Leserstimmen zu
Die geliehene Schuld

Claire Winter

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis) Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-453-29194-2 Erschienen: 05.03.2018 Zum Buch: Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen. Inklusive aufklappbarem Lesezeichen mit Personenverzeichnis Zur Autorin: Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, historische Fakten genau zu recherchieren, um sie mit ihren Geschichten zu verweben und ihrer Fantasie dann freien Lauf zu lassen. Nach »Die Schwestern von Sherwood« folgte der SPIEGEL–Bestseller »Die verbotene Zeit«. »Die geliehene Schuld" ist ihr dritter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt in Berlin. Zur Webseite der Autorin www.claire-winter.de Meine Meinung: siehe Videorezension Mein Fazit: Alles in allem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Ich hatte allerdings Probleme mit dem Schreibstil und den diversen Längen, die meiner Meinung nach vorhanden waren. Die Geschichte selbst lohnt sich aber sehr. Ich habe wieder einmal noch etwas dazu gelernt, was die geschichtlichen Fakten angeht. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4 Sterne. 4 von 5 Sternen

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Über die Romane von Claire Winter habe ich schon so viel Gutes gehört, dass ich mir selbst ein Bild machen wollte und gespannt mit der Lektüre begann, doch was ich geboten bekam war so viel mehr als ich je erwartet habe. Ganz klar ein Lesehighlight 2018 für mich. Wir befinden uns in Deutschland im Jahr 1949, kurz nach dem Krieg und Vera Lessing will einfach nur vergessen, hat sie doch im Krieg sowohl ihren Mann als auch ihre Eltern verloren. Doch dann kommt ihr Jugendfreund Jonathan auf seltsame Weise ums Leben und sie beginnt selbst zu recherchieren. Als ihr immer mehr mysteriöse Gestalten auf den Fersen sind, beginnt sie zu ahnen, dass sie an etwas dran ist, dass vielleicht eine Nummer zu groß für sie ist. Wird sie das Geheimnis lüften können? Es ist gar nicht einfach zu beschreiben wie der Roman aufgebaut ist und genau dieser Aufbau ist wohl einer seiner Besonderheiten. Die Handlung wird uns über einen beobachtenden Erzähler nahe gebracht, der mal die Guten und mal die Bösen begleitet. Der komplette Roman spielt ausschließlich in den Jahren 1948 und 1949 und die Autorin springt in den Monaten mal vor und zurück, sprich mal erleben wir Jonathan bei seinen Recherchen genauso wie die Handlung rund um Marie und ihre Familie, und mal bewegen wir uns in den Monaten nach Jonathans Ableben. Die dargestellten Figuren sind dabei sehr vielschichtig und detailiert beschrieben ohne dabei jeweils zu langweilen. Als Leser baut man zu den unterschiedlichsten Figuren Sympathien auf. Gerade Vera mit ihrer Neugier und ihrem Mut hat es mir besonders angetan. Egal was auch um sie herum geschieht und was sie alles aufdeckt, sie bleibt am Ball und lässt sich von nichts abschrecken. Was ihr während des Krieges zugestoßen ist, das ist unbeschreiblich und ich fand es gut, dass uns Claire Winter daran teilhaben ließ. Immer wieder wird deutlich wie sehr sich die Menschen während des Krieges verändert haben. Familie Weißenburg ist ebenfalls sehr gut dargestellt. Durch sie erleben wir sehr genau wie unterschiedlich die Menschen den Krieg erlebt haben. Während die ehemaligen Soldaten von ihren Kreigserlebnissen gezeichnet sind, herrscht bei den Frauen die Erinnerung an Hunger und Not vor, aber sie können nur erahnen, was die Männer auf dem Feld erlebt haben. Auch wenn ich für die Schergen nur wenig übrig habe, so sind deren Motive doch mehr als nur verständlich. Mir war vor der Lektüre dieses Romans gar nicht bewusst wieviele NS- Verbrecher tatsächlich nach dem Krieg fliehen konnten. Das komplette Buch liest sich wie ein ungemein spannender Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund, der einem eine Gänsehaut verschafft. Man mag mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, so fesselnd sind die Schilderungen. Fazit: Ein Roman der seinesgleichen sucht. Wer etwas für Geschichte übrig hat, der wird diesen regelrecht verschlingen. Ich kann nur eine unbedingte Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Klasse und vor allem atemraubend! Mein Lesehighlight 2018.

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Mögt ihr auch Geschichten über die Nachkriegszeit? _________________ *** REZENSION von ©Flotte Buchlotte*** _________________ Angaben zum Buch: Claire Winter Die geliehene Schuld Diana Verlag 576 Seiten 05.03.2018 erschienen 978-3-453-29194-2 22,00 € Gebunden _________________ Angaben zum Cover: Das Cover mit der alten Tram gefällt mir sehr gut. Vor allem dass es im Hintergrund in Sepia Farben gehalten ist und im Vordergrund in Farbe übergeht macht es zu einem gewissen Highlight. _________________ Angaben zum Autor: Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, historische Fakten genau zu recherchieren, um sie mit ihren Geschichten zu verweben und ihrer Fantasie dann freien Lauf zu lassen. Nach »Die Schwestern von Sherwood« folgte der SPIEGEL–Bestseller »Die verbotene Zeit«. »Die geliehene Schuld" ist ihr dritter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt in Berlin. _________________ Klappentext: Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines - die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen. _________________ Meine Meinung: Ich habe mich entschieden dieses Buch zu lesen, weil mich die Ereignisse rund um die Kriegszeit doch sehr interessieren. Dies dann noch ein einem Roman verpackt zu wissen, kann nur Klasse werden. Alles beginnt im Sommer 1949 und wir lernen dort schon unsere Hauptprotagonistin Vera Lessing, von Beruf Redakteurin, kennen. Vera hat ihre beiden Eltern sowie ihren Mann während des Zweiten Weltkrieges verloren. Das ist schon ein schwerer Schicksalsschlag für sie. Vera war für mich eine vorbildliche Frau, die trotz ihrem Verlust stark blieb. Jonathan, ihr Jugendfreund und Kollege, kommt bei einem tragischen Unfall ums Leben. Von ihm erfahren wir leider nicht so viel, nur durch die Rückblenden in die Vergangenheit, die es abwechselnd mit denen der Gegenwart im Laufe des Buches gibt. Vera fühlt sich daher verpflichtet, seine angehenden Recherchen weiterzuführen und stößt dabei auf so manche Unannehmlichkeit… Dann gibt es da noch Marie Weißenburg, die Jonatahn anscheinend versucht hatte zu finden. Dieser Aufgabe nahm sich Vera nun an. In Bezug dessen erfuhr sie auch noch über eine Verknüpfung und sogleich innige Freundschaft zu einer gewissen Lina, aber dazu erfährt man mehr, wenn man das Buch selbst liest. Der Roman spielt in einer Zeitspanne von August 1948 bis Mai 1949 und wird abwechselnd aus der Sich kurz nach Jonathans Tod, sprich in der Gegenwart und zugleich rückblickend vor seinem Tod, also in der Vergangenheit erzählt. Der Schreibstil und die Geschichte an sich waren sehr spannend gehalten. Auch die Ereignisse wie ich fand, waren von der Autorin gut recherchiert. Die Kapitel hatten für mich eine normale Länge. Wer sich also für diese Zeit interessiert am besten noch in Verknüpfung mit einem Roman kommt hier voll auf seine Kosten. _________________ Fazit: Ein sehr spannendes und vor allem gut recherchiertes Buch über die Nachkriegszeit. Daher gerne volle: --> 5 von 5 Sterne <--

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In ihrem dritten Roman „Die geliehene Schuld“ nimmt die Autorin Claire Winter ihre Leserinnen mit auf eine Reise zurück in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Vera Lessing, Kulturredakteurin bei einer Berliner Zeitung, hat sowohl ihre Eltern als auch ihren Mann verloren. Lediglich Jonathan, ein Freund, den sie seit Jugendtagen kennt, ist ihr geblieben. Als dieser unter verdächtigen Umständen ums Leben kommt, und sie daraufhin ein Paket mit seinen Unterlagen erhält, beschleicht sie der Verdacht, dass sein überraschender Tod mit den Recherchen zusammenhängen könnte, die er zum Thema Kriegsverbrecher durchgeführt hat. Sie fühlt sich in seiner Schuld und vertieft sich deshalb in die Materialien, die er bisher gesammelt hat. Viele Ungereimtheiten erfordern Nachfragen an den entsprechenden Stellen, wie in Konrad Adenauers Umfeld und im Wirkungsbereich der Geheimdienste. Soweit der historische Hintergrund, den die Autorin gut recherchiert hat. Mittlerweile dürfte es hinreichend bekannt sein, dass ehemalige Nationalsozialisten, wenn sie sich nicht über die Rattenlinien gen Süden oder per Schiff nach Lateinamerika abgesetzt hatten, mit Persilscheinen ausgestattet wurden und fast umgehend nicht nur Pöstchen in kommunalen Einrichtungen sondern beispielsweise auch in der BND-Vorgängerorganisation erhielten. Alles natürlich mit der Unterstützung durch den amerikanischen Geheimdienst. Die persönliche Komponente des Romans speist sich aus der Beziehung zwischen Jonathan und Marie, die für Adenauer arbeitet und anfangs dem Journalisten als Quelle dient, sich später dann in ihn verliebt. Und darauf hätte man meiner Meinung nach auch verzichten können. Die Thematik ist so brisant, speziell wenn es um die Verflechtungen von Familienmitgliedern in nationalsozialistischen Organisationen geht, dass hier eine Lovestory, die nur als Konzession an die weibliche Leserschaft dienen kann, völlig überflüssig ist. Zwei unterschiedliche Zeitebenen und verschiedene Erzählperspektiven lockern den Roman auf und bringen Abwechslung in die Geschichte, die doch hin und wieder Längen aufweist und stellenweise sehr emotionslos erzählt ist. Und dennoch: vielleicht nimmt die eine oder andere Leserin diesen Roman zum Anlass, sich über die belletristische Schiene hinaus vertiefend mit dieser Thematik zu beschäftigen. Es bleibt zu hoffen!

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Bewegend

Von: LeseSüchtig

25.05.2018

Ein packender und spannender Roman aus der Nachkriegszeit. Jonathan, Marie, Vera verbindet eine Sache, der Krieg. Jeder von Ihnen hat seine eigene Geschichte, die sehr ergreifend erzählt wird. Wie es zu den Kontakten und den Geschehnissen rund um den Geheimdienst kam, fand ich sehr interessant. Stellenweise sehr mysteriös und nicht leicht zu durchschauen. Bis zum Schluß lag ich mit meinem Tipp wie alles zusammenläuft daneben, also Überraschung vorporgrammiert für mich. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ein ganz tolles Werk.

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Berlin, 1949 der Weltkrieg liegt vier Jahre hinter uns… Die Redakteurin Vera Lessing der Zeitung „Echo“ hat in dieser Zeit nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihren Mann verloren. Als ihr Kollege und ehemalige Jugendfreund Jonathan Jacobsen, der ebenfalls bei der Zeitung angestellt war plötzlich bei einem Autounfall ums Leben kommt, beschließt Vera seine letzten Fälle abzuarbeiten. Dabei fallen ihr die Recherchen von Jonathan in die Hände, scheinbar war er dabei Kriegsverbrechern auf der Spur. Scheinbar gibt es immer noch Gruppierungen von Nationalsozialisten, als wäre das nicht schlimm genug gibt es Verbindungen zu den Alliierten. Langsam keimt in Vera der Verdacht, dass der Autounfall von Jonathan nicht zufällig passiert ist. Während ihren Recherchen zu dem Fall, versucht Vera herauszufinden wo sich die letzte Zeugin von Jonathan befindet Marie Weißenburg, ehemals die Sekretärin von Konrad Adenauer, aufnimmt gerät Sie dabei selber ins gefährlich Fadenkreuz der Verbrecher. Der Roman von Claire Winter „Die geliehene Schuld“ greift die Perspektiven auf, ehemalige Kriegsverbrecher offen dazulegen, denn schon kurz nach dem Weltkrieg flohen einige ins Ausland und andere gaben an, mit den Nazis nie wirklich was zu tun gehabt haben. Bei der Erzählerperspektive aus der Sicht von Jonathan der ja mit Marie Weißenfels gesprochen hat, blickt man zuerst in die Vergangenheit. Dort trifft er die Frau, die ihren Vater im Krieg verloren hat. Scheinbar hatte er in der NS - Zeit wohl im Reichssicherheitsamt gearbeitet, nachdem er gefallen war ist ihre übrige Familie von Berlin nach Köln gezogen. Dort dauert es auch nicht lange und Marie hat bekam die Chance in Bonn unter Konrad Adenauer zu arbeiten, während dieser Zeit fliehen ihr Informationen in die Hände was die Tätigkeit ihres Vaters betreffen. War Maries Vater ein NS-Verbrecher? Viele kennen die Nachkriegszeit oder auch die goldene 50er Jahre, aber leider war nicht alles so schillernd wie uns es heute präsentiert wird. Zwar wurden sehr viele Nazis verurteilt, begannen Selbstjustiz oder flohen ins Ausland. Aber es gab auch viele von Ihnen die das Glück hatten und nachdem Krieg hohe Positionen in verschiedene Ämtern bekleiden durften. Auch das Nationalsozialisten Gedankengut bekam man nicht so schnell aus den meisten Menschen heraus, bis heute werden und wurden noch immer Kriegsverbrecher aus dieser Zeit verurteilt und es nimmt kein Ende. Der Roman empfand ich als sehr authentisch und gefühlvoll geschrieben. Viele Dinge können und sind mit Sicherheit so geschehen. Zwar finde ich diese Zeit auch als sehr aufregend und wäre gerne dabei gewesen, wenn sich Deutschland neu erfinden musste, anderseits musstest du sehr aufpassen wem du vertrauen kannst und wem nicht. Für mich war es eine wirklich gelungene und gut zu lesen Geschichte die, die damalige Nachkriegszeit großartig wiedergegeben hat. Dafür gebe ich gerne 5 von 5 Sternen. Vielen Dank an #RandomHouse Bloggerportal und den #Diana Verlag

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Klappentext Berlin, Sommer 1949: Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern und ihren Mann verloren. Sie will vor allem eines – die traumatischen Erlebnisse für immer hinter sich lassen. Doch als ihr Jugendfreund und Kollege Jonathan auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, wird sie unweigerlich in seine Arbeit hineingezogen. Jonathan hat Recherchen über ehemalige Kriegsverbrecher betrieben. Gleichzeitig stand er im persönlichen Kontakt mit einer jungen Frau namens Marie Weißenburg, eine Sekretärin im Stab Konrad Adenauers. Vera geht den Spuren nach, die sie bis in die mächtigen Kreise der Geheimdienste führen. Meine Meinung Ich hatte mich auf Anhieb in den Klappentext des Buches verliebt. Auch das Cover gefiel mir gut, da es den Inhalt schon gut spiegelte. Besonders gereizt hatte mich dieses Mal, dass es ein Roman war, der zu beiden Teilen in der Vergangenheit spielte. Einer wichtigen Vergangenheit. Das Buch behandelt, meiner Meinung nach, ein sehr wichtiges Thema. Leider kann ich hier nicht näher auf dieses Thema eingehen, da ich Euch dann spoilern würde. Nur so viel sei gesagt, nicht alle "Nazis" bekamen nach dem Krieg das, was sie verdienten. Nicht alle wurden verhaftet/verurteilt. Auch nach dem Krieg lief einiges noch gehörig schief. Leider. Manchmal befürchte ich, die Menschen lernen einfach nichts aus der Vergangenheit. Fehler werden immer und immer wieder gemacht. Vielleicht steckt manchmal eine andere Intention dahinter. Aber das Ergebnis bleibt das Gleiche. Was sehr sehr schade ist. Und obwohl das Buch genau daraufhinweist, macht es auch Hoffnung und Mut an den Menschen zu glauben. Daran, dass er es vielleicht noch irgendwann schafft. Daran, dass es Menschen gibt, die alles daran setzen, dass die Gerechtigkeit siegt und man aus seinen Fehlern lernt. Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen! Es ging direkt ins Herz. Hat mich berührt. Positiv und auch negativ. Es war lehrreich und "unterhaltsam". Nicht auf eine lustige Weise sondern vom schriftstellerischen her. Ich flog nur so durch die Seiten und konnte nicht aufhören, zu lesen. Die Autorin schafft es, genau den richtigen Ton anzuschlagen und jedem Charakter gerecht zu werden. Man fühlt mit und kann alles verstehen und nachvollziehen. Man ist ungläubig über das, was "böse" Menschen in der Lage sind zu tun. Wie sehr falsche Entscheidungen das restliche Leben beeinflussen. Dass man oftmals viel zu spät merkt, dass die richtige Sache die falsche war. Ich kann das Buch jedem, der sich für Geschichte und Menschen interessiert, dieses Buch zu lesen. Denn es hat eine ganz ganz wichtige Geschichte zu erzählen, Botschaft in die Welt zu tragen. Man erfährt Dinge, die die eigene Sicht auf die Welt und die, die uns beschützen sollen, zu ändern. Ja, es öffnet auch Augen. Sehr lesenswert! Definitiv ein Jahreshighlight! ♥

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Das Cover Das Cover zeigt ein Foto der Nachkriegszeit, das wunderbar mit dem Titel und dem Klappentext abgestimmt ist. Es hat mich sofort mit seiner Präsentation angezogen und eingeladen das Buch lesen zu wollen. Die Geschichte (Achtung Spoiler!) Die Redakteurin Vera Lessing hat während des Krieges ihren Mann und ihre Eltern verloren. Dieses Schicksal und weitere traumatische Erlebnisse erzeugen nach dem Krieg (1949) den großen Wunsch endlich alles hinter sich lassen zu können. Als eines Tages ihr Kollege und Jugendfreund Jonathan auf merkwürdige Weise ums Leben kommt, ändert sich die Situation. Er hat ihr noch kurz vor seinem Tod einen Brief zukommen lassen. Darin befanden sich seine Recherchen, die er über ehemalige Kriegsverbrecher gesammelt hatte. Außerdem hatte er Kontakt zu einer Sekretärin im Stab von Konrad Adenauer. Vera blieb nach der Durchsicht nichts anderes übrig, als den Spuren nachzugehen, die ihr Jonathan hinterlassen hatte. Sie führen in die Geheimdienste, die eine starke Macht ausübten. Eine gefährliche Aufgabe. Meine Meinung: Ein Buch, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Es handelt sich um einen Roman, der mit deutscher Zeitgeschichte angefüllt ist, die in ihrer ganzen Härte perfekt in einen Krimi mit zwei zarten Liebesgeschichten eingearbeitet wurde. Die Geschichte deckt alle Facetten der unsäglichen Geschehnisse und Täterschaft ab, die nach dem Krieg verdeckt, versteckt und verheimlicht werden sollten. Und dazu waren den Tätern alle, aber wirklich alle Mittel recht. Die Autorin schreibt in einer wunderbaren, spannenden und leicht verständlichen Sprache. Die Protagonisten, besonders Vera und Marie sind beeindruckend. Alle Figuren aber verkörpern ihren Charakter sehr glaubhaft. Die wechselnden Perspektiven halten die Spannung auf höchstem Niveau. Beeindruckend auch die exzellente Recherche der Zeitgeschichte und die perfekte Einflechtung in die Geschichte. Ich habe schon viel gelesen darüber, was damals passiert ist. Aber das, war noch einmal eine Steigerung. Das Ausmaß über die Kriegsverbrecher, deren Fluchtwege nach der Kapitulation und deren teilweise Eingliederung in die neue Republik hat mich entsetzt. Mein Fazit: Ein Buch, das nicht nur erstklassige Unterhaltung bietet, sondern auch zum Nachdenken anregt und Zeitgeschichte näherbringt. Ein Buch das alles bietet, was ein gutes Buch ausmacht. Ein Buch, das man gelesen haben muss. Dieses Buch bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung. friedericke von "friederickes bücherblog"

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