Leserstimmen zu
Könige der Finsternis

Nicholas Eames

Könige der Finsternis (1)

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Einfach genial! Ich bin eher durch Zufall über dieses Buch gestolpert und bin darüber wirklich froh. Denn ich habe mir den zweiten Band der Reihe zugelegt, ohne darüber im Klaren zu sein das es ein zweiter Teil ist. Deswegen habe ich mir kurzfristig das Hörbuch runtergeladen, um es davor zu hören. Das Hörbuch ist im Ronin Verlag erschienen und ist großartig eingesprochen. Von der Geschichte ist es mal etwas anderes als das übliche im Fantasygenre. Denn eigentlich sind alle die Charaktere schon aus dem Heldenalter heraus. Sie alle sind weltbekannt, denn sie alle waren Teil einer Söldnertruppe, die viele Monster besiegt haben. Sie alle sind Männer, die ihre Abenteuerzeit hinter sich haben und ihr eigenes ganz normales Leben führen. Die Geschichte, wird von einem der Söldner erzählt, Clay Cooper aka die langsame Hand. Mit ihm fängt es an, als ihn sein früherer Freund Gabriel aufsucht und um Hilfe bittet. Damit werden die Ereignisse in Bewegung gesetzt und die alte Gruppe wieder zusammenbringt. Clay, ist ein toller Charakter gewesen, den ich mit seinem trockenen Humor einfach gefeiert habe. Für die nun schon älteren Männer ist es nicht mehr so leicht wie in ihren jungen Jahren und es kommt auch öfter zur Sprache. Die Gruppendynamik ist toll und die Schlagabtausche der Männer war manchmal zum Totlachen. Fazit "Könige der Finsternis" ist ein etwas anderer Fantasy Roman, mit vielen trockenen Witz und schwarzen Humor. Es ist als Buch, sowie als Hörbuch grandios und kann ich absolut empfehlen!

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"Könige der Finsternis" lesen hat so richtig viel Spaß gemacht. Clay Cooper und seine Truppe sind legendär. Helden, harte Männer, Legenden. Zumindest waren sie das mal. Heute sind sie eine Rentnertruppe, aus Männern, denen das Leben einst viel versprochen und nicht annähernd die Hälfte davon gehalten hat. Sie alle mussten die Erfahrung machen, dass der Kampf mit Monstern, Magiern und wilden Kreaturen einfacher ist, als ein gepflegtes Sozialleben zu führen. Clay hat es ganz gut hinbekommen. Er lebt mit Frau und Tochter in einem kleinen Häuschen, hat ein geregeltes Einkommen, das nur ab und an ein bisschen gefährlich ist, und hat eigentlich alles im Griff. Bis sein alter Freund Gabriel vor der Tür steht, bei dem einfach nichts läuft. Oder doch? Denn schließlich hat er seine Tochter zu einer mutigen und emanzipierten jungen Frau herangezogen. Die allerdings gerade in der größten Belagerung der letzten Jahre eingeschlossen ist und mit einer eher kleinen Truppe gegen tausende von Soldaten kämpft. Gabriel sieht sich in der Pflicht ihr zu helfen. Außerdem kommt sein alter Drang keiner Prügelei aus dem Weg zu gehen, hervor, doch er weiß, dass er nur dann den Hauch einer Chance hat, wenn er seine alte Truppe auf den Plan holt. Das Unterfangen der Helden dieser Geschichte klingt ausweglos und ja, an der ein oder andere Stelle ist die Handlung etwas überzogen, aber das macht gar nichts, denn bei Heldengeschichten darf ein bisschen was dazu gedichtet werden, das mit der Realität nichts gemein hat. Nicholas Eames schöpft aus den Vollen seiner Vorstellungskraft und kreiert jede Menge phantastischer Biester, Männer und Frauen mit magischen Fähigkeiten und sogar Pflanzen, die zur Gefahr werden können. Seine Figuren sind eine gute Mischung aus farbenfroher Diversität und typischen Helden, die trotzdem so viel Charakter und Dickköpfigkeit haben, dass sie eigen und selbstbestimmt wirken. Die alternden Helden sind starrsinnig und kantig und genau das ist es, was ich an ihnen mag. Mit Bloody Rose hat Eames eine weitere Figur erschaffen, die stark und richtig cool ist. Kein Wunder, dass sie ein eigenes Buch bekommen hat ("Die schwarze Schar"). Die Handlung ist gefüllt mit Action - es werden ziemlich häufig Schwerte / Äxte / Messer gezogen -, aber auch jeder Menge Humor. Ich bin selbst ein wenig erstaunt wie sehr ich den Witz des Autors, der manchmal sogar ein bisschen albern ist, mag. Ganz besonders genial sind die Dialoge!! Darin spürt man, dass Clay und die Truppe schon einiges miteinander durchgemacht haben, was sie aber nicht davon abhält jede Menge Seitenhiebe zu verteilen. Ein Umgang, der nur unter Freunden möglich ist, auch wenn die harten Männer sich natürlich nicht als solche bezeichnen würden. Auf der Instagramseite des Autors gibt es richtig coole Zeichnungen zu den Charakteren, die man sich unbedingt anschauen sollte.

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Die klassische Queste geht schnell ihren gewohnten Gang. Gleichzeitig kann man sich noch über unterhaltsame Details freuen, dann anfangs sind die Ex-Söldner mit wenig mehr als Butterbroten und Wollsocken "bewaffnet" und selbst das wird ihnen bald genommen. Die Erklärungen über die Vergangenheit der Söldnertruppe verknüpft Eames geschickt mit der Suche nach den übrigen Mitgliedern, man muss also keine allzu langatmigen Erzählpassagen jenseits der Haupthandlung befürchten. Überhaupt ist "Könige der Finsternis" angenehm geradlinig erzählt, ohne jemals anspruchslos zu werden. Fans von Andrzej Sapkowski ("Der Hexer") und Joe Abercrombie (die "Klingen"- und "Königs"-Romane) dürfen sich auf eine einzigartige Mischung ganz unterschiedlicher Helden freuen sowie auf ein Best Of so ziemlich jeder Kreatur, die das Genre jemals hervorgebracht hat. Zusätzlich erfindet der Autor neue Rassen, wie die Druine - eine Art Elben mit "Hasenohren" (!) - oder die Daevas - eine Art finstere Engel, die ein überragendes Talent als Kopfgeldjäger an den Tag legen. Im Klappentext vergleicht ein Pressezitat die Geschichte mit den Büchern von Terry Pratchett und George R.R. Martin, tatsächlich hat das Buch mit beiden herzlich wenig zu tun. Der Umgang mit den klassischen Fantasymotiven ist zwar stellenweise ironisch-liebevoll, gleichzeitig geraten aber nicht einmal die schrägsten Hauptfiguren zur billigen Lachnummer. Clay, Gabriel, Matrick, Moog und Ganelon sind ausgereifte, gut durchdachte Figuren, deren Ängste und Nöte der Geschichte zuweilen mehr Tiefe verleihen, als man es angesichts der Übertreibungen an anderer Stelle annehmen würde. Ein Großteil der Handlung vergeht mit der Suche nach dem Rest der Truppe (dem sich nach und nach noch ein untoter Barde und ein zweiköpfiger Riese anschließen), weshalb die gemeinsame Mission nach einer Handvoll Abenteuer recht schnell zu Ende ist. Immerhin gerät damit die finale Schlacht nicht länger als nötig und man darf sich bis dahin auf gelungene Running Gags und amüsante Passagen freuen, in denen Ereignisse auch mal aus ungewöhnlich Perspektiven (nach)erzählt werden. Auch angenehm: Der Roman steht trotz mittlerweile angekündigtem Spin Off ("Die schwarze Schar") für sich, anstatt mit einem monströsen Cliffhanger zu gefühlt sieben Fortsetzungen überzuleiten. Deshalb eignet sich "Könige der Finsternis" ideal als kurzweilige und doch lohnende Fantasylektüre für alle, die nicht die zehnte mehrbändige Saga im Regal brauchen. Originaltitel: "Kings of the Wyld" Bonusmaterial: Interview mit dem Autor

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Das Buch ist etwas ganz besonderes, ich habe das Hörbuch gleich zweimal durchgehört. Ich konnte einfach nicht genug von der Geschichte und den Charakteren bekommen. Der Sprecher war großartig, ich wollte gar nicht aufhören ihm zu lauschen. Die verschiedenen Charaktere wurden durch unterschiedliche Tonlagen perfekt abgebildet. Die Charaktere sind alle so herrlich witzig und einzigartig. Unsere Helden sind etwas in die Jahre gekommen und haben das Abenteuer und die Gefahren hinter sich gelassen. Doch die Tochter von Gab, dem Goldenen kommt in Gefahr und so wird die vielschichtige Gruppe noch einmal zusammengetrommelt. Das Abenteuer war unglaublich spannend und humorvoll, oftmals hörte ich das Hörbuch bis tief in die Nacht und konnte einfach nicht genug bekommen. Die Fantasywelt ist mysteriös und voller spannender Wesen. Die Geschichte ist voller Humor und oftmals musste ich laut auflachen. Ein Hörbuch das direkt ins Herz geht, etwas ganz besonderes. Es war ein unglaublich humorvolles Abenteuer mit herrlichen, einzigartigen Charakteren. Absolute Buchempfehlung! Für jeden der Fantasy mag

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Der Story-Stapel Die Geschichte startet sehr ruhig und nimmt ziemlich viel Anlauf, eher der Spannungsbogen zunimmt. Das liegt zum einen daran, dass die Welt der Saga erklärt werden muss und zum anderen daran, dass sämtliche wichtige Charaktere ausführlich vorgestellt und eingeführt werden. Das war mir etwas zu ausführlich, hier hätte ich mir gerne einen etwas strafferen Verlauf gewünscht. Ansonsten erleben unsere Helden einige Abenteuer und besonders der Weg zur belagerten Stadt war spannend zu lesen und hatte dann nicht mehr ganz so viele Längen gehabt. Die Kampfszenen waren hier sehr abwechslungsreich, auch wenn unsere Saga-Helden schon sehr viel Glück hatten. Charakter-Stapel Der Protagonist ist Clay Cooper, welchen wir als erstes kennenlernen und aus dessen Sicht wir die Geschichte verfolgen. Er wirkt recht bodenständig und normal, was ich sehr angenehm fand. Er ist nicht der Überflieger, sondern quält sich auch mal mit den Scherereien des Alters rum. Die anderen Charaktere sind etwas kantiger, so dass sich jeder irgendwo wiederfinden wird – egal ob es der Kämpfer Ganelon ist, der dickliche Matrick oder der schwule Zauberer Moog. Einzig mit Gabriel habe ich mich schwergetan, irgendwie habe ich ständig Gabriel und Clay verwechselt und zudem konnte sich Gabriel für mich auch charakterlich nicht richtig absetzen. Ansonsten begegnen wir im Laufe der Geschichte viele weitere Charaktere, einige sogar mehrfach, die sich aber nie in den Vordergrund drängen, sondern unseren Helden meist eher zuarbeiten. Stil Stapel Der Stil liest sich recht flüssig und auch wenn es eine ganz eigene Fantasy-Welt ist mit einigen mystischen Wesen, so ist es doch nie holprig oder unverständlich. Der Autor erklärt Dinge an den richtigen Stellen und selbst die häufigen Kampfszenen erschienen nicht langatmig. Kritik Stapel Die Idee ist wirklich cool und bewegt sich etwas abseits der üblichen rüstig-jungen Helden. Leider macht der Autor das mit zu vielen idealen Zufällen für die Saga wett, die von einem Glücksfall in den nächsten schlittern und nur deswegen so weit kommen. Das fand ich irgendwie schade, da dadurch die Spannung stark nachgelassen hat, da man ja wusste, die werden schon irgendwie durchkommen, egal wie brenzlig die Situation ist. Fazit „Könige der Finsternis“ ist eine interessante Fantasy-Geschichte mit einer Heldentruppe, die vielschichtige Charaktere offenbart, aber gleichzeitig bei allen eher an der Oberfläche kratzt. Leider wird es den Helden im Buch zu leicht gemacht, so dass der Spannungsbogen nicht ansteigt, sondern eher vor sich hindümpelt. Deswegen gibt es von mir solide 3 Sterne und eine Leseempfehlung für Fans von Fantasy mit gelungen Kampfszenen.

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Wer sind die "Könige der Finsternis"? In den guten alten Tagen waren sie die besten Söldner weit und breit... aber die guten alten Tage sind alle vorbei und die Mitglieder der einst wie Rock'n'roll-Legenden gefeierte Gruppe "Saga" hat sich in alle Winde zerstreut. Als aber die Tochter von Gabriel in Gefahr gerät, raufen die fünf sich zusammen und begeben sich noch einmal auf die waghalsige Reise durch den Wyld, das Waldgebiet, in dem es vor Monstern nur so wimmelt. Aus Freundschaft. Aus Pflichtgefühl. Und weil sie noch einmal im Ruhm vergangener Tage baden wollen. Wer sich da auf den Weg macht, fragst du dich? Gabriel, einst der "goldene Gabe", Anführer der Bande. Er besaß einst ein sagenhaftes Schwert. Leider musste er mit dem Schwert seine ebenso sagenhaften Spielschulden begleichen. Clay Cooper, eigentlich zufrieden mit seinem Leben als Torwächter, seiner Frau und seiner Tochter. Sagte er sich zumindest. Aber als sein guter Freund auftaucht und ihn um Hilfe bittet, kann er nicht anders. Schließlich hat er selbst eine Tochter, die er um jeden Preis beschützen würde. Moog, Zauberer im Schlafanzug, standesgemäß mit langem weißen Bart. Er trägt einen bodenlosen Sack mit sich herum, in dem sich jede Menge unnützes Zauberzeug befindet und manchmal auch ein Gegenstand, der alle aus der Klemme befreien könnte. Wenn der Sack nur nicht so unaufgeräumt wäre... Matrick, einst geschickt im Umgang mit zwei Dolchen und leiser als eine Maus, jetzt König eines der fünf großen Königreiche von Andual. Er hat deutlich an Alter und Körpermasse zugelegt und die Dolche wurden schon lange durch Schnapsflaschen ausgetauscht. Ganelon, einst von der Gruppe im Stich gelassen und seit zwanzig Jahren versteinert im Besitz einer Gorgone. Mit seiner Axt war er immer der beste und geschickteste Kämpfer von "Saga" gewesen, aber kann er seinen ehemaligen Gefährten ihren Verrat verzeihen? Warum ist das Buch so grandios? Kurz: Weil es Spaß macht. Einen Heidenspaß. Ich muss beim Lesen sehr selten laut lachen, aber hier habe ich wohl häufiger gelacht als bei all meinen bisherigen Lektüren zusammen. Und das, bei einem Debut-Roman! Zu dem Cast aus abgehalfterten Ex-Helden gesellt sich noch eine ganze Reihe weiterer illustrer Figuren, zum Beispiel der Zombie "Kit, der Untötbare". Die Kämpfe gegen originelle Monster sind schreiend komisch und als ob das nicht genug wäre, gibt es noch Kobolde mit erektiler Dysfunktion, einen Antagonisten mit Hasenohren, und und und. Und trotzdem... ist das Buch bisweilen rührend. Schließlich geht es nicht nur um Spaß, sondern auch um eine schwierige Vater-Tochter-Beziehung, den Wert von Freundschaft, Opferbereitschaft. "Könige der Finsternis" meistert den schwierigen Balanceakt zwischen Witz und Emotion so phänomenal, dass ich dem Buch am liebsten elf von zehn Holzschildern geben würde. Ach, ich mach's einfach! Wer das Buch noch nicht gelesen hat und Nicholas Eames nicht kennt, aber zumindest ein wenig mit Fantasy anfangen kann: Gibt diesem Buch die Chance, die es verdient hat!

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Was ist das Beste daran, unsterblich zu sein?“, fragte er Kit Der Ghul dachte lange nach. „Furchtlosigkeit“, sagte er schließlich. „Und was ist das Schlimmste?“ „Manchmal ist es etwas einsam.“ https://www.randomhouse.de/Autor/Nicholas-Eames/p618749.rhd Gabriel, genannt der goldene Gabe, Clay Cooper, Matrick Schädeltrommler, Arcandius Moog und der Nordmann Ganelon bildeten einst die legendäre Söldnertruppe Saga. Sie waren berühmt, gefürchtet und unbesiegbar, manche glaubten sogar, sie seien unsterblich. Aber Helden ergeht es genauso wie jedem normalen Menschen, sie werden alt und vergessen, nur die Lieder über ihre Heldentaten bleiben bestehen. Clay Cooper lebt mit seiner Frau Ginny und seiner Tochter Tally in dem kleinen und abgelegenen Ort Decktal. Sein Traum ist es, ein Gasthof zu eröffnen und heldenhaften Geschichten nur noch zu lauschen, statt sie zu erleben. Bis Gabriel vor seiner Tür steht und seinen alten Kameraden um Hilfe bittet. Seine Tochter Rosie ist mit ihrer Söldnertruppe in der Stadt Castia gefangen, die von einer fremden Armee belagert wird. Clay Cooper lehnt das Ansinnen des Freundes zunächst ab. Er ist zu müde und zu alt zum kämpfen. Ihre Truppe hat sich zerschlagen, sie haben schon Jahre keinen Kontakt mehr. Wie sollen fünf alte Männer es schaffen, noch einmal die Welt aus den Angeln zu heben, durch den finsteren Herzwyld zu wandern und hohe Berge zu erklimmen? Seine Tochter Tally ist es, die ihm fast das Herz bricht und ihn zum Umdenken zwingt. „Du würdest doch kommen, wenn ich in Schwierigkeiten wäre, Papa, oder? Wenn ich weit weg von bösen Leuten gefangen worden wäre? Dann würdest Du kommen und mich retten?“ Diese Sätze treiben den ehemaligen Söldner an, das Unmögliche zu versuchen. In der ausweglosesten Lage, der dunkelsten Stunde, sind sie seine Hoffnung, seine Parole. Gemeinsam mit Gabe begibt er sich auf die Suche nach den anderen Mitgliedern der Truppe, denn Gabe weiß: Ist Clay "die langsame Hand" Cooper dabei, werden alle anderen folgen. Ein letztes großes Abenteuer beginnt, an dessen Ende nicht nur die Rettung einer jungen Frau steht sondern die der ganzen Welt. Kommentar: Was für ein blöder Titel für dieses geniale Buch. Im Original heißt es kings of the wyld, was sich auf den Herzwyld bezieht. Die Truppe ist weder finster, noch sind sie Könige. Sie sind alte Männer, die an diversen Zipperlein leiden und sich jeden Moment des Unternehmens fragen, was sie eigentlich da treiben. Nicholas Eames nennt als Vorbilder Guy Gavriel Kay und Joe Abercrombie. Und seine Geschichte spielt in der gleiche Liga wie die Bücher dieser bekannten und beliebten Autoren. Und was wirklich besonders ist: Es ist ein einzelner Band mit einem spannenden Auftakt, einer atemberaubenden Reise und einem grandiosen Ende. Dabei hat der Autor wirklich alle Register gezogen und seinen Roman so ziemlich alles auftreten lassen, was es in der High Fantasy gibt. Hier einige der Wesen, die seine Welt bevölkern: Mantikore, Zentauren, Lindwürmer, Drachen, Gargoyles, Harpyen, Golems, Dyraden, Riesenspinnen, Aaswürmer, sprechende Wölfe, kämpfende Bäume (Treanten), Nekromanten, Subukkus, Warge, Ixile (Menschen mit Pferdeköpfen), Riesen, Fischmenschen, Kobolde, Gnome, Trolle Chimären. Und natürlich Zombies und Ghule und der Unterschied wird hier sehr genau erklärt. Nenne niemals einen Ghul einen Zombie, das macht ihn echt sauer. Zitat: „Ghul, Zombie, wo liegt da der Unterschied?“, fragte Matrick. „Es gibt sogar einige. Der bedeutendste ist der, dass Zombies Menschen verspeisen.“ Oft werden diese Gestalten nur am Rande erwähnt, sie spielen keine Hauptrolle, überfrachten die Geschichte nicht aber sie sind die Würze des Ganzen, das Salz in der Suppe. Zwei dieser seltsamen Geschöpfe kreuzen den Weg der alten Männer, werden ihre Begleiter bei dieser ausweglosen Mission. Kit, der Untötbare und der Arachnur Tiamax, der eher einer Spinne als einem Mann gleicht. Alleine die Andeutungen der Abenteuer, welche diese Söldnertruppe in ihren besten Jahren erlebt hat, würden Stoff für unzählige Bücher liefern. Ich hoffe, der Autor macht etwas daraus. Denn wenn wir erleben, was diese Fünf und ihre Freunde im Herbst ihres Lebens bewerkstelligen, müssen ihre Taten in ihren besten Jahren unbegreiflich und gewaltig gewesen sein. Neben der wirklich humorvollen und unterhaltsamen Geschichte ist dieses Buch auch sprachlich ein kleines Wunder. In einer bildgewaltigen Sprache, die voller treffender Metaphern steckt, erzählt er die Reise der alternden Helden in einem sagenhaften Tempo, so dass man als Leser das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Hier ein Beispiel: "Die Worte *gar nichts* warteten auf Clays Zunge wie ein Schauspieler, der bereit ist, die Bühne zu betreten, doch er hielt den Vorhang geschlossen.“ Hier werden unzählige Nuancen des Schulterzuckens beschrieben, die wie ein Film vor dem Auge des Lesers ablaufen Clay Cooper denkt viel aber redet wenig, in diesem Buch ist das ein „running Gag“ der mich häufig lauthals zum Lachen gebracht hat. Oft denken die Mitglieder der Saga an die alten Zeiten zurück. Die Welt hat sich verändert, die heutigen Söldnertruppen kämpfen lieber in der Arena und baden dort im Applaus der Menge, statt sich den wahren Gefahren zu stellen. Niemand betritt mehr den Herzwyld, die Ungeheuer werden in Gefangenschaft gezüchtet und auf den Kampf in der Arena vorbereitet. Als die legendäre Truppe wieder aktiv wird, ziehen sie eine Horde von Feinden hinter sich her, wie der Rattenfänger von Hameln die Ratten. Der Beginn ihrer Mission steht unter keinem guten Stern. Zweimal werden sie von der Brigantin Lady Jain und ihren Seidenstrümpfen überfallen und ausgeraubt. Ein Schmach, der sich mit nichts in ihrem bisherigen Leben vergleichen lässt. Ich habe hier sehr gelacht und mir die Szenen bildhaft vorgestellt. Obwohl es sich um eine mittelalterliche Welt handelt, in der Zauberei eine große Rolle spielt, gibt es auch Ansätze von Technik, wie etwa Luftschiffe oder eine Art von Strom. Der Autor hat dies gut miteinander kombiniert ohne einen Bruch in der Geschichte zu riskieren. Alles folgt nahtlos und überzeugend aufeinander, nichts wird dem Zufall überlassen. Ein weiterer „running Gag“ ist der Tod der zahlreichen Barden, welche die Söldnertruppe auf ihren Abenteuern begleitet haben. Nun haben sie einen Untoten als Barden und es stellt sich natürlich die Frage, ob und wie letztendlich überlebt. Dem Ideenreichtum Nicholas Eames sind hier keine Grenzen gesetzt, ich bin gespannt, was aus seiner Feder noch folgen wird. Am Ende des Buches wird der Autor gefragt, welches seine Lieblingsfigur ist. Ich mag Clay Cooper ebenfalls sehr gerne aber die Nebenfiguren wie der Ettin wachsen dem Leser ebenfalls sehr ans Herz. Sie besitzen eine Lebendigkeit, die man nur noch selten in der Fantasy findet. Hier noch ein paar Szenen aus dem Buch: Seite 546: Er sah Matrick zweimal an- nun ja, eigentlich zwölfmal, wenn man alle acht Augen mitzählte und die beiden unter den Klappen davon abzog.“ Seite 555: „Leider starb er zu jung“. „Zu jung?“, fragte er Gabriel. „Woran ist er denn aus dem Leben geschieden?“ Moog kratzte sich an seiner buschigen Nase. „Nun, ihr könnt sehen wie groß er war. Anscheinend ist der durch einen Latrinensitz gebrochen und in der Grube darunter ertrunken oder erstickt.“ Ein Scheißtod, wollte Clay gerade bemerken…" Das ist es, was ich an High Fantasy so mag: Trockenen, teils schwarzen oder bösen Humor, eine rasante und innovative Geschichte, symphytische Helden mit Ecken und Kanten und gewaltige Schlachten. Besser geht es kaum noch. Schön, dass es AutorInnen wie Susanne Pavlovic, Col Buchanan oder jetzt Nicholas Eames gibt, die auf unglaubwürdige, junge Charaktere und Romancy verzichten und zeigen, dass auch ältere Menschen einen großen Wert haben. Ein Newcomer, der seinen Vorbildern alle Ehre macht und absolut gelungenes Debut. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar angefordert, ohne zu wissen, was mich erwartet. Was ein Glück. Meine Meinung ist rein subjektiv und keine Werbung. Aber das Buch muss jeder echte High Fantasy Fan einfach lesen! Noch ein Zitat aus der Weltpresse: Eames writes like a hurricane and has a voice like no one else in this genre (Sam Sykes)

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Die Geschichte um den Söldnertrupp von Clay und Gabriel konnte mich anfangs begeistern, doch dann schlug sie in Frustration um. Mehr erfahrt ihr unten im Text. Meine Meinung zum Cover: Das Cover war der Grund, warum ich auf das Buch aufmerksam wurde. Das Setting sprach mich sofort an. Die Zeichnungen sind richtig gut gelungen und zogen meinen Blick an. So ähnlich stelle ich mir Clay und seinen Trupp vor. Meine Zusammenfassung des Inhaltes: Ich kann keine vollständige Zusammenfassung schreiben, weil ich das Buch vorzeitig abgebrochen habe. Clay Cooper führt seit vielen Jahren ein normales Leben. Er hat eine Familie gegründet und dem Leben als Söldner vollkommen den Rücken gekehrt. Doch dann kommt sein alter Freund Gabriel zu ihm und bittet Clay auf eine halsbrecherische Reise zugehen. Gabriel möchte mit Clays Hilfe die alte Truppe wieder zusammentrommeln und auf eine Rettungsmission gehen. Doch das ist gar nicht so leicht. Bei der Suche nach den Gefährten müssen sie allerlei Widrigkeiten überstehen. Doch das ist gar nicht so einfach, die Männer sind alt geworden und leiden unter so manchem Wehwehchen. Meine Meinung zum Inhalt: Ich muss sagen, dass ich eine ganz andere Geschichte zu lesen bekam, als ich erwartet hatte. Den Beginn fand ich noch sehr gut. Der Schreibstil des Autors ist gut und angenehm zu lesen. Allerdings neigt er zum Ausschweifen. Gerade in den ersten 150 Seiten hatte ich das Gefühl, dass man einiges kürzen hätte können. © Cover: Heyne, Foto: Viktoria M. Keller Das Konzept mit den Söldnern, die wieder in ihr altes Leben zurückkommen und dabei merken, dass sie nicht mehr das leisten können wie früher, hat mir gefallen. Doch die Art und Weise der Erzählung konnte mich leider so gar nicht überzeugen. Die Wehwehchen der Söldner werden oftmals auf die Schippe genommen. Ab und an hatte ich das Gefühl, dass sich die Männer selbst nicht ernst nehmen können. Der Trupp ist ebenso ziemlich verkommen und sie wurden sehr weich. Dann wiederum schimmerten die Krieger in ihnen hervor. Aber das dauerte viel zu kurz an. Sie ließen sich zwei Mal von den gleichen Personen überfallen und benahmen sich dabei wie unerfahrene Händler, die niemals einen Kampf erlebt haben. Sie müssen sich doch daran erinnern, wie sie damals handelten. Vergisst man denn alles? Gehen die Reflexe und Erfahrungen über die Jahre wirklich verloren? Ab Seite 194 zeigen sie dann endlich, dass sie einmal Söldner waren. Ich dachte, dass die Geschichte nun endlich vorankommt. Doch weit gefehlt! Erneut kamen Szenen, die die Geschichte in die Länge ziehen. Das Geschehen begann mich eher zu nerven, als dass mich die Spannung packen konnte. Die Grundidee konnte mich begeistern, aber leider die Umsetzung nicht. Ich begann mich zu zwingen das Buch zu lesen. Mir persönlich wurde immer langweiliger, weil die Ereignisse den Grund der Reise immer mehr verzögerten und ich keine Lust mehr auf das hatte. Irgendwie ging es nicht voran, was mich frustrierte. Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen das Buch abzubrechen. So bringt mir das Lesen nichts. Vielleicht versuche ich in ein paar Monaten das Buch erneut zu lesen. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Mein Fazit: Dieser Geschichte liegt ein tolles Konzept zu Grunde. Doch leider konnte mich die Umsetzung und der Stil nicht begeistern. Für mich war er zu ausschweifend und die Geschichte beinhaltet viele Szenen, die für mich unnötig sind. Ich mochte die Idee mit den gealterten Söldnern und auch der Humor mit dem die Ereignisse genommen wurden, waren gut. Doch leider würde es irgendwann zu lächerlich für mich und ich begann mich zu langweilen, deshalb habe ich es schlussendlich abgebrochen. Ich konnte mich nicht an der Geschichte erfreuen. Da mir Cover, Konzept und Idee gefallen haben, vergebe ich trotz Abbruch 3 von 5 möglichen Sternen! Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

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