Leserstimmen zu
Das Gutshaus - Zeit des Aufbruchs

Anne Jacobs

Die Gutshaus-Saga (3)

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Finaler Band

Von: U. Pflanz

02.02.2020

Der Abschluss der Gutshaus Saga. Ist es ein gelungener Abschluss? Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Mir haben die ersten beide Bände besser gefallen. Trotz allem habe ich auch dieses sehr gerne und auch schnell gelesen. Was mir persönlich immer sehr gut gefällt, wenn Charaktere aus Vorbänden wieder erscheinen und man erfährt wie sie sich entwickelt haben und wie es ihnen ergangen ist. Das hat die Autorin hier sehr gut aufgegriffen. Allerdings fand ich es ein wenig zu weit ausgedehnt. Was zwischendurch öfter mal vorkam, dass es sich etwas zog. Wiederum muss ich sagen, dass es die Autorin perfekt umgesetzt hat, und zwar in allen drei Bänden, dass die Charaktere sehr lebendig und glaubwürdig rüber kommen. Über den Schreibstil brauchen wir nicht sprechen, denn Anne Jacobs kann mit ihrer Art den Leser einfach fesseln. Ich hatte das Buch trotz allem an zwei Tagen durchgelesen. Hätte man manche Stellen, die sehr ausgedehnt wurden, gekürzt und dafür mehr von der eigentlichen Geschichte reingepackt, wäre es perfekt gewesen. Da es mir gefallen hat, aber nicht so gepackt hat wie die Vorbände, vergebe ich 4 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️

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In dem dritten und letzten Band des Gutshaus geht es mit dem Bau des Hotels nur schleppend voran. Die Geldsorgen von Franziska und Jenny ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und auch die Beziehung von Jenny und Ulli läuft nicht rund. Als ein Fund im Keller des Gutshauses neue Fragen aufwirft, steht die Zukunft des Hotels auf unsicheren Beinen. Das Buch hat mir gut gefallen. Der angenehme Schreibstil von Anne Jacobs lässt über die ein oder andere Länge im Buch hinwegsehen, allerdings wurde das Geldproblem von Franziska und Jenny für mich etwas zu sehr in den Fokus gestellt. Der Fund im Keller stellte eine spannende neue Episode in der Geschichte des Hauses dar, der durch Rückblenden in diese Epoche gut unterstützt wurde. Die Beziehung von Jenny und Ulli bekam einen angemessen Teil der Geschichte und wirkte immer glaubwürdig. Besonders habe ich mich gefreut, dass auch Conny wieder eine Rolle spielte, in diesem Fall sogar eine positive Entwicklung erlebte und mir als Charakter wieder sympathischer wurde. Insgesamt ist das Buch ein wirklich guter Abschluss der Trilogie, hat jedoch in Vergleich zu den beiden Vorgängern etwas nachgelassen.

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ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-7341-0489-3 Erschienen am 16. Dezember 2019 So langsam scheint Ruhe im Gutshaus eingekehrt zu sein. Franziska hat ihre alte Heimat wiedergefunden und in Walter ihre große Liebe. Ihre Enkelin Jenny tut alles, um sich mit dem alten Anwesen eine Zukunft aufzubauen, und ist glücklich mit Uli, der neuen Schwung in seinen Bootsverleih gebracht hat. Aber so rosig ist leider nicht alles: Das neu eröffnete Restaurant läuft nicht richtig, und bei Bauarbeiten im Keller tritt ein Fund zutage, der längst Vergangenes wieder lebendig werden lässt. Franziska befürchtet, dass er etwas mit ihrer Schwester zu tun haben könnte. Und sie fragt sich: Wird ihre Vergangenheit sie niemals loslassen? Zur Autorin Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten. Meine Meinung Hier handelt es sich ja um den 3. und abschließenden Teil der Gutshaus-Trilogie, die ich von Anfang an verfolgt habe. Daher musste ich den Abschluss nun natürlich auch direkt lesen. Mir ist der Einstieg in die Geschichte auch direkt wieder gut gelungen, ich war wieder direkt mittendrin. Es geht weiter mit der Familie um Franziska und Jenny und vielen anderen, die man rund um Gut Dranitz schon kennenlernen durfte. Sie stecken mitten im Umbau und dann passiert etwas völlig Unvorhersehbares. Es wechselt zwischendrin zu einem Kloster im Mittelalter, was ich schon interessant fand, es für mich aber nicht hätte sein müssen für die Trilogie. Man erfährt in diesem Band auch mehr über Jennys Mutter, der Tochter von Franziska. Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Jenny und Cornelia und wiederum zwischen Cornelia und Franziska ist ja sehr schwierig, aber langsam nähern sie sich wieder an. Alles in allem hat mir auch der Abschluss der Trilogie sehr gut gefallen, aber mir haben die ersten beiden Bände doch etwas besser gefallen. Von mir gibt es für den Abschluss dieser Trilogie 4 Sterne. 4 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Blanvalet Verlag Infos zur Autorin: ©Blanvalet Verlag Rezension/Videorezension: ©lenisveasbücherwelt.de Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de

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Fünf Jahre sind vergangen, seit Franziska das Gutshaus zurückbekommen hat und sie und ihre Enkelin Jenny mit der Sanierung begonnen haben. Eigentlich sollte der Umbau in ein Hotel inkl. Gaststätte und Wellnessbereich längst fertig sein, doch immer wieder kommt etwas dazwischen. Als sie bei Ausschachtungsarbeiten im Keller ein Gerippe finden, werden Franziskas Erinnerungen an den Krieg und die Zeit danach sofort wieder wach. Zudem wird das Geld langsam knapp, der Gerichtsvollzieher geht regelmäßig durchs Dorf und klopft auch bei von Franziska und Jenny an. Architekt Kacpar, der ihnen von Beginn an hilft, will ihnen jetzt mit Geld unter die Arme greifen und dafür Teilhaber werden, aber das wollen Franziska und Jenny nicht: „… Dranitz sollte in Familienbesitz bleiben, und zwar für immer …“ (S. 31) „Zeit des Aufbruchs“ ist der Abschluss der Saga rund um das Gutshaus Dranitz und seine Besitzerinnen. Anne Jacobs lässt noch einmal alle Figuren der Vorgängerbände lebendig werden und erzählt ihre Geschichte weiter. Jenny und Ulli sind glücklich, ihre Tochter Julchen hat ihn als Ersatz-Papa akzeptiert. Sein Bootsverleih läuft toll und sein Partner Max schmiedet Pläne für den Ausbau des Campingplatzes. Franziskas Tochter Cornelia, Jennys Mutter, nähert sich den beiden immer mehr an und will ihnen auch beim Betreiben des Gutshauses helfen – schließlich ist sie Unternehmensberaterin. Auch wie es Tierärztin Sonja, Öko-Bauer Bernd und viele anderen Bewohner von Dranitz und Umgebung geht, berichtet die Autorin. Das war mir an einigen Stellen dann aber doch etwas zu ausführlich und weitschweifig. Die Handlung verzettelt sich, gerade den Strang um die Herkunft des gefundenen Gerippes hätte ich nicht gebraucht, und das offene Ende um Kacpar hat mich irritiert. Ich hätte mir dafür mehr vom Gutshaus gewünscht. Das Geschehen wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten geschildert, dadurch ist es sehr vielfältig und erlaubt unterschiedliche Sichten aufs Geschehen, macht es lebendig. Besonders mochte ich übrigens Julchen, die sehr viel von ihrer durchsetzungsstarken Urgroßmutter hat und gern alle herumkommandiert. Ich kann mich an die Zeit nach der Wende noch gut erinnern, als der erste Rausch vorbei war und die Realität viele überrollte. Gerade in Mecklenburg haben die blühenden Landschaften lange auf sich warten lassen und ein Großteil der Bevölkerung ist abgewandert. Um so schöner finde ich, wie hier die Hoffnung und der wirtschaftliche Überlebenskampf der Gebliebenen geschildert wird, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Mein Fazit: Ein schöner Schmöker für ein gemütliches Wochenende und gelungener Abschluss der Gutshaus-Saga, auch wenn er mir an manchen Stellen etwas zu weitschweifig war.

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