Leserstimmen zu
Der Kreidemann

C.J. Tudor

(29)
(20)
(4)
(3)
(1)
Hörbuch Download
€ 21,95 [D]* inkl. MwSt. (* empf. VK-Preis)
Von: Günter Labner

12.04.2019

Die Roman/Thriller „Der Kreidemann“ hat meinen Geschmack exzellent getroffen. Es kommt sehr schnell Spannung auf, die auch lange gehalten wird. Die Erzählweise wirkt anders und gibt dem ganzen Würze. Die Auflösung am Ende kommt überraschend und ist ungemein aufregend, das ist vor allem dem gut konstruierten Spannungsbogen geschuldet. Eine klare 5-Sterne Empfehlung von mir!

Lesen Sie weiter

Gutes Debüt

Von: mienchen112

17.01.2019

Das Cover fiel mir schon im Buchhandel auf und es passt auch perfekt zum Inhalt des Buches. Da es sich diesmal um ein Hörbuch handelt, ist es schwierig direkt auf den Schreibstil der Autorin einzugehen. Jedoch kann ich sagen, dass mir der Erzähler und seine Erzählweise sehr gut gefällt und ich dem Verlauf der Geschichte gut folgen konnte. Der Einstieg ins Geschehen ist ja schon sehr ereignisreich und auch die Hintergrundgeschichte mochte ich von Anfang an sehr. Die beiden Zeitebenen haben mich jeweils in ihren Bann gezogen und die Verbindung am Ende mit der Auflösung des Falls ist der Autorin gut gelungen. Für mich hat sie den Spannungsbogen zwischen 1986 und 2016 gut durchgezogen und detailreich ausgearbeitet, sodass ich mich an keiner Stelle des Hörbuches verloren gefühlt habe. Zwischen drin gab es auch einige Wendungen, die mich wirklich überraschen konnten. Auch mit der Auflösung zum Schluss hab ich so nicht gerechnet. Die Charaktere würde ich so beschreiben, dass sie dem Buch und der Geschichte angemessen sind. Auf mich persönlich wirkten sie allerdings nicht sonderlich sympathisch. Eddie und seine Clique haben ganz unterschiedliche "Macken", Ecken und Kanten mit denen der Leser/ Hörer sich erst einmal "anfreunden" musste. Insgesamt mochte ich die Geschichte um Eddie und das Rätsel des Kreidemanns echt gern. An manchen Stellen zog sich die Storyline ein wenig aber das war für mich nicht sonderlich störend. Ich konnte mich auch gut damit arrangieren, dass die Thrillerelemente mehr am Anfang und am Ende des Buches zu finden waren und sich nicht durch das ganze Buch zogen. Denn ich glaube, das wäre "too much" gewesen und hätte den Spannungsbogen unterbrochen oder unnötig überstrapaziert. Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und den Verlag für das bereitgestellte Hörbuch.

Lesen Sie weiter

»Wenn unsere Welt eine Schneekugel wäre, war dies der Tag, an dem irgendein Gott vorbeigeschlendert kam, sie einmal kräftig schüttelte und wieder hinstellte. Und nachdem Schaum und Flöckchen sich gesetzt hatten, war nichts mehr wie zuvor.« – S. 9 Eddie, Hoppo, Fat Gav, Metal Micky und Nicky waren einfach nur beste Freunde, bis zu dem Tag auf dem Jahrmarkt, als der Unfall geschieht. Von jenem Tag an säumen merkwürdige Vorfälle den Weg der fünf Freunde, bis sie schliesslich von Kreidemännchen zu einer Mädchenleiche geführt werden. Dreissig Jahre später wird Eddie plötzlich wieder mit den Kreidezeichnungen konfrontiert und er stellt sich die Frage: Ist der Kreidemann zurück? Zwei Zeitebenen und ganz viel Atmosphäre Stephen King selbst sagt über dieses Buch »Wenn Sie meine Bücher mögen, werden Sie auch dieses verschlingen« (Quelle: Klappentext) und so ist es auch wenig verwunderlich, dass ich während der Lektüre ganz oft an ihn denken musste. Fünf Freunde, ein heisser Sommer und eine Leiche – das erinnert ganz stark an Stand by me. Und doch ist Der Kreidemann irgendwie ganz anders. Erzählt wird die Geschichte nämlich auf zwei Zeitebenen: 1986 und 2016. Kapitelweise begleiten wir Eddie während den Ereignissen in dem fraglichen Sommer oder als erwachsenen Mann, der sich plötzlich mit seiner Vergangenheit auseinander setzen muss. Und dabei wird klar, dass die Ereignisse jenes Sommers nicht spurlos an ihm vorüber gegangen sind. Mit vielen Details schildert Eddie, was damals geschah. Was den einen vielleicht stören mag, konnte mich begeistern und mitreissen. Durch die vielen Nebenhandlungen und die Detailfülle ist nämlich unterschwellig auch immer eine immense Spannung spürbar. Man will endlich wissen, was es mit den Kreidezeichnungen und der Leiche auf sich hat, muss sich aber gedulden und wird dafür mit Nebenschauplätzen und persönlichen Schicksalen gefüttert. So hat die Demenz von Eddies Vater, wie auch der unkonventionelle Job seiner Mutter einen Platz in der Geschichte. Was auch durchaus Sinn macht, wie sich im Verlaufe des Buches herausstellt. Ein weiterer positiver Effekt ist zudem, dass die handelnden Personen viel Tiefe und ein klares Gesicht bekommen. »Ich halte mich gerne für prinzipienfest, doch das tun die meisten. Tatsache ist, wir alle haben einen Preis, wir alle haben einen Knopf auf den man drücken kann, um uns Dinge tun zu lassen, die nicht ganz so anständig sind.« – S. 109 Allgegenwärtig; die Kreidemännchen Ja, die Kreidemännchen sind allgegenwärtig in dieser Geschichte, sie sind quasi der rote Faden durch das Buch. Ihr Auftauchen schafft eine überaus beklemmende und manchmal gar gruselige Atmosphäre. Von Beginn weg möchte man wissen, was es mit ihnen auf sich hat. Getragen von dieser unterschwellige Spannung fliegt man als Leser*in nur so durch die Seiten. Leider mochte dann die Auflösung nicht so ganz zum Rest der Geschichte passen. Es wirkte auf mich sehr abrupt liess das Besondere, das Mystische, das sich durch die ganze restliche Geschichte gezogen hat, vermissen. Allerdings sehe ich über dieses kleine Manko gerne hinweg, da die Geschichte als solches einfach wunderbar rund ist. Eddie erzählt (ja, das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben) sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart flüssig und bildhaft. Und dabei versteht er es und Leser*innen bei der Stange zu halten. Häppchenweise füttert er uns mit Informationen, verrät nie zu viel und klärt manches erst im Lauf der Geschichte auf. Das erzeugt diese einmalige unterschwellige Spannung, die einem das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Fazit Mit Der Kreidemann erzählt C.J. Tudor eine überaus spannende und mystische Geschichte um fünf Freunde, die eine Leiche finden. Zugegeben, die Handlung erinnert stark an Werke von Stephen King und auch das Ende konnte mich nicht ganz aus den Socken hauen, aber die sprachliche und stilistische Gestaltung machen das allemal wieder wett. Die Liebe zum Detail konnte mich absolut begeistern und die unterschwellige Spannung liess mich nur so durch die Seiten fliegen. Ein spannendes, mysteriöses und vor allem unblutiges Debütwerk!

Lesen Sie weiter

Von: Rosel Bilke aus Saarbrücken

05.11.2018

Dieses Buch hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Die Sichtweise des Erzählenden Junge - Erwachsener fand ich spannend, auch der Handlungsaufbau hatte immer noch eine Überraschung parat. Schön zu lesen, spannend und entspannend. Habe das Buch weiterempfohlen.

Lesen Sie weiter

Eddie ist ein zwölfjähriger Junge aus Alderbury. Er ist teil einer Gang aus Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky. Von einem Lehrer wird er auf die Idee gebracht, sich mit seinen Freunden über Kreidezeichnungen zu verständigen. Daraufhin bekommt jeder seiner Freunde ein Farbe zugewiesen und sie benutzen bestimmte Symbole um sich zu verabreden. Doch plötzlich werden sie durch die Kreidezeichnungen zu einer Mädchenleiche im Wald geführt. Bei weiteren Todesfällen tauchen ebenfalls Strichmännchen aus Kreide auf. Dreizig Jahre später denken die Kinder von damals nicht mehr an die Kreidezeichnungen, als plötzlich ein Brief mit einem Strichmännchen auftaucht. Eddie ist inzwischen Lehrer. Als ihn ein alter Freund besucht, kommt dieser kurz darauf ums Leben. Besteht hierbei ein Zusammenhang zu den Vorkommnissen vor dreizig Jahren? Der Kreidemann ist der erste Roman der Autorin C.J. Tudor. Jetzt wurde er auch ins Deutsche übersetzt. Die Geschichte um Eddie spielt in den Jahren 1986 und 2016. Nach und nach erfahren wir, was 1986 passiert ist. Dabei gelingt es der Autorin, eine gewisse Spannung aufzubauen und immer wieder überraschende Wendungen einzubauen. Das Rätsel um den fehlenden Kopf des toten Mädchens klärt sich erst am Ende des Buches, was dem Leser bzw. Hörer lange grübeln lässt. Die verschiedenen Charaktere gefallen mir sehr gut. Gelesen wird das Hörbuch von Devid Striesow, den ich bisher als Schauspieler aus dem Tatort kenne. Es gelingt ihm sehr gut die verschiedenen Charaktere durch unterschiedlichen Einsatz seiner Stimme zu verkörpern. - Vielen Dank an Random House für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars -

Lesen Sie weiter

Das Cover gefällt mir sehr gut. Düster, brutal. Handlung: Alles begann an dem Tag, als der zwölfjährige Eddie den Kreidemann zum ersten Mal traf. Der Kreidemann war es auch, der Eddie auf die Idee mit den Zeichnungen brachte: so konnten er und seine Freunde sich geheime Botschaften zukommen zu lassen. Und erst einmal hat es Spaß gemacht – bis die Figuren sie zur Leiche eines jungen Mädchens führten. Das ist 30 Jahre her, und Eddie denkt, die Vergangenheit liegt hinter ihm. Dann bekommt er einen Brief, der zwei Dinge enthält: ein Stück Kreide und die Zeichnung eines Strichmännchens. Und Eddie begreift, dass das Spiel nie zu Ende war ... Meinung: Der Erzählstil, sowie der Leser haben mir gut gefallen. Die Geschichte war gut konstruiert. Teilweise verwirrend, wodurch man wirklich keine Ahnung hatte wer der Kreidemann/Mörder sein könnte. Ich mochte die Rückblenden in der Geschichte, doch einiges war unnötig und hätte man sich sparen können. So wurde die Story nämlich unnötig in die Länge gezogen. Auch Eddie war ein etwas fragwürdiger und komischer Charakter. Manchmal konnte ich seine Handlungsweise nicht ganz nachvollziehen. Die Namen der Jungs haben es mir auch nicht so leicht gemacht "Nicky" und "Micky" ..da musste ich immer genau hinhören, wer überhaupt gemeint war. Der Plot. Puuhh. Der war wie schon oben erwähnt eigentlich wirklich gut. Aber für einen Roman, nicht für einen düsteren Thriller. Es war mir zu zäh, zu viele Belanglosigkeiten. Des öfteren zu eintönig und öde. Erst gegen Ende wurde es doch düster und sogar ziemlich blutig, wie schon im Prolog. Das hatte mir aber im Hauptteil gefällt. Dieser war dagegen ziemlich fad. Aber leider macht gerade der Hauptteil, die Geschichte aus. Somit mein Fazit: Toller Start, noch besseres Ende, wirklich düster und spannend. Jedoch war der Hauptteil zu zäh und eintönig.

Lesen Sie weiter

Irgendwie lief mir dauernd Werbung zu diesem Buch über den Weg, so dass ich es einfach lesen musste. In der Geschichte geht es um Eddie und seine Freunde Fat Gav, Metal Mickey, Hoppo und Nicky. Einst bekam Eddie von jemanden die Idee eingepflanzt, dass man in der Clique herrlich mit Kreidezeichnungen kommunizieren kann. Dies taten die Kids dann auch, bis den einfachen Strichmännern bald Taten folgten. Plötzlich müssen Menschen sterben und an jedem Fundort der Toten werden Kreidemännchen vorgefunden. Wer ist der Täter? Und sind Eddie und die anderen Kids ebenfalls bald dran? Ed Munster, mit Spitznamen Eddie, führt uns als Ich- Erzähler durch die Handlung. Mit ihm begeben wir uns sowohl in das Jahr 1986 als auch 30 Jahre danach in das Jahr 2016. Kaum mit der Lektüre begonnen, fühlte sich der Thriller ähnlich einem Stephen King an. Gerade die Erzählweise und die Andeutungen auf Geschehnisse ließen den Verdacht bei mir entstehen, dass sich die Autorin an diesem großen Erzähler orientiert hat. Mir hat gut gefallen, dass C.J. Tudor nicht nur ihr Augenmerk bei Ed belässt, sondern auch die anderen Kinder beleuchtet. Jedes der Kinder hat sein ganz eigenes Päckchen zu tragen, was jeden für sich sympathisch macht und jeder Leser einen Charakter finden wird, mit dem er sich identifizieren kann. Am nächsten habe ich mich Nicky gefühlt, auch wenn ich keinen Pastor als Vater aufweisen kann, aber wie sie habe ich lieber mit den Jungs gespielt, mich gern dreckig gemacht und Buden gebaut. Ed, den ich hier mal als Hauptakteur bezeichnen möchte, war mir an vielen Stellen doch arg suspekt. Sein Verhalten als Erwachsener ist schon etwas sonderbar, aber dennoch mochte ich ihn. Was er als Kind auf dem Jahrmarkt erlebt hat, das muss man erstmal wegstecken können. Im gesamten Buch ist konstant Spannung vorhanden, allerdings völlig anders als erwartet. Es gibt so viele Andeutungen und Vermutungen, die man daraufhin anstellt, dass man zum Ende des Buches fast Sorge hat, dass nicht alles aufgelöst werden würde. Besonders heftig lasen sich für mich die Szenen, in denen Kindern und Teenagern etwas passiert, denn egal wie gemein sich manch einer verhält, so hat derjenige noch lange nicht den Tod als Strafe verdient. Die Idee mit den Strichmännchen aus Kreide fand ich super, denn das hatte gleich etwas Mysteriöses. Die Auflösung war dann doch völlig unerwartet, aber in jedem Fall schlüssig und nachvollziehbar. Fazit: Ein solider Thriller, der nahezu alles mitbringt, was für gute Unterhaltung sorgt. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus. Gelungen!

Lesen Sie weiter

Fünf Kinder, Freunde in den 80ern, ein schrecklicher Unfall am Jahrmarkt, ein toter Bruder, eine Mädchenleiche ohne Kopf, seltsame Kreidezeichnungen. 30 Jahre später beginnt der Schrecken von neuem. Stephen King sagte einmal, es gibt nur wenige Geschichten, die aber immer und immer wieder neu erzählt werden. Der Kreidemann ist eine solche Geschichte, nicht nur passend zu Kings Zitat ist es eine einzige Hommage an den Meister. So behauptet King laut Umschlagtext, wer seine Bücher liebt, wird auch dieses verschlingen Ich glaube, das C. J. Tudor King liebt. Man findet in diesem Buch ganz viele Elemente, die Kinderfreundschaft, die älteren Geschwister, die die Freunde drangsalieren, der Eifer danach einen Toten zu sehen, die Zeitstränge, das dicke Kind, das einzige Mädchen in der „Gang“,den einen, der Lehrer wird. Wie genial ist der Albino, der versteckt der Kreidemann genannt wird, sein Name ist Halloran, so hieß der tiefschwarze Koch aus Shining. Und es ist eine Kunst, all die Erinnerungen an Es, Stand by me, Shining, whatever zu wecken und trotzdem etwas Eigenständiges zu schaffen. Ich habe den Kreidemann in der Tat verschlungen. Der Schrecken kommt unterschwellig, das Buch hat auch ganz viele leise Töne. Spannend, klug im Aufbau, überraschend. So mag ich lesen.

Lesen Sie weiter