Leserstimmen zu
Comfort Food

Russel Norman

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Hardcover
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"Comfort Food" Gute-Laune-Küche aus New York ist mehr als nur ein herkömmliches Kochbuch. Schon das atemberaubende Cover entführt den Leser nach New York. In diesem außergewöhnlichen Kochbuch dürfen wir "Entdecken", "Genießen" und "Bewundern. Zum "Entdecken": Hier entführt uns der Autor Russell Norman in tolle Gegenden, und zwar West Village, Greenwich Village, Meatpacking District. Dann machen wir einen Abstecher nach Little Italy, NoLIta und SoHo. Weiter gehts nach Lower East Side, Chinatown, TribeCa und zu guter Letzt Williamsburg. All diese herrlichen Entdeckungsreisen werden mit traumhaften Bildern von Jenny Zarins begleitet. Wir lernen die unterschiedlichsten Restaurants kennen. Man weiß wirklich nicht, wo man zuerst einkehren soll. Nun können wir "Genießen". Wunderbare Rezepte, die alle einfach zum Nacharbeiten sind, werden uns vorgestellt. Zu jedem dieser Rezepte gibt es noch ein ansprechendes Bild, so dass man gleich selbst den Kochlöffel schwingen will. Es gibt viele unterschiedliche Rubriken, wie Brunch, Spuntini & Toasts, Pizette, Salate und Dressings, Slider (interessant zu erfahren, was einen echten Slider ausmacht), Fischgerichte, Fleischgerichte, Desserts und Drinks. Man kommt wirklich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und nun mein letzter Punkt "Bewundern". Bewundern muss man schon die Aufmachung des Buches, die etwas ganz besonderes ist. Bewundern muss man auch all die genialen Bilder mit denen man eine Reise durch die Weltmetropole machen kann. Bewundern muss man einfach das herausragende Gesamtpaket, für das ich sehr gerne 5 Sterne vergebe.

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Russell Norman hat mit diesem Buch einen Restaurantführer, ein Kochbuch und einen Fotoband durch das faszinierende New York geschaffen. Die stimmungsvollen Fotos von Jenny Zarins zeigen ein authentisches New York, weit ab der kitschigen Postkartenmotive. Köche und Kellner bei der Arbeit, dampfende Gullideckel, Pubbesucher im Spiel, Obst- und Gemüseverkäufer bei der wohlverdienten Zigarettenpause. Sie arbeitet viel mit Lichteffekten. Das macht die Aufnahmen unglaublich spannend mit ganz viel Atmosphäre. Nichts ist gestellt, alles relaxed. Man fühlt sich mittendrin und sauwohl. Die Bilder zu den Rezepten sind schön in Szene gesetzt, ohne drapiert zu wirken. Alles wirkt ehrlich und ungekünstelt. So sind auch die Rezepte, angefangen beim Brunch, den Spuntinis und den Toasts über die Pizzetis, Salate und Fischgerichte raffiniert in ihrer Schlichtheit. Der Einfluss der italienischen und asiatischen Küche ist unverkennbar. So wird viel mit Panko-Paniermehl gearbeitet, eine Variante aus der japanischen Küche, das selbst Speisen mit schlechtem Ruf wie z.B. Kroketten in eine völlig andere Geschmacksklasse hebt. Kartoffelsalat erhält mit der richtigen Sorte einen nussigen Touch und Tintenfisch wird mit Kichererbsen geerdet. Die Nachspeisen schließlich sorgen für ein wahres Geschmacksfeuerwerk. Vom mächtigen Schokoladenkuchen mit Bourbon und Pekannüssen über Lorbeereis mit Pistazien-Cantuccini (zum Reinlegen) bis zur leichten Götterspeise mit Blutorange & Campari ist für jeden Gusto etwas dabei und in jedem Fall eine Sünde wert. Kulinarische Spaziergänge durch Greenwich Village, Little Italy oder Chinatown, um nur einen kleinen Teil zu nennen, zeigen die Vielschichtigkeit des Metropole und machen aus diesem Buch viel mehr als nur ein Kochbuch. Ein in einer aufwendigen Bindetechnik umwerfend schön gestaltetes Buch, die Fotos atmosphärisch dichte Kunstwerke, die Rezepte lecker, ungewöhnlich und doch nie zu kompliziert und die kulinarischen Spaziergänge ein Einladung, die Vielschichtigkeit New Yorks kennen zu lernen. Wunderschön.

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Ich war bisher zwei Mal in New York. Die Stadt hat es mir wirklich angetan. Nicht nur, dass man sort sehr viel sehen und erleben kann, auch kulinarisch hat New York Spass gemacht. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass im Prestel Verlag das Buch Comfort Food - Gute-Laune-Küche aus New York erschienen ist. Mit fast 300 Seiten ist das Buch ein richtig dicker Schmöker. Der Rosegoldene Aufdruck macht es auch zu einem Hingucker, von außen wirkt es sehr hochwertig. Innen ist das Buch grob in zwei Bereiche aufgeteilt: Entdecken und Geniessen. Während letzterer für Rezepte aller Art steht, geht es in Entdecken um die einzelnen Stadtteile New Yorks, die kulinarisch besonders hervorstechen, wie zum Beispiel NoLIta und Williamsburg. Was die Rezepte angeht, so erwarten einen Brunch-Rezepte, Slider, Fisch- und Fleischgerichte, Desserts und vieles mehr. Das Buch ist auf angenehme Art gebunden, so dass es leicht aufgeschlagen liegen bleibt und das ist natürlich beim Kochen Gold wert. Das Essen ist ansprechend fotografiert - beim Durchblättern habe ich richtig Hunger bekommen nach all den Köstlichkeiten. Durch Stadtteile wie Little Italy und Little China ist New Yorks Küche natürlich sehr abwechslungsreich und das spiegeln die Rezepte wider: Frittierte Reisbällchen, Pistazien-Chessecake und Klippfisch-Toast sind nur drei aus sehr vielen kreativen Rezepten. Als Geschenk oder zum Eigenbedarf, Comfort Food ist ein tolles Buch mit vielseitigen Rezepten, das auch noch einen Einblick in New Yorks szenigste Viertel bietet. Rundum gelungen!

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Das Buch „Comfort Food“ lässt sich schwer einorden, es ist Kochbuch, Reisebericht und Liebeserklärung in Einem. Russell Norman erzählt hier über seine Bewunderung für New York abseits der Touristenpfade und das sensationelle Essen, was er dort kennengelernt hat. Das Buch ist nicht nur voller kulinarischer Leckerbissen, sondern macht mit seinen Momentaufnahmen aus New York Lust auf diese Stadt. Okay, da werden jetzt einige sicher einwenden, dass jeder Lust auf New York hat. Aber erinnert euch, ich habe da meine ganz eigene Meinung zu dieser Metropole. Doch jetzt ist mir klar, mir hat einfach dieses Buch aus dem Prestel Verlag gefehlt. 😉 Schon das Cover ist so cool und wenn ihr erstmal die ersten Seiten durchgeblättert habt, ist klar: Ihr wollt sofort „Comfort Food“ verspeisen und dazu braucht ihr nun nicht erst bis zum nächsten New York Trip zu warten. Mit „Comfort Food“ holt ihr euch „Die gute Laune Küche aus New York“ direkt in eure Küche. Dieses Buch wartet schon viel zu lange auf meine Rezension, aber da es wirklich 120 herrliche Wohlfühlrezepte enthält, ist es auch perfekt für die Herbst- und Wintermonate. Während dann eure Pizetta mit Feigen-, Coppa- & Gorgonzola oder auch eine mit Fenchel-, Chili & Kapernäpfel im Ofen backt, schaut ihr euch die New York Fotos von Jenny Zarins an und träumt ihr euch nach Little Italy, SoHo, Williamsburg oder wo uns dieses Kochbuch sonst noch so hinführt. Nebenbei erfahrt ihr dann auch noch was ein Slider ist oder wie ihr gefüllte Oliven frittiert. Und allerlei über die besten Foods in Big Apple. Das Buch und seine Rezepte solltet ihr euch auf keinen Fall mit hungrigem Magen anschauen. Dann kann ich für nichts garantieren! Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, die Fischgerichte sind sensationell und auch die Salat- und Dressingvariationen haben uns überzeugt. Richtig cool fand ich die Brunch-Ideen, da bekommt man direkt Lust, Freunde einzuladen und sie kulinarisch nach New York zu entführen. 😉 Ein Koch wie Russell Norman kann natürlich auch Desserts und was für welche? Was haltet ihr von einem Erdnussbutter & Fruchtgelee-Sandwich, oder von einem Armen Ritter mit Vanille? Der Koch und Restaurantbesitzer verwendet in seinen Süßspeisen oft Alkohol, aber wir haben immer eine Alternative gefunden und unsere Brownies ganz ohne Bourbon gebacken. Für die Erwachsenen gibt es am Ende des Kochbuches eine Menge leckerer Drinks, also die Cocktailstunde ist eröffnet, Mami und Papi! Keine Sorge, ich wachse hier jetzt nicht unter Alkoholikern auf, aber in der Vorweihnachtszeit gibt es doch die ein oder andere Cocktailrunde. Für mich natürlich immer die Virgin Variante. 😉 Und da Russell Norman seine eigene Gute-Laune-Küche mitten in London aufgemacht hat, ist wohl auch klar, wo wir bei unserem nächsten Besuch in meiner Lieblingsstadt unbedingt hin müssen. Wir werden dann also im Februar im „Spuntino“ ausprobieren, wie New York in London schmeckt. Ich freue mich schon! 😉

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Eine kurze, aber anregende Vorrede und dann hinein ins Vergnügen, bis zur letzten Seite, so kann man von außen betrachtet dieses Rezeptbuch der „anderen Art“ (was die Rezepte angeht) beschreiben. Einige atmosphärisch dichte Bilder und ein einleitender Text vermögen es ohne Weiteres, den Leser „abzuholen“ und in das brodelnde New York zu versetzen. All die Serien und Filme, mit denen die Welt fast „geflutet“ wird, all die Diners, in denen die Schauspieler sich bewegen und die Handlungen immer wieder auf Streifzug vorbeikommen, tauchen vor dem inneren Auge des Lesers umgehend auf. Und da geht es nicht nur um den allseits vorhandenen „Hamburger“ oder das „Steak“. Bruch, Breakfast, Diner, Lunch, Apple Pie und Armer Ritter, das Rezeptbuch ist Seite für Seite gefüllt mit einer hohen Vielfalt an Anregungen, Gerichten, Ideen. Salbei-Chilli-Eier? Linsen mit Sardellen und weichgekochtem Ei? Klippfisch-Toast? Oder exotischer? Ein Entenleber & Zweibel-Marmeladen-Crostini? Kartoffel-Sardellen-Brennessel-Pizzetta? Klar, auch der „Chipotle-Cheeseburger“ könnte eine Alternative sein, aber ein „Garnelen-Po-Boy-Burger sieht, zumidnest auf dem Foto im Buch, noch anregender und appetitlicher aus, als so ein Fleischburger es hinbekommt. Eine gewisse innere Ordnung erhält das Rezeptbuch nicht nur durch die verschiedenen Tageszeiten, viel eher noch durch bestimmte Zutaten (zu Beginn Eier oder auch die erwähnten Pizzettas), die vielfachen Variationen und interessanten Kombinationen Seite für Seite vor den Augen vorbeiziehen. Die Rezepte an sich sind klar nachvollziehbar, Mengenangaben und Zutaten genau benannt, ebenso, wie die Zubereitungsweise natürlich abschließend ihren Platz hat. In der Regel ergibt eine Doppelseite ein Rezept (mit Bild und Text), ergänzt durch Drinks und kleinere „Zugaben“, so dass bei 295 Buchseiten gut 120, 130 Rezepte ihren Platz finden. Zu erwähnen ist noch das Glossar, mit dem jedes einzelne Rezept umgehend zu finden ist (wenn man sich einmal in Ruhe durch die Lektüre orientiert hat, was je interessant sein könnte). Nicht nur „mal was anderes“, sondern als Rezeptbuch und von den Speisen her durchaus ein neuer, anregender Ansatz, der die Vielfalt der Stadt und der darin verschmelzenden Kulturen ebenso aufzeigt, wie das, was da den Tag über gerne und viel gegessen wird.

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In dem Buch hat der Restaurantchef aus New York seine liebsten Wohlfühlgerichte gesammelt, die es auch bei ihm im Restaurant gibt. Das Konzept von Spuntino ist es, die amerikanische Interpretation italienischer Gerichte in einer einfachen Umgebung zu servieren. Die Gerichte sind deswegen oft gar nicht schwer oder brauchen besonders viele Zutaten, teilweise sind sie so einfach, dass ich mich kaum getraut hätte, sie hier auf meinem Blog als Rezept vorzustellen. Aber gerade solche Rezepte machen uns allen am Ende doch am meisten Spaß, ist es nicht so? Oft haben wir wohl alle ähnliche Kindheitserinnerungen, die interessanterweise auch ähnlich sein können, wenn wir in ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen aufgewachsen sind. Die Gerichte im Buch sollen einen Wohlfühlfaktor bedienen, nicht so sehr pompös aussehen. Leider sind sehr viele Rezepte im Buch nicht vegetarisch, was mir die Auswahl erschwerte. Zusätzlich zu den Rezepten gibt es immer wieder kleine Geschichten vom Autor und jede Menge Bilder aus New York, die alle sehr stimmungsvoll und eher etwas melancholisch wirken. Außerdem werden zwischendurch einige Stadtteile mit ihren Eigenheiten vorgestellt, sodass man auch gleich noch für die nächste New York – Reise im Buch blättern kann. Mein Fazit: Was mir am meisten an diesem Buch gefiel, ist die Tatsache, dass es für mich sehr rund und persönlich wirkt. Die Bilder sind toll, das Essen sieht appetitlich aus und passt immer gut zum Konzept. Leider ist es sehr fleischlastig. Empfehlen würde ich es vor allem New York – Liebhabern, die sich von gutem, einfachen Essen und atmosphärischen Bildern inspirieren lassen wollen.

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„Comfort Food – Gute-Laune-Küche aus New York“ von Russell Norman ist 2017 im Prestel Verlag erschienen. Zum Inhalt: Russell Norman hat zwanzig Jahre lang in vielen berühmten Restaurants als Kellner, als Barmann, als Manager oder als Geschäftsführer gearbeitet, bis er sich dann 2009 mit seinem besten Freund selbstständig machte und inzwischen acht Restaurants eröffnet hat. In diesem vorliegenden Buch versammelt er rund 120 Rezepte, die gute Laune garantieren sollen, sowohl bei der Zubereitung als auch beim Essen. Was mir zunächst auffällt, ist der außergewöhnliche Buchrücken – dieser ist nämlich weder beschnitten noch geleimt, so dass sich dieses Buch wunderbar aufklappen lässt und an der aufgeschlagenen Seite auch aufgeschlagen bleibt. Dies finde ich gerade bei einem Kochbuch überaus wichtig, habe ich doch keine Lust während des Kochvorgangs mit bemehlten, geölten oder sonstigen Händen noch Seiten umblättern zu müssen. Kulinarisch bietet Norman in seinem Buch alles, was das Herz begehrt: Von Rezepten zum Brunch über Burger, Pizzetten, Salats und Dressings, Fisch- und Fleischgerichte bis hin zu Desserts und Drinks. Dabei sind seine Rezepte geprägt durch die europäische und vor allem die italienische Küche. Der Aufbau der Rezepte gefällt mir gut: Zunächst startet der Koch mit kurzen Tipps oder Infos zu einzelnen Zutaten oder auch Kindheitserinnerungen. Es folgt die Zutatenliste und schließlich der ausführliche Ablauf (was ja gerade für mich als Kochanfängerin immer sehr wichtig ist). Gespickt sind die Rezepte mit appetitanregenden Fotografien. Zwischendurch empfinde ich die Rezepte als sehr abgedreht oder vielleicht für mich auch eher abschreckend kompliziert klingend, aber bei näherem Hinsehen klingt die Zubereitung dann doch ganz leicht. Und vor allem bei den Pizzetten bin ich hin und weg: „Blumenkohl-Scamorza-Pizzetta“ oder „Knoblauch-Ziegenfrischkäse-Pizzetta“ stehen ganz oben auf der Liste, was ich als nächstes kochen werde. Aber auch so Dinge wie „Gefüllte Salatherzen, Pancetta und Sardellen“, „Dorade, Kohlrabi und Pinienkerne“ oder „Schokoladenkuchen mit Bourbon und Pekannüssen“ lassen meinen Magen Freudensprünge machen. Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es im Querformat wundervolle kleine Spaziergänge durch einzelne Stadtteile von New York wie z. B. Greenwich Village, SoHo, Little Italy, Chinatown oder Williamsburg inkl. Dauer und Tipps zu möglichen Aufenthaltsmöglichkeiten in Lokalen, Parks oder anderem. Hier habe ich nicht nur ein wundervolles Kochbuch in der Hand, sondern gleichzeitig einen Reiseführer, untermalt mit fantastischen Fotos – all dies macht Hunger und Lust auf eine ausführliche Entdeckungsreise durch New York. Absolute Kauf- und Kochempfehlung!

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Russel Normans Leben ist die Gastronomie. Er hat in vielen Restaurant gearbeitet, sei es als Kellner, Barmann oder Manager. Vor einigen Jahren gründete er eine Gastronomiefirma und betreibt nun selbst einige Restaurants in London. Er hat noch eine weitere Leidenschaft - New York. Immer wieder zieht es ihn in diese Stadt. Unter anderem fasziniert ihn dort das Essen, vor allem die vielen amerikanischen Gerichte mit italienischem Ursprung. Er wollte dieses Essen in seine Heimatstadt London bringen - und so kommt es, dass man in seinem Restaurant Spuntino amerikanisches Comfort-Food serviert bekommt. Und dieses Buch bringt uns die Rezepte des Restaurants nach Hause. Ein schönes Buch ist es geworden: Vor mir liegt ein Buch mit hochwertiger Ausstattung: Fadenheftung, dickes, mattes Papier. Der Buchrücken ist offen - das sieht schick aus und sorgt dafür, dass das Buch wunderbar aufgeschlagen liegen bleibt. Das Layout ist spannend: in der Mitte gibt es breite unbedruckte Ränder und einen dunklen Streifen. Das Papier ist cremefarben und die Schrift ein sehr dunkles Braun - angenehm für die Augen und gut lesbar. Die Food-Fotos sind hübsch, aber nicht überstylt und konzentrieren sich auf das Wesentliche - das Essen. Es gibt aber nicht nur Food-Fotos, sondern auch viele Szenen aus New York, die die Reiselust wecken. Jetzt aber zum Inhalt: der ist unterteilt in Brunch, Spuntini und Toasts, Pizzette, Salate und Dressings, Slider, Fischgerichte, Fleischgerichte, Nachtisch und Drinks. Beim Brunch warten viele Eiergerichte - getrüffelter Eier-Toast zum Beispiel oder Linsen mit Sardellen und weich gekochtem Ei. Spuntini und Toasts - Toasts gibt es klar, kleine Imbisse und Crostini. Croque Monsieur zum Beispiel, Schinken-Käse-Kroketten oder Auberginen-Fritten mit Fenchel-Joghurt. Es folgt eine riesige Auswahl an Pizzette - ich muss noch die mit Blumenkohl und Scamorza ausprobieren und die mit Fenchel und Chili - mindestens. Es gibt auch schöne Salat-Ideen. Mich lacht da noch der Salat mit Entenschinken an - der Schinken wird nämlich selbst macht. Und der Salat mit Erbsen, Feta und Radieschen klingt toll. Es gibt ein ganzes Kapitel mit Slider-Variationen: Mit Lammhackbällchen, mit Rindfleisch und Knochenmark, mit Ochsenzunge....Bei den Fischgerichten warten zum Beispiel Muscheln, Borlottibohnen und Bärlauch, Sardinen auf Toast oder Miesmuscheln mit Agretti und Safran. Ich muss außerdem die Strozzapretti mit Salsicca mal probieren oder die geschmorten Salatherzen mit Pancetta, beides aus dem Fleischkapitel. Beim Nachtisch locken Bergamotte-Marmeladen-Pudding, Ananas und Lakritze oder Lorbeereis. Ein Gericht ist mir gnadenlos schief gegangen. Aber sonst: die Rezepte sind gut strukturiert und verlässlich. Mir gefällt, dass es zu jedem Kapitel und zu jedem Rezept eine kleine, persönlich geschriebene Einleitung gibt. Und: der britische Humor kommt nicht zu kurz. Ich habe oft genug fröhlich gegrinst beim Lesen. Ich habe Freude an einem Cocktail namens "Rhabarbara Streisand" und muss kichern bei der Vorstellung, dass der Wackelpudding flüssig genug ist, um ihn durch die Schneidezahnlücke zu ziehen. Außerdem freue ich mich über die schöne Dosis Selbstironie, die aus den Texten spricht. Und: ich bin auch wenig dankbar für den Titel, der richtigerweise Comfort Food lautet und nicht Soul Food. Das ist ja auch nicht selbstverständlich. À propos Texte: es gibt nicht "nur" Rezepte in dem Buch. Ein paar Stadtspaziergänge durch New York sind auch dabei. West Village, Greenwich Village, der Meatpacking District und einige andere Stadtteile werden in Wort und Bild vorgestellt. Um das zu lesen, muss man das Buch quer nehmen. Aus der Vielzahl der Pizzette habe ich mir diejenige mit Salsicca und Sprossenbrokkoli herausgesucht. Wobei ich mir die Freiheit genommen habe, den Brokkoli durch blanchierten Wirsing zu ersetzen. Ich habe das ganze Grundrezept für Pizzateig verwendet - es hat gut funktioniert und einen schönen Teig ergeben; wobei man durchaus etwas weniger Hefe verwenden könnte. Auf den Boden kommen geriebener Mozzarella, darauf Wirsing, Würstchen und Parmesan als Topping. Das war fein. Aus der Vielzahl der Sliders habe ich einen mit Ochsenschwanz, Senf und Brunnenkresse herausgesucht. Der Ochsenschwanz wird lange in Rotwein und Gemüse mariniert, dann gegart und zerzupft und landet zusammen mit Senf und Brunnenkresse (in meinem Fall Rucola) auf Mini-Brioche Buns. Klasse! Es kommt nicht so oft vor, aber ich habe viele Marker bei den Dessert-Rezepten. Ausprobiert habe ich das Erdnussbutter-Eis. Das ist eine klassische Eismasse, die mit Erdnussbutter angereichert wird. Dazu gab es die Cantuccini, die als Beigabe zu Eis vorgeschlagen werden. Ein wenig geschummelt habe ich dabei - eigentlich wird das Erdnussbuttereis nämlich als mit Johannisbeergelee gefüllte Schnitte serviert, eine Nachahmung des beliebten Erdnussbutter-Jellie-Sandwiches. Eigentlich wollte ich Euch an dieser Stelle Blumenkohl-Gorgonzola-Kroketten präsentieren.Auf die hatte ich mich gefreut, das Rezept klang sehr verführerisch. Aber leider war die Krokettenmasse viel zu weich und ließ sich beim besten Willen nicht zu Kroketten formen. Schade. Ich muss das nochmal probieren. Geröstetes Brot mit einer Pastete aus Entenleber, getoppt von Roter Zwiebelmarmelade. Das war gut. Punktum. Wir haben es uns einfach gemacht an diesem Abend und die Crostini als Abendbrot verdrückt. Dazu gab es geschnittenen Salat. Ich war wirklich erstaunt - das Schneiden des Salates macht einen großen Unterschied; die Zutaten fügen sich einfach gut zusammen. Ich mache das jetzt öfter. Fazit? Für mich präsentiert das Buch wirklich Comfort Food at its best. Wer Angst vor Kohlehydraten hat oder die Idee "Schokokuchen" mit dem Konzept "Clean Eating" in Verbindung bringen möchte, der lässt besser die Finger von dem Buch. Wer hin und wieder auf der Suche nach Nervennahrung ist, der ist hier richtig. Solche Wohlfühlessen gibt es zuhauf in diesem Buch. Manches dauert ein wenig länger in der Zubereitung, aber alles ist gut umsetzbar. Und die schönen Bilder und humorvollen Texte tun ihr Übriges. Ach so: Vegetarier werden nicht so sehr fündig.

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