Leserstimmen zu
Lange hatte ich Angst in der Nacht

Yasmine Ghata

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Besonders und bewegend

Von: H.F. aus Hamburg

21.05.2018

Suzanne, die Lehrerin, und Arsène, der Schüler, begegnen sich in einem Schreibseminar. Beide fühlen sich verloren und stellen tröstend fest, dass sie etwas gemeinsam haben. Sie trauern um Familienmitglieder und können einander durch die Kraft des Geschichten erzählens helfen. Das Buch zieht einen sofort in seinen Bann, ist spannend und bewegend zugleich. Besonders Arsènes Geschichte, und die seines Koffers, der ihm das Leben gerettet hat. In einer klaren und gleichzeitig poetischen Sprache wachsen einem beide sofort ans Herz. Denn jeder braucht das Gefühl von Heimat. Nur der Schluss kommt zu schnell und hätte eleganter, dem Stil des Buches mehr entsprechen können.

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Ganz ok

Von: dieUnkaputtbare aus Kiel

09.04.2018

Das Buch: Arsènes Kindheit endet an dem Tag, an dem ihm seine Großmutter fortschickt. Ein hastig gepackter Koffer, kein Blick zurück: Für den achtjährigen Jungen beginnt die Flucht von Ruanda nach Europa. Im fernen Paris wächst er heran, findet neue Eltern, geht zur Schule und kommt doch nie an. Bis er der Schriftstellerin Suzanne begegnet, die ihre eigene Heimatlosigkeit in den Augen des Jungen gespiegelt sieht. Endlich bricht Arsène sein Schweigen, und im Erzählen verbinden sich für ihn Vergangenheit und Zukunft. Quelle Amazon Die Autorin: Yasmine Ghata, geboren 1975, ist eine französische Schriftstellerin und Kunsthistorikerin. Sie arbeitete in einer auf islamische Kunst spezialisierten Pariser Galerie und unterrichtet heute Kreatives Schreiben an Schulen. Ihr erster Roman »Die Nacht der Kalligraphen« wurde in 13 Sprachen übersetzt und von der Presse hoch gelobt. Mit »Lange hatte ich Angst in der Nacht« erscheint sie erstmals im Diana Verlag. Quelle Amazon Das Buch ist sehr dünn, was erstmal nichts heissen muss. Cover fand ich sehr schön und passend zum Titel. Ich bekam das Buch als Leseexemplar für eine Leserunde netterweise zur Verfügung gestellt und es war in 2 Abschnitte geteilt. Was auch völlig ok war für ein so kurzes Buch. Die Geschichte klingt recht rührend und dramatisch, war aber nicht wie erwartet. Trotzdem ganz ok. Nur nichts Besonderes. Das Thema an sich ist gut gewählt, es geht um den Völkermord in Ruanda, man hätte hier sicherlich extrem viel draus machen können. Leider ist es in einem Stil geschrieben, der für mich nicht ganz so einfach zu lesen war, vieles ist in der Du-Form geschrieben, damit kam ich anfangs nicht so zurecht. Ich musste mich schon konzentrieren, im Bus z.B hätte ich so ein Buch nicht lesen können. Das Thema hat mich sehr berührt, trotzdem kam beim Lesen kein richtiges Gefühl auf. Für andere bestimmt ein ganz tolles Buch, ich glaube für mich war es einfach zu trocken und schlicht erzählt, mir fehlte auch die wörtliche Rede, diese kommt kaum vor. Vieles sind einfach nur Gedanken. Wer ein ganz gut beschriebenes, ruhiges Buch sucht, der ist hiermit sicher gut bedient.

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Ich muss ehrlich gestehen, ich hatte mir unter dem Buch was völlig anderes vorgestellt. Zumindest vom Titel her.. aber ich muss auch sagen, dass ich das Buch bzw. der Charakter von Arséne sehr fasziniert und auch berührt hat. Die Reise bzw. eigentlich die Flucht des Jungen aus seiner Heimat mitzuerleben ist wirklich schaurig. Nur mit einem Koffer bepackt reist er zu Fuß, soweit ihn seine Füße tragen.. weit weg. Weit weg vom Krieg, vom Tot und Grausamkeiten. Ein sehr einsamer Weg liegt vor dem kleinen Jungen.. er hat nur seinen Koffer, der ihm jede Nacht aufs neue beschützt. Er wird zu seinem besten Freund. Es ist eine sehr ergreifende Geschichte. Aber in diesem Buch lernen wir nicht nur Arséne kennen, sonder auch Suzanne, eine Autorin die sich mit sehr alten Familien Erbstücken beschäftigt. Ich denke sogar, dass es ihre Methode ist mit ihren eigenen Erbstücken, mit ihrer eigenen Vergangenheit ins Reine zu kommen. Suzanne hängt sehr an ihrer Kindheit, als noch alles gut war. Zumindest bis Tag X! Seit dem, hängt sie eigentlich ihrem alten zu Hause hinterher.. kommt nicht davon los. Beide Charaktere haben einiges zu verarbeiten, jeder auf seine Weise. Mir hat hat das Buch wirklich gut gefallen, doch an manchen Stellen fehlte mir etwas mehr Gefühl und Spannung. Ich konnte das Buch recht schnell wieder aus der Hand legen - hat mich leider nicht ganz so sehr gepackt. Das Buch hat zwar nur 160 Seiten, doch diese reichen vollkommen aus, um die Leidenswege der beiden Charaktere zu umschreiben und uns auf den Weg mitzunehmen.

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Ich bin ein sehr visueller Mensch und bei Lange hatte ich Angst in der Nacht von Yasmine Ghata hat mich das Cover irgendwie magisch angezogen. Auch wenn das Buch dem Klappentext nach eher außerhalb meiner üblichen Genres lag, so habe ich den Sprung ins Ungewisse doch gewagt. Und was für eine Reise es am Ende war. Das heute, also am 26.03.2018, beim Diana Verlag erschienene Buch erzählt eine ungemein tragische Geschichte, die ihre Wurzeln in der Wirklichkeit hat. Weil ich aber nicht das Gefühl habe, mit meiner Zusammenfassung dem Inhalt gerecht zu werden, hier der Klappentext: Arsènes Kindheit endet an dem Tag, an dem ihm seine Großmutter fortschickt. Ein hastig gepackter Koffer, kein Blick zurück: Für den achtjährigen Jungen beginnt die Flucht von Ruanda nach Europa. Im fernen Paris wächst er heran, findet neue Eltern, geht zur Schule und kommt doch nie an. Bis er der Schriftstellerin Suzanne begegnet, die ihre eigene Heimatlosigkeit in den Augen des Jungen gespiegelt sieht. Endlich bricht Arsène sein Schweigen, und im Erzählen verbinden sich für ihn Vergangenheit und Zukunft. (Quelle: Diana Verlag, Klappentext) Was damals in Ruanda geschehen ist, war mehr als nur tragisch, auch wenn man das als Europäer gerne mal vergisst, weil uns von Ruanda nicht nur geografisch Welten trennen. Doch durch die Augen des kleinen Arsène geht einem diese Tragöde auf einmal sehr nahe. Durch seine Augen erlebt man das Grauen, den herzzerreißenden Verlust und die beinahe tödliche Flucht. Ein Eindruck, der einem nicht nur wegen der ungewöhnlichen Erzählperspektive wirklich an die Substanz geht. Denn Ghata beschreibt Arsènes Teil der Geschichte in einer „Du“-Perspektive, also mit einem „Schließe die Augen und stellt dir vor dass du…“. Im Kontrast dazu erzählt sie auch die Geschichte von Suzanne, diese allerdings mit der traditionellen Erzählperspektive. Diese beiden Charaktere treffen, obwohl sie sich in jeglicher Hinsicht von einander unterscheiden, doch irgendwo den selben Ton und ihre beiden Geschichten sind die Hälften einer ganzen, berührenden und einzigartigen Geschichte. Sowohl Arsène als auch Suzanne lernt man im Laufe der Geschichte durch ihre Handlungen sehr gut kennen und man fühlt mit ihnen. Denn auch wenn man sich kaum vorstellen kann, was Arsène durchgemacht hat, so stellt man durch Suzanne und ihre Geschichte doch einen Bezug zu ihm und seiner Reise her. Im Prinzip bildet Suzannes Teil der Geschichte die Rahmenhandlung und Arsènes Teil die Binnenhandlung, wobei das aufgrund der anachronistischen Ordnung nicht immer ganz so genau festgemacht werden kann. Bedingt durch diese Erzählstruktur gibt es auch keinen wirklichen Spannungsbogen, da man mit dem Umriss der Geschichte ja nach dem Klappentext schon vertraut ist. Hier geht es auch nicht um eine spannende Geschichte, sondern um die besondere Erzählweise. Dieses Spiel mit Sprache und ungewöhnlichen Erzählperspektiven, sowie das Erregen von Mitgefühl und generell Emotionen zeichnen Lange hatte ich Angst in der Nacht wirklich aus. Und eben aufgrund der herausragenden Sprache kann ich Lange hatte ich Angst in der Nacht empfehlen. Außerdem schadet es sicher nicht, auch mal mit einer etwas anderen Perspektive auf das eigene Leben zu Blicken, den Arsènes Geschichte relativiert doch einiges, muss man ehrlich zugeben.

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Buchhandlung Konrad Wittwer GmbH

Von: Sabine aus Stuttgart

23.03.2018

Es ist eine leise und berührende Erzählung, die nachklingt, auch wenn das Buch schon längst gelesen ist. Ein Gefühl von Hoffnung bleibt. Meine Sterne: *****

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Buchhandlung Konrad Wittwer GmbH

Von: Theresa Kaiser aus Stuttgart

23.03.2018

Die Erzählung entwickelt einen Sog und erzählt wie in einem Traum von Ereignissen, die tiefe Spuren und Wunden erzeugt haben.

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Von: Kristin Heiermann

23.03.2018

Welch berührendes Büchlein! Mein lieber Vertreter Herr Schneider hatte es mir geschickt und ich hätte beinahe „die Nase gerümpft“... Wieder das Flüchtlingsthema auf ein paar Seiten zusammengepresst usw. Als ich es dann heute auf den nicht enden wollenden Stapel mit den noch zu bearbeitenden Büchern legen und mir lediglich die ersten Seiten kurz anschauen wollte, blieb ich fasziniert von der Eindringlichkeit des Themas und der Sprache daran hängen und habe es durchgelesen (ungeachtet der zu erledigenden Haushaltspflichten, die für diesen freien Tag angesagt waren). Kann nur sagen: gelungen! Und wenn Sterne zu vergeben sind, derer fünf!

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Holzkirchner Bücherecke

Von: Cornelia Engl aus Holzkirchen

22.02.2018

Die Flucht, die Angst geht unter die Haut, aber auch die Hoffnung auf ein glückliches Ende, das wir allen Flüchtlingen wünschen. So liebevolle Menschen, die sie aufnehmen und Geduld mit ihnen haben, wünsche ich allen.

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