Leserstimmen zu
Ich bin nicht tot

Anne Frasier

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Klapptext Drei Jahre lang wurde Detective Jude Fontaine von der Außenwelt ferngehalten.Eingesperrt in einer unterirdischen Zelle hatte sie zu niemanden Kontakt außer ihrem sadistischen Entführer.Nach ihrer Flucht bleibt ihr nur ein unstillbares Verlangen nach Gerechtigkeit.Obwohl ihre Kollegen an ihrer psychischen Gesundheit zweifeln,nimmt sie ihre Arbeit in der Mordkommission wieder auf.Ihr neuer Partner,Detective Uriah Ashby,traut ihrer Zurechnungsfähig nicht,doch ein Killer ist unterwegs und ermordet junge Frauen.Die Detectives haben die Wahl:Sie müssen zusammenarbeiten,um den Psychopathen zu stellen,bevor er sein nächstes Opfer findet.Und niemand kennt sich mit Psychopathen so gut aus wie Jude Fontaine. Meine Meinung Dies ist mein erstes Buch von Anne Fraiser und ich muss sagen, ich bin sehr positiv überrascht worden beim lesen. Schon gleich der Anfang der Geschichte hat mich total gefesselt. Die Charakteren sind alle gut beschrieben worden, so konnte ich alles gut nachvollziehen. Jude empfand ich doch manchmal etwas Gefühlskalt, was ich aber erst im nachhinein, als ich mehr vom Buch gelesen habe, sehr gut verstehen konnte. Denn sie hat in ihrem Leben schon einiges hinter sich und da denke ich, das da so einige Gefühle bei ihr auf der Strecke geblieben sind. Sie hat einfach eine Schutzwand für sich aufgebaut um sich damit besser vor Gefühlen zu schützen. Ihr Partner Uriah Ashby glaubt nicht ganz so daran, das sie schon wieder bereit ist, ihren Job vernünftig ausführen zu können. Was ich auch gut verstehen kann, da sie 3 Jahre weg gesperrt war und ich glaube, das geht nicht an einem so spurlos vorbei. Doch auch wenn beide miteinander so kleine Probleme haben, werden sie doch noch ein ganz gutes Team. Ich muss sagen, die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite vorhanden. Auch den Schreibstil fand ich flüssig und leicht. Ich werde bestimmt weiter Bücher von dieser Autorin lesen und kann hier eine klare Lese-Empfehlung geben.

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Große Empfehlung

Von: Suse

02.08.2018

Sein Gesicht zu lesen war ihre gesamte Existenz Drei Jahre lang wurde Detective Jude Fontaine von der Außenwelt ferngehalten. Eingesperrt in einer unterirdischen Zelle hatte sie zu niemandem Kontakt außer ihrem sadistischen Entführer. Nach ihrer Flucht bleibt ihr nur ein unstillbares Verlangen nach Gerechtigkeit. Obwohl ihre Kollegen an ihrer psychischen Gesundheit zweifeln, nimmt sie ihre Arbeit in der Mordkommission wieder auf. Ihr neuer Partner, Detective Uriah Ashby, traut ihrer Zurechnungsfähigkeit nicht, doch ein Killer ist unterwegs und ermordet junge Frauen. Die Detectives haben keine Wahl: Sie müssen zusammenarbeiten, um den Psychopathen zu stellen, bevor er sein nächstes Opfer findet. Und niemand kennt sich mit Psychopathen so gut aus wie Jude Fontaine ... Meine Meinung: Oh mein Gott was für ein Buch. Schon der Klappentext hatte mich total angesprochen. Eine Frau die über eine lange Zeit festgehalten und misshandelt wurde, genau meins. Als ich anfing mit dem lesen, dachte ich noch das es ein Thriller wie jeder andere sein wird. Weit gefehlt. In diesem Buch wird so viel Spannung aufgebaut, die sich auch über die gesamte Länge des Buches hält. Die Protagonistin wächst einem so ans Herz. Man fiebert mit, man leidet mit ihr und hat ständig Angst um sie. Ein Buch was sich in meinen Augen absolut von anderen Thrillern abhebt. Der Schreibstil zieht einen sofort in das Buch und lässt einen nicht mehr los. Man möchte ab der ersten Seite immer wissen wie es weitergeht. Dieses Buch hat mich einfach nur beeindruckt und mit offenem Mund zurückgelassen. Eine riesen Empfehlung für alle Fans von Thrillern. Es lohnt sich hier wirklich und die Geschichte ist einfach toll. Spannend bis zum Ende.

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Inhalt Vor drei Jahren, als Detective Jude Fontaine grade versuchte das Verschwinden eines jungen Teenagers aufzuklären, wurde sie entführt und in einem Keller festgehalten. Doch nun ist ihr endlich die Flucht gelungen und sie fängt wieder bei der Mordkommission an. Gemeinsam mit ihrem neuen Partner Detective Uriah Ashby versucht sie den Fall um ein Mädchen zu lösen, dessen Ermordung versucht wurde als Selbstmord zu tarnen. Schnell vermutet Jude, dass mehr hinter dem Mord stecken könnte und dass es möglicherweise sogar eine Verbindung zu dem drei Jahre zurückliegenden Vermisstenfall gibt. Meine Meinung Auf den ersten Blick scheint Ich bin noch nicht tot ein Thriller zu sein, der nach Schema xy abläuft: ein Detective mit einer schwierigen Vergangenheit ist als einziger in der Lage Verbindungen zu sehen, die alle anderen übersehen und scheint dabei auch noch unnahbar und fehlerlos zu sein. Zum Glück trügt der Schein, denn Jude Fontaine ist alles andere als fehlerlos und perfekt. Die jahrelang andauernde Entführung hat tiefe Spuren in ihr hinterlassen, die in diesem Thriller wunderbar ausgarbeitet werden. "Es war, als hätte das, was sie durchgemacht hatte, ihr auf irgendeine Weise ihre Menschlichkeit geraubt." S. 33 Sie hat sich nicht nur äußerlich verändert, sondern auch charakterlich. Während sie früher für ihre offene und humorvolle Art bei ihren Kollegen sehr beliebt war, ist sie nun sehr zurückgezogen und distanziert. "Sie schaute nun auf die Welt wie durch ein Fenster. Sie fühlte sich mehr wie eine Beobachterin als wie eine Teilnehmerin, und in dieser Situation war das durchaus von Vorteil". S.148 Dadurch, dass ihr Entführer für drei Jahre lang ihr einziger Kontakt zur Außenwelt war, hat Jude ihre Fähigkeit, die Gestik, Mimik und Körperhaltung eines Menschens zu deuten, immer weiter ausgearbeitet, so dass ihr jetzt Dinge auffallen, die andere übersehen. Und das ist in ihrem aktuellen Fall sehr hilfreich und das wurde sehr angenehm dargestellt: nämlich nicht als eine übersinnliche Fähigkeit, sondern als Ergebnis ihrer reizlosen Umgebung während ihrer Gefangenschaft. Was ich auch als äußerst gelungen empfunden habe ist die Entwicklung der Partnerschaft zu ihrem Kollegen Detective Uriah Ashby. Während er ihr gegenüber zu anfangs noch große Skepsis zeigt, entwickelt sich langsam aber sicher eine vertrauensvolle, freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden ohne, dass es in irgendeiner Form künstlich erscheint. "Ich frage mich, warum wir immer so hart zu unserem alten Ich sind", überlegte Uriah. "Wir sollten dankbar sein und den Menschen wertschätzen, der wir einmal gewesen sind." S.53 Der einzige negative Aspekt, der mir an dem Buch aufgefallen ist, ist dass der Fall wenig überraschendes zu bieten hatte. Vermutungen, die ich schon sehr früh hatte, haben sich bewahrheitet und der Fall hätte ein bisschen mehr Spannung, ein bisschen mehr Oha-Momente vertragen können. Alles in Allem ist "Ich bin noch nicht tot" ein wirklich guter Thriller, der von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

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Meine Meinung: Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, es ist kein 0815-Thriller! Und das, obwohl es ein Ermittlerthriller ist :-D Der Schreibstil ist flüssig lesbar und man ist direkt in der Story drin. Mit den Charakteren muss man zwar erstmal warm werden, aber dann wachsen sie einem, ohne es zu merken, ganz schnell ans Herz. Man sollte hier jedoch keinen rasanten Thriller erwarten! Die Spannung hält sich ganz seicht, sodass sie kaum da ist, aber man das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen kann. Dies liegt aber auch an den verkorksten, jedoch liebenswerten, Protagonisten. Die anfangs den Anschein machen, nicht miteinander warm zu werden, sich dann doch ähnlicher sind als es auf den ersten Blick ausgesehen hat. Die Kombi der Beiden hat mir dann doch sehr gut gefallen! Obwohl alles erstmal den Anschein macht, als hätte es nichts miteinander zu tun, setzt sich das Puzzle zum Schluss gänzlich zusammen ohne Fragen zu hinterlassen. Ich lag zwar mit meiner Vermutung nicht ganz verkehrt, aber auf dieses Gesamtkonstrukt wäre ich so nie gekommen! Eine wirklich toll ausgetüftelte Story! Generell macht das ganze Buch den Eindruck, dass es sich um einen Reihenauftakt handelt. Bisher habe ich leider kaum etwas dazu gelesen, was dies bestätigt, aber ich bin guter Dinge :-) Fazit: Wer auf verkorkste Ermittlertypen steht ist hier richtig! Trotz der sehr seichten Spannung zieht das Buch einen in seinen Bann und man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht. Wer keinen rasanten Thriller erwartet, wird auch nicht enttäuscht und bekommt eine ausgeklügelte Story, die einem zum Schluss die Kinnlade runterfallen lässt ;-) Von mir gibt es daher 3,5/5 Sterne!

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Folgendes kennzeichne ich nach § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: € 9,99 [D] inkl. MwSt. € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-43906-1 Erschienen: 13.11.2017 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ich-bin-nicht-tot/Anne-Frasier/Heyne/e518537.rhd Zum Inhalt: Sein Gesicht zu lesen war ihre gesamte Existenz Drei Jahre lang wurde Detective Jude Fontaine von der Außenwelt ferngehalten. Eingesperrt in einer unterirdischen Zelle hatte sie zu niemandem Kontakt außer ihrem sadistischen Entführer. Nach ihrer Flucht bleibt ihr nur ein unstillbares Verlangen nach Gerechtigkeit. Obwohl ihre Kollegen an ihrer psychischen Gesundheit zweifeln, nimmt sie ihre Arbeit in der Mordkommission wieder auf. Ihr neuer Partner, Detective Uriah Ashby, traut ihrer Zurechnungsfähigkeit nicht, doch ein Killer ist unterwegs und ermordet junge Frauen. Die Detectives haben keine Wahl: Sie müssen zusammenarbeiten, um den Psychopathen zu stellen, bevor er sein nächstes Opfer findet. Und niemand kennt sich mit Psychopathen so gut aus wie Jude Fontaine ... Zur Autorin: Anne Fraiser ist eine New York Times und USA Today Bestsellerautorin. Sie teilt ihre Zeit zwischen der Stadt Saint Paul in Minnesota und ihrem Schreibstudio im ländlichen Wisconsin auf. Meine Meinung: Ich bin durch den Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst allerdings in keinster Weise meine Meinung. Der Einstieg ist mir recht gut gelungen. Man lernt die Detective Jude Fontaine kennen, die sich nach drei Jahren Gefangenschaft befreien konnte. Nun kehrt sie zu ihrer Dienststelle zurück. Obwohl eigentlich allen klar ist, dass sie traumatisiert ist, wird die im neuesten Fall hinzugezogen, weil man auf ihre Erfahrung mit Psychopathen angewiesen ist. Es ging eine ganze Zeit lang eigentlich nur die Hauptprotagonistin Jude, wie es ihr geht, wie sie sich befreien konnte etc. Ich muss aber sagen, dass es von Anfang von Ende sehr interessant und spannend war. Es war in diesem Fall einfach passend, Jude näher kennen zu lernen. Der Fall an sich, der sich daran anschließt, war auch sehr spannend erzählt. Mein Fazit: Alles in allem war dies ein sehr interessanter und von Anfang bis Ende fesselnden Thriller. Ich kann hier auf jeden Fall eine Kauf- und Leseempfehlung geben. Von mir bekommt das Buch 4-4,5 Sterne.

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Meine Zusammenfassung: Jude Fontaine hat es endlich geschafft; sie konnte ihrem Peiniger entkommen. Dank eines Stromausfalls, konnte sie fliehen und nicht nur das; sie konnte ihn töten. Nach drei Jahren Gefangenschaft in der Zelle eines Fremden, flieht sie raus in die Kälte. Nicht wissend, wo sie sich befindet, greift sie ein Taxi auf, welches zufällig vorbeikommt. Da der Taxifahrer sie für eine Obdachlose hält, bedroht sie ihn mit der Waffe, mit der sie ihren Peiniger erschossen hat, damit er sie mitnimmt und gibt ihm die Adresse von ihrem alten Zuhause. Zuhause angekommen, kann sie es kaum erwarten, Eric wiederzusehen. Eric, die Erinnerung an ihn hat sie in diesem Verlies die Hoffnung nicht verlieren lassen, ihn bald wieder in die Arme schließen zu können und wieder ein normales Leben zu führen. Doch als dieser die Tür öffnet, ist er nicht alleine. Neben ihm steht eine fremde Frau. Eric hat nicht auf sie gewartet … Ihren Schock darüber lässt sie sich nicht anmerken, und macht daraufhin das einzig richtige; sie geht zur Polizei, obwohl sie kurz mit dem Gedanken spielt, zu ihrem sadistischen Entführer zurückzukehren … Auf der Polizeiwache angekommen, kann keiner glauben, dass es sich bei dieser ausgemergelten Person um die ehemalige Detective Jude Fontaine handelt. Detective Uriah Ashby nimmt sich dem Fall von Jude an und versucht gemeinsam mit ihr das Haus in dem sie all die Jahre gefangen war zu finden. Es dauert nicht lange, bis Jude sich soweit erholt hat, dass sie wieder zurück in die Mordkommission geht. Zu allem Überfluss wird sie Detective Ashby als Partnerin zugeteilt, der alles andere als zufrieden damit ist, wo doch jeder daran - inklusive ihm - zweifelt, dass sie psychisch und gesundheitlich in der Lage ist, wieder bei der Mordkommission zu arbeiten. Auch Detective Grant Vang, ihr ehemaliger Partner bevor sie entführt wurde, ist besorgt. Als Jude und Uriah dann auch noch in einen Fall geraten, bei dem mehrere Teenagerinnen tot aufgefunden werden, ist das Chaos perfekt. Dann tauchen auch noch ihr Bruder und ihr Vater wieder in ihrem Leben auf, vor denen sie damals mit sechzehn geflüchtet ist in der festen Überzeugung, dass ihr Vater ihre Mutter umgebracht hat. Gibt es da einen Zusammenhang und wenn ja, welchen? … Meine Meinung: Eine intensive Geschichte um Entführungen, Folter, Mord und Psychopathen. Es war interessant zu verfolgen, wie die einzelnen Handlungsstränge ineinander übergreifen und wie sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen. Die Protagonistin Jude Fontaine spielt dabei eine sehr große Rolle. Durch ihre jahrelange Gefangenschaft in einem dunklen Keller haben sich ihre Sinne so stark weiterentwickelt, dass sie fast schon aus den Toten lesen kann. Sie ist quasi die einzige, die sich in die verschiedenen Situationen hineinversetzen kann und somit zu einer besseren Polizistin wird. Dennoch ist sie nicht ganz unbefangen, gab es doch in ihrer Vergangenheit ein einschneidendes Ereignis, als ihre Mutter starb. Auf ihren Partner Uriah wirkt sie sehr gelassen, ein wenig zu gelassen, sodass er Zweifel hegt, ob es jetzt schon, wenn nicht sogar jemals, an der Zeit ist, in die Mordkommission zurückzukehren. Denn auch er hat sein Päckchen zu tragen; jedoch soll dies ein Geheimnis bleiben. Doch lässt sich Jude nicht beirren und folgt weiterhin ihrem Gerechtigkeitssinn, um die Fälle um die toten Mädchen zu lösen. Es ist spannend zu verfolgen, wie sich Jude entwickelt und wie sie trotz aller Zweifel daran festhält, dass sie es schaffen kann. Sie hat so viel durchgemacht und kämpft trotzdem weiter, was zeigt, was für einen starken Charakter sie hat. Wenn ich nicht hätte schlafen müssen, hätte ich dieses Buch vermutlich in einem Zug verschlungen. Mein Fazit: Klare Kaufempfehlung! Ich bin nicht tot ist ein spannender Thriller, der einen packt und mit sich reißt. 5 von 5 Sternen.

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Ich habe mich sehr auf diesen Thriller gefreut, weil mich der Klappentext gefesselt hat. Ich freue mich sehr darüber, dass ich sagen kann, dass mich die Geschichte ebenso in ihren Bann gezogen hat. Polizeibeamtin Jude gerät in Gefangenschaft eines Sadisten. Schon zu Beginn wird man in eine Szene gezogen, die zeigt, welche Qualen sie in ihrem Gefängnis erleiden muss. Nebenbei verfolgt man die spannenden Ermittlungen, denn ein weiterer Täter treibt draußen sein Unwesen. Die Geschichte wird durch einen Erzähler erzählt, der hautnah von Jude, Uriah und dem Täter berichtet. Der Spannungsbogen ist konstant hoch und kann noch mit einigen krassen Ausschlägen nach oben dienen. Was mich sehr gefreut hat, waren die überraschenden Wendungen, die Anne Frasier hier eingebaut hat. Immer, wenn man denkt, man weiß jetzt, wo es lang geht, dreht sich die Geschichte wieder. Jude als Protagonistin hat zwar sehr gut gefallen, aber ich fand sie manchmal doch ein wenig zu beherrscht, für die Traumatisierung die sie erlebt hat. Das kann vielleicht an ihrer Arbeit als Ermittlerin liegen, aber es ist mir beim Lesen trotzdem aufgefallen. Uriah ist ein sehr sympathischer Partner, er ist sehr kollegial und zuverlässig, obwohl er Jude anfangs nicht traut. Er fühlt mit ihr mit, kann ihr aber auch einen Tritt in den Allerwertesten verpassen, wenn es denn sein muss. Der Schreibstil ist thrillergerecht spannend und fesselnd von der ersten Seite an. Schonungslos beschreibt Anne Frasier die Ereignisse und das Leiden, dass Jude durchleben muss. Deswegen würde ich sagen, dass dieser Thriller nichts für Thrilleranfänger und allzu Zartbesaitete ist.

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Wie man sich täuschen kann. Ganz unten im Stapel lag es, weil der Rezensent dachte, ihn würde ein weiterer Thriller von der Stange erwarten. Hätte er vorab einmal die erste Seite gelesen, wäre das Buch wohl längst besprochen worden... So viel wie der Klappentext verrät, muss gar nicht erzählt werden, denn in diesem Thriller zählt nicht nur die Geschichte. Eindringlich genug ist sie auf jeden Fall, doch weitaus bewegender ist die Art und Weise, wie sie erzählt wird. Anne Frasier ist es nicht nur gelungen, sich in die Situation von Detective Jude Fontaine halbwegs hineinzuversetzen. Vielmehr ist es fast so, als ob sie jene Ereignisse selbst erlebt hätte. Leserinnen und Leser erwartet somit ein beklemmender Realismus, zumal es ähnliche Fälle tatsächlich gegeben hat. Dennoch ist es nicht wirklich vorstellbar, was Menschen in Gefangenschaft tatsächlich mitmachen und ertragen müssen. Irgendwann hört man wohl tatsächlich auf zu schreien, sobald man erkannt hat, dass es wenig Sinn macht. Polizistin Jude wurde entführt und in eine winzige Zelle eingesperrt. Um diesen Albtraum zu überstehen, müssen gewisse Mechanismen entwickelt werden. Es gilt zu überleben und nicht verrückt zu werden. Sie muss aufgeben, "über die Welt außerhalb der fensterlosen Kammer nachzudenken". Dies zu beschreiben gelingt der Autorin auf beklemmende Weise. In Gefangenschaft schärfen sich Judes Sinne. Sie lernt im Dunkeln zu sehen, hört das kleinste Geräusch und bildet ihren Geruchssinn aus. Ihr Leben in der schalldichten Kammer ist kein Vergleich zu "den Schwingungen der Welt". Kaum entkommen, überwältigt sie eine Flut von Sinneseindrücken in einem Taxi. Selbst Kleinigkeiten, wie beispielsweise "die Art, wie sich der Sitz an der Rückseite ihrer Beine anfühlt ...". Die Welt scheint fortan zweigeteilt zu sein, denn es gab ja auch die Zeit, "bevor sie gestorben" ist. In gewisser Weise. Doch tot ist sie ja wahrlich nicht - womit bereits auf Seite 44 das Buch seinem Titel gerecht wird. Was sich in anderen Geschichten am Ende ereignet, passiert in "Ich bin nicht tot" also zu Beginn. Die Flucht gelingt. Doch die Erlösung ist sie nicht, denn nun beginnt das in diesem Zusammenhang völlig Unerwartete. Und dabei ist das Thema Würde nur eines der Probleme. Opfer leiden zweimal. "Einmal durch die Handlungen des Täters und einmal durch die Reaktion der Außenwelt." Und so, wie das Buch den gewohnten Verlauf auf den Kopf stellt, gibt es Überraschungen und unerwartete Wendungen ebenfalls nicht erst am Schluss des Buches. Dinge passieren, so unbegreiflich sie sein mögen. Ein Heruntererzählen ist es jedoch wahrlich nicht, denn immer wieder rückt die Autorin die Zerbrechlichkeit ihrer Figuren in den Vordergrund. Deren traumatische Vergangenheit - Jude ist mit ihrem Kummer nicht allein - stehen im Vordergrund, sowie die Interaktionen mit Kollegen und Angehörigen der Opfer. Die Intensität der Worte, mit welcher Anne Frasier das Undenkbare zu beschreiben versucht, die schon fast hilflos erscheinenden Versuche, nach schwersten Demütigungen und Traumatisierungen, sowie nach dem Teufelskreis aus Schuldgefühlen wieder ein normales Leben zu versuchen, lassen keine Sekunde Zweifel an Glaubwürdigkeit aufkommen. Ein Thriller, der nicht nur einen Fokus auf die Straftaten selbst, sondern sich auch und vor allem mit deren Folgen auseinandersetzt. Der sozialkritische Touch sorgt ebenfalls dafür, dass sich "Ich bin nicht tot" deutlich von der Masse der Neuerscheinungen des Genres abhebt.

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