Leserstimmen zu
Der Himmel gehört uns

Luke Allnutt

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Jack sah zum Himmel hoch und dann mich an: "Dad", sagt er, während er auf den roten Sonnenuntergang, den Mond und die Kondensstreifen eines Flugzeugs zeigte, "gehört der Himmel auch uns?" Jack ist fünf Jahre alt, als er beim Fahrrad fahren hinfällt. Anna, seine Mutter, ist besorgt. Aber es fällt doch ständig jemand hin. In der Spielehalle fällt Jack wieder, Wochen nach dem ersten Mal. Wieder geht es zum Arzt. Ein Problem mit dem Gleichgewicht? Von Spezialist werden sie zu Spezialist geschickt, niemand drückt sich klar aus. Bis eine Ärztin herein kommt und in einem Zeitfenster von 20 Minuten erklärt, dass Jack unheilbar krank ist. Nichts ist mehr wie vorher, erst scheint die Diagnose unrealistisch, einfach ein Fehler. Nach und nach kommen die Schwächen bei Jack dazu, langsam aber sicher geht sein Leben zu Ende. Der Junge, der Fußball, seine Eltern, schlechtes Wetter und Fotos liebt, er verfällt. Anna versucht stark zu bleiben, Rob trifft die Diagnose wie ein Schlag. Statt sich gegenseitig zu trösten, entfernen sich die beiden immer mehr von einander. Bis Rob eine Entscheidung für die Familie trifft, die alles ändert. Ich habe gelacht und geweint, und manchmal auch beides gleichzeitig. Der Prolog war verwirrend, hatte auf den ersten Blick nichts mit dem Klappentext des Buches zu tun. Die eigentliche Geschichte fing dann mit dem ersten Treffen von Anna und Rob an, zuerst bin ich immer ungeduldiger geworden. Es wird nicht übertrieben ausgestaltet, aber jedes Detail hat seinen Platz. Und die Geschichte entwickelt sich, sie wird nur langsam größer. Als ich das Konzept begriffen hatte, habe ich mich entspannt und genossen. Wie ein Film läuft die Geschichte im Kopf des Lesers ab, der Schreibstil ist leicht und flüssig, man muss keine Stelle nochmal lesen, alles ist stimmig. Der ganze Ablauf ist stringend und man kann im hinteren Teil immer wieder auf die Inhalte von vorne zurück greifen. Daraus entwickelt sich eine Geschichte, die sich weniger mit der Tragödie um das Kind beschäftigt, sondern ein einfühlsamer Roman aus der Sicht des Vaters. Ein Mann, der nicht nur unter der Krankheit seines Sohnes leidet, alle Figuren sind vielschichtig und problemlos auch als Hauptfigur einsetzbar. Trotz der Krankheit von Jack bleibt das Erzähltempo gleich, nichts wird beschleunigt oder in die Länge gezogen. Ein wunderbarer Roman zum weinen und zum lachen, der jeden Leser für einige Stunden in einer andere Welt bringt.

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Eine emotionale Achterbahnfahrt

Von: EvelynM

06.08.2020

Rob hat in Anna seine Liebe gefunden und ihr Glück wird durch die Geburt ihres Sohnes Jack vervollständigt. Jack ist ein aufgeweckter, liebenswerter Junge, der mit einem Fotoapparat die Welt und das Leben entdeckt. Das kleine, heile Leben der Familie bricht auseinander, als Jack unheilbar an Krebs erkrankt. Wie geht man als Eltern mit so einer Nachricht um? Luke Allnutt beschreibt es sehr lebensnah, gefühlvoll, realistisch und berührend. „Der Himmel gehört uns“ wird aus Sicht von Rob erzählt und somit durchlebt die/der Leser*in die ganze Achterbahnfahrt der Gefühle mit ihm. Bereits zu Anfang des Buches erleben wir Rob in einer absoluten Ausnahmesituation und sein Leid wird spür- und erlebbar. Als rational denkender IT-Spezialist sollte man glauben, dass Rob eher nüchtern und zielgerichtet mit der Erkrankung seines Sohnes umgeht. Doch weit gefehlt: er stürzt sich voller Verzweiflung und Hoffnung auf jede noch so kleine Chance, seinen geliebten Sohn zu retten. Dabei wird er in einen Sog aus Lügen und falsche Versprechungen hineingezogen und findet nicht mehr heraus. Die ganze Wut, Verzweiflung und auch sein Dämmerzustand, den er mit Alkohol und Vernachlässigung seines eigenen Lebens zu überdecken versucht, ist in den Zeilen zu finden. Er klammert sich mit Vehemenz an jeden noch so kleinen Strohhalm und bringt damit seine Ehe ebenso in Gefahr, wie er auch seinen Sohn aus den Augen zu verlieren droht. Anna geht mit der ausweglosen Situation hingegen ruhig und bedächtig um. Die Empfindungen beider Elternteile sind aus dem Buch heraus spürbar. Beide gehen mit der Krebserkrankung ihres geliebten Sohnes Jack anders um – Verständnis konnte ich für beide aufbringen, auch wenn ich emotional schon näher bei Rob war. Ich konnte ihn jedoch nicht vorbehaltlos bei seinen Entscheidungen folgen und hätte ihn gerne mal geschüttelt, damit er wieder auf den Boden zurück findet. Das Ende der Geschichte lässt mich mit der Tragik der Geschehnisse versöhnt zurück und schenkt auch mir als Leserin etwas Hoffnung. Schön finde ich auch, dass der Originaltitel direkt übersetzt wurde, was nicht oft der Fall ist.

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Inhalt: Rob und Anna sind glücklich verheiratet und haben einen gemeinsamen Sohn. Jack bedeutet alles für die Beiden. Eines Tages hat Jack plötzlich Kreislaufprobleme und ist ständig müde. Die Diagnose lautet Krebs, unheilbar. Diese Diagnose traf die junge Familie wie ein Schlag. Rob verliert den Boden unter den Füßen, während Anna stark sein will. Gemeinsam wollen sie Stark für Jack sein, doch die beiden distanzieren sich immer mehr von einander und Rob trifft eine schwerwiegende Entscheidung im Alleingang. Rezension: Zuerst mal zum Cover: Das Cover ist wirklich toll und passt sehr gut zur Geschichte. Die Geschichte ist so traurig, wie es der Klappentext vermuten lässt. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch unheimlich schön, ergreifend und realistisch. Das Buch macht deutlich, dass jeder Mensch auf schlechte Nachrichten anders reagiert und diese auch anders verarbeitet. Leider ist es auch traurige Realität, dass sich Menschen dadurch wieder voneinander entfernen. Weiters zeigt die Geschichte auch auf, dass Menschen in solchen Situationen oft besonders zugänglich für Manipulationen sind und, dass es nicht alle Menschen gut mit einen meinen. Obwohl die Geschichte manchmal ein wenig vorhersehbar ist, fiebert man immer mit und hofft, dass alles gut wird. Die Charaktere haben zwar nicht so viel Tiefgang sind aber auch nicht nur oberflächlich und fügen sich gut in die Geschichte ein. Der Schreibstil ist toll und passt gut zur Geschichte, weil hier sehr gefühlvoll geschrieben wird. Weiters ist er auch flüssig und ermöglicht ein rasches vorankommen. Fazit: Ein sehr gefühlvolles Buch, dass erschreckend realistisch ist. Niemand möchte sich die Story im echten Leben vorstellen, dennoch ist es ein Schicksal von vielen. Es geht hier nicht nur darum, dass auch Kinder an Krebs erkranken, sondern auch um die Belastung und den Druck der Eltern und Angehörigen. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Sehr dramatische Geschichte

Von: JosephinW

05.02.2020

Das Buch ist eine sehr gut geschriebene, aber äußerst dramatische Geschichte. Es geht um eine Krebserkrankung eines Kindes und was das mit einer Familie und dem Umfeld macht. Die Geschichte wirkt sehr authentisch, auch wenn es kein Erfahrungsbericht ist. Sämtliche Gefühle der Protagonisten kann man nachvollziehen und es ist ein wirklich trauriges Buch, auch wenn viele positive Gefühle vermittelt werden. Aber das Thema ist einfach nicht positiv, dass ändert sich auch nicht dadurch, wenn man hoffnungsvoll in die Zukunft schaut. Nachdem ich anfangs nicht ganz warm wurde mit der Erzählweise, änderte es sich dann aber in dem Moment, als die Geschichte von der Gegenwart in die Vergangenheit sprang (aber immer noch im Jetzt erzählt). Von da an war das Buch gut und nachvollziehbar geschrieben und man konnte die Gefühle verstehen. Ich würde das Buch uneingeschränkt empfehlen. Vermutlich werden eher Frauen, als Männer angesprochen, obwohl das Thema völlig geschlechtsneutral ist. Es ist für Leser geeignet, die kein Problem mit dramatischer oder trauriger Literatur haben. Es kann durchaus sein, dass Taschentücher benötigt werden. Ob es für Betroffene oder Angehörige von Betroffenen geeignet ist, um aus der Geschichte Trost und Kraft zu ziehen, kann ich nicht beurteilen, dass muss jeder für sich selbst herausfinden.

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Lasst euch, falls ihr euch am Anfang auch schwer tut, nicht davon abhalten! Denn es wird richtig gut. Es ist leicht geschrieben, und mit so viel Spannung das ich hin und wieder das Buch nicht aus meinen Händen legen konnte und wollte. Es wird ein Familiendrama aufgezeichnet das schwer ist, und doch sehr realistisch dargestellt ist, ich kann also nur sagen, lasst euch darauf ein. Es gibt trotz der schwere auch immer wieder tolle Lichtmomente, die einem zum schmunzeln und nachdenken anregen.

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Der Himmel gehört uns von Luke Allnut ist ein sehr persönliches, emotionales und berührendes Buch, was sehr glaubwürdig und authentisch daher kommt. Es ist aus der Perspektive von Rob geschrieben und schildert das Leben vor, während und nach der Diagnose Krebs seines Sohnes Jack. Die Charaktere sind sehr gut bzw. authentisch dargestellt. Rob und Anna als wundervolle Eltern, die unterschiedlich mit der Diagnose umgehen und auf den ersten Blick anders damit umgehen als der andere, aber im Grunde leiden sie beide und es ist schade zu sehen wie sie sich nach und nach von einander entfernen. Ich konnte sehr gut mit allen Protagonisten mitfühlen, sowohl mit Rob, mit Anna als auch mit Jack. Rob ist der Informatiker, der nicht aktzeptieren will, dass die Ärzte Jack keine Chance mehr geben und er informiert sich und recherchiert stundenlang bis er auf etwas trifft was ihm Mut gibt und irgendwann trifft er eine folgenschwere Entscheidung. Anna kommt aus einem christlichen Haushalt und hat einen nüchternen Charakter, ist realistisch und vernünftig, geht keine Risiken ein und somit nimmt das Buch seinen Lauf. Jack ist ein bezaubernder, süßer und humorvoller Junge, der begeisterungsfähig und tapfer ist. Bemerkenswert wie er seinen Lebenswillen nicht aufgibt. Er interessiert sich für Fotographie und ist ein aufgeweckter kleiner Junge.Der Schreibstil aus der Perspektive von Rob hat mir sehr gut gefallen und auch wenn das Buch ein paar Längen hatte konnte mich dieses emotionale Buch mitreißen und begeistern. Dadurch konnte ich die Gefühle und Sicht von Rob sehr gut nachvollziehen, aber auch Annas Sicht und Gefühle waren sehr gut nachzuvollziehen, wobei ich eher bei Rob war....seine Sicht war mir näher als die von Anna. Es war aber sehr gut dargestellt, warum Anna so ist wie sie ist. Die Verzweiflung der Eltern kann man sehr gut nachempfinden und ist gut dargestellt worden und man hat richtig mitgelitten.

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Emotionale Geschichte

Von: lovelysummerday

01.12.2019

Eine sehr berührende Geschichte. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen jedoch war der Anfang etwas langatmig, jedoch war die Geschichte trotzdem sehr schön.

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Normalerweise fällt es mir als Mama schwer, mich mit Geschichten auseinanderzusetzen, in denen ein Kind stirbt. In diesem Fall bin ich aber sehr froh, dass ich den Mut hatte, die Story zu entdecken. Besonders gut gefallen hat mir der Stil des Autors. Direkt, schonungslos und dennoch voller Gefühl. Man wird hineingesogen und erlebt hautnah, wie dramatisch Rob und seine Frau den Schicksalsschlag erlebt haben. Ihre Hilflosigkeit wirkt beinahe greifbar und hat mich sehr berührt. Viele Geschichten werden aus der Perspektive des Kranken geschildert, doch diese zeigt, wie stark das Leben der Angehörigen sich ändert. Luke Allnutt ist es gelungen, dieses sensible Thema unglaublich authentisch auszuarbeiten. Man kann sich hineinfühlen, leidet mit und hofft … bis zum Schluss. Ob Höhen und Tiefen, Rückschläge oder Hoffnungsschimmer – oftmals gehen diese Dinge Hand in Hand oder es trennt sie nur ein schmaler Grat. Ich bin froh, dass ich diesen höchst emotionalen Roman entdecken durfte und kann ihn wirklich jedem ans Herz legen, der das Thema Leben und Tod nicht scheut.

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