Leserstimmen zu
Nichts fehlt – außer Dir

Claire Goll, Yvan Goll

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„Nichts fehlt – Außer Dir“ Claire und Yvan Goll. Briefe und Tagebücher. Hörbuch. Neuerscheinung Random House Es sind zwei Flüchtlinge, die sich in den Wirren des Ersten Weltkrieges in der Schweiz begegnen. Sie wollen fort vom Krieg und vor allem von der Begeisterung der Massen, die in ganz Europa jubelnd die Soldaten zu den Zügen an die Front begleiten. Beide suchen danach, dem Bewusstsein und der Gesellschaft ein Gegenmodell des Wortes zum „Heldentod“ zu geben und engagieren sich in den Friedensbewegungen der Zeit. In Zürich treffen der Philosoph Yvan Goll und die Journalistin Clara Studer aufeinander. Damit beginnt eine große Liebe, die sich über die dramatischen politischen Bögen des Jahrhunderts hinweg nie aus den Augen verlieren wird. Die Liebe und das Wort werden für beide zu Bausteinen einer neuen Welt, die aus dem Hass und der Gewalt des Krieges neu erbaut werden muss. Interessiert an der Kunstavantgarde der Zeit (Surrealismus, Expressionismus), schreiben sie und prägen eine künstlerisch-literarische Epoche mit. Ihre Briefe, die sie über Lebensbrüche und Distanzen hinweg leidenschaftlich verfassen, gehören zu den eindrücklichsten Zeugnissen großer Liebender in der Weltliteratur. Der Ursprung des vorliegenden Hörbuch Projektes liegt in der Begeisterung der Schauspielerin Sandra Quadflieg für die Liebes- und Lebenskraft dieses Dichterpaares und ihrer eindringlichen Poesie. Mit energischem Willen schaffte es Quadflieg den Wallstein Verlag und auch den Schauspieler Ulrich Tukur vom Hörbar-Machen der Briefe Yvan und Claire Golls zu überzeugen. Das Ergebnis ist eine beeindruckende gut 2h1/2 Reise in Literatur und Leidenschaft, die einzigartig ist. Vor dem Hintergrund der Katastrophen der Weltkriege finden hier zwei Menschen zu großer Tiefe des Herzens und des Wortes, die letztlich zur Hoffnung eines Neuanfanges auch aus den Trümmern des Krieges wird. Phantasie und Sprache werden zum Anker, der tiefen Grund in zwei verwandten Seelen findet, die sich in Sehnsucht nach Wiederkehr und rotem Himmel der Leidenschaft traumhaft verzehren. Claire Goll, Yvan Goll, „Nichts fehlt – außer Dir“ . Die Geschichte einer überwältigenden Liebe, Briefe & Tagebuchaufzeichnungen Auswahl mit Sandra Quadflieg, Ulrich Tukur; Hörbuch 2CD, 2h37min Walter Pobaschnig, Wien 1_2017 https://literaturoutdoors.wordpress.com https://literaturoutdoors.wordpress.com/Rezensionen

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Eigentlich nehme ich lieber ein Buch in die Hand – und lese zur Entspannung. Ab und an kann es auch einmal ein besonderes Hörbuch sein, ganz besonders, wenn bekannte Hörbuch-Stimmen lesen. Bei diesem Hörbuch hat der Name „Ulrich Tukur“ mich dazu bewogen es mir zu bestellen. Beschreibung des Hörbuches: Dieses Hörbuch ist 2017 bei Random House Audio erschienen. Es besteht aus 2 CDs mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 37 Minuten. Kurze Zusammenfassung: Zwischen der deutsch-französischen Schriftstellerin und Journalistin Claire Goll (geb. Clara Aischmann) (1890 – 1977) und dem deutsch-französischen Dichter Yvan Goll entsteht eine Liebesgeschichte, die in einer Hochzeit mündet. Da die zwei meist beruflich in Europa unterwegs sind, eine recht freizügige Ehe führen, aber sich dennoch lieben und umsorgen, schreiben sie sich Briefe. Dieser 30 Jahre währende Briefwechsel (1917-1947) ist hier auf diesem Hörbuch mit den Schauspielern Sandra Quadflieg und Ulrich Tukur stimmlich „zum Leben erweckt“ worden. Zwischen 1939 und 1947 gingen beide gemeinsam (beide waren jüdischer Herkunft) ins Exil nach New York. Mein Leseeindruck: Mein erster Eindruck: Sehr angenehme Stimmen, die ruhig und sehr authentisch die Poesie der Briefwechsel der Protagonisten „vortragen“. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ich nicht ganz so viel für derartige Poesie übrig habe. Begrifflichkeiten wie „krank vor Traurigkeit“, „mein Liebster, du fehlst mir an allen Ecken und Enden“, „deine segnenden Augen“ oder „die Seele voller Blumen“ gehen so gar nicht an mich. Ich habe mir das Hörbuch trotzdem bis zum Schluss angehört, natürlich, weil ich neugierig war, wie die „Geschichte“ um Claire und Yvan „endet“. Dafür musste ich mich aber tatsächlich (stundenweise) vollständig auf diesen Sprachstil einlassen, was mir manchmal schwer viel. Hätte ich es abends im Bett gehört, so wäre ich (aufgrund der sehr angenehmen Stimmen) wahrscheinlich schnell eingeschlafen… Fazit: Dieses Hörbuch ist wahrscheinlich ein Genuss für Liebhaber der Poesie, für mich war es eine Erfahrung mit dem Ergebnis, dass solche (Hör-)Bücher nicht so ganz meinen Geschmack treffen. Ulrich Tukur als Yvan Goll hat mir in seiner „Sprecherrolle“ allerdings sehr gut gefallen. Auch Sandra Quadflieg konnte mich als Claire überzeugen.

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