Leserstimmen zu
Sommernachtsträume

Mary Kay Andrews

(0)
(2)
(0)
(0)
(0)
Hörbuch CD
€ 14,99 [D]* inkl. MwSt. | € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Ich bin ein großer Fan der Autorin und vor allem von den Hörbüchern. Rike Schmid, die Sprecherin, gehört für mich zu den Mary Kay Andrews Büchern dazu. Bisher haben mich alle Geschichten der Autorin total begeistert. Hier war ich nicht ganz so überzeugt. Ich denke es lag vor allem daran, dass ich bisher nur ungekürzte Hörbücher der Autorin gehört habe. Dieses hier war nun aber plötzlich gekürzt und ich finde, dass hat man dem Buch deutlich angemerkt. Dazu aber später noch mehr. Inhaltlich geht es um die Mutter (Riley) eines 12jährigen Mädchens (Meggie). Beide sind auf dem Weg in die Sommerferien auf eine kleine Insel, wo auch die Familie von Riley lebt. Eigentlich sollte auch Rileys Mann mit von der Partie sein, nur erscheint er nicht auf der Fähre. Schnell wird klar, dass das Paar schon lange keine wirkliche Beziehung mehr führt und sie in diesem Urlaub ihrer Tochter gestehen wollten, dass sie sich scheiden lassen. Dazu kommt es nicht mehr, da Wendell (Rileys Mann) ermordet wird. Schnell stehen Riley und ihre Familienmitglieder im Fokus der Ermittlungen und Riley hat alle Hände voll mit ihrer pubertierenden Tochter zu tun, die mit dem Tod des Vaters nur schwer umgehen kann. Das klingt jetzt zwar alles wie ein Krimi, aber es geht viel mehr um den Familienzusammenhalt, kleinere Dramen, Kindererziehung und auch um Liebe. Letzteres kam dieses mal aber leider viel zu kurz . Das die Liebesgeschichte nicht wirklich im Vordergrund steht, ist recht typisch für Mary Kay Andrews, aber das hier war einfach zu wenig. Vielleicht zeigt sich hier aber auch schon das erste Problem der gekürzten Fassung. Man bekommt gar nicht dieses 'Funken-Sprüh“-Gefühl oder ähnliches. Es dauert lange bis Riley sich auf Nate einlässt, dann gibt es die typischen kleinen Dramen (Da ist ist Autorin sehr vorhersehbar, was mich aber nicht stört) und dann endet alles ganz merkwürdig abrupt. Sowohl die Liebesgeschichte, als auch die ganze Handlung um die Suche nach dem Mörder werden so Knall auf Fall aufgelöst, dass man das Gefühl hat, die Autorin wollte das Buch nur noch rasch beenden. Gerade die Eröffnung des Mörders kommt so aus heiterem Himmel und machte für mich kaum Sinn. Vieles wurde nicht mehr richtig aufgelöst. Das betraf große Handlungsabschnitte, wie die Liebesgeschichte und den Mord, aber auch kleine Dinge, wie einen Streit von Meggie mit ihrer angeblich allerbesten Freundin. Ich habe sogar die letzten Titel noch einmal gehört, weil ich dachte, ich hätte etwas übersprungen. Die Mordgeschichte hat diesen Familienroman spannend gehalten. Es ging nie in Richtung Krimi, (Gott, sei Dank) aber man rätselte weiter mit, wer es nun war und warum. Das Zwischenmenschliche hat mich auch wieder begeistert. Das kann die Autorin einfach. Die Beziehung zwischen Riley und ihrer Tochter ist zwar nicht einfach, aber so ist das mit Teenagern gewöhnlich und ich finde, dass wurde sehr gut dargestellt. Es gab einige interessante Nebencharaktere wie Rileys Bruder und dessen Ehemann Scott und auch Tante Ruth war sehr individuell. Das peppte die Story zusätzlich auf. Die Liebesgeschichte konnte mich, wie schon gesagt, nicht so überzeugen wie andere Geschichten der Autorin. Sicher war es von Anfang an etwas schwierig, da Riley ja gerade Witwe geworden ist und sie Nate bereits aus Jugendtagen kannte und eher schlechte Erinnerungen dazu hatte. Es hätte allerdings alles besser wirken können, wenn das Ende nicht so abrupt gewesen wäre. Ob dies nun an der gekürzten Fassung liegt, kann ich nicht sagen. Mal abgesehen davon, dass ich es schade finde, dass das Hörbuch gekürzt wurde, würde ich trotzdem jederzeit wieder zum Hörbuch greifen. Die Sprecherin, Rike Schmid, liest die Geschichten von Mary Kay Andrews so überzeugend. Man kann vollkommen abtauchen in diese Welt und ich war nie verwirrt, wer da jetzt sprach, weil man alle Charaktere stimmlich gut unterscheiden konnte. Da gehört Rike Schmid für mich zu den Besten. Sie übertreibt es nie, liest in einem angenehmen Tempo und hat eine schöne, ruhige Stimme. *Fazit:* 4 von 5 Sternen Alles in allem hat mir die Geschichte gut gefallen, auch wenn sie mit den anderen Büchern der Autorin nicht mithalten konnte. Schade fand ich, dass das Hörbuch gekürzt war und man dem Buch dies auch anmerkte. Das Ende war leider sehr abrupt und einige Dinge wurden für mich nicht deutlich genug geklärt. Die Sprecherin gehört für mich zu den Geschichten von Mary Kay Andrews mittlerweile dazu und auch hier machte sie ihre Arbeit wieder ausgezeichnet.

Lesen Sie weiter

Dies war das erste Mal, dass ich eins von Mary Kay Andrews Romanen als Hörbuch „gelesen“ habe. Als ziemlich großer Fan von ihren Romanen war ich auf das Erscheinen dieses Romans sehr gespannt. Sobald man die erste CD einlegt, hat man auch direkt ein Gefühl von Sommerurlaub, auch wenn der Inhalt des Romans die meiste Zeit nicht sehr harmonisch daherkommt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Riley Griggs, die dabei ist sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Sie und ihr Bald-Exmann Wendell wollen dies während eines letzten gemeinsamen Urlaubs der gemeinsamen Tochter mitteilen. Allerdings kommt alles ganz anders, als Riley denkt. Wendell taucht nicht auf der Fähre auf und auf der Insel muss sie dann feststellen, dass die Bank nicht nur ihr gemeinsamen Haus gepfändet hat, sondern er kurz darauf auch tot aufgefunden wird. Während der Ermittlungen zu Wendells Tod stellt sich dann auch noch raus, dass dieser in dunkle Geldgeschäfte verwickelt war. Neben ihrer besten Freundin, ist Rileys Jugendliebe Nate ihr eine große Hilfe nach dem Tod ihres Mannes. Dabei kommen auch alte Gefühle wieder auf. Dies war mein erstes Hörbuch mit Rike Schmid als Sprecherin. Generell fand ich ihre Erzählweise auch überaus gefühlvoll. Insbesondere Riley und ihre Tochter waren besonders gut dargestellt. Vor allem bei Rileys Tochter Maggie überzeugt sie mit zwischenzeitlich immer wieder perfekt anmutenden Präteenagerallüren. Allerdings muss ich gleichzeitig auch sagen, dass mich Rike Schmids Sprechweise von Nate die meiste Zeit er gestört hat, da er im Gegensatz zur Darstellung im Roman ziemlich launisch daherkommt. Dieser Roman ist voller Emotionen und beinhaltet mehr Spannung, als es der Klappentext vermuten lässt. Statt sich auf Liebesverwicklungen zu konzentrieren, liegt das Hauptaugenmerk der Autorin vielmehr in den familiären Verstrickungen von Rileys Familie und der Bewohner der Insel und den Ermittlungen zu Wendells Machenschaften. Mary Kay Andrews schafft es erneut einen als Leser zu faszinieren und in ihren Bann zu ziehen. Im Roman jagt eine Spannungsspitze die Andere, so dass eine fortwährende Spannung erzeugt wird. Die Handlung nimmt immer wieder neue Wendungen. Und auch wenn einiges ziemlich vorhersehbar ist, trübt dies dem Lese- bzw. Hörvergnügen nur wenig, da dies von den interessanten und abwechslungsreichen Charakteren wieder wett gemacht wird. Lediglich das Ende enttäuscht ein wenig. Nachdem die Autorin die Geschehnisse zunächst in ausführlicher Breite wiedergibt, hatte ich am Ende, dass Gefühl, dass die Autorin schnell zum Ende kommen wollte. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und auch wenn der Mord an Wendell aufgeklärt wird und dies eigentlich für mehr Dramatik hätte sorgen können, verläuft sich dies ein wenig im Sande. Und auch wenn Riley letztendlich ihr eigenes Happy End erlebt, kommt dieses auch überstürzt und macht so nicht so ganz Sinn. Dies ist eine interessante Geschichte mit einem etwas zu plötzlichem Ende, der Fragen offen lässt. Das überstürzte Ende sorgt leider dafür, dass am Ende ein leicht bitter Beigeschmack bleibt und ein wirklich tolles Buch etwas abgewertet wird. Note: 2 —

Lesen Sie weiter