Leserstimmen zu
Belgravia. Zeit des Schicksals

Julian Fellowes

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Inhalt: Belgravia beginnt am Vorabend der Schlacht von Waterloo, dem 15. Juni 1815, als in Brüssel die Herzogin von Richmond einen prächtigen Ball für den Herzog von Wellington gibt. Kurz nach Mitternacht kommt die Nachricht, dass Napoleon unerwartet die Grenze überschritten hat. Wellington und seine Truppen müssen umgehend in die Schlacht ziehen. Eingeladen zum Ball sind auch die Trenchards, die durch Geschäfte mit der Armee reich geworden sind. Auf ihre schöne Tochter Sophia hat Edmund Bellasis, der Sohn und Erbe einer der prominentesten Familien des Landes, ein Auge geworfen. Nach diesem Abend wird nichts mehr so sein wie zuvor. Fünfundzwanzig Jahre später werden die beiden Familien noch immer von dem dunklen Geheimnis verfolgt, das am Vorabend der Schlacht von Waterloo seinen Anfang nahm. Meine Meinung: Am Anfang fiel es mir etwas schwer mit den ganzen Personen und deren Beziehung zu einander klar zu kommen. Man wird direkt mit so vielen Charakteren bekannt gemacht, dass man schnell den Überblick verliert. Der Kern der Handlung beschäftigt sich mit dem Thema: Was passiert, wenn das Schicksal Menschen aus der Englischen Oberschicht mit Menschen aus der Englischen Unterschicht zusammen bringt? Es geht um den gravierenden Unterschied zwischen Reichtum aus Geldadel und Reichtum aus Erbadel. Leider ist sowohl die Handlung des Romans als auch die Darstellung der Charaktere extrem Klischeehaft und ziemlich vorhersehbar. Es gibt den klassischen übereifrigen Geschäftsmann, der so gerne von der Oberschicht anerkannt werden würde, aber letztendlich nie dazugehören wird. Dazu seine bescheidene und vernünftige Ehefrau, die versucht ist sein Verhalten aufzuwiegen und sich zeitweise für Ihren Mann schämt. Zudem ist da noch die Gräfin, welche sich nach außen sehr kühl und unnahbar gibt aber im Endeffekt doch ein ehrliches, weiches Herz zu haben scheint. Und der faule, hinterhältige Erbe, der mit seinem Verhalten den Namen der Familie beschmutzt. Sein Gegenspieler ist natürlich attraktiv, ehrlich, rücksichtsvoll und intelligent. Ich glaube noch mehr Klischee geht fast nicht. Das muss nichts schlechtes sein, aber kombiniert mit dieser äußerst durchschaubaren, wenig spannenden Handlung, konnte das Buch mich leider nicht besonders begeistern. Vielleicht ist dieses Buch unterhaltsam für Leser, die noch nicht viel aus diesem Genre kennen und nicht zu hohe Ansprüche an die Story haben. Ich fand "Belgravia" keineswegs schlecht aber es hatte einfach nichts besonderes an sich. Fazit: Vorhersehbare Handlung, Klischeehafte Charaktere und kein bisschen Spannung. War mir zu flach und hatte für mich nicht das besondere Etwas eines historischen Romans. Dennoch kein schlechtes Buch, aber eher seichte Unterhaltung.

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Zum Inhalt: Die Handlung spielt 25 Jahre nach einem legendären Ball vor der Schlacht von Waterloo zu dem es auch Sophia Trenchard geschafft hat, eine Einladung zu bekommen. Auf diesem Ball trifft sie auf Edmund, der ihr schon seid längerem sehr gut gefällt. In der Schlacht zu Waterloo stirbt dann aber Edmund, die von ihm schwanger gewordene Sophia stirbt ebenfalls und zwar bei der des unehelichen Kindes Charles, dessen Existenz von den Großeltern vertuscht wurde. Jetzt, im Jahre 1841 in London, nach 25 vergangenen Jahren, droht das Geheimnis rund um die Familie Trenchard, allen voran die Eltern der verstorbenen Sophia, James und Anne, aufzufliegen. Denn Charles versucht sein Glück als aufstrebender Unternehmer in der Londoner Gesellschaft und trifft dabei auf so manches Hindernis. Meine Meinung: Es fiel mir zumindest anfangs nicht leicht, dem Hörbuch zu folgen, da ich das Gefühl hatte, als wenn nicht so wirklich viel passieren würde. Nichtsdestotrotz war es eine wundervolle Geschichte im "Downton-Abbey-Stil". Mit der Zeit bekam ich das Gefühl, als wenn mehr passieren würde, durch die gesponnenen Intrigen und den unvermeidbaren Kontakt der beiden Großmütter von Charles kam eine schöne Grundspannung in die Geschichte, sobald die beiden miteinander in Kontakt treten mussten. Die handelnden Personen und die dahinter steckenden Charaktere werden sehr klar dargestellt, es war eindeutig auf wessen Seite sie stehen. Das hat dem Ganzen aber auch wieder etwas Spannung genommen, da es einfach keine großen Überraschungen oder Wendungen bezüglich der Personen gab. Dadurch wirkte auch die Erzählweise etwas einseitig, da kein Charakter eine aufregende dunkle oder auch nur ansatzweise versteckte Seite mit inneren Konflikten gezeigt hat. Auf diese Weise hat man sehr schnell gemerkt "was Sache ist" - ob das an der gekürzten Fassung des Hörbuches, das ich ja gehört habe, liegt, kann ich nicht sagen. Ich kann mir aber vorstellen, dass das in gedruckter und somit längerer Form nicht ganz so stark auffällt. Trotz allem handelt es sich um eine schöne, dahinfließende, seichte Geschichte ohne große Überraschungen oder komplizierte Wendungen. Ich muss also insgesamt sagen, dass mich dieses Hörbuch nicht komplett überzeugt hat. Es ist jedoch ein schönes Buch für Leute, die gerne testen würden, ob historische Romane etwas für sie sind, da es zwar im 19. Jahrhundert spielt, aber nicht auf großartigen historischen Fakten aufgebaut ist, die für das Verständnis der Handlung wichtig wären. Obwohl ich nicht vollständig überzeugt bin, würde ich dieses Buch also Leuten empfehlen, die einfach nur eine leichte Geschichte suchen, große Spannung ist nicht zu erwarten, deshalb vergebe ich mittelmäßige 3 von 5 Sternen.

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Erster Satz Die Vergangenheit - wir haben es schon oft gehört - ist ein fernes Land, dort gelten andere Regeln. Meine Meinung Auch ich bin eine von den Mädels, die das Leben und die Leiden der Familien Grantham und Crawley und deren Angestellten miterlebt hat. Du weißt nicht wovon ich rede? Natürlich von Downton Abbey ♥ Doch es war bekannt, dass diese Serie eine zeitliche Begrenzung hat und so kam ich (wie sicher viele andere Fans) dazu, mir Belgravia genauer anzuschauen. Immerhin hat Julian Fellowes viele Drehbücher der Kultserie geschrieben - da muss doch auch dieses Buch der Wahnsinn sein. So dachte ich zumindest. Ich weiß nicht wieso, aber das Buch konnte leider nicht so bei mir punkten wie die Serie. Damit das niemand falsch versteht: Es handelt sich hierbei NICHT um das Buch zur Serie und dieses Buch ist auch nicht Vorlage dafür gewesen. Es sind zwei vollkommen unabhängige Geschichten! Lediglich das Hauptthema und das Setting sind gleich. Doch warum finde ich dann nicht beides gleich gut? Es gefällt mir wirklich gut, wenn bei Serien oder Filmen auf die kleinen Details geachtet wird. Wenn man beim zweiten oder dritten Mal gucken noch etwas Neues entdeckt geht mir das Herz auf. Bis zu einem gewissen Punkt mag ich das auch in Büchern. Allerdings ist der Grat zwischen detaillierter Beschreibung und unnötig langweiliger Ausschweifung da sehr schmal. Leider hat Mr. Fellowes sich oftmals in die falsche Richtung bewegt. Mag es bei Drehbüchern eine Notwendigkeit sein alles auszuschmücken und bis aufs kleinste bisschen zu beschreiben, war es mir hier viel zu viel. Beim Lesen merkt man sofort, dass sich der Autor mit der Thematik absolut auskennt. Egal ob es sich dabei um das historische England dreht oder das gesellschaftliche Parkett, auf dem die Personen tanzen...Julian Fellowes weiß diese Situationen bestens zu beschreiben. Allerdings sind mir der ein oder andere Dialog doch zu hölzern, was aber auch an der Übersetzung liegen könnte. Ebenso treffen die Charaktere nicht immer meinen Geschmack. Manche sind zu eindimensional und zu wenig beleuchtet, andere wiederrum viel zu kitschig und klischeebeladen. Die Mischung hätte hier ausgeglichener sein können und vielleicht sogar sein müssen. Fazit Ein Roman, der als Drehbuch vielleicht besser geeignet wäre. Eine filmische Darstellung hätte mir womöglich positiver im Gedächtnis bleiben können. Hätte ich Downton Abbey vorher nicht geschaut, wäre mein Urteil eventuell anders ausgefallen. So habe ich beim Lesen aber ständig Vergleiche gezogen, was ich leider auch nicht abstellen konnte. Wer dieses Genre, Familiengeheimnisse und England im 19. Jahrhundert mag, keine Angst vor Kitsch und sehr detaillierten Beschreibungen hat, wird hier vermutlich ein neues Lieblingsbuch finden!

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Die Familie Trenchard, geführt von dem ehrgeizigen Bauleiter James Trenchard, befindet sich im Jahr 1841. Als vor 25 Jahren die Tochter Sophia bei der Geburt ihres unehelichen Sohnes Charles stirbt, versucht das Paar Trenchard alles, um den Ruf der Tochter zu beschützen und gibt das Kind weg. Doch als jetzt Anne Trenchard bei einem Nachmittagstee die Mutter des im Krieg gefallenen Vaters ihres geheimen Enkels trifft, beschließt sie, dass sie ihr Geheimnis nicht länger ungeteilt lassen kann – und damit gerät der Stein ins Rollen. Vermutlich gehöre ich, wie viele Leser dieses Romans, zu den großen Downton Abbey Fans, die gespannt waren, was Drehbuchautor Julian Fellows noch zaubern kann. Bereits beim Lesen des Klappentextes wurde mir schnell klar, dass es gewisse Ähnlichkeiten mit der preisgekrönten Serie haben würde – besondern in Hinblick auf die Upstairs-Downstairs-Perspektive. Ein großes Lob geht an die wunderbare Covergestaltung: Ein schlichtes, aber auch edles Design welches das noble Belgravia Viertel in London mit Passanten und Kutschen darstellt und zweifelsohne ein Blickfang ist, der mich angelockt hat. Andererseits muss ich sagen, dass die gebundene Ausgabe des Buches recht dicke Seiten hat und sich das Buch als etwas schwerer erweist, als erwartet. Julian Fellows hat einen angenehm leichten und etwas blumigen Schreibstil, der besonders die Dialoge sehr angenehm zu lesen macht – sehr lebhaft und spritzig. Ganz deutlich wird auch Fellows jahrelange historisch-gesellschaftliche Expertise nach Downton Abbey, aber auch seinen beiden anderen Romanen „Eine Klasse für sich“ und „Snobs“, so dass er hervorragend das dekadente Leben des Hochadels, die Fauxpas der Emporstrebenden und die Lästereien unter den Dienstboten einfangen kann und ein bisschen an „Vanity Fair“ erinnert. In diesem Punkt hat mich Belgravia gut überzeugt, da ich schon enige Bücher in dieser Periode gelesen habe, war ich positiv überrascht: es wirkt historisch wirklich gut authentisch. Natürlich erkennt man auch eine starke Analogie zu Downton Abbey. Die Figuren hingegen sind sehr unterschiedlich: Manche sind sehr eindimensional und es wird sofort klar, ob sie böse oder gut sind und dass sich dies innerhalb des Romans nicht ändern wird. Diese klassische Besetzung vom Sweetheart, der Zofe, die sich für etwas besseres hält, den verwöhnten reichten Kindern und dem Schurken macht den Roman in Teilen wirklich kitschig. Natürlich mag ich den Roman nicht die ganze Zeit mit Downton vergleichen, aber was mir in der Serie durchaus gefallen und hier gefehlt hat, war dass auch mal das „Böse“ eine gewisse Oberhand hat und es auch dunkle Episoden gab. Andererseits gibt es durchaus ein paar Figuren, deren Charakter sich ändert und entwickelt, zwar um keine 180 Grad Drehung, aber etwas und die mir recht sympathisch geworden sind. Doch wie bei den Figuren, fehlt mir auch in der Storyline öfters die Tiefe: Die Handlung spielt häufig an der Oberfläche und wirkt manchmal trotz der blumigen Sätze ein wenig wie ein Drehbuch. Nach längerem Überlegen wurde mir auch klar, wie ich dieses ambivalente Gefühl zu diesem Buch am besten ausdrücke: Die Gesichte ist mehr eine Strandlektüre als ein satter Roman, aber ich denke, dass sie in den Händen von ein paar Darstellern und Darstellerinnen zu noch besserem, tieferem und emotionaleren Material werden können. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, da ich in der Geschichte Potential erkenne und sie mich manchmal wirklich mitreißen konnte, aber das gewisse Etwas (vielleicht auch das gewisse „Dunkle“) fehlt. Tatsächlich wäre ich sehr neugierig, wie „Belgravia“ filmisch umgesetzt seien würde, weil ich überzeugt davon bin, dass es mehr aus der an sich ganz interessanten Story machen könnte. Zu guter letzt möchte ich mich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für die Bereitsstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken. Fazit: Eine nette, unterhaltende und leichte Lektüre mit guter historischer Exertise, die sich flott lesen lässt, aber meines Erachtens als Film mehr Wirkung hätte entfalten könne, statt in Form eines Romans. Leider fehlte mir die ausreichende Tiefe. 3 von 5 Sternen

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Inhalt: London im Jahre 1841: James Trenchard hat sich einen gewissen Wohlstand erarbeitet und dies tröstet ihn über all die leidlichen Jahre hinweg. Nur der Tod seiner Tochter vor über 25 Jahren wird nie aus seinem Gedächtnis verschwinden. Sie starb bei der Geburt ihres Sohnes. So sahen sich die Trenchards gezwungen den Jungen einem Geistlichen zu übergeben. Doch wie lange kann dieses Geheimnis noch bewahrt werden? Meine Meinung: Da mir "Downton Abbey" so unglaublich gut gefallen hat war ich natürlich extrem neugierig auf das neueste Werk des Autors. Man merkt sofort, dass er sich darüber Gedanken gemacht hat, wie er ein ähnlich interessantes Szenario erwirken könnte. Und obwohl die Geschichte und auch die Protagonisten natürlich ganz anders erscheinen wie in seinem älteren Buch, erkennt man auf den ersten Seiten schon die vielen Parallelen. Im Endeffekt ist dies eine kleine Fortsetzung seines Meisterwerks nur mit anderen Charakteren, schlechteren Ausführungen und kaum interessanten Szenen. Die Vorhersehbarkeit war mir von Anfang an klar und mich konnten kaum noch Dialoge oder auch Situationen aufheitern oder hervorstechen. Ich möchte damit sagen, dass mich die Geschichte einfach nicht mitreißen konnte und weder die Adelsherrschaften noch die Bediensteten für außergewöhnliche Auftritte sorgten. Keineswegs ist der Schreibstil schlecht, nein er konnte mich absolut mit in die Zeit reisen lassen, aber dennoch fehlten mir so einige AHA-Erlebnisse oder unvorhersehbare Ereignisse. Für mich kamen die meisten Personen in "Belgravia" plump und platt vor und ständig ein Gezeter und Gemaule, ein Hintergehen und Belügen. Charles hätte doch auch schon längst erkennen müssen, wer sich da um ihn so stark bemüht. So naiv kann man ja schon fast gar nicht mehr sein. Und auch andere Protagonisten kamen mir entweder verlogen, lieblos oder gar bösartig vor. Natürlich sollte dies nicht dazu beitragen einen guten Roman zu bewerten. Aber wenn einem Leser nur solche Banalitäten oder unzufriedene Personen begegnen, dann macht es einfach nur halb soviel Spaß. Fazit: Für mich ein kleiner Flop, aber vielleicht auch kein Wunder, wenn man "Downton Abbey" gewöhnt ist. Die Geschichte konnte mich keinesfalls überzeugen, die Charaktere werde ich nicht vermissen und auch das Gesamtwerk wird nicht in meinen Erinnerungen verweilen. Einzig allein der gute Schreibstil und die düstere Atmosphäre des faszinierenden London zu jener Zeit haben mich nicht im Stich gelassen. Daher vergebe ich noch gute 3 Sterne !

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