Leserstimmen zu
Die entspannte Familie

Simone Kriebs

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Kinder als gleichwürdige Mitmenschen zu betrachten, ihnen mit Respekt zu begegnen und darauf zu vertrauen, dass sie sich ihren Fähigkeiten gemäß entwickeln, wenn der richtige Zeitpunkt da ist, sind die drei Grundpfeiler, die für ein entspannteres Miteinander sorgen. Das bedingt, dass sich die Eltern sich zuerst mit sich selbst beschäftigen, statt den Blick auf die Probleme beim Kind zu richten. Denn oft reagieren wir mit eingefahrenen Verhaltensmustern, statt in Ruhe eine Lösung für die aktuelle Situation zu finden. Sich mit den eigenen Reaktionen, Erfahrungen und Gefühlen auseinanderzusetzen ist deshalb oft zielführender, als am Kind herumzuzerren. Sich auch um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern, trägt ebenso viel dazu bei, dass sich Eltern wohl fühlen und gelassener reagieren können. Zudem zeigt Simone Kriebs, dass das Familienleben für alle einfacher und entspannter sein könnte, wenn sich die Eltern mehr zurücknehmen und ihre Kinder öfters einfach machen lassen. Damit ist kein laissez-faire gemeint, sondern nur mehr Zurückhaltung bei alltäglichen Dingen. Wir müssen unseren Kindern nicht zeigen, wie das Puzzle "richtig" funktioniert, auch wenn es uns in den Fingern juckt. Es mag seltsam aussehen, wenn das Kind den Pullover verkehrt herum trägt, aber auch so hält er warm. Und auch wenn das Kind im Winter Sandalen tragen will: besser die warmen Schuhe und Socken mitnehmen, statt sich auf einen größeren Machtkampf einzulassen, Kinder müssen Fehler machen und erfahren dürfen, auch wenn wir Erwachsenen das schon besser wissen. Etwas gestört haben mich die vielen Verallgemeinerungen. Ich weiß, dass Gene vs. Umgebung ein riesiges Thema ist, wenn es darum geht, wie sich Kinder entwickeln. Aber fast NUR auf die Umgebung (sprich die Eltern) zu setzen finde ich ziemlich eigenartig. So hängt es eben beispielsweise durchaus auch vom Charakter des Kindes ab, wie es Gefühle äußert, nicht nur vom Vorbild der Eltern. Solche Beispiele finden sich häufig im Buch. Daran stört mich vor allem, dass damit indirekt alle Verantwortung den Eltern aufgebürdet wird. Es gibt leider auch bei aller Gelassenheit, Zurückhaltung und Selbstreflektion der Eltern kein Patentrezept, das ein entspanntes Familienleben wirklich garantiert.

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„Sind sie nicht schlimm, die Gespräche in Krabbelgruppen, Kindergärten und Schulen, in denen Eltern regelmäßig über die neuesten Trends der optimalen Förderung ihres Nachwuchses wetteifern?“ – ein Einstiegssatz, der den Nagel auf den Kopf trifft und mich, selbst Pädagogin und Mutter, wie die Autorin, sofort anspricht und mich das Buch auch über den Klappentext hinaus lesen lässt. Simone Kriebs führt in vier großen Kapiteln (1 Was unsere Kinder brauchen, 2 Was man über das Gehirn zum Thema Erziehung wissen muss, 3 Stolpersteine in Familien, 4 Anregungen für eine entspannte Familie) durch einen Ratgeber, den jeder lesen sollte, der auf der Suche nach gesunden Tipps für die Erziehung seiner Kinder ist. Den Stress des Alltags, besser des Erziehungsalltags, vergleicht sie mit Elefanten, die es zu vertreiben gilt, allerdings auf eine entspannte Art und Weise. Aus dem eigenen erzieherischen Alltag ihrer eigenen Kinder berichtet die Autorin auf eine unheimlich nette, aber auch souveräne und vor allem amüsante Art und Weise, wie wichtig es ist, sich innerhalb einer Familie zu respektieren. Familienleben bedeutet für sie nicht, gegeneinander zu sein, sondern miteinander und nicht autoritär. Sich gegenseitig zu wertschätzen stellt sie als große Wichtigkeit heraus. Dass es nicht ohne Erziehung, sprich Regeln und sonstigen gesellschaftlichen Werten und Normen geht, stellt die Autorin zwischen den Zeilen unweigerlich dar. Allerdings kristallisiert sie anschaulich heraus, das Erziehung nichts mehr mit Führung oder Autorität zu tun haben darf und stellt gängige Erziehungsmodelle dabei gelungen auf den Prüfstand. Ihrer Meinung nach, sind Kinder als individuelle Persönlichkeiten zu betrachten und zu behandeln. Sie haben ihre ganz eigenen Bedürfnisse, die es zu respektieren gilt und deren Wünsche es zu befriedigen gilt. Treten in der Erfüllung dieser Dinge Konflikte auf, ist dem gesamten Buchtext untermauert: „Mach nicht aus jeder Mücke einen Elefanten!“ Und damit hat die Autorin Recht. Wir sollten uns angewöhnen, entspannter durchs Leben zu gehen. Wir sollten unsere Kinder als mündige und eigenständige Lebewesen betrachten und nicht ständig an ihnen herumnörgeln. Wenn unsere Kinder später selbständig und selbstbestimmt ihr Leben gestalten und bewältigen sollen, dann müssen wir ihnen auch etwas zutrauen. Und das wiederum gelingt nicht ohne Vertrauen und ohne Fehler, die im Leben nun mal passieren. Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Es wäre allerdings sinnvoller, darüber nachzudenken, warum das jeweilige Kind welche Fehler macht, anstatt es permanent auszuschimpfen oder ihm mitzuteilen wie wertlos oder nutzlos es sei. Wenn wir das Kind respektieren, respektiert es auch uns. Und wenn wir uns liebevoll umeinander kümmern und uns eine wertschätzende (innere) Haltung an den Tag legen verbunden mit einer gewissen Portion Neugierigkeit auf den Anderen, dann klappt es auch, die emotionalen Herausforderungen des Alltags zu meistern. Die Erziehung der Kinder ist ein Prozess, der eine Art Entwicklungsprozess darstellt zwischen Eltern und Kindern. Das begreift man, wenn man dieses Buch gelesen hat. Das System „Familie“ wird von jedem, der ihr angehört, anteilig beeinflusst. Wir Eltern geben dabei die Spielräume vor, können sie erweitern oder aber auch einengen. Wem es gelingt, dieses Familiensystem aus einem entspannten Blickwinkel zu betrachten, hat das Buch und damit sein Ansinnen verstanden. Der ein oder andere wird vielleicht nicht alles im Buch Geschriebene unterstreichen können oder wollen, wird nicht allen Lösungsvorschlägen entsprechen. Gerade in unserer so gern beschriebenen Leistungsgesellschaft wird so manch ein Leser sich auf die Grenzen, die es zu erlernen und einzuhalten gilt, hinweisen wollen. Jedes Elternteil sollte sich diese Grenzen auch bewusst beibehalten und die traditionellen Normen und Werte unserer Gesellschaftsordnung sicher auch nicht aus den Augen verlieren beim Lesen. Betrachtet man das Buch allerdings als einen Impulsgeber für eine stressfreie Erziehung, für das Anstreben eines entspannten Familienlebens und als Mutmacher, auf sein Kind zu vertrauen und die eigene Gelassenheit, die man hoffentlich im bisherigen stressigen Leben noch nicht abgelegt hat, zu stärken und der Sichtweise, dass es nicht immer nur einen sondern mehrere Wege im Leben zum Erreichen eines Ziels gibt, dann hat man das Buch verstanden und nutzt es für seine eigene familiäre Zukunft und macht nicht mehr allzu oft aus jeder Mücke einen Elefanten. Ich spreche für dieses Buch eine absolute Kaufempfehlung aus, da es Horizonte eröffnet in der Welt der Familie und der Erziehung unserer Kinder. Liebe Grüße aus dem Lehrercafe, eure Ela

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Ich erwarte zurzeit mein erstes Kind und möchte natürlich für die Tücken der Erziehung gewappnet sein, so gut es eben geht. Daher kam diese Lektüre grade recht. Ich bin ein entspannter, eigentlich nie gestresster Mensch und hoffe sehr, etwas von dieser Gelassenheit auf mein Kind übertragen zu können. Aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass mir das nicht immer gelingen wird und daher war ich auf der Suche nach Tipps. Und diese Tipps habe ich in diesem Buch gefunden. Das Buch ist in 4 große Kapitel unterteilt: 1. Was unsere Kinder brauchen 2. Was man über das Gehirn zum Thema Erziehung wissen muss 3. Stolpersteine in Familien 4. Anregungen für eine entspannte Familie Die Autorin berichtet aus ihrem Erziehungs- sowie ihrem Praxisalltag. Sie führt Beispiele auf, wie man mit bestimmten Situationen souverän umgeht. Alles in allem verfolgt sie gute Ansätze, da sie Kinder als individuelle Persönlichkeiten mit eigenen Bedürfnissen wahrnimmt und auch so behandelt. Kinder sind soziale Wesen, die auf ihr Umfeld reagieren, so beschreibt es die Autorin. Gängige Erziehungsmodelle, die ihren Fokus auf eine autoritäre Hand legen, werden hier ausgehobelt. Es geht um ein respektvolles Miteinander und nicht um ein Gegeneinander oder gar Führung "von oben herab"! Warum sollten Kinder nicht die gleichen Bedürfnisse haben, wie die Eltern, und diese auch mal ausleben dürfen? Selbstständigkeit, ein gewisses Maß an Selbstbestimmung sowie Selbstbewusstsein sind dabei die Schlagwörter. Fehler machen zu dürfen und sich Fehler auch eingestehen, auch und vor allem als Eltern. Was geht in einem Kind vor, wenn es eine schlechte Note nach Hause bringt? Wenn es ständig von den Eltern herumkommandiert wird? Hier wird die Sicht des Kindes respektiert. Das Buch verfolgt gute Ansätze und wird dem ein oder anderen sicherlich helfen, das Kind als mündiges und eigenständiges Individuum zu betrachten, was es gilt, sanft anzuleiten und nicht mit harter Hand in eine Form zu pressen, in der man es gerne hätte. Denn das funktioniert nicht. Wertschätzung, Liebe....auch, wenn es mal nicht so "läuft"! Jedoch kann ich nicht alles so unterschreiben, was hier an Lösungsvorschlägen gemacht wird. Da ich schlichtweg glaube, dass das Kind im späteren Leben an seine Grenzen stößt, wenn die Eltern ihre Führungsrolle zu sehr lockern. Grade in unserer Leistungsgesellschaft kann man sich manche Dinge einfach nicht erlauben und das sollte man als Kind schon lernen. Sonst bleibt man auf der Strecke, schlimm genug eigentlich. Aber trotzdem rate ich jedem (auch zukünftigen) Elternteil, dieses Buch zu lesen. Die Kernaussage könnte man auch so formulieren: "Einfach mal Fünfe gerade sein lassen!"

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Bei dem Titel des Buches hatte ich einen (humorvoll geschriebenen) Ratgeber mit Tipps erwartet, wie sich der Familienalltag etwas entspannter gestalten lässt. Die Tipps hätte ich dann umsetzen, doof finden oder wieder vergessen können. Doch der Inhalt des Buches mag (glücklicherweise) nicht so richtig zum Titel passen. Das Buch hat mich sofort gefangen, ich habe mich direkt angesprochen gefühlt und viel gelernt. Die Autorin Simone Kriebs ist Pädagogin und Therapeutin und hat aus unterschiedlichen Erziehungskonzepten einen lebensnahen Ansatz entwickelt. Das Buch erklärt an vielen Stellen, was in Kindern (und Eltern) in verschiedenen Situationen vorgeht, bezieht Studien ein und gibt viele, konkrete Beispiele. Unterteilt ist das Buch in vier große Kapitel: 1. Was unsere Kinder brauchen, 2. Was man über das Gehirn zum Thema Erziehung wissen muss, 3. Stolpersteine in Familien und 4. Anregungen für eine entspannte Familie. „Die Haltung, dass wenn ein Kind auffällig reagiert, die Ursache in ihm zu finden ist, führt dazu, dass junge Menschen immer mehr unter die Lupe genommen werden, um möglichst frühzeitig Defizite auszubügeln. Dabei sind Kinder genau wie erwachsene Menschen soziale Wesen, die auf ihre Beziehungen zu anderen und ihr Umfeld reagieren.“ Es geht in diesem Buch darum, die gängigen Erziehungsmodelle zu verabschieden und stattdessen in Beziehung zum Kind zu treten ohne dabei die natürliche Führungsrolle als Eltern zu vernachlässigen. Gleichzeitig ermutigt das Buch dazu, eigene Glaubenssätze zu hinterfragen, um dem Kind größtmögliche Freiheit und somit Entwicklungspotenzial und Selbstvertrauen zu geben. Das Buch ist dabei herrlich praxisnah und plädiert für einen humorvollen Umgang mit stressigen Situationen. Einige Punkte im Buch haben mich bestätigt oder ermutigt, andere wachgerüttelt und erschreckt. In den Kapiteln geht es aber nicht um Tipps, die umgesetzt werden sollen, sondern um das Verstehen von schwierigen Situationen. Die Konsequenzen daraus werden für jede Familie anders aussehen. Eines der besten „Erziehungsbücher“, die ich jemals gelesen habe. Eine absolute Empfehlung

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