Leserstimmen zu
Die Frauen der Villa Fiore 1

Constanze Wilken

Die Villa-Fiore-Saga (1)

(12)
(5)
(0)
(0)
(0)
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Toskana Sehnsucht

Von: Ira

09.06.2019

Für Toskana Liebhaber ist genau das richtige Buch. Von der ersten Seite an nimmt die Geschichte den Leser in die Toskana mit. Mit in die Weinfelder, mit in die Familie von Gulia, um die es in diesem Roman geht. Eine Geschichte über mehrere Generationen, Zusammenhalt in der Familie und die Liebesgeschichte darf auch nicht fehlen. Ich freu mich riesig auf die nächsten Bücher der Reihe. Von mir 5 Sterne 🌟🌟🌟🌟🌟

Lesen Sie weiter

New York oder Toskana, wo würdet Ihr lieber leben? Für Giulia, älteste Tochter der Familie Massinelli, steht schon früh fest, dass sie der Toskana und dem elterlichen Weingut den Rücken kehren und ihr Glück in der großen weiten Welt suchen will. Als Finanzexpertin macht sie Karriere in New York, doch ihr Glück zerbricht, als ihr Liebhaber, der zugleich ihr Chef ist, sie mit ihrer besten Freundin betrügt und sie zugleich in der Firma einen folgenschweren Fehler begeht, weil sie den falschen Leuten vertraut hat. Tief verletzt und pleite kehrt sie zurück in die Toskana, doch ihr Vater empfängt sie dort nicht gerade mit offenen Armen. Er konnte nie verwinden, dass Giulia sich gegen die Familie entschieden hat. Seine Bedingung: Giulia kann bleiben, wenn sie auf dem Weingut mitarbeitet, mit dem amerikanischen Experten Paul Reed als Mentor. Ausgerechnet ein Amerikaner, von denen hat Giulia doch gerade die Nase voll! Doch mit der Zeit wächst die Vertrautheit zwischen ihr und Paul und das ist auch gut so, denn auf dem Weingut geschehen seltsame Dinge, die den Verdacht einer Manipulation nahelegen. Seit das Weingut, das sich seit Generationen in Familienbesitz befindet, auf ökologischen Anbau umgestellt wurde, ist das Geld knapp, ein Ernteausfall oder ein schlechter Ruf in der Fachwelt könnten den Ruin bedeuten. Doch wer will der Familie schaden? Paul und Giulia machen sich gemeinsam auf die Suche, wobei es nicht gerade förderlich ist, dass Giulias Vater ihr noch immer nichts zutraut, obwohl Giulia doch langsam erkennt, wie sehr ihr das Land, die Familie und das Weingut dann doch bedeuten. Überhaupt kracht es viel in der Familie: Giulias Vater und sein Bruder sind heillos zerstritten und deren Mutter Teresa, die Matriarchin der Familie, hat ihre eigenen Geheimnisse. Und auch die Konkurrenz schläft nicht. Dann erfährt Paul, dass sein Großvater Noah, ein Weinbauer im Napa Valley, im Sterben liegt. Zutiefst bestürzt eilt Paul nach Hause. Noahs größter Wunsch ist es, dass Paul dessen Weingut übernimmt. Paul ist hin- und hergerissen zwischen Kalifornien und der Toskana. Sein Herz hängt an der Familie Massinelli und ganz besonders an Giulia, doch ebenso sehr an dem, was sein Großvater aufgebaut hat. Inzwischen kämpft Giulia gegen die drohende Insolvenz des Weinguts, ein alter Kredit droht zu platzen und dann wird auch noch ein Fass mit Spitzenwein, auf den die Familie große Hoffnungen gesetzt hat, mit einer stinkenden Substanz versetzt. Das ist zuviel für Giulias Vater und er erleidet einen Herzinfarkt. Nun muss Giulia alles daran setzen, die Existenz ihrer Familie zu retten. Bleibt da überhaupt noch Zeit für die Liebe zu Paul, der ohnehin weit entfernt ist? „Giulias Geschichte“ ist der Auftakt zu einer Buchreihe über die Frauen der Villa Fiore. Wie die Autorin im Nachwort verrät, werden sich die weiteren Bände um Giulias Schwestern Milena und Bianca drehen. Mich persönlich würde ja auch noch die Geschichte von deren Mutter Manuela interessieren, einer Deutschen, die es oft nicht leicht hat, zwischen den italienischen Temperamenten ihrer Lieben zu vermitteln. Nach der Lektüre bin ich um einiges schlauer, was den Weinanbau angeht, da habe ich richtig viel gelernt beim Lesen und das auf unterhaltsame Weise. Giulias Geschichte hat mich ebenfalls sehr gut unterhalten, wenngleich Giulia mir manchmal etwas zu zögerlich war und die Geschichte infolgedessen streckenweise etwas langatmig. Aber vor allem zum Ende hin wurde es dann noch richtig dramatisch. Besonders schön fand ich die Schilderungen der toskanischen Landschaft, da kamen bei mir gleich Urlaubserinnerungen hoch bzw. die Lust, dort mal wieder hinzufahren. Auf der Homepage von Constanze Wilken findet sich ein sehr schönes Toskana-Special mit vielen tollen Fotos, einer Leseprobe, einem Interview und vielem anderen mehr.

Lesen Sie weiter

Von Constanze Wilken hab ich bisher noch gar nichts gelesen, obwohl einige Werke auf dem Sub liegen. Familiensagas hab ich schon einige gelesen und mein Herz schlägt immer wieder dafür. Bei diesem Roman hab ich einmal eine völlig andere Reise unternommen, die mich wirklich auf ganzer Linie überrascht und mitgerissen hat. Natürlich geht es um Geheimnisse. Aber vor allem geht es um den Weinanbau und Familie. Und darum was es wirklich bedeutet. Für das Herz, für die Seele und darüber hinaus. Die Autorin hat einen sehr einnehmenden und fließenden Schreibstil, der mich gleich gefangen genommen hat. Die Atmosphäre empfand ich als etwas drückend, es schwebte ein wenig Traurigkeit im Untergrund mit, was der ganzen Geschichte sehr viel Ausdruck verleiht. Es steckt Leidenschaft in der Tiefe, im Wein und dieser großartigen Familie. Ich empfand die Handlung als ziemlich komplex und es erforderte einiges an Konzentration, damit man den Faden auch nicht verliert. Der Titel kündigt es schon an. Es ist Giulias Geschichte. Aber es ist auch Pauls. Aufgrund dessen das man von beiden die Perspektiven erfährt, erhalten Sie sehr viel Raum und Tiefe. Liebe spielt eine sehr große Rolle. Vor allem die Liebe zum Wein und der Familie. Es ist nicht laut und lebhaft. Es ist sanft und leise. Eine Konstante die sich durch das Ganze Buch zieht und den Leser sprichwörtlich an das Buch fesselt. Als erstes muss ich wirklich betonen , daß hier herausragend gut recherchiert wurde. Constanze Wilken entführt uns nach Italien zu der Familie Massinelli und dem Weinanbau. Ich war so gefangen von der Thematik des Weines, das ich teilweise wirklich vergessen habe, Luft zu holen. Es war wahnsinnig interessant und faszinierend. Ich hab hier eine völlig neue Welt betreten und man versteht mit der Zeit wirklich was es bedeutet. Daneben war die Familiengeschichte auch sehr aufregend zu verfolgen. Es gab einige Höhen und Tiefen. Schmerz, Verlust, Trauer und Angst. Auch Konflikte, Politik und Rivalitäten bleiben nicht außen vor, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Wie oft trinken wir ein Glas Wein und machen uns keine Gedanken, was für ein aufwendiger Prozess diesem zugrunde liegt. Ein Aspekt, den ich jetzt wohl mit anderen Augen betrachten werde. Giulia ist eine ganz besondere junge Frau die erst ihren Weg finden muss, um dort anzukommen,wofür ihr Herz schlägt. Paul mochte ich besonders für seine sanfte und gleichzeitig starke Art. Er ist ein Fels in der Brandung und doch hat er sein eigenes Päckchen zu tragen. Allesamt sind diese Charaktere sehr schön ausgearbeitet. Authentisch, lebendig und absolut greifbar. Ein Roman in dem Ecken und Kanten deutlich ans Licht kommen. Einige Geheimnisse kamen sehr überraschend und haben für ordentlich Auftrieb gesorgt. Aber vor allem geht es hier um Selbstfindung, um Bestimmung und das aus sich herauszuholen, was schon immer da war. Man nur nie selbst entdeckt hat. Ein sehr wichtiger Charakter war für mich Harper , sie hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Mit ihrer lockeren und erfrischenden Art sorgte sie für frischen Wind und das braucht man hier einfach auch. Diese Geschichte ist einfach lebendig und man wird verwöhnt mit malerischen Beschreibungen und Details. Man hat das Gefühl, es förmlich zu schmecken und es weckt die Lust , die Koffer zu packen und zum Weingut zu reisen. Für mich ein einmaliges Erlebnis. Ein Roman der mal nicht von Romantik und prickelnden Szenen lebt und den Leser zum schmachten und seufzen bringt. Ich bin wirklich begeistert, denn hier werden verschiedene Themen mit eingebunden, die mich wirklich bewegt und mitgerissen haben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergeht.

Lesen Sie weiter

Liebe und Geheimnisse in der Toskana

Von: Siglinde Haas aus Villingen

04.04.2019

Giulia Massinellis Familie betreibt das Weingut Villa Fiore in der Toskana Giulia , die bisher als Wirtschaftsprüferin in New York gearbeitet hat, kehrt gescheitert zu ihrer Familie zurück. Ihr Verlobter hat sie mit ihrer besten Freundin betrogen, ihren Ruf in der Berufswelt beschädigt und wirtschaftlich ruiniert. Das Verhältnis zu ihrem Vater ist schwierig, da er ihr es übel nimmt, dass sie sich nicht für das Weingut interessiert. Gleich zu Beginn von Giulias Aufenthalt kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem der Kellermeister Alberto verletzt wird. Als es zu weitern Störfallen kommt, will keiner mehr so recht an Zufälle glauben. Der Verdacht auf Sabotage steht im Raum. Mehrere Verdächtige kommen in Betracht. Sogar in der Familie könnte der Täter zu finden sein. Giulia erhofft sich durch ihre Großmutter Teresa Licht ins Dunkel bringen zu können. Diese schweigt jedoch beharrlich. Gut, dass der Amerikaner Paul Reed die Familie bei der Bewirtschaftung des Weinguts tatkräftig und fachmännisch unterstützt. Ganz langsam entwickelt Giulia Gefühle für Paul. Aber auch dieses Mal scheint ihre Liebe hoffnungslos, denn Paul hat seinem verstorbenen Großvater Noah versprochen, dessen Weingut in Kalifornien weiterzuführen. Und Giulia hat ihren Platz in der Familie gefunden. Das Lesen des Buches war ein wenig wie Urlaub in der Toskana. Die Autorin schildert die Landschaft und das Anwesen so bildhaft und mit überzeugender Begeisterung, dass ich das Gefühl hatte, dort zu sein. Dazu passen die informativen Ausführungen zum Weinan - und -ausbau. Giulia ist eine sympathische junge Frau, die ihren Platz im Leben erst noch finden muss und bereit ist, dafür auch zu kämpfen. Ein gutes Beispiel hierfür ist ihre Hartnäckigkeit, mit der sie versucht Informationen über die Vergangenheit zu bekommen. Paul Reed ist ein echter Sympathieträger, wie ihn sich wohl jede Frau gerne zum Freund wünscht. Seine Empathie zeigt sich deutlich in seinem Verhältnis zu seinem Großvater Noah und dessen Partner Juan. Die Autorin mischt gekonnt italienisches Flair, eine überzeugende Liebesgeschichte, Familiengeheimnisse und Krimielemente zu einem wunderbaren Unterhaltungsroman, der einfach Spaß macht, ihn zu lesen.

Lesen Sie weiter

- Giulias Geschichte – Die Familie Masinelli besitzt seit Generationen ein Weingut in der Nähe von Florenz. Die Brüder Salvatore und Lorenzo führen das Weingut, sind aber hoffnungslos zerstritten. Nun steht es nicht gut mit dem Besitz, außerdem richtet ein Saboteur erheblichen Schaden an. Giulia, die älteste Tochter, Wirtschaftsprüferin, kehrt nach vielen Jahren aus New York zurück. Sie hat sich von ihrem Freund getrennt, der sie hintergangen hat, auch finanziell. Zusammen mit Paul Reed, einem kalifornischen Weinexperten, versucht sie, das Weingut zu retten. Obwohl sie zunächst erhebliche Zweifel an der Loyalität Reeds hat. Die gemeinsame Aufgabe verbindet sie jedoch. Paul Reed muss nach Kalifornien zurück, um sich dort um sein geerbtes Weingut zu kümmern. Wie wird Giulia sich entscheiden: Für die Toskana oder Kalifornien? Der Roman entführt in das sonnige Leben in Italien. Es ist der erste Band einer angekündigten Toskana-Reihe. Bitte weiter so! Erschienen im Goldmann-Verlag ebook 831 Seiten

Lesen Sie weiter

Guilia kehrt New York den Rücken, hat sie gerade eine herbe Enttäuschung erleben müssen. Ihr Verlobter hat sie mit ihrer besten Freundin betrogen. Aber es hängt noch eine Menge mehr daran, denn auch beruflich hat ihr Ex-Verlobter ihr mies mitgespielt. Nun kehrt sie der Stadt, die nie schläft, den Rücken und begibt sich wieder nach Italien, ihrer eigentlichen Heimat. Allerdings ist das Verhältnis zu ihrem Vater immer noch nicht wieder in Ordnung, denn dieser hat es nie verstanden, warum sie unbedingt in die Staaten gehen musste. Dementsprechend ist die Stimmung auch geladen, wenn die beiden aufeinander treffen. Es mag vielleicht auch an der Art von Guilia liegen, dass ich Schwierigkeiten hatte, mit ihr "warm" zu werden. Sie musste eine herbe Enttäuschung wegstecken und das macht man nicht mal so eben. Doch im Grunde ihres Herzens ist sie eine fröhliche Frau, die weiß, was sie will und wie sie ihre Ziele erreichen kann, aber auch gleichzeit verletzbar, dass sie sich immer wieder in sich zurück zieht. Allerdings fällt ihr das daheim bei der Familie doch schwerer, als gedacht. Auch wenn ich mit Guilia anfangs nicht so wirklich "warm" geworden bin, muss ich sagen, dass die Autorin sämtliche Figuren wunderbar ausgearbeitet hat. Auch die Stimmung in dem Roman, diese Leichtigkeit, die man manchmal aus Filmen aus Italien kennt. Allerdings hat mir in manchen Situationen dann doch dieses italienische Temperament mancher Figuren gefehlt. Wenn Italiener streiten oder lebhaft diskutieren, geht es lauter zu, als wir Deutschen es kennen. Definitiv hat mir das ein wenig gefehlt, aber das macht jetzt keinen großen Punktabzug aus. Die Geschichte wird zwar in der dritten Person erzählt, allerdings spielt die Geschichte mal in den USA, mal in Italien und mal erzählt die Großmutter etwas aus ihrer Vergangenheit, was hier aber ganz wenig statt findet. Was ich allerdings doch etwas bemängeln muss, war der Schluss des Buches. Irgendwie fand ich diesen zu abrupt und irgendwie schnell, so als ob etwas rausgestrichen werden musste, damit das Buch nicht zu lang wird. Mein Fazit: Alles in allem ist dies ein gelungener Auftakt einer tollen Reihe. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und ich freue mich auf das nächste Band, denn ich möchte wissen, wie es mit Milena, Bianca und Manuela weiter geht, überhaupt mit der ganzen Familie Massinelli, sowie deren Mitarbeiter. 4 Sterne für den tollen Auftakt "Die Frauen der Villa Fiore" von Constanze Wilken. Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Goldmann-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Bewertung!

Lesen Sie weiter

Nach Jahren in den USA kehrt Giulia zurück auf das Weingut der Familie. Dieses ist seit Generationen in Besitz der Familie Massinelli. Doch Familienstreitigkeiten, Mißwirtschaft haben dazu geführt, dass es in großen Schwierigkeiten steckt. Die alte Patriarchin Teresa hat so wie es scheint, immer noch einen großen Einfluß auf ihren Sohn. Für Giulia keine leichte Heimkehr, doch nach dem Desastser in Beruf und Liebe sah sie für sich derzeit keinen anderen Weg als heimzukehren. Ihre deutsche Mutter und die beiden jüngeren Schwestern sind erfreut, Fragen werden zum aktuellen Zeitpunkt offfen gelassen. Seit einigen Monaten beschäftigte das Gut Paul Reed, einen kalifornischen Flying Winemaker. Schon bald hoffte er wieder zurückzukehren zu seinem Großvater Noah, um dann das dortige Weingut zu übernehmen. So der Plan. Bis Giulia in Erscheinung tritt. Die Disharmonie zwischen ihrem Vater und ihr legen sich auch nicht nach ihrer Rückkehr. Er gibt ihr ganz klar zu verstehen, wenn sie weiter auf dem Weingut wohnen wollte, müsse sie auch arbeiten. Als Unbekannte Sabotage auf dem Weingut betreiben, ändert sich einiges. Paul und Giulia, aber auch andere, versuchen den Übeltäter das Handwerk zu legen. Schon die Gestaltung des Covers erzeugt Sehnsucht nach diesem fernen Ort. Giulia ist eine junge Frau, die vor Jahren ihren eigenenW eg gegangen ist. Fort von zuhause, nicht die Verpflichtung übernehmen, das Weingut in der nächsten Generation weiterzuführen. Dass sie in Übersee zwar erfolgreich als Wirtschaftsprüfern arbeitet, und dennoch Schiffbruch erleidet, als die Liebe ins Spiel kam, war nicht vorhersehbar. Nun war sie pleite. Ihr ganzes Kapital hatte sie in die Wohnung drüben gesteckt und nun … In die Geschichte reinzukommen war anfänglich für mich ein bisschen problematisch. Ich musste erst einmal anfangen, ein Gefühl, die Beziehung zu den jeweiligen Charakteren aufzubauen. Was mir bei den vorherigen gelesenern Romanen der Autorin keine Probleme bereitet hatte, hier tat ich mich etwas schwer. Und dennoch muss ich dazu sagen, dass die Protagonisten gut gezeichnet sind. Giulia scheint verletzlich, aber auch irgendwie burschikos. Die Gemeinsamkeiten einzelner Handlungsstränge verflechten sich gut miteinander. Was der Autorin gut gelungen ist, dem Leser ein Bild von der Toskana und den Leuten zu vermitteln. Es gibt schon Szenen, die man direkt vor seinem inneren Auge sehen kann. Unterhaltsam aber auch tiefgehend wird hier das Familienleben beleuchtet. Neue Wege müssen durchdacht werden, aber auch Entscheidungen sind zu treffen. Ein charmanter Roman, der versucht, die italienische Lebensfreude, eine gewisse Leichtigkeit in sich trägt und dennoch von einer gewissen Tristesse durchzogen. Giulias Geschichte in die ich mich erst einmal hineinfinden musste. Sie hat mich nicht sofort abgeholt, sondern erst im Laufe des weiteren Geschehens. Es ist eine Familiensaga, wo die beiden Schwestern Bianca und Milena uns auch noch ihre Geschichte erzählen werden. "Die Frauen der Villa Fiore", eine charmante und dennoch aufschlussreiche Geschichte.

Lesen Sie weiter

Meine Meinung Bisher hatte ich noch keinen Roman von Constanze Wilken gelesen. Jetzt bot sich mir die Chance „Die Frauen der Villa Fiore: Giulias Geschichte“ aus ihrer Feder zu lesen, da konnte ich nicht nein sagen. Das Cover gefiel mir ausgesprochen gut und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich auch flott angefangen. Die hier handelnden Charaktere hat die Autorin richtig gut ausgearbeitet und in ihren Roman eingefügt. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen und die Handlungen waren nachvollziehbar. Giulia ist die älteste der Massinelli Schwestern. Sie ist gerade erst nach Hause zurückgekehrt, nachdem sie New York regelrecht fluchtartig verlassen hat. Ich mochte sie wirklich sehr gerne, sie wirkte sympathisch. Nun tut sie auch alles dafür um die Tradition zu erhalten, sie setzt sich sehr für das Weingut ihrer Eltern ein. Paul ist Amerikaner und arbeitet als Önologe seit einiger Zeit bei den Massinellis. Auch ihn mochte ich wirklich gerne und habe sein Tun mit Spannung verfolgt. Neben diesen zweien gibt es noch zahlreiche andere Charaktere. Sie alle fügen sich wunderbar ins Geschehen ein und ich bin schon jetzt gespannt darauf was es noch alles über die Familie Massinelli zu erfahren gibt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Sie hat es wirklich mühelos geschafft mich mit ihren Worten in die Toskana zu versetzen. Es wird alles herrlich bildhaft beschrieben, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Die Handlung selbst gefiel mir richtig gut. Es geht direkt los, man lernt als Leser die Toskana gut kennen, es fühlte sich schon fast so an als wäre ich selbst dort. Rasch kommt dann Spannung auf, es passieren unvorhersehbare Dinge und es gilt Familiengeheimnisse aufzudecken. Mir gefiel diese Mischung sehr gut. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, sie fügt sich ganz wunderbar ins Rahmengeschehen ein. Als Leser kann man die Emotionen gut nachempfinden. Was mir aber ganz besonders zugesagt hat, die Autorin hat hier wirklich sehr gut recherchiert. Sie bringt dem Leser den Weinbau näher und das eben vor der tollen Kulisse der Toskana. Das Ende ist in meinen Augen wirklich gut gelungen. Ich empfand es als passend, denn es schließt Giulias Geschichte wirklich sehr gut ab und macht sie rund. Ich bin gespannt welche der Frauen im nächsten Buch wohl eine tragende Rolle spielen wird. Fazit Abschließend gesagt ist „Die Frauen der Villa Fiore: Giulias Geschichte“ von Constanze Wilken ein wirklich sehr guter Roman, der mich von Anfang an eingefangen hat. Interessante sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger sehr angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend, abwechslungsreich und emotional empfand und in der man nicht nur eine tolle Kulisse vorfindet sondern auch noch einiges über den Weinbau erfährt, haben mir wunderbare Lesestunden beschert und mich überzeugt. Wirklich zu empfehlen!

Lesen Sie weiter