Leserstimmen zu
Der Islam, das Islam, was Islam?

Kerim Pamuk

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Paperback
€ 17,99 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empf. VK-Preis)

Titel : Der Islam, das Islam, was Islam? Autor : Kerim Pamuk Preis : 17,99€ Verlag : Gütersloher Verlagshaus Erscheinung : 03.04.2017 Auflagen : Buch, eBook Inhalt Das Wichtigsten über den Islam von A - Z in einem Buch in Verbindung mit Humor. Meinung Das Cover finde ich total gut gelungen und meiner Meinung nach ansprechend. Ich habe viele neue Fakten gelernt und dadurch unterscheiden können, an welchem Gerücht Wahrheit dran ist und an welchem nicht. Enttäuscht war ich jedoch, dass man das farbenfrohe vom Cover im Buch nicht wieder gefunden habe. Leider gibt es keine Bilder, die schwierigere Thematiken nochmal deutlich machen und gerade anfangs musste ich viele Wörter zusätzlich nach schlagen. Außerdem finde ich, dass die Erklärungen teilweise einfach zu lang waren und ich dadurch vergessen habe, über welche Thematik gerade gesprochen wird. Positiv ist jedoch aufgefallen, dass man trotz dieser langen Erklärungen immer wieder lachen musste. Des Weiteren konnte ich mir eine eigene Meinung über den Islam bilden und wie bereits angesprochen : die Wahrheit von Lügen unterscheiden. Außerdem habe ich wichtige Dinge gelernt, wie z.B. "Sure 24,31 : >>Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen (statt jemanden anzustarren, lieber) ihre Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist (wahrscheinlich : sie sollen ihre Scham bewahren), den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, nicht offen zeigen...<<" (Seite 139) Anhand der Klammern versteht man die jeweiligen Suren besser. Fazit Trotz negativer Dinge kann ich das Buch empfehlen! Man lernt so viele Fakten und hat trotzdem Spaß dabei!

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Eine kurze Vorstellung des Autors auf dem Umschlag, noch einmal gekürzt: Stammt aus der Türkei, schreibt und spricht deutsch, ist Schriftsteller und Kabarettist. Doch der erste Eindruck täuscht: Hier sind doch mehr sachliche Texte enthalten, als es der etwas witzige Aufreißer andeutet: „Ist Dschihad die islamische Form von Butterfahrt?“ (S. 5) Ich suche die Antwort und finde sie auf Seite 38. Hier heißt es tatsächlich in einer Klammer: „türk. Cihat, von arab. Jahada, ‚sich für eine Sache bemühen, Einsatz für ein bestimmtes Ziel‘, deutsch für Ältere: ‚Butterfahrt zum Feind‘, für Jüngere: ‚Egoshooter in echt‘“ (S. 38). Vielleicht ist es fatal, etwas Harmloses wie eine Butterfahrt mit Gewaltbegriffen wie Ego-Shooter zu kombinieren, denn Ego-Shooter sind Gewaltspiele im Internet. Tatsächlich soll im Dschihad das „Haus des Islam“ erweitert werden (S. 38), sogar vom Krieg ist manchmal die Rede. Doch die Geschichte zeigt, so Pamuk, dass Islam als Regierungsform gescheitert ist (mit dem Ende des Osmanischen Reichs im 1. Weltkrieg). Die Rede ist nun von Hadithen, die – informativ gesagt – Dschihad als Ersatz für die „große Lohntüte“ von Gott bezeichnen (S. 41). Aus dem politischen Kampf ist eine „Anstrengung für ein rechtschaffenes, frommes Leben“ geworden (S. 41). Das alles schreibt Kerim Pamuk zum Dschihad, um am Ende des Artikels dann doch noch zum Terrorismus zu kommen, der durch Anschläge Gewalt, auch mediale verbreitet. Manchmal greift der Autor ein paar witzige Begriffe auf, so dass sich der Humor durch das ganze Buch zieht, das aber zuletzt mehrheitlich informativ und sachlich ist. Beim Thema „Dschihad“ kommt der Kabarettist doch noch zu Wort. Unter dem Stichwort „Dschihad 2.0“ bringt er eine witzige Variante, die den Schluss zulässt, dass Dschihadisten schlicht als Idioten erscheinen. Ein „Feedback-Fragebogen“, also ob es nach einem Selbstmordanschlag ein Feed gäbe, stellt die Aufgabe: „Bewerten Sie bitte das Design ihres Bombengürtels: – Mein Fußpilz ist hübscher, – So was von 80iger, – Lagerfeld könnte es nicht besser, – Zum Sterben schön.“ (S. 48) Die Artikel sind trotz ihrer humoristischen Variante deutlich informativ, so dass spürbar ist, dass Kerim Pamuk Religionswissenschaften studiert hat. Das mag ein zweites Beispiel zeigen: Im Artikel „Scharia“ – vielleicht, weil dieses Wort im Alphabet recht weit hinten anzusiedeln ist – zeigt der Autor hier den informierten, aber auch zugleich distanzierten Muslim. Der Artikel ist fast gar nicht witzig, sondern informativ und sehr positioniert: „Die einen drohen regelmäßig mit der Einführung der Scharia, sprechen von der Herrschaft Gottes, meinen aber eigentlich die eigenen Allmachtsphantasien.“ (S. 195) Klar und deutlich: Nicht nur ironische Distanz zum Fundamentalismus, sondern auch ein Bekenntnis zu einem aufgeklärten, liberalen Islam legt Kerim Pamuk vor. Ob das Buch bei frommen Muslimen auf Gegenliebe stößt, darf bezweifelt werden. Trotzdem oder gerade deshalb ist es ein wichtiges Buch.

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Der Islam - eine Religion, die besonders in der jetzigen Gesellschaft kontroversen Anklang findet. Es gibt Unmengen von Sachbüchern über diese monotheistische Religion, doch Kerim Pamuk bringt sie uns auf eine Weise nahe, die sehr ungewöhnlich ist. Das Buch ist wie ein Lexikon aufgebaut und führt den Leser von A bis Z durch die unterschiedlichsten Punkte. Diese Aufgliederung sorgt auch für eine Menge Abwechslung. Nach einem eher tieferen Thema mit etwas komplizierteren Definition, tauchen auch Abschnitte über Döner und Falafel auf.  Kerim Pamuk schafft es so mit einer guten Portion aus Witz und Fakten, den Leser immer bei Laune zu halten. Dadurch, dass das Buch so viele verschiedene Abschnitte und Begriffe sammelt, erhält man einen breitgefächerten Einblick in die Religion. Im Gegenzug ist es natürlich nicht möglich, auf alle Punkte näher einzugehen und sie tiefergehend zu betrachten.  Zwischendurch musste ich wirklich schmunzeln und lauthals über die Kommentare des Autors lachen, die dem ganzen Thema eine gewisse Kritik und Hinterfragung beigesteuert haben.  Hier lässt sich jetzt jedoch darüber streiten, inwiefern manche Kommentare angebracht waren.  Das Buch ist gefüllt mit Ironie, nichts und niemand kann dieser entkommen und mir persönlich war es an manchen Stellen einfach zu viel des Guten und ich habe es daher eher stückchenweise gelesen, um mich wieder voll und ganz auf den ironischen Stil einlassen zu können. Ansonsten gehörten diese teils bissigen Anmerkungen für mich einfach dazu und gaben dem etwas anderen Sachbuch das gewisse Etwas, das ein humorvolles Lesen ermöglichte. Der Schreibstil ist sehr locker, jugendlich und modern und kann auch jüngeren Lesern, die sich gerne mit dem Thema befassen würden, auf eine etwas vereinfachte Art Informationen nahe legen. Für den Einstieg in das Wissen über den Islam oder einen ersten Einblick über nähere Details ist dieses Buch perfekt.  Kerim Pamuk schafft außerdem einen fließenden Übergang zwischen amüsanteren und ernsteren Themen und lässt den Leser nachdenklich werden. Während er gleichzeitig seine Meinung zum Besten gibt, die deutlich lesbar ist, gibt er einem die Möglichkeit, sich eigenen Gedanken zu den Themen zu machen und selber eine Meinung zu bilden. Fazit Insgesamt ist "Der Islam, das Islam, was Islam?" trotz des Humors und der Ironie - oder vielleicht gerade deshalb - sehr informativ und bringt dem Leser die Religion näher.  Durch den Schreibstil spricht er vor allem Jüngere an und bringt auch diese dazu, sich mit Interesse dem Thema zu widmen, das er unterhaltsam verpackt.  Brisantere Themen und häufig medial diskutierte, werden besonders angesprochen und dargestellt, um weit verbreitete Missverständnisse zu klären, beziehungsweise um aufzuklären. Ich kann das Buch wirklich empfehlen und hatte es auch in kurzer Zeit durchgelesen. Ist man jedoch schon näher mit der Religion vertraut oder wünscht sich etwas tiefergehendes, dient das Buch statt zur Information eher nur zu Unterhaltung, durch die abwechslungsreichen Darstellung von Kerim Pamuk. 

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Alles in allem ist dieses Buch dennoch gelungen. Dank dem Klappentext weiß jeder, worauf er sich einlässt, darum habe ich für den teilweise etwas harten Humor nur einen halben Punkt abgezogen. Der andere Abzug geht an den Preis. Leider finde ich das genau solche Bücher oftmals zu teuer angeboten werden. Ziemlich schade, denn dieses Thema wird immer wichtiger. Dennoch konnte ich mich gut amüsieren und weiß nun, was ich meiner Geschichtslehrerin zum Abschluss schenke ...

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