Leserstimmen zu
Letzte Fahrt nach Königsberg

Ulrich Trebbin

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Im Podcast „Heinrich. Kultur. Medien.“ erzählt der Autor Ulrich Trebbin, wie er sich dem Thema und der Gegend angenähert hat, was Flucht, Vertreibung, Liebe und Erinnerung bedeuten. Ein sehr persönliches und aufschlussreiches Gespräch … „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber wir müssen sie immer wieder entdecken, wenn wir den Menschen ins Gesicht schauen & mit ihnen umgehen“ https://hrbruns.com/2018/08/15/letzte-fahrt-nach-koenigsberg-von-ulrich-trebbin-der-hkmpodcast-19/

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Grossartiges und berührendes Zeitgemälde

Von: Bücherwürmchen aus Zürich

13.07.2018

"Letzte Fahrt nach Königsberg" lässt den Leser eintauchen in die versunkene Welt des alten Ostrpreussens. Es erzählt aus der Perspektive eines jungen Mädchens und später jungen Frau von unbeschwerten Jugendjahren, von den heraufziehenden dunklen Wolken des nationalsozialistischen Reichs, in das viele Menschen in Ostpreussen, das damals durch den "polnischen Korridor" vom Rest Deutschlands getrennt war, zunächst grosse wirtschaftliche Hoffnungen setzten, vom allmählichen schrecklichen Erwachen in den Jahren zunehmender Zerstörung und Verzweiflung, von Flucht, Überlebenskampf, Heimatverlust und Neuanfang unter schwierigen Bedingungen. Und es erzählt die Geschichte einer lebenshungrigen jungen Frau in jener Zeit, die sich immer wieder unter widrigen Umständen behauptet und lernt, die Herausforderungen anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Dabei ist Ulrich Trebbins Sprache ein Genuss - seine Schilderungen der heute nicht mehr existierenden Stadt Königsberg, der Landschaften des Samlandes wie auch der Gefühlswelt der Progatoginistin sind so anschaulich und plastisch, dass es einen regelrecht in dieses Buch hineinzieht und man nur ungern wieder daraus auftaucht. Ein ganz besonderes Buch, das lange, lange nachklingt.

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🍃🍃Rezensionsexemplar🍃🍃 -Bloggerportal Randomhouse- 🍃🌊🍃Letzte Fahrt nach Königsberg🍃🌊🍃 Autor: Ulrich Trebbin Verlag: btb Preis: 20€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag Seiten: 352 Seiten ISBN: 978-3-442-75776-3 Erscheinungsdatum: 19.03.2018 5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐ 🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃 Inhaltsangabe: Entnommen von: www.randomhouse.de Königsberg, das sind für Ella die Möwen über dem Fischmarkt, das ist der ornamentale Rundbogen über dem väterlichen Weinkontor. Das sind die unbeschwerten Tage an der Küste des Samlands und das ist Victor, ihre erste große Jugendliebe. Doch Anfang 1945, kurz vor Kriegsende, liegt die einst so prachtvolle Metropole Ostpreußens in Schutt und Asche. Und auch in Potsdam, wohin sich Ella mit ihren beiden Kindern geflüchtet hat, wird die Lage immer beklemmender, die Essensvorräte immer knapper. Als Ella sich an die zahllosen Einmachgläser im Keller ihrer alten Königsberger Wohnung erinnert, gefüllt mit Mirabellen, Sauerkraut und Schweinebraten, wagt sie das Unmögliche: Mitten hinein in den Vormarsch der russischen Truppen steigt sie in den Zug nach Königsberg, in eine Welt, die dem Untergang geweiht ist. 🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊🌊 Weitere Informationen: https://www.randomhouse.de/Buch/Letzte-Fahrt-nach-Koenigsberg/Ulrich-Trebbin/btb-Hardcover/e534607.rhd (plus Leseprobe) 🍃 https://www.randomhouse.de/Autor/Ulrich-Trebbin/p622848.rhd 🍃 https://www.randomhouse.de/Verlag/btb/2000.rhd 🍃 https://www.facebook.com/btbverlag/ 🍃 http://www.ulrich-trebbin.de 🍃 https://www.lovelybooks.de/autor/Ulrich-Trebbin/Letzte-Fahrt-nach-Königsberg-1506150310-w/ 🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃🍃 Hey ihr Süßen💕 Ich habe gerade dieses grandiose Buch beendet. Ich habe schon lange nicht mehr so etwas emotionales und fesselndes gelesen, es war einfach nur wundervoll. Ulrich Trebbin schaft es mir einer Leichtigkeit und einer poetischen Schreibweise seine Leser zu fesseln. Ich muss gestehen, dieses Buch war für mich eine Art Experiment, da ich mich nicht sehr gut mir der Ostpreußischen Geschichte auskenne, da ich mich einfach nie dafür interessiert habe. Aber man wird älter und reifer und ich war mehr als begeistert von diesem Buch. Es gab Szenen die mich zum Teil an "Schindlers Liste" erinnert haben, nicht wegen der Handlung, nein eher wegen der Tatsache, daß ich das Gefühl hatte mitten im Krieg zu sein und zum Teil Verbrannte zu riechen. Dies war nicht wirklich sehr angenehm, aber es zeigt wie gut und fesselnd Ulrich schreiben kann. Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und an einem Tag durch gesuchte. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen! Es war erschreckend und wunderschön zugleich. Ein Teil Deutscher Geschichte und Kultur, ein Teil der niemals in Vergessenheit geraten sollte. Es gab wundervolle schöne Dinge im Preußischen Reich, aber genauso auch grauenvolle schreckliche Dinge. Ganz besonders gut haben mir auch die Karten gefallen und auch das Cover finde ich sehr sehr passend und wundervoll. Zum Teil sind mir einige Orte, Städte und Landschaften, sehr gut bekannt und es war aufregen die Protagonisten zu begleiten und zu sehen, wie diese sich entwickeln und was ihnen alles passiert. Dieses Buch hat mich zu Tränen gerührt💕 Vielen vielen Dank für dieses tolle Buch. Ganz lieben Gruß Sonja/Shaaniel

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Verlorene Heimat

Von: Bibliomarie aus Düsseldorf

30.04.2018

Ella Aschmoneit ist in Königsberg aufgewachsen. Ihre Kindheit und Jugend ist behütet. Das Elternhaus großbürgerlich. Doch Ellas geliebter Vater stirbt viel zu früh und die in geschäftlichen Dingen völlig überforderte Mutter muss den Weinhandel und die Villa aus Geldnot verkaufen. Ein erster Einschnitt in Ellas Leben, sie kann nicht weiter die Schule besuchen und ein Medizinstudium ist nun aus finanziellen Gründen ausgeschlossen. Doch das wird nicht der letzte Einschnitt in ihr Leben bleiben. In den noch unbeschwerten frühen 30iger Jahren ist schon das kommende Unheil zu spüren. Der Roman ist von der Familiengeschichte des Autors inspiriert. Die Hauptfigur Ella ist eine lebenslustige sympathische Frau, die ein-zweimal in ihrem Leben eine falsche Entscheidung getroffen hat. Das eine ist die Heirat mit Heinrich, einen älteren, gebildeten Mann, der nicht ihre große Liebe ist, von dem sie sich aber Unabhängigkeit und Sicherheit verspricht. Ella ist sehr gut gezeichnet, ihre Entwicklung von der aufmüpfigen Schülerin bis zur durch das Schicksal gereiften Frau hat mich sehr berührt. Ulrich Trebbins „Letzte Fahrt nach Königsberg“ spielt auf zwei Ebenen, in Rückblicken erleben wir Ellas Jugend, ihre Freunde, erste Liebeleien und unbeschwerte Ausflüge ins Samland und auf die Kurische Nehrung. Die zweite Zeitebene ist in hauptsächlich 1945 in Potsdam angesiedelt. Von dort aus unternimmt Ella auch die waghalsige, titelgebende letzte Fahrt nach Königsberg, um der hungernden Familie noch die eingekochten Vorräte aus dem heimischen Keller zu retten. Die Rückblicke in die Vergangenheit werden von einer sommerlichen Heiterkeit getragen, sie sind ausführlich erzählt, manchmal schleichen sich auch Wiederholungen und etwas zu ab- und ausschweifende Begebenheit ein. Das hat aber mein Lesevergnügen nur unwesentlich geschmälert. Sie bringen in ihrer Unbeschwertheit die nachfolgenden dramatischen Ereignisse in den letzten Kriegsmonaten erst richtig zur Geltung. Der Treck aus dem Osten in die noch unbesetzten Westgebiete, Dauerbombardement, Hunger und Entbehrungen. Ella und ihre Familie teilen das Schicksal vieler Vertriebener und Heimatloser. Dazu immer in Hintergrund Ellas Trauer um ihre erste große Liebe. Ich habe den Roman ausgesprochen gern gelesen, ein persönliches Schicksal bringt mir das Zeitgeschehen näher, als es einem Sachbuch möglich wäre. Dazu hat sicher auch der wahre Kern der Geschichte beigetragen. Die Figuren und ihre Schicksale wirken authentisch, genauso wie die Beschreibung des alten Königsbergs und der ostpreußischen Landschaft. Mir scheint sehr genau recherchiert zu sein und tatsächlich erstand mir ein farbiges Bild vor Augen.

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Angezogen vom Cover und dem verheißungsvollen Titel "Letzte Fahrt nach Königsberg" wollte ich diesen Debütroman des BR-Hörfunkjournalisten und Gestalttherapeuten Ulrich Trebbin unbedingt lesen und hatte das richtige Gespür. Das Buch hat mich mit den ersten Sätzen des Prologs in seinen Bann gezogen, tief berührt und aufgewühlt habe ich es nach dem Epilog zugeklappt. Inspiriert von der Lebensgeschichte seiner Großmutter, auf deren Sekretär bis zu ihrem Tod 2009 das Sepiafoto eines jungen Mannes stand, der nicht ihr geschiedener Hinrich war, erzählt Ulrich Trebbin nicht nur ein Flüchtlingsschicksal, sondern auch ein Stück deutsche Geschichte. Er tut dies so einfühlsam, detailliert und bildmächtig, dass Königsberg und die Ostseeküste der Jahre 1932 bis 1945 sehr lebendig vor meinen Augen erstanden sind – die Architektur, die Natur und die Menschen gleichermaßen. Mit dem frühen Tod des geliebten Vaters, eines vermögenden Weinhändlers, endet für die 13-jährige Ella Aschmoneit 1932 die unbeschwerte Königsberger Kindheit. Die in Geldangelegenheiten ahnungslose Mutter lässt sich beim Erbe über den Tisch ziehen, was für Ella den Besuch der Höheren Handelsschule anstatt des humanistischen Gymnasiums bedeutet, Sekretärin anstatt Ärztin. Als sie wieder Boden unter den Füßen hat, trotzt sie lebenslustig dem Schicksal ab, was es ihr bieten kann: Radtouren am Haff, Liebeleien, Kinobesuche und Kasinobälle. Ihre Passion ist das hingebungsvolle Präparieren von Schmetterlingen. Nachdem ihre erste große Liebe, der gleichaltrige Victor, der „Fixstern in ihrem Universum“, zaghaft und unentschlossen bleibt, entscheidet sie sich bei Kriegsausbruch nach langem zweifelndem Abwägen für den heftig um sie werbenden, kühlen Hamburger Historiker Hinrich Jensch, eine „töricht vernünftige Heirat“. Mit zwei Kleinkindern verlässt sie Königsberg nach der Zerstörung durch britische Bomber und zieht im Herbst 1944 zu ihrer Schwester nach Potsdam. Doch die Erinnerung an die vielen Weckgläser in ihrem Keller, Schweinebraten, Blutwurst, Gänseleberpastete, eingelegtes Kraut, Gemüse, Obst, Mus und Marmelade, lässt ihr keine Ruhe, und so kehrt sie ein letztes Mal zurück in eine dem Untergang geweihte Stadt. Ihre gefährliche „Königsberger Hamsterfahrt“, angetreten ohne Erlaubnis ihres Mannes, entzündet einen nicht mehr zu kittenden Dissens in ihrer Ehe. "Letzte Fahrt nach Königsberg" ist ein Roman, keine Biografie, bei dem jedes Wort Gewicht hat, und bei dem mir vor allem die tiefe Zuneigung des Autors zu seiner Protagonistin unglaublich gut gefallen hat. Das letzte, 1948 im Westen spielende Kapitel und der Epilog 2009 haben mir die Tränen in die Augen getrieben, obwohl der Roman ganz gewiss weder rührselig noch kitschig ist. Vielmehr ist es ein Buch über eine beeindruckende Frau, die unter widrigsten Bedingungen das beste aus ihrem Schicksal macht. Meine Empfehlung: unbedingt lesen!

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Ein tolles Buch, sehr sorgfältig recherchiert, visionär gestaltet und voll Liebe zu, Interesse an und Kenntnis von Menschen. "Unser Boot ist zum Glück nicht gekentert, aber viele Ertrinkende versuchten sich in ihrer Not am Bootsrand hochzuziehen. Ich habe also wie die anderen mit den Riemen so lange auf ihre Hände gehauen, bis sie losgelassen haben."

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