Leserstimmen zu
Kain und Abel

Jeffrey Archer

Kain-Serie (1)

(9)
(6)
(3)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Spannende Geschichte

Von: Bo

02.04.2019

Die Geschichte handelt von von zwei Männern, die genau am gleichen Tag geboren werden und wird abwechselnd erzählt. Der eine ist William Kane, der Sohn einer Bankersdynastie geboren in Boston und der andere Abel Rosnowski, geboren als Wladek Koskiewicz in Polen. Sie wachsen beide unterschiedlich auf, Kane soll in die Fußstapfen seines Vaters und treten und die Privatbank Kane and Cabot leiten. Sein Vater stirbt bei dem Untergang der Titanic und seine Mutter bei der Geburt des nächsten Kindes. So überwachen die Großmütter den Werdegang des jungen Kain. Abel, als Wladek geboren ist der uneheliche Sohn des Grafen und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Erst bei einer Wildhüterfamilie und dann als Spielgefährte des leiblichen Sohnes des Grafen Rosnowski. Nach dem Tode des Grafen kommt Abel in ein russischen Arbeitslager, doch dort gelingt ihm die Flucht und über Umwege durch die Türkei kann er nach Amerika übersiedelt. Als kleiner Arbeiter fängt er an und baut im Laufe seines Lebens ein Hotelimperium. Als sich die Wege der beiden Männer kreuzen kommt es durch verschiedene Umstände zu einem erbitterten Hass der auch die nächste Generation der beiden Familien betrifft. Die Geschichte ist wirklich spannend und ich habe erst mit dem einen Darsteller mitgefiebert und dann wieder mit dem anderen. Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen und es war so kurzweilig es zu hören. Ich kann es nur weiterempfehlen und freue mich schon auf den nächsten Teil der Geschichte.

Lesen Sie weiter

Durch die Clifton Saga bin ich vollkommen begeistert von Jeffrey Archer und daher musste ich auch unbedingt die Kain und Abel Trilogie von ihm lesen. Abschreckend wirkt zunächst die Seitenanzahl von über 700. Doch entgegen meiner Erwartungen ist dies überhaupt nicht zu spüren. Ich hab das Buch an einem Tag durchgelesen und war selbst ganz erschrocken darüber. Jeffrey Archer schreibt sehr fesselnd und bildhaft. Es lässt sich so fließend lesen, das man es nicht eine Minute zur Seite legen kann. Es ist in 8 Teile untergliedert und umfasst den Zeitraum von 1906 – 1967 Größtenteils erfährt man die Perspektiven von den beiden Hauptprotagonisten, was ihnen enorm viel Raum und Tiefe verschafft. Man hat dadurch das Gefühl sie selbst zu erleben und zu spüren. Aber auch weitere Charaktere kommen zum Zuge , was es komplexer macht und zudem die Blickwinkel immens erweitert. Insgesamt sind seine Charaktere sehr gut gestaltet. Man kann sich ein Bild von Ihnen machen und sich auch mit Ihnen auseinandersetzen. Jeffrey Archer hat hier zwei sehr herausragende und tiefgründige Charaktere ins Leben gerufen , die ungeheuer nahe gehen. Es passierte nicht selten , das mir Tränen vor Wut , vor Mitgefühl oder vor Rührung übers Gesicht liefen. Zwei Charaktere die so gegensätzlich sind , das sie schon wieder eine Einheit bilden. Beide entstammen unterschiedlichen Gesellschaftsschichten , was besonders im ersten Teil sehr gut zur Geltung kommt. Abel, das war nicht immer sein Name , aber so kam er nach Amerika. Schon seine Geburt hat mich ungeheuer berührt. So unschuldig und schutzbedürftig, das er mich nicht mehr losgelassen hat. Abel ist anders , als alle anderen. Sein Werdegang ist beeindruckend. Er gerät in Kriegsgefangenschaft und bevor er auch nur einen Fuß auf Amerikas Boden setzt , hat er schon mehr mitmachen müssen , als man ertragen kann. Seine Erlebnisse haben mich förmlich zerrissen. Man gerät dabei wirklich enorm an seine Grenzen und darüber hinaus. Es ist brutal , beängstigend und absolut nervenzehrend. Es stellt die Welt auf den Kopf und man hat das Gefühl , alles zerbricht und begräbt das ganze Selbst unter einem. Jeffrey Archer legt dabei sehr viel Wert auf Details, so daß man es wirklich nachvollziehen und verinnerlichen kann. Ich habe mir für Abel mehr als alles andere gewünscht, das er glücklich wird. Denn wenn einer es verdient hat , dann er. Doch wie im Leben , ist auch hier nichts perfekt. Abel tat manchmal Dinge , die ich nicht gutheißen konnte , bis zu einem gewissen Grad jedoch verstehen. Im zweiten Handlungsstrang lernt man William Kane kennen. Ein beeindruckender junger Mann. Man hatte das Gefühl , ihm fliegt alles zu , ohne das er etwas dafür tun muss. Doch Jeffrey Archer macht im Laufe des Geschehen klar , das dem keinesfalls so ist und jeder auf seine Art und Weise sein Päckchen zu tragen hat. Wut , Angst , Schmerz und Verluste. Aspekte, die diese Geschichte ebnen. Durch Liebe , Freundschaft und Loyalität erhält diese Geschichte noch mehr Facetten. Als sich die Wege der beiden Männer kreuzen , war ich voller Spannung und Erwartung. Nichts konnte darauf vorbereiten, was danach geschah. Zwei Leben die auf einer faszinierenden Art und Weise miteinander verbunden sind und dessen Wege sich immer wieder kreuzen. William und Abel haben mich vollkommen fasziniert, erstaunt und immer wieder zum sinnieren gebracht. Der Werdegang und ihre Entwicklung ist atemberaubend und hat mich immer wieder sprachlos gemacht. Aber nicht nur William und Abel verstehen zu begeistern. Auch Matthew, Leroy und die Eltern Kanes haben mich enorm berührt und beschäftigt. Jeffrey Archer hat hier einen Auftakt geschaffen , der über einen enormen Zeitraum verfügt. Er lässt dabei auch viel geschichtliches mit einfließen. Dies kommt sehr gut zum Ausdruck und man kann es auf jeder Ebene nachvollziehen. Es ist keinesfalls eine Geschichte, die kalt lässt. Sie beschäftigt und das immer wieder. Man erlebt Trauer , Glück und Liebe. Man erfährt warum Werte wie Freundschaft und Loyalität so ungeheuer wichtig sind und zudem zeigt es auf, was Starrsinn zu Folge haben kann. Manchmal liegt es nicht in unserer Hand , aber manchmal ist es an uns , diesem entgegenzuwirken. Eine Geschichte , bei der ich so unheimlich viel gefühlt und erlebt habe , das es mich sprichwörtlich überrollt hat. Denn ich hatte das Gefühl, ich befände mich mitten unter Ihnen und erlebe es am eigenen Leib. Eine Geschichte, die so viel zu sagen hat. Die Werte mit auf den Weg gibt und dabei so unheimlich berührend ist , das es wirklich wehtut. Auf über 700 Seiten schafft es Jeffrey Archer die Spannung immer wieder anzukurbeln und meine Emotionen immer wieder durcheinanderzubringen Ich hab so mitgefiebert und gezittert. Ich war aufgelöst , von Liebe erfüllt. Aber zugleich auch so oft wütend und erschüttert, das es kaum möglich ist , dies alles offen zu legen. Die Charaktere erleben Jahre voller Höhen und Tiefen , voller Hürden und Erkenntnisse, die alles verändern und ein Stück von Ihnen selbst fordern. Sie sind verletzlich , authentisch und absolut greifbar. Am Ende kann ich einfach nur sagen , das es für mich ein absolutes Highlight ist. Denn er legt so viel Liebe und Tiefe hinein , das es absolut authentisch und lebendig wirkt. Er leuchtet die Hintergründe aus und obwohl ich nicht dachte , das mich noch etwas überraschen könnte. So hat er mich eines besseren belehrt. Es gab einen Moment, der hat mich vollkommen sprachlos gemacht , aber er hat mir damit auch gezeigt , daß ich mich nicht in den beiden getäuscht habe. Auch wenn der erste Teil an und für sich einen klaren Schnitt hat , so muss ich unbedingt wissen wie es weitergeht und mir die anderen beiden Bände holen. Fazit: Der Auftakt der Kain und Abel Trilogie hat mich ungeheuer fasziniert , überrollt und vollkommen überzeugt. Zwei Leben Zwei Schicksale auf intensive Art und Weise miteinander verbunden. Eine gewaltige , emotionale und wendungsreiche Familiensaga , die mich nicht nur begeistert , sondern auch sehr beeindruckt hat. Dramatisch, packend und tragisch. Eine Geschichte die komplett unter die Haut geht. Eine Geschichte, die ein absolutes Highlight und damit ein Muss darstellt.

Lesen Sie weiter

Wie kam ich zu dem Hörbuch? Ich habe schon viel von dieser Trilogie gehört und wollte sehen, ob sie wirklich so gut ist. Danke an das Bloggerportal und den Verlag für das Rezensionsexemplar! Cover: Das Schiff auf dem Cover fand ich beeindruckend. Für mich war gleich durch die Kleidung der Person klar, dass es sich um einen historischen Roman handeln muss. Inhalt: Nach einer harten Vergangenheit übersäht mit Krieg und Leid gelingt es Abel Rosnovsky, nach Amerika auszuwandern. Dort arbeitet er sich mit viel Fleiß hoch. Dort lernt er William Cane kennen, einen Banker-Sohn, der ebenfalls eine Bank leiten wird. Zuerst bewundert er ihn, dies ändert sich jedoch während einer Wirtschaftskrise. Handlung und Thematik: Ich war begeistert von der realistischen Darstellung der Handlung und auch der Kriegsbeschreibungen. Es gab sogar schockierende Momente, die ich hier nicht erwartet hatte. Das Ende hat mich ein wenig überrascht, es runde aber die Story gut ab. Ich hatte ursprünglich einen Cliffhanger erwartet, finde aber gut, dass dies nicht eingetroffen ist. Diese Geschichte zeigt, dass man, egal mit welchen Voraussetzungen man auf die Welt kommt, immer die Chance hat, sein Leben großartig zu machen! Mit der entsprechenden Portion Fleiß kann man alles schaffen. Charaktere: Abel Rosnovsky’s Mutter stirbt bei seiner Geburt. Er wächst bei armen Polen auf, die ihm aber ihre Werte gut vermitteln. Durch den Krieg muss er einiges durchmachen, schafft es aber, sich bis nach Amerika durchzukämpfen. Den tapferen und fleißigen Kerl muss man einfach mögen! William Cane wuchs in einer reichen Banker-Familie auf. Er besaß den Ehrgeiz, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er lernte schnell, was man im Leben braucht um erfolgreich zu sein. Zum Schluss wurden für mich beide ein bisschen unsympathischer, vermutlich aber nur, weil ich mir gewünscht hätte, dass alles irgendwann Friede, Freude, Eierkuchen wird ;-) Sprecher: Anfangs musste ich mich auf Richard Barenberg einstellen. Er hat aber einen guten Stil in den ich schnell rein kam. Er schaffte es, die Stimme so zu variieren, dass man erkannte, dass jetzt eine andere Person spricht. Auch die spannenden Stellen hat er mit seinem Tempo gut rübergebracht. Persönliche Gesamtbewertung: Ich fand besonders die Schicksale der Charaktere total super! Die Verbindung zu historischen Ereignissen faszinierten mich! Die Handlung war schlüssig und der Schluss machte mich etwas wehmütig. Ich werde mir auf jeden Fall die Fortsetzung holen müssen :-)

Lesen Sie weiter

Klappentext: Nach russischer Kriegsgefangenschaft gelangt Abel Rosnovski, unehelicher Sohn eines polnischen Adligen, mit einem Auswandererschiff nach Amerika. Dort arbeitet er sich zum Hotelmanager hoch. Sein Schicksal kreuzt sich dramatisch mit dem von William Lowell Kane, Erbe eines gigantischen Vermögens, der zum Bankpräsidenten werden soll. Abel hatte ihn einst bewundert - doch dann nimmt, zurzeit der großen Wirtschaftskrise, ein lebenslänglicher Hass seinen Anfang. Meine Meinung: Nachdem ich die Clifton-Saga verschlungen habe, war für mich klar, dass ich auch diese Reihe von Jeffrey Archer lesen werde. Normalerweise lese ich nur kitschige, fröhliche Romane, die ein Happy-End haben, aber Jeffrey Archers spannender Schreibstil hat mich in seinen Bann gezogen und ich bin ein großer Fan seiner Bücher geworden. Die Idee, das Leben und die Geschichte von zwei komplett unterschiedlichen Menschen zu erzählen, die am selben Tag im Jahr 1906 geboren werden, zu sehen wie unterschiedlich jeder zur selben Zeit sein Leben führt, fand ich sehr interessant. Abel und Kain könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ist gebürtiger Amerikaner aus wohlhabendem Hause, welcher Bankpräsident wird und der andere, ein unehelicher Sohn eines polnischen Barons, der sich im Leben alles hart erkämpfen muss, vom Pech nicht verschont bleibt, später ein Hotel nach dem anderen eröffnen wird und so zu Erfolg und Reichtum gelangen wird. Beide haben jedoch eines gemeinsam, ihren Stolz und den Hass aufeinander und es gibt noch mehr was sie zusammen verbindet. Die Wege der beiden kreuzen sich verteilt über die Jahre immer wieder, bis hin zu einem Ereignis, welches sich beide wohl nie erträumt hätten. Für mich ist ein guter historischer Roman, wenn er historische Momente beinhaltet. Vom Untergang der Titanic über die Veröffentlichung der ersten Autos von Henry Ford, sogar den Roman „Vom Winde verweht“ und viele andere historische Aspekte, hat Jeffrey Archer toll eingebunden. Ich möchte nicht zu viel erzählen, denn sonst würde ich nur spoilern. Fazit: Auch in diesem Buch geht es um Verrat, Hass und darum, seine Ehre zu verteidigen. Es gibt viele Parallelen zu der Clifton-Saga aber auch dieser Roman ist Jeffrey Archer sehr, sehr gut gelungen. Ich kann dieses Buch jedem sehr empfehlen. Auch denen, die Jeffrey Archers Clifton-Saga nicht gelesen haben. Auf den 2. Teil der Reihe freue ich mich schon sehr. Da geht es um Florentyna. Sie war für mich von Anfang an sehr sympathisch. Vielen Dank an das Bloggerportal und dem Heyne–Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Ihr habt mir damit eine große Freude bereitet.

Lesen Sie weiter

Eine wunderbar lebendig erzählte Geschichte von zwei Männern, deren Herkunft unterschiedlicher nicht sein könnte. Die Geschichte ist sehr gut gesprochen von Richard Barenberg und das macht den Hörgenuss perfekt. Kain und Abel ist der erste Teil einer Trilogie, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Zeitgeschichte wurde gekonnt mit Familiengeschichte verknüpft. Die Geschichte von zwei starken Männern, die aber in ihrer vermeintlichen Stärke den letzen notwendigen Schritt während ihres Lebens einfach nicht schaffen. Ich freue mich auf den zweiten und dritten Teil. Ich war sehr froh darüber, dass der Klappentext nicht mehr über die Handlung verraten hat. Das hielt die sanfte Spannung stets aufrecht. Es war ein absoluter Hörgenuss.

Lesen Sie weiter

Die Geschichte wird aus zwei Sichten beschrieben. Sie erzählt von zwei Männern, die genau am gleichen Tag im Jahre 1906 geboren werden – der eine in Boston, der andere im polnischen Slonim. William Kane, der Sohn einer Bankersdynastie, soll in die Fußstapfen seines Vaters und seines Großvaters treten und die Privatbank Kane and Cabot noch weiter an die Spitze der amerikanischen Finanzwelt bringen. Abel Rosnowski hingegen – geboren als Wladek Koskiewicz – wächst in ärmlichen Verhältnissen bei einer Wildhüterfamilie auf. Beide werden zu Reichtum gelangen – William baut die Bank aus, während Abel nach einer Flucht aus einem russischen Arbeitslager und über Umwege durch die Türkei nach Amerika übersiedelt, um dort ein Hotelimperium aufzubauen. Eines Tages werden sich ihre Wege kreuzen: Und beide werden aus diesem Treffen als lebenslange Rivalen hinausgehen. Wow! Dieses Buch ist einfach großartig! Es konnte mich wirklich von sich überzeugen. Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, ob mir historische Romane überhaupt gefallen, aber so wie Archer es hier angegangen hat, gefällt mich richtig gut! Die Story an sich hat mich schon gepackt: Es ist einfach spannend zu sehen, wie zwei Menschen, am gleichen Tag geboren, sich komplett anders entwickeln und ganz andere Dinge in ihrem Leben durchmachen müssen, nur aufgrund ihrer Herkunft. Dabei fand ich beide Biografien gleich interessant. Normalerweise gefällt mir bei einer solchen Art von Geschichten immer einer der Protagonisten und seine Erlebnisse besser, doch hier war es ganz anders! Beide Seiten haben mir viel Spaß gemacht und mich durchgehend gefesselt. Wie William sich durch die Intrigen der Bankenwelt kämpft oder wie Abel ein Luxushotel nach dem anderen aufbaut – das gibt dem Buch einfach eine so dichte und mitreißende Atmosphäre, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Und dabei hält das Buch noch so viel mehr an Überraschungen und Erlebnissen bereit, als der Klappentext zuerst andeuten mag. Etwas, was ein historischer Roman einfach braucht, ist eine ausführliche Recherche und Fakten. Und beides bedient Archer in diesem Werk hervorragend! Faszinierend verwebt er verschiedene historische Aspekte mit dem Plot um die zwei Emporkömmlinge – vom Untergang der Titanic bis zum Kampf zwischen Sozialismus und Kommunismus oder dem Zweiten Weltkrieg, alles von 1906 bis 1967. Mutmaßung über reale Vorbilder zu dieser Geschichte, existieren genauso lange, wie das Buch. Jeffrey Archer selbst sagt aus, dass „Kain und Abel„ auf zwei Männern basiert, die beide anonym bleiben wollen – der erste, weil er bei Erscheinen des Buches an seiner eigenen Autobiografie arbeitete und der andere, da er damals immer noch eine Person des öffentlichen Lebens in den USA war. Ich selbst habe auch einen großen Verdacht, insbesondere, von wem der Hotelmagnat Abel inspiriert wurde – zumal diese Person wirklich kurz darauf eine Biografie veröffentlichte. Jeffrey Archer überarbeitete sein Meisterwerk 2009 zum dreißigsten Geburtstags des Buches. Dabei versprach er, es rasanter und spannender zu schreiben – und dies ist ihm wahrlich gelungen! Für mich ist dieses Buch schon jetzt ein Jahreshighlight, dass mir unglaublich viel Spaß gemacht hat. Was wohl meine Begeisterung für dieses Buch am deutlichsten darstellt, ist die Tatsache, dass ich trotz der über 700 Seiten nicht wollte, dass es endet, als ich auf einmal nur noch 10 Seiten zu lesen hatte. Es war einfach so kurzweilig und doch so lange nachhallend, dass ich gar nicht auf den nächsten Teil warten möchte. Der zweite Teil der Trilogie „Abels Tochter„ erscheint im März 2018, der Folgeband darauf im Mai, unter dem Titel „Kains Erbe„, ebenfalls in der gleichen Aufmachung im Heyne-Verlag. Die Bücher sind auch als Hörbuch bei derHörverlag erhältlich, jedoch leider in gekürzter Fassung. Bereits 33 Millionen mal wurde dieses Meisterwerk des Geschichtenerzählens verkauft – zu Recht! Es ist ein wahrer Pageturner, den niemand sich entgehen lassen sollte. Rasant, spannend und immer interessant! „Kain und Abel„ ist ein Roman, der vom Anfang bis hin zum großartigen Ende auf jeder Ebene überzeugt!- 5/5 Sterne

Lesen Sie weiter

Abel Rosnovski ist der uneheliche Sohn eines polnischen Adeligen und flieht über mehrere Stationen aus der russischen Kriegsgefangenschaft nach Amerika. Dort arbeitet sich der mittellose Mann im Hotelfach von ganz unten bis zum Hotelmanager hoch. Der am selben Tag geborene William Lowell Kane hingegen stammt aus einer millionenschweren Bankiersfamilie in Boston und wird das Amt des Bankpräsidenten übernehmen. Über 60 Jahre lang kreuzen sich ihre Wege im Ringen um Macht, Geld und Liebe immer wieder und sie verzehren sich in gegenseitigem Hass. Jeffrey Archer hat mit seiner siebenbändigen Clifton-Saga die letzten Jahre die Bestsellerlisten gestürmt und nun seine Trilogie um das Wetteifern zweier aus unterschiedlichen Welten stammender Männer nochmals überarbeitet, wovon "Kain und Abel" der erste Teil ist, der von mir fünf Eier bekommt. Vorneweg sollte noch erwähnt werden, dass ich über die Clifton-Saga auf dieses Buch gekommen bin, ohne die Erstausgabe von 1979 zuvor gelesen zu haben. Die Geschichte der beiden Männer, die am selben Tag jedoch in vollkommen unterschiedlichen Umständen geboren wurden, beginnt mit ihrer Geburt und erzählt noch kurz über ihren Tod hinaus ohne die historischen Ereignisse außer Acht zu lassen. Dabei wechselt die Erzählperspektive geschickt zwischen Abel Rosnovski und William Kane hin und her, sodass man nahezu ihr gesamtes Leben hautnah miterlebt. Das ewige Machtgerangel der beiden wird auch auf mehr als 700 Seiten nicht langweilig, denn die doch sehr extremen Charaktere sind konsequent ausgearbeitet und bestechen durch ihre jeweilige Einzigartigkeit. Während der aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Amerika geflohene Abel Rosnovski sich von unten nach ganz oben hocharbeiten muss, wird William Lowell Kane buchstäblich mit dem silbernen Löffel im Mund geboren. Da Abel als Manager bald eine ganze Kette von Hotels besitzt, gerät er durch die Finanzierung selbiger immer wieder mit Kane ins Gehege. Auch wenn die beiden sich auf den Tod nicht ausstehen können, was sich als besonders schwierig gestaltet als ihre Familien sich ineinander verflechten, helfen sie sich oft gegenseitig, meistens ohne das Wissen des anderen, was stets unglaublich amüsant zu lesen war. So investiert Kane beispielsweise in Abels Hotelkette, da er diese als lukrative Anlage ansieht, wodurch er diesem so den Erhalt des Hotelimperiums sichert, wohingegen Abel Kane im Krieg das Leben rettete, indem er den verletzten Millionärssohn kilometerweit zur medizinischen Versorgung trug und ihn anschließend heimtransportieren ließ. Die Feindseligkeit von Kain und Abel ist offen zu spüren und doch schätzen sich die beiden insgeheim, was natürlich keiner der beiden je zugeben würde. Dabei wird ihre Lebensgeschichte frisch, fesselnd und überzeugend erzählt, sodass die Spannung bis zu den letzten Seiten erhalten bleibt, wo noch einige geheimnisvolle Verstrickungen aufgedeckt werden. "Kain und Abel" erzählt auf packende Art und Weise die Geschichte zweier einzigartiger Männer, die aus unterschiedlichen Welten stammen und durch ihr Verlangen nach Macht, Geld und Liebe miteinander verbunden sind. Wem bereits die Clifton-Saga gefallen hat, wird bei dem Auftakt zu Jeffrey Archers überarbeiteter Trilogie vollkommen auf seine Kosten kommen.

Lesen Sie weiter

Absolut wunderbar

Von: Nini

07.02.2018

"Kain und Abel" erschien ursprünglich bereits Ende der 70er Jahre und wurde, nach einer Überarbeitung des Autors, die aber an der Handlung nichts verändert hat, neu aufgelegt. Nachdem ich wehmütig Abschied von der "Clifton"-Saga nehmen musste, hatte ich auf ebensolches Lesevergnügen mit "Kain und Abel" gehofft. Die Handlung ist, abgesehen davon, dass Familie auch hier eine tragende Rolle spielt, vollkommen unterschiedlich zu der der "Clifton"-Saga, die Faszination, mit der der Leser ins Buch gezogen wird, allerdings ist gleich. Bereits nach wenigen Seiten taucht man ein in die Welt von Abel und William und mag nicht wieder auftauchen. Die beiden Protagonisten könnten nicht unterschiedlicherer Herkunft sein: Abel, die ersten Jahre in Armut in Polen verbracht, findet erst später heraus, dass er adliger Abstammung ist, was ihm dank der russischen Unterjochung nach dem ersten Weltkrieg aber nichts mehr nützt. Er hat eine Menge auszustehen, bevor er in Amerika ankommt und seine Zukunft in die Hand nimmt. William hingegen wurde bereits privilegiert geboren und hat alle Möglichkeiten, die ihm zur Verfügung standen, genutzt. Einiges aber haben beide gemeinsam: eine hohe Intelligenz, Ehrgeiz, den Willen, etwas zu erreichen, aber auch Stolz und Sturheit. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt und man möchte eigentlich immer bei dem Protagonisten verweilen, bei dem man gerade ist. Fasziniert verfolgt man die Werdegänge der beiden und schließt sie ins Herz. Allerdings gelingt es den zweien im weiteren Verlauf, immer mehr Antipathie zu sammeln, aufgrund einer Fehde, die irgendwann nur noch durch Sturheit aufrecht erhalten wird. Dies bildet aber einen wunderbaren Übergang zur nächsten Generation, die auch hier schon zum Tragen kommt, aber sicher in den Folgebänden fortgeführt wird. Ich kann jedem Liebehaber großartiger Romane "Kain und Abel" nur ans Herz legen und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil, der im März erscheinen wird.

Lesen Sie weiter