Leserstimmen zu
Im Zeichen des Raben

Ed McDonald

Schwarzschwinge (1)

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Ambitionierte Fantasy-Debüts gibt es viele, aber selten funktionieren sie so gut wie Ed McDonalds "Im Zeichen des Raben", Band 1 seiner Trilogie um das "Raven's Mark". Dass man hier etwas Besonderes in den Händen hält, wird schon sehr schnell klar, denn die Geschichte beginnt direkt im sogenannten Elend, einem magieverseuchten Gebiet voller gefährlicher Kreaturen. Protagonist Galharrow erzählt von seinen Erlebnissen aus der Ich-Perspektive - ungewöhnlich für das Genre. Nicht nur deswegen hat mich der gesamte Roman positiv an die "Greatcoats"-Reihe von Sebastien de Castell erinnert, nur in düsterer und schmutziger. Vor allem aber ist Galharrow kein wirklicher Held und schon gar kein atemberaubendes Talent, was sehr erfrischend ist. Er ist ein guter Kämpfer und die Mitglieder seiner Söldner-Truppe sind ihm wichtig, aber er ist auch ein starker Trinker und nicht unfehlbar. Seine Vergangenheit, in der er in seiner Familie in Ungnade gefallen ist, macht ihm noch immer zu schaffen, und dass er sich als Schwarzschwinge zu einem Leben im Dreck verpflichtet hat, macht es nicht besser. Mit seinem daraus resultierenden schwarzen Humor und seiner Trinkfestigkeit kann es seine Kumpanin Nenn eindeutig aufnehmen - sie hat vieles verloren, unter anderem ihre Nase, lässt sich aber nie unterkriegen und wäscht ihrem Freund auch mal gehörig den Kopf. Außerdem ist da noch Tnota, quasi der Reiseführer der Gruppe, der nicht kämpft, aber immer den Weg kennt, und die Zauberin Ezabeth. Sie ist mächtig, intelligent und gezeichnet von ihrer Kraft, was sie zu einer schwierigen Person macht. Sie will keine Schwäche zeigen, wirkt aber sehr zerbrechlich. Dafür, dass sie so mit ihrem Äußeren hadert, ging ihre Entwicklung zum Ende hin etwas schnell, trotzdem ist sie eine spannende Figur voller Überraschungen. Und diese Überraschungen finden sich auch in der Handlung wieder. Das beginnt schon bei der Magie, die den Roman durchzieht, sich aber oft im Verborgenen hält: Neben den Königen aus der Tiefe, die die Welt an sich reißen wollen, gibt es die Namenlosen, mächtige Zauberer und vollkommen undurchschaubar - und Lichtspinner wie Ezabeth, die aus dem Schein der Monde Energie für ihre Zauber weben können. Die Welt kann man von der Komplexität und den Laufwegen der Figuren her ein wenig mit der Welt des "Witchers" vergleichen - sie ist aber noch deutlich schmutziger. Nicht nur wird das von Magie zerstörte "Elend" des Landes geplagt von schaurigen und gefährlichen Kreaturen, auch in den Städten treiben Anhänger der Könige ihr Unwesen. Inmitten immer der Protagonist Galharrow, der dabei noch zusätzlich in die Machenschaften von Magiern, Adligen und Offizieren hinein gezogen wird. Mir persönlich hätte seine Obsession mit Ezabeth etwas weniger Raum einnehmen können - andererseits ist diese überhaupt erst der Auslöser vieler Geschehnisse. Beinahe durchgehend bleibt das Ganze spannend, immer wieder durchsetzt von bissigem Witz und dem ein oder anderen Plottwist. Das Ende ist zwar in sich stimmig, lässt aber noch ein paar Fragen offen - wie gut, dass Band 2 im Original schon erschienen ist. FAZIT: Ed McDonalds Welt in "Im Zeichen des Raben" ist düster, schmutzig und brutal - nichts für zarte Gemüter also. Der Protagonist kämpft sich durch eine Welt, die ihm nicht positiv gesinnt ist, und versucht dabei größtenteils einfach, am Leben zu bleiben. So wird die Spannung kontinuierlich hoch gehalten, und die wenigen Kritikpunkte tun dem Vergnügen kaum einen Abbruch.

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'Im Zeichen des Raben' ist ein Debütroman und dieser hat es in sich. Er ist blutig und gewaltig. Ich hab ihn an einem Wochenende durchgesuchtet, weil ich ihn nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dabei bin ich keine große Fantasyleserin. Viele Geschichten aus diesem Genre berühren mich nicht. Aber diese hat mich ein gesogen. Zugegeben, dass Buch ist dreckig, obszön mit viel Action, Geballer und leichter Mädchen. Eine Geschichte, wie man sie vom Klappentext her nicht erwarten würde. Das mag manchen nicht gefallen, ich kann das verstehen. Aber mir hat es gefallen, weil die Mischung interessant war. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Wer GoT mag, wird auch die Schwarzschwingen möchten. Die düstere Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch und auch wenn ich ab und an wirklich mit der Nasen rümpfen musste, es hat mich unterhalten. Bewertung: Wer düstere Fantasy mit raubeinigen Antihelden mag und auch offen für etwaige Obszönitäten ist, ist bei diesem Debüt gut aufgehoben. Ich gebe 4 von 5 Sternen.

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-- Meine Meinung: -- Ich finde den Schreibstil von Ed McDonald ja besonders. Irgendwie hatte sein Schreibstil etwas, was ich so noch nicht hatte und ich kann es einfach nicht beschreiben aber es ist da. Mir hat es gefallen wie Ed McDonald mit seinen Worten fesselt und mich vollkommen eingenommen hat, denn er weiß genau was er tun muss! Auch muss ich sagen, dass ich den Schreibstil einfach richtig genial fand, da er mich sofort gefangen genommen hat und mich erst wieder los gelassen hat als ich am Ende angekommen bin. Ed's Stil ist leicht zu lesen gewesen und je weiter ich im Buch kam, desto fesselnder und spannender wurde der Stil auch. Für mich war der Schreibstil einfach richtig toll und ich freue mich auch schon auf die weiteren Teile um in diesem Stil wieder zu versinken. Wir lernen Ryhalt als Protagonisten der Schwarzschwingen kennen und was soll ich zu diesem Kerl nur sagen? Ryhalt war mir von Anfang an sympathisch, da er einen dunklen und düsteren Charakter hat, was ich so ja echt nicht mag aber hier passte es einfach wie die Faust aufs Auge. Auch war Ryhalt einfach richtig genial gezeichnet und je mehr man über ihn erfahren hat um so näher kam man ihm und so war es, dass ich ihn sehr schnell in mein Herz geschlossen habe. Auch sämtliche Nebenfiguren wurden vom Autor einfach richtig genial gezeichnet und ich hatte das Gefühl, dass jeder einzelne von ihnen einen Charakterzug erhalten hat, der ihn zu etwas Besonderem macht. Also kann man sagen, dass Ed's Figuren einfach wunderbar waren und jeder etwas an sich hat, dass ihn sympathisch und vor allem authentisch gemacht hat. Betrachte ich die Story nun nach beenden des Buches, dann muss ich sagen das ich sie einfach genossen habe. Die Story war einfach sehr gut ausgearbeitet und ich merkte auch schnell, nach ca. 100 Seiten, dass Ed McDonald hier eine Fantasy Story erschaffen hat, die einfach süchtig macht. Ed McDonald baute für mich die Story so auf, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen, denn er baute seine Twists in die Story so ein, dass man einfach weiterlesen MUSSTE. Auch die Storyline war einfach klar, deutlich und sehr gut gebaut und in die gesamte Story eingebaut. Nun die Handlung. Bei der Handlung hatte ich ja sehr große Erwartungen, denn der Klappentext versprach hier einfach was großes und geniales und dies wurde einfach genau getroffen. Die Handlung war strukturiert, klar und deutlich aufgebaut und ich war einfach von der ersten Seite an in dieser Handlung gefangen und erlebte diese mit. Ed McDonald wusste auch sehr genau wo er in der Handlung die Spannungspunkte einbringen muss um mich an die Handlung zu fesseln. Auch die Handlungsstränge waren klar und deutlich erkennbar, was mir am Ende sehr gut gefallen hat. -- Mein Fazit: -- Abschließend muss ich sagen, dass Im Zeichen des Raben ein sehr gelungener Auftakt bildet, der beinahe ein Highlight wurde, aber der Funke ist noch nicht übergesprungen. Ed's Schreibstil, seine Charaktere, seine Story und auch die Handlung die er erschaffen hat waren einfach unglaublich toll und sehr gut struturiert. Dieser Auftakt war fesselnd, einnehmend und so voller Wendungen, die ich so gar nicht kommen sehen habe. Deshalb gibt es von mir 5 von 5, da es einfach ein Buch ist, welches ich sehr gerne gelesen habe.

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Rezension Im ersten Drittel des Buches war ich verloren. Ich habe Satz um Satz, Seite um Seite, Kapitel um Kapitel gelesen und einfach nichts verstanden. Die Geschichte beginnt mitten in der Handlung in einer fremden Welt voller merkwürdiger Kreaturen und liefert für sehr lange Zeit höchstens bruchstückhafte Erklärungen. Es macht mir nichts aus, wenn ich die Welt erst im Laufe des Buches begreife, aber es stört mich, wenn ich vor lauter Verwirrung der Handlung kaum folgen kann. Was im Klappentext verständlich klingt – Schwarzschwingen, dämonische Wesen, Drecksarbeit –, kratzt nur an der Oberfläche dieses komplexen Buches. Die Schwarzschwingen gehören zu den Aspekten, die ich bis zum Schluss nicht wirklich verstanden habe. Sie sind weder eine Elite- noch eine Spezialeinheit, sondern scheinen eine zusammengewürfelte Truppe zu sein, die keine richtige Arbeit habt und deren Besetzung ständig wechselt. Zumindest glaube ich das, denn bis auf Ryhalts Freunde Nenn und Tnota wird niemand namentlich vorgestellt. Wie viel Befehlsgewalt Ryhalt nun eigentlich hat, wie viele Männer ihm unterstellt sind und wie ihr Leben funktioniert, war für mich bis zum Schluss nicht ersichtlich. Die Schwarzschwingen schienen mir wie die Fliegen zu sterben und trotzdem überall aus dem Boden zu schießen. Manchmal befehligt Ryhalt kaum eine Handvoll, einige Seiten später eine ganze Wehrmauer. Gleichermaßen verwirrt hat mich auch, welcher Aufgabe die Schwarzschwingen normalerweise nachgehen. Im Grunde wird Ryhalt das gesamte Buch über vorgeworfen, die Aufgaben, die sie aktuell übernähmen, entsprächen nicht ihrem eigentlich Aufgabengebiet. Es scheint als hätte Ryhalt ein zentraler Büro, aber wozu genau das dienen soll und woher die Aufträge schlussendlich kommen, geht in dem Gemetzel irgendwie unter. Kurzum: Ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, wer der Protagonist eigentlich ist und was er tut, wenn er nicht gerade seiner Jugendliebe hinterher schmachtet. Einige weitere Dinge sind mir ebenfalls noch unklar. Dazu zählen beispielsweise die dämonischen Wesen, die der Klappentext ankündigt, die mir noch nie zuvor unter gekommen waren. Einige werden vorgestellt und erläutert, bei anderen wird im Laufe des Buches nicht mehr als der merkwürdige Name genannt, den ich mir dementsprechend auch nicht merken und ihn schon gar nicht fürchten konnte. Andere Erläuterungen musste ich mehrfach lesen, um ihren Sinn zu verstehen. Hinzu kommt außerdem, dass das Buch ziemlich vulgär ist. Das lässt im Laufe des Buches etwas nach, aber gerade am Anfang scheint der Autor sich bemüht zu haben, so viel Vulgarität wie möglich unterzubringen. Diese Ausdrücke kommen nicht nur in Dialogen vor, sondern auch im übrigen Text, der aus Ryhalts Perspektive erzählt wird. Insbesondere das ist wohl auch der Grund dafür, warum die Charaktere für mich keine Sympathieträger waren. Weder den Nebencharakteren noch der Hauptfigur konnte ich etwas abgewinnen. Bei Ryhalt war sogar eher das Gegenteil der Fall, weil er ständig mit seiner Schmachterei beschäftigt war. Es handelt sich nicht um ein Jugendbuch, aber seine Liebesgeschichte voller Geschnulze und melodramatischer Tränen war genauso nervtötend. Neben all der Kritik gab es aber auch Aspekte, die mir gefallen haben. Nach dem ersten Drittel habe ich mich langsam in der Welt zurechtgefunden. Viele Dinge wurden nach und nach erklärt. Der bis dahin abstrakte Konflikt wurde auf eine anschauliche Bühne gebracht. Insgesamt hat mir der Fantasy-Teil sehr gefallen, nachdem ich nicht mehr so verloren war wie am Anfang. Außerdem ist es zwischendurch tatsächlich spannend geworden. Etwa in der Mitte hat das Buch Fahrt aufgenommen und es kommt zu spannenden Auseinandersetzungen. Zwar hätte ich lieber mehr Schlachten gelesen als retrospektive Zusammenfassungen der Schlachten, aber unterhaltsam war auch das. Besonders gefallen hat mir das Buch, als die blöde, fadenscheinige Bürokratie Ryhalt bei einer wichtigen Aufgabe immer wieder Steine in den Weg legt. Dort habe ich tatsächlich für einige Zeit seine Emotionen nachvollziehen können: Das hat mich genauso aggressiv gemacht wie ihn. Da war es eine Erleichterung, dass er die Idioten dann einfach alle umgebracht hat. Fazit Im ersten Drittel des Buches war ich vollkommen verloren, habe kaum etwas verstanden und konnte der Handlung nicht folgen. Hinzu kamen eine enorm vulgäre Ausdrucksweise, Charaktere, die keine Sympathieträger waren, und eine nervtötende Liebesgeschichte. Im Laufe der Geschichte wurde es jedoch besser. Als ich mich in der Welt zurechtgefunden habe, hat mir der Fantasy-Aspekt gefallen. Die Handlung wurde spannend und unterhaltsam. In Summe war „Im Zeichen des Raben“ für mich ein durchschnittliches Buch, das mich dennoch auf die Fortsetzung neugierig gemacht hat und dafür drei Schreibfedern bekommt. Ich bedanke mich beim blanvalet Verlag und beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Inhalt: Hauptmann Rhyalt Galharrow gehört den Schwarzschwingen an. Er und seine Truppe erledigen so allerlei Arbeiten die keiner wirklich machen will und stolz darauf sein kann. Kopfgeldjagden, Morde, Folter und viel mehr gehört zu seinem täglichen Leben. Als der Kämpfer dann auch noch auf seine alte Liebe trifft, erschüttert dies sein Leben und er möchte sich ändern. Doch so sehr Ryhalt das alles auch belastet, er muss weiter kämpfen, denn die Götter haben noch weitere Pläne für ihn. Meine Meinung: Handlung: Als Leser wird man schnell in die Geschichte von Ryhalt hineingeführt, man lernt ihn und seine Leute sowie die Welt schnell kennen. Man wird durch die Story geleitet und weiß was das Ziel der Geschichte ist. Auch die Spannung und viel Action bleiben nicht zu kurz. Nur leider habe ich dennoch ein bisschen gebraucht um mich in die Geschichte einzubringen und genau zu verstehen worum es geht, denn es gibt viele Begriffe die zwar schon erklärt werden aber ich brauchte dennoch dafür ein bisschen Anlaufzeit um richtig rein zukommen. Sobald ich aber dann im Verlauf des Buches war, konnte ich mich voll darauf konzentrieren und war gespannt wie es weitergeht. So konnte mich auch das Ende überzeugen. Zwar gibt es hier nicht unbedingt mein gewünschtes Happy End, aber das hätte im Nachhinein auch nicht so richtig zur Geschichte gepasst. Deswegen bin ich zufrieden mit dem Verlauf sowie dem Ende. Charaktere: Ryhalt ist ein starker, verbissener und doch einsamer Mann. Im Laufe der Zeit erfahren wir seine Geschichte und warum er so geworden ist wie er ist. Seine Handlungen waren deswegen für mich nachvollziehbar und ich mochte ihn sehr gern. Außerdem ist er als Antiheld gerade deswegen so sympathisch ;). Ezabeth ist die alte Jugendliebe von unseren Ryhalt. Sie ist eine sehr kluge und eher zurückgezogene Frau. Sie ist eine sehr wichtige Person für die Geschichte und auch ihre Handlungen sind für mich völlig klar gewesen. Vor allem ihre Art zu denken konnte mich verzaubern. Sie ist mein absoluter Lieblingscharakter in dieser Geschichte. Nenn und Tnota gehören zu den wichtigsten Leuten in der Truppe von Rhyalt und beide sind sehr außergewöhnliche Charaktere und gehören für mich unabdingbar zu der Geschichte. Beide haben ihr Schicksal schwer zu tragen, dennoch habe ich sie schnell ins Herz geschlossen. Die Nebencharaktere hatten alle ihre Rolle und vor allem die Namenlosen sowie die Bösen in der Geschichte haben mich vollends überzeugen können. Setting: Diese Welt spielt in einem sehr besonderen Worldbiulding. Es gibt Städte sowie auch eine Wüste die mehr als gefährlich ist. Durch eine Karte in dem Buch konnte ich mir die Größenverhältnisse sehr gut vorstellen. Aber auch die einzelnen Locations sind wirklich toll beschrieben worden. Der Autor hat hier eine sehr besondere Welt erschaffen in der ich mich gut fallen lassen konnte. Schreibstil: Ed McDonald hat einen sehr starken und sehr anschaulichen Schreibstil. Vor allem die Kampfszenen sind wirklich detailgenau beschrieben worden. Auch der Plott am Ende ist einfach genial. Nie im Leben wäre ich auf diese Wendung gekommen und auch noch so das mich diese total überzeugen konnte. Cover: Eigentlich hat mich dieses Buch erst durch sein Cover aufmerksam gemacht. Es ist ein schwarzer Rabe abgebildet und auf der Seite verschwimmt das Schwarz, sodass es wirkt wie Tinte im Wasser. Auch der Rabe hat natürlich in der Geschichte eine wichtige Rolle und dies gefällt mir echt gut. Mein Fazit: Ein gelungener Fantasyroman mit viel Action, Spannungen, besonderen Wendungen und Magie. Wer also gerne auf starke Charaktere und Schwertkämpfe sowie einen Hauch Liebe steht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Da mir der Anfang etwas schwer gefallen ist, vergebe ich hier 4 von 5 Sternen.

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Wow!

Von: buchverliebt

16.01.2019

Düster, düsterer, Schwarzschwinge. Ich wusste bei dieser Geschichte absolut nicht, was mich erwarten wird und so stürzte ich kopfüber in eine düstere Welt voller Magie, Zauberer und selbsternannter Götter. Wir begleiten den Hauptmann Galharrow in einer Gegend bestehend aus Kolonien und dem Magieverwüsteten Elend voller Kreaturen und Albträume. Es herrscht ein alter, finsterer Krieg in dem die Menschen als Fußsoldaten der mächtigsten agieren und gerne auch als Kollateralschaden abgehakt werden. Niemand ist sich seiner Unwichtigkeit so sehr bewusst wie Ryhalt Galharrow, der gemeinsam mit seinen Söldnern - ein Trupp aus loyalen Nichtsnutzen - die dreckigsten Geschäfte erledigt. Zur Veranschaulichung der wichtigsten Schauplätze ist in dem Buch eine Karte hinterlegt, welche mir sehr gut gefallen hat um mich in der Geschichte einfacher zu orientieren und zu wissen wie weit unsere Helden nun von der ein oder anderen Station entfernt sind. Aber insgesamt ist die Geschichte nicht sonderlich unübersichtlich, denn Ed McDonald schafft es trotz rasanter Hetzjagden, Fluchten und Kämpfen immer den Leser gekonnt durch die Geschichte zu führen. Jedoch erwartet uns hier kein eitler Sonnenschein, denn diese Welt ist unglaublich düster und dramatisch. Mir gefiel dieser Weltenbau sehr gut, denn nicht umsonst lese ich eine solche Fantasygeschichte. Es ist zwar eine zarte - vor allem vergangene - Liebesgeschichte vorhanden, aber diese steht sehr weit im Hintergrund, wenn sie auch Ryhalt Galharrows handeln sehr stark beeinflusst. Die magischen Komponenten in der Geschichte sickern zunächst sehr langsam ein, doch sind sie immer vorhanden. Der Leser muss nur die Augen offen halten. Alleine das Gebiet des Elends ist vom Himmel bis zum letzten krümel Staub reinste magieverseuchte Substanz. Hinzu kommt das Lichtweben, was genau das ist wonach es klingt. Einige Menschen sind entsprechend begabt Mondlicht zu weben und zu speichern um daraus eine Energiequelle zu liefern, welche auf vielfältige Weise eingesetzt wird. Aber auch die selbsternannten Götter der Tiefe und die mächtigen Zauberer spielen eine übergeordnete Rolle, jedoch ohne sich in den Vordergrund zu drängen und eben dies macht die Genialität der Geschichte aus. Zwischen Albträumen - ich war so entsetzt über einige Kreaturen des Elends und des Feindes - und Dunkelheit schafft es der Autor doch auch noch einen besonderen Humor einzuflechten und so ist das was unser "Held", der Hauptmann Ryhalt Galharrow, sagt oder denkt oftmals von einem wunderbaren schwarzen Humor begleitet. Wenn er sich mal wieder über die "Scheißzauberer!" aufregt zum Beispiel. Dass der Leser trotz aller Grausamkeit in der Geschichte also doch noch was zum Grinsen bekommt ist unglaublich erleichternd und auch einzigartig gut geschrieben. Düster, furchtbar und furchtbar unterhaltsam. Was soll ich sagen: Der Hauptmann trifft mit seinen Aussagen eben genau meinen Humor und Ed McDonald schafft hier eine ziemlich interessante Geschichte. Wir arbeiten uns Schritt für Schritt durch die Geschichte und ich hatte zwar zu Beginn etwas Angst, dass diese zu verwirrend werden würde, doch so ist das überhaupt nicht. Hier werden nicht hunderte Fäden zu einer Geschichte zusammengeführt, es ist vielmehr wie die Arbeit an einem Webstuhl. Nach und nach wird das Bild klarer. Ich bin begeistert von der sehr, sehr guten Erzählweise und dem unglaublich perfekt passenden Titel.

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Dass man mit Langäxten fechten kann, war mir neu. Ob es elegant aussieht, ist fragwürdig, aber es ist laut. Klappentext ein Hobby von Ed McDonald, der mit seinem Debüt „Im Zeichen des Raben“ solide und düstere Fantasy abgeliefert hat. Eine brutale, politisch instabile, mittelalterlich anmutende Welt ist Teil des Settings. Hauptmann Ryhalt Galharrow, Ich-Erzähler mit böser Vergangenheit und ab und an zum Leben erwachenden Tätowierungen, dient bei Bedarf einem gottähnlichen Zauberer namens Krähfuß, der ihn in diesem ersten Band mit Arbeitsaufträgen reichhaltig eindeckt. Der versoffene Zyniker, der als Kopfjäger seinen Schnaps verdient, ist allerdings nicht ganz so schlimm dran, wie er glaubt, hat er doch fragwürdige, aber loyale Freunde, die bereit sind, viel für ihn zu riskieren. Es gilt, „Nalls Maschine“, die via Lichtmagie funktioniert, in Betrieb zu nehmen und ganz klassisch wieder einmal die Welt zu retten vor den gnadenlosen Dämonengöttern aus der Tiefe. Fechtkunst und Gemetzel und eine packende Story runden diesen ersten Teil ab. Das liest sich gut und erfrischend, außer für Menschen, die von einem Fantasy-Roman Romantik, nette Elfen, Einhörner, Regenbogen oder solchen Kram erwarten. Man muss den mit Selbstmitleid und Pragmatismus durchsetzten Machismo des Protagonisten mögen und offen für McDonalds Weltentwurf sein, um Vergnügen zu haben. McDonald erzählt ähnlich wie Joe Abercrombie, der auch knurrige zynische Antihelden hat, diese aber mit einem Schuss mehr Sarkasmus ausstattet. Ich will nicht behaupten, es ist ein Fantasy-Roman nur für Menschen mit Y-Chromosomen ist, aber vermutlich werden mehr von diesen ihn schätzen, als als die Doppel Xe. Ed McDonald hat eine Welt mit Highfantasy-Potenzial beschrieben, an deren Ausgestaltung es nichts zu mäkeln gibt. Die atmosphärische Düsternis, die Charaktere mit interessantem Background, Stil und die Rückblicke in die Vergangenheit des Protagonisten machen neugierig auf mehr und wirklich Spaß. Das Rad neu erfunden hat der Autor nicht, seine Geschichte ist aber besonders für ein Debüt, beachtenswert gut geschrieben und launig erzählt. Da liest Frau auch gerne den hoffentlich folgenden zweiten Band.

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Eigentlich kenne ich meine Helden als adrette, wenn auch oft ein wenig abgerissene Männer die geradeso über die Runden kommen. In diesem Buch habe ich einen ganz anderen Typ kennengelernt. Den sogenannten Antihelden. Das ist einer, der dem Ganzen noch eines daraufsetzt. Und ganz genau das tut Schwarzschwingen Hauptmann Galharrow auch. Er ist ein Säufer und auch sonst eher ein Rauhbein als ein Frauenheld. Schön ist er zwar nicht, aber er hat das Herz dennoch am rechten Fleck und für seine Kameraden ist er da. Ich weis nicht ob es jetzt das war, oder die Tatsache das dieser raue Kerl in einer noch schlimmeren Welt lebt und sein bestes tut um darin zu überleben, aber ich bin nach wenigen Seiten schon ein großer Fan von ihm geworden. Er ist nämlich trotz seines Handicaps ein toller Bursche der sich allen Herausforderungen stellt. Seine Auftreten und seine Sprüche sind nicht immer so wie man es erwartet, aber das hat mir gut gefallen.In seiner Welt ist es ohnehin besser abgehärtet zu sein, denn die Gegner sind nicht gerade ohne. Da wären zum Beispiel die Kindlinge, Wesen die wie Kinder aussehen aber grausame übermenschliche Kräfte besitzen. Diese und noch einige andere machen es unserem Helden schwer seine Aufgaben zu bewältigen. Charaktere Wie schon erwähnt ist unser Held dieses mal ein Antiheld. Er ist mir aber trotzdem ans Herz gewachsen, denn er ist auch mutig, kämpft für seine Ziele und im zwischenmenschlichen Bereich was die Liebe angeht, unsicher. Für seine Freunde ist er da und kämpft verbissen. Ein wenig hat mich der ständige Griff zur Flasche anfangs gestört, aber dann ging es. Ezabeth ist eine sogenannte “Lichtspinnerin”, die eine ganz besondere Art der Magier zu wirken im Stande ist. Sie und Ryhalt Galharrow verbindet eine gemeinsame Kindheitserinnerung. Und dann hätten wir noch Kameradin Nenn, die sich zwar rau gibt aber die ihr eigentlich gutes Herz nicht besonders gut verstecken kann. Das merkt man beim Lesen, wenn man gut aufpasst. Ich mochte sie auf Anhieb, sie bringt neben ihrer frechen Klappe noch eine gute Portion Kampfgeist mit. Setting In dieser Welt würde ich persönlich nicht wohnen wollen. Es wirkt als wäre alles Gute daraus verschwunden, alle Freude und Hoffnung gleich dazu und der Himmel trägt eine “Wunde” die zeigt, das alles wie man es einmal kannte nicht mehr ist. Teilweise wirkt die Welt unserer Helden trostlos und ungastlich, schmutzig und verderbt und die zahlreichen Angriffe der Feinde machen es für die wenigen Menschen die noch Hoffnung haben, nicht leichter. Hier tappen keine Elfen durch bildschöne Landschaften, hier sieht sich der Leser eher mit dem Ende konfrontiert. Auch wenn es mal nicht der gewohnte Held ist den ich erwartet habe, so bin ich doch total überrascht wie sehr mich dieses Buch und die Charaktere fesseln konnten. Die Handlung war für mich durchweg spannend und ich habe richtig mitgefiebert. Es gibt nicht nur ungewöhnliche Figuren, sondern auch eine Menge Wendungen die man so nicht gleich kommen sieht. Verrat gehört auch dazu und sogar Humor blitzt an einigen Stellen auf. Die Feinde wirken stark und unaufhaltsam, was der Geschichte viel Spannung verleiht.Ich für meinen Teil bin richtig begeistert und brenne schon auf den nächsten Teil der Reihe. Für alle die mal eine etwas düstere Fantasy lesen möchten, ist das hier sicher eine Überlegung Wert.

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