Leserstimmen zu
Zartbitter ist das Glück

Anne Østby

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Zartbitter ist das Glück ist ein Buch das mich sofort angesprochen hat. Ich liebe das wunderschöne Cover, das direkt ein Urlaubsfeeling bringt. Die Geschichte an sich ist schön aufgebaut. Wir lernen die Protagonisten alle nacheinander in einzelnen Kapiteln kennen und erfahren auch ihre Hintergrundgeschichten. Allen voran Kat, die das ganze ins Rollen gebracht hat, indem sie ihre Freundinnen aus der Abizeit angeschrieben hat und zu sich auf Fiji eingeladen hat. Meiner Meinung nach ist besonders eine Geschichte herausgestochen und zwar die von Maya. Sie ist Dement und kommt trotzdem. Kat verschweigt den anderen ihre Krankheit, aber in den Kapitel die sich um sie drehen merkte man, das besonders viele Emotionen mit dem Leser gespielt haben. Sie ist glücklich auf Fiji und auch wenn sie öfter „schwarze Löcher“ hat, kann sie ihr Leben dort genießen. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch die anderen Freundinnen haben ihr Päckchen zu tragen, doch ich hatte das Gefühl das Kat genau das richtige gemacht hat, indem sie ihnen einen wundervollen Ort geschenkt hat, indem sie zusammen ihren Lebensabend verbringen können. Der Schreibstil war gut zu lesen, leider hat es mir nicht so gefallen, das das ganze von einer dritten Person erzählt wurde. Ich hätte viel lieber direkt in die Köpfe der Protagonistinnen geschaut und ihre Gedanken miterlebt, als sie erzählt zu bekommen. Das war aber auch das einzige, was mich an diesem Buch gestört hat. Es ist eine tolle Geschichte, die zum Nachdenken anregt und den Leser noch eine Weile im Kopf bleiben wird.

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"Zartbitter ist das Glück" - schon der deutsche Titel lässt etwas auf den Inhalt schließen, der keinesfalls süß wie Milchschokolade ist, sondern eher in die zartbittere Richtung geht. Vermischt mit einem wunderbar exotischen Schauplatz, lädt die Geschichte trotzdem zum Träumen ein. Am Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten die vier Freundinnen auseinanderzuhalten, obwohl ihre Charaktere sehr individuell sind. Außerdem steht über jedem Kapitel der Name der Protagonistin, die aus ihrer Sichtweise erzählt. Trotzdem dauert es einige Zeit bis man alle Eigenschaften und Begebenheiten der jeweiligen Figur richtig zuordnen kann. Das liegt daran, dass man nach und nach Teile der einzelnen Lebensgeschichten erfährt. Dazu gehören auch Ehemänner, Kinder, Enkel und im Falle von Kat auch Hausangestellte und Farmarbeiter. Das verwirrt anfangs ganz schön. Zwischen den einzelnen Kapiteln sind die Gedanken und Gebete von Aceta, Kats einheimischer Hausangestellten, in kursiver Schrift wiedergegeben, die oftmals mit der Denkweise der Weißen nicht ganz klar kommt. Jede der fünf Frauen blickt auf ein Leben zurück, das sie geformt und zu dem gemacht hat, was sie heute ist. So lernt man im Verlauf der Geschichte alle Figuren und ihre Charaktere näher kennen. Jede von ihnen kämpft mit dem Problemen des Älter werdens und natürlich müssen sich auch alle nach all den Jahren wieder "zusammenraufen". Die Geschichte ist kein "Friede-Freude-Eierkuchen"- Roman, sondern es werden Probleme angesprochen, die sich im Laufe der Jahre fast jede Frau stellen muss. Diese werden im Laufe des Romans gemeinsam aufgearbeitet. Hierbei geht es um verlorene Träume, Krankheit, Geheimnisse, Akzeptanz und natürlich um Freundschaft. Und so ganz nebenbei versucht man sich auch an der Schokoladenproduktion. Diese kam mir inhaltlich leider etwas zur kurz. Anne Østby hat selbst auf den Fischi Inseln gelebt, was man bei der Lektüre eindeutig merkt. Die farbenfrohen und bildhaften Landschaftsbeschreibungen lassen den Wunsch aufkommen dieses Paradies mit eigenen Augen zu sehen. Die Autorin versteht es die Traditionen und Bräuche der Fidschianer in die Geschichte miteinzubeziehen, ebenso wie ihre Sprache und die Sichtweisen der Einheimischen. Das fand ich sehr interessant! Am Ende des Buches gibt es ein Glossar, wo die meisten einheimischen Begriffe erklärt werden. Schreibstil: Der Schreibstil der mir noch unbekannten Autorin ist flüssig, harmonisch, und leicht melancholisch. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr bildgewaltig, die Traditionen werden verständlich erklärt. Die Charaktere sind alle sehr individuell und äußert real dargestellt. Sie sind mitten aus dem Leben gegriffen. Fazit: Eine tiefgründige Geschichte um fünf Frauen, die den Mut aufbringen nochmals neu anzufangen. Die exotische Kulisse und die lebendigen Beschreibungen der Insel, seiner Bewohner und Traditionen lässt einem bei diesem trüben Herbstwetter von Sonne und Palmen träumen. Ein zartbitterer Roman um Freundschaft, verlorene Träume und neuem Glück.

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