Leserstimmen zu
Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin

R.F. Kuang

Die Legende der Schamanin (1)

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Wow. Einfach nur Wow. Ich bin noch immer fassungslos. Dieses Buch hat mich komplett umgehauen und meine Welt auf den Kopf gestellt. Die Genialität dieser Geschichte ist mit nichts vergleichbar was ich bisher gelesen habe. Die Welt, die in Im Zeichen der Mohnblume beschrieben wird, ist unglaublich komplex, doch obwohl man im ersten Kapitel oder große Erklärungen in diese Welt hinein geworfen wird, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl etwas verpasst zu haben oder Lücken im Fortgang der Story zu sehen. Man begleitet Rin dabei, wie sie den Plan fasst nicht nur von ihrer Ziehfamilie wegzukommen, sondern auch noch an der besten Militärakademie des Landes aufgenommen zu werden. Rin ist stur und willensstark. Hat sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt kann man sich sicher sein, dass sie es bis zum Ende durchzieht, absolut alles gibt und alles in ihrer Macht stehende tut um zu erreichen was sie sich vorgenommen hat. Sie hat es definitiv nicht leicht, sieht sich unzähligen Hürden gegenüber und bekommt von allen Steine in den Weg gelegt, einfach weil sie eine Kriegswaise ist und weil sie aus dem Süden kommt. Aus einem kleinen armen Dorf und nicht aus einer angesehenen Familie. Jeglichen Respekt muss sie sich erkämpfen. Doch all diese Hindernisse machen sie nur noch stärker und fördern ihr unbeschreibliches Durchhaltevermögen. Über die Zeit in der Akademie hinaus möchte ich in dieser Rezension nichts schreiben. Alles weitere empfinde ich als Spoiler; doch so viel sei gesagt: Rin geht ihren Weg, erreicht unerwartete Höhen und blickt in abgrundtiefe Schluchten des menschlichen Wesens und Verstandes. Sie erblickt Dinge die so schrecklich sind, dass man sie sich nicht einmal vorstellen kann und die mich (und ich bin wirklich nicht zimperlich) schlucken ließen. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Denn Krieg und Hass spielen hier eine zentrale Rolle. Viele der Kriegsverbrechen, die hier begangen werden, werden sehr grafisch beschrieben und Tod und Zerstörung sind überall. Wer darauf jedoch gefasst ist, wird eine Achterbahnfahrt der Gefühle erleben und gefangen sein zwischen Faszination und Abscheu, Schock und Begeisterung. 10/5 Sterne!!!

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Die junge Rin ist als Kriegswaise den Launen ihrer Opium schmuggelnden Zieheltern ausgeliefert und hat nur ein Ziel: die schwere Prüfung zu bestehen die ihr einen Studienplatz an der renommierten Akademie der Hauptstadt Sinegard sichern soll. Als sie aufgenommen wird wähnt sie sich am Ziel ihrer Träume, doch das sollte sich als Fehleinschätzung herausstellen. Unter den hohen Söhnen und Töchtern die seit Kindesbeinen auf die Akademie vorbereitet wurden ist sie die Außenseiterin und kann nur schwer ihren Platz unter den Schülern finden, obwohl sie gute Leistungen zeigt. Sie muss kämpfen um sich durchzusetzen und findet dabei ihre ganze eigenen Methoden, Unterstützer und ein Talent, mit dem sie nicht gerechnet hätte. Doch der Krieg steht vor der Tür, Rin muss an die Front und begegnet Grausamkeiten, die ihre Seele für immer verändern werden... Ich habe das Buch hauptsächlich über das amerikanische Booktube entdeckt wo viele sehr begeistert sind und der zweite Band auch schon erschienen ist. Hierzulande ist die Reihe bisher eher untergegangen. Sehr schade eigentlich. Obwohl das Buch über 650 Seiten hat, bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Rin ist alles andere als eine perfekte Protagonistin, im Gegenteil. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich in eine eher fragwürdige Richtung und das fand ich sehr faszinierend. Auch die anderen Charaktere sind nicht unbedingt Schätzchen, sondern haben sehr "scharfe" Ecken und Kanten und teilweise echt ein Rad ab. Aber genau das war spannend. Ansonsten geht es sehr viel um Kriegsführung, Strategie und Politik. Das muss man schon mögen. Ich lese gerne was in der Richtung wenn es gut verpackt ist, aber auch ich fand es stellenweise ein wenig langatmig. Damit muss man rechnen, lohnt sich aber. Die Fantasy-Elemente sind gut eingestreut und haben etwas Esoterisches an sich. Es hat auch einen religiösen Anteil, der aber perfekt zum "Magie-Thema" passt und mich nicht gestört hat. Mich hat das Buch auf jeden Fall gepackt und vor allem die Szenen im Krieg und alles was Rin so am Ende fabriziert hat waren super gelungen und wirklich rasant. Für mich war das Buch ein blutiges, strategisches und äußerst gut gelungenes Spektakel das sicher nicht jeden überzeugen kann, aber Lust auf den zweiten Band macht der im November erscheint. Ich werde weiterlesen! Ein Buch über eine Waise die sich an einer der renommiertesten Kriegsakademien des Landes durchschlagen muss und dabei nicht nur in blutige Auseinandersetzungen verwickelt wird, sondern auch eine ganz besondere und furchterregende Macht in sich entdeckt die Folgen haben wird... Das Buch bietet eine rasante Storyline voller teilweise sehr blutig-grausamen Szenen (Trigger), Politik, Kriegswissenschaften und religiös-magischem Fanatismus. Bis auf ein paar der Politik und Strategie geschuldeten Längen sehr spannend. Ein fulminantes Ende macht Lust auf Band 2.

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Klappentext Rebecca F. Kuang interpretiert in ihrem Debüt die asiatische Geschichte neu und erschafft eine Welt voller Kampfkunst, Götter und uralter Magie. Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte. Meine Meinung Eins kann ich euch schon mal vorwegsagen: Im Zeichen der Mohnblume hat mich nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil, ich bin wirklich begeistert von diesem Debütroman und freue mich sehr auf den zweiten Teil, der im November erscheinen wird. Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Sie beschreibt die neu erschaffene Welt detailreich - an manchen Stellen auch etwas genauer, als man es als Leser eigentlich wissen möchte - fast kalt und distanziert, was perfekt zur Atmosphäre des Buches passt. Ihre Sprachgewalt ist unglaublich und neben dem komplexen Worldbuilding absolut genial! An einigen Stellen war die Handlung zwar etwas langatmig, aber der Schreibstil lässt es definitiv nie langweilig werden. Rin ist eine sympathische Protagonistin, die ich gerne begleitet habe. Sie ist eine eine Waise und lebt in Armut. Sie ist ein unfassbar ehrgeiziges, kluges und nach Macht strebendes Mädchen, und es tat mir sehr leid, dass sie so einen steinernen Weg hatte. Als Leser kann man Rin für ihre Kraft nur bewundern. Sie schafft es von ganz unten nach oben. So ist sie der Obrigkeit natürlich ein Dorn im Auge, aber nichts scheint Rin aufhalten zu können. Sie entwickelt sich weiter und wächst zu einer starken Persönlichkeit heran. Im Laufe des Buches merkt man, dass ihr die Sehnsucht nach Macht etwas über den Kopf steigt und sie viele Entscheidungen unüberlegt trifft und unüberlegt handelt. Die Handlung selbst ist ziemlich brutal und krass, definitiv nichts für schwache Nerven. Ich kann dieses Buch nur jedem Fantasy-Fan empfehlen!  

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Die Schamanin

Von: Steffi

17.08.2020

Cover Auf dem Cover ist eine Kriegerin zu sehen, die Rin darstellen soll. Sie ist in der Farbe Rot vorgehoben, was nicht nur gut aussieht, sondern auch zur Geschichte passt. Es wirkt als würde sie in einer Rauchwolke stehen. Meinung Die Schamanin ist der erste Band der Reihe "Im Zeichen der Mohnblume" von R. F. Kuang. Wegen des schönen Covers bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und der Klappentext hat sich auch interessant angehört. Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin hat es geschafft alles Bildhaft zu beschreiben. Das Buch ist in drei große Abschnitte aufgeteilt. Erzählt wird aus der Sicht von Rin. Am Anfang und am Ende des Buches gibt es eine Karte, so dass man eine Übersicht hat, wo die Förderation Mugen, Khurdalain, Sinegard und die vielen anderen Schauplätze in diesem Buch liegen. Rin ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch. Sie ist ein Waisenmädchen und lebt in Armut. Sie war mir gleich am Anfang sehr sympathisch und es tat mir sehr Leid dass sie so einen steinernen Weg hatte. Als Leser kann man Rin für ihre Kraft nur bewundern. Sie schafft es von ganz unten nach oben. So ist sie der Obrigkeit natürlich ein Dorn im Auge, aber nichts scheint Rin aufhalten zu können. Sie entwickelt sich weiter und wächst zu einer starken Persönlichkeit heran. Ihre Entwicklung und die Entscheidungen die sie im Laufe der Geschichte trifft, sind nicht immer positiv und konnten von mir nicht immer nachvollzogen werden, aber trotzdem hatte sie auch am Ende immer noch einige Sympathiepunkte bei mir übrig. Die Stimmung im Buch ist die ganze Zeit über düster und bedrückend. Im ersten Teil geht es zwar um Rins Ausbildung in Sinegard, aber auch diese Zeit ist nicht leicht und manchmal erschreckend. Auch die Beschreibung von Sinegard und Rins erste Erlebnisse dort, sind nicht schön. Im Großen und Ganzen also eine ziemlich grausame Welt die die Autorin da beschreibt. Die Förderation und die Kaiserin stehen kurz vor einem grausamen Krieg. Nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich gelesen das die Konflikte zwischen diesen Ländern einen wahren historischen Hintergrund haben, was man bei so einem Fantasy Roman nun wirklich nicht erwaret aber natürlich eine gute Idee ist. Vökermord, Drogensucht, Vertümmelung von Lebenden und Leichen, Gräberschändung, das sind alles Themen die einem in diesem Buch begegnen. An einem gewissen Punkt in dieser Geschichte war es wirklich grausam über all die Gräueltaten der Förderation zu lesen. Es gibt noch andere tolle Charaktere, die überzeugen konnten. Kitay wird für Rin ein wichtiger Begleiter. Altan ist sicherlich der wichtigste Charakter neben Rin in diesem Buch und ist ein Schamane wie Rin. Die Beiden verbindet noch etwas anderes, was ich hier aber nicht verraten will. Altan ist bis zum Schluss geheimnisvoll und sein Charakter sehr zwiegespalten. Jiang hat für Rin eine wichtige Rolle gespielt und ich hoffe das er im zweiten Band nochmal auftauchen wird. Auch bin ich gespannt wie es mit den anderen aus Rins Truppe weiter gehen wird, wie sich das Verhältnis zwischen Rin und Kitay entwickelt und vor allem wie Rin sich entwickeln wird. Fazit Die Schamanin von R. F. Kuang hat mich gefesselt und ich habe die 672 Seiten schnell durchgelesen. So schrecklich einige Stellen in diesem Buch sind, man kann einfach nicht aufhören und muss wissen wie es ausgeht. Ich vergebe 4 von 5 Sterne.

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Die junge Rin, zu Beginn der Geschichte noch 16 Jahre alt, arbeitet hart um an der Akademie von Sinegard angenommen zu werden und schafft das auch. Aber sie muss nicht nur um Erfolg und Anerkennung kämpfen, sondern landet schon bald in einem Krieg, in dem die Macht der Götter eine verführerische Gefahr für alle Beteiligten darstellt. Das Buch teilt sich in zwei Teile, der erste Teil besteht aus der Ausbildung an der Akademie, der zweite Teil widmet sich dann dem Krieg. Im Mittelpunkt steht vor allem Rin und ihre charakterliche Entwicklung in diesen Jahren und auch wenn sie sich schon verändert, fand ich nicht alle Entwicklungen besonders positiv. Rin ist nicht wirklich eine Heldin. Sie ist sehr ehrgeizig und lernt mit Leidenschaft, weil sie der Gedanke an die Zwangsheirat, die ihre Adoptiveltern im Sinn haben, anwidert. Sie nimmt ihre Ausbildung sehr ernst und hat auch viel Talent, aber ihre Herkunft macht es ihr manchmal etwas schwer. Rin ist sehr schlau, aber auch sehr stur, sie lässt sich von nichts aufhalten und verschließt dabei ihre Augen vor den Konsequenzen. Eigentlich denkt sie schon logisch, aber wenn sie sich erst mal ein Ziel gesetzt hat, dann will sie das auch erreichen. Die Macht der Götter ist gefährlich, aber auch so mächtig ... Natürlich sieht Rin dann nur eine Seite der Medaille und die andere nicht, obwohl sie immer wieder gewarnt wird - in dieser Hinsicht haben mich auch die ständigen Wiederholungen genervt. Immer wieder das gleiche Gespräch, sodass man als Leser wirklich begreift, dass Rin es nicht tun sollte. Rin begreift aber gar nichts. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Kampfszenen und daher finde ich solche Kriege beim Lesen nicht sehr spannend. Strategien, Pläne, Gespräche und die Auswirkungen des Krieges finde ich aber sehr interessant und die fand ich hier auch sehr gelungen. Nikan und die Nachbarländer haben eine interessante Geschichte und auch die Magie der Götter und Schamanen hat mir wirklich gut gefallen. Als die Ausbildung an der Akademie so plötzlich endete, war ich schon ein bisschen enttäuscht, weil mir die so gut gefallen hatte, aber auch die Kriegszeit war wirklich spannend. Fazit Mir hat "Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin" ziemlich gut gefallen. Ich mochte die Welt und ihre Magie, auch die Handlung fand ich sehr spannend. Nur mit der Protagonistin konnte ich mich nicht richtig anfreunden.

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Das Buch kam für mich einer Berg und Tal Fahrt gleich. Es gab einige Momente, in denen ich daran dachte, es einfach abzubrechen und wieder andere, an denen ich es einfach nur wirklich gut fand und gefesselt schien. Auch jetzt am Ende kann ich nicht ganz einordnen, wie ich zu dem Buch stehe, aber das ist ok. Denn vielleicht ist es einfach so. . Was ich an dem Buch aber definitiv hervorheben kann und was ich wirklich, ja WIRKLICH grandios fand, ist die Komplexität. Politik, Wirtschaft, Infrastruktur, Kultur, Glaube, Kriegskunst… Das alles ist so detailliert und durchdacht, dass ich immer wieder staunen durfte. Und auch wenn es mir zwischendurch immer mal langweilig wurde, weil es zu sehr in die Tiefe ging, schien alles irgendwie wichtig und richtig zu sein. . Auch die Handlung selbst bzw. die Thematik fand ich interessant. Es ist definitiv mal wieder etwas ganz Neues und sehr gutes. Aber ich wurde nicht richtig warm mit der Geschichte. Vor allem aber auch mit Rin nicht. Sie war oft so wütend, ohne dass ich wirklich wusste woher diese Wut kam. Und dann wiederum war sie verunsichert und ängstlich. Sie hatte ein Ziel vor Augen. Die ganze Zeit. Aber wieso war es ausgerechnet dieses Ziel? . Für meinen Geschmack, war die Geschichte auch etwas zu düster. Sie ist sehr gewaltvoll, kriegerisch und mit einer Menge Zorn versehen. An sich nicht schlimm und das gehört auch definitiv dazu, aber mir fehlte auch mal etwas Positives oder der Hoffnungsschimmer. Aber bei Rin schien nie etwas so richtig anzukommen. . Keine Ahnung. Irgendwie kompliziert mit diesem Buch. Denn es war wirklich gut und man merkt auch wie unglaublich viel Arbeit darin steckt, aber es war wahrscheinlich einfach nicht meins.

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Inhalt Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte - und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte. Meine Meinung Erstmal wow! Es ist ein Fantasybuch, das mit keinem anderen vergleichbar ist, das ich bisher gelesen habe. Ich kenne mich zwar absolut gar nicht mit der chinesischen Kultur und Mythologie aus, aber ich nehme stark an, dass sich das Buch daran orientiert hat. Es handelt sich hier um eine fantastische Welt, in der die Regionen des Landes mit Tiernamen benannt sind, die die Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders darstellen könnten. Außerdem geht es sehr viel um Götter, die durch die Schamanen mit den Sterblichen kommunizieren und auf der Erde handeln können. Ob diese Götter allerdings frei erfunden oder eine Anlehnung an eine Mythologie darstellen, kann ich nicht sagen. Dieser völlig andere Zugang hat mich aber total begeistert. Es ist keine Geschichte und keine Welt wie ich sie bisher kannte. Von Anfang an hat das Buch ein sehr schnelles Erzähltempo. Das ist auch ein klitzekleiner Punkt, der mir an manchen Stellen nicht so gut gefallen hat. Später wird es etwas langsamer, aber in der ersten Hälfte des Buches zieht sich die Geschichte über mehrere Jahre. An machen Stellen fand ich, dass Szenen nicht ausgeschmückt genug waren, aber das ist echt kein großer Mängel. Andererseits gab es aufgrund dieses flotten Erzähltempos keine Spannungseinbrüche. Die Spannung war konstant vorhanden und durch den flüssigen Schreibstil lies sich die Geschichte sehr schnell lesen. Auch durch die Erzählung über mehrere Jahre, lernt man die Hauptfigur Rin sehr gut kennen. Man begleitet sie von ihrem erbärmlichen Leben auf dem Land zur Akademie von Sinegard. Von Beginn an ist klar, dass sie unglaublich zielstrebig und stur ist und ihre Ziele um jeden Preis erreichen will. Diese Eigenschaften behält sie durchweg bei und leiten ihre Entscheidungen. Es passiert so wahnsinnig viel in der Geschichte, dass es nur Spoiler wären, hier mehr zu erzählen. Aber sie ist einfach nur absolut lesenswert, da man sich sehr gut in die Welt einfinden kann. Aber eines noch: es gibt tatsächlich keine Liebesgeschichte in diesem Buch. Obwohl ich immer von mir behauptet habe, dass ich in einem Buch unbedingt eine bräuchte, hat sie mir in diesem überhaupt nicht gefehlt. Es passieren einfach so viele andere Dinge und allein sich in der Welt zurechtzufinden und die Zusammenhänge mit dem Schamanismus und den Göttern und auch dem Drogenkonsum, der damit einhergeht (denn durch die Einnahme von bewusstseinserweiternden Stoffen gelingt es überhaupt erst, eine Verbindung zu den Göttern herzustellen), gibt so viel her, dass eine Liebesgeschichte gar nicht mehr nötig ist. Aber trotzdem, wem das Fehlen der Liebe zu viel ausmacht, der sei hier an dieser Stelle vorgewarnt. Fazit Ganz große Empfehlung!! Ein Fantasybuch, das anders ist als andere, da es sich in Richtung der chinesische Mythologie begibt. Die Geschichte von Rin und vor allem die Welt, in der sie lebt, sind absolut fesselnd und lassen keinmal an Spannung nach. 4,5/5 Sterne

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Ganz Okay

Von: Lesefluss

13.06.2020

Titel: Im Zeichen der Mohnblume Autorin: R. F Kuang Einband: Broschur Seiten: 667 Seiten Verlag: Blanvalet Verlag Preis: 16 € Dieses Buch habe ich vom Blanvalet als Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, Dafür möchte ich mich noch einem Bedanken. Klappentext: Rin ist ein einfaches Waisenmädchen, das im Süden des Kaiserreichs Nikan lebt. Ihre Adoptiveltern benutzen sie als billige Arbeitskraft, und um sie herum gibt es nur Armut, Drogensucht und Ödnis. Um diesem Leben zu entfliehen, setzt sie alles daran, um an der Eliteakademie von Sinegard aufgenommen zu werden. Doch auch dort wird Rin wegen ihrer Herkunft verspottet und ausgegrenzt. Da bricht ein Krieg gegen das Nachbarreich aus. Rin muss nun kämpfen und entdeckt dabei, dass ihre Welt nie so einfach war, wie sie geglaubt hatte – und dass sie zu viel mehr in der Lage ist, als sie selbst je für möglich gehalten hätte. Meinung: Ich habe mich richtig darauf gefreut nach Nevernight das nächste große epische High Fantasy Abenteuer zu lesen. Und diesmal mit asiatischem Charme. Das Siebenhundert Seiten dicke Buch begann so unglaublich spannend. Ich bin durch die ersten 200 Seiten nur so geflogen. Wir haben Rin begleitet wie sie für die Prüfungen gelernt hat, die sie bestehen muss, um an der Elite Akademie in Sinegard aufgenommen zu werden. Vom Waisenkind was Lernmaterial gegen gestohlenes Opium tauscht, was in einem kleinen Dorf lebt was gerade nur zuvor Armut Drogensucht und Ödnis schreit auf die wohl begehrteste Akademie. An sich also eine ziemlich coole Idee. Die Autorin hatte einen sehr schönen schreibstill bei dem man immer sehr gut mitkam, obwohl das Buch so lang war. Was mich gestört hat, waren die langen Kapitel, so haben sich manche Kapitel ziemlich in die Länge gezogen, was in manchen Kapiteln noch schlimmer war da in ihnen sowieso nichts passiert ist. Was ich einfach schon im ersten 200 Seiten über Rin sagen konnte nein eigentlich schon direkt nach den ersten 10 Seiten ist das Rin Taff ist. Sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen und will allen beweisen, dass sie es schafft. Die Mitte des Buches, weil er langweilig und hat sich sehr gezogen. Es wurde an manchen Stellen sogar sehr sehr langatmig und es wurden einige Sachen gar nicht näher ausgeführt, von den ich mir gewünscht hätte, dass sie mir näher erklärt werden. Und trotz der ganzen kriege und kämpfe die dort im Buch stattfanden, gab es einige langweilige stellen. Ungefähr 400 Seiten des Buches waren einfach nur episch die restlichen Seiten leider langweilig und zäh. Aber wenn es einmal zur Sache ging, ging es richtig zur Sache. Die Szenen waren brutal und verstören und teilweise auch furchteinflößend. Der Weltenaufbau der Autorin war einfach nur grandios, ich konnte mir alles so gut vorstellen und der asiatische Touch hat alles noch viel besser gemacht. Das Buch hat ein offenes Ende. Ich bin derzeitig noch am Überlegen, ob ich den zweiten Teil dieses Jahr noch lesen werde oder überhaupt noch lesen werde. Anhand des Endes würde ich schon ja sagen aber, wenn der zweite Teil genauso dick sein sollte wie der erste und sich genauso zieht, darauf habe ich glaube ich nicht so wirklich Lust.

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