Leserstimmen zu
So viele Jahre

Carla Freieck

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Mit "So viele Jahre" konnte mich die Autorin Carla Freieck begeistern. Ein Roman der zu Beginn etwas dahin plätschert, der aber dann Seite um Seite düsterer und stimmungsvoller wurde. Die Autorin hat die Gabe mich als Leserin ganz nah an die Hauptperson Thea Brandner heran zu lassen. Ich fühlte mich beim Lesen, als würde ich mit in ihrer Familie leben und sie wie einen Schatten begleiten. Apropos Schatten, dieser liegt über dem ganzen Plot, eine dunkle Wolke, die ständig das Sein und Tun von Thea überschattet. Thea ist unglücklich, sie hat schreckliche Träume, Ängste und Migräneattacken. Kein Wunder das ihr Mann Andreas, mit dem sie seit über 30 Jahren verheiratet ist, auch langsam verzweifelt. Sie fühlt sich für alles und Jeden verantwortlich, Ordnung und Regelmäßigkeit bestimmen ihr Leben, bis sie Johannes begegnet. Erst dann beginnt ein Albtraum, der Thea zur absoluten Verzweiflung treibt. Was hat es mit der alten Villa auf sich, die sie zufällig entdeckt und wo sie sich irgendwie heimisch fühlt? Weiß ihre Mutter mehr, als sie zu ahnen vermag? Kann Thea sich endlich von den Schatten der Kindheit lösen und glücklich werden? Sehr intensiv beschrieben finde ich den Teil, als die Autorin die Zerrissenheit beschreibt, oder wie andere Menschen Thea sehen. Nach dem Motto: Was stellt die sich so an? Sie hat doch alles zum Glücklich sein, einen Mann, Kinder, ein Enkelkind, keine Geldsorgen, ein Auto, ein großes Haus. Doch wie es tief drinnen in Thea aussieht, welche Ängste und Sorgen sie plagen, welche Leere und dunklen Gedanken zu hat, das was man von aussen nicht sehen kann, das wird sehr oft unterschätzt und als unsinnig abgetan. Hier heißt es, den Menschen nicht allein zu lassen und versuchen immer an seiner Seite zu stehen. Mit dieser Geschichte kann die Autorin Augen und Ohren öffnen, für Menschen denen es genau so ergeht. Fast schon ein kleiner Ratgeber oder zumindest ein kleiner Wegweiser um sich Hilfe zu holen, damit man auch endlich wieder froh und glücklich sein kann, wenn es auch vorher hart und schwer ist, solch einen Weg zu gehen.

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So viele Jahre

Von: MN

07.01.2019

Ein spannender Roman, der anfänglich den Alltag einer vierköpfigen Familie widerspiegelt. Nach und nach wird jedoch das Mäntelchen der perfekten Familie immer dünner, bis zur bitteren Wahrheit. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und dadurch ein reines Lesevergnügen.

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Dies ist meine erste Leserstimme, die ich abgeben darf. Ich hoffe, ich bin nicht zu kritisch. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, was ich persönlich bevorzuge, da ich mich dann besser mit dem Erzähler identifizieren kann. Was mir bei diesem Buch etwas schwieriger viel, weil die Grundstimmung sehr depressiv und traurig ist. Thea, die Hauptperson im Buch (also die Ich-Erzählerin), versucht es immer allen Recht zu machen und die, nach außen, heile Welt aufrecht zu erhalten. Was ihr anfangs auch sehr gut gelingt. Nach einigen Zwischenfällen bröckelt die Fassade langsam und droht einzustürzen. Mehr inhaltliche Informationen mag ich gar nicht geben, sonst braucht man das Buch ja nicht mehr zu lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn meiner Meinung einige Widersprüche zu finden sind. Vorsicht Spoiler! Zum Beispiel heißt es erst, dass Nora, Theas Tochter, häufig einfach so vorbeikommt mit der Enkelin Frida. Was für mich heißt, dass Nora viel Zeit hat. Dann später im Buch heißt es, Nora hat so wenig Zeit und kann deswegen ihre Oma nicht so oft besuchen. Weiter hinten im Buch steht "heute Mittag kurz nach fünf"... dass sollte wohl eher Nachmittag oder früher Abend heißen. Rechtschreibfehler habe ich nur einen entdeckt, der ist allerdings direkt auf der ersten Seite, statt "wie" steht dort "wir". Da bin ich allerdings auch extrem kleinlich. Ansonsten liest sich das Buch sehr gut. Ich würde es weiterempfehlen, wenn man mit dieser negativen Grundstimmung umgehen kann. Es ist schon depressiv gestimmt. Aber es hat mir Spaß gemacht, es zu lesen.

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So viele Jahre

Von: Isa

06.01.2019

Ich durfte das Buch "So viele Jahre" von Carla Freieck lesen und es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten reinzukommen, da es anfänglich etwas "träge" war, allerdings beschreibt das auch nur sehr gut die Situation von Thea, der Protagonistin. Aber ohne dass ich es gemerkt habe, hat mich dieses Buch mehr und mehr in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat einen sehr schönen und flüssigen Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat und man sich so auch leicht in die Protagonistin hineinversetzen kann. Gerade da das Buch auch eine Geschichte erzählt, die jeden von uns treffen könnte. Am Ende erwartet den Leser eine überraschende Wende, die ich persönlich so nicht erwartet hätte. Mein Fazit: Ein schönes Buch für Zwischendurch, zum Nachdenken und Hineinversetzen und auf jeden Fall zum Mitfiebern. Eine klare Leseempfehlung!

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Rezension zu "So viele Jahre"

Von: Yvonne

04.01.2019

Cover, Beschreibung und Titel haben mich auf das Buch neugierig gemacht. Thematisch und inhaltlich ist das Buch recht gut recherschiert. Zu Beginn ist es etwas schleppend mit dem Lesen gewesen für mich, so wie sich auch die Thematik inhaltlich dargestellt hat und erst zum Schluss auklärt. Irgendwann hat mich das Buch dann aber doch gebannt und ich habe den Roman zügig durchgelesen. Zu Beginn ziehen sich die Themen Migräne, Beziehungsprobleme (Mutter, Schwester) hin bis die Thematik klar war. Ein Thema, welches auf viele unterschiedliche Arten Personen treffen kann, wird hier gut dargestellt und das es Hilfe gibt. In die Personen des Buches kann man sich teilweise sehr gut hineinfühlen beim Lesen.

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Carla Freiecks „So viele Jahre“ weckt gleich auf den ersten Blick Interesse. Der Titel zieht einen in seinen Bann und das Cover gibt einen Ausblick auf die Atmosphäre des Buches. Inhaltlich hat das Buch langsam begonnen. Die ersten Seiten hat Freieck darauf verwendet, uns ihre Protagonistin und ihre Familie vorzustellen. Thea ist Anfang fünfzig, verheiratet, Mutter und Großmutter, ihr Leben scheint erstrebenswert zu sein- fast schon perfekt. Doch dem Leser wird deutlich, dass ihr Leben alles andere als perfekt ist. Thea hat drei Dämonen, Angst, Migräne und Wut. Sie ist ausgelaugt, ständig müde, Gefühle sind in ihrer Ehe schon lange nicht mehr existent. Auf den ersten Blick ist man verführt anzunehmen, dass die Geschichte sich um eine Frau dreht, deren ewige Suche nach Perfektion, sie an den Abgrund des Zusammenbruchs geführt hat. Von dem Drang angetrieben, endlich wieder etwas zu fühlen, beginnt Thea eine Affäre. Für einige Wochen lebt sie einen Höhenflug, aber schnell muss sie einsehen, dass sie dieses Doppelleben, weder zufrieden stellt, noch sich lange aufrecht erhalten lässt. Doch obwohl die Affäre die erste Hälfte des Buches dominiert, stellt sie nicht den Hauptpunkt der Handlung dar. Erst in der zweiten Hälfte des Buches beginnt die eigentliche Geschichte an Fahrt aufzunehmen. Thea besucht eine alte Villa und von da an wendet sich ihr Leben zum Schlechteren. Eine unerklärliche Angst packt sie, lässt sie nicht wieder los. Nach einem Nervenzusammenbruch ist für niemanden mehr zu erreichen. An diesem Punkt in der Handlung beginnt Thea eine Therapie, um ihre Ängste aufzuarbeiten. In den Gesprächen mit ihrer Therapeutin erkennt sie, dass sie nur in ihrer Kindheit Antworten finden kann. Die Handlung ist fein komponiert- Freieck zielt auf eine Tragödie und nicht auf einen Thriller ab. Die Handlung wird zwar realistisch erzählt, hat mich aber dennoch nicht großartig überrascht oder schockiert. Stellenweise neigte das Buch sogar dazu, vorhersehbar zu sein. Dennoch kann ich das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, es fesselt den Leser mit seinen meisterhaften Charakteren, und seiner einfühlsamen, klaren Erzählweise. Wie bereits erwähnt, hat der Leser viel Zeit, um Thea kennen zu lernen. Thea ist in ihren Eigenschaften dabei gleichsam so universell, dass niemand umhin kommt, mit ihr mitzufühlen. Freieck hat alle ihre Charaktere mit viel Tiefe und Komplexität beschrieben, man kann ihr Handeln nachvollziehen. Freieck gelingt dies auf zwei Wegen. Zum einen konzentriert sie sich auf die Beziehungen der einzelnen Charaktere untereinander, besonders die Beziehung die sie zu Thea unterhalten. Viele dieser Beziehungen sind zerrüttet. Doch gerade das Aufzeigen dieser menschlichen Konflikte, bildet ein intimes Porträt der Charaktere. Zum anderen hat Freieck ein Talent für eine sehr punktierte Sprache. Sie bringt deutlich und klar die verschiedenen Positionen und Gefühle der Beteiligten zum Ausdruck. Beim Lesen sind mir immer wieder deutsche Worte aufgefallen, die so in, aus anderen Sprachen übersetzten Bücher nur selten zu finden sind. Ich habe es als erfrischend empfunden meine Muttersprache, in ihrem vollen Potenzial ausgeschöpft zu erleben. Das spiegelt sich auch in den Dialogen wieder. Sie stehen nicht nur im richtigen Verhältnis zu Beschreibungen und inneren Monologen, sondern sind auch realistische Abbilder von Konversationen. Generell sind Freiecks Schilderungen sehr realistisch. Es sind die kleinen Alltäglichkeiten, an denen sich die wahre Natur vieler Charaktere zeigt. Für jemanden der nach viel Aktion sucht, ist dieses Buch nicht geeignet, aber jeder andere wird seine Freude damit haben. Freieck beschreibt eine Familientragödie ohne den Leser künstlich schockieren zu wollen. Einfühlsam und tiefgründig, aber genauso präzise beschreibt Freieck die Vorgänge in Theas Innerem und öffnet dem Leser damit die Tür in eine schmerzhafte und beängstigend realistische Geschichte.

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Sehr beeindruckenderr Roman!

Von: Der kleine Lord

31.12.2018

In einer klaren und unprätentiösen Sprache erzählt die Hauptfigur Thea aus ihrem Leben, berichtet von Begebenheiten, wie die meisten von uns sie kennen, vom "Ja-Sagen" wenn wir "Nein" meinen und vom braven weiter funktionieren, bis der Körper uns unelegant aus der Affäre zieht. Und unter diesen zunächst wenig spektakulären Ereignissen steigt langsam die Ahnung einer bevorstehenden Katastrophe auf; der innere Druck Theas steigt - aber wo genau liegt eigentlich ihr Problem? Spannend und bewegend geschriebenes Familiendrama mit überraschendem Ausgang.

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Tolles Buch!!!

Von: Die Kleene

29.12.2018

Gerade habe ich mein 1. Buch von Carla Freieck beendet und was soll ich sagen? Es war wirklich toll, spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Zur Handlung: Hauptprotagonistin ist Thea. Thea ist 52 Jahre alt, lebt mit ihrem Mann Andreas zusammen und hat erwachsene Kinder und ist auch schon Oma. Doch seit einiger Zeit geht es ihr nicht mehr sehr gut; sie kann sich selbst jedoch nicht erklären warum. Ebenso beginnt sie eine Affäre mit Johann. Während dieser Zeit ergibt sich ein Ereignis, welches alles in ihrem Leben durcheinander bringt und sie begibt sich auf die Suche nach dem Grund für ihr Unwohlsein… Und so beginnt die Geschichte ihren Lauf. Meine Meinung: Wie bereits in meinem ersten Satz genannt, kann ich nur sagen, dass es ein tolles Buch war. Ich muss gestehen, dass ich zunächst nicht ganz wusste, was wohl auf mich zukommt. Eine 52-Jährige Frau, die nicht mehr glücklich ist und die eine Affäre beginnt. Ich habe erst damit gerechnet, dass es sich um ein Buch rund um Beziehungsprobleme einer Frau in der sog. Midlife-Crisis handelt. Aber nein – im Gegenteil. Das Buch beinhaltet so viel mehr und lebt nur von Überraschungen und Wendungen, die das Buch so spannend machen, dass man immer weiter lesen möchte. Noch dazu kommt der flüssige Schreibstil der Autorin, der das Lesen insgesamt unkompliziert macht und auch die kurzen Kapitel wurden super gewählt, weil man als Leser nie lange überlegen muss, ob man noch ein Kapitel anfängt. Bei der Kürze der Kapitel tut man es einfach und umso mehr und schneller liest man. Insgesamt eine absolut tolle und undurchschaubare Geschichte, dessen Ende man niemals voraussehen würde. Eine absolute Leseempfehlung!

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