Leserstimmen zu
Im Schatten des Berges

Gregory David Roberts

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Gregory David Roberts wurde 1978 wegen bewaffneten Raubüberfalls zu einer 23-jährigen Haftstrafe verurteilt. Grund für die Überfälle war seine Heroinsucht und der daraus resultierende Beschaffungsdruck. Nachdem er im australischen Gefängnis zwei Jahre seiner Strafe abgesessen hatte, gelang ihm die Flucht. Nach einem Zwischenaufenthalt in Neuseeland ließ er sich in Mumbai, Indien nieder. 1990 wurde er in Frankfurt gefasst und an seine Heimat ausgeliefert. Dort verbrachte er dann sechs Jahre im Gefängnis, davon zwei in Isolationshaft. In dieser Zeit begann er auch an seinem Debütroman „Shantaram“ zu arbeiten, der maßgeblich auf seinen Erfahrungen in Mumbai basiert. Und so folgen wir in dem Roman „Shantaram“ dem Australier Lindsay, wie er in den 1970er Jahren mit falschen Papieren in Bombay strandet, nachdem ihm auf spektakuläre Weise die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis gelungen ist. Zu seinem Glück begegnet er schon bald dem jungen Inder Prabaker, der in den Slums lebt und ihn unter seine Fittiche nimmt. Von Prabaker lernt Lindsay nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen und Verantwortung zu übernehmen. Als „Shantaram“, als „Mann des Friedens“, wird er zum Anwalt der Armen, arbeitet als Arzt im Slum, kämpft mutig und aufopferungsvoll für eine menschenwürdigere Welt und nicht zuletzt um die Liebe seines Lebens. In „Im Schatten des Berges“ geht die Geschichte von Lin weiter. Zwei Jahre sind vergangen und er hat einen wichtigen Menschen verloren. Seitdem bekämpfen sich die verschiedenen Mafia-Gangs immer unerbittlicher – die Gewalt eskaliert. Schließlich begegnet Lin einem heiligen Mann, der alles infrage stellt, was Lin über die Liebe und das Leben zu wissen glaubte. Mit einer Gesamtlaufzeit von knapp 79 Stunden handelt es sich hierbei um eine Box mit der ungekürzten Lesung der beiden Bücher, die einen über diesen ungewöhnlich langen Zeitraum hinweg begleitet und stellenweise zu verzaubern weiß. Jürgen Holdorf leistet als Sprecher wirklich hervorragende Arbeit. Er versteht es, den Figuren beim vorlesen einen unverwechselbaren Charakter zu geben und sie lebendig werden zu lassen. Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen von Indien und seinen Menschen. Während die Liebe des Protagonisten zu Indien wächst, nehmen einen die bildhaften Beschreibungen gefangen, so dass einen selbst Begeisterung für Land und Leute befällt. Obwohl nicht immer alles positiv ist, begleitet man Lin gern in eine Welt voller Abenteuer, Drogen, Korruption, Gewalt und Rivalitäten, die aber auch Raum für Spiritualität, Religösität, Philosophie, Freundschaft und die große Liebe bietet. Eine wirklich bunte Themenmischung, die mal einfach nur unterhaltsam ist und manchmal auch zum nachdenken anregt. Die Sprache ist gelegentlich etwas schwülstig und die Aphorismen und Weisheiten nehmen im zweiten Buch massiv überhand, was leider zu einigen Längen führt. Das konnte ich diesem Hörbuch jedoch nicht allzu übel nehmen, da es mich weitestgehend gut unterhalten hat. Lesern, die Abenteuer- und Liebesromane gemixt mit philosophischen Dialogen und zahlreichen Aphorismen mögen, kann ich dieses Hörbuch, beziehungsweise diese Hörbücher, empfehlen.

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Inhalt: "Shantaram" ist die Geschichte des Australiers Lin, der aus dem Gefängnis ausbricht, in Mumbai untertaucht, als Arzt im Slum arbeitet und um die Liebe seines Lebens kämpft. In "Im Schatten des Berges" geht sein Abenteuer zwei Jahre später weiter. Der Mafiaboss Khaderbai, den Lin wie einen Vater verehrt, stirbt und die verschiedenen Gangs bekämpfen sich immer unerbittlicher. Da begegnet Lin einem heiligen Mann, der alles infrage stellt, was Lin über die Liebe und das Leben zu wissen glaubte. Lin würde die Stadt am liebsten verlassen, aber zwei Dinge halten ihn davon ab: die Liebe und ein verhängnisvolles Versprechen … + gelesen von Jürgen Holdorf + Meinung: Ich wollte Shantaram als Buch lesen aber die Seitenzahl hat mich ewig abgeschreckt. Da dachte ich das ich es mal mit einem Hörbuch versuche. Mein ERTSES.... Und ich wurde nicht enttäuscht. Von Anfang an hatte ich das Gefühl mit dabei zu sein. Die Landschaft Indiens zu sehen. Selbst die Gerüche die er wahrnimmt werden so wunderbar beschrieben das es sofort etwas in einem auslöst. Man wird von Worten verzaubert. Selten schafft es ein Autor eine so lange Geschichte durchweg spannend zu halten.  Die Angst die er fühlt, wie er sich verliebt, seine Gedanken ...all das wird mit solch einer Intensität erzählt, das man die Kopfhörer nicht mehr herunter nehmen möchte. Er ist so begeistert von der Kultur Indiens, das es einem zum Träumen verleitet. Shantaram war jede Minute meiner Zeit wert und es wird sich lohnen das Buch doch zu lesen auch wenn ich die Geschichte jetzt schon kenne.

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Gregory David Roberts hat mit "Shantaram" und "Im Schatten des Berges" eine atemberaubende Geschichte vor der exotischen Kulisse Indiens geschrieben. Das Hörbuch liest Jürgen Holdorf, einer meiner Lieblings-Hörbuchsprecher, mit viel Esprit und versetzt den Hörer nahe ans Geschehen. Zum Inhalt: Der Australier Lindsay taucht nach seinem Ausbruch aus dem Gefängnis auf der Flucht vor Interpol in Mumbai unter und versucht sich dort abseits des Tourismus und losgelöst von jedem Indien-Pathos der Rucksacktouristen in das Stadtleben einzufinden und mit diesem zu verschmelzen. Das gelingt ihm durch Vertrauen, gute Intuition und offene Augen, Ohren und ein offenes Herz und nicht zuletzt durch den Inder Prabaker. Der junge indische Führer hilft ihm, seine Möglichkeiten auszuloten und seinen ruhenden Pol wiederzufinden. Seite an Seite mit den Armen fühlt er sich sicher, doch dann trifft er eine junge Frau, die ihn aus dem Gleichgewicht wirft. In der Fortsetzung "Im Schatten des Berges" wird der Faden der Geschichte aus "Shantaram" aufgegriffen und fortgesetzt. Der Autor erzählt sehr emotional von Liebe und Freundschaft, von der Mafia in Mumbay und deren Verbrechen, von der Freiheit und von philosophischer Suche nach dem Lebenssinn. Tragik und Glück stehen dicht beieinander und eine gesunde Portion Optimismus am Ende versöhnen den Hörer mit der faszinierenden, schmutzigen, armen und traurigen und gleichzeitig faszinierenden Welt Indiens. Es ist ein Hörmarathon von knapp 80 Stunden, aber jede davon hat sich für mich gelohnt. Die tollkühne und bewegende biografische Geschichte einer Reise ist authentisch und spannend. Viele interessante Details, Blicke nach links und rechts vom Erzählstrang und nicht zuletzt die Lesestimme von Jürgen Holdorf mit sehr angenehmer Tonlage bereiten großen Genuss beim Hören. Von ruhiger und unaufgeregter Art bis zum dichten und spannenden Lesen reicht die Bandbreite, mit der der Sprecher den Büchern Leben einhaucht. Er ist eine großartige Stimme für den überschwänglichen und ein wenig arroganten Ich-Erzähler Lindsay, der manchmal eine übertriebene und blumig-poetische Sprache benutzt. Doch letzteres gehört zur mit viel Leidenschaft dargebotenen Geschichte dazu, die an die Biografie des Autors angelehnt ist. Gregory David Roberts verbrachte 10 Jahre mit gefälschtem Pass in diesem Land der Gegensätze. Die Leidenschaft des Autors für das Land Indien und die dort lebenden Menschen ebenso wie die so passende Sprecherstimme machen das Hörbuch zu einem Genuss, trotz oder vielleicht gerade wegen der Länge. Es gibt eine klare Empfehlung von mir, jede Minute davon zu genießen.

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