Leserstimmen zu
Judith und das liebe Vieh

Judith Reinhard, Bruni Prasske

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"Judith und das liebe Vieh" sprach mich vom Klappentext sehr an, da es mich interessierte, wie eine erfolgreiche Modejournalistin Zufriedenheit finden kann in der Züchtung von Rindern. Das Buch ist sehr authentisch und bewegt mich zutiefst, zumal Judith Reinhard beginnt das Leben und die Natur wert zu schätzen. Auch die Einblicke in Schlachtung und Züchtung, die mir als Otto - Normalverbraucher normalerweise verborgen bleiben würde, sind zum Teil erschreckend, denn es gilt nur der Profit, wobei Judith R., anders agiert und dadurch gleich um einiges sympathischer erscheint. "Du bist, was du isst", kommt hier wirklich zum Tragen und ich gestehe, das ich mir wenig Gedanken darüber mache, woher mein Fleisch kommt und dieses definitiv für mich ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl war, dieses doch mehr zu bedenken, denn günstig ist nicht mehr die Variante, die mir vorschwebt, zumindest nicht nach Beenden des Buches. Auch mein Milchkonsum muss ich neu überdenken, denn das Bewusstsein, das die Milch eigentlich für das Neugeborene sein soll, ist mir wieder vor Augen geführt worden und stimmt mich nachdenklich. Insgesamt ein wunderbares Erleben einer mir völlig fremden Welt, in der ich mich fiktiv sehr wohlgefühlt habe. Für mich nicht das Leben, welches mir vorschwebt, da ich natürlich auch die Arbeit sehe, die mit Rinderzucht verbunden ist. Golloway Rinder kannte ich bisher nur aus heimischen Tierparks und es gab daher vieles erstaunliches zu entdecken. Ein wirklich wohltuendes, manchmal auch sehr erschreckendes Buch, da unverblümt auch darüber berichtet wird, sich nicht zu sehr an ein Tier zu binden, denn es ist tatsächlich dazu da, zu gebären oder zu decken, um dann letztendlich beim Schlachter zu landen. Human und besonnen sucht sie letztendlich nach Möglichkeiten dem Schlachthaus zu entgehen und dieses wirkte auf mich viel weniger barbarisch. Natürlich ist die Rinderzucht für Judith R. nur möglich durch Hilfen und der Möglichkeit der Unterbringung, dieses lässt ihren Traum natürlich um einiges schneller wahr werden lassen. Trotzdem muss ich ihre Arbeit respektvoll anerkennen und kann daher nur eine Leseempfehlung aussprechen an ein Buch, welches vielleicht als Sachbuch wahrgenommen werden könnte, aber um einiges mehr verbirgt. Die Seiten waren zügig gelesen und wirken wie erwähnt immer noch nach. Vielen Dank dafür.

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Bücher und Zeitschriften über das Leben auf dem Land sind im Moment in aller Munde und auch ich lese diese gerne, auch wenn ich auf dem Land wohne. Deswegen hat dieser Titel gleich meine Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Das Buchcover passt perfekt zur Thematik des Buches. Man sieht darauf eine Frau im Vordergrund, bei der es sich um die Autorin selbst handelt. Im Hintergrund sind einige Rinder auf der Weide zu sehen. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn die Tiere im Vordergrund gestanden hätten und sich die Autorin etwas im Hintergrund gehalten hätte. Aber das ist schließlich Geschmackssache. Der Schreibstil ist sehr angenehm und bestens lesbar. Man kann sich alles sehr gut vorstellen und ist beim Lesen sofort mitten in der Geschichte. Man glaubt selbst auf den Wümmewiesen zu sein, die Landluft zu riechen und die Gallowayrinder zu beobachten. Das Buch ist richtig kurzweilig und ich habe es sehr gerne gelesen. Es macht aber auch sehr nachdenklich, denn es gibt leider immer noch zu viele Menschen, die nicht nachhaltig sind. Fleisch wird in Massen konsumiert, Kleidung wird billig im Ausland produziert und bei manchen Menschen scheint es im Leben nur um Konsum zu gehen. Da ich selbst auf dem Land wohne und versuche, achtsam und nachhaltig zu leben, kann ich Judith Reinhard sehr gut verstehen, dass sie irgendwann aus der Hektik ihres Alltags und ihrem Beruf als Modejournalistin ausbrechen möchte und ein völlig neues Leben mit der Zucht von Galloway-Rindern beginnt. Natürlich kann sie anfangs nicht von der Rinderzucht leben, aber sie reduziert irgendwann ihre Arbeit als Journalistin. Die Autorin wirkt sehr sympathisch und authentisch. Obwohl sie selbst auf dem Land aufwuchs, greift sie ihr neues Vorhaben auch etwas naiv an. Aber sie lernt stetig dazu und hat natürlich auch ihre Helfer, unter anderem ihren Mann, der sie bei ihrer neuen Tätigkeit so gut es geht unterstützt. Ein richtig tolles Buch, bei dem man sehr viel über Rinderzucht lernt und bei dem es auch nicht zimperlich zugeht. So erfährt man auch, wie Tiere geschlachtet und verarbeitet werden. Aber das gehört eben zum Landleben dazu. Ich gebe diesem interessanten Buch volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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Rezension INHALT: Judith Reinhard, eine bekannte und erfolgreiche Modejournalistin, in der Kindheit auf dem Land an der Wümme aufgewachsen, besinnt sich nach einem oberflächlichem und glitzerndem Konsumleben auf ehrliche Werte wie Achtsamkeit, Bescheidenheit, Wertschätzung der Natur und dem Leben gegenüber.Sie übernimmt die Verantwortung für den geerbten zwanzig Hektar grossen Bauernhof der Eltern. Diese Wandlung in ihrem Denken und Handeln hat sie einer Mutterkuhherde von Galloway-Rindern zu verdanken ,,,,, MEINE MEINUNG: Dieses gebundene Buch (221 Seiten) mit einem Foto der Autorin Judith Reinhard auf dem Cover, welches SIE im Vordergrund abbildet und nicht die schwarzwolligen Galloways, konnte ich an einem Tag voller Lesezeit schnell durchlesen. Der Schreibstil der beiden Autorinnen Judith Reinhard und Bruni Prasske ist sehr einfach und gut verständlich gehalten. Stimmige und schöne Beschreibungen von Landschaft und Tieren haben mich gut unterhalten. Das Buch ähnelt eher einem Tatsachenbericht mit einer autobiografischen Lebensbeichte und ist kein Roman im üblichen Sinn. Ich kann dieses Buch für mich in kein anderes Genre einordnen. Obwohl Frau Reinhard jahrelang während der Ausübung ihrer Arbeit entsetzliche, menschenverachtende Produktionsstätten von Kleidung in Asien und Ausbeutung von Frauen beobachten konnte, haben es erst diese sanftmütigen Rinder und die Landschaft an der Wümme geschafft, sie in ihren Bann zu ziehen um ihren stressigen (und sogar in ihren Augen unsinnigen) Job aufzugeben, in dem man sogar hungert, um den Ansprüchen des Modebetriebs gerecht zu werden. Die Naivität und die Unwissenheit über das Leben auf dem Land, mit der sie sich dort auf dem Hof einbringt, haben mich allerdings ein wenig erstaunt. Das Buch berichtet über einen Zeitraum von ca. zwölf Jahren. Der Roman weist einige Längen und zu schnelle Zeitsprünge am Ende auf, die mir nicht gefallen haben. Seitenlange, ausführliche Beschreibungen über unterschiedliche Schlachtmethoden - und ihre Durchführungen wären meiner Meinung auch nicht nötig gewesen um darzustellen, dass das Tierwohl immer an erster Stelle stehen sollte bei der Fleischbeschaffung für die Bevölkerung. Meine Bewertung: Ein gutes Buch, dem ich drei *** Sterne gebe. Dankeschön an die Autorin und das Gütersloher Verlags Haus in der Random House Group für das Rezensionsexemplar.

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"Judith und das liebe Vieh" ist ein Buch, dass mich absolut von sich begeistern konnte. Warum? Weil Judith Reinhard hier ganz viele Punkte einfach auf den Punkt bringt, die man ändern sollte, sich und der Natur und der Umwelt zu liebe. Frau Reinhardt kommt als Modejournalistin aus einem Bereich in dem es immer wieder um Konsum geht, viele Kleidungsstücke werden unter unmenschlichen Bedingungen in Asien produziert, und wir alle kaufen, obwohl wir doch schon sechs sieben Hosen im Schrank haben. Die Frage ist, was und wieviel braucht der Mensch? Schön finde ich hier ihre Veränderung, durch die ersten Galloways und ihre Pläne kommt Frau Reinhardt über viele Sachen ins Umdenken und investiert immer mehr Zeit und Geld in ihre Herzensarbeit: ihre stetig wachsende Gallowayherde. Ich finde auch, dass man auf dem Cover sieht, wie zufriedenen und ausgeglichen Mensch und Tier aussehen. "Mein Lebensmotto: Respekt vor der Kreatur, Demut vor dem Leben und insgesamt Bescheidenheit." (Judith Reinhard, Klappentext) Der Schreibstil von Frau Reinhard ist toll, sehr kurzweilig, so dass man gerne noch ein paar Seiten liest. Man möchte einfach wissen, wie sich die Herde und die Landwirtschaft auf den Wümmewiesen entwickeln, wie es den Tieren ergeht und auch wie es Frau Reinhard damit geht. Sie berichtet sehr emotional über die Bindung zu den Tieren, das erste Kälbchen und leider auch die Schlachtung. Aber es ist richtig, dass dieses Thema nicht fehlt, damit sollten sich viel mehr Menschen auseinander setzen - dann würde mit Sicherheit auch der Fleischkonsum sinken. Ich habe einige Denkanstöße mitgenommen und hoffe, dass es vielen Lesern ähnlich geht. Wir haben eigene Hühner, sprich gute Eier und auch Suppenhühner und Brathähnchen, Gemüse, Salat und Kräuter im Garten - und den Rest kaufe ich auf einem kleinen Bauernhof zu (auf dem es übrigens auch eine Gallowayherde gibt) und ebenso wie auf Hof Wümmetal wird dort biologisch angebaut, aber es gibt aus finanziellen Gründen keine Zertifizierung! Jeder muss an Nachhaltigkeit denken und Respekt vor den Tieren haben - machen Sie weiter so Frau Reinhard!

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