Leserstimmen zu
Kain und Abel

Jeffrey Archer

Kain-Serie (1)

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William Kane und Abel Rosnovski sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere, William ein Sohn wohlhabender Bankiers, Abel ein Waisenkind, sein ganzes Leben ein einziges Drama. Abwechselnd liest man von ihren Erlebnissen und auf über 700 Seiten passiert wirklich jede Menge, doch ein erstes Treffen der beiden findet erst relativ spät statt. Als die beiden sich erneut über den Weg laufen, kommt endlich Schwung in die Sache, doch meiner Meinung nach zu spät. Zwar gibt es auf dem Weg dahin jede Menge politischer Scharmützel, Gefahren und Intrigen zu bewältigen, doch bleibt die Spannungskurve über weite Strecken des Buches flach und schlägt nur gelegentlich in höhere Ebenen aus. Genau diese Ausschläge waren es, die mich zum Weiterlesen gebracht haben. Ich habe zwar schon ähnlich umfangreiche Bücher gelesen, doch war es bei den meisten stimmiger aufgebaut. Einige Stellen wirkten irgendwie wie grobe Lückenfüller und oberflächliche Zusammenfassungen von eigentlich wichtigen Geschehnissen, andere wiederum lasen sich ausgezeichnet und man merkte die Zuwendung, die der Autor diesem Buch gewidmet hat. Am Schreibstil an sich, habe ich nichts auszusetzen. Was mir definitiv gefallen hat, war die fortlaufende Entwicklung der beiden Protagonisten. Während sie am Anfang noch sympathisch wirkten, veränderten sie sich mit steigender Macht immer mehr zu deren Nachteil. Darüber war ich gerade bei Abel sehr verwundert, denn ein großer Teil seiner Geschichte dreht sich um Armut, Verlust, Krieg und den Aufstieg aus den unteren Schichten in ein Leben voller Luxus. Noch besser hat mir die Authentizität der Geschichte gefallen. Es gibt viele Geschichten, die sich in dieser Zeit ansiedeln, doch Herr Archer hat grandios recherchiert und die damaligen Zeiten, mit all ihren Grausamkeiten und Gegebenheiten, wunderbar dargestellt. Mit dem Ende dieses Buches verlagert sich auch der Fokus auf andere Protagonisten. Man hält dadurch eine vollständig abgeschlossene Geschichte in den Händen und wird nicht mit einem gewaltigen Cliffhanger zurückgelassen, so viel darf geschrieben sein. Fazit: Mein erstes Buch von Jeffrey Archer und noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich der Reihe weiterfolgen soll oder frühzeitig abbreche. Es sei zu bemerken, dass die bei Heyne erschienene Ausgabe eine vom Autor überarbeitete Fassung ist, die er nach dem Erfolg seiner Clifton-Saga veröffentlicht hat. Ob sich der Autor damit übernommen hat, kann ich nicht klar beurteilen, da ich die Originalfassungen nicht kenne. Ich kann Kain und Abel daher nicht guten Gewissens empfehlen, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

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Am gleichen Tag des Jahres 1906 werden auf zwei Kontinenten zwei Jungen unter gänzlich verschiedenen Umständen geboren. William Lowell Kane kommt in Boston als Sohn eines reichen Bankiers und Liebling seiner Eltern und Großmütter mit dem sprichwörtlichen „goldenen Löffel“ zur Welt. Er ist ehrgeizig und zeigt bald sein Finanzgenie, indem er bereits als Jugendlicher erfolgreich mit Aktien experimentiert. Mit seinem Erfolg in Harvard und dem Einstieg in die Bank erfüllt er die Erwartungen seiner Familie. Einzige Wermutstropfen sind der frühe Tod seines Vaters beim Untergang der Titanic 1912 und die zweite Ehe seiner Mutter mit dem betrügerischen Henry Osborne, den er sich lebenslang zum Feind macht. Abel Rosnovski, am selben Tag in Slonim in Polen geboren, wird als elternloses Findelkind von einer armen Wildhüterfamilie aufgenommen und erhält den Namen Wladek Koskiewicz. Als sich Wladeks intellektuelle Begabung früh manifestiert, holt der Baron Rosnovski ihn in sein Schloss. Zusammen mit ihm und dessen Sohn erlebt Wladek die Besetzung durch die deutsche Wehrmacht, während der die Schlossbewohner inhaftiert werden. Alleine übrig wird Wladek nach Kriegsende von den Sowjets in ein sibirisches Lager verschleppt. Eine mehr als abenteuerliche Flucht führt ihn schließlich auf einem Einwandererschiff in die USA, wo er sich unter dem Namen Abel Rosnovski seinen amerikanischen Traum erfüllt: den Aufbau der Baron-Hotelkette. Die Wege der beiden Männer werden sich von ihrer ersten zufälligen Begegnung Anfang der 1920er-Jahre an immer wieder kreuzen und bald verbindet sie ein lebenslanger, grenzenloser Hass und der Wille, den Gegenspieler zu vernichten. Der Brite Jeffrey Archer, geboren 1940, dessen Leben und Politkarriere selbst Stoff für einen Roman abgäben, gehört zu den Bestsellerautoren der Gegenwart, trotzdem kannte ich bisher keines seiner Bücher. Er veröffentlichte diesen ersten Teil der Kain-und-Abel-Trilogie 1979 erstmals und überarbeitete ihn 2009. In acht Zeitabschnitten wird von der Geburt der beiden Protagonisten bis zu deren Tod 1967 erzählt, von ihrem Zwist, ihren Erfolgen und ihren Niederlagen. Obwohl ich das Geschehen manchmal zu vorhersehbar, schwarz-weiß und melodramatisch fand und die Sprache doch eher einfach ist, hat mich das Zuhören über 16 Stunden gut unterhalten. Insbesondere Abels Verschleppung nach Sibirien, seine Flucht, die Welt des amerikanischen Bankwesens und der zeitgeschichtliche Kontext waren interessant. Auch wenn das Hörbuch eine gekürzte Fassung des Romans darstellt, muss man nicht auf jedes Wort achten, vielmehr eignet es sich bestens für lange Autofahrten oder bei der Hausarbeit. Der Sprecher, Richard Barenberg, liest die beiden MP3-CDs so angenehm, dass ich ihm gerne über viele Stunden zugehört habe. Die unterschiedlichen Stimmfärbungen für verschiedene Personen bringen Farbe in den Text, lediglich die Frauenstimmen klangen mir etwas zu karikaturhaft.

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Die beruhigend sanfte Stimme von Richard Barenberg entführt in die Geschichte zweier Jungs, die nicht unterschiedlicher sein können. Und dennoch gibt es auch Gemeinsamkeiten. Unter anderem erarbeiten sich beide ihren Weg zum Erfolg. Und Beide hassen jeweils den Anderen... Manche Textpassagen fand ich etwas langatmig, aber im Großen und Ganzen gefiel mir das Hörbuch gut. Die Geschichte hatte eine leichte Spannung, machte neugierig darauf,wie es weitergeht und die Stimme des Erzählers tat ihr übriges! Da dies der erste Teil einer Trilogie ist, werde ich mir wohl auch die beiden anderen Teile entweder anhören,oder lesen.

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Nach russischer Kriegsgefangenschaft gelangt Abel Rosnovski, unehelicher Sohn eines polnischen Adligen, mit einem Auswandererschiff nach Amerika. Dort arbeitet er sich zum Hotelmanager hoch. Sein Schicksal kreuzt sich dramatisch mit dem von William Lowell Kane, Erbe eines gigantischen Vermögens, der zum Bankpräsidenten werden soll. Abel hatte ihn einst bewundert - doch dann nimmt, zurzeit der großen Wirtschaftskrise, ein lebenslänglicher Hass seinen Anfang. Meine Meinung: Den Autor Jeffrey Archer kenne ich bereits von der Clifton – Saga. Mit Kain und Abel hat Jeffrey Archer eine faszinierende Familiengeschichte geschrieben. Mich hat schon das gelungene Cover total angesprochen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es ist sehr schön und passend zu der Geschichte gestaltet und rundet alles insgesamt ab. Für Leser die seinen Schreibstil kennen und mögen ist dies eine weitere sehr interessante Geschichte. Mit diesem Roman wurde „Kain und Abel“ nochmal neu aufgelegt und vollständig überarbeitet. Die Kerngeschichte bleibt hier wie im Ursprung erhalten. Es geht um Erfolg, Macht und um das Schicksal zweier Familien. Jedoch ist mir die Geschichte an manchen Stellen etwas zäh und langatmig. Allerdings kommt man dann doch wieder gut rein in die Geschichte. Die beiden Hauptprotagonisten Kane und Abel haben sehr unterschiedliche Charaktere, beide wurden von dem Autor gut in Szene gesetzt und ausgearbeitet. Der eine von ihnen kommt aus Amerika, der andere aus Polen. Einer hat allen Wohlstand förmlich in die Wiege gelegt bekommen - der andere von den Beiden muss sich, egal was es im Leben ist, hart erkämpfen. Jedoch eines haben beide gemeinsam – sie haben eine Starrköpfigkeit, die kaum seinesgleichen kennt. An Spannung fehlt es mir an manchen Stellen, für mich kam die Spannung sehr spät erst im Laufe der Geschichte auf. Fazit: Wer den Autor Jeffrey Archer mag fühlt sich hier in dem überarbeiteten neuen Roman direkt wohl Man hat viele schöne Lesestunden, auch wenn die Spannung etwas auf sich warten lässt, es lohnt sich auf jeden Fall!

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Inhalt: Über 60 Jahre lang, ab 1906, wird die Geschichte von zwei erfolgreichen Männern mit sehr unterschiedlicher Herkunft erzählt. Abel Rosnovski, unehelicher Sohn eines polnischen Adligen, und in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen, gelangt als Kind nach russischer Kriegsgefangenschaft mit einem Auswandererschiff nach Amerika. Durch Intelligenz und Ehrgeiz arbeitet er sich zum Hotelmanager hoch. William Kane, am gleichen Tag geboren wie Abel, Millionärssohn und Erbe eines gigantischen Vermögens, wird zum Bankpräsidenten. Ihre Wege kreuzen sich und ein lebenslanger Hass nimmt seinen Anfang. Meine Meinung: Das Buch/Hörbuch hat mich vom Aufbau und Stil an die Clifton-Reihe erinnert. Der Erzählstil von Jeffrey Archer ist sehr fesselnd und gefällt mir richtig gut. Allerdings überwiegen auch in diesem Buch die politischen und geschäftlichen Passagen. Wieder geht es um Macht, Geld und Erfolg. Archer war selbst Politiker, wahrscheinlich ist es damit zu erklären. Da konnte es schnell passieren, dass meine Gedanken beim Zuhören abschweiften...🙄 Die Protagonisten Abel und William sind gut beschrieben, beide sind intelligent und ehrgeizig und bauen sich jeweils ein Imperium auf. Besonders sympathisch fand ich sie jedoch im Verlauf der Geschichte nicht mehr. Am besten hat mir die Geschichte ihrer ersten ca. 20 Lebensjahre gefallen. Vor allem Abels Aufstieg vom bettelarmen polnischen Einwanderer zum Hotelmanager, aber auch Williams clevere Geschäftsideen als Kind. Schade finde ich, dass diese beiden Männer, die eigentlich Freunde hätten sein können, sich durch ihre Sturheit selbst und auch ihren Familien im Wege standen. Für beide hätte das Leben einfacher und schöner sein können und ich fand das Ende darum auch etwas traurig. Fazit: Obwohl das Hörbuch für mich einige Längen hatte, gefiel es mir insgesamt ganz gut. Großes Lob auch an den Sprecher Richard Barenberg!

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Mir hat der erste Teil der Kain & Abel-Saga sehr gut gefallen. Archer erzählt wie immer sehr leicht und locker vom Weltgeschehen und den Intrigen des alltäglichen Lebens. Dabei flog ich als Leser geradezu durch die Seiten und kann es jetzt schon kaum erwarten den nächsten Teil zu Lesen. Einen Punkt Abzug gibt es von mir, weil mir die einzelnen Ereignisse teilweise zu schnell erzählt wurden. Dort, wo es in der Clifton-Saga in die Tiefe geht, geht es in dieser Saga eher in sehr kurzen Sätzen auf zum nächsten "Schlachtfeld". Daher kommt sie meiner Meinung nach nicht ganz an die Cliftons ran, weshalb ich einen Punkt abgezogen habe. Trotzdem ein tolles Lesevergnügen.

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