Leserstimmen zu
So viele Jahre

Carla Freieck

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Tolles Buch mit Überraschungen!

Von: Taehti

05.01.2019

Ich durfte das Buch "So viele Jahre" von Crala Freieck lesen und muss sagen, dass mich schon lange kein Buch mehr so extrem in den Bann gezogen hat. Vielleicht, weil man sich in manchen Situationen selbst erkennt? Aber erstmal zum Buch selbst: Das Cover zeigt eine Wendeltreppe und ganz ganz unten, sozusagen im Keller steht eine Frau. Hier ist reichlich Raum zu spekulieren - und das Cover passt sehr gut zur Geschichte! Vorsicht Spoiler! Thea ist 52 und die Vorzeigefrau schlechthin - nach außen. Die heile Welt, die nach außen getragen wird, ist aber nicht ihre Welt in Thea drin. Thea Brandner ist verheiratet, hat zwei Kinder, einen Job - und eine Vergangenheit. In ihr drin schaut es aber ganz anders aus. Gequält von Migräne tagsüber und nachts Albträumen fühlt sie sich nicht lebendig und sie ist mit sich auch nicht zufrieden. Eine Affäre mit einem jüngeren Mann, den sie in der Arbeit kennenlernt, kommt ihr erstmal recht, um sich selbst zu fühlen. Diese wird aber durch sie aufgrund der Art des Mannes wieder beendet. Immer wieder wird Thea mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und sie rutscht schließlich in eine Depression. Durch ihre Therapeutin beginnt sie, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und erfährt einiges über sich. Mehr gibt es an dieser Stelle nicht - lest selbst! Für mich war das Buch sehr leicht zu lesen, der Schreibstil zog mich so in den Bann, dass ich ganz in das Buch versunken war. Der Roman ist vor allem aus dem Leben gegriffen, spannend und lehrreich für den Leser. Es hat richtig Spaß gemacht!

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Eine Überraschung auf der ganzen Linie

Von: Y. Schwindhammer

05.01.2019

Thea hat eigentlich alles, mit dem sie glücklich sein kann. Die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus und ihr Mann trägt sie auf Händen. Doch innerlich nagt etwas an der 52jährigen, sie ist nicht zufrieden, aber kann das nicht nach Außen zeigen. Ihre Alpträume und Migräneattacken steigern sich immer mehr. Eine Affäre mit einem attraktiven Mann bringt zwar etwas Schwung in ihr Leben, ist aber letztlich nur der Auslöser, der das Fass zum Überlaufen bringt. Aber was genau geschah in der Vergangenheit, an das Thea sich nicht mehr erinnern kann? Ein steiniger, erschütternder Weg liegt vor ihr, um die Wahrheit zu finden. Carla Freieck hat mit „So viele Jahre“ einen Roman geschrieben, in dem eine Protagonistin genau das durchlebt, was sicher viele Frauen gleichen Alters kennen: Anfang bis Mitte 50, eigentlich alles erreicht, mehr oder weniger Wechseljahresbeschwerden, keine Sorgen mit den Kindern mehr, aber doch stimmt irgendetwas nicht oder nicht mehr. Ein Lebensabschnitt, der viele Frauen vor Entscheidungen stellt. Daher fällt das Lesen des Buches sehr leicht, denn schnell findet sich die Leserin (oder auch gern der männliche Leser) in den Schilderungen des alltäglichen Lebens von Thea wieder. Zu Anfang liest es sich noch so nebenbei, doch schnell nimmt die Geschichte Fahrt auf, so dass es kaum möglich ist, das Buch noch aus der Hand zu legen. Theas Leben und die Umstände ihrer Kindheit werden erst nach und nach aufgedeckt, so dass die Spannung immer vorhanden ist. Auch der Weg zur Lösung ihres Problems ist sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Zum Beispiel, wie sie sich erst gegen eine Therapie stellt und am Ende genau dadurch zum Ziel gelangt. Ich finde es sehr gelungen, wie die Autorin damit deutlich macht, dass man sich Problemen, egal welcher Art, einfach stellen muss, um sie lösen zu können. Für mich war das Buch eine komplette Überraschung und zwar eine sehr positive. Der Roman ist nicht einfach nur eine Familiengeschichte, sondern bietet echte Lebenshilfe an. Und vom überraschenden Ende möchte ich gar nichts verraten, das war echt der Knaller. Ich kann eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

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Dieses Buch erschien 2018 im Diana Verlag und beinhaltet 366 Seiten. Es ist Zeit für die Wahrheit... Alles ist perfekt, nach außen. Thea ist Anfang fünfzig. Sie liebt ihre Familie, aber hinter der Fassade bröckelt es. Sie hat schreckliche Alpträume und Migräneattacken, die ihr das Leben zur Hölle machen. Eine Affäre, die sie mit dem attraktiven Johann Seitz hat, bringt nicht die erhoffte Erlösung und Thea wird immer dünnhäutiger. Dann bekommt sie eine Panikattacke beim zufälligen Besuch einer alten Villa. Ob das alles mit ihrer Kindheit zu tun hat? Was ist damals geschehen, als sie durch einen Unfall jede Erinerung an die frühen Jahre verloren hat? So nimmt die Suche nach einer erschütternden Wahrheit ihren Lauf... Die Autorin Carla Freieck hat einen superflüssigen Schreibstil, der es dem Leser ermöglicht, dass man sofort in der Handlung ist. Ich konnte mich sehr gut gedanklich in jeder Situation in Theas Gedanken hinein versetzen. Ein sehr schöner Roman mit einer sehr interessanten Protagonistin, die einigen Geheimnissen ihres Lebens auf der Spur ist und dabei nicht nur angenehme Dinge über sich und ihre Familie erfährt. Theas Geschichte ist ziemlich dramatisch und bewegend. Am Ende des Buches kam es zu einer überraschenden Wendung, mit der ich keineswegs gerechnet habe. Theas geschichte ging mir sehr nah. Aber ich will nicht zu viel verraten. Mir persönlich hat diese Geschichte sehr gut gefallen. Daher würde ich auf jeden Fall anderen Lesern raten, diese auch zu lesen. Ihr werdet es auf keinen Fall bereuen!

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Rezension zu "So viele Jahre"

Von: Yvonne

04.01.2019

Cover, Beschreibung und Titel haben mich auf das Buch neugierig gemacht. Thematisch und inhaltlich ist das Buch recht gut recherschiert. Zu Beginn ist es etwas schleppend mit dem Lesen gewesen für mich, so wie sich auch die Thematik inhaltlich dargestellt hat und erst zum Schluss auklärt. Irgendwann hat mich das Buch dann aber doch gebannt und ich habe den Roman zügig durchgelesen. Zu Beginn ziehen sich die Themen Migräne, Beziehungsprobleme (Mutter, Schwester) hin bis die Thematik klar war. Ein Thema, welches auf viele unterschiedliche Arten Personen treffen kann, wird hier gut dargestellt und das es Hilfe gibt. In die Personen des Buches kann man sich teilweise sehr gut hineinfühlen beim Lesen.

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Carla Freiecks „So viele Jahre“ weckt gleich auf den ersten Blick Interesse. Der Titel zieht einen in seinen Bann und das Cover gibt einen Ausblick auf die Atmosphäre des Buches. Inhaltlich hat das Buch langsam begonnen. Die ersten Seiten hat Freieck darauf verwendet, uns ihre Protagonistin und ihre Familie vorzustellen. Thea ist Anfang fünfzig, verheiratet, Mutter und Großmutter, ihr Leben scheint erstrebenswert zu sein- fast schon perfekt. Doch dem Leser wird deutlich, dass ihr Leben alles andere als perfekt ist. Thea hat drei Dämonen, Angst, Migräne und Wut. Sie ist ausgelaugt, ständig müde, Gefühle sind in ihrer Ehe schon lange nicht mehr existent. Auf den ersten Blick ist man verführt anzunehmen, dass die Geschichte sich um eine Frau dreht, deren ewige Suche nach Perfektion, sie an den Abgrund des Zusammenbruchs geführt hat. Von dem Drang angetrieben, endlich wieder etwas zu fühlen, beginnt Thea eine Affäre. Für einige Wochen lebt sie einen Höhenflug, aber schnell muss sie einsehen, dass sie dieses Doppelleben, weder zufrieden stellt, noch sich lange aufrecht erhalten lässt. Doch obwohl die Affäre die erste Hälfte des Buches dominiert, stellt sie nicht den Hauptpunkt der Handlung dar. Erst in der zweiten Hälfte des Buches beginnt die eigentliche Geschichte an Fahrt aufzunehmen. Thea besucht eine alte Villa und von da an wendet sich ihr Leben zum Schlechteren. Eine unerklärliche Angst packt sie, lässt sie nicht wieder los. Nach einem Nervenzusammenbruch ist für niemanden mehr zu erreichen. An diesem Punkt in der Handlung beginnt Thea eine Therapie, um ihre Ängste aufzuarbeiten. In den Gesprächen mit ihrer Therapeutin erkennt sie, dass sie nur in ihrer Kindheit Antworten finden kann. Die Handlung ist fein komponiert- Freieck zielt auf eine Tragödie und nicht auf einen Thriller ab. Die Handlung wird zwar realistisch erzählt, hat mich aber dennoch nicht großartig überrascht oder schockiert. Stellenweise neigte das Buch sogar dazu, vorhersehbar zu sein. Dennoch kann ich das Buch nur jedem wärmstens empfehlen, es fesselt den Leser mit seinen meisterhaften Charakteren, und seiner einfühlsamen, klaren Erzählweise. Wie bereits erwähnt, hat der Leser viel Zeit, um Thea kennen zu lernen. Thea ist in ihren Eigenschaften dabei gleichsam so universell, dass niemand umhin kommt, mit ihr mitzufühlen. Freieck hat alle ihre Charaktere mit viel Tiefe und Komplexität beschrieben, man kann ihr Handeln nachvollziehen. Freieck gelingt dies auf zwei Wegen. Zum einen konzentriert sie sich auf die Beziehungen der einzelnen Charaktere untereinander, besonders die Beziehung die sie zu Thea unterhalten. Viele dieser Beziehungen sind zerrüttet. Doch gerade das Aufzeigen dieser menschlichen Konflikte, bildet ein intimes Porträt der Charaktere. Zum anderen hat Freieck ein Talent für eine sehr punktierte Sprache. Sie bringt deutlich und klar die verschiedenen Positionen und Gefühle der Beteiligten zum Ausdruck. Beim Lesen sind mir immer wieder deutsche Worte aufgefallen, die so in, aus anderen Sprachen übersetzten Bücher nur selten zu finden sind. Ich habe es als erfrischend empfunden meine Muttersprache, in ihrem vollen Potenzial ausgeschöpft zu erleben. Das spiegelt sich auch in den Dialogen wieder. Sie stehen nicht nur im richtigen Verhältnis zu Beschreibungen und inneren Monologen, sondern sind auch realistische Abbilder von Konversationen. Generell sind Freiecks Schilderungen sehr realistisch. Es sind die kleinen Alltäglichkeiten, an denen sich die wahre Natur vieler Charaktere zeigt. Für jemanden der nach viel Aktion sucht, ist dieses Buch nicht geeignet, aber jeder andere wird seine Freude damit haben. Freieck beschreibt eine Familientragödie ohne den Leser künstlich schockieren zu wollen. Einfühlsam und tiefgründig, aber genauso präzise beschreibt Freieck die Vorgänge in Theas Innerem und öffnet dem Leser damit die Tür in eine schmerzhafte und beängstigend realistische Geschichte.

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Guter Spannungsroman in zwei Teilen

Von: Steffen Arndt

02.01.2019

"Frau in den besten Jahren hat wegen allgemeiner Unzufriedenheit eine Affäre und kommt dabei einem Geheimnis aus ihrer Kindheit auf die Spur" - so läßt sich der Inhalt kurz zusammenfassen. Der Prolog ist prägnant und macht Lust auf den Roman. Gut finde ich es auch, daß die Weiterverfolgung des Prologs schon ungefähr zur Hälfte des Buches erfolgt, was mir bisher noch nicht allzu oft vorgekommen ist. Daraus ergibt sich auch meine in der Überschrift angesprochene Zweiteilung des Romans: die erste Hälfte des Romans ist für meine Begriffe ein wenig zu gefühlslastig und einseitig aus Sicht der Protagonistin geraten, allerdings führe ich das darauf zurück, daß ich vermutlich nicht zur gedachten Zielgruppe der Autorin gehöre. Nach der Fortführung der Handlung aus dem Prolog nimmt die Geschichte allerdings ordentlich Fahrt auf und steigert die Spannung bis zum nicht unbedingt vorhersehbaren Ende. Als Fazit sage ich, daß es ein Roman ist, der in gutem Tempo erzählt und keine unnötigen Längen aufweist. Er ließ sich sehr angenehm lesen und bot gute Unterhaltung. Vorschlagen würde ich ihn eher einer Freundin als einem Freund, aber weiterempfehlen kann ich das Buch in jedem Fall.

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Lauwarmer Psychoroman

Von: anas_buecherkiste

01.01.2019

Das Cover von "So viele Jahre" gefiel mir schon einmal sehr gut. Die Wendeltreppe, die sich nach unten dreht, verheißt Eintauchen in eine Seele und vielschichtiges Erzählen. Mein erster Eindruck vom Buch war dann aber doch nicht so positiv. Als ich den Klappentext las, klang es für mich zunächst wie ein Psychodrama à la Charlotte Link und freute mich schon. Die ersten Kapitel haben mich dann aber nicht so sehr überzeugt, wenn ich ehrlich bin. Einerseits finde ich die Ich-Erzählerin ziemlich unsympathisch, andererseits wird gleich zu Beginn sehr viel von ihr preisgegeben, so als müsste die Autorin die Ausgangssituation des Plots erstmal lang und breit erklären. Das ist nicht so mein Fall. Ich bin lieber gleich mitten in der Handlung drin. *Achtung, es folgen Spoiler* Auch wenn es zur Mitte hin dann noch ein bisschen an Fahrt aufgenommen hat, konnte mich dieses Werk nicht so recht überzeugen. Die Protagonistin wurde mir nicht sympathischer, der Höhepunkt (sprich der Auslöser für ihre Krise) war mir etwas zu banal, die "Affäre" mit dem im Klappentext so stark thematisierten Johann zu kurz und eigentlich auch nur eine kleine Verliebtheit und das Ende zu vorhersehbar, denn es wird schon in den Kapiteln vorher angedeutet, dass das "Monotrauma" mit einem kleinen Kind zu tun hat, das bei dem Unfall zugegen war. Da kann man dann zwei und zwei zusammenzählen. Das klingt jetzt alles sehr negativ, aber immerhin habe ich es durchgelesen und zum Schluss hin auch recht zügig. Vielleicht war es einfach nicht mein Genre oder nicht ganz mein Stil. An einen Psychothriller à la Charlotte Link, so wie ich ihn mir hier erhofft hatte, kann es jedenfalls nicht heranreichen, denn dafür fehlen tiefergehende, vielschichtigere Charaktere, überraschende Wendungen oder ein richtiger Höhepunkt.

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Suche nach frühkindlichem Trauma

Von: kmku

01.01.2019

Eine Frau in den Wechseljahren beschreibt ihre Unausgeglichenheit, ihre Migräneattacken, ihre Alpträume - aus meiner Sicht viel zu lange und ausführlich. Unbefriedigende Erlösung sucht sie in der Affäre mit einem Arbeitskollegen. Über 100 Seiten musste ich lesen, bevor die Handlung für mich an Spannung gewann. Dann allerdings fand ich das Buch gut, die Beschreibung der psychischen Störung der Ich-Erzählerin, eine Ehekrise, die Suche nach Hilfe und das allmähliche Annähern an die Ursache ihrer Probleme. Für mich war das Buch etwas zu langatmig und tränenreich, um es bedingungslos weiter empfehlen zu können.

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