Leserstimmen zu
Die 100 - Rebellion

Kass Morgan

Die 100-Serie (4)

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Im vierten Band von „Die 100“ haben sich die Überlebenden der zerstörten Raumstationen und die Erdbewohner inzwischen angefreundet; sie versuchen im Einklang miteinander zu leben. Das Dorf scheint endlich zur Ruhe zu kommen und die Opfer des letzten Angriffs der feindlichen Erdenbewohner werden geehrt und neue Reserven werden aufgebaut. Doch Bellamy glaubt nicht an diese Ruhe. Er sieht hinter jeder Ecke feindlich Gesinnte, hört Stimmen und sucht nach Hinweisen auf den Feind. Alle anderen, darunter auch Clarke glauben allerdings, dass Bellamy an Verfolgungswahn leidet, dass er die letzten kämpferischen Monate nicht vollständig verkraftet hat. Die 100 – Rebellion – Ein brutaler Überfall Aber Bellamys ungutes Gefühl war kein Wahn, denn der Überfall kommt brutal und ohne Erbarmen. Unbekannte Männer entführen Frauen und Männer, Mädchen und Jungs, andere werden getötet oder zurückgelassen. Sämtliche Waffen und Nahrungsmittel werden mitgenommen und zurück bleiben Verletzte und verstörte Menschen. Die Wintervorräte sind geraubt und die Überlebenden sind schutzlos der Natur und anderen Feinden ausgesetzt. 19 Dörfler und Kolonisten sind entführt worden. Viele sind tot und der Rest ist schockiert über die Wucht des Überfalls. Denn eines ist schnell klar: Es waren Fremde, die das Dorf vorher genau beobachtet hatten und wussten wo Vorräte und Waffen sich befinden und wann das Dorf am verwundbarsten war. Bellamy ist verzweifelt und gibt sich selbst die Schuld, denn seine Schwester Octavia gehört zu den entführten Mädchen. Die 100 – Rebellion – die Verfolgung Und wieder einmal ist die Gruppe der jugendlichen Kolonisten Clarke, Bellamy, Wells und Glass von einander getrennt. Während die einen einen Suchtrupp zusammenstellen, um den Entführern auf die Spur zu kommen, versuchen die anderen mehr über die Fremden zu erfahren. Wie sich bald herausstellt, sind diese eine Sekte unter der Führung von Sörin, einer Frau, die ein neues Erbe der Mutter Erde aufbauen will. Dabei sind die Männer ihre Handlanger, plündern andere Dörfer und entführen für sie passenden Nachwuchs. Sie nennen sich die Beschützer. Glass steigt schnell in eine höhere Position auf und beginnt bald zu schwanken zwischen den Vorgehensweisen dieser neuen Gruppe und ihren Zielen für die überlebenden Menschen auf dem Planeten. Während Bellamy und seine Leute die Basis der Beschützer beobachten, wird er immer aggressiver, denn mit allen Mitteln will er seine Schwester und die anderen befreien. Sowohl auf ihrer Seite als auch auf der Seite der Gefangenen kommt es zu Uneinigkeit und Streit. Kann es eine friedliche Lösung geben oder ist die Sekte der Beschützer so verblendet, das ein einzelnen Menschenleben nichts wert ist im Gegensatz zum höheren Ziel der Mutter Erde zu dienen? Die 100 – Rebellion – Neu? Eine brutale Sekte, ein Überfall und das erneute Entzweien der Jugendlichen. Der vierte Band von „Die 100“ hätte ein neues Abenteuer auf der Erde sein können und doch konnte es mich nicht so ganz überzeugen. Statt der alten befeindeten abtrünnigen Dorfbewohner führt Kass Morgan neue Feinde ein: die Sekte der Beschützer, eine von Frauen geführte Gruppe, die sich als Diener von Mutter Erde sehen. Dieses Konzept ist nich neu, sondern irgendwie schon alt bekannt. Eine fanatische Gruppe stellt den Wert des Einzelnen über ein höheres Ziel. Aufgeschreckt durch diese neuen Feinde müssen die Jugendlichen wieder um ihr Leben kämpfen. Die einen versuchen es taktisch, die anderen mit unbändiger Wut. Von Figurenentwicklung ist leider nicht viel vorzufinden, denn die Geschichte ist oberflächlich und bis auf die drastischen Entwicklungen der Storyline doch recht vorhersehbar. Es gibt ein paar Opfer, es gibt wieder die Helden und richtigen Entscheidungen. Dazwischen ein bisschen Streit und die vage Vermutung: wer wechselt die Seiten? Aber letztendlich bleibt „Die 100 – Rebellion“ eine Geschichte, die von den eigentlichen „Die 100“ wegführt. Der vierte Band ist eine Art Ausläufer, der versucht noch mehr Abenteuer auf der Erde einzufangen und bleibt doch nur ein kurzes Zwischenspiel, dem es an wirklicher Tiefgründigkeit fehlt. Zu Gute muss man Kass Morgan halten, dass sie versucht Diversität in diesen Band zu schreiben. Dies bleibt nicht unbemerkt, kann aber die seichte Geschichte nur bedingt unterstützen.

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Das kam überraschend. Eigentlich war die Romanreihe Die 100 von Kass Morgan, welche in Deutschland im Verlag Heyne fliegt veröffentlicht wird, nach dem dritten Band Heimkehr beendet. Die 100 sind mehr oder weniger heile und vollzählig auf der Erde angekommen und haben sich den zahlreichen Gefahren wiedersetzt und zusammen mit den restlichen Überlebenden der Kolonie im All wurde nach vielen Auseinandersetzungen eine neue Gesellschaft auf der Erde etabliert und das mit einigen der Erdgeborenen. Friede Freude Eierkuchen und Ende. Sollte man zumindest meinen. Ich bin selbst ein großer Fan der TV Serie, die auf der gleichnamigen Romanreihe der Autorin Kass Morgan basiert, obwohl Buch und TV Serie bis auf ein paar Namen und die ganz ganz grob gefasste Handlungn un wirklich nichts gemeinsam haben. Nichtsdestotrotz habe ich auch die bisher veröffentlichten Bücher der Autorin gerne gelesen, obwohl eine klare Abwärtstendenz hin zum dritten Roman zu erkennen gewesen ist. Die Reihe hatte damals schon den Eindruck gemacht, dass die Autorin nicht mehr genau weiß, wohin die Reise gehen soll und nur irgendwie versucht hat, ein halbwegs rundes Ende hinzubekommen. Das ist ihr letztlich auch einigermaßen gelungen. Nun kommt aber ein vierter Roman überraschend daher und ich kann einfach nicht verstehen, was das überhaupt soll. Die Reihe war abgeschlossen aber vermutlich war der finanzielle Erfolg, welcher vermutlich durch die TV Serie zustande gekommen ist, zu groß und zu verlockend für die Autorin. Ich weiß es nicht, ich spekuliere hier lediglich. Aber ich hätte es definitiv besser gefunden, wenn es Kass Morgan bei lediglich drei Romanen belassen hätte, auch wenn ich mich sehr auf neues Material rund um Clarke, Bellamy und Co. gefreut habe. Leider ist dieser vierte Band aber alles andere als gut, sondern vielmehr einfach eine absolute Katastrophe und eine riesige Enttäuschung. Eigentlich ist nach den turbulenten der vorangegangenen Romane endlich Ruhe auf der Erde eingekehrt und das große Blutvergießen und die Konflikte sind zu einem versönlichen Ende gekommen. Die neu gegründete Gesellschaft findet allmählich einen geregelten Ablauf und eine fixe Struktur, die eine neue Besiedelung der Erde ermöglichen kann. Doch wie aus heiterem Himmel taucht eine neue Splittergruppe der Erdgeborenen auf, überfällt das Camp und entführt zahlreiche der Campbewohner. Natürlich bleiben die schlagkräftigsten Protagonisten, u.a. Clarke und Bellamy zurück, welche kurzerhand die Entscheidung fällen, sich an die Verfolgung der Entführer zu machen und die entführten Mitmenschen zu befreien. Die Entführer entpuppen sich letztendlich als eine Art Sekte, die die Erde über alles verehren, aber zu sehr brutalen und rücksichtslosen Mitteln greifen, was u.a. durch die Entführung verdeutlicht worden ist. Nichtsdestotrotz scheint die Gehirnwäsche der Sekte gut zu funktionieren, da bereits nach wenigen Stunden die ersten Entführten an die Ansichten der Entführer glauben. HALLO? Geht es noch? Das ganze Buch spielt in einem Zeitraum von knapp 7 Tagen, davon sind 6 Tage An- und Abreise zum Mittelpunkt des Geschehens und an einem einzigen Tag kann man sich komplett von seinen Kerkermeistern einlullen lassen und fängt an, die auf einmal gut zu finden? Ist natürlich voll authentisch. Dazu kommt noch, dass die Charaktere, speziell Bellamy, mir einfach nur dermaßen auf die Nerven gegangen sind. Er wurde zu einem der Anführer der neu gewählten Gesellschaft gewählt, verhält sich aber immer noch bockig wie ein kleiner Junge. Es gibt überhaupt keine Weiterentwicklungen. Alles bleibt auf der Stelle. Und genau das passiert auch mit der eigentlichen Handlung. Sie tritt auf der Stelle. Zugegeben, es gibt ein paar Szenen, die durchaus mit einiger Action überzeugen können, allerdings ist der komplette Plot überflüssig. Ob dieses Abenteuer jetzt passiert oder nicht, die Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Fortbestand der Menschheit bleiben völlig unbeeindruckt. Ein paar unwichtige Charaktere sterben, ein paar neue kommen hinzu. Alles in allem ein Nullsummenspiel ohne Sinn und Verstand. Eine absolut dämlich konstruierte Geschichte, die niemandem etwas nützt, außer vielleicht der Kasse der Verlage und der Autorin. Ich habe selten eine so überflüssige Geschichte gelesen, die zudem auch keinerlei moralische Botschaft vermittelt. Einfach nur knapp 300 Seiten Schmarrn. Lasst die Finger davon, auch wenn ihr, so wie ich, ein Fan der Reihe Die 100 seid. Es lohnt sich nicht! Fazit zu Die 100 - Rebellion von Kass Morgan Die 100 - Rebellion von Kass Morgen ist nur eins und das ist unglaublich miserabel. Eine plumpe Geschichte, platte Charaktere ohne Weiterentwicklung und nahezu keine Spannung. Hier fehlt es einfach an allem. Ein absoluter Reinfall und eine Schande, dass das von der gleichen Autorin stammt wie die ersten drei Bände. Unterirdisch!

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