Leserstimmen zu
Belgravia. Zeit des Schicksals

Julian Fellowes

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»Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.Vita :Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.Die Fernsehserie " Downton Abbey " gehört zu meinen absoluten Favoriten und auch " Snobs " habe ich regelrecht verschlungen.Deshalb konnte ich es kaum erwarten, den neuen Roman von Julian Fellowes in den Händen zu halten.Wir lernen die Familie um James Trenchard kurz vor der Schlacht von Waterloo in Brüssel kennen. James Trenchard, genannt " Der Zauberer", ist ein aufstrebender und ehrgeiziger Kaufmann, der immer auf der Suche nach neuen Tätigkeitsfeldern ist.Im Gegensatz dazu steht die Familie Brockenhurst, alter englischer Adel. Normalerweise hätten die beiden Familien überhaupt keine Berührungspunkte, käme da nicht die Liebe ins Spiel. Sophia Trenchard und Edmund Bellasis, ein Neffe der Herzogin von Richmond und ältester Sohn eines Earls, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und beginnen eine ganz und gar nicht standesgemäße Liebesbeziehung. Diese wird jedoch schon bald durch einen tragischen Todesfall überschattet und hat für beide Familien unabsehbare und weitreichende Konsequenzen.Schon ab den ersten Seiten war ich als Leserin mitten drin im Geschehen. Zuerst erleben wir in Brüssel hautnah den Beginn der Schlacht von Waterloo. Danach setzt sich die Geschichte einige Jahre später in London fort.Obwohl man zwar als Leser ahnt, wo die Geschichte hinführt, wird es doch nie langweilig. wir lernen das damalige Leben mit seinen Standesdünkeln und Konventionen aus verschiedenen Sichtweisen kennen. Der Adel kommt ebenso zu Wort wie die Hausangestellten, die meist einen unverstellten und klaren Blick auf die Dinge haben.Anne Trenchard und Lady Brockenhurst, die beiden Hauptprotagonistinnen, haben mir sehr gut gefallen und wenn sie auch aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, sind sie sich doch ebenbürtig.Julian Fellowes versteht es mit diesem Roman wieder einmal meisterhaft, uns als Leser in eine längst vergangene Zeit zu entführen und diese vor unserem inneren Auge wieder lebendig werden zu lassen.Dieses Buch war wieder ein absoluter Lesegenuss für mich und Julian Fellowes bleibt einfach einer meiner Lieblingsautoren.Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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London 1841 James Trenchard ist ein ehrgeiziger, fleißiger Mann, der sich aus einfachen Verhältnisses, als Proviantmeister der englischen Armee zur Zeit der letzten napoleonischen Schlachten, in Belgien, hochgearbeitet hat. Damals in Belgien lebte er mit seiner intelligenten, weitsichtigen Frau Anne, seiner schönen, aber dickköpfigen Tochter Sophia und seinem zu weichen Sohn Oliver. Sophia hatte es durch Hartnäckigkeit geschafft, der Familie Eintrittskarten für einen privaten Ball in höchsten aristokratischen Kreisen zu besorgen, da sie und der Neffe der Gastgeberin Edward Brockenhurst, eine heimliche Liaison hatten. Während Edward kurz darauf auf dem Schlachtfeld fiel, starb Sophia im Kindbett. Ihr Sohn wurde heimlich einem kinderlosen Landpfarrer in Obhut gegeben. Nun 25 Jahre später ist James Trenchard ein reicher Bauunternehmer und nimmt den nichtsahnenden Enkelsohn Charles Probe unter seine Fittiche. Dieser hat nach einem Studium und einer erfolgreichen Zeit in einer Bank nun eine Baumwollspinnerei erworben und ist in seinen Anfängen sehr froh über seinen Mentor und Mäzen, sehr zur Missbilligung von Sohn Oliver. Als die hochwohlgeborene Lady Brockenhurst erfährt, daß der Sohn ihres einzigen Kindes lebt, nimmt sie so regen Anteil an seinem Werdegang, daß die feine Gesellschaft sich zu wundern beginnt. Das nimmt sie hin, da ein illegitimes Kind eines Sohnes, nicht die gesellschaftliche Ächtung bedeutet, wie dies für die Familie der Mutter sein könnte. Doch ist dies nicht die einzige Gefahr, auch der designierte Brockenhursterbe und die Dienstboten schmieden ihre eigenen Pläne für ihr vermeintliches Glück. Dieses Hörbuch stammt aus der Feder des Autors der erfolgreichen BBC-Serie „Downton Abbey“ und das macht sich sofort bemerkbar, auch wenn diese Geschichte in einer anderen Zeit spielt. Geschildert wird diese Familiengeschichte, in der die Schicksale eines alteingesessenen Adelsgeschlechts mit der einer neureichen Kaufmannsfamilie unwiderruflich miteinander verwoben sind, aus verschiedenen Perspektiven. Es gibt keine Hauptfiguren, denen Blickrichtung man annimmt, doch gleich mehrere intelligente und starke Frauen, mit denen man sympathisieren kann, bzw. deren Kunst zur Intrige man in anderen Fällen nur bestaunen kann. Die Damen dieses Gesellschaftsromans, sind deutlich gerissener, als die Männer, deren gesellschaftliche Stellung zu Beginn der viktorianischen Regentschaft deutlich gefestigter ist. Die Industrialisierung kommt in Schwung, der Bau der großen Eisenbahnstrecken lässt Entfernungen schwinden und die Städte scheinen näher aneinander zu rücken. Landgüter werden nach Fertigstellung der Bahnlinien deutlich schneller erreichbar sein. Es wird der Fokus jedoch weniger, auf die Entwicklung und die Folgen des Fortschritts wie der Verelendung der Arbeiterklasse, wie bei Dickens gelegt, als viel mehr auf die gesellschaftliche Stellung, der aufsteigenden, reichen Kaufmannsklasse. Diese haben oft ein vielfaches an Vermögen gegenüber dem bisweilen stark verarmten Adel, der alles tut, um den Untergang ihrer Häuser durch geschickte Heiraten zu verhindern und die Fassade aufrecht zu erhalten. Besonders deutlich wird dies an Lady Maria, auf deren Schönheit die Hoffnung ihrer verarmten Mutter liegt, die aber deren Intellekt und Menschenkenntnis. nicht im geringsten zu schätzen weiß. Doch gerade diese Eigenschaften verhindern ihren gesellschaftlichen Untergang und behüten sie vor den um sie herumtobenden Intrigen. Es gefällt mir gut, daß sowohl Anne und James Trenchard als auch Lady und Lord Brockenhurst vielschichtige Charaktere sind. Gerade Anne und Lady Brockenhurst taktieren, aber planen nicht gezielt jemandes gesellschaftlichen Untergang, wobei Lady Brockenhurst dies jedoch durchaus billigend in Kauf nimmt. James Trenchard ist jedoch vor allem ein ehrenwerter Kaufmann, der es durch Fleiß und Kaufmannsgeist es sehr weit gebracht hat, wenn auch noch nicht zu der gesellschaftlichen Position, die seinem Vermögen entspricht. Richtig hinterhältig und durchtrieben sind vor allem die Nebenrollen, deren soziale Absicherung so mies ist, daß sie natürlich auch nicht mit der Selbstverständlichkeit und Zuversicht in die Zukunft schauen können, wie eine hochwohlgeborene Lady Brockenhurst. Beate Himmelstoß hat mich sehr positiv überrascht bei diesem Hörbuch. Bislang kannte ich sie vor allem aus Agatha Christie Vertonungen, in denen sie deutlich älter klang (gut Miss Marple ist auch nicht mehr die Jüngste). Gerade bei Susan Trenchard der Schwiegertochter finde ich ihre Interpretation sehr überzeugend. Jung, schön und taktierend. Lady Maria klingt vor allen Dinge jung und überschwänglich, jedoch nicht ganz so intelligent und gebildet, wie ihr Verlobter, der designierte Erbe der Brockenhursts beklagt. Bei Anne Trenchard und Lady Brockenhurst liefert sie sich selbst ein Duell der Geister, dem Lady Templehurst, die Mutter von Lady Maria, einfach nicht gewachsen ist. Doch auch die Herrenrollen bewältigt sie mit Bravour, ebenso wie die Dienstboten. Interessant fand ich auch, daß ein männlicher Autor, den weiblichen Protagonisten mehr Raum und Esprit gibt, die eigentlichen Stars der Geschichte, sind hier eindeutig die Frauen. Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und Drehbuchautor. Für Gosford Park erhielt er den Oscar und Downton Abbey machte ihn berühmt. 2009 wurde er von Queen Elisabeth II in den Adelsstand erhoben. Wie bereits bei Gosford Park und Downton Abbey gibt es zahlreiche Protagonisten und Handlungsstränge mit Intrigen. Anders als in den klassischen Romanen von Jane Austen, den Brontes oder Charles Dickens, gibt es nicht eine erklärte Hauptperson, aus deren Sicht man die Welt sieht und mit der man mitleidet. Man nimmt mehr Anteil am Familienschicksal, als an Freud und Leid eines einzelnen. Hierdurch wird diese Geschichte, die durchaus ihre emotionalen Höhen und Tiefen hat, jedoch weniger emotional berührend, was ich etwas schade finde. Nichtsdestotrotz ist es dramatisch und spannend und ich wollte unbedingt beide MP3 zu Ende hören, obwohl mir das Medium eigentlich nicht sonderlich liegt. Die Pappklappbox ist sehr edel und dem Sujet entsprechend gestaltet, der Anblick eines großen Herrenhauses umrahmt von einem Goldrahmen. Schade nur, daß auf ein Personenverzeichnis im Inneren verzichtet wurde, genügend Platz hätte sich auf den Pappflügeln befunden, denn gerade mit den Dienstboten, allen voran der Zuordnung der Zofen, habe ich mir etwas schwer getan. Ein wirklich packendes und gut interpretiertes Hörbuch über die gesellschaftlichen Verquickungen zweier sehr unterschiedlicher Familien. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Lovelybooks und der Hörverlag für diesen Gewinn aus der „Der Sound der Bücher“-Aktion.

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In europäischen Königshäusern ist es heutzutage immer üblicher aus Liebe zu heiraten… was dann nicht immer immer standesgemäß ist. Dies wäre zu Zeiten Napoleons undenkbar gewesen. Deshalb musste die Verbindung von Sophia und Edmund geheim gehalten werden. Doch als Edmund in der berühmten Schlacht bei Waterloo fällt, bleibt Sophia guter Hoffnung alleine… Ihr Schicksal wird das Leben ihrer Familie bis in die nächsten Generation hinein bestimmen. Der Erfolg der Fernsehserie Downton Abbey offenbarte in den letzten Jahren eine große Anziehungskraft „alter Zeiten“. In 6 Staffeln wird dort die britische Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts portraitiert und nicht wenig Menschen wurden danach „süchtig“. Julian Fellowes war der hauptsächliche Ideengeber dieser Serie und greift in seinem neuen Roman eine Zeit Englands auf, die mittlerweile zwei Jahrhunderte zurückliegt. Die gesellschaftlichen Verquickungen drehen sich hauptsächlich um einen jungen Londoner Geschäftsmann, Charles Pope. Ohne es zu wollen, wird er Opfer unzähliger Intrigen aber auch unerwarteter Hilfestellungen, die er nur schwer einordnen kann. Worum es eigentlich geht, schreibt Fellowes unverblümt in seiner kurzen Einleitung: „Die Vergangenheit – wir haben es schon oft gehört – ist ein fernes Land, dort gelten andere Regeln. Das mag zutreffen, ganz augenfällig sogar, was Sitten und Moral angeht, die Rolle der Frau, die Herrschaft der Aristokratie und Millionen Alltagsdinge. Anderes wiederum mutet uns sehr ähnlich an. Ehrgeiz, Neid, Zorn, Habgier, Güte, Selbstlosigkeit und vor allem anderen die Liebe haben Entscheidungen schon immer ebenso machtvoll mitbestimmt wie heute. Diese Geschichte handelt von Menschen, die vor zweihundert Jahren lebten, aber wonach sie sich sehnten, womit sie haderten, die Leidenschaften, die in ihren Herzen wüteten, das alles gleicht nur zu oft den Dramen, die wir in unserer Zeit, auf unsere Art durchleben…“ (S. 7) So mögen viele Lebenssituationen, die der Autor in die Vergangenheit projiziert und exzellent darstellt, uns bekannt vorkommen. Doch hat das Buch einen besonderen Reiz, der über der vornehmen Sprache und der inneren Spannung des Romans steht. Es ist die Art und Weise, wie man sich seinerzeit begegnet ist. Tugenden und Laster sind damals wie heute dieselben. Doch man kannte noch so etwas wie „Haltung bewahren“, so dass manche Situationen – so mag man vermuten – eben nicht sofort „eskalierten“, sondern aufgrund einer guten Erziehung und eines festen Verhaltenskodex abgefedert wurden. Bemerkenswert.

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Der Autor Julian Fellowes hat es von der ersten bis zur letzten Seite verstanden mich völlig mit in die Welt des Buches zu nehmen. Als großer Downtown Abbey Fan liebe ich auch dieses Buch. Die Ähnlichkeiten sind ja offensichtlich. Arme und reiche Menschen spielen eine gleichsam wichtige Rolle im Buch. Die Verbindung zwischen ihnen ist das Band der Liebe. Das Buch spielt im 19 Jahrhundert und Liebe, Intrigen, Neid, Krieg und Missgunst spielen auch eine Rolle. Der Schreibstil des Autors ist leicht und sehr gut zu lesen. Die Seiten flogen nur so dahin. Wirklich ein zauberhaftes Buch. Für jeden, der historische Geschichten mit Glanz, Glamour und Tragik mag, genau das Richtige.

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Im Jahre 1800

Von: Jandy

15.04.2018

Meine Meinung Auch wenn es erst so richtig spannend wird am Schluss, so hat auch dieses Buch einen gewissen Charm den ich nicht leugnen kann. Ich war schon immer ein Fan und Bewunderer des 19 Jahrhunderts. Und nur eine Person habe ich durchgehend bis zum Ende nicht leiden können. Es ist perfekt um gesetzt das Spiel von Höhen und Tiefen. Ist natürlich auch schön erzählt, wenn mich auch die Vorgeschichte ein wenig irritiert hat und ich zu Anfang Probleme mit den Zeitangaben hatte. Habe ich mich trotz dessen schnell in die Geschichte und ihre Spieler verliebt. Wärmstens zu empfehlen für diejenigen, die sich von der Vergangenheit verzaubern lassen wollen.

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Also ich finde eigentlich das, der Autor, dass wieder gut umgesetzt hat. Man konnte sich direkt in der Zeit wiederfinden. In dem Roman von Julien Fellowes geht es um zwei Familien angesiedelt in England im 19. Jahrhundert. Die Familie Trenchard, James das Oberhaupt der Familie, hat es wirklich geschafft von einem kleinen Markthändler zum Proviantmeister der britischen Armee. Für James war und ist es immer wichtig gewesen in den oberen Kreisen des englischen Adels zu agieren, nur seine Frau Anne findet seine Art sehr unangehm. Für beide ist aber sehr wichtig, dass seine Tochter Sophia gut verheiratet wird und in den Genuss vom Adel kommt. Der komplette Gegensatz zu Trendardfamilie ist der Clan der Familie Brockenhurst. Sie gehören zu dem alteingesessenen englischen Adel und sind gegenüber unteren Klassen sehr herablassend. Ihr Sohn Edmund verliebt sich ausgerechnet in Sophia Trendard und es dauert auch nicht lange und beide haben sowas wie eine „Affäre“ miteinander. Daraus resultiert eine Schwangerschaft von Sophia, während Edmund bei der Schlacht von Waterloo fällt. Aber auch Sophia erleidet an Kindsbettfieber nach der Geburt, James und seine Frau haben den Säugling in die Obhut eines Geistlichen gegeben, dieser zieht den kleinen Charles wie sein eigen auf. Man kann sagen, dass die eigentlich Geschichte dann 25 Jahre später spielt. Denn Charles weiß nicht genau wer er ist und wo er herkommt. Was aber noch schlimmer ist, dass James und auch Anne damals noch nicht mal in der Lage waren den Brockenhurst die Wahrheit zu erzählen. So kommt es natürlich wie es kommen muss und ein Familiengeheimnis scheint ans Tageslicht zukommen. Fazit: Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und konnte auch gut in die Geschichte eintauchen. Vielleicht liegt es daran, dass ich gerne solche Art der Romane lese. Aber ich würde das Buch gerne weiterempfehlen. Lieben Dank an das Random Bloggerportal und den Penguin Verlag für das Leseexemplar.

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Inzwischen ist Downton Abbey ohne jeden Zeifel eine Institution, eine Serie epischen Ausßmaßes, die man einfach gesehen haben muss. Lange hat es gedauert, bis ich das endlich spitz gekriegt habe, doch schon nach der ersten Folge war es um mich geschehen. Downton ist schlicht DAS Period Drama des 21. Jahrhunderts. Und auch wenn unsere Zeit in Downton leider schon abgelaufen ist, hat der Autor Julian Fellowes noch eine weitere epische Geschichte für uns parat: Belgravia. Am 14. November 2016 beim C.Bertelsmann Verlag erschienen und theoretisch auch in Episodenform erhältlich, entführt uns Fellowes ins Viktorianische Zeitalter. Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm. (Klappentext) Period Drama ist in jeglicher Hinsicht mein Ding. Deshalb war mir auch schon nach Lesen des Klappentextes klar, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein würde. Und ich sollte Recht behalten. Die Geschichte beginnt gleich mit Vollgas in 1815, man ist sozusagen live dabei, wenn der Rahmen für den gesamten Roman geschaffen wird. Wo einen die Geschichte allerdings 25 Jahre später hinführen würde, konnte man am Anfang noch nicht erahnen. Es bleibt aber eine turbulente Reise, so viel sei gesagt. Während der längeren Kapitel wechselt die Erzählperspektive immer wieder zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her, was dem Leser seinen sehr umfassenden Einblick in den Stand der Dinge gibt. Die Kommentare des Erzählers sind dahingehend auch äußerst hilfreich, wobei nie zu viel verraten wird. Insgesamt entwickelt sich die Geschichte stetig und selbst wenn man alles zu wissen glaubt, sollte man sich nie zu sehr darauf verlassen, denn es kann sich, ganz in Downton Manier, immer alles ändern. Belgravia erzählt eine Geschichte voller Liebe, Missgunst und Neid, mit einer ganzen Menge an dramatischen Geheimnissen. Langeweile ist absolut fehl am Platz, da an einer der vielen Fronten immer etwas passiert. Mit Fronten sind in diesem Fall die verschiedenen Erzählstränge gemeint, die Fellowes kunstvoll durch die gesamte Geschichte zieht. Dabei sind die einzelnen Erzählstränge jedoch bei weitem nicht so isoliert, wie man zu Beginn denkt, da sie sich nicht nur immer wieder berühren, sondern Teils auch von einander abhängen. Dies führt zu einer sehr vielfältigen Geschichte, die stets spannend ist. In dieser spannenden Geschichte findet man außerdem eine Vielzahl an interessanten Charakteren, die sehr viel zur Geschichte beitragen. Manche mag man, manchen kann man nicht vertrauen und bei einigen hat man sich vielleicht doch gettäuscht. Das schöne ist hier, dass man durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven immer einen guten Einblick in die Motive der Antagonisten bekommt. Dadurch kann man diese umfassende Geschichte in ihrem gesamten Facettenreichtum genießen. Belgravia ist ein genial geschriebener historischer Roman, der einen unterhält, berührt und nicht mehr loslässt, wenn man erstmal in die Geschichte eingetaucht ist. Die Intrigen sind dabei mindestens genauso unterhaltsam und faszinierend, wie die Geschichten hinter den Liebesbeziehungen und die Werdegänge einzelner Charaktere. Wer also Geschichten mit historischem Setting und einer Menge Liebe, Gier und Verrat zu schätzen weiß, ist mit Belgravia auf jeden Fall gut beraten. Ebenso würde ich jedem Downton Abbey Fan dringend raten, sich dieses Buch mal näher anzusehen

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Zusammenfassung: In der Nacht vor Waterloo findet ein glanzvoller Ball statt. Die Menschen feiern ausgelassen und besondere Aufmerksamkeit erzielen Sophia Trenchard und ihre große Liebe Lord Bellasis. Denn die beiden lieben sich - obwohl sie aus verschiedenen Schichten sind. Und während Sophia's Vater James - der Proviantmeister - sich darüber freut, dass seine Tochter einen Lord erobert hat, sehen es die Mütter der Beiden skeptisch. Doch dann kommt die Nachricht, dass alle jungen Männer sich auf dem Schlachtfeld einfinden sollen. Und schnell wird klar, dass die Kämpfe nicht viele überleben werden. Die jungen Männer ziehen noch in festlichen Outfits in den Krieg. Und einen Tag später wird klar, dass die Schlacht schwere Verluste mit sich gezogen hat. Und während die Verluste beklagt werden, nimmt ein tragisches Geheimnis hier seinen Anfang... Ca. 25 Jahre später, hat sich die Lage aller verändert. Der Ball vor Waterloo ist in die Geschichte eingegangen, und alle werden beneidet die an diesem Abend anwesend waren. Doch die Schatten des Krieges sind nach wie vor spürbar. Und so kämpft die Familie Trenchard mit einem herben Verlust, genau wie die adligen Bellasis. Doch die Bellasis haben noch mit einem familiären Problem zu kämpfen - der Bruder des Lords ist ein leidenschaftlicher Spieler, doch leider bankrott. Und als er sich mit den falschen Leuten anlegt, wird es nicht nur für die Familie lebensgefährlich... Die Trenchards haben sich zwischenzeitlich hochgearbeitet, was James Verdienst ist. Doch sein Sohn Oliver hat seine Begabung nicht, und genießt lieber das lockere Leben. Seine Frau Susan ist frustriert, da sie keine Kinder und somit auch keinen Erben in die Familie mit einbringen kann. Als Charles Pope auf den Plan tritt, wird ein Geheimnis gelüftet, welches lange verborgen blieb. Und beide Familien sehen sich mit Problemen konfrontiert, die weitreichender sind als Beide denken... Meine Meinung: Belgravia, Zeit des Schicksals. Ist ein interessanter Roman. Er beinhaltet Liebe, tragische Verluste, Leidenschaft und Intrigen. Da ich Downtown Abbey weder gelesen noch gesehen habe bisher, kann ich hier keinen Bezug ziehen. Die Charaktere sind interessant und spannend geschrieben, der Stil ist flüssig. Anfangs hatte ich ein paar Probleme in die Story hinein zukommen, denn man befindet sich praktisch sofort in den Geschehnissen, ohne dass man die Charaktere kennt. Aber nach den ersten Seiten war ich sofort in der Geschichte. Ich konnte den Roman fast nicht aus der Hand legen, und zum Ende hin wird er richtig aufregend und sehr spannend. Vor allem Sophia fand ich sympathisch, da sie rebellisch ist aber sie urteilt vorschnell und liebt von ganzem Herzen. Das Cover finde ich sehr schön. Ein Paar geht durch die nebligen Straßen Londons, der Titel ist leicht kursiv und in metallic-violett.

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