Leserstimmen zu
Könige der Finsternis

Nicholas Eames

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Was ist das Beste daran, unsterblich zu sein?“, fragte er Kit Der Ghul dachte lange nach. „Furchtlosigkeit“, sagte er schließlich. „Und was ist das Schlimmste?“ „Manchmal ist es etwas einsam.“ https://www.randomhouse.de/Autor/Nicholas-Eames/p618749.rhd Gabriel, genannt der goldene Gabe, Clay Cooper, Matrick Schädeltrommler, Arcandius Moog und der Nordmann Ganelon bildeten einst die legendäre Söldnertruppe Saga. Sie waren berühmt, gefürchtet und unbesiegbar, manche glaubten sogar, sie seien unsterblich. Aber Helden ergeht es genauso wie jedem normalen Menschen, sie werden alt und vergessen, nur die Lieder über ihre Heldentaten bleiben bestehen. Clay Cooper lebt mit seiner Frau Ginny und seiner Tochter Tally in dem kleinen und abgelegenen Ort Decktal. Sein Traum ist es, ein Gasthof zu eröffnen und heldenhaften Geschichten nur noch zu lauschen, statt sie zu erleben. Bis Gabriel vor seiner Tür steht und seinen alten Kameraden um Hilfe bittet. Seine Tochter Rosie ist mit ihrer Söldnertruppe in der Stadt Castia gefangen, die von einer fremden Armee belagert wird. Clay Cooper lehnt das Ansinnen des Freundes zunächst ab. Er ist zu müde und zu alt zum kämpfen. Ihre Truppe hat sich zerschlagen, sie haben schon Jahre keinen Kontakt mehr. Wie sollen fünf alte Männer es schaffen, noch einmal die Welt aus den Angeln zu heben, durch den finsteren Herzwyld zu wandern und hohe Berge zu erklimmen? Seine Tochter Tally ist es, die ihm fast das Herz bricht und ihn zum Umdenken zwingt. „Du würdest doch kommen, wenn ich in Schwierigkeiten wäre, Papa, oder? Wenn ich weit weg von bösen Leuten gefangen worden wäre? Dann würdest Du kommen und mich retten?“ Diese Sätze treiben den ehemaligen Söldner an, das Unmögliche zu versuchen. In der ausweglosesten Lage, der dunkelsten Stunde, sind sie seine Hoffnung, seine Parole. Gemeinsam mit Gabe begibt er sich auf die Suche nach den anderen Mitgliedern der Truppe, denn Gabe weiß: Ist Clay "die langsame Hand" Cooper dabei, werden alle anderen folgen. Ein letztes großes Abenteuer beginnt, an dessen Ende nicht nur die Rettung einer jungen Frau steht sondern die der ganzen Welt. Kommentar: Was für ein blöder Titel für dieses geniale Buch. Im Original heißt es kings of the wyld, was sich auf den Herzwyld bezieht. Die Truppe ist weder finster, noch sind sie Könige. Sie sind alte Männer, die an diversen Zipperlein leiden und sich jeden Moment des Unternehmens fragen, was sie eigentlich da treiben. Nicholas Eames nennt als Vorbilder Guy Gavriel Kay und Joe Abercrombie. Und seine Geschichte spielt in der gleiche Liga wie die Bücher dieser bekannten und beliebten Autoren. Und was wirklich besonders ist: Es ist ein einzelner Band mit einem spannenden Auftakt, einer atemberaubenden Reise und einem grandiosen Ende. Dabei hat der Autor wirklich alle Register gezogen und seinen Roman so ziemlich alles auftreten lassen, was es in der High Fantasy gibt. Hier einige der Wesen, die seine Welt bevölkern: Mantikore, Zentauren, Lindwürmer, Drachen, Gargoyles, Harpyen, Golems, Dyraden, Riesenspinnen, Aaswürmer, sprechende Wölfe, kämpfende Bäume (Treanten), Nekromanten, Subukkus, Warge, Ixile (Menschen mit Pferdeköpfen), Riesen, Fischmenschen, Kobolde, Gnome, Trolle Chimären. Und natürlich Zombies und Ghule und der Unterschied wird hier sehr genau erklärt. Nenne niemals einen Ghul einen Zombie, das macht ihn echt sauer. Zitat: „Ghul, Zombie, wo liegt da der Unterschied?“, fragte Matrick. „Es gibt sogar einige. Der bedeutendste ist der, dass Zombies Menschen verspeisen.“ Oft werden diese Gestalten nur am Rande erwähnt, sie spielen keine Hauptrolle, überfrachten die Geschichte nicht aber sie sind die Würze des Ganzen, das Salz in der Suppe. Zwei dieser seltsamen Geschöpfe kreuzen den Weg der alten Männer, werden ihre Begleiter bei dieser ausweglosen Mission. Kit, der Untötbare und der Arachnur Tiamax, der eher einer Spinne als einem Mann gleicht. Alleine die Andeutungen der Abenteuer, welche diese Söldnertruppe in ihren besten Jahren erlebt hat, würden Stoff für unzählige Bücher liefern. Ich hoffe, der Autor macht etwas daraus. Denn wenn wir erleben, was diese Fünf und ihre Freunde im Herbst ihres Lebens bewerkstelligen, müssen ihre Taten in ihren besten Jahren unbegreiflich und gewaltig gewesen sein. Neben der wirklich humorvollen und unterhaltsamen Geschichte ist dieses Buch auch sprachlich ein kleines Wunder. In einer bildgewaltigen Sprache, die voller treffender Metaphern steckt, erzählt er die Reise der alternden Helden in einem sagenhaften Tempo, so dass man als Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Hier ein Beispiel: "Die Worte *gar nichts* warteten auf Clays Zunge wie ein Schauspieler, der bereit ist, die Bühne zu betreten, doch er hielt den Vorhang geschlossen.“ Hier werden unzählige Nuancen des Schulterzuckens beschrieben, die wie ein Film vor dem Auge des Lesers ablaufen Clay Cooper denkt viel aber redet wenig, in diesem Buch ist das ein „running Gag“ der mich häufig lauthals zum Lachen gebracht hat. Oft denken die Mitglieder der Saga an die alten Zeiten zurück. Die Welt hat sich verändert, die heutigen Söldnertruppen kämpfen lieber in der Arena und baden dort im Applaus der Menge, statt sich den wahren Gefahren zu stellen. Niemand betritt mehr den Herzwyld, die Ungeheuer werden in Gefangenschaft gezüchtet und auf den Kampf in der Arena vorbereitet. Als die legendäre Truppe wieder aktiv wird, ziehen sie eine Horde von Feinden hinter sich her, wie der Rattenfänger von Hameln die Ratten. Der Beginn ihrer Mission steht unter keinem guten Stern. Zweimal werden sie von der Brigantin Lady Jain und ihren Seidenstrümpfen überfallen und ausgeraubt. Ein Schmach, der sich mit nichts in ihrem bisherigen Leben vergleichen lässt. Ich habe hier sehr gelacht und mir die Szenen bildhaft vorgestellt. Obwohl es sich um eine mittelalterliche Welt handelt, in der Zauberei eine große Rolle spielt, gibt es auch Ansätze von Technik, wie etwa Luftschiffe oder eine Art von Strom. Der Autor hat dies gut miteinander kombiniert ohne einen Bruch in der Geschichte zu riskieren. Alles folgt nahtlos und überzeugend aufeinander, nichts wird dem Zufall überlassen. Ein weiterer „running Gag“ ist der Tod der zahlreichen Barden, welche die Söldnertruppe auf ihren Abenteuern begleitet haben. Nun haben sie einen Untoten als Barden und es stellt sich natürlich die Frage, ob und wie letztendlich überlebt. Dem Ideenreichtum Nicholas Eames sind hier keine Grenzen gesetzt, ich bin gespannt, was aus seiner Feder noch folgen wird. Am Ende des Buches wird der Autor gefragt, welches seine Lieblingsfigur ist. Ich mag Clay Cooper ebenfalls sehr gerne aber die Nebenfiguren wie der Ettin wachsen dem Leser ebenfalls sehr ans Herz. Sie besitzen eine Lebendigkeit, die man nur noch selten in der Fantasy findet. Hier noch ein paar Szenen aus dem Buch: Seite 546: Er sah Matrick zweimal an- nun ja, eigentlich zwölfmal, wenn man alle acht Augen mitzählte und die beiden unter den Klappen davon abzog.“ Seite 555: „Leider starb er zu jung“. „Zu jung?“, fragte er Gabriel. „Woran ist er denn aus dem Leben geschieden?“ Moog kratzte sich an seiner buschigen Nase. „Nun, ihr könnt sehen wie groß er war. Anscheinend ist der durch einen Latrinensitz gebrochen und in der Grube darunter ertrunken oder erstickt.“ Ein Scheißtod, wollte Clay gerade bemerken…" Das ist es, was ich an High Fantasy so mag: Trockenen, teils schwarzen oder bösen Humor, eine rasante und innovative Geschichte, symphytische Helden mit Ecken und Kanten und gewaltige Schlachten. Besser geht es kaum noch. Schön, dass es AutorInnen wie Susanne Pavlovic, Col Buchanan oder jetzt Nicholas Eames gibt, die auf unglaubwürdige, junge Charaktere und Romancy verzichten und zeigen, dass auch ältere Menschen einen großen Wert haben. Ein Newcomer, der seinen Vorbildern alle Ehre macht und absolut gelungenes Debut. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar angefordert, ohne zu wissen, was mich erwartet. Was ein Glück. Meine Meinung ist rein subjektiv und keine Werbung. Aber das Buch muss jeder echte High Fantasy Fan einfach lesen! Noch ein Zitat aus der Weltpresse: Eames writes like a hurricane and has a voice like no one else in this genre (Sam Sykes)

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Die Geschichte um den Söldnertrupp von Clay und Gabriel konnte mich anfangs begeistern, doch dann schlug sie in Frustration um. Mehr erfahrt ihr unten im Text. Meine Meinung zum Cover: Das Cover war der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Das Setting sprach mich sofort an. Die Zeichnungen sind richtig gut gelungen und zogen meinen Blick an. So ähnlich stelle ich mir Clay und seinen Trupp vor. Meine Zusammenfassung des Inhaltes: Ich kann keine vollständige Zusammenfassung schreiben, weil ich das Buch vorzeitig abgebrochen habe. Clay Cooper führt seit vielen Jahren ein normales Leben. Er hat eine Familie gegründet und dem Leben als Söldner vollkommen den Rücken gekehrt. Doch dann kommt sein alter Freund Gabriel zu ihm und bittet Clay auf eine halsbrecherische Reise zugehen. Gabriel möchte mit Clays Hilfe die alte Truppe wieder zusammentrommeln und auf eine Rettungsmission gehen. Doch das ist gar nicht so leicht. Bei der Suche nach den Gefährten müssen sie allerlei Widrigkeiten überstehen. Doch das ist gar nicht so einfach, die Männer sind alt geworden und leiden unter so manchem Wehwehchen. Meine Meinung zum Inhalt: Ich muss sagen, dass ich eine ganz andere Geschichte zu lesen bekam, als ich erwartet hatte. Den Beginn fand ich noch sehr gut. Der Schreibstil des Autors ist gut und angenehm zu lesen. Allerdings neigt er zum Ausschweifen. Gerade in den ersten 150 Seiten hatte ich das Gefühl, dass man einiges kürzen hätte können. © Cover: Heyne, Foto: Viktoria M. Keller Das Konzept mit den Söldnern, die wieder in ihr altes Leben zurückkommen und dabei merken, dass sie nicht mehr das leisten können wie früher, hat mir gefallen. Doch die Art und Weise der Erzählung konnte mich leider so gar nicht überzeugen. Die Wehwehchen der Söldner werden oftmals auf die Schippe genommen. Ab und an hatte ich das Gefühl, dass sich die Männer selbst nicht ernst nehmen können. Der Trupp ist ebenso ziemlich verkommen und sie wurden sehr weich. Dann wiederum schimmerten die Krieger in ihnen hervor. Aber das dauerte viel zu kurz an. Sie ließen sich zwei Mal von den gleichen Personen überfallen und benahmen sich dabei wie unerfahrene Händler, die niemals einen Kampf erlebt haben. Sie müssen sich doch daran erinnern, wie sie damals handelten. Vergisst man denn alles? Gehen die Reflexe und Erfahrungen über die Jahre wirklich verloren? Ab Seite 194 zeigen sie dann endlich, dass sie einmal Söldner waren. Ich dachte, dass die Geschichte nun endlich vorankommt. Doch weit gefehlt! Erneut kamen Szenen, die die Geschichte in die Länge ziehen. Das Geschehen begann mich eher zu nerven, als dass mich die Spannung packen konnte. Die Grundidee konnte mich begeistern, aber leider die Umsetzung nicht. Ich begann mich zu zwingen das Buch zu lesen. Mir persönlich wurde immer langweiliger, weil die Ereignisse den Grund der Reise immer mehr verzögerten und ich keine Lust mehr auf das hatte. Irgendwie ging es nicht voran, was mich frustrierte. Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen das Buch abzubrechen. So bringt mir das Lesen nichts. Vielleicht versuche ich in ein paar Monaten das Buch erneut zu lesen. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Mein Fazit: Dieser Geschichte liegt ein tolles Konzept zu Grunde. Doch leider konnte mich die Umsetzung und der Stil nicht begeistern. Für mich war er zu ausschweifend und die Geschichte beinhaltet viele Szenen, die für mich unnötig sind. Ich mochte die Idee mit den gealterten Söldnern und auch der Humor mit dem die Ereignisse genommen wurden, waren gut. Doch leider würde es irgendwann zu lächerlich für mich und ich begann mich zu langweilen, deshalb habe ich es schlussendlich abgebrochen. Ich konnte mich nicht an der Geschichte erfreuen. Da mir Cover, Konzept und Idee gefallen haben, vergebe ich trotz Abbruch 3 von 5 möglichen Sternen! Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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Es handelt sich hierbei um eine Gruppe aus vier Leuten, welche einst Helden waren und jetzt alt sind. Sie müssen sich aber gemeinsam auf ein Abenteuer machen und das geht im Alter etwas schwieriger als in den jungen Jahren. Ich fand es an manchen Stellen sehr humorvoll. Das Buch hat deutlich Anfang und Ende, war meine Fantasy Kategorie und alles in allem echt gut. 😊 Sehr grob zusammengefasst, aber das Exemplar hat über 600 Seiten.

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Bereits der Klappentext hat mich total begeistert, denn ich liebe es wenn statt der üblichen jungen und unerfahrenen Helden, ältere ihre Chance bekommen noch einmal zu zeigen, was alles in ihnen steckt. Clay Cooper lebt abgeschieden mit Frau und Kind und ist glücklich über sein nun sehr einfaches Leben fern aller Abenteuer. Daher hält sich seine Begeisterung zunächst auch in Grenzen, als sein bester Freund ihn bittet, sich gemeinsam mit der alten Truppe auf ihre wohl gefährlichste Mission zu begeben. Loyal wie Clay nun einmal ist fackelt er nicht lange und stimmt, trotz seiner Bedenken, zu. Die Truppe selbst besteht aus dem goldenen Gabe, Ganelon, Arcandius Moog, Matrick Schädeltrommer und Clay Cooper der Langsamen Hand. Die Männer haben mich allesamt begeistert und ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen. Besonders Moog hat für viele Lacher gesorgt, da er wohl der verplanteste und durchgeknallteste Zauberer ist, der mir je begegnet ist. Die Reise der Gefährten gerät durch verschiedene Gefahren und Probleme immer wieder ins Stocken. Gerade wenn man denkt, dass sie es nun überstanden haben, geschieht das nächste Unglück. Es wurde dadurch nie langweilig und ich habe die Seiten aufgesaugt wie ein Schwamm das Wasser. Nicholas Eames hat eine faszinierende und hoch interessante Welt erschaffen, die ein wenig an unser Mittelalter erinnert. Besonders schaurig ist allerdings der Herzwyld, dessen Kreaturen ich selbst lieber niemals begegnen möchte. Ein grausiger Ort. Clay und seine Freunde halten zusammen wie Pech und Schwefel und es war einfach großartig mit anzusehen, wie sie wieder zueinander finden und noch ein letztes gemeinsames Abenteuer bestreiten. Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann vielleicht auch Bücher über ihrer früheren Erlebnisse gibt, kleine Ausblicke darauf erhält man nämlich hier schon und die haben mich ziemlich neugierig gemacht.

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Eames wollte gern ein Buch schreiben, in dem eine Söldnertruppe sich wie eine Rockstars aufführt. Er wollte ein witziges und humorvolles Buch schreiben. Ich muss sagen, dass ihm das gelungen ist. +++ Übertreibung +++ Das Buch nimmt sich selbst nicht allzu ernst und die klassische High-Fantasy auf die Schippe. In der Geschichte übertreibt der Autor an allen Ecken und Kanten und schrammt oftmals (manchmal sehr knapp) am Nonsense vorbei. Es gibt eigentlich kaum einen Abschnitt, der ohne Übertreibung oder Überspitzung auskommt. Manchmal war es in meinen Augen ein bisschen zu viel an Übertreibung und ich habe mir ein paar geradlinigere Szenen gewünscht. Aber der Autor wollte wohl eher im Sinne von Douglas Adams seine Geschichte fortschreiben, die den Leser gleichfalls in atemloser Manier durch die Seiten zieht. Ein bisschen hat mich das Buch an “Die Prophezeiung des magischen Steins” von Stephan M. Rother erinnert, nur mit dem Unterschied, dass der Persiflage-Gedanke bei “Könige der Finsternis” deutlich präsenter und klarer zum Vorschein kommt. An keinem Punkt des Buchs hatte ich den Eindruck gehabt, als wollte Eames einen ernsthaften High-Fantasy-Roman schreiben. Mir persönlich fällt es schwer, eine Art von Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen, die derart übertrieben agieren und so manchen Spruch vom Stapel lassen. Dabei meine ich tatsächlich irgendeine Art von Beziehung – im Guten wie im Schlechten. Das mag allerdings bei anderen Lesern anders aussehen. +++ Fazit +++ Glücklicherweise konnte ich mich im Vorfeld durch andere Rezensionen darauf einstellen, dass es sich hier um ein Fantasy-Buch handelt, das sich selbst nicht gänzlich ernst nimmt. Ich persönlich finde ja, dass der Verlag an dieser Stelle ebenfalls den Leser vorwarnen sollte. Es hat schon ein bisschen was von einer überalterten Rollenspielgruppe, die durch die Lande zieht, so wie die Helden in diesem Roman geschildert sind. Es trieft förmlich aus jeder Zeile der Klamauk, der allen Leser gefallen wird, die sich am Humor von Douglas Adams oder Helge Schneider erfreuen können. Wer hingegen ein Freund klassischer Fantasy ist und diese Art von Persiflage nicht mag, sollte einen großen Bogen um das Buch machen.

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Ich habe das Buch auch bei Youtube besprochen: https://www.youtube.com/watch?v=-mjchyUd3Zc&t=4s Inhalt: Die Saga war einst die berühmteste Söldnertruppe des ganzen Kontinents. Es gab kein Monster oder Wesen, das sie nicht besiegt haben. Doch diese Zeiten sind lange vorbei, die Mitglieder gealtert und lange haben sie sich zur Ruhe gesetzt. Doch dann steht Gabriel auf einmal auf der Schwelle von Clay Cooper und möchte die Saga wieder zusammenbringen. Seine Tochter ist am anderen Ende des Landes in unglaubliche Gefahr geraten und nur die alte Truppe kann für ihn die Rettung schaffen. Doch nicht nur die Lage vor Ort scheint unmöglich zu lösen zu sein. Die Truppe zusammen zu bringen und der Weg durch einen undurchdringlichen Wald voller Gefahren scheinen schon vorher alle Hoffnungen zum Erliegen zu bringen. Meinung: Könige der Finsternis ist der Debutroman von Nicholas Eames und ist ein Versprechen in die Zukunft des jungen Autors. Das Buch ist wirklich richtig stark. Es handelt sich im Grunde um ein völlig selbstständiges Buch, das am Ende einen kleinen Cliffhanger hat. Aber man kann das Buch sehr gut lesen und ist auch dann so mit dem Ende zufrieden, wenn man nicht das nächste Buch, so es noch kommen sollte, lesen möchte. Es ist eine ganz klassische Geschichte, die von Anfang bis Ende gut durchstrukturiert ist. Eames ist ein Autor, der wirklich sehr gute Dialoge mit viel Wortwitz schreiben kann. In ihnen kommt der meiste Humor des Buches rvor, aber auch manche Situation ist immer wieder komisch, oft tragikomisch. Alle Mitglieder der Söldnertruppe haben für sich eine Vergangenheit und auch ihr Ende wird immer wieder inhaltlich aufgenommen. Die Welt selbst bietet viele Variationen bekannter Welten und einige Neuinterpretationen. Es ist eine Fantasy Welt mit vielen Magieeinflüssen. So gibt es hier z.B. Luftschiffe. Die Städte und die Landschaft sind gut beschrieben und bei den Charakteren neben den Hauptcharakteren gibt es in Könige der Finsternis eine schöne Varianz aus interessanten Wesen. Hier und bei den Monstern hat Eames ordentlich in den Kreativtopf gegriffen. Der Weg der Helden ist mit einigen Zwischenstationen und Nebencharakteren gespickt. Diese wissen alle gut zu unterhalten. Die eigentlichen Stärken liegen hier aber ganz klar im Zusammenspiel der Charaktere und dem guten sehr humorvollen Schreibstil von Eames. Tatsächlich habe ich für das Buch, obwohl es mir sehr gut gefallen hat, recht lange gebraucht. Es ist durchaus eng bedruckt und die Sätze sind hier gerne auch mal etwas länger, so dass man sich beim Lesen wirklich immer gut konzentrieren muss. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann sind es der Oberboss und der Endkampf, die irgendwie beide etwas zu wenig böse und dann episch für mich sind, obwohl sie es eigentlich sein sollten. Aber das trübt den Gesamteindruck nur marginal. Wer gerne Fantasy Bücher liest, sollte sich Könige der Finsternis unbedingt näher ansehen.

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Clay lebt ein ruhiges und familäres Leben. Niemand würde vermutet, dass er einst einer der berühmten Mitglieder der Söldnertruppe Saga war. Fast zwanzig Jahre seit sich die Saga getrennt hat, taucht Gabriel vor Clays Tür auf und will die Truppe wieder vereinen, um seine Tochter aus einer aussichtslosen Belagerung zu befreien. Könige der Finsternis ist der Debütroman von Nicholas Eames. Er handelt von 5 Söldner, die sich im hohen Alter noch einmal auf ein Abenteuer begeben. Nachdem sich die Söldnergruppe aufgelöst hat, hat jeder der 5 einen anderen Weg eingeschlagen. Clay und Gabriel wollten sich mit einer Familie ein ruhiges Leben aufbauen. Moog konzentrierte sich auf seine Studien, die sich vorwiegend mit der Heilung der Krätze beschäftigt. Mattrick wurde König und herrscht seitdem über sein eigenes Land und Ganelon hat sich weiter als Söldner versucht bis er eine hochrangige Person getötet hat. Bevor Gabriels Tochter gerettet werden kann, müssen Gabriel und Clay die Truppe aufsammeln und um Unterstützung bieten. Bereits auf den ersten Seiten ihres beginnenden Abenteuers wird klar, wie detailliert die Charaktere ausgearbeitet sind. Sie gehen genauso miteinander um, wie es Freunde, die sich schon ein Leben lang kennen, miteinander umgehen würden. Es ist einfach schön zu lesen, denn dieses Band der Freundschaft zieht sich durch das ganze Buch. Außerdem besticht das Buch mit seinem Witz. Die Charaktere beweisen kapitelweise, dass sie dem Leser mit ihren witzigen Aktionen bezaubern können. Die Reise durch das Land und durch den Wyld gestaltet sich abenteuerlich und steckt voller Überraschungen. Vom einen auf den nächsten Moment können sich die Jungs in einer ganz anderen Situation, meist ziemlich aussichtslos, befinden und beweisen immer aufs Neue, dass sie das Zeug zum Söldner über die Jahre behalten haben. Fazit Ich kann das Buch jeden wärmsten ans Herz legen, der gerne Fantasybücher liest. Es ist eine einzigartige Reise durch ein faszinierendes neues Land.

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Dieses Buch hat mich schon zu Anfang direkt in seinen Bann gezogen und das, obwohl ich es nach beliebigen Kapiteln jederzeit zur Seite legen konnte. Es hat mich einfach von sich aus gefesselt, auch wenn es immer diese guten Stellen zum Pausieren gab, die natürlich mit Fortschreiten des Buches immer weniger vorkamen. Irgendwann wollte man einfach immer weiter lesen. Wissen wie es weiter geht, und wie die Helden in dieser oder jener Situation nur heil weiter kommen. Gerade im ersten Viertel, war ich aber auch immer wieder hin und hergerissen. Auch aus dem Grund, weil ich es tatsächlich so leicht aus der Hand legen konnte, anstatt es in einem Zug durchlesen zu wollen. Es war aber auch einfach eines dieser Bücher, welches so viel mehr Geschichte beinhaltet, als es überhaupt Seiten hat. Es waren gefühlt so viel mehr Seiten als diese 640 die es in Wirklichkeit waren. Die Geschichte, die Welt, war einfach so groß und so voll von Wesen, Leben, Bildern und Ereignissen, dass es diesen Eindruck machte. Aber das gar nicht mal negativ, denn es hat sich nie in die Länge gezogen, ist immer gut vorran gekommen, vielleicht an manchen Stellen sogar zu schnell, und hat mich tatsächlich nirgends gelangweilt. Ich habe alles gern verfolgt. Es hat mir einfach nur so viel mehr Geschichte geboten als 640 Seiten. Vielleicht versteht man so, warum ich die erste Zeit so zerrissen in meiner Meinung zum Buch war. Auch wenn sie jetzt ganz eindeutig gut ist. Wie ich schon sagte, es gab unglaublich viele Wesen in dieser Welt, die definitiv sehr fantasievoll waren. Manche kannte man schon, von anderen hatte man nie etwas gehört. Die meisten Wesen konnte ich mir sehr gut vorstellen, auch wenn ein Paar andere Wesen mir noch immer ein wenig schleierhaft sind, oder ihre Gestalt während des Lesens sehr sprunghaft in meiner Fantasie war. Aber es gab auch ganz klare Gestalten, so dass sich das Ganze gut die Waage gehalten hat. Den Großteil der Geschichte macht aber die Truppe aus, die aus unterschiedlichsten Charakteren zusammengestellt ist und die allesamt direkt real werden, wenn man ihre Geschichte liest. Ich konnte sie alle ins Herz schließen. Die Saga ist eine super Truppe mit echt besonderen Figuren und jetzt, wo ich das Buch beendet habe ist es schrecklich, dass die Reise mit ihnen - und durch ihre Welt - nun schon ein Ende hat. Aber ich schätze alle Abenteuer enden irgendwann und diese Helden hier sind schließlich auch nicht die Jüngsten. Kurz und Knapp Ein klasse Buch, mit tollen Charakteren und einem Schreibstil, der die Bilder in meinem Kopf aufleben lässt. Zwar konnte ich die erste Zeit das Buch auch gerne mal zur Seite legen, aber die Stellen, an denen das ging wurden im Laufe der Seiten immer seltener, bis ich das letzte Stück gar nicht mehr aufhören wollte. Ein Buch mit tollen und einzigartigen Charakteren, die dem Satz "Helden wie diese gab es noch nie", der groß auf der Rückseite des Buches prangt, auf jeden Fall gerecht werden können. Ich kann natürlich nicht verschweigen, dass ich obwohl ich es auch zu Anfang sofort gut fand, gerade auch im ersten Viertel hin und hergerissen war. Trotzdem kann ich dieses Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Für mich hat es sich gelohnt. Ich hatte Spaß, ich habe gelitten und gelacht. Ich war angespannt und entspannt zugleich, gemeinsam mit den Figuren. Mein Herz wurde an manchen Stellen zerquetscht, es hat gerast wenn es um meine Lieblingscharaktere ging - aber nun bin ich zufrieden. Ich habe ein gutes Buch gelesen.

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