Leserstimmen zu
Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth

Die Rat-der-Neun-Reihe (1)

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Meine Meinung Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist zwar eher schlicht gehalten, dennoch ist ein wichtiges Element, der goldene Fluss, darauf zu erkennen. Ich finde es wirklich passend zur Geschichte. Die Autorin schreibt sehr wortgewaltig und auch sehr detailliert, sodass ich mich erstmal in die Geschichte einfinden musste und das hat leider etwas gedauert. Ich war nicht gleich von Beginn an von der Geschichte gepackt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der Protagonisten Cyra und Akos erzählt. Während mich die Geschichte zu Beginn nicht für sich einnehmen konnte, war ich aber sofort überzeugt von den beiden doch so gegensätzlichen Protagonisten. Cyra hatte es in ihrem Leben wirklich nicht leicht als Geißel ihres Bruders. Von allen gefürchtet, war ihr Leben einsam und voller Schmerz. Sie bringt einen unglaublichen Mut und Lebenswillen auf, denn Hass auf ihren Bruder ist ihr Antrieb. Dennoch kann sie aber auch sehr einfühlsam sein. Ich bewundere sie wirklich. Arkos ist verdammt durch sein Schicksal. In seiner Heimat wird er dadurch verachtet. Er hat sich verschlossen und durch sein Leben gekämpft. Sein einziger Antrieb ist die Rettung seines Bruders. Beide Cyra und Arkos müssten eigentlich am Boden sein, jedoch stehen sie immer wieder auf. Zu Beginn hatte ich mit der Geschichte echt zu kämpfen. Irgendwie konnte ich mich nicht in die Welt einfinden, man bekommt als Leser doch sehr viele Informationen, die man erstmal verarbeiten muss. So habe ich das Buch erstmal zur Seite gelegt und habe gehofft, dass mir ein bisschen Abstand helfen kann. Und da demnächst der zweite Teil auf Deutsch erscheint, habe ich mich entschlossen dem Buch noch eine Chance zu geben und ich habe es nicht bereut. Wird man erst in die ganzen Intrigen und Kämpfe hineingesogen, baut sich immer mehr Spannung auf. Vor allem aber die beiden Charaktere Cyra und Arkos finde ich wirklich großartig und bin wirklich gespannt, wie sich noch weiterentwickeln. Für das Verständnis gibt es hinten im Buch sogar ein Glossar und eine Abbildung der Welt, blöd nur, dass ich das erst am Ende gesehen habe. Mein Fazit Rat der Neun: Gezeichnet entwickelt sich während des Lesens immer mehr zu einem spannenden Buch voller Intrigen, Machtkämpfe aber auch Liebe und Freundschaft. Jedoch war der Beginn wirklich schleppend und ich musste mich in die Geschichte reinkämpfen. Es sind einfach viele Informationen auf einmal. Jedoch haben mich gerade die Charaktere Cyra und Arkos gleich für sich eingenommen. Harte Kämpfer mit weichem Kern.

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Es tut mir fast ein wenig Leid, dass es ausgerechnet Veronica Roths gefeierten Roman Rat der Neun: Gezeichnet trifft, aber wir müssen einmal über Übersetzungen sprechen. Gerade im Young Adult-Bereich kommt es immer wieder vor, dass hochgelobte Romane in der Deutsche Kritik vollkommen durchfallen. Oft hat dies gar nicht so viel mit der Handlung sondern eher mit der Deutschen Gestaltung des Romans zu tun. Angefangen mit dem Cover, welches häufig aus Kostengründen oder anderen rechtlichen Belangen nicht für die Deutsche Version übernommen wird und von einem ansprechenden Cover zu einem – ich weiß gar nicht so recht was ich dazu sagen soll – weniger ansprechenden Cover umgemodelt wird, immer mit der Begründung, dass der Deutsche Markt eben andere Ansprüche stellt als der Amerikanische oder Britische. Auch veränderte Titel, die plötzlich nichts mehr mit dem gut durchdachten Namen des Originals zu tun haben, können negative Auswirkungen auf die Rezeption eines Buches haben. Hier wäre zum Beispiel die Raven Boys-Reihe zu nennen, deren Deutsche Titel äußerst frei übersetzt wurden. Aber vor allem der Punkt der Übersetzung ist es, der einen guten Roman zu einem wirklich schlechten werden lässt, denn seinen wir einmal ehrlich, wenn man auf das neuste Buch eines bestimmten Autoren wartet, so wird man es auch mit hässlichem Cover und verhunztem Titel kaufen, aber der Inhalt muss dennoch stimmen. Und hier schließt sich der Kreis und wir kommen zurück zu meiner eigentlichen Rezension von Rat der Neun, dem ersten Band der Carve the Mark-Reihe von Veronica Roth, bekannt als Autorin von Die Bestimmung. Moderne Romeo und Julia-Erzählung in kompliziertem Planetensystem Die Grundhandlung von Rat der Neun liest sich wie eine moderne Interpretation von Romeo und Julia. Zwei verfeindete Familien, ein Paar, dass diese Verfeindung überkommen möchte. Eingebettet ist dies in eine Sci-Fi-Fantasy-Welt in der sie die Schwester eines tyrannischen Herrschers und er das Mitglied eines Volkes ist, welches für seine friedliebende Gesinnung bekannt ist. Beide besitzen besondere Fähigkeiten, die sie zur Unterstützung ihres Bruders und er für das Wohl seines Volkes einsetzen sollen. Was diesem Buch seinen eigentlichen Reiz verleiht ist sein – zugegebenermaßen – relativ kompliziertes Planetensystem und die diplomatischen Beziehungen, die recht umfangreich geschildert werden, was ein grundsätzlicher Bestandteil des Sci-Fi-Genres ist. Lost in Translation All dies wird in der Deutschen Fassung unter vollkommen abstrusen Sätzen vergraben, die sich lesen als würden die Figuren zum ersten Mal in ihrem Leben Feuer sehen oder eine Tür verwenden. "Die Brennsteine im Ofen sahen aus wie schwarze Klumpen, bis sie durch die Reibung aufflammten." – Rat der Neun – Kapitel 1 Und vielleicht reagiere ich ein wenig zu empfindlich auf das verschieben von Satzteilen aus einem Satz in einen anderen, aber solche Änderungen verändern den Lesefluss und das Erzähltempo erheblich. Genauso wie die Anreicherung von Adjektiven oder das weglassen eben jener, eine durchdachte Satzstruktur aus dem Gleichgewicht bringt. Ja, Deutsch und Englisch sind sehr verschiedene Sprachen. Deutsche Sätze sind länger, haben häufig mehr Nebensätze und wirken dadurch häufig schwerfälliger. Kofferwörter können dafür ganze Sätze in einem Wort zusammenfassen, eine Möglichkeit, die es in der englischen Sprache nicht gibt. Eine Übersetzung ist daher immer eine Überführung einer Sprache in eine andere, wobei keine 1:1-Übersetzung stattfinden kann. SO funktionieren Sprachen nun einmal. Wörter haben eine leicht versetze Bedeutung und kulturell mag noch eine weitere mitschwingen. Dennoch ist es die Aufgabe des Übersetzers die Stimmung eines Romans einzufangen und die Stimme für eine neue Sprache zu werden. Gerade bei Romanen wie Rat der Neun, der durch seine politischen Verflächtungen und eine Grund auf eigene Weltordnung schwerfällig genug wirkt, muss durch eine gewisse Leichtigkeit der Sprache aufgefangen werden. Leider gelingt dies dem Duo Petra Koob-Pawis und Michaela Link nicht. Die Sätze wirken übermäßig naiv und kompliziert. Der Roman ließt sich als wüssten die Protagonisten ebenso wenig wie die Welt um sie herum funktioniert, wie der Leser, der sie das erste mal betritt. Was für den Leser Sinn ergibt, verfälscht die Erzählstimme soweit, dass sie wirkt, als würde sie nicht zum Roman dazugehören, sondern ihn von außen betrachten. Bitte im Original zu Genießen Auch wenn Veronica Roth eher für komplizierte Welten und politische Systeme innerhalb dieser bekannt ist, schafft es die Übersetzung dennoch den Roman noch schwerfälliger wirken zu lassen, als es der 608 Seiten lange Koloss bereits ist. Die Deutsche Version hat mich nur schwerlich in die Handlung hineingezogen und mich leider nicht bis zum Ende durchhalten lassen. Die Englische Version wirkte hingegen leichter und schneller, was das Tempo angeht. Die Geschichte von Akos und Cyra wird dennoch nicht die große neue Young Adult-Reihe des Jahres werden. Viel wurde Rat der Neun im Vorfeld gehypt und genauso schnell ist der Hype wieder verflogen. Die Geschichte mischt bekannte Elemente – besondere Fähigkeiten; zwei Protagonisten, die durch sich erkennen, dass etwas mit der Gesellschaft nicht stimmt; dystopische Gesellschaft, die auf den ersten Blick perfekt wirkt – zu einem neuen Universum zusammen. Die Themen sind austauschbar und wirken wie ein Setzbaukasten für den perfekten Young Adult-Fantasy-Sci-Fi-Roman. Das Ergebnis bleibt dabei eher mäßig. Die Frage nach dem Stellenwert von Schicksalen und Prophezeiungen wird im zweiten Band der Reihe – bisher nur auf Englisch unter dem Titel The Fates Divide erschienen – weiter aufgegriffen.

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Von: Leonie Hörner

30.12.2017

Cover/Titel Rein theoretisch hätte ich mir Veronica Roths Buch so oder so aus Interesse gekauft, da sie definitiv eine meiner Lieblings Autorinnen ist. Das Cover ist mal etwas anderes und passt sehr gut zum Inhalt, was mir auf den ersten Blick natürlich nicht auffiel. Ich finde den Originaltitel („Carve the mark“) zwar schöner, „Rat der Neun“ ist aber keinesfalls unpassend. Handlung/Handlungsverlauf/Inhalt Ich finde, dass die Geschichte von Anfang bis Ende relativ spannend ist, nur an manchen Stellen hätte ich mit noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Sie zog mich sofort in ihren Bann und fesselte mich bis zum letzten Wort. Ich hoffe der zweite Teil erscheint sehr bald, denn das Ende des ersten lässt mich mehr erfahren wollen. Generell fasziniert mich die Galaxie in der die Protagonisten leben, die Schicksale und Lebensgabe sowie eigenen Sprachen der verschiedenen Völker der verschiedenen Planet und wie diese zueinander stehen. Ebenso die Religion der Menschen, denn auch unter den Völkern, die von Veronica Roth geschaffen wurden, herrschen, wie bei uns, überall Unterschiede in der Handlung, Überzeugung und Denkweise. Hier eine Stelle aus dem Roman, die dies bekräftigt: Ich hatte noch nie thuvhesische Gebete gehört, wusste jedoch, dass sie an den Strom gerichtet waren und nicht – wie die kleineren Glaubensgemeinschaften in Shotet es taten – an den, der ihn angeblich beherrschte. Die Gebete in Shotet waren Auflistungen von Tatsachen, keine Bitten. Mir gefiel, wie ehrlich die Thuvhesi ihre Unsicherheiten zum Ausdruck brachten, indem sie eingestanden, dass sie nicht wussten ob ihre Gebete erhört werden würden. -S.573 Schreibweise/Schreibstil/Sonstiges Der Fantasy-Roman wurde in einer relativ anspruchsvollen Schreibweise verfasst und in einem Satz werden meist mehrere Informationen vermittelt. Ich finde die Kapitel und Abschnitte wurden sinnvoll unterteilt und alles wurde gut erklärt beziehungsweise bildlich vorstellbar beschrieben. Figuren/Charaktere (und deren Sprache) Durch die tollen Figuren kann man sich perfekt in die Geschichte hineinversetzen und mitfiebern. Am meisten schätze ich Akos Kereseth, wegen seiner Empathie und seiner Hilfsbereitschaft. Zudem, da er so liebevoll ist und er trotz allem was er durchmachen muss er selbst bleibt. Am wenigsten kann ich Lazmet Noavek leiden, da er die Schuld trägt, wie seine Kinder geworden sind und er seinen Sohn zu so einem skrupellosen Ungeheuer erzogen hat. Nun kann ich verkünden, dass ich dem Buch 4,5/5 Sternen verleihe, da diese wundervolle Idee von der Autorin zu einer wundervollen Geschichte umgesetzt wurde und mir nur an wenigen Stellen ein wenig Spannung fehlte. Außerdem werde ich zu 100% den 2 Band kaufen und hoffentlich genauso verschlingen!

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GANZE REZENSION: https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2017/11/willkommen-in-einer-fremden-galaxie-rat.html COVER/GESTALTUNG Für meinen Fall etwas zu unspezifisch. Klar passt die düstere Atmospähre der Gestaltung, aber ich denke, es hätte wesentlich schönere Motive gegeben als diese Wand. Und vom "Rat der Neun" hat man praktisch kaum was direkt mitbekommen, der englische Titel "Carve the mark" (Nicht besonders frei: Ritze die Markierung ein) hätte wesentlich besser gepasst - sowohl inhaltlich als auch gefühlsmäßig. "Gezeichnet" ist mir hier viel zu schwammig, außerdem gibt es diesen Untertitel schon sehr, sehr oft. MEINUNG Durch andere Rezensionen war ich schon gewarnt, dass man zu Anfang sehr erschlagen wird mit Neuen und das stimmt. Wir befinden uns in einer ganz anderen Galaxie, andere Planeten, andere Sitten und Völker. Aber es sind ausschließlich menschliche Wesen - es gibt zwar Abweichungen vom Aussehen und manchmal Fähigkeiten der Planetenbewohner, aber hier hätte vlt. noch ein bisschen mehr Vielfalt an intelligenten Lebewesen sein können. Dennoch ist die geschaffene Welt einfach beeindruckend. Die Sitten, Religionen, Konflikte sind sehr vielfältig, und durch die Lebensgaben & die Schicksale kommt nochmal ordentlich 'Story-Input' rein. Durch eine Karte und Glossar hinten (was ich natürlich erst nach dem Fertiglesen entdeckt habe :D) gibt es Möglichkeiten zur Orientierung. Der Schreibstil liest sich wirklich gut. Zu Anfang wurde man zwar wie erwähnt mit Infos erschlagen, doch nach ca. 50, 70 Seiten habe ich mich gut in der Geschichte zurecht gefunden, hatte eine gute Vorstellung von den Leuten, den Lebensweisen und den Landschaften. Die Atmosphäre ist düster. Die Charaktere ebenso. Und ich liebe es. Sogar mit den Antagonisten fühlt man mit. Da der Einstieg ein paar Jahre vor der Gegenwart liegt, hat man die starke Entwicklung bei Akos, einem Protagonisten, miterlebt. Aber auch Cyra ist ein ganz eigenwilliger Charakter, den ich so noch nicht in der Buchwelt getroffen habe. Und sie sieht mal nicht absolut hinreißend aus, sondern ist sogar ein kleines Muskelpaket. Ich habe sie wirklich lieben gelernt, denn ihre Story ist der Wahnsinn. Aber allgemein hat die ganze Geschichte etwas sehr Packendes. Es ist eine Mischung, die einen mitreißt. Denn obwohl nicht immer riesige Action ist, blieb ich stets am Ball. Die Liebesgeschichte fand ich persönlich sehr überzeugend, genau wie den langen Weg dahin. Gerade zum Ende hin überraschte mich die viele/schlimme Gewalt, aber ich finde es gut, dass die Autorin sich getraut hat auch 'Gravierendes' zu machen. So oder so bin ich sehr gespannt auf den 2. und letzten Band der Reihe! FAZIT Eine dunkle Geschichte, die den Leser gefangen nimmt. Die entworfene Welt ist der Wahnsinn, die Handlung recht spannend und der Schreibstil sehr flüssig. Die Charaktere sind ebenfalls wirklich gelungen. Alles in allem freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung! - 4,5 von 5 Feenfaltern - Vielen Dank an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar! © Anna Salvatore's Bücherreich

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Nachdem ich „Die Bestimmung“ quasi verschlungen habe, habe ich nun auf das neue Buch von Veronica Roth hingefiebert. Ich wusste, dass „Rat der Neun“ etwas ganz anderes sein würde, als „Die Bestimmung“ und war dementsprechend auch darauf vorbereitet. Am Anfang hatte ich ziemliche Probleme die ganzen Charaktere auseinander zu halten und mich an die Welt innerhalb des Buches zu gewöhnen. Es gibt sehr viele verschiedene Charaktere mit teils komplizierten Namen und stellenweise noch komplizierteren Lebensgaben. Hier alles und jeden auseinander zu halten und richtig zuzuordnen, dazu gehört schon eine ordentliche Portion Mühe und Konzentration, denn es ist wirklich komplex. Zwar gibt es hinten im Buch einen Glossar, aber ich hatte auch keine Lust, beim lesen immer wieder hin und her zu blättern. Grob gesagt gibt es neun verschiedene Planeten mit verschiedenen Arten Menschen mit verschiedenen Gaben. Natürlich sind sich hier alle untereinander nicht besonders grün. An sich ist die Idee wirklich cool, aber die Umsetzung passte nicht so ganz bzw. war es ziemlich kompliziert gestaltet. Zwischendurch gab es schon ziemliche Längen und im Nachhinein muss ich sagen, dass 100 Seiten weniger dem Buch schon ganz gut getan hätten. Im Großen und Ganzen geht es um Cyra und Akos, aus deren sich auch abwechselnd erzählt wird. Dabei wird bei Cyra in der Ich-Form erzählt und bei Akos in der dritten Person. Mit Cyra bin ich irgendwie nicht so ganz warm geworden. Zwar wandelt sie sich im Laufe der Geschichte recht stark, aber so richtig überzeugen und für sich gewinnen konnte sie mich nicht. Akos hingegen mochte ich schon ganz gerne, da er nicht so übertrieben dargestellt wird und ein wenig authentischer wirkt als Cyra. In Kombination ergeben Cyra und Akos ein gutes Protagonisten-Gespann, welches aber keinesfalls langweilig ist, denn Friede Freude Eierkuchen ist anders. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Was ich an Veronica Roth mag sind ihre, teilweise nicht vorhersehbaren, Wendungen. Damit hat sie mich bei „Die Bestimmung“ schon immer dran gekriegt und bei „Rat der Neun“ ist ihr das wieder gelungen. Die Aufmachung des Buches ist interessant, auch wenn man vom Cover her absolut nicht auf den Inhalt schließen kann. Trotzdem macht es neugierig. Natürlich steht der Name Veronica Roth bei vielen Lesern mittlerweile für sich. Den Schreibstil von Veronica Roth mag ich sehr gerne. Einerseits ist er gut zu lesen, aber auch nicht zu locker leicht. Ihre Beschreibungen sind ziemlich bildhaft, auch wenn sie es in „Rat der Neun“ fast ein wenig übertrieben hat, mit den vielen vielen Elementen der von ihr geschaffenen Welt. Fazit „Rat der Neun“ ist etwas ganz anderes als „Die Bestimmung“, dem sollte man sich vor dem Lesen auf jeden Fall bewusst sein, sonst wird man ziemlich enttäuscht sein. Die Welt ist sehr komplex und einfach mal so locker runterlesen ist nicht. Man muss sich ziemlich mit dem geschriebenen beschäftigen, um überhaupt erst einmal durchzublicken. Empfehlung Science Fiction – Fans kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Fans von „Die Bestimmung“ sollten sich bitte erst mit dem Thema des Buches auseinandersetze und ggf. die Leseprobe lesen.

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Inhalt: Auf dem Planeten Thuvhe leben die Shotet und Thuvhesi seit Generationen in Feindschaft. Akos gehört mit seiner Familie den friedlichen Thuvhesi an. Eines Tages werden er und sein Bruder Eijeh von Shotet-Kriegern entführt, da sie laut Orakel mit dem Schicksal der Herrscherfamilie der Shotet verbunden sind. In der Gefangenschaft lernt Akos Cyra, die Schwester des Shotetherrschers Ryzek kennen. Zusammen mit ihr könnte er es schaffen, sich und seinen Bruder zu befreien. Wird Cyra ihm helfen oder sitzt die Feindschaft zwischen beiden Völkern so tief, dass sie sich gegenseitig vernichten werden? Cover: Das Cover ist definitiv ein Blickfang. Es wirkt wie zerschnittene Haut, aus deren Wunden flüssiges Gold rinnt. Es bildet einen sehr guten Bezug zum Buch. Ich finde es nur schade, dass der deutsche Titel so wenig über die Geschichte aussagt. Über den Rat der Neun an sich erfährt man fast nichts. Im englischen Original wird mit „Carve the mark“ der Zusammenhang zwischen Titel, Cover und Inhalt viel deutlicher. Meinung: „Rat der Neun“ ist eindeutig schwere Lektüre. Ich habe zwei Anläufe gebraucht, um dieses Buch zu lesen. Nachdem es jetzt über ein halbes Jahr auf meinem SuB lag, war es an der Zeit einen neuen Leseversuch zu starten. Dieses Mal habe ich es tatsächlich geschafft, das Buch zu beenden, aber es war ein ziemlicher Kampf. Für „Rat der Neun“ hat Veronica Roth eine komplexe Galaxie erschaffen, die aus neun Planten besteht. Diese Planeten werden von jeweils einem Volk bewohnt und vom Rat der Neun beherrscht. Alle, bis auf Thuvhe. Thuvhe ist der einzige Planet, den sich zwei verfeindete Völker teilen müssen – die kriegerischen Shotet und die friedlichen Thuvhesi. Außerdem haben die Bewohner der Planeten verschiedene Lebensgaben, d.h. sie besitzen eine besondere Fähigkeit, die sie von den „normalen“ Menschen unterscheidet. Der Einstieg in die Geschichte fällt durch die Komplexität des Settings sehr schwer. Das Buch beginnt mit der Beschreibung der Kindheit unserer beiden Protagonisten Cyra und Akos, um die Galaxie in ihren Grundzügen kennenzulernen, aber es zieht sich sehr in die Länge. Spannung kommt so gut wie keine auf. Das war auch einer der Hauptgründe, wieso ich das Buch beim ersten Lesen schon nach knapp 50 Seiten abbrechen musste. Nur sehr langsam baut sich ein Spannungsbogen auf. Es gibt einfach zu viele kleine Handlungsstränge, die nebenher verlaufen, dass man leicht den Überblick verliert. Ich habe etwas den roten Faden dabei vermisst. Jedoch schafft es Veronica Roth mit zunehmendem Fortschreiten in der Geschichte, den Leser zu fesseln. Die Ereignisse entwickeln sich rasanter und das letzte Drittel macht wirklich Lust auf den finalen zweiten Band. Ein Großteil der Spannung wird durch die beiden Hauptprotagonisten erzeugt. Sie sind sehr vielschichtig und entwickeln sich auch weiter. Zu Cyra baut man schnell eine Verbindung auf, da ihre Kapitel in der Ich-Perspektive geschrieben wurden. Durch ihre tödliche Lebensgabe wird sie vom Volk gefürchtet und gemieden. Ihr Bruder nutzt sie aus, um seine Feinde zu foltern und zu ermorden. Ich finde es schön, wie sehr sie sich im Laufe der Geschichte wandelt. Während sie am Anfang noch gnadenlos und unsympathisch wirkt, wird sie später sanfter und menschlicher. Cyra ergibt sich nicht mehr ihrem Schicksal und kämpft gegen die Ausnutzung durch ihren tyrannischen Bruder. Diese Wandlung löst in ihr Akos aus. Als Thuvhesi liegen ihm Frieden und Harmonie im Blut. Man braucht ein wenig Zeit, um mit ihm warm zu werden, da seine Kapitel von einem allwissenden Erzähler geschildert werden und man keinen genauen Einblick in seine Gefühlswelt erhält. Auch Akos entwickelt sich vom zurückhaltenden Jungen zu einem starken Kämpfer. Die Tiefe der Protagonisten vermisse ich ein wenig bei den Nebenfiguren. Sie sind sehr oberflächlich und klischeehaft ausgearbeitet. Fazit: „Rat der Neun – Gezeichnet“ ist eine durchaus gelungene Mischung aus Fantasy und Sci-Fi. Jedoch sorgt die sehr komplexe Welt für ziemliche Startschwierigkeiten. Man muss wirklich konzentriert und motiviert bleiben, um den zähen Anfang zu überstehen. Positiv stechen Cyra und Akos hervor, die grandiose Protagonisten darstellen. Ich bin gespannt, wie Veronica Roth die Dilogie beenden wird. Für den ersten Band vergebe ich 3 Ananas.

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Rat der Neun

Von: Naddlpaddl

25.08.2017

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe … Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt. Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören … Ich habe nun schon viel darüber gelesen, dass viele das Buch gelesen haben, weil die "Die Bestimmung" von ihr auch gelesen und geliebt haben. Ich bin da wohl scheinbar eher eine Ausnahme, denn ich habe von der Bestimmung nur den ersten Teil gelesen und danach nie weiter gelesen owohl es mir sehr gefallen hat und auch die Filme zu meinen liebsten Filmen zählen. Aber so bin ich was Stil und Handhabe der Autorin geht recht jungfräulich in die Geschichte eingestiegen und das hat mich auch nicht enttäuscht. Ich bin eigentlich nicht so sehr der SciFi Typ. Fremde Galaxien und alles, das liegt mir nicht so sehr. Dystopie ja, aber SciFi- mh... Nun stellt sich natürlich die Frage wo da die Grenze ist, weil oft vermischen sich diese beiden Genres ohne das es großartig auffällt. Aber das hat mich Anfangs dann doch ein bisschen abgeschreckt, einfach diese Bezeichnung SciFi überall zu lesen. Aber am Ende muss ich sagen war meine Sorge auch hier unbegründet. Ja, ich fand die Geschichte SciFi lastig, aber nicht störend sondern eher unterstützend. Es hat mich nicht genervt und war genau im richtigen Maße. Ich fand die Idee super und auch Cyra und Akos konnten mich mir ihrer Art überzeugen. Cyra war mir am Anfang allerdings noch ein wenig fremd und es dauerte bis ich sie wirklich fühlen konnte. Aber ich schätze das war der Plan der Autorin an dieser Stelle. Auch wenn ich die Bestimmung nich vollständig gelesen habe, hab ich das gefühl die Autorin ist sich selbst und ihren Ideen auch hier wieder treu geblieben. Sie ist anders. Sie schreibt anders. Und sie hat andere Ideen und genau das merkt man hier auch. Ich finde Veronica Roth schafft es hier auf eine besondere Weise mit ihrem Schreibstil die düstere und geheimnisvolle Stimmung zu unterstreichen. Alles ist irgendwie dunkel und trotzdem fühlt man sich wohl, ich kann das Gefühl kaum erklären, was ich beim Lesen dieser Geschichte hatte. Sie ist etwas besonderes und wird noch lange in mir nachkligen. Denn auch wenn man auf diesem Gebiet natürlich nicht das Rad neu erfinden kann wurde hier trotzdem für mich eine neue, nie da gewesene Geschichte erzählt, die mich überraschen konnte. Man muss sich eben als Leser völlig darauf einlassen ohne Vorbehalte und sich einfach durch die Geschichte tragen lassen. Ich bin immer noch bgeistert davon, wie man so viel Fantasie aufbringen kann um eine ganze Welt zu erschaffen, die so komplex ist und dann auch noch funktioniert und den Leser glauben lässt, dass man dort wirklich gerade ist und mit Cyra und Akos herum läuft. Für mich immer noch der Wahnsinn und eine absolute Meisterleistung! Ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt und kann den ersten Teil nur wärmstens empfehlen, wenn man auf fremde komplexe Welten steht, die mit viel Liebe und Fantasie gestaltet und ausgearbeitet sind! Vielen Dank an den CBT Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Der Inhalt: Jeder Mensch besitzt eine besondere Gabe, welche Einfluss auf die Zukunft einer Person hat. Manch einer hat sogar ein ihm voraus bestimmtes Schicksal.. doch nicht immer ist dies ein Segen. Cyra lebt am Hofe ihres Bruders - dem Tyrann und Herrscher der Shotet. Ihre Gabe ist seine Waffe.  Akos und sein Bruder aus Thuve wurden von den Shotet verschleppt und an deren Hof gebracht. Doch Akos hat nicht vor zu bleiben und setzt so alles daran, sich und seinen Bruder zu retten. So lernt er Cyra kennen und schon bald müssen sie sich entscheiden - sich gegenseitig helfen oder einander zerstören.  Rezension: Was mich als erstes auf das Buch hat aufmerksam gemacht hat ist wohl das Cover. Ich finde es einfach wunderschön und nun da ich den Inhalt kenne, passt es wirklich sehr gut zum Inhalt. Im Original heißt das Buch übrigens "Carve the Mark" und dieser Titel passt einfach so viel besser. Der Deutsche Titel ist einfach unpassend. Ja es gibt einen Rat der Neun, aber der wird nur am Rande erwähnt.  (Das Cover hat keinen Einfluss auf meine Wertung.) Nun zunächst einmal muss ich sagen, dass ich recht unvoreingenommen an das Buch herangegangen bin. Erst nachdem ich es gelesen hatte, habe ich bemerkt wie umstritten dieses Buch ist. Aber ich muss sagen: Ich liebe es!  Die Welt die Veronica Roth erschaffen hat ist einfach fantastisch und so unglaublich detailreich. Ich liebe es wie sie so viele Völker und Planeten entwickelt hat, Kulturen und Religionen. Die Idee mit dem Strom, den Gaben und den Schicksalen finde ich richtig gelungen!  Ich bin ja sonst kein riesen SciFi Fan aber ich finde es mischt sich hier so wunderbar mit dem Genre der Fantasy, dass es mich gar nicht weiter gestört hat. Alleine für diese wirklich interessante Welt lohnt es sich das Buch zu lesen - und man möchte sofort in die Galaxie reisen und all die bunten Planeten bestaunen.  „Schrecklich. War das Leben schrecklich? Ich hatte dafür nie ein Wort gehabt. Schmerz führt dazu, dass Zeit in kleine Stücke zerbrach. Ich dachte immer nur an die nächste Minute, die nächste Stunde. Es gab nicht genug Raum in meinem Verstand, um all diese Teile zusammenzusetzen, um Worte zu finden, mit denen sich das Ganze umschreiben ließe.“ Die Idee der Handlung ist grundlegend nicht ganz neu aber eben durch das Ganze drumherum wird es super eingearbeitet. Ich mag die Idee der Gaben, welche auf einen als Person abgestimmt sind. Sie passen zu den Menschen und sind nicht einfach irgendwie. Dadurch gibt es viele individuelle Charaktere.  Inhaltlich konnte mich das Buch direkt fesseln, obwohl ich zu Beginn die Namen und ihre Rolle notiert habe, da sie doch sehr fremd klingen und man da erst mal durchblicken muss. So gibt es neben Akos und Cyra noch Eijeh, Ryzek, Ylira, Kalmev oder auch Zyvo. Alles sehr spezielle Namen die aber einfach super in das Setting passen. Normale englisch klingende Namen würden gar nicht passen. Mit der Zeit habe ich dann aber meine Liste nicht mehr gebraucht. Das war nur so in den ersten 2-3 Kapiteln, dann habe ich verstanden wer nun wer ist. Obwohl es Spaß gemacht hat die Liste zu erstellen. Die Geschichte selber ist nicht rasant, voller Action. Es entwickelt sich alles etwas langsamer, was ich aber realistisch und angemessen fand. Man hat Zeit die Charaktere und ihr wahres Ich kennen zu lernen, bevor man das Ende des Buches erreicht. Zumal ich die Charaktere hier sehr interessant fand. Cyra hat Schwächen und ist nicht die perfekte Heldin. Sie ist die Waffe ihres Bruders und muss als solche auch töten. Sie wird von vielen Selbstzweifeln – wenn nicht gar Selbsthass geplagt und doch ist sie einem sympathisch. In ihre steckt so viel mehr als man im ersten Moment erwartet und ihre Entwicklung im Laufe des Buches finde ich wirklich toll. Während ich Akos zu Beginn nicht richtig einschätzen konnte und immer dachte, da müsse noch was kommen. Dabei weiß man recht viel über Akos, wird aber eben so wie Cyra nicht direkt schlau aus ihm. Doch mit der Zeit schließt man auch ihn in sein Herz. Er ist ein friedliebender Mensch der viel durchmacht und so seine Ecken und Kanten hat.  Interessanterweise hat mir der Charakter des Ryzek sehr gefallen. Er ist der Böse der Geschichte – ungewollt. Ich glaube eine Geschichte über ihn würde ich glatt lesen. Ein grausamer Herrscher wider Willen.  Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Sehr flüssig, schnell zu lesen aber eben auch sehr detailreich. Denke das ich mir dadurch all die fremden und fiktiven Dinge so wunderbar vorstellen kann. Veronica Roth zieht den Leser in ihren Bann und schafft es Spannung da aufzubauen wo es nötig ist, aber auch Trost zu spenden, wenn man als Leser mal welchen braucht. Sie lässt einen nicht an einem Herzinfarkt sterben, aber schafft es mit wenigen Worten einen zum weiterlesen zu animieren. Das Ende des Buch fand ich schön und traurig zugleich. Es ist kein riesen Cliffhanger, sondern eher ein ruhiges Ende. Dennoch kann man definitiv sehen, dass ein Band 2 kommen wird. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Ich hoffe, dass ich es bald erfahren werde!  Fazit: Ich liebe dieses Buch und daher wird es definitiv in die Kategorie „Must Read“ fallen. Diese wunderbare Welt die Veronica Roth erschaffen hat ist einfach wunderbar. Man fühlt sich heimisch und fremd zugleich. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Namen, Planeten, Kulturen und auch der Schreibstil. Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und viel zu oft musste ich um sie bangen. Die Idee mit den Fähigkeiten bzw. den Gaben finde ich richtig gut und auch schön ausgearbeitet. Eine Welt die ich gerne mal persönlich kennen lernen möchte.  Ich lege allen das Buch ans Herz die eine Mischung aus SciFi, Fantasy und einen Hauch von Liebesgeschichte. Es hat ein wenig was Romeo und Julia mäßiges. Auch wer gerne Bücher liest in denen besondere Fähigkeiten und Kämpfe vorkommen, würde dieses Buch mit Sicherheit mögen. Allerdings darf man keine Fähigkeiten wie in „die Rote Königin“ erwarten. Sie sind viel persönlicher und individueller auf die Charaktere angepasst – was sie nicht weniger interessant macht. 

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