Leserstimmen zu
Die Wiederentdeckung der Kindheit

Michael Winterhoff

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Ich hatte auf ein Buch gehofft, das zum Einen die Probleme der heutigen Zeit benennt, Ursachen dafür aufzeigt und vielleicht einige Lösungsansätze bietet. Leider ist dies nicht wirklich der Fall. Man bekommt eine Auflistung der Fehler, was ja auch okay ist... Allerdings fällt es mir schwer damit wirklich etwas anzufangen. Das meiste Beschriebene sehe ich selbst im Alltag und auch die Gründe dafür werden mir in meinem Beruf tagtäglich vor Augen geführt. Doch wie kann man an dieser Situation etwas ändern? Sollten wir einen Elternführerschein einführen? Mit den werdenden Eltern ihre "Intuition" trainieren? Sie auf Weiterbildungen schicken? Das Buch zu lesen war für mich eher frustrierend. Denn wenn man aufgezeigt bekommt, was eigentlich alles falsch läuft und man bemerkt, dass man im Grunde genommen ja gar nichts daran ändern kann, ohne dass man unsere Gesellschaft einmal komplett auf den Kopf stellt, hat man (so ging es mir zumindest) keine große Lust sich weiter mit diesem Thema zu befassen.

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Dieses Buch hat seinen Platz bei meinen "Best of" absolut verdient! Für mich als Pädagogin, aber auch als Mutter, ein absolutes Pflichtbuch. Unsere Kinder "erleiden" heutzutage Wohlstandsverwahrlosung und vor lauter Förderwahn, Mediendschungel und Verpflichtungen scheinen wir vergessen haben, dass unsere Kinder dasselbe Recht auf Kindheit haben, wie wir in den 80ern. Anfangs ist man über die Beispiele, die der Autor geradelinig durchs Buch führt, vielleicht verwundert, aber sobald man das erste Kapitel durch hat, geht es wie von selber, und die eine oder andere Sparstromlampe im Hirn erhellt sich. Wir sollten Kinder wieder Kinder sein lassen, unsere Verantwortung als Vorbilder wahrnehmen und nicht kleine beste Freunde in die Welt setzen. Unsere Kinder brauchen liebevolle Führung, das Gefühl von Sicherheit, Vrtrauen und Liebe unterstützt sie in ihrem Wachstumsprozess. In Zeiten von elektronischen Medien, Alleinerziehenden, Icemums und Vollzeit arbeitenden Eltern ist es oft schwer genug, Raum für Kindheit zu geben. Aber gerade die brauchen sie, um eine kraftvolle Persönlichkeit zu entwicklen. Wie wichtig es für die Kinder ist, erklärt der Autor mit klaren verständlichen Beispielen, ohne den "Psychologen" Zeigefinger zu erheben. Tatsächlich fühlt man sich manchmal sogar ertappt, wenn man sich sein eigenes Handeln vor Augen führt und merkt wie paradox man dann vielleicht doch als Elternteil handelt bzw gehandelt hat.

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Der bekannte Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff hat schon einige Sachbücher zum Thema Kindererziehung verfasst. Die „Wiederentdeckung der Kindheit“ ist sein jüngstes Werk und gefällt mir persönlich am besten. Klare Aussagen bringen frühere verglichen mit heutigen Erziehungsstilen und -methoden auf den Punkt, durchleuchten sie sachlich und neutral und lassen den Leser so ganz nebenbei eigene Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die ganz persönliche Erziehung der eigenen Kinder oder derer, die man als Lehrer tagsüber zugewiesen bekommt, ziehen. Der Autor erklärt die verschiedenen Problematiken der Erziehung und ihre Auswirkungen auf den Alltag und das Leben unserer Kinder sehr klar und deutlich. Dazu verwendet er die Kinder Luis und Luisa für unser aktuelles Zeitgeschehen und stellt ihnen Alex und Alexa, die 1990 geboren wurden, immer wieder gegenüber. Die vier Kinder stehen stellvertretend für alle Kinder unserer Gesellschaft. An sich ein kluger Schachzug, um so die unterschiedlichen Entwicklungen und Situationen in den Familien- und Alltagssituationen verschieden aufzeigen zu können. Allerdings hätte ich es als Leserin netter gefunden, in diesem Muster zu verharren und das Buch inhaltsmäßig stringent an den Erlebnissen und Geschichten dieser Kind auszurichten und bis zum Ende daran Thesen und Rat gebende Informationen festzumachen. Aber Winterhoff schweift zu häufig von diesem Konzept ab sowie von eigentlich als Leser erwarteten thematischen Bearbeitungen und kommt erst an späteren Stellen im Buch wieder auf Vorheriges zurück. Ständig gibt es Einrückungen und verschiedene Schriftgrößen. Der Lesegenuss ist dadurch leider etwas gestört und lässt das Buch nur pausierend bis zum Ende lesen. Ich gehe mit Winterhoff dahingehend konform, dass es Mitte der 1990er Jahre zu einem Wendepunkt kam, der für Kinder der heutigen Zeit zu einem anderen Verhalten führte als sich Kinder aus früheren Jahrzehnten gaben. Seine Zeilen geben vieles wieder, was man sowohl privat wie auch beruflich mit Kindern erlebte und auch immer wieder erlebt und lässt so manches Seufzen und Bejahen beim Lesen aufkommen. Sehr nachvollziehbar lesen sich die Seiten, auf denen es darum geht, dass die Kinder die Erwachsenen dazu bringen, dass diese sich auf sie einstellen und nicht etwa umgekehrt, wie man meinen sollte. Gut ist, dass Winterhoff die Meinung vertritt, dass Kindern genau an diesem Punkt Grenzen zu setzen sind, damit einerseits Erziehung überhaupt erst funktioniert und andererseits die Kinder durch eine grenzengesetzte Erziehung auch Halt erfahren. Und genau hier setzt für mich als Lehrerin das Buch an, wertvoll zu werden. Erziehung ist Schwerstarbeit, sowohl in Bezug auf die eigenen Kinder wie auch auf Fremdkinder. Aber wir dürfen nicht zurückweichen vor dieser schwierigen Aufgabe und nicht die Kinder das Zepter in die Hand nehmen lassen und uns der Antiautorität frönen, wie sie in den 1960er Jahren vorherrschte. Die Rolle der Eltern wird gut herausgearbeitet. Winterhoff ruft dazu auf, sich der Aufgaben bewusst zu werden und bietet hinreichend Anregungen, wie man als Eltern gute und harmonische Erziehungsarbeit leisten kann. Danke dafür! Empfehlen werde ich dieses Buch sicher auf dem ein oder anderen Elternabend, denn es ist in meinen Augen ein reiner Elternratgeber. Trotz alledem bin ich davon überzeugt, dass dieses Buch auch von Pädagogen und denen, die es werden wollen, gelesen werden sollte. Es ist informativ, es rüttelt auf und es berät. Und zwar jeden, der mit Kindern zu tun hat. Ich spreche hiermit eine absolute Kaufempfehlung aus. Es grüßt Ela aus dem Lehrercafe.

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Michael Winterhoff ist ein bekannter Kinder- und Jugendpsychiater und Verfasser von Sachbüchern zum Thema Kindererziehung ("Warum unsere Kinder Tyrannen werden", "SOS Kinderseele" und weitere). "Die Wiederentdeckung der Kindheit - Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen" ist für mich das erste Buch des Autoren. Erziehungsratgebern stehe ich kritisch gegenüber, weil sich doch phasenweise wieder alles ändert und andere Dinge empfohlen werden. Aber dieses Buch trifft eine klare Aussage, die für jeden absolut verständig und nachvollziehbar sein sollte. Michael Winterhoff schmeißt nicht mit Fachgbegriffen um sich, er erklärt die verschiedenen Problematiken und ihre Auswirkungen auf den Alltag und das Leben unserer Kinder sehr klar und deutlich, und das anhand seiner Beispielkinder Luis/Luisa in 2017 ist er grade geboren drei, fünf und sechzehn Jahre alt - ihm gegenüber gestellt ist Alex/Alexa, Jahrgang 1990 vertritt ebenfalls alle Alterstufen. Anhand der unterschiedlichen Entwicklungen und Situationen in den Familien oder auch Gesprächen zeigt der Autor die Unterschiede auf. Es ist nicht immer einfach seine Kinder zu erziehen - überhaupt nicht. Aber vieles ist auch eine Gradwanderung, welche Entscheidungen fällt mein Kind und welche ich, in unserer schnelllebigen zeit ist es schwierig sich zeit als Familie freizuschaufeln - wir sollten darauf achten, dass vermehrt zu machen und an einfachsten Ritualen festzuhalten! Vielen Dank für "Die Wiederentdeckung der Kindheit" ein Buch, dass die Augen öffnet und einen aufrüttelt viele Handlungsweisen zu bedenken und zu ändern.

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Solche Lektüre macht mir Freude, weil Praxiserfahrung und wissenschaftliche Fundierung zusammenfinden. So beobachtet der als Kinder- und Jugendlichenpsychiater Tätige in den letzten 25 Jahren ein Veränderungs- und Gewöhnungsprozess, der die Lebenswelten unserer Kinder komplett auf den Kopf gestellt hat. Als Referenzjahre nimmt er 1990 und 2017. An diesen zeigt er Schritt für Schritt die Unterschiede in den Verhaltens- und Erlebensweisen der Kinder zu diesen Zeitpunkten auf. Sein Ziel ist es, dem Leser und der Leserin die Augen zu öffnen und deutlich zu machen, dass viele unserer Einstellung, Erinnerungen und Erwartungen sich schleichend ändern. Ihm ist es ein Herzensanliegen, Kindern wieder eine Kindheit zu ermöglichen, um zu glücklichen, lebenstüchtigen und selbständigen Erwachsenen mit einer gut entwickelten Persönlichkeit werden zu können, die darauf brennen, als beziehungsfähige und verantwortungsvollen Menschen ihren Platz in der Welt zu finden. Eine Ursache sieht er darin, dass wir uns unseren Kindern gegenüber auf eine Art und Weise verhalten, die das Wachstum ihrer Psyche über ein bestimmtes Stadium hinaus unmöglich macht. Sie werden dazu verurteilt, ewig psychisch ein Kleinkind zu bleiben. Die Ursachen sieht er in der Art und Weise, wie heute Kindern begegnet wird, als kleine Erwachsene. Mit ihnen wird Stunden lang diskutiert, ob sie nun draußen im Winter einen Pullover anziehen sollen, sie dürfen den Urlaubsort festlegen – und sind dann natürlich verantwortlich, wenn sie dort keinen „Spaß“ haben – und vor allen Dingen sollen sie ihre Eltern lieben, sonst sind diese nämlich ganz traurig… Eine zentrale Ursache, dass Eltern ihren Kindern nicht mehr ein Gegenüber sind, ihnen nicht mehr einen deutlichen Rahmen, eine Orientierung bieten, mit ihrer ungeteilten Aufmerksamkeit und Präsenz nicht bei ihnen sind - natürlich auch nicht bei sich selbst, sonst könnten sie ihrer Intuition als Eltern folgen - macht er an der Kolonisierung der Eltern durch das Smartphone aus. Sie sind praktisch durch dieses gekapert. Eine weitere Ursache ist eine Bildungspolitik, in der Lehrer und Erzieherinnen bereits in der Ausbildung lernen, dass Kinder wie Partner zu behandeln sind. Dabei wird völlig übersehen, dass diese Partnerschaft sie völlig überfordert. Denn Aufgabe von Eltern, Erzieherinnen und Lehrer ist es, im Kontakt mit einem Kind in der Lage zu sein, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und sich mit Liebe und Hingabe der Entwicklung des Kindes zu widmen. Das Binden einer Schleife kann man nicht in Ruhe und Gelassenheit üben, wenn man gleichzeitig meint, auf dem Smartphone noch schnell die letzten beruflichen E-Mails checken zu müssen. Meine Beobachtungen in über 25 Jahren der Leitung einer Ehe- und Familienberatungsstelle, das Zusammenleben mit Familien über mehrere Tage im Rahmen meiner paartherapeutischen Seminare – bei denen die Kinder parallel betreut werden – stimmen mit den Beobachtungen des Autors überein. So freue ich mich über dieses Buch, das an keiner Stelle Eltern Vorwürfe macht, sondern ganz im Gegenteil immer wieder darauf hinweist, dass Eltern das Beste für ihre Kinder wollen. So bietet die Lektüre hinreichend Anregung, wieder die Rolle als Eltern bewusst wahrzunehmen. Wer darüber hinaus noch etwas für seine Erziehungskompetenz tun will, dem empfehle ich das Programm zur Positiven Erziehung Triple-P. In konzentrierter Form lernen hier Eltern wieder Eltern zu sein und die Führung in der Familie zu übernehmen. Meine Erfahrung dabei über fast zwei Jahrzehnte hat mir immer wieder gezeigt, dass nicht nur die Kinder dabei glücklicher werden, sondern auch die Eltern zufrieden, denn Klarheit und Entspannung im Miteinander ist die beste Möglichkeit für Kinder zu gedeihen.

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Als Kinder- und Jugendpsychiater trifft Herr Winterhoff naturgemäß auf Kinder und Jugendliche, die in ihrem Verhalten von der Norm abweichen. Genau aus dem Grund habe ich mich bislang seinen Büchern verwehrt, in dem er mit diesem Blick auf Kinder (und deren erziehende Erwachsene) schaut und attestiert, dass sie zu Tyrannen würden. Ich sehe nicht die Kinder aus einer psychiatrischen Praxis, sondern nicht in Behandlung befindliche Kindergarten- und Schulkinder. Eines eint uns: Wir stellen beide fest, dass die Kinder heute ein anderes Verhalten zeigen, als früher. Für ihn sind alle Kinder heute so anders als früher, ich sehe das selektiver. Winterhoff reklamiert für sich 1995 als Wendepunkt. Ich sehe diese erst gut ein Jahrzehnt später. Fest steht jedoch, dass das veränderte Verhalten keineswegs positiv ist und ich stelle fest: der Mann hat was zu sagen, er hat Ahnung und eine begründete Meinung, er verfügt über Ideen, woher die Veränderungen rühren und bietet Lösungen an. Er entlastet einerseits Eltern von dem Vorwurf, ihre Kinder nicht erzogen zu haben, mahnt jedoch fast im gleichen Atemzug die Erziehungsverantwortung der Erwachsenen an. Die ersten 30 Seiten lese ich in einem „Rutsch“ und merke, wie ich anfange mich aufzuregen, weil mir das alles so bekannt vorkommt. Kinder, denen ich alles x-mal sagen muss, die nicht zuhören (wollen oder können), die auf die klarste und eindeutigste Ansage mit einer Frage erwidern, statt mit einer logischen und altermäßig eigentlich machbaren Antwort, Kinder, die nach der Hälfte der Stunde langsam mal anfangen, ihre Sachen auszupacken ist doch für viele von uns Alltagsgeschäft. Die Erklärung dazu gefällt mir ausgesprochen gut und klingt sehr plausibel. Die Kinder bringen die Erwachsenen dazu, dass diese sich auf die Kinder einstellen, nicht umgekehrt. Erwähnt wird die frühkindliche-narzisstische Phase, in der die Kinder von den Erwachsenen Reaktionen einfordern, um die Welt zu begreifen. Grenzen werden thematisiert, die Halt geben, die durch Menschen oder Gegenstände bestehen können und die durch das erproben von Reaktionen ausgelotet werden müssen. Sehr interessant! Leider, wirklich leider, ist in dieses wirklich informative und dabei durchaus auch unterhaltende Buch nicht stringent erzählt und unterbricht durch häufige Abschweifungen, Einrückungen und Schriftgrößenwechsel den Lesefluss. Es gibt zahlreiche Beispiele, mit denen Winterhoff seine Thesen und Ausführungen noch einmal deutlicher macht. Warum er aber dieses merkwürdige Konzept mit Luisa und Luis (geboren 2017) und Alex und Alexa (geboren 1990), die alle Kinder darstellen sollen, wählt, bleibt mir bis zum Schluss unklar. Dazu gibt es noch Beispiele aus dem Bereich Betriebssysteme und Autos. Ab der Mitte des Buches war ich unsicher, wen sich der Autor als Zielleser vorgestellt hat oder ob da einfach die „Gedanken mit ihm durchgegangen sind“, es ist zweifelsfrei auch ein emotionales Thema. Unvermittelt geht er ganz weit zurück. Er nennt das Mittelalter als Referenzzeit und gibt dann als Datum 1417 an. Es ist für ihn auffallend, dass es kaum Quellen gäbe, die Kinderleben beschreiben und nachweisen. Hier sei auf Philippe Aries Geschichte der Kindheit verwiesen, die den Sachverhalt zügig aufklären kann. Fazit: Es ist mein erstes Winterhoff Buch und ich stelle fest, dass ich mir das, was er zu sagen hat gerne anhöre, wie er es aber zu Papier bringt mir zu langatmig, zu durcheinander und unstrukturiert, ist. Das Cover gefällt mir im Vergleich zu den weiteren Ratgebern aus seiner Feder ausgesprochen gut, da es freundlich, kindgerecht aber nicht kindlich, daher kommt, nicht den Eindruck eines belehrenden Ratgeber erweckt. Ich sehe das Buch klar als Elternbuch über Erziehung, über Kinderentwicklung, nicht als Ratgeber, nicht als Buch für Fachkräfte, die haben nämlich Beispiele den ganzen Tag und könnten eine komprimierte Fassung dieses Buches sicher besser vertragen.

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Es fällt einem wie Schuppen von den Augen je mehr man sich dem Ende nährt. Denn eigentlich wissen wir was falsch läuft in der heutigen Zeit. Dieses Buch bringt es ohne wenn und aber zum Ausdruck. Wer die Ansichten von Dr. Gerald Hüther oder ähnliches teilt, der wird hier an manchen Stellen mit dem Kopf schütteln. Denn diese Ansichten, das Kinder in allem frei entscheiden sollen teilt Michael Winterhoff nicht. Und je mehr man von diesem Buch liest, desto mehr versteht man auch warum. Jeder möchte das Beste für sein Kind, trotzdem sollten Kinder wie Kinder behandelt werden. Und die Pflichten die sie übernehmen sollen, sollten Kind und altersgerecht sein. Ganz toll sind die Beispiele die anhand der Kinder von 1995 und 2016 verglichen werden. Sehr genau erkennt man hier die Unterschiede und was es für Auswirkungen hat. Nicht nur für den Moment sonder für die ganze Entwicklung. Mein Fazit: Ich bin ehr der Mensch der intuitiv entscheidet und handelt. Merke ich aber ich komme an manchen Punkten an meine Grenzen informiere ich mich auch, denn man lernt immer wieder dazu. Mir wurden Dr. Gerald Hüthers Bücher empfohlen, aber als ich Michael Winterhoff´s - Mythos Überforderung- gelesen habe, war ich sehr im Zwiespalt. Denn den meisten heutigen Erziehungsratgebern steht das man Kindern so viel Freiheit wie möglich geben sollte. Aber wie weit darf man da gehen? Manches hat mich da oft verwirrt. Denn meist sind Kinder ja schon beim Zähne putzen ungeduldig und wenn man sie " einfach machen " lässt ohne es zu kontrollieren putzen sie gefühlte 5 Sekunden, was für sie dann 1 oder 2 Minuten sind....Fertig. Sollen Kinder wirklich nur nach dem Lustprinzip aufwachsen? Essen was sie wollen, Wochenpläne der Hausaufgabe mit nach Hause bekommen und dann selbst entscheiden wann sie gemacht werden...und plötzlich merken..."ups Heute ist schon Freitag wie soll ich das nur schaffen?" Wie ist es denn dann mit dem Schlafen gehen? Man kann doch Kindern nicht eine rosarote Welt vortäuschen, aber auf der anderen Seite werden sie mit Krieg und Hungersnot konfrontiert. Da sollte man sie als Erwachsener langsam hinführen, den die Medien und das Internet treten Heute schon immer früher in ihr Leben. Meiner Meinung nach wird ihnen dadurch eine riesige Erfahrung genommen, denn spätestens ab der Regelschule werden sie plötzlich merken, das die Welt da draußen etwas anders läuft. Wie reagieren die Kinder dann, wenn es nicht gleich zu ihren Gunsten läuft. Wenn Gefühle wie Versagen oder Zorn auftreten und plötzlich nicht mehr alles nach ihren Bedingungen läuft? Ich bin froh die Bücher von Dr. G. Hüther gelesen zu haben, aber Michael Winterhoff hat mir eine andere Ansicht der Dinge gezeigt. Man sollte immer beide Seiten der Medaillie betrachten. Sehr empfehlenswert.

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