Leserstimmen zu
Das alte Böse

Nicholas Searle

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"Der akribische Aufbau des Lügengebäudes mitsamt seinem verschachtelten Fundament lässt ihm das Adrenalin in die Adern schießen." Roy und Betty sind beide über 80 Jahre alt und haben sich über ein Internet-Portal kennengelernt. Roy zieht sehr bald bei Betty ein, und obwohl er sich von ihr bedienen lässt und Bettys Enkel Steven wenig begeistert von dem Eindringling ist, scheint es den beiden recht gut miteinander zu gehen. Doch schon bald wird mehr und mehr deutlich, dass Roy nicht derjenige ist, für den er sich ausgibt, und dass er etwas auszuhecken scheint. Über Rückblenden erfährt der Leser/Hörer mehr über Roys Machenschaften in der Vergangenheit, und durch die Schilderung des aktuellen Geschehens im Leben von Roy und Betty bekommt man einen Eindruck von Roys kriminellen Handlungen, die von Betrug bis zu Prostitution reichen, ohne dass man beim Lesen/Hören ganz verstehen kann, was hinter Roys Aktionen und Reaktionen steckt. Dadurch wird vor allem am Anfang des Romans viel Spannung aufgebaut, obwohl ich den Roman auch zu Beginn schon etwas vorhersehbar fand. Der Roman ist sprachlich einfach gehalten, so dass man der Geschichte problemlos folgen kann und gut unterhalten wird. Nach dem vielversprechenden Einstieg empfand ich ‚Das alte Böse‘ jedoch ab dem zweiten Drittel als zu langatmig und zu weitschweifig. Die Wendungen fand ich nicht allzu überraschend, und auch die Auflösung der Geschichte kam nicht völlig unerwartet, sondern zeichnete sich schon eine ganze Weile ab. Auch waren die Protagonisten in meinen Augen wenig überzeugend und nur oberflächlich charakterisiert. Das Hörbuch wird sehr ansprechend von Dietmar Bär gelesen, der die Geschichte ebenso ruhig wie packend vorträgt, so dass man ihm stundenlang zuhören kann, auch wenn die Geschichte selbst weniger packend ist als erhofft.

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