Leserstimmen zu
Der unschuldige Mörder

Mattias Edvardsson

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dieses hörbuch wurde mir freundlicherweise vom verlag über das bloggerportal als rezensionsexemplar zur verfügung gestellt… der klappentext sprach mich sofort an und ich freute mich erneut in die welt der nordischen krimis abzutauchen…ruhig und unblutig – so könnte man dieses buch am besten beschreiben…auch wenn ich ein fan der extreme bin, so zog mich dieses buch auch sehr an… auch die erzählerstimme von torben kessler trug dazu ebenfalls bei… die geschichte an sich war sehr spannend und beinhaltet einige zeitsprünge…dieses hin und her liebe ich sehr bei büchern, da man als leser erst nach und nach hinter die fassade schaut… allerdings enthält die geschichte der vergangenheit einige längen, die für mich nicht wirklich tragend für die geschichte waren…es war zwar interessant in die welt der schreibkunst abzutauchen, aber manchmal wäre weniger mehr gewesen… bei den charakteren herrschte ebenfalls ein auf und ab…während für mich der „erzähler“ der gegenwart zack sehr gut beschrieben wurde, blieben einige andere farblos…mir fehlte etwas hintergundwissen zum beispiel bei lee, betty und auch adrian…hier und da hätten auch noch mehr charaktereigenschaften die story gehoben… auch bei der figur leo stark fehlte mir das letzte i-tüpfelchen…man merkte als leser, dass leo seine psychospiele spielt, aber so richtig tiefgehend gingen diese nicht…zumindest bei mir kam dieses gefühl nicht an…dieses manipulative fehlte mir… alles in anderem ein buch welches man lesen kann/ hören kann, aber nicht muss…ich beendete das hörbuch zum teil durch den erzähler torben kessler…hätte ich das buch so in händen gehalten, weiß ich nicht, ob ich es zu ende gelesen hätte… 2,5 sterne - aufgerundet 3

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»Die Wahrheit kann sehr verschieden aussehen, je nachdem, wen man fragt.« 📇 "Der unschuldige Mörder" - allein dieser Titel hat mich so angefixt, dass ich das Buch unbedingt lesen musste, denn der Klappentext versprach eine spannende und verworrene Geschichte. Das Cover würde ich zwar nicht zu meinen favorisierten Buchcovern zählen, lernt man jedoch die Story dahinter kennen, finde ich es durchaus gelungen. Mattias Edvardsson hat einen flüssigen Schreibstil, der an manchen Stellen jedoch noch nicht ganz ausgereift wirkt, sodass ich immer wieder mal über ein paar merkwürdige Formulierungen gestolpert bin. Das Konzept fand ich persönlich genial. Ein Buch, das in einem Buch spielt? Für mich eine völlig neue Erfahrung und somit waren meine Erwartungen relativ hoch. Die Geschichte springt abwechselnd zwischen den Jahren 1996/1997 und 2008 hin und her. Der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt, wird von Zack - dem Hauptprotagonisten - in einem Buch niedergeschrieben, der den Titel "Der unschuldige Mörder" trägt. Verwirrt? Ja, so erging es mir auch an manchen Stellen. So dachte ich zunächst noch, dass mich die Geschehnisse aus der Vergangenheit wesentlich mehr interessieren würden, da sie ja zur Aufklärung des Mordes beitragen würden. Einige Seiten später fieberte ich jedoch den Kapiteln, die in der Gegenwart spielten, regelrecht entgegen. Warum? Es wollte einfach keine Spannung aufkommen. Die Handlung plätscherte nur vor sich hin, es passierte nichts Nennenswertes und die Charaktere blieben durchgehend blass und unsympathisch. Man erlebt einen langweiligen Studentenalltag voller Klischees und Nebensächlichkeiten, die nichts zur Aufklärung des Falls beitragen und die Geschichte nur unnötig in die Länge ziehen. Worauf wollte der Autor hinaus? Für irgendwas musste dieser Erzählstrang ja wichtig sein - so dachte ich zumindest. Leider lässt sich Edvardsson sehr viel Zeit und kommt erst gegen Ende zum Höhepunkt. Wobei mich diese Wendung nicht sonderlich überraschen konnte. Bis dahin ist die Handlung eher zäh und wenig spannend. Die Erzählung in der Gegenwart gefiel mir hingegen wesentlich besser, auch wenn mich Zacks Beweggründe irgendwann genervt haben. Der Leser bekam viele Einblicke in sein Leben, das leider alles andere als interessant war. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Informationen rund um Adrian gewünscht. Seine Beweggründe und seine Sicht der Dinge. Warum hat er so gehandelt? Das hätte der Story meiner Meinung nach zu viel mehr Spannung verholfen. 📇 Fazit: "Der unschuldige Mörder" ist eine solide Geschichte, die sich leider in vielen Nebensächlichkeiten verliert. Trotz der recht spannungsarmen Handlung habe ich mich gerade in den Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, gut unterhalten gefühlt. 3/5 ⭐️ 📇 Vielen Dank an das Bloggerportal und den Limes Verlag, die mir das Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

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Mein Fazit: Seit der Autor Leo Stark unter merkwürdigen Umständen verschwunden ist, sind bereits einige Jahre vergangen. Der Student Adrian wurde wegen Mordes verurteilt, doch sein Kommilitone Zack ist von seiner Unschuld überzeugt und nimmt die Recherchen erneut auf. Doch er stößt auf merkwürdige Zusammenhänge, die von den ehemaligen Mitstudenten mit aller Macht vertuscht werden wollen... Bis es der Roman „Der unschuldige Mörder“ des schwedischen Autors Mattias Edvardsson bis zu ins geschafft hat, ist einige Zeit vergangen, wurde nun aber im Zuge der äußerst erfolgreichen Veröffentlichung seines Bestsellers „Die Lüge“ nachgeholt. Um es vorweg zu nehmen: Die gleiche Güte wie dieser Roman besitzt „Der unschuldige Mörder“ nicht, ist aber dennoch ein lesenswerter Thriller mit viel Ausdruck. Denn wie sich die vergangenen Ereignisse mit den aktuellen Recherchen von Hauptfigur Zack verbinden, ist clever gelöst. Die Spuren werden nur nach und nach aufgedeckt, vieles bleibt die meiste Zeit über vage und undurchsichtig, sodass wirklich erst ganz am Ende die Hinweise auf den Täter deuten. Bis dahin werden zahlreiche falsche Fährten verfolgt, wodurch sich aber langsam ein komplettes Bild des Falles zusammensetzt - so weit, so bekannt. Diese Struktur ist bereits aus anderen Romanen bekannt, wird hier aber durch den manipulativen und einflussreichen Charakter des verschwundenen Autoren Leo Stark angereichert. Seine Intrigen, sein unheilvoller Einfluss auf die Studentengruppe bringt viel Würze mit ein, was auch psychologisch durchaus interessante Ansätze zu bieten hat. Der Sprachstil des Autors ist hingegen noch nicht ganz so ausgereift, sodass manche Formulierungen etwas holprig wirken. Zudem hat Edvardsson es nicht geschafft, jede Figur spannend zu gestalten, viele wirken eher etwas blass. Zack, aber natürlich auch Leo Stark sind positive Ausnahmen hiervon, viele andere Charaktere haben es aber nicht geschafft, mein Interesse zu wecken und sind eher blass geblieben. Das verschenkt einiges Potenzial dieses ansonsten sehr durchdachten Thrillers. „Der unschuldige Mörder“ schafft es zwar nicht durchgängig zu fesseln, bietet aber eine gut durchdachte Handlung mit einigen cleveren Ideen, die den Leser vor viele Rätsel stellen. Zwar ergibt sich langsam ein gesamtes Bild der Hintergründe des Verschwindens des manipulativen Autors, auf die richtige Spur wird man aber erst ganz am Ende gelenkt. Auch wenn nicht jeder Charakter es geschafft hat, mich für sich einzunehmen, sind Hauptfigur Zack und auch der verschwundene Autor facettenreich gezeichnet.

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Das Buch ist in stetem Wechsel geschrieben: Mal entführt uns der Autor Matthias Edvardsson in die Vergangenheit ins Jahr 1996, wo wir die vier Literaturstudenten, ihre Dozentin und den charismatischen Autor Leo Stark kennenlernen. Und dann wiederum springt Edvardsson in die Gegenwart ins Jahr 2008, in dem Zack versucht, das Verschwinden Leo Starks zu ergründen und einen Roman darüber zu schreiben. Sukzessive nähern wir uns von beiden Seiten der Aufklärung des Falles. Zunächst nimmt sich der Autor aber viel Zeit, uns seine Protagonisten vorzustellen, und alle haben es in sich. Alle Charaktere haben Ecken und Kanten und sind zum Teil sehr unergründlich. Darüber hinaus verwaschen die Grenzen zwischen Freundschaft und Liebe, sodass man mitunter gar nicht genau weiß, wer eigentlich etwas von wem möchte und wer mit wem zusammen ist. Das macht das Beziehungsgeflecht unglaublich spannend. Auch Leo Stark nähern wir uns langsam an, ohne seinen Charakter und sein Verhalten aber ergründen zu können. Nur eins ist klar: Sympathisch ist er nicht, und er schreibt auch nicht aus der Freude am Schreiben. In der Gegenwart trifft Zack seine Freunde von einst und spricht mit ihnen über das damals Erlebte. Die Freunde haben sich aber verändert und blicken zum Teil ganz anders auf das damalige Geschehen. Aus der Gegenwart lernen wir die Charaktere daher nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Aus den ambitionierten Studierenden von damals sind teils gescheiterte Existenzen geworden, die sich nicht mehr auf die Straße trauen und die an die Zeit 1996 gar nicht erinnert werden möchten. Nur in kleinen Schritten lässt uns der Autor näher treten. Und fast an jedem Kapitelende erwartet uns ein kleiner Cliffhanger, der uns über das kommende Kapitel aus der anderen Zeit hinweg trägt. Und so liest sich das Buch praktisch im Vorbeigehen, denn man kann es kaum aus der Hand legen. Unbedingt möchte man wissen, was damals vorgefallen ist, wohin Leo Stark verschwunden ist, ob es tatsächlich einen Mord gegeben hat und wer denn schlussendlich der Mörder ist. Die Geschichte, die Matthias Edvardson spinnt, ist unglaublich interessant und spannend aufgebaut. Durch die ständigen Perspektivwechsel kommt niemals Langeweile auf, und Stück für Stück kann man sich beim Lesen das Gesamtbild zusammenbauen. Die Auflösung ist schlüssig und überzeugt, auch wenn sie nicht mehr allzu überraschend kommt. Nichtsdestotrotz schafft der Autor es, den Leser von Anfang bis Ende in den Bann zu ziehen. Fazit Mir haben insbesondere die Charaktere gefallen, die zwar nicht alle nachvollziehbar agiert haben, aber doch alle für sich genommen interessant waren und die man gerne näher kennenlernen wollte. Ich habe das Buch an nur anderthalb Tagen verschlungen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte. Hier gibt es eigentlich nichts zu bemängeln, auch wenn die Aufklärung vielleicht keinen großen Aha-Moment mehr bieten kann. Aber das trübt den Gesamteindruck keineswegs!

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Es ist keine gute Zeit für den knapp 30-Jährigen Zackarias, genannt Zack, Levin. Zuerst wird er von seiner Freundin verlassen, dann verliert noch seinen Job als Reporter bei einer Stockholmer Zeitung. Arbeitslos und ohne Verpflichtungen zieht er wieder zurück nach Südschweden ins Haus seiner Mutter. So beschließt er ein Buch zu schreiben über die ereignisreiche Vergangenheit seiner Studentenzeit, als sein Freund und Studienkollege Adrian wegen Mordes an dem Schriftsteller Leo Stark verurteilt wurde. Unschuldig, wie Zack behauptet, vor allem weil bis heute keine Leiche aufzufinden war, Mattias Edvardsson hat mich voriges Jahr mit dem Roman „Die Lüge“ beeindrucken können. Mit „Der unschuldige Mörder“ liegt nun sein Erstlingswerk vor. Es ist ein klassischer Spannungsroman, der sich auf zwei Zeitebenen abspielt. Einerseits erleben wir Zack und seine Studentenclique. Vier junge Literaturstudenten, alle auf dem Weg der Selbstfindung und Orientierung, beim Ausloten ihrer Talente und Neigungen, stehen einem übermächtigen Verführer, dem exzentrischen und manipulativen Schriftsteller Leo Stark gegenüber. Andererseits, auf der Gegenwartsebene, steht der Versuch, Zackarias, die Ereignisse von damals zusammenzusetzen. Alle auf die eine oder andere Weise gescheitert, ihre Ziele und Träume haben sich nicht immer verwirklicht. Mattias Edvardsson spielt mit den unterschiedlichen Handlungsbeben. Zacks Buch, der Roman im Roman, die Wirklichkeit, die Erinnerungen der Freunde, zeigen wie unterschiedlich Ereignisse wahrgenommen werden oder als wahr betrachtet werden können. Bis sich Stück für Stück ein ganz anderes Bild zusammensetzt. Das hat der Autor sehr gut drauf, noch nicht so perfekt, wie später in der „Lüge“, aber doch mit einem konstanten Spannungsbogen. Ich mochte Edvardssons gutes Gespür für seine Figuren. Vor allem die Person Leo Stark gelingt ihm richtig gut. Dieser Mann ist schlicht und einfach ein obsessiver, misogyner Zyniker mit toxischem Selbstbild, der ganz geschickt die Unerfahrenheit und den aufkeimenden Geltungswunsch der jungen Literaten zu seinen Zwecken ausnutzt. Hinter diesem seduktiven Charakter steht nichts weiter als der „Mythos vom Charisma“, wie es im Buch treffend formuliert wird. Vordergründig steht natürlich die Geschichte der vier jungen Menschen und die Bestrebungen Zacks, den Mordfall neu aufzurollen. Aber viel beeindruckender waren für mich die Betrachtungen des Autors zum Schreiben, für die er Leo zum Sprachrohr nimmt: "Der Schriftsteller lebt in jedem Text, und zugleich lebt der Text außerhalb seines Autors.....Belletristik soll nicht objektiv und sachlich sein, ganz im Gegenteil. Der Autor erlebt den Text, während er ihn schreibt." Zack schreibt ein Buch im Buch. Was Zack schreibt und was er denn nun tatsächlich erlebt hat? Folgt die Geschichte ihrem Erzähler oder umgekehrt? Lest das Buch, um das herauszufinden….

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Von diesem Buch hatte ich mir Spannung erwartet, bekam aber eine die Geschichte die mehr langatmig war und vor sich hin dümpelte. Genaueres erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text. Meine Meinung zur Geschichte: Nachdem mich der Klappentext neugierig gemacht hatte, begann ich voller Freude dieses Hörbuch zu hören. Doch schon bald kam die Ernüchterung. Der Schreibstil des Autors ist ohne Zweifel flüssig. Allerdings spart er vollkommen mit den Emotionen. Es war mir unmöglich, eine Verbindung zu den Protagonisten aufzubauen. Selbst nach stundenlangem Hören gelang mir das nicht. Alle handelnden Personen verhalten gleich unsympathisch. Dazu hört auch Zack, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist. Der Eine ist nur auf den Erfolg und Geld aus, die anderen wollen mit ihren Geheimnissen nicht herausrücken usw. Die Handlung springt zwischen den Jahren 1996 und 2008 hin und her. Dabei dümpelt das Geschehen vor sich hin. Ich erlebte einen langweiligen Studentenalltag voller Klischees. Obwohl Stunden vergingen wollte sich einfach keine Spannung aufbauen. Irgendwann war ich nur noch genervt. Es werden eine Menge Nebensächlichkeiten erzählt, die die Geschichte unnötig in die Länge zogen. Die eigentlichen Ermittlungen zum Kriminalfall kamen nur am Rande vor. Schlussendlich gab ich es auf. Mir war egal wer nun der Mörder ist. Ich hielt es nicht mehr aus und brach das Hörbuch ungefähr nach der Hälfte ab. Meine Meinung zum Sprecher: Der Sprecher dieses Hörbuches hat eine angenehme und ruhige Stimme. Er liest gekonnt und flüssig. Für mich hätte er einen Hauch mehr Emotionen einbringen können. Allerdings ist das bei dieser langatmigen Geschichte sehr schwierig. Ohne den Sprecher wäre ich nicht halb so weit gekommen. Mir gefielen seine Stimme und seine Art zu lesen. Mein Fazit: „Der unschuldige Mörder“ konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte enthält viele unnötige und langatmige Passagen. Spannung wollte auch keine Aufkommen. Genervt gab ich nach der Hälfte auf, weil ich es einfach nicht mehr aushielt. Einen Stern vergebe ich für die gute Grundidee und einen Stern für den hervorragenden Sprecher. Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!

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Das Buch spielt in zwei Ebenen: 1997 zur Studentenzeit der Freunde und 2008 zur Zeit des Auftauchens von Leos Leiche. Beide Ebenen wechseln sich kapitelweise nach einigen Seiten ab. Das finde ich spannend konstruiert, weil man als Leser ständig in beiden Ebenen gedanklich unterwegs ist und die Protagonisten identisch sind. Wie in dem Buch des Autoren "Die Lüge" geht es um die Frage der Wahrheit. Auf Seite 421 kommt Zack zu der Erkenntnis “Die Wahrheit kann sehr verschieden aussehen, je nachdem, wen man fragt.” Es gibt dermaßen viele Ungereimtheiten bei diesem Todesfall und den Verstrickungen der Freunde untereinander, dass mir die Auflösung bis kurz vor dem Ende nicht klar war. Spoiler: Ganz am Ende erfährt der Leser, was passiert ist. Zacks Worte auf Seite 285, dass das Leben so viel einfacher hätte sein könnte, wenn man damals gewusst hätte, was man jetzt weiß, sprechen mir aus dem Herzen. Es gibt nur wenige Erlebnisse in meinem Leben, die ich bereue, aber einiges hätte ich dennoch gerne vorab gewusst … Es ist krass, wie viele Geschichten von 1997 im aktuellen Strang des Buchs zu Tage kommen und wie viele Missverständnisse bzw. schlichtweg unterschiedliche Empfindungen es zwischen den Personen gab. Da möchte ich lieber gar nicht wissen, wie so eine Rückschau auf mein eigenes Leben aussähe … Zum Inhalt verrate ich Dir nicht mehr, um die Spannung aufrecht zu erhalten für alle, die den Schwedenkrimi lesen möchte. Eine Leseempfehlung für Krimifans bekommt das Buch von mir in jedem Fall. "Die Lüge" hat mich noch etwas mehr gefesselt, aber "Der unschuldige Mörder" ist ebenso lesenswert. Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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Der unschuldige Mörder Klappentext Lund, Schweden: Vier Literaturstudenten treffen auf den gefeierten Autor Leo Stark. Schnell geraten sie in den Bann des manipulativen Schriftstellers, der sie gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Doch eines Nachts verschwindet Stark spurlos. Und obwohl keine Leiche gefunden wird, spricht man den Studenten Adrian des Mordes schuldig. Jahre später beschließt dessen Freund Zack, ein Buch zu schreiben. Das Verbrechen von damals, für das Adrian acht Jahre ins Gefängnis musste, hat den Journalisten nie richtig losgelassen. Von Adrians Unschuld überzeugt, ist Zack fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken. Doch bei seinen Recherchen stößt er auf den Widerstand seiner ehemaligen Studienfreunde. Alle scheinen sie etwas vor Zack zu verbergen. Und dann taucht plötzlich Leo Starks Leiche auf … Buchkritik "Der unschuldige Mörder" ist ein Roman, anhand des Covers kann vermutet werden, dass es gruseliger zugeht, dem ist aber nicht so. Vielmehr handelt das Buch von einem verschwundenen Autor, der Jahre später als Leiche auftaucht. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Somit wird ein Spannungsbogen erzeugt und die Handlungen fügen sich schön langsam zusammen. Ein Teil der Geschehnisse wird als Buchkapitel immer wieder vom Protagonisten Zack geschrieben. Die Charaktere waren eher farblos und unscheinbar obwohl der Leser/ die Leserin die Personen in der Vergangenheit und Gegenwart kennen lernt. Dies alles geschieht aus der Sicht von Zack. Trotz der vielen Geheimnisse lässt sich die Geschichte langatmig lesen und die erhoffte Spannung bleibt meist aus. Ein Plot aus dem bestimmt viel mehr heraus geholt werden hätte können. Fazit Ich war begeistert vom Buch „Die Lüge“ des Autors und hatte daher hohe Erwartungen an diesen Roman. Leider konnte mich „Der unschuldige Mörder“ nicht restlos überzeugen. Die Idee dahinter, ein Buch in einem Buch zu schreiben, fand ich spannend und neu für mich als Leserin. Nur die Umsetzung war zähflüssig und anstrengend. Teilweise zu viel wirres Zeug und nicht nachvollziehbare Sprünge. Die Figuren waren sehr blass und ich musste oft lange überlegen, wer jetzt wer ist. Es fehlten definitiv die Anhaltspunkte um an den Charakteren hängen zu bleiben. Ein sehr zähes Buch, dass man definitiv besser umsetzen hätte können. Facts Taschenbuch - 192 Seiten Verlag - Limes Sprache - deutsch ISBN - 9783809026846 Preis – 15.00€ Erscheinungsdatum - 04.11.2019

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