Leserstimmen zu
Alles, was du fürchtest

Peter Swanson

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€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Kate hat bereits schlimme Dinge durch leben müssen. Um damit endlich abzuschließen, stimmt sie einem Wohnungstausch mit ihrem Cousin Corbin zu. Doch als sie in Boston ankommt, findet man in der Nachbarswohung die Bewohnerin Audrey tot auf. Corbin behauptet Audrey nicht gekannt zu haben. Doch schnell bekommt Kate Zweifel an Corbins Worten. Meine Meinung: Das Cover finde ich gut gewählt. Auch ist der Scheibstil an sich sehr gut und leicht zu lesen. Doch leider zieht sich der erste Tei l der Geschichte sehr. Was manchmal etwas nervig war. Im zweiten Teil wird aus verschiedenen Perspektiven gelesen. Was ich eigentlich immer sehr gerne mag. Doch der Perpektivwechsel war immer dann wenn es gerade spannend wurde. Die danach folgende Perspektive hat dann zum Teil alles wiederholt was vorher schon die andere Person von sich gegeben hatte nur halt aus seiner Sicht. Was der Spannung viel genommen hat. Was wirklich sehr schade ist. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut. Auch die Charaktere sind so eine Sache. An sich konnte ich mich gut in Kate einfühlen. Ihre Vergangenheit ist wirklich schrecklich. Doch dann startet sie Aktionen die wieder gar nicht zu dem erlebten und ihrem Verhalten passt. Was ich nicht sehr stimmig fand. Sondern mehr so "Hä, wie jetzt?"... Corbin ist nicht gerade ein sympathischer Kerl. Wobei seine Abschnitte noch mit am spannendsten waren. In meine Augen entwickeln sich die Charaktere zu schnell und zu unglaubwürdig. Ich denke wenn man solche psychischen Probleme hat wie Kate, dann würde man sich komplett anders verhalten. Nicht einfach so in eine Wohnung einbrechen oder auf eigene Faust versuchen die Wahrheit zu erfahren. Sorry aber das war zu unrealistisch. Fazit: Ich habe leider mehr von diesem Thriller erwartet. Vieles war langgezogen oder auch unrealistisch. Andererseits gab es auch spannende Momente. Doch das waren leider zu wenig. Von mir gibt es drei Sterne. Vielen lieben Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!

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Bewertung: 3 1/2 Sterne Dies ist mein erster Thriller von Peter Swanson, obwohl ich den gehypten letzten Thriller "Die Gerechte" des Autors auf meinem SuB habe. Da die Meinungen eindeutig dazu tendieren, dass "Alles, was du fürchtest" nicht an seinem Vorgänger herankommt, habe ich das Buch aus der Bücherei mitgenommen und hebe mir "Die Gerechte" für später auf. Das Thema Wohnungstausch kommt bei Thriller in letzter Zeit häufiger vor. In diesem Buch hat es aber nur anfangs eine Bedeutung, der Thriller geht danach in eine andere Richtung. Kate, unser Hauptcharakter, möchte endlich ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Deshalb stimmt sie einem sechsmonatigen Wohnungstausch mit ihrem Kusin Corbin zu, der in Boston wohnt. Während sie sich auf dem Weg über den Antlantik macht, fliegt Corbin nach London und wird ihre kleine Wohnung beziehen. Kaum angekommen, erfährt Kate, dass ihre Wohnungsnachbarin tot aufgefunden wurde und verständigt Corbin. Dieser erzählt ihr, dass er die junge Frau kaum kannte. Doch warum findet Kate den Wohnungsschlüssel des Mordopfers bei ihm in der Wohnung? Alan, ebenfalls ein Bewohner des Hauses, freundet sich mit Kate an. Doch bald findet sie heraus, dass er das Mordopfer gestalkt hat. Zusätzlich passieren mysteriöse Dinge, die sie bald an ihre Grenzen bringen. Eigentlich hat aich Kate eine Auszeit genommen, damit sie ein normales Leben führen kann. Sie leidet noch immer unter Panikattacken und möchte endlich mit ihrer Vergangenheit abschließen.... Den Einstieg aus der Sicht von Kate fand ich gelungen. Danach braucht man allerdings einen etwas längeren Atem bis die Geschichte endlich in Fahrt kommt. Oftmals konnte ich Kates Verhalten, besonders mit dem Bezug zu ihrer Vergangenheit, nicht verstehen. Sie ist eine unsichere junge Frau und man fragt sich als Leser, ob die mysteriösen Dinge wirklich passieren oder sich Kate alles nur einbildet. Richtig warm wurde ich mit ihr nicht. Der Autor spielt hier gekonnt mit der Angst der Protagonistin und verunsichert dabei auch den Leser. Mit der Zeit entwickelt sich Kate jedoch wahnsinnig weiter. Generell legt Swanson großen Wert auf seine Charaktere und deren Hintergründe. Die Konstellationen sind gelungen, ebenso spielt er mit moralischen Verwerflichkeiten. Sympathisch waren sie mir allerdings nicht wirklich. Der Autor widmet sich auch vielen Nebensächlickeiten und nimmt dadurch wesentlich Tempo aus seiner Geschichte. Gefallen hat mir, dass man aus verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen liest, während sich das Grauen langsam verdichtet. Swanson erzählt sehr detailliert und hat einige tolle Plottwists eingebaut. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven gab es aber auch einige Wiederholungen. Das Ende ist rasant und spannend, aber nicht unbedingt eine Überraschung, denn den Täter hatte ich bereits identifiziert...schade! Schreibstil: Peter Swanson schreibt flüssig und man liest sich schnell durch die 400 Seiten, obwohl es doch einige Längen gibt. Die Kapitel sind eher kurz gehalten. Erzählt wird aus verschiedenen Sichtweisen. Die Charaktere sind sehr vielschichtig dargestellt und sind eher undurchsichtig. Fazit: Ein interessanter Thriller, der etwas langsam in Fahrt kommt und leider auch den Täter zu früh preis gibt. Der Rest ist facettenreich, das Setting gelungen. Der Autor spielt gekonnt mit der Angst der Protagonistin und der Leser. Guter Thriller mit einigen Schwächen.

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Sehr spannend

Von: Katja L. aus Nürnberg

11.06.2019

Kate Priddy leidet Zeit ihres Lebens an allerlei Ängsten und muss als Studentin feststellen, dass die Realität manche Vorstellung noch übertrifft. Als ihr Cousin zweiten Grades, Corbin Dell, einen Wohnungstausch vorschlägt, überrascht sie ihre Eltern und vorallem sich selbst mit einer Zustimmung und tauscht ihr Londoner Appartement gegen eine Wohnung in Boston. Kaum dort angekommen wird Kate mit dem Verschwinden ihrer Nachbarin konfrontiert, welche später ermordet aufgefunden wird. Die Polizei hält Corbin für verdächtig, doch auch Alan, ein weiterer Nachbar, verhält sich merkwürdig und dann ist da noch Jack, ein angeblicher Freund der Toten… Kate weiß bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann und gerät dabei selbst ins Visier des Mörders. Der Schreibstil ist flüßig und zielorientiert: Überwiegend begleiten wir Kate und erfahren, wie sehr ihre Ängste sie einschränken. Auch Alans Sicht wird eingebaut nachdem sich Kate und er angenähert haben. Als zweite Handlungsebene wird uns Corbins Vergangenheit etappenweise geschildert und bald schon wird der Zusammenhang zu den aktuellen Geschehnissen deutlich. Ab diesem Zeitpunkt erhält auch Henry Gelegenheit seine Sicht darzulegen. Die beiden wichtigsten Figuren, Kate und Corbin, passen perfekt zu einer Geschichte, in der nichts ist wie es scheint. Kate weckt mit all ihren Ängsten und ihrer Unsicherheit nicht unbedingt sofort Sympathie, eher ist man als Leser ungeduldig und mitunter fast genervt. Für Corbin dagegen verspürt man mindestens Mitleid, wenn nicht gar Sympathie – bis sich Stück für Stück zeigt, wer sich trotz bzw. gerade wegen Widrigkeiten wie weiterentwickelt hat. Eine unheilvolle Atmosphäre wird durch viele kleine, subtile Begebenheiten in Kates Alltag herauf beschworen und andererseits führen die Einblicke in Corbins Vergangenheit dem Leser zügig sowohl Mordmotiv als auch Täter vor Augen. Ein Thriller, der seinen Nervenkitzel erhält indem er gekonnt in Frage stellt, ob man sich selbst und seiner Umwelt trauen kann. Doch nicht nur Fans des subtilen, psychologischen Thrills kommen hier auf ihre Kosten, auch die Morde sind drastisch genug beschrieben, um für Gänsehaut und Widerwillen zu sorgen.

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Nachdem ich „Die Gerechte“ von Peter Swanson vor einem Jahr regelrecht verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf „Alles was du fürchtest“. Ich kann gar nicht glauben, dass das Buch so lange auf dem SuB lag! Kaum angefangen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und hab sogar im Bus gelesen, obwohl mir dabei immer schlecht wird. Peter Swanson schafft ein spannendes Ausgangsszenario. Nachdem Kate Priddy versucht, sich endlich wieder dem Leben zu stellen, das nach einem traumatischen Erlebnis zu einem Versteckspiel geworden ist. Als sich die Gelegenheit ergibt, tauscht sie mit ihrem Cousin Corbin die Wohnung. Für einige Wochen wird sie nach Boston gehen und Corbin wird ihr Apartment in London bewohnen. Kate ist guter Dinge, auch wenn gelegentlich Panikattacken dafür sorgen, dass ihr Zweifel kommen. Doch gleich am ersten Tag wird in der Nachbarwohnung eine junge Frau ermordet aufgefunden. Corbin erklärt, dass er seine Nachbarin Audrey kaum kannte. Doch Kate findet einen Schlüssel zu ihrer Wohnung in Corbins Küchenschublade. Auch Kates Nachbar Alan scheint mehr zu wissen und Audreys Freund Jack, der nicht loslassen kann und nach Audreys Tod immer wieder vor dem Haus auftaucht, behauptet sogar, dass Corbin und Audrey eine Affäre hatten. Kate merkt, dass Merkwürdiges um sie herum passiert und sie fühlt sich bald nicht mehr sicher. Der Fokus des Romans liegt bei Kate, einer jungen Frau, die wieder zu sich selbst finden will. Sie kann ungewöhnlich gut zeichnen und sie möchte ihren Aufenthalt in Boston nutzen, um ein Kunstseminar zu besuchen. Ihre Ängste machen sie zu einer schlechten Beobachterin. Sie weiß nicht, ob sich die Zeichnungen, die sie von den Personen, die ihr begegnen, gemacht hat, verändern oder ob sie die streunende Katze, die immer wieder in ihre Wohnung schlüpft, wirklich hinausgelassen hat. Zudem ist sie verunsichert, weil sie sich von ihrem Nachbarn Alan angezogen fühlt. Er ist attraktiv, aber scheint auch merkwürdig zu sein. Immerhin gibt er zu, Audreys Wohnung beobachtet zu haben. Mit einem weiteren Handlungsstrang, der in Corbins Vergangenheit blicken lässt, lenkt Peter Swanson den Leser auf die richtige Spur. Obwohl hier schon einiges erklärt wird und man sich dem Mörder schrittweise nähert, ist dieser Handlungsstrang für die Komposition des Thrillers notwendig, ohne dabei die Spannung zu zerstören. Ohnehin lebt „Alles was du fürchtest“ vom geheimnisvollen Thrill, der sich aufgrund der subtilen Veränderungen in der Wohnung, dem voyeuristischen Nachbarn Alan und der Frage, wem hier zu trauen ist, ergibt. Kate, die aufgrund ihrer psychischen Labilität ohnehin in stetiger Angst lebt, ist dem Leser hier keine Hilfe. Dafür ist ihre Wahrnehmung zu unzuverlässig. So ist „Alles was du fürchtest“ ein durchgehend spannender Thriller, der die Story konsequent und logisch zum Schluss bringt. Dabei wird ab und an vorgegriffen, so dass nicht alles überraschend kommt, aber es macht auch mal Spaß, beim Mitraten richtigzuliegen. © Tintenhain

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Mich hat das Buch total überzeugt! Peter Swanson zeigt mit dem Buch "Alles was du fürchtest" mal wieder was er kann. Der Spannungsverlauf wird das komplette Buch lang oben gehalten und man kommt dem Täter nach und nach immer mehr auf die Spur. Für alle die Angst haben etwas verpasst zu haben oder ein Detail übersehen zu haben, keine Angst! Der Autor hat sich am Ende für eine sehr ausführliche Aufklärung entschieden! Die Story rund um die Hauptprotagonisten ist genau mein Ding. Interessante Charaktäre und spannende Hauptschauplätze. Peter Swanson bringt nicht nur viel abwechselung durch verschiedene Perpektivenwechsel rein sondern auch das ein oder andere Lebensgefühl was man für sich privat mitnehmen kann.

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Die Geschichte wird aus der Perspektive von Kate, Corbin, Henry und Alan erzählt, wobei der Hauptfokus auf Kate Priddy liegt. Um sich ihren Angststörungen zu stellen geht Kate auf den Vorschlag ihrer Mutter ein und tauscht für ein halbes Jahr ihre Wohnung mit die ihres Cousin. Nachdem in der Nachbarswohnung eine Frau ermordet wurde sieht Kate überall gefahren und droht mehrmals von einer Panik heimgesucht zu werden. Gleichzeitig aber nimmt sie das Leben ihres Cousin und dessen Nachbarn unter die Lupe und beginnt auf eigene Faust zu recherchieren. Diese zwei doch sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen waren für mich nur schwer zu vereinen, da ich nicht davon überzeugt bin, dass ein Mensch mit so starken psychischen Problemen wirklich selbst und vor allen Dingen alleine Detektiv spielen anfängt. Während Kate das Leben der Personen in ihrem Umfeld durchleuchtet erfährt man als Leser einiges aus der Vergangenheit von Corbin und dessen Bekanntschaft zu Henry. Diese Abschnitte waren für mich dann auch tatsächlich deutlich spannender, als die die in der Gegenwart spielen und sich um Kate drehen. Insgesamt jedoch sind alle Protagonisten äußerst schräge Persönlichkeiten, bei deren Entwicklung der Autor ein wenig übers Ziel hinausgeschossen ist. Eine Spur mehr Realität wäre hier sehr wünschenswert gewesen. Die verschiedenen Handlungsstränge waren durchaus interessant und informativ, allerdings bei weitem nicht so spannend wie ich es bei einem Thriller erwarten würde. Wer der Täter ist wird auch relativ bald klar und dann dreht es sich im letzten Teil eigentlich nur noch um das "wie". Auch hier konnte man sich den Großteil denken, wodurch die Spannung erneut auf der Strecke blieb.

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Zum Buch: „Alles, was du fürchtest“ ist der dritte Thriller von Peter Swanson. Mit „Die Gerechte“ hat er bereits eine große Zahl an Lesern begeistern können. Nun ist er zurück mit einer neuen, 400 Seiten langen Geschichte, die im Januar 2019 im Blanvalet-Verlag erschien. Es geht wieder nach Boston, wo man die junge Engländerin Kate begleitet, die sich erstmal einleben und an Amerika gewöhnen muss. Zum Inhalt: Kate beschließt mit ihrem Cousin Corbin die Wohnung für ein halbes Jahr zu tauschen. Nur bedeutet es für sie, die seit einem traumatischen Erlebnis unter einer Angststörung leidet, von London nach Boston zu ziehen. Anfangs mit den neuen Eindrücken überfordert, lebt Kate sich gut ein und lernt nach und nach die anderen Mieter aus Corbins Haus kennen. Doch eine Tür bleibt ihr verschlossen. Audrey, die Frau von nebenan, reagiert auf kein Klopfen und Klingeln. Wenige Tage später haben die Bewohner Gewissheit – Audrey ist tot und es war keine natürliche Todesursache. War es Corbin? War es jemand aus dem Haus, mit dem Kate jetzt Tür an Tür wohnt? Unter völlig Fremden versucht Kate mehr herauszubekommen und gerät dabei selbst in Gefahr. Wem kann sie trauen und wem nicht? Meine Meinung: Ich habe „Die Gerechte“ wirklich geliebt und war erst skeptisch, ob Peter Swanson jemals wieder ein Buch schreiben könnte, das da ran kommt. Doch ich wurde eines besseren belehrt und habe mit „Alles, was du fürchtest“ mein neues Lieblingsbuch von ihm entdeckt. Es ist noch spannender, noch nervenaufreibender und noch packender als „Die Gerechte“. Zum einen liegt das am Schreibstil. Man kommt super schnell durch die Geschichte durch und beinahe jedes Kapitel endet mit einem fiesen Cliffhanger. Außerdem arbeitet der Autor mit Perspektivwechseln. So weiß man als Leser manchmal Dinge, die die Protagonistin noch herausfinden muss. Das ist super gemacht und sorgt für eine unglaubliche Sogwirkung. Das bringt mich zum nächsten Punkt – den Charakteren. Peter Swanson ist ein Autor, der Figuren zum leben erwecken kann wie Mary Shelley ihren Frankenstein. Man hat einfach Bilder im Kopf und kann sehr gut in die Gedankenwelt der Charaktere eintauchen. Davon lebt die Geschichte. Die Figuren haben Fehler und handeln einfach menschlich, das macht sie so greifbar. Auch das Setting ist gut gewählt, denn durch die Anonymität einer Großstadt wie Boston, legt man seinen Fokus automatisch auf das Handeln der Charaktere und bemerkt Dinge, auf die man sonst vielleicht nicht geachtet hätte. Dieses Buch war einfach nur spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Peter Swanson hat sich damit selbst übertroffen und etwas geschaffen, das man als Thrillerfan gelesen haben muss. Da ich nicht erwartet hätte, dass man „Die Gerechte“ noch überbieten kann, war ich absolut positiv überrascht von diesem Thriller. Eine Empfehlung?: Aber sowas von! Wer Thriller liebt und dieses Buch nicht liest ist selbst daran schuld. Ich würde es Lesern ab 16 empfehlen, da es stellenweise schon mal etwas blutiger und brutaler zugeht. Fazit: Ein absolut lesenswerter Thriller mit tollen Charakteren und fiesen Plot-Twists. Dieses Buch bekommt von mir volle 5 von 5 Sterne.

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Nach einem traumatischen Erlebnis wird Kate Price regelmäßig von Panikattacken und Albträumen heimgesucht. Deshalb wundert es ihre Familie sehr, dass sie die Londoner Wohnung mit dem Bostoner Appartement ihres Cousin Corbin tauschen will. Doch Kate sieht in der Veränderung ihrer Lebenssituation eine reale Chance, den seelischen Problemen beizukommen. Deshalb macht sich voller Zuversicht auf Weg. Aber kaum ist sie dort angekommen, muss sie erfahren, dass Corbins Nachbarin Audrey ermordet worden ist und niemand weiß, wer der Täter war. Von nun an wird Kate mit merkwürdigen Dingen konfrontiert und ist sich bald nicht mehr sicher, ob sie Corbins Beteuerung unschuldig zu sein glauben kann und welche Rolle der gegenüber wohnende Nachbar Alan in dem immer gefährlicher werdenden Drama spielt. "Alles, was du fürchtest" ist ein Thriller des US-amerikanischen Autors Peter Swansson, der bereits mit "Die Unbekannte" und "Die Gerechte" bewiesen hat, dass er die Spielarten perfider Geschichten bestens beherrscht. So gaukelt er seinen Lesern und Figuren gleichermaßen eine bestimmte Entwicklung der Ereignisse vor, bis er sie plötzlich widerruft und mit Andeutungen und Beobachtungen untersetzt, in eine ganz andere Richtung laufen lässt. Und während er mit den Wahrnehmungen und Gefühlen spielt, kristallisiert sich ganz allmählich die Wahrheit heraus, die noch ungeheuerlicher ist, als gedacht. Ein wunderbar wendungsreiches Geschehen, das diesmal allerdings einen Haken besitzt. Denn Corbins Vergangenheit wird in der Mitte des Buches so detailliert offenbart, dass das Ende der dramatischen Mörderjagd viel zu schnell vorhersehbar ist. Kurze Kapitel, ein flüssiger Schreibstil und der zunächst wunderbar undurchsichtige Plot sorgen dafür, dass das Buch nur schwer aus der Hand gelegt werden kann. Dabei werden die in Boston zum Tragen kommenden Ereignisse aus den Perspektiven von Kate und Alan erzählt, während sich Corbins Schilderungen nach seiner Ankunft in London eher auf die Vergangenheit beziehen. Darüber hinaus spielen auch noch weitere Figuren eine Rolle, wie ein vor dem Haus auftauchender Mann, der sich als guter Freund von Corbin entpuppt oder die mit den Ermittlungen betrauten Detectives, die akribisch jeder noch so kleinen Spur nachgehen. Und mit der Zeit wird aus der Fülle der Ereignisse und Erinnerungen ein erschreckend grausames Komplott zusammengesetzt, dessen Drahtzieher noch lange nicht am Ende mit seinen perfiden Spielchen ist. Fazit: Ein perfider Thriller, der durch das nervenaufreibende Zusammenspiel seiner Figuren Spannung erzeugt und lange Zeit mit einem undurchsichtigen Plot punkten kann. Doch leider werden die Hintergründe der verabscheuungswürdigen Tat viel zu schnell aufgedeckt und damit das in der Geschichte wohnende Potenzial teilweise verschenkt.

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