibt es dann ganz nebenbei auch noch viele Informationen zu artgerechter Delfinhaltung, Umweltschutz und Klimawandel. Das ist ein Buch zum Seele baumeln lassen, ein Roman zum Wegträumen, Genießen und Wohlfühlen für eine kleine Auszeit oder auch als Sommerlektüre.

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