Leserstimmen zu
Rat der Neun - Gegen das Schicksal

Veronica Roth

Die Rat-der-Neun-Reihe (2)

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Rezension Kann Spoiler bezüglich des ersten Teils enthalten! Den ersten Band der Reihe mochte ich sehr, sodass ich froh war, direkt weiter lesen zu können. Leider hat mich der zweite Teil dann aber eher enttäuscht. Zwischenzeitlich habe ich das Buch sogar unterbrochen. Es konnte mich von Anfang an irgendwie nicht richtig packen. Woran es in den ersten Kapiteln lag, weiß ich nach wie vor nicht. Im späteren Verlauf sind mir aber einige Kritikpunkte aufgefallen. Im Gegensatz zum ersten Teil, in dem die Autorin sich bei Geheimnissen und Enthüllungen immer gegen die offensichtliche Lösung entschieden hat, war in diesem zweiten Teil viel vorhersehbar. Besonders die größte Offenbarung, die wohl alles auf den Kopf stellen sollte, habe ich mir schon im Verlauf des ersten Teils gedacht. Daher waren vermeintliche Wendepunkte für mich wenig überraschend. Dementsprechend blieb auch die Spannung häufig auf der Strecke. Ich habe mich nicht gelangweilt, aber begeistern konnte mich die Handlung auch nicht. Genauso erging es mir auch mit den Charakteren. Während ich die Annäherung zwischen Cyra und Akos im ersten Band noch gelungen fand, weil sie langsam war und nicht so sehr im Vordergrund stand, gefiel mir die Beziehung der beiden im zweiten Teil nicht mehr. All die Schmachterei und der Herzschmerz, auf die die Autorin im ersten Band verzichtet hat, fanden sich nun hier wieder. Besonders Cyra ging in Selbstmitleid und Selbsthass auf und mir damit leider zunehmend auf die Nerven. Am meisten haben mich in diesem Buch jedoch die Schicksale enttäuscht. Sie klangen alle so spannend und dramatisch und ich fand das Konzept richtig interessant. Ich hatte mich darauf gefreut, dass die Charaktere weiterhin versuchen, ihren Schicksalen zu entkommen oder sie zumindest hinauszuzögern soweit wie möglich. Stattdessen haben die Schicksale sich leise, still und heimlich nebenbei erfüllt. Teilweise hat es nicht einmal jemand mitbekommen. Die ganze Thematik rückt in den Hintergrund. Hauptsächlich wird in diesem Buch der Konflikt zwischen den Völkern sowie zwischen dem Rat und den Orakeln behandelt. Grundsätzlich wäre es kein Problem, dass sich das Buch mehr mit Kriegen und Politik befasst, wenn dies denn zu Ende geführt worden wäre. Es bleiben jedoch erstaunlich viele Handlungsstränge offen. Das Buch in sich ist zwar abgeschlossen, aber eher in der Art wie es zweite Bände von Trilogien sind und nicht finale Teile. Einige Charakterentwicklungen und Konflikte bleiben einfach in der Luft hängen. Die Autorin hat gerade mit der Auseinandersetzung zwischen dem Rat und den Orakeln ein ziemlich großes Fass ausgemacht, das dann aber ignoriert wird. Scheinbar war für eine Lösung dieses Problems kein Platz mehr. Kurz vor Ende war ich noch gespannt, wie die Autorin die vielen offenen Konflikte noch lösen wollte. Die Antwort lautet: Nicht. Sie löst die Konflikte schlichtweg nicht. Potenzial für Fortsetzungen gibt es damit noch eine ganze Menge, obwohl ich zugeben muss, dass ich nach diesem eher enttäuschenden zweiten Band eigentlich froh bin, dass die Reihe nun abgeschlossen ist. Fazit Nachdem mir der erste Teil der Reihe so begeistert hat, war ich von der Fortsetzung umso enttäuschter. Die Geschichte konnte mich von Anfang an nicht packen. Viele Entwicklungen waren vorhersehbar, Schmachterei und Selbstmitleid gingen mir auf die Nerven, die Thematik der Schicksale rückt völlig in den Hintergrund und viele Handlungsstränge, Konflikte und Charakterentwicklungen bleiben offen. „Rat der Neun: Gegen das Schicksal“ hat mich leider ziemlich enttäuscht und bekommt dafür nur zwei Schreibfedern. Ich bedanke mich beim cbj Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Im zweiten Teil der Rat der Neun Bücher spielen die Schicksale von Cyra und Akos eine besonders wichtige Rolle, denn es scheint unvermeidlich, dass sie sich bald erfüllen werden. Das erste Kind der Familie Noavek wird die Grenze überqueren. Das dritte Kind der Familie Kereseth wird im Dienst der Familie Noavek sterben. Doch für´s erste sind die beiden damit beschäftigt, Eijeh wieder auf Kurs zu bringen, den Bruder von Akos, der nicht nur ein Orakel ist, sondern von Cyras Bruder auch furchtbar misshandelt wurde. Seit Ryzek Noavek Eijeh Teile seiner Erinnerungen einpflanzte, ist dieser nicht mehr derselbe. Als dann auch noch Isae Ryzek umbringt und sich von Cyra und Noavek abwendet, scheint die Katastrophe unabwendbar. Isae stellt Cyra, nach dem Tod ihres Bruders nun Herrscherin über Shotet vor unerfüllbare politische Ultimaten. Doch als wäre all das nicht genug, taucht Cyras totgeglaubter Vater wieder auf und die Orakel eines fernen Planetens offenbaren Cyra und Akos etwas unfassbares über ihre Schicksale. Meine Meinung Es ist wirklich schwer, etwas Substanzielles über Rat der Neun 2 zu sagen, ohne allzu viel zu spoilern. Die Geschichte entwickelt sich so vor sich hin und erst die Offenbarung der Orakel bringt einen vernünftigen Plottwist rein, der allerdings schon mehrfach im Laufe der Bücher angedeutet wurde, so dass sich die Überraschung letzten Endes ziemlich in Grenzen hält. Ich fand es gut, dass Cyra am Ende des Buches endlich begriffen hat, was ihre Lebensgabe wirklich ist und wozu sie fähig ist. Ebenso hat es mir sehr gut gefallen, noch ein paar weitere Planeten aus diesem Universum kennen zu lernen. Danach hört es mit Lob aber eigentlich auch schon wieder auf. Ich fand das Buch leider nicht allzu spannend, immerhin kommt man aber schnell wieder rein, selbst wenn die Lektüre von Band 1 schon etwas länger her ist. Alles in allem ist es ein eher unaufregender 2. Band, der mich leider nicht wirklich vom Hocker hauen konnte. Positive Aspekte von Band 1 werden fortgesetzt, aber sonst kommt leider wenig wirklich großartiges hinzu. Fazit Natürlich will man wissen, wie es nun weiter geht und das erfährt man absolut und sehr umfassend, auch in Hinblick auf die Zukunft. Hätte ich die beiden Bücher jedoch nie gelesen, würde mir vermutlich auch nicht viel fehlen.

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